Freitag, 03.07.2015

Die Wetter Wetter-App

Das liebe Wetter: Es ist zweifellos eins unserer Lieblingsthemen. Vor allem dann, wenn es mal wieder besonders heiß ist. Oder besonders kalt. Oder besonders windig. Und wenn wir Ferien haben, dann interessiert es uns um so mehr, wie das Wetter ist oder wie es wird. Da, wo wir gerade sind. Oder dort, wo wir beabsichtigen hinzufahren. Ein bisschen Sonne und angenehme Temperaturen - und der Tag kann kommen. Aber wo informieren? Es gibt Dutzende von Webseiten und Apps, die sich auf Wettervorhersagen spezialisiert haben.

Climendo zeigt die Wetterdaten diverser Anbieter an; Rechte: Climendo/WDR
Climendo zeigt die Wetterdaten diverser Anbieter an


Climendo mittelt die Daten vieler Anbieter
Doch jetzt habe ich die ultimative Wetter-App entdeckt. Sie heißt WWW: Climendo und wendet einen interessanten Trick an: Climendo sammelt die aktuellen Wetterdaten von Tausenden Wetterstationen und die Vorhersagen von Dutzenden Anbietern und errechnet daraus eine eigene Vorhersage. Die eintreffenden Daten werden gesammelt, gewichtet und bewertet - und es entsteht eine Climendo-Vorhersage. Die Entwickler glauben, damit präziser zu sein als alle anderen Anbieter.

Ob das stimmt, kann ich nicht sagen. Aber ich kann sagen, dass ich von Climendo sehr angetan bin. Die App erkennt natürlich selbständig, wo ich mich gerade aufhalte und ermittelt die Wetterdaten. Außerdem erscheint die Vorhersage für die nächsten fünf Tage. Morgens, mittags, abends - wie warm wird es? Wie viel Niederschlag soll fallen? Climendo zeigt das elegant an. Wichtig für Surfer und andere Wassersportler: Climendo weiß auch die zu erwartende Windstärke.


Climendo im Einsatz


Climendo mittelt die Daten vieler Anbieter
Hinter Climendo stecken zwei schwedische Brüder. Beides Surfer - und die brauchen gute Wettervorhersagen, insbesondere was den Wind betrifft. Doch die meisten Vorhersagen sind ungenau. Also haben sie sich vorgenommen, eine neue App zu entwickeln, die treffsicherer ist. Das Ergebnis ist wirklich gelungen und eine feine Sache für jeden, der gerne draußen ist. Auch die Wahrscheinlichkeit, mit der eine Vorhersage zutrifft, wird ausgerechnet und angezeigt.

Es gibt die Climendo-App kostenlos. Dann bekommt man fünf Tage Vorhersage - und Werbung gezeigt. Die kostenpflichtige Climendo-App (2 EUR) zeigt eine Fünf-Tage-Vorhersage, unterteilt in vier Sechs-Stunden-Prognosen. Wer zehn Tage in die Zukunft schauen will, legt noch mal einen Euro drauf.

Der Herr Schieb. Nunja als führender "IT Experte" des WDR macht er mir doch immer wieder Angst. Habe ich eigentlich schonmal erwähnt, dass das Captcha hier im Blog eine Lachnummer ist? Gerne werde ich es mal mit Erlaubnis umgehen

Experte am 4.07.15 0:17

6 Wetterdienste prognostizieren Regen, andere 6 prognostizieren Sonnenschein und Jörg Schieb verlustiert sich mit einer App, die mittels statistischem Unfug daraus Regenbogen als Vorhersage macht. Für Schulkinder evt. lustig, für Beutelschneider evt. sogar erfolgreich, aber nix für Meteorologen - schon gar nicht, wenn es überhaupt keinen einzigen Wetterdienst für Deutschland integriert gibt. Was bekommt der WDR bzw. Herr Schieb eigentlich für solche Werbe-"Vorstellungen" vom Hersteller??

vaikl am 5.07.15 0:12

mit suboptimal wäre die Climendo-App bereits total überbewertet. Sie ist keinen Cent Wert, weil die niemand abgefragten Wetterdienste in Deutschland ernsthaft zu Rate ziehen würde.
Die Ergebnisse sind dementsprechend schlecht bis gar nicht erhältlich.
Für die Großstädte sieht das natürlich anders aus.

Aber das sollte ein gutes IT-Experte eigentlich vorher getestet haben.

Das war offensichtlich nicht der Fall, so dass die App in ländlichen Gegenden trotzt GPS-Freigabe vergeblich nach dem nächstgrößeren Ort sucht.

