Dienstag, 09.09.2014

Bezahlen mit ApplePay

Die Gerüchte im Vorfeld sollten sich am Ende also doch bestätigen: Apple geht unter die Zahlunganbieter. Im neuen iPhone 6 ist ein Blog: NFC-Chip eingebaut - und der erlaubt das berührungslose Übertragen von Daten, etwa Zahlungsdaten an ein Kassenterminal. Doch der NFC-Chip im neuen iPhone 6 alleine ist nichts Besonderes, den haben heute viele Smartphones der oberen Preisklasse eingebaut. Allerdings kommt der Chip nur selten zum Einsatz.

Das soll Apple Pay ändern. Das neue Zahlsystem soll im Oktober in den USA starten und macht das Smartphone zur allseits bereiten, digitalen Geldbörse. Es reicht, zum Bezahlen das Smartphone unter das spezielle Lesegerät im Laden zu halten und den Zahlbetrag durch einfaches Auflegen eines registrierten Fingers zu bestätigen. Kein PIN-Code, kein Passwort, keine Unterschrift - einfach nur den Finger auflegen. Das geht blitzschnell - und ist der Sinn der Sache.

applepay.png

So funktioniert ApplePay
Es hat in der Vergangenheit schon viele Ideen gegeben, das Smartphone zur Geldbörse zu machen. Die meisten sind gescheitert. Ich muss sagen: Apple hat sich wirklich einiges einfallen lassen, um die Zahlungsprozesse zu vereinfachen und auch anders zu machen. Interessant ist: Wer mit ApplePay im Laden bezahlt - dort muss ApplePay natürlich akzeptiert werden -, der gibt dem Händler weder seine Kreditkartendaten heraus, noch seinen Namen preis. Das iPhone 6 überträgt keine persönlichen Daten, sondern übermittelt lediglich eine Art Transaktionsnummer. Eine Bestätigung, dass der Zahlvorgang abgeschlossen wurde. Der Händler erhält sein Geld (ohne konkret zu wissen von wem) und der Kunde bezahlt.

Eine deutlich diskretere Abwicklung als sonst üblich. Apple tritt dabei als Vermittler auf. Nach eigenen Erklärungen kennt auch Apple die Daten nicht, soll also nicht mitbekommen, was der Apple-User kauft und wie viel er ausgibt. Denn die Zahldaten werden direkt an die Kreditkartenfirmen übermittelt. Das könnte stimmen und wäre dann wirklich ein Fortschritt in Sachen Datensparsamkeit. Aber kontrollieren lässt sich das - zumindest derzeit - noch nicht. Die Kreditkartenfirmen hingegen wissen selbstverständlich auch weiterhin, was und wo man kauft und wie viel Geld man ausgibt.


Warum es Apple mit iPay schaffen könnte
Das Bezahlsystem von Apple hat durchaus die Chance sich durchzusetzen. Denn viele Menschen vertrauen Apple, zumindest wohl die meisten derer, die sich Apple-Produkte kaufen - und Vertrauen ist in Geldangelegenheiten eine wertvolle Währung. Was man nicht vergessen darf: Der Konzern hat bereits 800 Millionen zahlende iTunes-Kunden, die Tag für Tag Geld via Apple ausgeben, für Apps, Musik, Videos, Serien, Spiele und mehr. Im Abwickeln von Zahlungen ist Apple also durchaus erfahren.

Apple kontrolliert aber bei seinem neu eingeführten Zahlsystem nicht nur den Prozess im Hintergrund, sondern auch die Hardware, das Betriebssystem und die App, mit der bezahlt wird. Alles kommt aus einer Hand. Das ist für so einen Vorgang nicht das Schlechteste: Weil alles aufeinander abgestimmt ist, geht weniger daneben, gibt es weniger potenzielle Schwachsellen. Außerdem ist der eigentliche Zahlprozess wirklich genial einfach. Seine Kreditkarten fotografieren zu können, statt die Daten einzugeben - simpel, aber überzeugend.

