Dienstag, 07.04.2015

Urlaub machen, wo andere Filme drehen

Wo genau liegt Gotham City? Wo sind die Inseln voller Dinosaurier aus "Jurassic Park"? Wo befindet sich Mittelerde? Für Film- und Serienfans kann es ein großer Spaß sein, im Netz die vielen Drehorte weltweit aufzuspüren - und vielleicht sogar zu besuchen.

WWW: http://wondernode.com/post/68172648992
Die Weltkarte voller realer und fiktionaler Drehorte aus dem Wondernode-Tumblr ist ein gutes Beispiel für die Unmengen an Karten und Listen, die sich im Netz finden.


Allein WWW: die Suche nach dem Begriff "drehorte" fördert eine endlose Liste an Websites und Artikeln und Übersichten zu Tage. Vor allem WWW: filmtourismus.de ist einen Blick wert. Die Hamburgerin Andrea David reist seit über zehn Jahren Drehorte in der ganzen Welt ab und hat daraus ein riesiges Archiv mit vielen Fotos und Tipps gebaut, sortiert nach den Namen der Filme oder Serien - oder nach den Drehorten selbst.

Spannend sind auch die "Drehortreisen", die euch nicht nur ins Ausland führen, sondern auch durch München oder Berlin, zum Pumuckl-Haus oder zu den Drehorten von "Lola rennt", "James Bond" oder den Jason-Bourne-Filmen. Auf filmtourismus.de finden sich außerdem Links zu vielen weiteren Websites, auf denen es zum Beispiel um Drehorte für den Tatort oder andere deutschsprachige Filme und Serien geht.

Die App WWW: Scenepast, die es nur für iOS-Nutzer gibt, liefert Hunderte weitere Drehorte bekannter Filme - und zusätzlich aktuelle Fotos davon. Leider sind vor allem Drehorte aus einzelnen Städten in den USA vertreten, darunter New York, Los Angeles oder Miami. Solltet ihr aber tatsächlich einen Urlaub dort planen, könnt ihr die Suchfunktion dieser App nutzen und euch bekannte Drehorte in der Nähe anzeigen lassen.


WDR-Moderator Ingo Schmoll hat die Drehorte der Kultserie "Twin Peaks" besucht und über diese Reise eine eigene Reportage fürs Netz produziert.

Das Netz ist eine wahre Fundgrube, wenn es um die Drehorte großer Filme und Serien geht - fast egal, in welchem Land ihr Urlaub machen möchtet. Und selbst wenn ihr nicht dort hinreisen werdet, aber die Adressen kennt, könnt ihr WWW: Mittelerde, WWW: das Hauptquartier der Ghostbusters oder WWW: das Reihenhaus der Familie Dursley aus "Harry Potter" noch immer bei Google Maps besuchen - selbst das ist oft ein Erlebnis.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

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Sonntag, 05.04.2015

Wenn Drohnen Schafe hüten

Wofür Drohnen so alles gut sein können. Ein irischer Bauer setzt eine Drohne ein, um seine Schafherde zu hüten. Der Hirtenhund kann so lange ein Nicherchen machen. Die Drohne flitzt über die Köpfen der Tiere und schickt sie sanft in die richtige Richtung. In einem Video ist dokumentiert, dass das problemlos funktioniert. Schafe lassen sich offensichtlich sehr einfach beeindrucken - und lenken. Apropos Lenken: Die Drohne erledigt das natürlich nicht alleine, sondern wird von einem Menschen gesteuert.

Angesichts der üblichen Akkulaufzeiten handelsüblicher Drohnen dürfte dem fliegenden Hirtenhund auch relativ schnell die Puste ausgehen. Trotzdem ein guter Einfall, denn mit so einer Drohne könnte man sich auch auf die Suche nach verlorenen oder verirrten Schafen begeben. Ebenfalls wieder vorausgesetzt, der Akku hält und die Reichweite der Fernsteuerung reicht aus. Wen das alles nicht juckt, darf sich über die schönen Landschaftsaufnahmen freuen, die das Video so ganz nebenbei auch zu bieten hat. Viel Spaß beim Zuschauen und Entspannen!

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Samstag, 04.04.2015

Willkommen in der Midlife-Crisis, Microsoft

Heute (04.04.2015) wird Microsoft 40 Jahre alt. Ein schönes Alter: In diesem Alter hat man in der Regel seinen Weg gefunden, weiß doch recht gut wer man ist (und wer nicht), man hat schon eine Menge erreicht, aber gleichzeitig auch noch eine spannende Zeit vor sich. Allerdings bekommen viele in diesem Alter eine Midlife-Crisis. Microsoft steckt gerade mittendrin - vielleicht ist sie auch schon wieder zu Ende. Wir werden sehen. Aber 40. Geburtstag, das ist ein schöner Anlass, die Zeit mal Revue passieren zu lassen.

