Freitag, 05.06.2015

Wie Apple die Konkurrenz ausbremst

Apple zählt zu den wertvollsten Marken der Welt. Apple legt ein WWW: Rekordergebnis nach dem anderen vor. Apple wächst unaufhörlich - und verdient 58 Milliarden Dollar pro Quartal. Nicht wenige empfinden das als unanständig viel Geld - und haben damit zweifellos Recht. Doch führt das zu Demut bei den Betreibern der Company, zu einer gelassenen Einstellungen, zu fairem Umgang mit (kleinen) Wettbewerbern? Die Antwort lautet - wenig überraschend: Nein. Derzeit blockiert Apple eine App des Smartwatch-Herstellers WWW: Pebbles und bringt den kleinen Anbieter von Smartwatches damit ernsthaft in Gefahr. Denn ohne App ist die Smartwatch wertlos.

Smartwatches von Pebbles: Die App dazu bekommt von Apple gerade keine Freigabe; Rechte: Pebbles
Smartwatches von Pebbles: Die App dazu bekommt von Apple gerade keine Freigabe


Herrschaft über App-Zugang
Apple prüft jede einzelne App, die für den iTunes App Store eingereicht wird. Das ist sinvoll, damit die Spielregeln eingehalten werden und zum Beispiel keine Abzock-Apps im Store landen. Apple nimmt sich mitunter recht viel Zeit für die Überprüfung. Pebbles wartet schon seit Wochen auf eine Freigabe - und erhält sie nicht. Dabei war die App sogar schon mal freigeschaltet (am 18. Mai). Danach haben Pebbles-Entwickler einen Bug in der App gefunden, diesen beseitigt und die App erneut eingereicht. Seitdem: Schweigen im Walde.

Für Pebbles und Pebbles-Kunden ein Desaster, denn ohne die App lässt sich die Smartwatch nicht einrichten, zumindest sofern der Kunde ein iPhone verwendet. Wer Android benutzt, kann die App im Google Play Store laden. Man sollte nicht von einem Versehen bei Apple ausgehen, sondern von Vorsatz, denn auch die App für die Pebbles mit Schwarz-Weiß-Display hängt seit mehr als einem Monat im Prüfprozess fest. Apple versucht seinen Wettbewerber auszubremsen - und schafft es auch.

Der App-Store von Apple: Nur einer bestimmt, was hier auftaucht; Rechte: WDR
Der App-Store von Apple: Nur einer bestimmt, was hier auftaucht


Kontrolle über die Portalbetreiber erforderlich
Ein Unternehmen von der Größe Apples hat es nun wirklich nicht nötig, einen Wettbewerber wie Pebbles zu behindern. Trotzdem macht Apple genau das. Auch wenn Apple auf die Nutzungsbedingungen hinweisen mag: Es spielt gar keine Rolle, welche Regeln sich Apple selbst ausgedacht hat. Hier sollte die schiere Vernunft Vorfahrt haben. Und die sagt: Apple muss seiner Verantwortung als Marktführer Rechnung tragen und darf seine Macht nicht missbrauchen, sondern muss sie verantwortungsvoll nutzen. Eine App von einem kleinen Wettbewerber zu blockieren ist das genaue Gegenteil.

Es ist unanständig. Es ist schändlich. Es ist zerstörerisch. Es ist aber auch auf eine gewisse Weise konsequent. Denn wo nur noch das Geld regiert, ist solches Handeln die bittere Folge (wie Andrew Keen in seinem lesenswerten Buch WWW: Das Digitale Debakel schreibt). Irgendwie sind die Großen der Branche erst dann zufrieden, wenn sie alle anderen entweder platt gemacht oder aufgekauft haben.

Man kann Apple also nur auffordern, solche Blockaden sein zu lassen. Und die Wettbewerbsbehörden in USA und EU sollten diesen und viele vergleichbare Fälle zum Anlass nehmen, die mitunter diktatorischen Machenschaften in App-Stores von Apple, Google und Microsoft abzustellen. So schnell wie möglich.

"Es ist unanständig. Es ist schändlich. Es ist zerstörerisch. Es ist aber auch auf eine gewisse Weise konsequent. Denn wo nur noch das Geld regiert, ist solches Handeln die bittere Folge (wie Andrew Keen in seinem lesenswerten Buch Das Digitale Debakel schreibt). Irgendwie sind die Großen der Branche erst dann zufrieden, wenn sie alle anderen entweder platt gemacht oder aufgekauft haben."