Was bei den meisten zurückbleiben dürfte, zumindest mir geht das so, ist ein gesundes Misstrauen. Will man wirklich einem US-Konzern so sehr vertrauen, dass man nicht nur die Hardware dort kauft und seine Daten im Gerät speichert (und in der Cloud), sondern auch noch alle Zahlungen über dieses Unternehmen abwickeln? Ich denke, damit haben die meisten Amerikaner weniger Probleme als wir Europäer. Zeit genug darüber nachzudenken haben wir, denn ApplePay startet zunächst erst mal nur in den USA. Wann es auch nach Europa kommt, steht noch nicht fest.

Fingerscans sind ja sooo sicher.

Hehe am 10.09.14 7:48

Es wird kein sichere Bezahlsystem geben außer mit Bargeld.
Die kriminelle Energie in uns menschen ist einfach zu groß.
Es gibt bestimmt schon einige Daten-Knacker, die sich mit dem neuen Apfel-Pay beschäftigen...

asaph am 10.09.14 8:35

@Hehe: Bargeld ist sicher? Ui, das wusste ich gar nicht. Und ich dachte, Bargeld könnte geklaut werden, gefälscht werden, unterschlagen werden ... Ganz so einfach ist die Welt nicht. :)

Jörg Schieb am 10.09.14 9:00


Wenn man wirklich ein weitgehend anonymes Bezahlsystem schafft, dann wird es interessant. Es wird Aufgabe der IT-Journalisten sein, auf dem Thema Daten-Sparsamkeit "herumzureiten". Meistens geht der Trend in die andere Richtung.

Für normale Bezahlvorgänge ist mir Bargeld lieber. Eine Hülle mit ein paar größeren Scheine kann man zusätzlich in eine der innersten und tiefsten Taschen stecken. Low-Tech-Diebstahlschutz: Beim Kauf von Kleidung darauf achten, wie viele und welche Taschen z.B. der Mantel hat.

Was macht mehr Ärger, ein geklautes Smartphone oder ein Geldbeutel mit z.B. 50 Euro? Beim Bargeld gibt es zudem die Obergrenze des vorhandenen Betrags. Bei jedem System, das auf ein Konto zugreift, ist man nie vor Überraschungen sicher. Warum will man unbedingt eine Online-Anbindung? Eine Geldkarte (wie die alte Telefonkarte, aber mit Display, aufladbar, mit RFID-Funktion) wird anscheinend nicht akzeptiert? Gerade die wäre ein Ersatz für Bargeld!

Bertram in Mainz am 10.09.14 10:14

Man könnte es z.B. so machen: Die RFID-Funktion befindet sich auf einer extra Karte. Wird die Karte ins Gehäuse des Smartphones geschoben, wird sie automatisch kontaktlos über die Online-Verbindung des Smartphones mit dem eingestellten Betrag aufgeladen. Das Gerät kann mit der Karte so benutzt werden wie im Artikel beschrieben. Die Karte kann aber auch aus dem Smartphone rausgenommen werden und dient dann als anonyme Geldkarte mit RFID-Funktion. Wird sie verloren, ist nur der gespeicherte Betrag weg und ein paar Euro für eine neue Karte. Hätte ich ein Smartphone, ich würde das für Einkäufe möglichst gar nicht mitnehmen.

Ein Problem bleibt natürlich: Man könnte mit gefälschten Karten anonym einkaufen. Das Problem hatte aber schon die Telefonkarte. Das Problem hat sogar das Bargeld, dort gibt es nämlich Falschgeld.

Bertram in Mainz am 10.09.14 10:41

gegen Diebstahl von Bargeld kann ich mich schuetzen,wie auch gegen die Annahme von Falschgeld-das funktioniert bei mir schon ein wenig laenger als Herr Schieb lebt. ;) "Unterschlagen"-dazu muesste ich so etwas wie ein Haendler sein mit Angestellten.Aber-iPups weg.Fingerprint vom Phone abgenommen und lustig munter eingegauft?Ach nee-geht ja nicht-iPupse koennen ja Meter genau getrackt werden...und in den USA gibt es jetzt ja auch den"KillSwitch".Brauch man also nur ein neues iPups-die Daten restored einem ja netterweise Apple,denn die haben sie ja eh' alle.

