Donnerstag, 30.07.2015

1000 Foo Fighters-Fans fordern: Kommt in die Provinz!

Wie lockt man weltbekannte Musiker in die Provinz? Fabio Zaffagnini, italienischer Kleinstadtbewohner, vor allem aber Hardcore-Fan der amerikanischen Band Foo Fighters, hatte eine verrückt klingende Idee: Mit Crowdfunding-Unterstützung startete er das Projekt WWW: Rockin1000.
Ziel: Ein musikalischer Gruß an Bandleader WWW: Dave Grohl, live performt von der vermutlich größten Coverband der Welt mit 250 Schlagzeugern, 150 Bassisten, 350 Gitarristen und 250 Sängern. Ein Jahr später ist der Italiener am Ziel:


Über 1.000 Musiker trafen sich im Juli 2015, um den Song 'Learn to fly' live zu performen

WWW: "Worum wir jetzt bitten ist: Kommt her. Kommt nach Cesena und spielt für uns." Mit diesen Worten richtet sich Organisator Zaffagnini am Ende des Songs direkt an die Foo Fighters. Und ich bin mir sicher: Bei nächster Gelegenheit wird Dave Grohl in die italienische Provinz reisen.

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Dienstag, 28.07.2015

Klick zum Abschied leise auf +1

Bevor wir dazu kommen, dass es mit Google+ so langsam zu Ende geht, möchte ich festhalten, dass es sich um ein großartiges soziales Netzwerk handelt. Ich kenne wenige Orte im Netz, an denen ich so viele gute Debatten geführt habe. Ich stoße bei Google+ noch immer auf viel interessantere Dinge als in meinem Facebook-Newsfeed. Und ich kann in meiner Filterblase auch absolut keine Geisterstadt entdecken.

Google+-App; Rechte: picture-alliance/HOCH ZWEI/Philipp Szyza
Verabschiedet sich Google+ allmählich aus der Riege der sozialen Netzwerke?

Aber die Einschläge häufen sich: Nutzer von YouTube brauchen bald keinen Google+-Account mehr, um Videos hochzuladen, eigene Kanäle zu erstellen oder Videos anderer Nutzer zu kommentieren. Seit März ist das schon offiziell bekannt; jetzt macht Google die Pläne konkret. In den kommenden Monaten soll der Zwang zum Google+-Login wegfallen, und das auch bei anderen Diensten. Für deren Nutzer ist das ein absolut guter Schritt, schließlich fühlte sich der Google+-Zwang eher wie eine Gängelung an. Das soziale Netzwerk selbst dürfte damit aber noch ein Stück unwichtiger werden.

Der WWW: offizielle Blogeintrag dazu klingt zwar anders. Er trägt den Titel "Alles an seinem richtigen Platz" - und Google verspricht darin eine "fokussiertere Google+-Experience", kündigt sogar neue Funktionen für das soziale Netzwerk an. Die sind aber oft so klein und unbedeutend, dass sie kaum der Rede wert sind.

Schon die vergangenen Monate haben gezeigt, wo es langgeht: Nach dem Weggang von Vic Gundotra stand das soziale Netzwerk fast ein Jahr lang ohne einen Chef da, der ein merkliches Interesse daran hat, es voranzubringen. Jetzt sitzt Bradley Horowitz im Chefsessel, der sich zum Antritt darüber freute, WWW: "die Google-Produkte 'Photos' und 'Streams' zu leiten" - und Google+ einfach nicht erwähnte. Er gliederte stattdessen die Funktionen "Photos" und "Hangouts" aus, machte sie zu eigenständigen Diensten und halbierte Gerüchten zufolge die Zahl der damals über 1.000 Google+-Mitarbeiter. Wenn man sich das so anschaut, gibt es dafür nur einen Begriff: ausweiden.

Vic Gundotra; Rechte: picture-alliance/dpa/Christoph Dernbach
Er galt als die letzte treibende Kraft hinter dem sozialen Netzwerk: Ex-Google-Manager Vic Gundotra hat vor fast anderthalb Jahren den Hut genommen.

Ganz ohne Google+-Zwang müsste man nun eigentlich auch die offiziellen Nutzerzahlen korrigieren. 2,2 Milliarden Nutzer hat Google+ angeblich - eine wesentlich höhere Zahl als bei Facebook, die natürlich vor allem aus Karteileichen besteht. Während meine Filterblase äußerst aktiv ist, sieht das in der Breite anders aus: WWW: Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass Google+ weltweit von nur vier bis sechs Millionen Menschen aktiv genutzt wird. Das ist kein großes soziales Netzwerk. Das ist ein Witz.

Als Nutzer bereite ich mich deshalb langsam auf den Abschied von Google+ vor. Die Manager des Unternehmens WWW: bestreiten ihn zwar, und der harte Kern der Google+-Fans wird dagegen auf die Barrikaden gehen. Google hat aber schon ganz andere Dienste eingestampft - unter anderem den Google Reader, der in seiner Nische ein großer Erfolg war. Die Frage ist für mich nicht, ob sich Google traut, bei seinem sozialen Netzwerk den Stecker zu ziehen - sondern nur wann.

