Montag, 15.06.2015

Sich einmal wie ein Klavierspieler fühlen

Wer Klavier spielen möchte, muss viele Dinge beherrschen: die Melodie, den Rhythmus, das Notenlesen, das Instrument an sich und vor allem seine eigene Geduld. Wie gut, dass es Experimente wie WWW: "Touch Pianist" gibt: eine Website, für die ihr nur noch eine dieser Fähigkeiten braucht, nämlich das Gefühl für den richtigen Rhythmus.

Touch Pianist; Rechte: Batuhan Bozkurt
Die Noten gibt "Touch Pianist" euch vor - ihr müsst nur noch die Tasten im richtigen Moment drücken.

Mit jedem Tastendruck auf eurer Tastatur spielt "Touch Pianist" eine weitere Note ab. Mehr passiert auf dieser Website nicht - und trotzdem macht sie großen Spaß, weil man einfach sehr schnell zu zauberhaft klingenden Ergebnissen kommt.

(Falls die Seite in eurem Browser übrigens Probleme macht: Sie ist optimiert für den Chrome-Browser. "Touch Pianist" gibt es aber auch als App für WWW: Android und WWW: iOS.)

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Sonntag, 14.06.2015

TrayTyper verhindert fettige Schlieren

Manche Leute können ihre Finger einfach nicht vom Smartphone lassen. Selbst beim Essen tappen sie aufs Display. Für diese Unart haben die Amerikaner bereits einen Begriff geprägt: WWW: Phubbing. Das sorgt dann für noch schlimmere Schlieren auf dem Glas als sonst ohnehin schon. Das gilt natürlich erst recht für den Fall, wenn man bei einer Fastfood-Kette den Hunger bekämpft. Dann sind die Finger unweigerlich fettiger als sonst.

KFC hat sich für diese Spezies etwas Besonderes einfallen lassen: Ein ungewöhnliches Zubehör für die effektivere Smartphone-Nutzung. KFC legt in einigen Filialen auf Wunsch anstatt des üblichen mit Werbung bedruckten Papiers ein 0,4 Millimeter dünnes Keyboard aufs Servicetablett, ein TrayTyper. Das Keyboard lässt sich per Bluetooth mit dem eigenen Smartphone oder Tablet verbinden - und dann kann man sein Mobilgerät benutzen, ohne Schlieren auf dem Display zu hinterlassen. (Nur zum Koppeln von Tastatur und Mobilgerät muss man noch mal ans Display. Wer regelmäßig bei dem Hähnchen-Frittierer futtert, muss das freilich nur einmal machen.)


KFC macht Werbung für seine Nerd-Tastatur

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Samstag, 13.06.2015

Ein WLAN mit Augen: Begründete Technik-Angst?

Wenn Hollywood jemanden darstellt, der nicht möchte, dass seine Gedanken gelesen werden können, dann setzt sich diese Person einen selbst gebastelten Hut aus Alufolie auf den Kopf. So können angeblich weder Außerirdische noch geheime Institutionen des Staates in den Kopf gucken. Und der Zuschauer denkt: Was für ein Spinner ...

Einen ähnlichen Reflex haben viele, die sich für Technik begeistern können und von Leuten hören, die skeptisch sind, ob Technik uns immer gut tut. Vor drei Jahren hätten wir auch jeden ausgelacht, der uns hätte überzeugen wollen, dass US-Geheimdienste praktisch überall ihre Nase rein stecken. Heute wissen wir: Genau das tun sie - folgenlos.


Forscher haben einen Weg gefunden, die Personenanzahl im WLAN zu ermitteln


WLAN ermittelt Anzahl der Personen
Je mehr Technik wir verwenden, je mehr diese Technik kann und umso stärker diese Technik vernetzt und ständig verbunden ist, umso begründeter sind in meinen Augen die Sorgen all jener, die nicht wollen, dass Technik in alle Bereiche des Lebens eindringt. Ein wunderbares aktuelles Beispiel: In der University of Santa Barbara (UCSB) haben Forscher nachgewiesen, das sich in jedem WLAN ermitteln lässt, wie viele Leute sich dort gerade aufhalten. Wohlgemerkt werden nicht die im WLAN eingeloggten Geräte gezählt, sondern die Personen erkannt.