Witzig am 10.09.14 16:47

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Dienstag, 09.09.2014

Seit ich mein Smartphone länger nutze, bin ich nicht mehr so süchtig danach

Ein Problem habe ich ja mittlerweile mit Fragebögen, in denen mir die folgende Frage gestellt wird: "Wie viele Stunden am Tag verbringen Sie online?" So einfach die Frage, so schwierig die Antwort. Eigentlich müsste sie lauten: alle, bis auf die Stunden, in denen ich schlafe. Dank Smartphone bin ich ständig online, allein schon in dem Moment, in dem ich auf den Bildschirm schaue, um zu sehen, ob ich neue Nachrichten bekommen habe.

Jugendliche mit Smartphones; Rechte: WDR/Frank Dunski
Der frühere Google-Chef Eric Schmidt hat das Onlineverhalten Jugendlicher gut auf den Punkt gebracht: "Sie kennen heute nur zwei Zustände: Schlafen oder Onlinesein."

Trotzdem gibt es Möglichkeiten, den eigenen Onlinekonsum ziemlich genau zu messen, zumindest den per Smartphone. Dafür haben Forscher der Uni Bonn WWW: die App "Menthal" entwickelt, die sich tief ins Betriebssystem von Android-Smartphones einklinkt, um von dort aus die Nutzung zu protokollieren. Zwei der wichtigsten Ergebnisse aus meiner Statistik: Ich komme an vielen Tagen auf über zwei Stunden Nutzung, an einigen Tagen auf über drei Stunden - und schalte mein Smartphone im Schnitt 80-mal am Tag an.

Informatiker Alexander Markowetz und von Psychologe Christian Montag haben mir WDR: im Interview für Planet Schule und die Servicezeit erklärt, dass ich damit knapp unter dem Durchschnitt liege: "Wir haben viele Nutzer zwischen 17 und 23, in der 'Generation permanent online'. Da liegt der Schnitt bei drei Stunden und 130-mal anschalten."

Spannend finde ich, wie Markowetz und Montag diese Zahlen einschätzen: viele Stunden am Tag mit dem Smartphone zu verbringen, sei gar nicht dramatisch: "Andere Leute vertrödeln drei Stunden in der Bibliothek oder gehen drei Stunden spazieren. Wirklich dramatisch ist die Zahl der Unterbrechungen. Wenn man von 16 Wachstunden ausgeht, unterbrechen junge Nutzer im Schnitt alle sieben bis acht Minuten ihren Tagesablauf. Das heißt, sie kommen nie dazu, einen klaren Gedanken zu Ende zu führen."

Dennis Horn; Rechte: WDR/Frank Dunski
Einfach mal Zeit nehmen, sogar fürs Smartphone: Die Forscher der Uni Bonn halten es für sinnvoll, das Smartphone seltener, dafür aber gern länger zu nutzen.

Das heißt: Das Smartphone gezielt nur zehnmal am Tag aus der Tasche zu ziehen, dafür aber länger eingeschaltet zu behalten - das wäre nicht ganz so schlimm. Nach meinem Besuch in Bonn habe ich tatsächlich versucht, meinen Smartphone-Konsum zu ändern, wesentlich seltener und viel gezielter draufzugucken - und merke nun, dass es meiner Konzentrationsfähigkeit tatsächlich ein Stück besser geht.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

"Andere Leute vertrödeln drei Stunden in der Bibliothek oder gehen drei Stunden spazieren."Interessante Wertung-ein Bibliotheksbesuch ist ein vertroedeln(verschwenden)von Zeit und auch ein Spaziergang,auf dem man bestens nachdenken kann ist schlechter zu bewerten als sinnloses herumgesimmse und #dummfug getwittere.Armes Deutschland.