Im Prinzip brauchts koiner neue Ideen/Innovationen umsetzen, tät i schlußfolgern. Geld kann entwertet werden Wissen bleibt.

LiFe am 5.06.15 14:56

Wer ein Ei-Phone hat soll sich also gefälligst die Eier-Uhr von Äppel kaufen, meint Tim Cook. Ich habe den Laden von Anfang an nicht gemocht.

Der Alte am 5.06.15 15:42

Dieser Appell hört sich immer ein wenig FAD an, wenn der Schreiber selber ausschließlich Apple Nutzer ist.

Peter am 5.06.15 17:26

"Schändliches Verhalten"?????

Man nennt sowas Kapitalismus. Ist ja nicht jeder eine rote Socke, wie beim WDR.

Cord am 5.06.15 18:44

"Schändliches Verhalten"?????

Man nennt sowas Kapitalismus. Ist ja nicht jeder eine rote Socke, wie beim WDR.

Cord am 5.06.15 18:45

Ps. Euer Server lahmt.

Cord am 5.06.15 18:48

Und wenn Sie schon mal gegen Apple wettern, den Apfelsaftladen, dann machen Sie bitte auch ein neues Blog auf bezüglich MS mit deren Win10, die mittlerweile die User nötigen, sich sowas schon "reservieren" zu lassen, obwohl das gar nicht nötig ist.

Über meine Meinung zu dem BS himself werde ich mich dann später äußern.

Cord am 5.06.15 19:15

Wir fangen bei XP an. Die Firma MS ist nach dem Ausscheiden von Gates vollständig abgekackt. Es folgten neue Win-Betriebssyteme, rausgehauen eines nach dem anderen, so beschissen wie deren Bezeichnungen. Win 8.1 sollte die Erlösung sein, und Win 8 verbessern. Fehlanzeige. Wenn so eine Schrottfirma ein Win 8 rausgibt, was so beschissen ist, daß man ein 8.1 nachschieben muss, dann stimmt schon was nicht im Firmensystem. Win 10 soll es richten. Lt. MS das letzte BS der Firma. Also nix mit 11. Was bekommt man? Nichts anderes als 8.1, aber ohne zahlreiche kostenlose Tools von MS, die es vorher noch gegeben hat. Stattdessen die Mankos: Dauersuche nach Updates, die der Rechnerbesitzer nicht stoppen kann. Zwangsupdates also. Ständig und immer. Wer ist nochmal Herr des Rechners?? MS offensichtlich. Dazu eine Madame, die alles aufzeichnet und nach Hause postet, was der User macht. Sprachgesteuert lernt sie, den PC-Besitzer zu beherrschen. Die Wohnraumüberwachung ist inklusive. IE wird umgetauft.

Win-Nutzer, bald Ubuntu am 5.06.15 19:40

Nachtrag:

Wer eine Sprachtusse namens Cortana erfindet und den IE als Edge umtauft, hat sowieso nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Alle Leute, die nach Gates und XP im Unternehmen verantwortlich waren und sind, haben sich als Totalversager erwiesen. Komplette Idioten. Win 7 war ein Hoffnungsschimmer, doch sie wollten es schlimmer.

Cortana, Edge und Win10 wird, wie ich es zwischen Win XP und Win 7 immer richtig vorausgesagt habe, ein Rohrkrepierer.

Wie dumm sind Vorstände in solchen Unternehmen? Jede dumme Nuss, jedes Kleinkind könnte es besser machen.

Win-Nutzer, bald Ubuntu am 5.06.15 19:56

Cortana und Edge.

Ich könnte niemals so besoffen sein, mir solche blöden Namen einfallen zu lassen. Dazu bedarf es sicher Koks vom Feinsten in den Vorstandsetagen.

Nice Weekend.

Win-Nuter, bald Ubuntu am 5.06.15 20:05

Ich nutze mein Win 8.1, das ich nicht freiwillig habe, sondern weil mein Win7-Rechner abgeschmiert ist und ein Neukauf fällig war. Ich vermute acht Jahre Support und danach ist die Firma Microsoft sowieso pleite oder weg von Markt. Dann wird es auch Zeit für einen neuen Rechner. OS?? Keine Ahnung, was es wird. Win 10 jedenfalls nicht. Heute nicht, morgen auch nicht.