Bill Gates im Jahre 1975: Vorne steht ein PET - ich erinnere mich; Rechte: dpa/Picture Alliance
Bill Gates im Jahre 1975: Vorne steht ein PET - ich erinnere mich


Schon mit MS-DOS und Windows 1 habe ich gearbeitet
Ich will nicht behaupten, Microsoft von Anfang an gekannt zu haben und begegnet zu sein. Aber doch nahezu. Am 04. April 1975 gründete der damals 19 Jahre alte Bill Gates zusammen mit Paul Allen, der später aufgrund einer Krebserkrankung keine allzu große Rolle bei Microsoft mehr spielen sollte, ein Unternehmen, das sich Micro-Soft nannte. Eine Softwareschmiede. Damals etwas total Exotisches. Fast niemand kaufte Software. Aber Bill Gates hatte den richtigen Riecher. Er entwickelte das Basic für den Altair 8800. Ich habe den Altair 8800 damals mal gesehen - aber nie besessen. Ich war 10 Jahre alt.

Doch schon recht schnell begegnete ich den Produkten, die Microsoft berühmt, berüchtigt und reich gemacht haben. 1980 kam MS-DOS auf den Markt. 1983 die Textverarbeitung Word. Beides habe ich von Anfang an benutzt. Damals habe ich für ein Softwarehaus in Deutschland gearbeitet. Ich habe auch das erste Windows gesehen und getestet, das 1985 auf den Markt gekommen ist, damals noch ein sehr behäbiger Aufsatz für MS-DOS. Damals habe ich geschmunzelt, als ich Windows 1.0 ausprobiert habe, ich fand es lächerlich. Eine Fehleinschätzung. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Bill Gates mittlerweile der reichste Mann der Welt ist - und ich nicht.

Windows 1.0: Damals noch extrem behäbig und wenig nützlich; Rechte: dpa/Picture Alliance
Windows 1.0: Damals noch extrem behäbig und wenig nützlich


Kein Leader mehr, aber ein Key Player
In den Jahren darauf wurde die Zusammenarbeit enger. Ich habe viele Bücher über MS-DOS und Windows geschrieben, war häufig in Redmond und habe mit Entwicklern gesprochen. Denn damals gab es noch keine öffentlichen Betaversionen, die jeder im Netz laden konnte. Damals war die Schar der Vorabtester handverlesen. Bill Gates habe ich mehrere Male getroffen und auch gesprochen. Er wurde von den Mitarbeitern immer als Genie hingestellt. Im Gespräch konnte er nicht punkten, zumindest dann nicht, wenn es nicht gerade um Software und den IT-Markt ging. Trotzdem war Gates mit 31 Jahren Milliardär. Sein Nachfolger Steve Ballmer, auch längst Multimilliardär, den ich auch mehrfach gesprochen habe, ist ein ganz anderer Typ. Handfest. Witzig. Charmant. Aber jetzt auch nicht mehr an Bord.

In den 90er Jahren wurde Microsoft arrogant. Microsoft hat den Internet-Trend anfangs verschlafen, erst recht spät einen eigenen Browser entwickelt. Das machte es Google, Yahoo und Co. möglich, zu Megakonzernen zu avancieren. Außerdem gab es damas Knebelverträge mit PC-Herstellern, jede Menge Sicherheitslecks. Die Sache drohte, aus dem Ruder zu laufen. Doch in den vergangenen Jahren hat sich eine Menge getan. Microsoft ist moderner geworden, hat sich dem Wettbewerb gestellt, punktet mit guten Ideen und auch guten Produkten, mischt im Markt wieder mit. Kein Leader mehr, aber ein Key Player. Das ist doch auch nicht zu verachten.

Ob es Microsoft gelingt, im IT-Markt auch weiterhin ein führende Rolle zu spielen, wird sich zeigen. Heute werden Daten in der Cloud gespeichert, aus dem ehemals sündhaft teuren Office wurde ein Aboprodukt, das unter 10 Euro im Monat kostet. Windows hat mächtig Konkurrenz bekommen. Es gibt zweifellos eine Menge zu tun. Das kann mächtig floppen - oder auch klappen.

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