Aua am 9.09.14 15:11

@Aua: Die einen so, die anderen so. Es kommt auch darauf an, wofür man die Zeit nutzt. Ob sich die Smartphone-Nutzung aller Nutzer mit den von ihnen genannten Beispielen komplett deckt, wage ich zu bezweifeln.

Dennis Horn am 9.09.14 15:19

Online-Sucht
Da schon der Begriff "Online-Sucht" bzw. "Internetsucht" unterschiedlich interpretiert wird, gibt es auch keinen eindeutigen Konsens über Merkmale, an denen eine Verhaltensstörung im Zusammenhang mit dem Internet erkennbar ist. Es lassen sich aber fünf abstraktere Suchtmerkmale bestimmen, die sich in allen Arbeiten zu dieser Thematik finden lassen.

Suchtmerkmale
Einengung des Verhaltensraums
Wenn über längere Zeitspannen der größte Teil des Tageszeitbudgets zur Internetnutzung verausgabt wird (hierzu zählen auch verhaltensverwandte Aktivitäten wie beispielsweise Optimierungsarbeiten am Computer).

Kontrollverlust
Wenn die Person die Kontrolle über ihre Internetnutzung weitgehend verloren hat bzw. Versuche, das Nutzungsausmaß zu reduzieren oder die Nutzung zu unterbrechen, erfolglos bleiben oder erst gar nicht unternommen werden (obwohl das Bewusstsein für dadurch verursachte persönliche oder soziale Probleme vorhanden ist).

erklärung des Begriffs Onlinesucht 1.Teil am 9.09.14 17:06

Toleranzentwicklung
Wenn im zeitlichen Verlauf eine Toleranzentwicklung zu beobachten ist, d.h. die „Verhaltensdosis“ zur Erreichung der angezielten positiven Stimmungslage gesteigert werden muss.

Entzugserscheinungen
Wenn Entzugserscheinungen als Beeinträchtigungen psychischer Befindlichkeit (Unruhe, Nervosität, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Aggres-sivität) und psychisches Verlangen („craving“) nach der Internetnutzung als Folge zeitweiliger, längerer Unterbrechung der Internetnutzung auftreten.

Negative soziale Konsequenzen
Wenn wegen der Internetaktivitäten negative soziale Konsequenzen in den Bereichen Arbeit und Leistung sowie soziale Beziehungen (z.B. Ärger mit Freunden oder Arbeitgeber) eingetreten sind.

In einem ähnlichen Raster empfehlen Experten folgende diagnostische Kriterien:

Häufiges unüberwindliches Verlangen, sich ins Internet einzuloggen
Kontrollverluste (längeres „Online-Sein“ als beabsichtigt) verbunden mit diesbezüglichen Schuldgefühlen

erklärung des Begriffs Onlinesucht 2.Teil am 9.09.14 17:09

Sozial störende Auffälligkeit im engsten Kreis der Bezugspersonen (Freunde, Partner, Familie)
Nachlassen der Arbeitsfähigkeit
Verheimlichung / Bagatellisierung der Gebrauchsgewohnheiten
Psychische Reizbarkeit bei Hinderung am Internet-Gebrauch (kann sich in Form von Nervosität, Reizbarkeit und Depression auswirken)
Mehrfach fehlgeschlagene Versuche der Einschränkung

Vom Gefährdungsstadium spricht man bei Vorliegen von bis zu drei der genannten Kriterien in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten; vom kritischen Stadium bei Vorliegen von zumindest vier der Kriterien in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten. Bei Vorliegen von zumindest vier oder mehr der genannten Kriterien über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten spricht man von einem chronischen Stadium der Internetsucht. Damit einhergehen müssen auch irreversible psychosoziale Schäden wie Jobverlust, Trennung von Partner/Familie, soziale Selbstisolation, inadäquate Verschuldung

erklärung des Begriffs Onlinesucht 3.Teil am 9.09.14 17:11

durch exorbitante Telefonkosten sowie mögliche somatische Schäden im Bereich des Sehapparates bzw. des Bewegungs- und Stützapparates.