Hintergrund: Wenn sich eine Person im Funkradius des WLAN bewegt, dann verändert er oder sie unweigerlich auch die WLAN-Signale. Der Mensch bricht die Wellen und reflektiert sie auch. Das ergibt ein typsiches Funkmuster, dass sich mit geeigneten Messgeräten erkennen und auch analysieren lässt. Die Forscher haben nachgewiesen: Sie können ziemlich genau schätzen, wie viele Menschen sich gerade im Funkbereich des WLAN-Netzwerks aufhalten und bewegen (es geht nur, wenn sie sich bewegen). Aber: Es funktioniert - und bedeutet fast keinen Aufwand.

Die Forscher können die Zahl der Personen recht treffsicher ermitteln; Rechte: UCSB
Die Forscher können die Zahl der Personen recht treffsicher ermitteln


Technik, die spioniert
Das WWW: Konzept der Forscher aus Santa Barbara hat noch keine Marktreife erlangt, sondern ist eher eine Machbarkeitsstudie. Doch die Erfahrung lehrt: Was machbar ist, das wird auch gemacht. In den Büros von NSA und anderen schnüffelnden Behörden zerbrechen sich die Experten ganz sicher schon den Kopf, wie sich diese neue Schnüffeltechnologie für sich nutzen können. Denn günstiger und einfacher kommt man nicht so leicht an Millionen von Bewegungsmeldern in aller Welt, die auch noch vernetzt sind.

Wer weiß: Vielleicht tüftelt man auch schon an einer App, die diese Fähigkeit jedem Smartphone oder Tablet spendiert. Schließlich ist auch jedes Smartphone technisch gesehen so etwas wie ein WLAN Access Point. Der aktuelle Stand der Technik lässt das zwar noch nicht zu. Aber die Betonung liegt auf "noch". Kann man da Menschen verstehen, die nicht jede Technik warm willkommen heißen? Ja, man kann. Weil wir den Menschen nicht trauen können. Es finden sich immer welche, die Technik missbrauchen.


Ja und? Dann waren also 100 Leute in der Kneipe oder 5.000 bei der Demo. Das kann durchaus relevant sein. Aber wie war der Vorname der Person die als 76. hereinkam? Und wann und wo wurde die 25. Person geboren und ist die 33. Person männlich oder weiblich?

Der Alte am 13.06.15 15:51


Da kann man sich ganz viel Missbrauch vorstellen. Ein Einbrecher kann feststellen, ob die Wohnung bewohnt ist. Vielleicht schläft jemand irgendwo. Aber der ist nicht ganz so gefährlich wie jemand, der in der Wohnung rumläuft. Bis der richtig wach ist, ist der Einbrecher weg. Vielleicht geht es banaler. Man kann klingeln und feststellen, ob wirklich jemand da ist. Rührt sich nichts, obwohl was angezeigt wird, klingelt man noch mal und länger. Ein tolles Tool für lästige Vertreter und Drücker an der Haustür. Oder für Kontrolleure aller Art. Nicht mal Abstellen der Klingel hilft dann.

Aber wir haben ja nichts zu verbergen, nicht wahr? Oder vielleicht doch?

Bertram in Mainz am 13.06.15 16:19

Leute, hört doch mit dieser Panikmache auf ! Dann hänge ich mir halt ein Mobilé ins WLAN und schon sind die NSA-Terroristen völlig irritiert...

Gandalf am 13.06.15 18:46

So abwegig ist es nicht, würde nur endlich eine Technik gefunden werden in Köpfen von kreativen gucken zu können, ohne sie an leidigen Gewinne beteiligen zu müssen, denn damals wurde bereits Einsteins Hirn zur Erforschung seiner Genialität geklaut, zerlegt und verteilt.

LiFe am 14.06.15 0:25

Gibts doch schon im "Dark Knight" Batmanfilm?!

Martin Däniken am 15.06.15 3:24

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