Samstag, 08.03.2014

25 Jahre WWW | 1991: Das WWW wird öffentlich

Das World Wide Web gäbe es nicht und es sähe erst recht nicht aus wie heute, wenn der Physiker Tim Berners-Lee nicht Blog: 1989 die Idee zum WWW gehabt und Blog: 1990 den ersten Server und Browser programmiert hätte. Ein Jahr später, 1991, hat Berner-Lee das Gesamtkonzept des WWW in einer Usenet-Groupe der Öffentlichkeit präsentiert, unter Verzicht auf jegliche Patentierung zur freien Verfügung gestellt. Damit war das WWW öffentlich - und konnte von jedem genutzt werden. Zweifellos der wichtigste Grund, wieso sich das WWW derart rasant und erfolgreich verbreiten konnte.

Erster Web-Server; Rechte: dpa/Picture Alliance
Tim Bernes-Lee zeigt den von ihm gebauten ersten Web-Server

1991 gingen dann auch die ersten Web-Server außerhalb des CERN online. Nachdem die "Spielregeln" klar waren, konnte jeder ohne finanzielles oder rechtliches Risiko die neuen Möglichkeiten nutzen. Anfangs noch ausschließlich im wissenschaftlichen Bereich, aber eben keineswegs nur in den USA. Die Geburtsstätte des WWW liegt in Europa, in Genf, nicht im Silicon Valley. Doch der Gedanke der Vernetzung hat sich schnell herumgesprochen. Erste Visionen kamen auf, was die Zukunft bringen könnte.


So stellte man sich 1991 die Zukunft im Jahr 2003 vor

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan nun jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

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Freitag, 07.03.2014

Urlaub in Digistalistan

In Berlin läuft Deutschlands wichtigste Tourismusmesse, die ITB. Alle möglichen Länder der Welt putzen dort ihre Urlaubziele heraus und zeigen sie den Besuchern. Nur ein Land fehlt auf der ITB: Digistalistan. Wohin muss man reisen um die nerdigsten Orte des Planeten zu erleben? Ein paar subjektive Riesetipps - vom Nerd für Nerds und Freunde.

Das nerdigste Wahrzeichen
Die Garage von Steve Jobs
(Los Altos, Kalifornien)

Für Nerds ist dieser Ort wie Brandenburger Tor und Petersdom zusammen: heiliger Boden. Das Geburtshaus von Steve Jobs. In der Garage seiner Eltern baute Jobs unter anderem mit seinem Kumpel Steve Wozniak die ersten Apple Computer zusammen. Seit Ende 2013 ist das Haus von der Stadt Los Altos als "historischer Ort" gekennzeichnet. Das konnte Steve Jobs Schwester - die bis heute in dem Haus wohnt - nicht verhindern.


Die Garage von Steve Jobs; Rechte: Alex Nieschwietz

Fotos in der Einfahrt zu machen kann ich deshalb auch nicht uneingeschränkt empfehlen. Amerikaner können, was ihren Grund und Boden angeht, sehr - nun ja - streng sein. Bei meinem Besuch in Los Altos rief jemand kurz nach der obrigen Aufnahme aus dem Fenster ich solle sofort verschwinden, "or I will call the police!" Mir war es das Risiko trotzdem wert hier zu stehen. In der selben Einfahrt wie Steve Jobs einst. #hach

WWW: Steve Jobs Garage - 2066 Christ Drive, Los Altos, Kalifornien
Karte: Los Altos; Rechte: Google

Das nerdigste Viertel
Akihabara
(Tokyo, Japan)

In Akihabara blinkt alles. Die Hausfassaden, die unzähligen Ampeln, sogar die Menschen. In einem gewöhnlichen Reiseführer wird stehen, dass Akihabara Tokyos Technikviertel sei. Naja. Eigentlich ist Akihabara das Nerdviertel schlechthin. Technik-Nerds, Anime-Nerds, Japan-Nerds treffen sich hier. Viele im typisch japanisch-knuddeligen Animestyle verkleidet als wäre Straßenkarneval. Deshalb fällt man in Akihabara eher auf, wenn man keine besondere Leidenschaft hat, kein knall-buntes Anime-Shirt mit niedlichen Gesichtern trägt oder nicht mit nur noch müden Augen zum neuesten schrill blinkenden 3D-Spieleautomaten läuft - selbstverständlich ohne auf den Straßenverkehr zu achten.

Straßenkreuzung in Akihabara; Rechte: Alex Nieschwietz

Und weil in Tokyo nichts teurer ist als Platz, sind in den Spielhöllen und auf den Bürgersteigen von Akihabara immer viel zu viele Menschen gleichzeitig unterwegs. Die ganze Szenerie einfach zu beobachten lohnt schon, aber für den absoluten Kulturschock empfiehlt sich der Besuch einer Anime-Buchhaltung. Allein deshalb, weil für mich bis zum Schluss nicht ersichtlich war, wie da die Comics mit niedlichen Volleyball-spielenden Hamstern, von den nicht-jugendfreien Heftchen unterschieden werden. Sie standen zumindest oft fast direkt nebeneinander.

WWW: Akihabara - Umgebung des Bahnhofs Akihabara, Tokyo, Japan
Karte: Akihabara; Rechte: Google

Die nerdigste Bar
Barcade
(Brooklyn, New York)

Im Prinzip ist die Barcade eine typische Bar im angesagten New Yorker Stadtteil Brooklyn. Alte Backsteinwände, viel Holz, schummriges Licht. Doch in der Barcade kann man leicht vergessen, dass es 2014 ist, denn an allen freien Wänden stehen alte Spieleautomaten aus den 80ern und 90ern.