Weitere Informationen zum Thema Online-Sucht
Die Österreichische Arbeitsgemeinschaft Suchtvorbeugung hat einen Folder zum Thema Online-Sucht veröffentlicht

Dies stammt von der Seite Institut Suchtprävention und wird meines wissens so von vielen Psyschologen angewendet, Es kann sich also jeder selber aussuchen ob er in das Schema fällt oder ob nicht. Sollte man tatsächlich hilfe benötigen geht das meistens nur durch hilfe Dritter, Sucht ist nicht zu unterschätzen!

erklärung des Begriffs Onlinesucht 4.Teil am 9.09.14 17:17

Mittlerweile ist es so. daß ich meinen ipod in der Jackentasche verschwinden lasse und es mit Publikum (im Zug) vermeide, Backgammon zu spielen - nur, damit ich nicht für einen dieser Smartphone-Typen gehalten zu werden. Denn bei denen ist häufig nur das Phone "smart".

Besonders krass fällt das auf der Arbeit (Institut an einer Eliteuni) auf. Die Azubis haben immer das neueste Modell und brauchen jetzt keinen PC zum spielen mehr, was auffallen würde. Und wenn es eine "Ansprache" gibt, dann geht es zweimal eine Stunde auf die Toilette (dumm wenn man die Tür nicht abschließt und erwischt wird, denn irgendwann werden die Verschollenen gesucht).

Und dann noch die Tatsache, daß die Dinger laufend leer sind, der Bildschirm total klein (besonders gut für die Augen und den Nacken)... meine Freundin wollte mir ein iphone schenken, habe dankend verzichtet. Obwohl ich sehr technikbegeistert bin.

Mittlerweile haben die Dinger bei mir den Status einer gesellschaftlichen Katastrophe.

Jupps Hund am 10.09.14 10:21

Das so genannte Smartphone ist nicht smart, sondern eine Wanze zur Überwachung und Ausforschung der Menschen. Es geht nicht darum, wie gut sich die Besitzer mit der Wanze auskennen, sondern wie gut sich die Wanze mit den Besitzern auskennt. Wer auch nur einen Hauch Verstand hat, ahnt schon, wie eigenständig die Wanze agiert. Selbst ausgeschaltet kann sie extern gelenkt werden. Eingeschaltet, ohne daß es nur einen Muks macht. Mithören, Fotos schießen, die nicht auf dem Speicher landen. Stille SMS zur Ortung dito. Wer sich eine Wanze besorgt, sollte sich später nicht über die Folgen beschweren. Die CIA hat das Internet erfunden, damals zum militärischen Einsatz. Das Handy folgte auf dem Fuß. Selbst 007 hätte sich nicht vorstellen können, wie traumhaft die Totalüberwachung mittels Verbreitung jemals hätte laufen können. Glückwunsch, es hat funktioniert.

Birger am 14.09.14 14:54

Jetzt warten wir mal schön, bis mein PS veröffentlicht wird. Ich bin gespannt, ob es zu Weihnachten gelungen ist. Wahrscheinlich passt es auch nicht so in den Wanzen-Polcor.

Birger am 14.09.14 16:03

Hat sich erledigt. Ich habe den Beitrag hier platziert, ohne jede unnötige Vorprüfung:

http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2014/09/an_die_twitterelite_heult_nich.html

Schönen Sonntag.

Birger am 14.09.14 16:53

@Birger

Erste Sahne!

CCC am 14.09.14 20:38

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Montag, 08.09.2014

IFA: Rund ist das neue 3D

Rund ist weich. Rund ist geschmeidig. Rund ist gerade total in. Diesen Eindruck habe ich gewonnen, als ich mir die Neuheiten von der WWW: IFA angeschaut habe. Rund ist sozusagen das neue 3D. Wurde man bis vor einem Jahr auf der IFA und allen anderen Elektronik-Messen vor allem mit dem Blog: Begriff 3D bombardiert - für eine Weile sollten alle Fernseher, alle PC-Monitore, alle Spiele und Blog: selbst Smartphones 3D-fähig sein -, so ist das kein Thema mehr. Zum Glück. Dafür muss jetzt plötzlich alles rund sein: Smartwatch, Fernseher, Fitness-Tracker, Smartphone-Displays.

