Dienstag, 11.03.2014

Warum mobiles Bezahlen nicht in die Gänge kommt

"Kann ich hier auch per Smartphone zahlen?" Wer von euch stellt diese Frage wirklich regelmäßig? Wahrscheinlich die wenigsten. Seit Jahren gilt mobiles Bezahlen als das nächste große Ding - auch hier auf der CeBIT gibt es wieder etliche Lösungen zu sehen. Tatsächlich sind Mobile-Payment-Systeme in anderen Ländern weit verbreitet. Warum aber kommt das mobile Bezahlen bei uns nicht so richtig in die Gänge?

Liegt es wieder einmal daran, dass wir in Deutschland zu skeptisch sind? An neuen Ideen gibt es schließlich oft Kritik, erst recht, wenn es darum geht, Daten zu sammeln. Das kennen wir ja: Facebook kauft WhatsApp? Böse! Google fotografiert unsere Straßen? Böse! Einkaufen per Smartphone - so dass jetzt auch noch gespeichert wird, welchen Joghurt ich mir wie oft kaufe? Böse? Ich glaube: Daran liegt es diesmal gar nicht.

Maik Klotz; Rechte: Sarina Hermann
Der Mobile-Payment-Experte Maik Klotz trifft auf der CeBIT ein vernichtendes Urteil: "Wir sind nicht in den Kinderschuhen, was Mobile Payment in Deutschland betrifft. Wir sind nicht mal in der embryonalen Phase."

Es gibt noch einen ganz anderen Grund, und den sehen auch viele Mobile-Payment-Experten hier auf der CeBIT als Hauptgrund: Mobiles Bezahlen löst in Deutschland kein Problem. So gut wie jeder von uns besitzt eine EC-Karte, viele betreiben Onlinebanking, es gibt an jeder Ecke Geldautomaten, mit Bargeld ist sowieso schnell bezahlt. Der Grund lautet also ganz einfach: Wir brauchen keine neuen Bezahlsysteme.

Das sieht in anderen Ländern schon anders aus: Dort ist die nächste Bank kilometerweit weg. Dafür gibt es fast überall Zugang zum Mobilfunknetz. In Kenia sind viele Einwohner zum Beispiel Kunden einer Handybank, bei der man Guthaben per SMS übertragen kann. Das eigene Gehalt wird per Handy überwiesen, man kann Strom oder Einkäufe mobil bezahlen und sich im Laden Bargeld auszahlen lassen. Das Handy ist gleichzeitig Konto und Portemonaie - mobiles Bezahlen hat dort also Probleme gelöst.

Dazu kommt, dass die bisherigen Systeme zu kompliziert sind. WWW: Maik Klotz, Experte für mobiles Bezahlen, hat mir ein Interview gegeben und ein vernichtendes Urteil ausgestellt: "Wir sind Smartphones gewöhnt, die extrem leicht zu bedienen sind - das fordern wir auch für alles, was jetzt neu kommt. Mobile Payment ist komplexer. Wenn man sich das nur vorstellt: Man geht im Supermarkt einkaufen, hat vielleicht noch sein kleines Kind dabei. Da hat man an der Kasse ganz andere Sorgen, außer sein Smartphone rauszukramen, zu entsperren, die richtige App zu finden, den richtigen Einstiegspunkt in der App zu finden. Da möchte man einfach nur schnell bezahlen."

Mobiles Bezahlen; Rechte: picture-alliance/AP Photo/Manu Fernandez
Auch ein Durcheinander an Anbietern und Techniken führt dazu, dass sich mobiles Bezahlen in Deutschland nicht so schnell durchsetzt.

Dazu kommt, dass es ein Gewimmel an Anbietern und Techniken gibt. Wer durchgängig mobil bezahlen möchte, benötigt viele, viele Apps, weil es das eine System dafür nicht gibt. Und jede dieser Apps funktioniert anders: Da muss man QR-Codes abfotografieren, den Rechnungsbetrag eingeben oder braucht sogar Extrageräte oder einen speziellen Chip im Smartphone. Dieses Durcheinander müsste zuerst gelöst werden.

