Donnerstag, 06.03.2014

Coole Fotos und Bilder für lau

Wenn es darum geht, im Web etwas zu bebildern, wird es schnell heikel. Denn Fotos sind urheberrechtlich geschützt. Die eigenen Fotos kann man natürlich online stellen, allerdings sind nur die wenigsten talentiert genug, um gute Fotos zu machen. Viele gehen den einfachen Weg. Sie durchsuchen das Web nach passenden Fotos und kopieren sie einfach. Doch das ist nicht nur moralisch total daneben, sondern auch ganz schön riskant: In solchen Fällen droht eine Abmahnung durch den Anwalt - und saftige Honorarforderungen des geprellten Fotografen.


Kostenlos dank Embed Code
Deshalb gibt es diverse Online-Fotogalerien, wo man sich relativ günstig, aber legal zu allen denkbaren Themen mit Fotos versorgen kann - zu vertretbaren Kosten. Aber: Es entstehen eben Kosten. Je besser die Fotos, desto höher in der Regel die Lizenzgebühren. Doch jetzt kann jeder kostenlos richtig gute Fotos in die eigene Webseite einbauen. Mit WWW: Getty Images einer der ganz großen Player am Markt mit einer neuen Idee gestartet: Ab sofort kann man viele der Fotos aus der Datenbank von Getty Images kostenlos im Web verwenden.

Kostenlos, weil man das Foto nicht etwa kopiert, sondern weil man es embedded. Das Foto wird also in die eigene Webseite eingebettet, so wie ein Youtube-Video oder einen Soundschnipsel von Soundcloud. Die Daten bleiben auf den Servern von Getty Images - trotzdem kann man das Foto sehen. Es hat lediglich einen Hinweis auf den Urheber sowie einige Linke, um das Foto wiederum woanders einzubetten oder auf Facebook oder Twitter zu empfehlen. Und so sieht das konkret aus:


Getty Images darf sich über Werbung freuen
Längst nicht alle, aber doch sehr viele Fotos von Getty Images stehen zum Embedden zur Verfügung. Interessenten sollten einfach mal auf der Webseite von Getty Images stöbern. Darf man ein Foto benutzen, erscheinen darunter die entsprechenden Buttons zum Embedden. Der Rest ist kinderleicht. Technisch gesehen. Eine tolle Vereinfachung für alle Blogger und kleinen Webseitenbetreiber.

Stellt sich allerdings die Frage: Warum macht Getty Images das? Bislang ist die Bildagentur nicht dadurch aufgefallen, besonders gemeinnützig zu sein. Das Ziel dürfte daher klar sein: Jede Einbindung ist - zumindest auch! - Werbung für die Fotos und Bilder. Wenn alles gut läuft, müsste die Zahl der Kunden eigentlich steigen. Denn kein professioneller Kunde - und nur daran ist Getty Images interessiert! - wird ein Embed-Foto mit Wasserzeichen und Verlinkung akzeptieren (können).

Doch darüber hinaus bekommt Getty Images auch jede Menge Daten frei Haus geliefert. Welche Webseiten werden wie häufig angesehen - und wann und von wem? Alles Daten, die sich auswerten lassen. Außerdem ist auch Werbung denkbar - und zwar in dem Bereich, in dem das Foto erscheint. Man muss alles für möglich halten. Die ersten Jahre waren auch Youtube-Videos ohne Werbung. Dann gab es Werbung nur auf der Youtube-Seite. Und mittlerweile gibt es auch Werbeclips vor und/oder nach einem Video.

