Freitag, 13.02.2015

Barcodes aus Filmen

Wie sieht es aus, wenn man jedes einzelne Frame eines Kinofilms, also jedes dieser vielen Bilder, die pro Sekunde über die Leinwand huschen, in ein einziges Bild packt? Das Tumblr-Blog WWW: "Moviebarcode" gibt die Antwort darauf: wie bunte Barcodes.

Barcode; Rechte: moviebarcode.tumblr.com
Dunkel, aber bunt: der "Moviebarcode" zu "2001: Odyssee im Weltraum"

Die Macher des Blogs (wer auch immer dahinter steckt) haben bisher ganze 1.263 Filme und zum Teil andere Videos zusammengetragen - und damit ein digitales Kunstprojekt auf die Beine gestellt. Barcodes zu Filmen wie WWW: "Ah Pook Is Here", WWW: "Ein Quantum Trost" oder WWW: "Lifted" sind sogar noch einmal extra kunstvoll. Was für eine schöne Idee!

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Donnerstag, 12.02.2015

Viel Freud, viel Leid: Zehn Jahre Youtube

Ist es wirklich erst zehn Jahre her, dass Youtube gestartet ist? Es muss wohl so sein: Alle offiziellen Quellen deuten darauf hin. Dabei fühlt es sich ganz anders an, so als wäre Youtube schon immer dagewesen. Fragt man jemanden unter 20 Jahren, kann der/die sich garantiert nicht vorstellen, wie wohl eine Welt ohne Youtube aussehen könnte. Wie, kein Youtube? Wo soll ich mir denn dann Videos angucken?

Youtube hat zweifellos eine ganz Generation geprägt - und die Medienlandschaft verändert. Wer hätte gedacht, dass diese kleine Online-Video-Bude, die offiziell am 15. Februar 2005 gestartet ist, derart einschlägt? Zehn Jahre später schauen wir wie selbstverständlich Videos im Smartphone an und laden Videos vom unterwegs hoch. Es gibt zwar mittlerweile überall Videoangebote. Aber Youtube ist wie das Tempo unter den Papier-Taschentüchern. Youtube steht stellvertretend für Online-Videos.

Youtube Logo; Rechte: dpa/Picture Alliance
Was Youtube kann und was nicht, liegt im Auge des Betrachters


Medienlandschaft radikal umgekrempelt
Heute gehört Youtube zu Google. Doch das war nicht immer so. Gegründet wurde Youtube am 15. Februar 2015 von den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim. Youtube war das erste Portal, bei dem man kostenlos private Videos hochladen und sich Videos von anderen anschauen konnte. Bis heute das Grundkonzept von Youtube. Google fand die Idee spannend und hat kurze Zeit später Google Video gegründet, war damit aber nicht erfolgreich. Google hat deshalb relativ schnell das Handtuch geworfen und das erfolgreichere Videoportal am 9. Oktober 2006 für umgerechnet 1,3 Milliarden Euro gekauft. Damals eine unglaubliche Summe.

Heute ist Youtube mehr als nur ein Videoportal unter vielen. Youtube ist ein Phänomen. Wer Videos zeigen will, macht das (auch) auf Youtube. Fernsehsender sind auf Youtube präsent - und Youtube macht dem Fernsehen Konkurrenz. Gerade junge Menschen haben sich daran gewöhnt, nicht ins Programmheft schauen zu müssen, wenn sie etwas sehen wollen. Sie gehen ins Netz - und schauen was, wann und wo sie wollen. Auch gerne ihresgleichen. Youtube hat allein in Deutschland Dutzende Stars hervorgebracht, die mit ihren eigenen Kanälen richtig gut Geld verdienen. Denn Youtube schüttet Werbeeinnahmen zu 45% auf die Youtuber aus.