Maik Klotz glaubt übrigens daran, dass wir das mobile Bezahlen per Smartphone einfach überspringen werden: "Das ist vielleicht noch sehr starke Zukunftsmusik. Aber die neue Smartphone-Generation hat schon Fingerabdrucksensoren. Die Technologie wird immer besser. Warum nicht auch direkt an der Kasse mit meinem Daumenabdruck bezahlen?" Und wenn nicht so, dann mit der Smartwatch oder mit einem Chip in der Jacke beim Rausgehen - aber per Smartphone vielleicht gar nicht mehr.

Ein zustimmendes Jein. Ich gebe Dennis Recht, wenn es darum geht, dass wir in Deutschland komfortabel mit Bargeld zahlen können.

Dass aber die Bezahlung mit dem Smartphone deshalb nicht angenommen wird, glaube ich nicht. Ich reise relativ viel und liebe beispielsweise die USA dafür, dass ich ein simples Wasser im Kiosk um die Ecke mit Kreditkarten bezahlen kann. In Korea hatte ich das Glück, mit einer Kreditkarte (ich meine es war NFC, RFID kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - egal) sogar im Taxi auf der Kurzstrecke (wie übrigens auch in London möglich) nur mit dem Auflegen der Karte auf die entsprechende Fläche zahlen konnte. Dort ist die EC-/Kreditkarte absolut bequem und als Zahlungsmittel deutlich verbreiteter als hierzulande. Wenn sich mein Supermarkt um die Ecke wegen dem Papierkram dagegen wehrt, auch Klein(st)beträge mit elektronischem Geld bezahlbar zu machen, ist es doch logisch, dass der Kunde den Weg über das Smartphone gar nicht erst ausprobiert....

Lars am 11.03.14 17:01

Ähnliche Erfahrungen berichte ich aus Australien, hier ist pay pass und pay wave sehr beliebt und häufig akzeptiert, auch für kleinere Beträge. Kreditkarte aufs Gerät bis es piept - fertig bezahlt, ohne PIN bis 100 $, Bank haftet für Missbrauch in diesem Rahmen, über 100 $ dann noch PIN rein. Ich stelle mir dies wesentlich einfacher vor als erst irgendeine App per Handy zu öffnen etc. Und: Es ist sogar schneller als Bargeld nach meiner Erfahrung!
Die im Artikel beschriebene Situation mit genügend Geldautomaten etc. trifft auch hier in Australien zu.

Einziges Manko: Hier gibt es viele schwarze Schafe von Händlern, welche groß 'We welcome Visa/Mastercard..' im Schaufenster stehen haben, aber bei Kartenzahlung dann meinen, einen Zuschlag von 1-3 % erheben zu müssen! Das finde ich dann wiederum sehr intransparent und es müsste eigentlich korrekterweise 'We penalise Visa/Mastercard' im Fenster heißen...

Chris26 am 12.03.14 4:30

Seit Jahren verfolge ich kopfschüttelnd die debatte um das bargeldlose Bezahlsystem. Fast ebenso lang benutze ein System, das an Einfachheit nicht mehr zu toppen ist. Durch Zufall bekam ich eine "Glückwunschkarte" einer Supermarktkette. Nach Verbrauch des Guthabens konnte ich diese Karte, vermutlich mit RFID, erneut aufladen. Diese Prozedur wend ich nun seit etlichen Jahren zur vollsten Zufriedenheit. Keine Kontoverbindung, keine persönlichen Daten, keine PIN, kein Kleingeld, alles prima. Wenn die Karte verloren geht, ist natürlich wie beim "normalen" Bargeld das Geld, sprich Guthaben, mit weg. Über die Höhe kann ich ich aber selbst entscheiden und lade normalerweise zwischen 2ß- und 50 Euro auf.
Vielleicht ist den Banken dieses kostenlose System ja zu einfach, frage ich mich....

Hilmar am 12.03.14 10:46


Hinter dem bargeldlosen Bezahlen stehen natürlich auch massive Geschäftsinteressen. Man will solche Systeme unbedingt. Erstens kann man damit wieder riesige Geschäfte machen. Zweitens kann man noch ein paar Sekunden an der Kasse einsparen. Und sicher will man langfristig auch das Kunden-Tracking.

In Wirklichkeit ist Bargeld so schlecht nicht. Wenn man immer ein paar kleine Münzen in der Tasche hat, kann man schnell und oft passend oder zumindest an den Betrag angepasst zahlen. Bei 10,17 Euro zahlt man nicht mit 20 Euro, sondern passend oder 10,20 Euro. Der Vorteil einer Kundenkarte ist da gering.

