Freitag, 21.02.2014

Rappende TV-Stars

Seit Anfang dieser Woche ist Jimmy Fallon der neue Star am Nighttalk-Himmel in den USA. Der unglaublich talentierte Fallon hat TV-Legende Jay Leno abgelöst und ist bekannt für witzige Einspielfilme. Jetzt gab es ein Video in der WWW: Jimmy Fallon Show, das humorvoll und beeindruckend zugleich ist: NBC Nachrichten-Anchor Brian Williams rappt im amerikanischen Fernsehen.

Brian Williams rappt hier - unfreiwillig - das berühmte WWW: Rappers Delight von The Sugarhill Gang. Den Rap aus dem Jahr 1979 kennt wirklich jeder. Beeindruckend nun, der Zusammenschnitt von NBC-Mann Williams. Ich habe schon andere Zusammenschnitte dieser Art gesehen, etwa von WWW: Barack Obama, aber der neue mit Williams schlägt alle. Technisch perfekt gemacht, das klingt wie aus einem Guss.

Und wenn danach auch noch die Kollegen auftauchen, die mitrappen, ist das Video endgültig perfekt. Da müssen technische Hilfsmittel mit im Spiel gewesen sein, um die passenden Stellen zu finden. Anders lässt sich das gar nicht erklären. Und selbst dann bleibt ein mörderischer Aufwand, so etwas zu machen. Genial. Anschauen!

Wow, cool gemacht. Ob Williams eine Ahnung hat wie musikalisch er eigentlich ist? Der Filmschnitt muss eine enorme Arbeit gewesen sein ...

Jochen Christ am 23.02.14 0:14

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Donnerstag, 20.02.2014

Das anonyme Netz - ein Phantom

Die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden reißen nicht ab: Der britische Geheimdienst GCHQ hat offenbar gezielt Leser der Enthüllungsplattform WWW: Wikileaks überwacht. In Echtzeit sollen IP-Adressen und Suchbegriffe gesammelt worden sein, über die Besucher auf der Wikileaks-Seite landeten. Solange User keine Anonymisierungs-Software wie etwa WWW: Tor verwenden, kann durch das Auslesen einer IP-Adresse und der Zusammenführung mit anderen Daten eine Person identifiziert werden. Eine geheime Präsentation des Nachrichtendienstes aus dem Jahr 2012 zeigt eine Tracking-Software, mit der die Webseiten-Aufrufe analysiert werden können. Aus Unterlagen des Informanten Edward Snowden wurden dazu Dokumente auf der Website WWW: „The Intercept" veröffentlicht.

Screenshot von The Intercept; WDR/The Intercept
Auf der Website "The Intercept" können von Edward Snowden enthüllte Dokumente teilweise direkt eingesehen werden

Doch so alarmierend diese Enthüllung auch ist, so wenig dürfte sie uns eigentlich überraschen. Denn über die Plattform Wikileaks wurden bereits mehrfach geheime Dokumente der US-Regierung veröffentlicht. Da liegt es nahe, dass westliche Geheimdienste sich für Macher und Besucher einer solchen Seite besonders interessieren. Unter anderem benutzte der britische Geheimdienst laut der veröffentlichten Dokumente in Zusammenarbeit mit der NSA das weit verbreitete Open-Source-Tool WWW: Piwik. Beim GCHQ bekam es den Codenamen „Anticrises Girl".

Im Gegensatz zu Webseiten-Betreibern, die die Aufrufe ihrer eigenen Angebote verfolgen, nutzte der britische Geheimdienst die Software offenbar, um die Masse seiner abgefangenen Daten zu sortieren. Auch andere IT-Werkzeuge wie das bekannte WWW: XKeyscore dienten diesem Ziel. Auszüge aus internen Diskussionsforen der NSA, die „The Intercept" ebenfalls veröffentlichte, zeigen, dass der US-Geheimdienst auch die Filesharing-Seite WWW: The Pirate Bay und Hackergruppen wie WWW: Anonymous als „legitime Ziele" einstufte.