Moto 360; Rechte: Motorola/WDR
Trendsetter: Die Smartwatch Moto 360 war die erste mit rundem Layout


Runde Fernseher und runde Smartwatches
Die sogenannten Blog: Curved-TVs sind nicht neu. Die gibt es schon eine ganze Weile. Aber auf der diesjähigen IFA gibt es besonders viele von ihnen zu sehen. Was daran liegen dürfte, dass den Fernsehherstellern nichts Besseres einfällt, als 4K und Curved zu verkaufen. Denn Flachbild und HD haben die meisten mittlerweile zu Hause. Doch die leicht abgerundeten, nach innen gewölbten Ecken eines Curved-TVs sind pure Spielerei. Unter ergonomischen Aspekten bringt die Wölbung unter einer Bildschirmdiagonale von zwei Metern gar nicht oder nur sehr wenig. Viel Wind um nichts. Pures Marketing.

Anders bei der Smartwatch. Die Modelle der ersten Generation waren allesamt eckig und klobig. Mit der Blog: Moto 360 von Motorola ist Anfang des Jahres zum ersten Mal eine Smartwatch aufgetaucht, die rund ist - wie klassische Uhren. In der Community waren "Ahh"s und "Ohh"s zu hören. Und die Hersteller haben die Begeisterung realisiert. Plötzlich kommen alle um die Ecke und präsentieren Smartwatches im runden Design, ob LG, Samsung, Asus oder andere. Fast alle neuen Smartwatches sind rund.

Phablet mit gerundetem Display
Richtig cool finde ich aber das Display im neuen Samsung Galaxy Note Edge. Denn dieses Display geht um die Ecke herum, ist gerundet. Da wo normalerweise Plastik als Einfassung ist, befindet sich bei Galaxy Note Edge ein Display - zumindest am rechten Rand. Und dieses Display lässt sich sogar per Touchsteuerung bedienen. Schöne Idee: Das Display in der Rundung ist vom Haupt-Display separiert. Hier können Meldungen oder Icons angezeigt werden, wenn das Haupt-Display ausgeschaltet ist. Das spart Strom, das sticht direkt ins Auge, das ist innovativ.

Auch Fitness-Tracker bekommen gerade ein weicheres Design verpasst, sie werden rund. Nicht mehr lange, und wir bekommen runde Tablets zu sehen - und es tauchen mehr runde Icons in den Benutzeroberflächen auf.

Samsung Galaxy Note Edge; Rechte: Samsung
Phablet mit runden Ecken: Samsung probiert neues Feature

Dringende Warnung zum Fernseher-Kauf: Man kläre vorher, welche Programmquellen man hat! Ein hochauflösender Fernseher oder ein 3-D-Fernseher ist sinnlos, wenn man dann DVB-T in einfacher Auflösung guckt.

Auch wenn man eine Programmquelle hat, man muss nicht Nutzen und Aufwand, sondern Mehrnutzen mit Mehraufwand vergleichen. Lohnt sich ein HD-Fernseher, wenn man nur ab und zu eine DVD guckt? Kann man die paar YouTube-Videos nicht auch am PC gucken? Lohnt sich der Flachfernseher, wenn der Alte mit Bildröhre noch funktioniert?

Meine Situation ist vielleicht untypisch. Ich bin im DVB-T-Kernbereich. Und wenn es mich irgendwann mal juckt, kann ich auch problemlos eine Sat-Anlage installieren, Blickrichtung ist frei. Außerdem schaue ich wenig, Hauptmedium neben Internet ist Radio.

