Donnerstag, 04.09.2014

Jetzt macht Amazon auch noch Fernsehen

Wer Amazon nur als Onlineshop kennt, wird definitiv umdenken müssen. Das Unternehmen will zum Medienkonzern werden - und hat dafür jetzt einen weiteren Meilenstein gesetzt. Amazon startet in Deutschland und Großbritannien mit FireTV, einem Online-Dienst, den man am Fernseher im Wohnzimmer nutzt. Dazu schließt man eine kleine schwarze Kiste an sein Fernsehgerät an, eine Settop-Box, die mit dem Internet verbunden wird. Alle Inhalte kommen aus dem Netz. Die Box kostet in Deutschland 99 EUR, alle Amazon-Prime-Kunden (die viele Filme und Serien im Blog: Rahmen ihres Abos kostenlos schauen können), zahlen sogar nur die Hälfte.

Benutzeroberfläche von Amazon FirreTV; Rechte: Amazon
FireTV: Fernsehen on Demand von Amazon


Amazon im Wohnzimmer
Seit April gibt es FireTV in den USA und ist dort auch durchaus ein Erfolg. Jetzt will Amazon auch im deutschen Markt mitmischen. Um es allerdings klar zu sagen: Amazon ist spät dran, betritt keineswegs Neuland. Apple TV zum Beispiel funktioniert ganz ähnlich und gibt es bereits seit Jahren. Hier hat die Settop-Box zwischenzeitlich 129 EUR gekostet. Mittlerweile gibt es die schwarze Box aber wieder für 99 EUR, teilweise sogar mit iTunes-Gutschein. Konkurrenz belebt also erkennbar das Geschäft. Allerdings muss man bei Apple für jeden Film und jede Serienfolge extra bezahlen, während Amazon mit Instant Prime Video auch eine Flatrate anbietet: Alle Filme und Serien im Paket lassen sich ohne weitere Kosten anschauen, ähnlich wie bei Watchever.

Blog: Chromecast ist günstiger, was die Hardware anbelangt: Der TV-Stick von Google kostet gerade mal 35 EUR in der Anschaffung und ist ziemlich klein (aber bitte nicht täuschen lassen: Der Stick braucht trotzdem eine externe Stromversorgung, die sieht man nur nie auf den Pressefotos). Mit Chromecast kann man nicht nur Youtube-Videos abrufen, sondern auch Filme, die man im Google Play Store ausleiht. Ein Aboangebot bietet Google für Chromecast nicht an, allerdings kann man die Inhalte von Maxdome und Watchever auf Chromecast streamen. Mit FireTV lassen sich aber auch die Mediatheken von ARD und ZDF nutzen.

chromecast.jpg
Chromecast: Wie einen USB-Stick auf die HDMI-Buchse stecken - fertig


Der Markt kommt in Bewegung
Qual der Wahl also für alle, die gerne Filme und Serien streamen. Durch den Markteintritt von Amazon wird die Auswahl größer. Die Wettbewerber werden das zu spüren bekommen, denn Amazon ist mühelos in der Lage, sein FireTV aggressiv zu vermarkten. Und wer sich erst mal so eine Hardware zulegt, der versorgt sich natürlich auch in erster Linie bei diesem Anbieter mit Inhalten. Deshalb werden Apple, Google und Amazon nun versuchen, ihre Geräte möglichst günstig an den Mann und an die Frau zu bringen.

Allerdings sollte niemand seine Entscheidung übereilen. Es empfiehlt sich, erst einmal zu schauen, welche Filme und Serien angeboten werden - und bei wem. Denn inhaltlich unterscheiden sich die Angebote sehr wohl. Und mit Blog: Netflix startet nun auch der US-Marktführer in Deutschland.

Hoffentlich ist der user dann nicht bei KDG oder einem dieser anderen "Drosselcom"-Unternehmen.Ansonsten ist es mit dem Spass bald vorbei.

Aufgepasst am 5.09.14 13:20

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Jetzt macht Amazon auch noch Fernsehen

Zum Anfang dieses Eintrags

Donnerstag, 04.09.2014

Ganz Instagram auf einen Blick

Eins meiner Lieblingstools, wenn irgendwo in der Welt etwas passiert oder wenigstens etwas Spannendes im Fernsehen läuft, ist WWW: TweetDeck: die perfekte Software, um ganz Twitter im Blick zu halten - und sich den Weg durch den Hashtag-Dschungel zu bahnen. Ein ganz ähnliches Tool gibt es jetzt auch für Instagram. Es heißt WWW: picdeck.

picdeck; Rechte: WDR/Dennis Horn
Dieser Blick auf die Benutzeroberfläche von picdeck zeigt von links nach rechts: die Timeline, die eigenen Fotos und die Suchen nach den Hashtags #selfie und #ootd.

Mit picdeck könnt ihr euch bestimmte Nutzer oder Hashtags in beliebig viele Spalten legen und es darüber euren Bedürfnissen anpassen. Das erreicht zwar noch lange nicht den Funktionsumfang von TweetDeck: Die Spalten lassen sich zum Beispiel nicht ewig nach unten scrollen und auch nicht nach bestimmten Inhalten filtern. Für den Anfang ist es aber trotzdem großartig - und im Gegensatz zur offiziellen Website die erste ordentliche Möglichkeit, auch am Desktop ganz Instagram im Blick zu halten.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Ganz Instagram auf einen Blick

Zum Anfang dieses Eintrags

Mittwoch, 03.09.2014

Monopoly, Pac-Man und Tetris - als Spiele in Excel

Nach 20 Jahren im Netz gibt es immer noch Dinge, die mich überraschen. Was ich zum Beispiel verrückt finde: dass es Spiele gibt, die man im Tabellenkalkulationsprogramm Excel spielen kann. Zum Beispiel WWW: Monopoly. Oder WWW: 2048. Oder WWW: Tetris.

Monopoly in Excel; Rechte: WDR/Dennis Horn
Seltsamer Anblick, aber: Es gibt tatsächlich eine vollumfängliche Version von Monopoly fürs Tabellenkalkulationsprogramm Excel.

Nachteil: Für Excel-Spiele müsst ihr in der Regel die Makrofunktionen einschalten, also den Machern der Spiele auch vertrauen. Wenn ihr damit klarkommt, findet ihr eine Übersicht über gleich eine ganze Ladung verschiedener Excel-Dokumente mit Spielen, die ihr euch runterladen könnt, zum Beispiel bei WWW: Mashable oder WWW: Excel Trick.

Kommentieren



Die mit * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.


Angaben speichern (Cookie)?


Um Ihren Kommentar zu versenden, beantworten Sie bitte die folgende Frage:


Trackbacks zum Eintrag Monopoly, Pac-Man und Tetris - als Spiele in Excel

Zum Anfang dieses Eintrags

 
 

Oktober 2014

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31

Über das Blog

Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen

Suche im Blog

Aktuelle Einträge

Autoren

Blogregeln und Glossar

Newsreader-Feeds (XML/RSS)


Permanente URL dieser Seite: http://wdrblog.de/digitalistan/