Update: Mittlerweile wird in vielen Blogs über die möglichen Nachteile und Risiken der Geschäftsbedingungen diskutiert. Im WWW: LawBlog wird beispielsweise die Frage gestellt, ob auch Blogs mit eingebetteten Werbeanzeigen die Getty-Bilder verwenden dürfen, da kommerzielle Nutzung eigentlich ausgeschlossen ist. Getty Images hat mehrfach erklärt, dass Werbung oder Verkaufsaktionen mit den Bilder verboten sind, Blogs mit Onlinereklame hingegen nicht als kommerziell gewertet werden, wie WWW: hier zum Beispiel nachzulesen. WWW: Datenschutzrechtlich ein Flop, meinen andere Blogger - weil Getty Images sich vorbehält, die bei der Nutzung anfallenden Daten auszuwerten und zu nutzen, nicht nur für Werbung. Viele WWW: verzichten deshalb lieber.

Das ist sicher ein interessantes Angebot. Es jedoch noch weitere Anbieter konstenfreier Fotos im Netz. So bietet z.B. Pixelio Bildmaterial zur privaten und teilweisen auch kommerziellen Nutzung. Bei Verwendung muss ein Hinweis auf den Fotografen und Pixelio erfolgen. Ich finde die Hinweise dort als weniger störend im Vergleich zu Getty Images.

Kölscher Jung am 7.03.14 8:07

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Coole Fotos und Bilder für lau

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 06.03.2014

25 Jahre WWW | 1989: Der Startschuss

Auch wenn es sich heute viele gar nicht mehr vorstellen können: Das World Wide Web (WWW) ist keineswegs gleich nach dem Urknall entstanden, sondern eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts. 1989 hatte der britische Physiker Tim Berners-Lee die Idee, Daten und Dokumente im Netz so geschickt miteinander zu vernetzen, dass man die Informationen besser findet und Aktualisierungen für jeden sofort zugänglich sind. Eine Idee, die den Alltag von Wissenschaftlern erleichtern sollte - und der Grundstein für das World Wide Web war, wie wir es heute kennen.

Tim Berners-Lee hat damals am WWW: Cern in der Schweiz gearbeitet. Sein Arbeitgeber hat ihm das Projekt genehmigt - anderenfalls gäbe es das WWW heute nicht und auch nicht dieses Blog. Der Vater des WWW hat WWW: eine eigene Webseite, die stark an die Anfangstage erinnert: Schlicht, aufgeräumt und ohne buntes Zipp oder Zapp.

bernerslee.png
Tim Berners-Lee: Die Webseite des WWW-Vaters ist eher simpel und schlicht

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan nun jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag 25 Jahre WWW | 1989: Der Startschuss

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 06.03.2014

Chill-out: Berauscht im Büro

Wenn's im Büro mal wieder stressig wird: Ein kleiner Besuch bei WWW: calm könnte helfen. Wenn ihr mindestens zwei Minuten Zeit mitbringt und einen Kopfhörer aufhabt, um alle äußeren Einflüsse abzuschalten, soll euch, so heißt es, diese Website dabei helfen, runterzukommen.

calm; Rechte: calm
Ein Blick durch die Wasseroberfläche in die Sonne - und eine sanfte Stimme führt euch bei calm durch die Meditationsübung am Bildschirm.

Bei calm könnt ihr aus verschiedenen Szenarien wählen: vom Entspannen unter Wasser über sanften Schneefall bis zum Gleitflug über den Wolken. Anschließend wählt ihr die Dauer eures Chill-outs - und könnt euch dann von einer sanften Frauenstimme durch die Meditationsübung begleiten lassen, die leicht ans Autogene Training erinnert.

Ob das medizinisch nun besonders wirksam ist, am Schreibtisch per Monitor zu entspannen - ich weiß es nicht. Aber ein bisschen Entspannung hat es mir gebracht.

Ja, ist mal wieder ganz toll: Den Teufel treibt man mit dem Belzebub aus! Statt die Ursache zu bekämpfen, also Stress gar nicht erst entstehen zu lassen, wird eine "Pille" angeboten. Demnächst wird auf der Arbeit nur noch "gechillt", weil sie alle so "mega gestresst" sind. Hurra Deutschland!

Dominik am 6.03.14 16:39

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Chill-out: Berauscht im Büro

Zum Anfang dieses Eintrags

April 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/