Silke am 5.06.15 20:22

Ps. Ich weise darauf hin, dass zahlreiche jahrelang User öffentlich gebasht, beleidigt und bedroht wurden, weil sie gegen Win Vista geschrieben haben.

Der Vorstandsvorsitzende von Microsoft hatte Jahre danach endlich die Möglichkeit genutzt, öffentlich folgende Worte zu finden:

"Ich schäme mich, Vista rausgebracht zu haben. Vista ist mein größter Fehler gewesen. Vista ist der letzte Mist."

Vielen Dank.

Silke am 5.06.15 20:43

Ich denke ein Vorteil haben Computer allemal. Sie sind leise. Zöge ein Pianist in ein Mehrfamilienhaus, er würde achtkantig aus der Wohnung fliegen!

Zu Andrew: Keen is keen.

LiFe am 5.06.15 21:10

Silke, das war der Baller-Ballmer, der ist auch schon lange weg. Wie immer bei MS, möchte der neue Boss alles besser machen. Was folgte, war immer nur eine Verschlimmbesserung. Win 10 wird der letzte Käse sein, den die Firma MS raushaut. Danach wird sie untergehen. Meine klare Prognose.

Win-Nutzer am 7.06.15 13:54

Ich vermute einen Zeitrahmen von zehn Jahren. Bis der letzte Typ mit Win 8 vom Netz geht aufgrund eines simplen Hardware-Austausches. Und erst dann wird man sich überlegen, welches BS man in Zukunft auf seinem neuen Rechner haben möchte. Win wird es dann nicht mehr sein.

Cord am 7.06.15 14:30

Info nebenbei:

Jeder kennt das, man schaltet das automatische Win-Update aus. Nach dem nächsten Hochfahren wird das entweder schon umgestellt auf "alles runterladen und installieren" oder andere Einstellungen wurden geändert.

Ich habe mir jetzt ein Tool besorgt, das aufzeichnet, was MS an meinem Rechner so veranstalten möchte. In sieben Minuten sind 468 Versuche von MS aufgezeichnet worden, die nur eines im Sinn hatten, nämlich mein Win-Update wieder auf "automatisch" zu ändern.

Ich habe die Nase voll, ein BS zu haben, das ich mithilfe von Tools im Zaum halten muss! Was auf meinem Rechner passiert oder nicht, bestimme immer noch ich!

Cord am 7.06.15 15:14

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Mittwoch, 03.06.2015

Microsoft schenkt dir WLAN

Ob uns ein Onlinedienst oder eine Software gefällt, hängt immer stärker davon ab, ob das mit dem mobilen Datenaustausch gut funktioniert. Hakt es dort, wird über den Onlinedienst geschimpft - obwohl der in der Regel gar nichts dafür kann. Deswegen gehen Blog: Riesen wie Google und jetzt auch Microsoft dazu über, eigene Netzwerke einzurichten. Microsoft plant derzeit, ein eigenes weltumspannendes WLAN-Netz zu knüpfen - und allen Office-Usern Zugang zu gewähren.

Microsoft lässt ein eigenes Wifi-Netzwerk entstehen; Rechte: Microsoft
Microsoft lässt ein eigenes Wifi-Netzwerk entstehen

Online gehen über Skype
Was viele nicht wissen: Über die Chat-Software Skype kann man bereits über zwei Millionen WLAN-Hotspots weltweit nutzen. Skype gehört zu Microsoft - also liegt der Gedanke nahe, dieses Netzwerk auszubauen und mit Office zu verknüpfen. Unter dem Label WWW: Microsoft Wifi soll ein Netzwerk mit rund zehn Millionen WLAN-Hotspots entstehen. Das wäre eins der größten Netzwerke überhaupt und würde einem an vielen Orten der Welt Zugang zum Netz bieten. Nutzen sollen das Wifi-Netzwerk Nutzer von Skype und Office, außerdem alle, die ein Surface-Paket gebucht haben.

Microsoft will eine Wifi-App für Windows, Android und iOS anbieten, die selbständig erkennt, ob gerade ein Hotspot des Netzwerks in der Nähe ist. Falls ja, wird man automatisch dort eingebucht. Man muss sich also nicht erst anmelden oder einloggen. Ich nutze so etwas schon lange mit dem WWW: Boingo-Netzwerk. Da zahlt man einen festen Jahresbeitrag, kann dafür aber an vielen Orten die dort eigentlich kostenpflichtigen WLAN-Netzwerke nutzen. Mit gutem Surftempo.