Eine ganz einfache Maßnahme zur Beschleunigung will man allerdings nicht. Man könnte diese blöden ,99-Preise abschaffen. In einigen Geschäften gibt es die Möglichkeit des Aufrundens zugunsten einer Spendenaktion. Aber die ,99-Preise müssen scheinbar sein.

Bertram in Mainz am 12.03.14 11:27

Na ja Bedenkenträger hin oder her. Eher ist es doch so, da in DE eher lasch mit der Sicherheit am PC umgegangen wird. Und wenn ich mir überlege, das mein Auto mit meinem Autofunkschlüssel in der Wohnung kommuniziert und so auch gestohlen werden kann. Auch Chips (EC - Karte) in der Handtasche ausgelesen werden können und so Zugangsdaten zu meinem Konto gestohlen werden können ist die Skepsis mehr als angebracht. Nicht umsonst gilt "nur bares ist wahres". ich wäre auch dafür alles Bargeldlos zu machen so minimiert sich bei einem Überfall das Risiko, Wenn die Karte nicht dabei ist. Aber wir müssen ja nicht jeden Mist der im Ausland gemacht wird übernehmen.
Denn Fortschritt werde ich nicht aufhalten aber um meine Sicherheit und das meines Geldes kümmere ich mich so wie ich es für richtig halte bedenkenträger hin oder her.

siplizisimus am 12.03.14 11:32

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Dienstag, 11.03.2014

25 Jahre WWW | 1994: Netscape sorgt für Massenansturm

Ich kann mich noch sehr gut an das Jahr 1994 erinnern. Für mich ging damals das World Wide Web los, damals habe ich die ersten Webseiten gesehen - und seitdem surfe ich fast täglich. Auch wenn im wissenschaftlichen Bereich das World Wide Web Blog: erste Gehversuche hinter sich gebracht hatte: Im Alltag war das Internet damals noch kein allgegenwärtiges Thema.

In Deutschland war es für Privatleute praktisch unmöglich, das Internet überhaupt zu nutzen - und das World Wide Web gab es praktisch noch nicht. Ich habe damals über eine Mailbox in San Francisco, das berühmte WWW: The Well, Zugang zum Internet bekommen. Dazu musste ich mit meinem Modem in die USA telefonieren, nach San Francisco. Mich - kostenpflichtig! - bei The Well einloggen und dort dann den Unterpunkt "Internet" aufrufen.


Netscape Navigator: Unboxing von Paketen aus den 90er Jahren


1994 gab es dann plötzlich eine Spezial-Software für Windows, die man laden konnte. Eine Software namens WWW: Netscape Navigator. Auf dem Bildschirm erschien ein kleiner Drache. Und wenn man diese Spezial-Software startete, was durchaus eine Weile gedauert hat, konnte man im Web stöbern. Das Tor zum World Wide Web wurde aufgestoßen, plötzlich stand einem die ganze Welt offen. Als große Besonderheit erschienen auch erste, kleine Grafiken auf dem Bildschirm. Und Links musste man nicht mit den Cursortasten ansteuern wie vorher mit WWW: Lynx, man konnte sie mit der Maus anklicken.

Für mich persönlich war das die Geburtsstunde des WWW. Ich habe mich ein bisschen wie ein Pionier gefühlt, schließlich war einiges an Aufwand nötig, um ins Netz zu kommen - und ich musste dafür ordentlich bluten. Neben den Telefonkosten von weit über 1.500 Mark musste ich auch noch die Well-Gebühren berappen - für vielleicht zwei, drei Stunden Internet. Ist etwas günstiger geworden über die Jahre.

WWW: Netscape-navigator-usage-data
Verbreitung des Netscape Navigators: Anfangs dominant - später nicht mehr

Schnell macht der Netscape Navigator von sich reden. Das World Wide Web war auch bei den Privatleuten angekommen. Lange Zeit war der Navigator der populärste Browser, zuweilen nutzten rund 90 Prozent der User den Browser. Man konnte den Browser kaufen, in einer Box. Später kamen dann auch andere Browser auf den Markt und haben Netscape Navigator nach und nach verdrängt.

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan nun jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

Ich habe damals Mosaic unter Linux (erst Slackware, dann "SuSE Linux 11/94" auf einem 486er mit 8 MB RAM...) benutzt, Internetzugang gab es per Modem über die Uni. War immer noch teuer genug, ich erinnere mich an eine Telekom-Rechnung mit Einzelverbindungsnachweisen, die so dick war, dass sie als Päckchen kam...

