Dienstag, 04.08.2015

Trend Universal Games

Die Spiele sind eröffnet: In den nächsten Tagen drängeln sich wieder Tausende Menschen durch die Messehallen der WWW: Gamescom in Köln. Sie werden neue Spiele ausprobieren, Virtual-Reality-Brillen aufsetzen und sich vor Konsolen setzen, um ein paar Runden zu zocken. Fragt man einen typischen Gamescom-Besucher, was er glaubt, womit am häufigsten gespielt wird, dürfte die Antwort eindeutig lauten: Spielekonsole. Doch weit gefehlt: Laut einer aktuellen Umfrage spielt zwar mehr als die Hälfte der Deutschen mittlerweile mehr oder weniger regelmäßig Computer- oder Videospiele, doch der gute alte Desktop-PC ist dabei am populärsten.

Virtual Reality ist angesagt: Virtuelle Welten auf allen Plattformen; Rechte: dpa/Picture Alliance
Virtual Reality ist angesagt: Virtuelle Welten auf allen Plattformen


Mobile Gaming hat so seine Nachteile
Klar, nicht jeder hat eine Spielekonsole zu Hause oder braucht die neuesten Action-Knaller, die tatsächlich nur auf der Konsole laufen. Und das Daddeln unterwegs auf dem Smartphone hat halt auch seine Nachteile: Das Display ist klein - und die Akkukapazität endlich. Wer unterwegs ständig daddelt, der muss entweder einen Power-Akku einpacken (zum Nachladen) oder damit leben, dass früher oder später nicht mehr telefoniert oder gesurft werden kann. Denn Mobile Gaming mag zwar populär sein, es kostet aber auch viel Akku, da der Prozessor arg gefordert ist und das Display die ganze Zeit hell leuchtet.

Die Qual der Wahl könnte bald ein Ende haben. Zumindest, wenn man Windows 10 benutzt. Denn damit ist man künftig prinzipiell auch in der Lage, auch Xbox-Games zu spielen. Bislang laufen Xbox-Spiele nur auf der Xbox und Windows-Spiele auf dem Desktop. Einen Austausch zwischen den beiden Welten gibt es nicht. Doch mit Windows 10 kommt er: Microsoft hat auf der Game Developers Conference in Köln angekündigt, dass bis Ende 2015 WWW: Universal Games möglich sind. Diese universellen Spiele laufen dann sowohl auf der Xbox One als auch unter Windows 10.

Universal Games laufen auf Xbox One und unter Windows 10; Rechte: Microsoft
Universal Games laufen auf Xbox One und unter Windows 10


Mobile Gaming hat so seine Nachteile
Für alle Spieleentwickler sind das gute Nachrichten: Sie können ihre einmal entwickelten Games mit geringem Aufwand auch für eine andere Plattformen bereitstellen. Da Blog: Windows 10 nicht nur auf Desktop-PCs läuft, sondern auch auf Tablets, Smartphones und anderen Geräten, lassen sich die Games theoretisch auf der unterschiedlichsten Hardware daddeln. Für Gamer hat das Vorteile, denn sie können ein Spiel einmal kaufen - und überall spielen. Sie müssen sich nicht immer vor die Konsole setzen. Sie müssen die Spiele auch nur einmal kaufen und bezahlen, denn es wird einen einheitlichen App-Store für Games geben.

Bis Ende des Jahres wird es allerdings noch dauern, bis die ersten Universal Games auf den Markt kommen - rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, darf man annehmen. Wer nun argumentiert: Bei Streaming-Games aus dem Netz ist es doch auch so, dass man sie auf jeder Hardware und unter jeder Plattform spielen kann, dem muss ich entgegnen: Das stimmt - prinzipiell. Doch noch verfügen viele Haushalte nicht über die nötige Bandbreite, um Streaming-Games verlässlich zu spielen. Das ist ein Grund, wieso sie nach wie vor keine so große Rolle spielen. Die Idee mit den Universal Games ist deshalb eine sehr gute.

Naja is die Frage werden die Spiele dann von der Xbox gestreamt ich glaube kaum das ein Handelsübliches Tablet ausreichend Hardware hat für ein Xbox One Spiel...

Dieter am 4.08.15 20:28

Und was ist mit Windows 10? Da wird es wohl nichts mit den Games. Die Geräte werden heiß oder die Akkus machen schneller schlapp.

LiFe am 4.08.15 21:18

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Dienstag, 04.08.2015

Endlich: das Spiel zur Vorratsdatenspeicherung

Snake plus Heiko Maas plus Thomas de Maizière ergibt: WWW: den Metadatensauger der ZDF heute-show. Eure Aufgabe in diesem Spiel ist es, so viele verschiedene Metadaten wie möglich aufzusaugen. Als Justizminister stehen euch dabei leider regelmäßig Richter im Weg, als schusseliger Innenminister verliert ihr regelmäßig ein paar dieser Daten.

Metadatensauger; Rechte: ZDF
Lauter Daten im Gepäck: Thomas de Maizière als Spielfigur im Metadatensauger.