Update (01.08.2015): Kollegen von Mobilegeeks.de haben mich bei Facebook zurecht darauf hingewiesen, dass die oben verlinkten Schätzungen zur Nutzerzahl von Google+ mit äußerster Vorsicht zu genießen und sind, unter anderem weil sie sich nur auf öffentliche Beiträge beziehen. Das ist wahr, und das hätte ich erwähnen sollen. An meiner Einschätzung ändert sich nichts, aber tief im einstelligen Millionenbereich dürfte sich die Nutzerzahl auch nicht befinden.

Trotzdem werde ich mich nicht bei Facebook anmelden. Bei Google+ war ich auch nicht aktiv.

Der Alte am 28.07.15 19:51

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Dienstag, 28.07.2015

Windows 10 will durchstarten

Alle paar Jahre bringt Microsoft eine neue Version seines Bestsellers Windows auf den Markt. Auch jetzt wieder: Am 29.07.2015 erscheint das neue Blog: Windows 10 nun offiziell. Schon seit ein paar Monaten konnte jeder, wenn er denn wollte, eine Testversion (Beta) von Windows 10 laden und benutzen. Kostenlos. Zum Ausprobieren.

Ich habe - neugierig, wie ich nun mal bin - schon sehr früh auf einem Rechner eine Betaversion installiert, um mir einen Eindruck von Windows 10 zu machen. Mich persönlich hat es nie sonderlich gestört, dass in Windows 8 das Start-Menü verschwunden ist. Aber viele andere haben sich darüber beklagt. Was Windows 8 ein sehr schlechtes Image eingebracht hat. Geschichte: Microsoft hat das Start-Menü wieder eingeführt. Die Bedienoberfläche unter Windows 10 jedenfalls versöhnt, hier kann jeder das nutzen, was ihm am besten gefällt. Menü. Kacheln. Oder eine Kombination aus beidem.

Windows 10 bringt das bei vielen so schmerzlich vermisste Start-Menü zurück; Rechte: Microsoft
Windows 10 bringt das bei vielen so schmerzlich vermisste Start-Menü zurück


Neuer Browser sorgt für Tempo
Dass es Microsoft diesmal ernst meint, wird an vielen Stellen deutlich. Das Unternehmen hat alte Zöpfe abgeschnitten, sich zum Beispiel vom Internet Explorer verabschiedet. Immerhin ein Browser mit Tradition - aber auch einer, der keineswegs nur Freunde hat. Mit Edge soll alles besser werden. Ein komplett neu entwickelter Browser, der schnell und modern ist, der sich auch zurücknehmen kann (im Lesemodus stören keine Buttons oder Menüs) und der Videos zügig abspielt. Da kann man nicht meckern. Und: Edge gibt es auch auf Smartphones und Tables. Wer Windows tatsächlich auf verschiedenen Geräten nutzt, muss sich nicht umstellen.

Virtuelle Desktops unterstützt Windows 10 jetzt auch. Die können durchaus praktisch sein. Da legt man sich für jeden Bedarf einen eigenen Desktop an und holt den jeweils gerade benötigten in den Vordergrund. So ist alles besser sortiert und aufgeräumt. Das kennt man natürlich auch schon von anderen Betriebssystemen wie Mac OSX, es macht die virtuellen Desktops deshalb aber nicht zu einer schlechten Funktion. Man kann sie nun eben auch unter Windows 10 nutzen.

Schön wäre gewesen, wenn die vielen Einstellmöglichkeiten - und von denen gibt es unter Windows 10 wirklich reichlich - nicht so unübersichtlich und teilweise auch willkürlich wirkend auf Leisten, Menüs und Optionen verteilt worden wären. Das wirkt noch etwas chaotisch und sollte dringend aufgeräumt werden.

Cortana ist die Sprachassistentin in Windows 10 - ist aber nicht immer eine wirkliche Hilfe; Rechte: Microsoft
Cortana ist die Sprachassistentin in Windows 10 - ist aber nicht immer eine wirkliche Hilfe


Eine Assistentin mit Schwächen
Am meisten enttäuscht bin ich von Cortana. Die Sprachassistentin mag in der US-Version treue Dienste leisten, in der deutschen Version funktioniert sie nicht besonders zuverlässig. Es gibt ständig Verständigungsschwierigkeiten - und besonders groß ist das Repertoire nicht, das Cortana abdeckt. Da bin ich von Apple Siri und Google Now mehr gewohnt: Blog: Diese Sprachassistenten funktionieren in deutsch auch nicht tadellos, aber können nach meinem Eindruck mehr.

Mit Windows 10 legt Microsoft nicht einfach nur ein neues Desktop-Betriebssystem vor, sondern macht Ernst mit dem angekündigten Strategiewechsel. Windows 10 ist das erste Betriebssystem überhaupt, dass auf so vielen Gerätetypen läuft (PC, Notebook, Netbook, Tablet, Smartphone, Internetgeräte) und überall mehr oder weniger gleich aussieht. Man kann Daten und sogar Apps austauschen: Universal Apps laufen auf PC und Smartphone gleichermaßen. Damit setzt Microsoft sehr wohl Maßstäbe.