YouTube Rewind: Große Momente auf Youtube 2014


Muss das denn sein? Die Schattenseiten
Youtube ist allerdings auch für viele unerfreulichen Dinge verantwortlich. Ohne Youtube könnten zum Beispiel IS-Terroristen ihre Schandtaten nicht auch noch öffentlich machen. Youtube bietet auch allen Verrückten und sogar Kriminellen eine Plattform - und ein Publikum. Klar, es gibt auch andere Portale. Aber Youtube ist die erste Anlaufstelle - und alle anderen ahmen das Konzept von Youtube mehr oder weniger ungeniert nach. Dass jeder jeden Mist online stellen kann, ist nicht einfach nur ein Nachteil, sondern eine unerfreuliche Entwicklung. Das Beispiel der Terrorvideos der IS macht das wohl überdeutlich. Selbst wenn Youtube reagiert und die Videos wieder aus dem Netz entfernt: Was einmal online war, das bleibt auch online.

Abgesehen davon werden auf Youtube auch ununterbrochen Rechte verletzt. Seien es die Urheberrechte an Musik, Fotos oder Videos, oder seien es die Bildrechte. Ungezählt die Menschen, die ungewollt gefilmt wurden und irgendwo auf Youtube zu sehen sind. Nicht immer zu ihrem Vorteil. Klar, so etwas kann auch im Fernsehen passieren, ist aber die Ausnahme. Bei Youtube ist es die Regel. So gesehen hat Youtube nicht nur die Sehgewohnheiten verändert, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander. Jeder muss jederzeit damit rechnen, gefilmt zu werden - und in der Öffentlichkeit zu landen.

Ganz davon ab, dass gerade die Jugend durch brandgefährliche Videos, wie die neuerlichen fire-challenges, oder die unzähligen Unfallvideos zum Nachmachen animiert werden.
Nur um den Anderen in der Klasse zu zeigen, dass sie cool sind (sein möchten).
Wo endet das?

Kai am 13.02.15 12:16

Hallo Herr Schieb,

schöner Blog, nur im dritten Absatz ist das Gründungsdatum von YouTube mit dem 15. Februar 2015 angegeben. Da soll bestimmt, wie auch schon weiter oben, 2005 stehen. ;-)

Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg.

Carsten am 13.02.15 14:58

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Donnerstag, 12.02.2015

Apple erkennt Fingerabdruck im Display

Patente von heute sind die Produkte von morgen. Zumindest potenziell. Jetzt hat Apple ein Patent eingereicht, das mir allzu logisch erscheint - und ich wundere mich, dass es technisch möglich ist. Apple will Fingerabdrücke auf dem Display erkennen. Das bedeutet: Man muss nicht mehr seinen Finger auf den separaten Sensor im Homebutton legen, um ein Gerät freizuschalten, sondern es reicht, auf dem Bildschirm zu tippen. Das gesamte Display wird zum Sensor - oder nur ein bestimmter Bereich, etwa das untere Drittel. Beides ist laut WWW: Patentantrag möglich.

Patent: Apple will Fingerabdrücke im Display erkennen; Rechte: Apple
Patent: Apple will Fingerabdrücke im Display erkennen

Wie will man sich dagegen wehren?
Der Fingerabdrucksensor ist dann also künftig direkt im Display eingebaut. Man sieht ihn nicht. Man bemerkt ihn nicht. Er ist einfach da. Immer. Die neue Technologie soll auch mehrere Finger gleichzeitig erkennen können. Außerdem ist es möglich festzustellen, ob ein Finger zu einer Gruppe bereits registrierter Finger gehört. Es sind also eine Menge Spielereien denkbar. Etwa, dass man mehrere Finger gleichzeitig präsentieren muss, um sein Gerät freizuschalten - was den Klau von Fingerabdrücken deutlich schwieriger machen dürfte. Außerdem ließe sich der Finger schon beim typischen Wischvorgang des Entsperrens erkennen und fremde Finger zurückweisen.

