Donnerstag, 09.04.2015

Das komplette Netz - auf einen Schlag kommentierbar

Browser gibt es jetzt seit über 25 Jahren. Aber eine Funktion habe ich immer vermisst: das Netz mit Anmerkungen versehen zu können. Klar bieten Blogs wie dieses und viele andere Webseiten Kommentarspalten. Aber bestimmte Passagen mit Kommentaren, Kontext und Links versehen zu können, ähnlich wie man es aus der Textverarbeitung kennt, fehlt als Funktion. Die Macher von Genius wollen das jetzt ändern.

Textanmerkung; Rechte: WDR/Genius
Jörg Schiebs Digitalistan-Artikel zu Boxcryptor - kommentiert per Genius.

Nach der WWW: Anmeldung zur Betaphase bei Genius könnt ihr jede Webseite kommentieren, indem ihr ein genius.com/ voranstellt. Statt http://www.wdrblog.de/digitalistan heißt es dann also http://genius.com/www.wdrblog.de/digitalistan. Oder ihr nutzt das Bookmarklet oder das Genius-Plug-in für den Chrome-Browser. Anmerkungen könnt ihr dann einfach hinzufügen, indem ihr die gewünschte Textpassage markiert.

...oder ich warte einfach bis Windows 10 erscheint, nutze 'Project Spartan' und kann das auch, ohne etwas vor die URL tippen zu müssen.

Sven am 9.04.15 10:14

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Mittwoch, 08.04.2015

Leute, nutzt Boxryptor!

Es gibt ein simples Mantra in der Welt der IT-Sicherheit, und das lautet: Leute, verschlüsselt Eure Daten! Denn wer seine Daten verschlüsselt, der macht Kriminellen und schnüffelnden Behörden das Leben schwer. Verschlüsselte Daten zu entschlüsseln ist mit deutlichem Aufwand verbunden. Generell. Und je besser der Schlüssel, desto höhrer der Aufwand. Vor allem wer seine Daten in der Cloud speichert, sollte auf Verschlüsselung zurückgreifen. Wer nun schimpft: "Zu kompliziziert!", der kennt WWW: Boxcryptor nicht. Mit dieser für Privatleute kostenlos nutzbaren Software ist es wirklich kinderleicht, Daten zu verschlüsseln.

Boxcryptor macht das Ver- und Entschlüsseln einfach; Rechte: Boxcryptor
Boxcryptor macht das Ver- und Entschlüsseln einfach


Jetzt auch mit iCloud und TouchID
Ich verstehe wirklich nicht, wieso nicht mehr Menschen Boxcryptor nutzen. Denn die bewährte Software ist für Privatlaute gratis, einfach zu bedienen und auch noch äußerst wirkungsvoll. Mit der neuesten Version kann man nun auch Daten in der iCloud verschlüsseln. So bleibt auch Apples Online-Speicher vor neugierigen Blicken geschützt. Das Update der iOS-Version liegt im App-Store bereit. Weil Apple den Schlüssel nicht kennt und die Daten bereits vor dem Transport zum Server verschlüsselt werden, können wirklich nur berechtigte Personen die Daten auch wieder entschlüsseln.

Was mir persönlich gefällt ist die Unterstützung der TouchID auf Apple-Geräten (wäre grundsätzlich auch auf Samsung-Geräten denkbar, die mit einem Fingerabdruck-Sensor ausgestattet sind). Der Vorteil: Man muss kein Passwort eingeben, sondern benutzt einfach seinen magischen Finger. Der reicht zum Ver- und Entschlüsseln aus. Das geht blitzschnell und ist in meinen Augen auch nicht unsicherer als ein Passwort. Bequemer ist es auf alle Fälle. Praktisch auch die Möglichkeit, Daten offline im Gerät zu speichern. Einmal geladen, ist keine Onlineverbindung mehr nötig, um die Daten erneut zu laden und zu benutzen.

Die Boxcryptor App speichert Daten nun auch offline; Rechte: Boxcryptor/WDR
Die Boxcryptor App speichert Daten nun auch offline


Jetzt auch mit iCloud und TouchID
Doch auch, wer über kein Gerät mit Fingerabdruck-Sensor verfügt, kann sich das Leben leichter machen. Denn die neue Boxcryptor-Version unterstützt auch Passwort-Manager wie 1Password oder LastPass. Bedeutet: Man muss das Passwort für die Ver- und Entschlüsselung nicht jedes Mal neu eingeben. Es reicht, wenn die Daten im Datentresor der Passwort-Manager verstaut sind. Allerdings gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wie sinnvoll und sicher es ist, solche Methoden zu verwenden. Denn wer seinen Schlüssel nicht eintippt, sondern im Passwort-Manager hinterlegt, macht sich generell leichter angreifbar. Auf der anderen Seite kann man es sich dann leisten, ein komplexeres Passwort zu benutzen, das unmöglich zu knacken ist.