Wettbewerber Boingo: WLAN-Hotspots in aller Welt; Rechte: Boingo/WDR
Wettbewerber Boingo: WLAN-Hotspots in aller Welt


Service ohne Gewaltenteilung
So verlockend es ist, das Netzwerk eines großen Anbieters wie Google, Microsoft, Facebook oder Apple zu nutzen (etwa weil der Zugang kostenlos oder kostengünstig ist und weil der Komfort lockt): Es ist einigermaßen bedenklich, dass die Großen sich immer breiter machen. Nicht nur liefert man dem jeweligen Anbieter dadurch immer mehr Daten. Man macht sich auch immer stärker abhängig. Ist man erst mal gewohnt, all seine Daten in die Cloud eines Anbieters zu legen, einen bestimmten Dienst zu nutzen und dann womöglich auch noch sein WLAN-Netz - wer will da noch umsteigen?

Aus gutem Grund gibt es in Demokratien Gewaltenteilung. Das funktioniert nicht immer perfekt, hat sich aber weitgehend bewährt. Wer sein Schicksal komplett in die Hände eines Anbieters legt, wird dadurch selbst am wenigsten profitieren. Die Großen profitieren davon. Deshalb plädiere ich dafür, solche Dienste eher nicht zu nutzen - und lieber unabhängige WLAN-Netzwerke zu verwenden, um bei diesem konkreten Beispiel zu bleiben. Wie denkt Ihr darüber?

Wie geht es wohl weiter mit der Freifunk-Initiative?
http://de.wikipedia.org/wiki/Freifunk

So ein Netz erscheint mir doch vertrauenswürdiger. Hoffentlich wird Freifunk nicht abgewürgt durch die unselige "Störerhaftung"! Ein freies Funknetz gefällt Staatsmacht und Wirtschaft sicher gar nicht. Umso energischer sollten die Bürger Freifunk verteidigen!

Bertram in Mainz am 3.06.15 22:57

Schicksal war Motor für Ideen und Ideen sind Gold. ;-)

LiFe am 4.06.15 1:06

Nun, ich muss sagen dass ich noch nie für ein öffentliches WLAN bezahlt habe und auch nicht vorhabe das zu tun. Ich habe gute Erfahrungen gemacht (auch außerhalb Deutschlands) mit freien WLANs, zum Beispiel im Cafe etc. Man könnte dabei sagen, es sollte doch im 21. Jhdt. zum guten Ton gehören, seinen Kunden in diversen Geschäften und Verkehrsmitteln freies WLAN anzubieten. Da finde ich unterstütze ich ja auch die Vielfalt an Netzen, Cafe (a), Laden (b), Flughafen (c) etc. haben dann ja alle unterschiedliche Netze, die ich nutze. Dabei mache ich jedoch lediglich einen großen Bogen um die (wie ich sie nenne) Fake-Free-WiFis, à la 'Free WiFi - login with facebook', oder die die erstmal meinen, meine Adresse und Tel. abzufragen bevor ich mich einloggen darf. In diesen Fällen - WLAN aus und UMTS oder LTE via mein Handy, oder im Ausland - anderes Netz suchen. LTE/UMTS sind bereits bezahlt, da ist es schlicht unvorteilhaft zusätzlich noch überall WLAN-Konten anzulegen und zu zahlen.

Chris26 am 4.06.15 6:45

Tolle Sache,

wobei wie bei Boingo.com (Stichwort No Spy) für 4 45 €uro/Monat immer noch zu teuer-ist das nicht alles längst bezahlt oder wie so oft heutzutage reine Abzocke.
Jedermann/Frau die zu Hause einen Internetanschluss besitzen können sich durch einen zusätzlichen Router für 30,-€uro an der WLAN Verbreitung beteiligen und dies dann selbstverständlich kostenlos.
Ausserdem sollten wir uns endlich aus der Hörigkeitsumklammerung der Amerikaner befreien!

wowo am 4.06.15 8:22

Nachtrag zu Boingo.com:

leider ist mein Englisch nicht besonders gut,
aber ein 4wöchiges kostenloses Probeabo um auch die Empfangsqualität an versch.Orten zu testen würde ich gerne einmal in Anspruch nehmen.