Vermutlich kommt dann ruckzuck Software, die nicht nur die Fingerabdrücke selbst abgleicht, sondern auch die Art und Weise, wie wir tippen und wischen. Da gibt es Eigenarten beim Menschen, die sich erkennen und vergleichen lassen. Das könnte eine weitere Funktion sein, die das Klauen von Fingerabdrücken erschweren dürfte. Nur wenn man mit den richtigen Fingern und im vertrauten Muster aufs Display tippt, wird man vom Gerät erkannt. Steht so nicht im Patentantrag, könnte ich mir aber vorstellen.

app_fingerprint.png
Jeder Fingerabdruck im Touchscreen wird erkannt

Datenschutzrechtliche Bedenken programmiert
Wann die Technologie in konkrete Produkte mündet, ist unbekannt. Doch es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir so etwas sehen werden. Es würde die Sicherheit jedenfalls deutlich erhöhen. Die technische Sicherheit. Datenschützer werden natürlich nicht begeistert sein. Denn wenn der Fingerabdruck nicht mehr nur im speziell dafür vorgesehenen Sensor gelesen wird, sondern praktisch jederzeit gescannt werden kann, sorgt das naturgemäß für großes Misstrauen. Und die Erfahrung lehrt: Mit seinem Misstrauen ist man selten falsch aufgestellt.

Das Fingerabdrucksensoren(Iris scan)eine dumme Idee sind-speziell wenn sie ohne"Lebenderkennung"realisiert werden,ist doch nun schon lange bekannt.Da nutzt es auch nichts wenn dafuer nun mehrere Finger herangezogen werden "koennten".Mittlerweile braucht man fuer den Fingerabdruck klau ja schon laengst keine Fingerabdruecke mehr-es reichen,selbst unscharfe Photos.Da duerfte sich nur die NSA darueber freuen-die thx for hidden OS Zugang zu allen"smartphones"hat.Aber macht mal ruhig ihr lemminge.

Ach je am 13.02.15 8:29

"Patente von heute sind die Produkte von morgen." wenn ich nur das Wort "Patent" höre, dann muss ich (müde?) schmunzeln.

LiFe am 13.02.15 10:13

Ich finde es faszinierend, wozu die Technik heutzutage in der Lage ist, wohlwissend, dass man technischen Fortschritt durchaus auch missbrauchen kann.

Insofern ist es wichtig, dass bei Patenten wie diesem auch auf die Möglichkeiten des Missbrauchs verwiesen wird und Datenschützer dafür sorgen, dass die Problematik öffentlich diskutiert wird. Durch eine solche Diskussion kann der Bürger sensibilisiert werden und selber entscheiden, ob er sich einer solchen Technik bedient, oder ob er im Sinne des Wortes 'die Finger' davon lässt.

Verhindern lässt sich so ein Patent indes nicht und das ist auch gut so, schließlich bietet es eine Menge Komfort und wer weiß, wozu es in Zukunft noch alles gut sein wird.

Johannes Fischer am 13.02.15 12:51

Ich finde es faszinierend, wozu die Technik heutzutage in der Lage ist, wohlwissend, dass man technischen Fortschritt durchaus auch missbrauchen kann.

Insofern ist es wichtig, dass bei Patenten wie diesem auch auf die Möglichkeiten des Missbrauchs verwiesen wird und Datenschützer dafür sorgen, dass die Problematik öffentlich diskutiert wird. Durch eine solche Diskussion kann der Bürger sensibilisiert werden und selber entscheiden, ob er sich einer solchen Technik bedient, oder ob er im Sinne des Wortes 'die Finger' davon lässt.

Verhindern lässt sich so ein Patent indes nicht und das ist auch gut so, schließlich bietet es eine Menge Komfort und wer weiß, wozu es in Zukunft noch alles gut sein wird.

Johannes Fischer am 13.02.15 12:52

@Johannes-dumm nur das Datenschuetzer die Pausenclowns unserer "Wirtschaftskompatiblen Demokratie"sind.Also zahnlose Schnurreaetzchen.

Ach je am 14.02.15 7:46

Die Bequemlichkeit von Funktionen und deren kommerzielle Nutzung haben sich datenschutzrechtlichen Bedenken unterzuordnen- nee war doch umgekehrt ;-)
wäre sonst nicht realistisch!

Martin Däniken am 14.02.15 12:41

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