Kurz und gut: Ich kann nur jedem raten, sich Boxcryptor mal anzuschauen. Boxcryptor unterstützt Cloud-Dienste wie Dropbox, Google Drive, OneDrive, SugarSync, Box und nun auch iCloud. Außerdem gibts die Software für praktisch jedes Betriebssystem. Zumindest seine sensiblen Daten sollte man auf diese Art und Weise sichern, damit sie nicht jeder einfach so mitlesen kann.

Boxcryptor (free)

nur auf 2 Geräten nutzbar
keine Dateinamenverschlüsselung
nur bei einem Provider nutzbar
Ohne diese Einschränkungen 36 €/Jahr.
Warum nicht „encfs“ Opensource, kostenlos, keine Einschränkungen?

Passwort-Manager 1Password und LastPass

Beide nur in der abgespeckten Version kostenlos.
Warum nicht „Keepass“, auf allen Plattformen kostenlos nutzbar?

Sorry, aber urgendwie kommt mir das hier wie versteckte Werbung vor.

macert am 9.04.15 9:53

Boxcryptor (free)

nur auf 2 Geräten nutzbar
keine Dateinamenverschlüsselung
nur bei einem Provider nutzbar
Ohne diese Einschränkungen 36 €/Jahr.
Warum nicht „encfs“ Opensource, kostenlos, keine Einschränkungen?

Passwort-Manager 1Password und LastPass

Beide nur in der abgespeckten Version kostenlos.
Warum nicht „Keepass“, auf allen Plattformen kostenlos nutzbar?

Sorry, aber urgendwie kommt mir das hier wie versteckte Werbung vor.

macert am 9.04.15 9:55

Sensible Daten kommen bei mir gar nicht erst in die Cloud - wozu also sollte ich den Aufwand betreiben?

Sven am 9.04.15 10:11

@ macert am 9.04.15 9:55 Das ist sehr gut! Charles Chaplins Vater sagte zu seinem Sohn: Your biggest toy my son is your brain! Dein größtes Spielzeug mein Sohn ist dein Hirn. Da gehören sensible Informationen/Ideen/Innovationen hin. ;-)

LiFe am 9.04.15 10:58

Oh, ich meinte @ Sven am 9.04.15 10:11 richtig so!

LiFe am 9.04.15 11:02

@macert: Da stimme ich grundsätzlich zu. Allerdings: Der wohl größte Teil der Zielgruppe wird wohl Windows / iOS nutzen. Wer jetzt erst nach encfs sucht, stößt auf ein Linux-Tool, mit etwas mehr Suche findet sich auch eine *experimentelle* Windows-Version. Dürfte die meisten User wohl überfordern. Und da die wohl auch meist nicht mehr als zwei Geräte nutzen werden (Computer + Smartphone oder Smartphone + Tablet), reicht Boxcryptor für den Anfang wohl aus.

Was die TouchID-Sache betrifft: die Bequemlichkeit wird uns nochmal irgendwann den Kopf kosten. Das System ist bequem, aber überlistbar. Wenn der Dieb erstmal das Telefon hat, kann er auch in aller Ruhe alle darauf hinterlassenen Fingerabdrücke ausprobieren. Sobald TouchID damit gehackt ist, ist dann ja wohl auch Boxcryptor nutzlos.

traIlm am 9.04.15 11:20

Die Nutzerberichte für die Windowsphone-App lesen sich leider alles andere als ermutigend.

lumia920 am 9.04.15 12:22

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Mittwoch, 08.04.2015

Flucht aus Syrien - als Newsgame

Wenn ihr versuchen würdet, aus Syrien zu fliehen und nach Europa zu kommen: Welche Entscheidungen würdet ihr für euch und eure Familie treffen? Die BBC wählt einen (leider) ungewöhnlichen Weg, uns den Bürgerkrieg näher zu bringen: Auf ihrer Website könnt ihr euren eigenen Fluchtweg planen - und checken, ob er so funktioniert.

Landkarte von Syrien; Rechte: BBC
Ich habe viermal versucht, aus Syrien zu entkommen - es hat viermal nicht funktioniert.

WWW: "Syrian Journey" fühlt sich zwar wie ein uraltes Textadventure unter DOS an. Trotzdem merkt man schnell, wie viel besser sich solche weit entfernten und manchmal komplexen Nachrichtenthemen vermitteln lassen, wenn man keinen klassischen Artikel vorgesetzt bekommt, sondern ein Spiel. Es sollte mehr davon geben.

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