Screenshot des Tracking-Tools
Der britische Geheimdienst soll die Besucher der Wikileaks-Seite mit dem Tracking-Tool Piwik überwacht haben - Codename "Anticrisis Girl"

Doch die Tragweite dieser Enthüllung geht weit über Snowden und Wikileaks hinaus. Der Fall führt uns exemplarisch vor Augen, dass sichere Kommunikation im Netz ein Irrglaube ist. Man kann digitale Spionage zwar durch Verschlüsselungstechniken erschweren. Aber absolut sicher und anonym können Informationen im Netz nicht übermittelt werden. Jeder vermeintlich anonyme Briefkasten im Netz - wie ihn Wikileaks bis 2010 genutzt hat und heute viele Medienhäuser anbieten - kann theoretisch durch Dritte angezapft werden. Und auch für Ärzte und Rechtsanwälte, die über das Netz kommunizieren und Informationen austauschen, stellt sich die Frage: Können Sie ihren Patienten und Mandanten überhaupt noch ihre Verschwiegenheit garantieren?

Kürzlich enthüllte Snowden-Dokumente haben jedenfalls schon erste Hinweise darauf gegeben, dass die NSA offenbar an der WWW: Entwicklung eines Quantencomputers arbeitet, mit dem sich auch komplexe Verschlüsselungen in kürzester Zeit knacken lassen. Spätestens dann wäre jede versprochene Anonymität im Netz nicht mehr als ein Phantom.

Wow!Welch tolle Erkenntnisse.Die "NSA"arbeitetan Quantencomputern.Das Wissenschaftler weltweit an Quantencomputern seit Jahren arbeiten-noch nicht mitbekommen?Das ebenso Wissenschaftler ebenso seit Jahren laengst an Verschluesselungsmethoden arbeiten die NICHT von Quantencomputern geknackt werden koennen-ebenso verschlafen?Der Rest hat die gleiche Qualitaet-da ist jemand erschuettert,weil er aus seinem Tiefschlaf geweckt wurde und schuettet nun heulend das Kind mit dem Bade aus.Was soll das Fazit sein aus deinen ach so tiefschuerfenden Erkenntnissen lieber Simon?Alle benutzen nun whats app und fratzenbuch weiter und verstaerkt-weil ja sowieso alles sinnlos ist?

Lachnummer am 21.02.14 7:12

Meine Damen und Herren, laut G10-Gesetz muß jeder größere Telekommunikationsanbieter auf eigene Kosten eine Schnittstelle (SINA-Box) bereitstellen, mit der jegliche Kommunikation unbemerkt mitgeschnitten werden kann - und er st verpflichtet, dies zu garantieren. Ein entsprechendes Kontrollratsgesetz der Besatzungsmächte - und dies ist weiterhin in Kraft qua Überversassung oberhalb des Grundgesetzes - verbietet Deutschland jegliche wirksame Kryptologie. Deshalb kann und wird es niemals sicheren Datenverkehr geben - allein schon, um das System "BRD" zu erhalten (es ist schließlich ein Besatzungskonstrukt) und zu steuern (auch dies ist unzweifelhaft nachprüfbar).

Jupps Hund am 21.02.14 11:18

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Donnerstag, 20.02.2014

Ich kann fliiieeegen!


Seit kurzem weiß ich, dass ich virtuell wunderbar verreisen kann. Ich brauche nur die richtigen Apps. Eine verlockende Vorstellung: Verreisen von der Couch aus. Allerdings heißt es hierfür nicht Augen zu und losträumen, sondern Augen auf das Smartphone und Abflug! Mit der App Flightradar24 kann ich nämlich in Echtzeit die Flugzeuge verfolgen, die aktuell am Himmel sind. Es erscheinen kleine gelbe Flugzeugsymbole auf einer Landkarte. Die bewegen sich auch. Zwar etwas kantig, aber die Richtung stimmt. Wenn ich das Symbol anklicke, werden mir die Flugnummer und der Flugzeugtyp angezeigt.


Flightradar24 Pro; Rechte: WDR/Horn


Viel mehr kann ich mir in der Gratis-Version nicht ansehen. Die Pro-Version für Apple und Android für keine drei Euro kann dafür deutlich mehr. Alex Blumberg aus Erftstadt nutzt Flightradar24 pro gerne und regelmäßig. Er ist nicht nur ausgesprochener Flugzeug-Fan, sondern auch Gründer der Seite CGNcommunity.com, einer Fanseite für den Flughafen Köln/Bonn im Internet. Hier kommunizieren und verabreden sich Flugzeug-Fans, sogenannte Spotter, und treffen sich am Kölner Flughafen, um gemeinsam in den Himmel zu gucken und die Flieger zu beobachten. Früher war es noch so, dass man am Flughafen wartete und wartete. Heute kann man sehen, welcher Flieger wann von wo ankommt. "Wenn mich ein bestimmter Flieger interessiert und ich sehe, der ist noch hinter Siegen, kann ich zum Beispiel noch in Ruhe einen Kaffee trinken."