Für mich heißt das leider, daß der WDR bzw. die entsprechende Redaktion sich wohl immer weniger Mühe damit macht, die entsprechenden Einträge vorher ausreichend zu überprüfen. Schade!

schluppejupp am 5.07.15 21:03

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Mittwoch, 01.07.2015

Crowdfunding für Griechenland

Normalerweise finanzieren sich Startups per Crowdfunding: Da wird öffentlich für eine Idee oder ein Produkt geworben - und jeder kann Geld investieren. Wenn das Unternehmen abhebt, bekommt man entweder das Produkt oder wird sogar am wirtschaftlichen Erfolg beteiligt. Warum dieses oft so erfolgreiche Konzept nicht auf das klamme Griechenland anwenden? Griechenland ist pleite - und braucht dringend Geld.

Deshalb wurde jetzt das WWW: Crowdfunding-Projekt Greek Bailout Fund aus der Taufe gehoben. Hier wird die unvorstellbare Summe von 1,6 Milliarden Dollar angestrebt. Was allerdings auch mal gerade ausreichen würde, um die aktuellen Schulden beim IWF zu tilgen. Über eine halbe Million Euro sind bereits eingezahlt worden, von 35.700 Personen (Stand: 01.07.2015). Es darf bezweifelt werden, dass der angestrebte Milliardenbetrag innerhalb einer Woche zusammenkommt. Denn das ist geplant.

Sammeln für Griechenland: 1,6 Milliarden Euro sollen zusammenkommen; Rechte: WDR
Sammeln für Griechenland: 1,6 Milliarden Euro sollen zusammenkommen

und nicht nur crowdfunding für Griechenland, es müsste wieder "Zorbas dance in the street" "(siehe You Tube) wie 2011 in Ottawa überall an einem Tag gedanced werden.

LiFe am 3.07.15 14:54

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Dienstag, 30.06.2015

Zehn Jahre zoombare Erde

Seit zehn Jahren haben wir die Welt in der Hand. Seit WWW: zehn Jahren können wir mit der Maus in der Hand die Erdkugel drehen und jeden noch so entlegenen Winkel der Erde ansteuern. Beim Heranzoomen erscheinen auf dem Bildschirm Meere, Länder, Städte, sogar Häuser und Autos sind zu sehen. Faszinierend - und komplett kostenlos. Im Juni 2005 ist Google Earth gestartet. Als Google den Dienst damals eingeführt hat, war das eine kleine Sensation: Zum ersten Mal konnte man kostenlos und im großen Stil auf Satellitenbilder zurückgreifen. Heute ist das selbstverständlich.

Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen; Rechte: Google
Earthview: Googles Galerie der schönsten Aufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Heute gehen Google Earth (wofür man früher eine eigene Software laden musste, heute geht Vieles auch im Web), Google Maps und Google Streetview Hand in Hand. Für den Benutzer sind die Übergänge fließend und praktisch nicht zu sehen. Google hat mit Earth eine Menge verändert. Zum Beispiel die Fernsehnachrichten: Wann immer eine Fernsehredaktion über einen nicht ganz so bekannten Ort berichtet, wird er in Google Earth angeflogen, damit sich der Zuschauer orientieren kann. Google Earth zeigt, wo der Ort liegt. Eine perfekte Orientierungshilfe.

Anlässlich des runden Geburtstags hat Google seinem Earth-Projekt eine wirklich sehenswerte Galerie spendiert: WWW: Earthview bietet rund 1.500 spektakuläre Bilder von Landschaften aus dem All betrachtet. Die Galerie ist als WWW: Chrome-Erweiterung und als WWW: Webversion verfügbar. Wir sehen erstaunliche Bergmassive in Saudi Arabien, riesige Wälder in Erfurt, einen Vulkan in Indonesien, Reihenhäuser in den USA und vieles mehr. Die meisten Bilder sind hoch aufgelöst und können als Wallpaper heruntergeladen werden.

Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen; Rechte: Google
Mauretanien von oben: 1.500 sehenswerte Satellitenaufnahmen


Google Earth in den Fernsehnachrichten
Seit Jahren schon suchen aufmerksame User immer wieder in Google Earth nach ungewöhnlichen Bildausschnitten. Sie haben WWW: eine Menge entdeckt, etwa einen WWW: Kampfjet auf einem Pariser Parkplatz oder einen WWW: pinken Hasen in der Landschaft. Wichtigste Neuerung zum zehnten Geburtstag ist das Voyager-Feature, das es allerdings nur in der Desktop-Version von Google Earth gibt, nicht in der Mobilversion. Voyager ist ein zusätzlicher Overlay mit den beliebtesten Inhalten, die man direkt aus der Karte abrufen kann.

Mit Voyager kann man sich die neuesten Satellitenaufnahmen zeigen lassen. Darüber hinaus präsentiert Voyager Streetview-Ansichten besonders populärer Sehenswürdigkeiten wie den Taj Mahal, aber auch einige 3D-Ansichten von Städten und vieles mehr. Voyager ist also eine Art Tour Guide durch die aufregendsten Angebote von Google Earth. Und davon gibt es eine Menge.

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