Man kann den Metadaten übrigens im weitesten Sinne auch als Newsgame bezeichnen - als "Journalismus zum Spielen" sozusagen. Zwar ein bisschen zu spät, denn das Thema Vorratsdatenspeicherung ist spätestens seit den Ermittlungen gegen Netzpolitik.org nicht mehr ganz vorne auf der Tagesordnung. Aber Biss hat dieses Spiel allemal.

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Dienstag, 04.08.2015

Wellness via Handy - geht das?

Ich bin immer mit dem Fahrrad unterwegs, schleppe Sack und Pack mit mir herum. Da leiden die Schultern schon mal. Der Nacken zwickt, die Haare sehen irgendwann aus wie wilde Wolle - ich bin allerdings gerade umgezogen und habe in meiner Nähe weder einen Masseur des Vertrauens noch einen Stammfriseur. Wie praktisch, dass in ganz Köln gerade riesige Plakate eine neue App bewerben: salonmeister.de. Klar, dass ich die direkt mal ausprobiere.

Collage Beauty-Apps; Rechte: WDR/Horn/Apps
salonmeister - frisur smart free - beauty for men

Also GPS am Handy an und schon wird mir eine lange Liste von Massagemöglichkeiten in meiner Umgebung angezeigt. Zwischen zwei Interviews habe ich ein wenig Zeit. Oh, eine Tibetmassage. Was auch immer das genau ist. Ein schönes Bild mit einer Kerze macht direkt ein wohliges Gefühl im Bauch. Die Preisliste sieht okay aus. Nur 800 Meter. Da fahre ich doch mal hin. Ohne Vorankündigung spaziere ich in das Beauty-Center.

"Hallo! Ich wollte mal gucken, ob sie spontan einen Termin frei haben?" - "Für Massagen bin ich zwei Wochen im Voraus ausgebucht", sagt Salonchef Samir. Gut für ihn, schlecht für mich, aber ein gutes Zeichen. "Bei uns kriegen sie alles - von Tattoo bis Massage, von Wellness bis Gesundheit." Die App hilft, Termine zu vereinbaren und als Kunde Bewertungen abzugeben und nachzulesen. Aber Friseurin Suela hat noch einen Spontantermin zum Spitzenschneiden übrig. Den nehme ich, und vereinbare - ohne App, sondern direkt vor Ort - einen baldigen Termin für eine medizinische Rückenmassage.

Haarlos per App; Rechte: WDR/Horn/Swiss Codemonkeys
"Mach mir eine Glatze" verpasst virtuell neue Frisuren

Vorher möchte ich aber wissen, ob mir ein neuer Schnitt und eine andere Farbe stehen. Dafür nutze ich zwei Apps - "Make me bald", zu Deutsch "Mach mir eine Glatze" und "Frisur Smart Free" - ich muss nur ein Foto hochladen, meine Augen und Haarränder markieren und den virtuellen Rasierer anmachen. Aber die Ergebnisse verschrecken mich eher. Da verlasse ich mich doch lieber auf meine Vorstellungskraft und die Beratung der Fachfrau. Mein Kopf ist mir dann doch ein paar Euro wert. Gleiches gilt für eine professionelle Massage - egal ob medizinisch, tibetanisch oder thailändisch. Eine Massage-App könnte meine Muskeln zwar angeblich auch per Vibration lockern, aber so was Schlechtes habe ich selten im App-Store heruntergeladen.

Massage-App; Rechte: WDR/Horn/Paiva

Ich soll die plagende Körperregion anklicken und das Handy dort ablegen. Wie Morsezeichen gibt es seine Vibrationen ab. Dass es dabei ständig verrutscht, nichts bringt und Anrufe die nicht vorhandene Massagewirkung unterbrechen, sind noch die besten Sachen daran. Dagegen sind sogar die Apps speziell für Männer-Wellness gut. Mit Tipps in Textform auf Englisch, dass man(n) sich regelmäßig rasieren und vor Sonne schützen, täglich waschen und genügend Wasser trinken sollte, glauben die App-Macher hoffentlich nicht, das Rad neu erfunden zu haben. Ehrlich, Männer - lasst euch massieren, macht Yoga, geht zur Kosmetikbehandlung und legt beim Aussehen auf keinen Fall Wert auf solche Apps. Fragt lieber eure Partnerin oder Mutti, die beste Freundin, den Freund oder sucht euch einen fremden Berater per Salonmeister. Nur echt und lebendig sollte er sein. Es gibt eben Berufe, die kann man nicht mit ein paar Klicks ersetzen.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Dienstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Audio: Radio

Hübsche Geschichte - wie immer, wenn Frau Horn für uns klickt. Frage: Ist es Versehen oder Absicht, dass die vorgestellten Apps nicht verlinkt sind? Schon klar: Mit dem AppStore verlinken geht nicht. Aber jede App hat als virtuelle Heimat ja auch eine Webseite.

Sven am 4.08.15 15:57

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