Und es gibt noch ein paar weitere Funktionen. Zum Beispiel erfahre ich zusätzlich, dass das Flugzeug gerade aus Istanbul kommt, in Köln landet, wie schnell und wie hoch es fliegt. Und ich bekomme ein Foto vom Flugzeugmodell. "Das funktioniert alles legal über Transponder, also kleine Geräte im Flieger, die diese Infos aussenden. Eigentlich sind die für die Flugsicherheit, aber heute kann man die Infos frei empfangen", erklärt Alex Blumberg. Ein weiterer Vorteil: ich sehe, ob Mama, Papa oder Freunde pünktlich ankommen. Mir fehlen eigentlich nur noch die Wetterinfos aus der Höhe, damit ich zum Beispiel wüsste, ob sie gerade durchgeschüttelt werden oder in Ruhe schlafen. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch. Übrigens kann ich in der Pro-Version auch einfach meine Handykamera auf den Himmel richten und schon erscheinen alle Flieger über meinem Kopf samt aller Infos auf dem Display. Das funktioniert per GPS, also wetterunabhängig. Was ich in echt nicht sehe, ist trotzdem da, dank der App.

Cockpit-App
Wer mag, kann auch selbst in ein Cockpit einsteigen. Für Android gibt es dafür die App Fly is fun. Allerdings war ich anfangs leicht überfordert. Vor dem grauen Hintergrund erscheinen unzählige bunte Knöpfe, ein Kompass und GPS-Daten. Über das Menü kann man sich Karten für verschiedene Lufträume herunterladen und bekommt Infos über Funkfeuer, Erhebungen im Gelände, Sonnenzeiten und vieles mehr.


FlyIsFun; Rechte: WDR/Horn


Wer die App ausgiebig nutzen möchte, zahlt dafür allerdings 15,99 Euro. Sicher nichts für einen einmaligen Spaß, für echte Flugzeug-Fans und Piloten hingegen ein nettes Gadget.

Heliview und Flugsimulatoren
Wer sich sein nächstes Urlaubsziel aus der Luft ansehen möchte, kann das übrigens mit Heliview tun. Zahlreiche Hotels, Sehenswürdigkeiten und Strände kann man hier per virtuellem Rundflug unter die Lupe nehmen. Für knapp einen Euro eine schöne Reisemöglichkeit. Für iPads gibt es zudem ein Spiel namens "A10 Virtual Cockpit Free". Hier kann man sein Tablet zu einem digitalen Flugsimulator machen. Ich setze mich jedoch lieber gleich in einen echten Simulator. In der Arbeitsschutz Ausstellung DASA in Dortmund gibt es einen 1:1 nachgebauten A320 mit zwei Sitzen und einem Rundum-Fensterpanorama. Wer darin sitzt, sieht die virtuelle Umgebung hunderter existierender Flughäfen und kann versuchen, das Blechbonbon zwischen Häusern, Bäumen und Wolken sicher zu steuern. Immer dabei ist ein Co-Pilot, der alle Signale erklärt und natürlich der Autopilot, der im Zweifel laute Pieptöne von sich gibt und auffordert, den Knüppel wieder hochzuziehen. Als ich im Simulator saß, wurde mir tatsächlich etwas mulmig. Aber Spaß macht es trotzdem.


Flugsimulator DASA; Rechte: WDR/Horn


Seit einiger Zeit gibt es auch einen frei zugänglichen Flugsimulator im Kölner Mediapark. Und wem das alles zu abgehoben ist, der kann natürlich auch auf dem Boden bleiben und zum Beispiel auf dem Wasser verreisen - zum Beispiel mit der App Marine Navigation . Am besten in der Badewanne. Ich probier das gleich mal aus.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

Die kleinen Geräte in den Flugzeugen, die die Daten senden, heißen übrigens Transponder und nicht Transporter...

dobby.s am 20.02.14 8:04

Ich kann Fliiiegen ?
Das Programm wird für Smartphones nicht vernünftig angeboten, da ein Installationsversuch mit Fehler 953 abgebrochen wird.
Vielleicht klappt es in 6 Wochen noch einmal !

Adler am 20.02.14 12:52

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