Kaum zu glauben, dass das 20 Jahre her ist. Im Prinzip hat sich gar nicht so viel verändert seit damals.

joh am 11.03.14 11:41

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Montag, 10.03.2014

Datability: Beim Einkaufen über die Schulter schauen

Das Schlagwort schlechthin auf der Cebit ist WWW: Datability. "Die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortunsvoll und nachhaltig zu nutzen", so beschreibt die Cebit selbst das Kunstwort. Es soll also um den verantwortungsvollen Umgang mit Daten gehen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt, denn Daten gesammelt werden bekanntlich reichlich, und sorgsam damit umgegangen wird nicht unbedingt, wie die nicht enden wollenden NSA-Skandale eindrucksvoll belegen.


Das versteht die Messe AG unter Datability


Der Laden, der uns ständig über die Schulter schaut
Was Datability in der Praxis bedeuten kann, das zeigt Microsoft auf seinem Stand in Halle 4 auf der Cebit. Hier ist eine Art ultramoderner Peuso-Shop aufgebaut, der zeigen soll, wie wir morgen womöglich einkaufen. In den Regalen liegen Hightech-Produkte, Hardware, Zubehör, Software. In jeder Wabe des Regals genau ein Produkt. Das Regal wird von Kinect-Kameras beobachtet. Die Kameras bekommen mit, ob und wie viele Menschen vor dem Regal stehen. Auch, ob jemand herein greift und die Ware nimmt.

Genau in dem Moment wird es spannend. Sobald eine Ware genommen wird, erscheinen auf dem Monitor direkt neben dem Regal diverse Infos zu dem Produkt. Man kann sich weiter informieren. Es erscheint aber auch ein QR-Code. Scannt man den mit Smartphone oder Tablet, bekommt man Preisinformationen gezeigt - oder einen Voucher, der einen Preisvorteil bringt. Kauft man sofort, bekommt man das Produkt günstiger. Legt man das Produkt wieder ins Regal, bekommt die Kinect-Sensorik das auch mit und meldet das an den Zentralrechner.

Kanzlerin Merkel diskutiert Big Data; Rechte: dpa/Picture Alliance
Die Kanzlerin diskutiert auf der Cebit das Thema Big Data


Für den Händler wird der Kunde durchschaubaur
Das Ziel des Ganzen: Zum einen soll der Kunde individuelle Informationen bekommen, und zwar genau zu den Produkten, die er sich gerade anschaut. Zum anderen erfährt der Händler, wie viele Kunden sich eine bestimmte Ware anschauen - und wieder weglegen. Vielleicht, weil sie zu teuer ist oder weil sie nicht den Erwartungen entspricht. Der Händler macht also keine Stichproben oder einzelnen Marktstudien mehr, sondern beobachtet jeden einzelnen Kunden, von Anfang bis Ende.

So faszinierend das für den Händler zweifellos ist, so viele Informationen zur Verfügung zu haben: Für den Kunden muss es doch spooky sein zu wissen, dass ihm die ganze Zeit über die Schulter geschaut wird. Und dass eine Ware nur deshalb in einer bestimmten Höhe liegt, weil sie sich da am besten verkauft. Klar, im vorgestellten Szenario, so wie ich es mir auf der Messe angeschaut habe, werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder gespeichert. Aber es wäre ein Klacks, auch das zu machen. Ein eingeschaltetes Smartphone lässt sich leicht erkennen und tracken.

Der Kunde wird nicht nur gläsern, er wird vor allem durchschaubar. Sicherlich, auch so manche Marktfrau weiß, was ihre Kundschaft gerne einkauft. Doch das ist in Ordnung, denn hier wird schließlich vorher ein Vertrauensverhältnis hergestellt. Denn nur, wer sich wohl fühlt, kommt immer wieder und gibt seine Vorlieben verbal preis. Bei einem strikt auf Effizienz ausgelegten Laden ist das anders. Hier wird jeder gleich intensiv beobachtet und durchleuchtet. Ohne Rücksicht auf Verluste - und auch ohne eine Möglichkeit, dieser Beobachtung zu entrinnen. Unangenehm.