Arcade-Spieleautomaten in der Barcade; Rechte: Alex Nieschwietz

Für einen Viertel-Dollar kann man alte Klassier wie Tetris oder Streetfighter spielen. Zu gewinnen gibts nichts, außer seinen Namen besonders weit oben auf der Highscore-Tabelle am Ende des Spiels eintragen zu können. Machen wir uns nichts vor, genau dieses erhabene Gefühl seinen Namen über allen anderen blinken zu sehen, hat mich auch früher schon angetrieben, Pacman 50-Pfennig-Münzen in den Schlund zu werfen.
Aber da heute in der Barcade zwischen den Spieleautomaten auch noch genau genügend Platz ist, um sein Bier abzustellen, möchte ich empfehlen, sich ein festes Spiellimit zu setzen.
Übrigens: Direkt neben dem Tresen hängen Geldwechsel-Automaten. Man muss sich also nicht mit nem Koffer voller Münzen auf den Weg machen. Der wäre nach dem Barcade-Besuch ohnehin leer.

WWW: Barcade - 388 Union Avenue, Brooklyn, United States Karte: Brooklyn; Rechte: Google


Das nerdigste Geschäft
Nintendo World
(Manhattan, New York)

Im Prinzip ist die Nintendo World so etwas wie der Süßigkeitenladen für alle, die in den 90ern mehr Zeit vor ihrer Spielkonsole als auf dem Bolzplatz verbracht haben - also sehr viele von uns. Eigentlich hat die japanische Firma Nintendo, Erfinder der Videospielfiguren Super Mario, Donkey Kong & Co in Manhattan im Prinzip nur ein Geschäft hingesetzt um Fans, Nerds und Gamer mit T-Shirt und Kuscheltieren im typisch knuffigen Look des Japan-Klempners zu versorgen.

Spielkonsolenausstellung in der Nintendo World; Rechte: Alex Nieschwietz

Daher: am besten ignoriert man die meist sehr grellen Merchandise-Artikel im Erdgeschoss und geht direkt in die erste Etage hoch um dort die Ausstellung aller Nintendo Spielekonsolen und Gaming-Charaktere zu bestaunen. Ja, früher haben wir tatsächlich für das komplette Weihnachtsgeld von Oma diese grauen Kästen gekauft. (Okay, heute tu ich das immernoch, aber zumindest sind Spielekonsolen mittlerweile schick schwarz)

WWW: Nintendo World - 10 Rockefeller Plaza, New York, United States
Karte: Manhattan; Rechte: Google

Cooler Artikel! Mehr davon!
Vorschläge: Garage von Gates, Silicon Valley, Computer-/Konsolenspiele Meisterschaft (sind riesige Events im asiatischen Raum).

Poster am 10.03.14 4:12

Von dieser Anime-Buchhaltung würde ich doch zu gerne mal ein Foto sehen. ;-) Da hat wohl gerade jemand wegen der Reisekosten-Abrechnung für diesen Beitrag genervt.

Fehlerteufel am 10.03.14 7:34

Von dieser Anime-Buchhaltung würde ich doch zu gerne mal ein Foto sehen. ;-) Da hat wohl gerade jemand wegen der Reisekosten-Abrechnung für diesen Beitrag genervt.

Fehlerteufel am 10.03.14 7:35

@Fehlerteufel: Haha, nein, es gab keine Reisekostenabrechnung - obwohl ich zugebe dass das natürlich ein Traum wäre ;-) Ich hab an den Orten in den letzten 2 Jahren tatsächlich immer mal privat Urlaub gemacht :-)

Alex Nieschwietz am 10.03.14 7:39

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Freitag, 07.03.2014

25 Jahre WWW | 1990: Die ersten Webseiten

Nachdem im Jahr zuvor am Cern in der Schweiz der Blog: Startschuss für das Projekt WWW gefallen war, machte sich Tim Berners-Lee Gedanken darüber, wie das World Wide Web denn eigentlich technisch funktionieren konnte. Damit die Allgemeinheit auf die gespeicherten Daten zugreifen konnte, musste ein Server her, ein erster Web-Server. Der wurde am Cern installiert. Außerdem brauchte es eine Software, um die im Netz bereit gestellten Informationen abrufen zu können. Beides entwickelte Tim Berners-Lee.

Der erste Webbbrowser WWW: WorldWideWeb war geboren. Später wurde die Software in "Nexus" umgetauft, um Verwechslungen mit dem eigentlichen World Wide Web zu vermeiden. WorldWideWeb alias Nexus lief auf Rechnern mit NeXTStep-Umgebung, die nie sonderlich verbreitet war. Entsprechend war auch der Browser nicht häufig im Einsatz. Aber: Die von Berners-Lee entwickelte Software war eindeutig der Vorläufer moderner Browser wie Chrome, Firefox oder Opera. Allzu viel konnte man damit allerdings noch nicht anfangen. Es gab noch keine eingebetteten Grafiken (die wurden in einem separaten Fenster angezeigt), aber man konnte schon die Protokolle HTTP und FTP verwenden sowie bequem auf News-Server zugreifen - damals die wichtigste Infoquelle im Netz. Die ersten wackligen Gehversuche des WWW.

WWW: WorldWideWeb.1

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan nun jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

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