Die Frage ist, ob es funktioniert. Ob die Menschen nun tatsächlich mehr Geräte kaufen, auf denen Windows installiert ist, etwa Smartphones oder Tablets, die Microsoft selbst verkauft. Und ob dadurch auch mehr Leute die Onlinedienste nutzen - und Bezahldienste wie Office 365. Ob diese Rechnung aufgehen wird, wird sich erst zeigen. Aber der Strategiewechsel an sich war überfällig und ist gut gelungen.

Hi, Experten, kurze Frage von mir. Ich habe einen Rechner mit vorinstalliertem Win 8.1 gekauft, daher ohne CD. Nach dem Upgrade auf Win10 kann man sein BS neu aufsetzen. Geht das auch bei solchen Rechnern, oder braucht es bei der kompletten Neuinstallation eine Silberscheibe von Windows?

Danke Euch.

Sabine am 29.07.15 17:07

Zweite Frage, was haltet Ihr davon? Überhaupt schon gelesen?

http://www.microsoft.com/de-de/privacystatement/default.aspx?Componentid=pspMainHowWeUsePersonalDataModule&View=Description

Sabine am 29.07.15 17:20

Danke für Nichtantwort, aber die Frage hat sich sowieso erledigt. Ich brauche keine Totalüberwachung. Windows 10 nur für Idioten.

Sabine am 29.07.15 19:53

Äh, Sabine, was hat denn Dein Link mit Windows 10 zu tun? Da geht es primär um die Microsoft Dienste. Windows 10 telefoniert vermutlich nicht mehr nach Hause als 7 oder 8.1. Um auf Deine Eingangsfrage zurück zu kommen: Das Update von 8.1 auf 10 funktioniert so, ohne Silberling. Aber Vorsicht: Win 10 wird an die Hardware gekoppelt, funktioniert also nur auf dem aktuellen Rechner. Bei Hardwarewechsel gilt die Lizenz dann nicht mehr! Vorgenanntes gilt natürlich nur für die kostenlose Downloadvariante. Neu aufsetzen ist bei solchen Rechnern möglich. Du musst Dir die Installationsdateien ggf. runterladen und auf DVD brennen. Warum hat Du nicht einfach Wiederherstellungs-DVD nach Rechnerkauf erstellt? Meine Empfehlung: Erst mal bis zum ersten Servicepack bei Windows 7 oder 8.1 bleiben und dann Windows 10 kaufen. Dürfte unter hundert Euro kosten und man kann es parallel zum alten Betriebssystem installieren oder bei Nichtgefallen wieder zurück auf 7 oder 8.1

Michi am 29.07.15 21:20

wenn man in win 10 die firewall abschalten will, weil der router bereits eine firewall hat und die virensoftware auch, so passiert bei win 10 folgendes:

· Der Windows Store, bzw. die Installation von Apps nicht mehr.

· Die Websuche über die Taskleiste und Startmenü wird blockiert.

· Der Browser Edge startet nicht.
diese dinge funktionieren nicht mehr. Außerdem vertragen sich mehrere
firewall´s nicht miteinander.

jochen ehlert am 30.07.15 13:36

Win mutiert mit 10 endgueltig in einen Trojaner den sich der user,wie schon sein smartphone,selber in's Haus holt

https://imgur.com/iHge6RJ

Win10 NEVER! am 31.07.15 16:35

Zitat aus dem Artikel: ,
Universal Apps laufen auf PC und Smartphone gleichermaßen. Damit setzt Microsoft sehr wohl Maßstäbe.

Wirklich? Wie ich so lese sind Apps auf Smartphones der sicherheitstechnische Super-Gau! Siehe Android. Dann wird wohl noch mehr geschnüffelt!

Beim Versuch das 8.1 auf 10 upzugraden, habe ich jetzt sofort nach dem Start Bluescreen mit dem freundlichen Hinweis, dass ich den PC reparieren muss - wegen UEFI!

Danke Billy!

DollyToll am 3.08.15 13:17

Nach dem Aufspielen von Windows 10 mußte ich feststellen, daß teils ganze
Dateien verschwunden waren. Auch spielt mein Drucker (HP Officejet 5605z
All-in One) verrückt.
Haben evtl andere Nutzer ähnliche Probleme?
Am liebsten wäre mir, wenn ich wieder meine alte Version nutzen könnte.

Peter Zimmermann am 9.08.15 18:03

Nach dem Aufspielen von Windows 10 mußte ich feststellen, daß teils ganze
Dateien verschwunden waren. Auch spielt mein Drucker (HP Officejet 5605z
All-in One) verrückt.
Haben evtl andere Nutzer ähnliche Probleme?
Am liebsten wäre mir, wenn ich wieder meine alte Version nutzen könnte.

Peter Zimmermann am 9.08.15 18:03

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