Jemand eine Idee dazu?

wowo am 4.06.15 9:12

"Jedermann/Frau die zu Hause einen Internetanschluss besitzen können sich durch einen zusätzlichen Router für 30,-€uro an der WLAN Verbreitung beteiligen"

Aus haftungsrechtlichen Gründen wäre ich damit sehr, sehr vorsichtig. Zudem würde ich auch nicht so recht einsehen, warum ich für meinen Internetanschluß eine Menge Geld bezahlen muß, eine zusätzliche Infrastruktur aufbaue und dann andere kostenlos mitsurfen lassen sollte - wo ist dabei mein Vorteil? Oder habe ich was übersehen?

hø'ø am 4.06.15 13:07

Legt am besten alles in Amihände, da ist es gut aufgehoben, was Idioten betrifft. Und vor allem möchte und will ich das Wort "Cloud" nicht mehr lesen. Schreibt gefälligst Server der Datenkraken.

Cord am 5.06.15 18:53

Man kann Geschenke auch ablehnen.

Silke am 5.06.15 20:25

@ Cord am 5.06.15 18:53 "Und vor allem möchte und will ich das Wort "Cloud" nicht mehr lesen." Okay, die Rolling Stones müssen ihrer Zeit voraus gewesen sein!

Hey!You! Get off of my cloud :-)

LiFe am 7.06.15 0:21

Jipp! Die RS sind auch heute noch uptodate. Im Gegensatz zu Win! :-))

Cord am 7.06.15 14:34

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Dienstag, 02.06.2015

Ohne künstliche Aromastoffe

Facebook hat jetzt angekündigt, zukünftig die Verschlüsselungstechnik WWW: PGP einzusetzen. Wenn Facebook seinen Nutzern Benachrichtigungen oder Statusmeldungen zukommen lässt, dann sollen diese künftig auf Wunsch verschlüsselt verschickt werden. Noch ist das ein Experiment von Facebook, nach und nach soll es aber zum Standard werden.

FürMichael-wunderbarerKolle.jpg

Facebooks Vorstoß kommt im richtigen Augenblick. Google hat gerade eine Blog: Transparenz-Kampagne gestartet und immer mehr Nutzer machen sich Gedanken darüber, wie sie ihre digitale Kommunikation künftig sicherer machen können. Und auch die Wahl des Mittels ist clever: Die Abkürzung „PGP" ist für viele User quasi das Gegenteil von „NSA" - PGP bedeutet „gut", NSA steht für „böse". Und weil die Datensammler Facebook, Google und Apple in letzter Zeit häufiger in einem Atemzug mit der NSA genannt werden, ist es schlau, mit PGP ein Instrument der Guten einzusetzen. Mehr noch: Mit WWW: OpenPGP setzt Facebook sogar die offene Variante von PGP ein. „Open", das klingt nach Offenheit, Vertrauen, einem Instrument der Guten.

Das Ganze erinnert mich stark an Aufdrucke auf Müsli-Riegeln oder Tiefkühl-Pizzen: „Ohne künstliche Aromastoffe" - das klingt ehrlich, natürlich, positiv, eben einfach gut. Dass diese Angabe keineswegs bedeutet, dass die Mozzarella-Pizza überhaupt keine Aromastoffe enthält, das macht sich kaum jemand klar. Natürliche Aromastoffe können immer noch drin sein. Pfirsich-Aroma wird zum Beispiel aus bestimmten Schimmelpilzkulturen hergestellt.

Die Tatsache, dass Facebook nun OpenPGP einsetzen will, bedeutet eben nicht, dass die Nutzung von Facebook dadurch sicher wird. Ganz abgesehen davon, dass es eben nur die Benachrichtigungen und Statusmeldungen sind, die verschlüsselt verschickt werden. Sicher ist nur eins: Ganz genau verfolgen, was Facebook-Mitglieder und ihre Freunde innerhalb und außerhalb des „sozialen Netzwerkes" tun, wird das Unternehmen auch weiterhin. Und Daten sammeln natürlich auch. Und auf Fragen von Behörden ausweichen auch.

Wer ein Resthirn hat, nutzt Facebook nicht. Dem schäbigen Rest kann passieren, was will, sie haben es verdient.

Dummheit muß bestraft werden.

Cord am 5.06.15 18:58

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