Bertram in Mainz am 5.09.14 19:25

"Lohnt sich der Flachfernseher, wenn der Alte mit Bildröhre noch funktioniert?"-der neue lohnt sich allemal.Dazu muss man nur den Stromverbrauch vergleichen!Ansonsten hast du voellig Recht.3D lohnt nur fuer BlueRay freaks."Rund"(TV)ist fuer dummies.HD mit 4k,da fehlt das Futter.HD unterhalb von 4k ist laengst in bezahlbaren Preisregionen angekommen.Kann man also kaufen

Nun ja am 6.09.14 7:20


Geräte nur wegen des Stromverbrauchs zu ersetzen, lohnt sich selten. Ausnahmen sind Geräte im Dauerbetrieb: Kühlschränke, Steckernetzgeräte usw. Auch da stellt sich die Frage, ob man die nicht öfter einfach ausschalten kann. Schätzen bringt nichts. Da hilft nur messen, messen, messen und rechnen. Überraschungen sind sicher. Einschaltdauer beachten!

Manch uralter Kühlschrank steht frei und hat ganz dicke Wände. Der Verbrauch kann überraschend niedrig sein. Mancher Stand-by-Verbrauch elektronischer Geräte erschreckt dagegen. Das Abschalten mache ich gerne mit externem Schalter. Der Schalter ist ein Verschleißteil, Defekte sind ärgerlich. Defekte Netzschalter überbrücke ich meistens, klebe ein Hinweisschild dazu auf die Rückwand und schalte dann extern.

Zum Fernseher, etwas willkürliche Zahlen: Röhrengerät 90 Watt, neuer 45 Watt, Zeit 2 Stunden pro Tag, das sind rund 33 kWh pro Jahr, rund 10 Euro pro Jahr. Zweitgeräte laufen viel kürzer, Familienfernseher länger.

Bertram in Mainz am 6.09.14 11:59

Ein Roehrenfernseher mit 90W so ewas duerfte aus den End70gern stammen mit "miniroehre".Bspw. ein Zweitgeraet das auch fuer Camping gedacht ist.Gerate mit groesseren Roehren aus den 80gern und 90gern hatten jedoch locker einen Verbrauch jenseits von 250W.Die hatten dann auch "deutlich messbare"Standby Wattzahlen ;) Gleiche Groesse bekomme ich heute mit 30W und fast nicht messbarem Standby Verbrauch.Kuehlschraenke,Waschmaschinen,Geschirrspueler(nur bei grossen Familien letzteres sinnvoll)-aus"alter Produktion"hingegen-da greift auch noch das Haltbarkeitsargument.Die neueren gibt es nur noch als"fast nicht zu reparieren"Ausfuhrungen und geplanter Obsoleszen.So etwas wuerde ich erst bei Totalausfall austauschen.Lampen hingegen habe ich alle laengst auf LED umgestellt.Zusammen mit meiner Frau hatte ich noch eine Stromrechnung von >100.-EUR im Monat.Jetzt,als Witwer,sind es gerade noch 19.-EUR-nach konsequenter Umstellung.

Nu ja am 9.09.14 8:56

Auch wenn ich die Diskussion über die Neubeschaffung von Geräten etwas deplaziert finde...
Wenn man ein TV-Gerät nicht nur für die Tagesschau und Wim Theolke einschaltet, fallen schon "ein paar" Betriebsstunde mehr an. Ich hab kurz vor der Entsorgung der Altgeräte nochmal die Typenschilder inspiziert.

Orion Röhrengerät 50cm / 20" 121W
ersetzt durch
Blaupunkt LED 82cm / 32" 40W bei aktueller Einstellung

Grundig Vivance 82cm / 32" 145W
ersetzt durch
Samsung 116cm / 46" ~75W bei aktueller Einstellung

(bei größerer Helligkeit könnten die Neugeräte auch 75W bzw. 128W "fressen" - das hat dann aber schon was von Xenon-Fernlicht im Gegenverkehr)
Und bei uns läuft die große "Röhre" mindestens 12h am Tag.
365*12h*70W weniger macht nach Adam dem Riesen eingesparte 306 Verrechnungseinheiten des Energieversorgers.
Bei günstiggerchneten 25cent je kwh sind allein damit jedes Jahr 76€ eingespart.
Anno 2014 gibt es mehr, als den Volksempfänger.

Micha am 9.09.14 13:46

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