In einem solchen Laden möchte ich nicht einkaufen. Diese dauernde Beobachtung wäre mir unangenehm. Es ist ja nicht wie im normalen Laden, wo im Prinzip auch jeder sehen kann, was man tut. Es geht um gezieltes Tracking. Und eines muss klar sein: Es geht ums Verkaufen!

Das ist nicht eine Win-Win-Situation. Den Anbieter sollten wir eher sehen wie einen Kaffeefahrtenverkäufer. Oder einen Versicherungsvertreter. Der Anbieter kennt die Situation perfekt. Er weiß genau, was sich in welcher Situation wie am besten verkauft. Auch das scheinbar genau passende Angebot ist das beste aus der Sicht des Verkäufers, nicht aus der Sicht des Kunden!

Das Zuordnen zu bestimmten Kunden ist nur eine Frage der Zeit. Dann weiß der Anbieter auch noch genau, was wir wann wo kaufen. Und niemanden (außer mir) stört das? Ist das erst mal üblich, kann man uns erpressen. Wer das "tolle" Angebot, verbunden mit bargeldloser Zahlung, nicht nutzt, zahlt saftigen Aufpreis.

Bertram in Mainz am 10.03.14 21:44

Tja-ich hoffe das Betram und ich alt genug sind den "Siegeszug"dieser Idee nicht mehr mitzuerleben-denn DAS wird kommen!Erst in abgeschwaechter Form und wenn sich alle daran gewoehnt haben und die Lemminge es alle ganz toll finden,wird es ausgebaut!Erst waren es die Lebensmittel die von den Tante Emma Laeden zu den Discountern wanderten-laengst sind es auch die Kleidung,die Pflege,die Krankenhaeuser und bald kommen die Kindergaerten und die Schulen,Unis an die Reihe."TurboAbi"haben wir ja schon wie auch"bachelor"und"master".Bald sind wir am Ziel die passenden Konsum und Arbeitsklaven liefern zu koennen,fuer die "Schoene Neue Welt".

Nun ja am 11.03.14 8:24

In den Achtzigern hatten den Kinect-"Job" schon Studenten hinter verspiegelten Glasscheiben in großen Supermärkten übernommen und Zugriffe in die Regale gezählt. Das ist also nix Neues und seitdem weiß der Marketeer auch, dass den Kunden sowas solange nicht stört, wie er es nicht mitbekommt. Also pssst, Herr Schieb..;-)

vaikl am 11.03.14 11:46

Na Super - habe mir gerade die Muehe gemacht, einen Beitrag zu verfassen. Der verschwand im Nirvana, denn die Angabe von Name und Emailadresse seien Pflichtfelder. Habe ich zwar angegeben, aber egal. Vielleicht erstmal die Kommentarfunktion in Ordnung bringen ?

Inglaterra am 11.03.14 12:19

Also auf ein Neues - was ich eigentlich schreiben wollte:

Ein solcher Laden, bei dem man die Preise ueber eine QR-Code erfaehrt, waere ja nur benutzbar, wenn man sein Smartphone mitbringt (habe aber keins). Waere mir zu umstaendlich und unpersoenlich. Dann koennte ich lieber gleich online einkaufen.

Und im Onlinebereich ist diese Art von Ueberwachung ja schon laengst Alltag. Da informiert man sich ueber ein Produkt, und Stunden spaeter auf einer ganz andere Webseite erscheinen "zufaellig" Werbebanner genau zu diesem Produkt. Irgendwie schon unheimlich (neudeutsch "spooky"), aber das Eldorado fuer Werbefritzen. Schliesslich koennen sie so Werbung an den Nutzer bringen, von der sie davon ausgehen koennen, dass sie auf Interesse stoesst.

Was ist eigentlich ein Peuso-Shop - Tippfehler ("Pseudo-Shop") oder wirklich ein spezieller Begriff ?

Ich sehe gerade: Nach dem Tippen des Textes sind Name und Emailadresse wieder weg. Das ist wohl der Bug in der Kommentarfunktion. Ubuntu, Firefox.

Inglaterra am 11.03.14 12:32

@Inglaterra Zitat:"Und im Onlinebereich ist diese Art von Ueberwachung ja schon laengst Alltag. Da informiert man sich ueber ein Produkt, und Stunden spaeter auf einer ganz andere Webseite erscheinen "zufaellig" Werbebanner genau zu diesem Produkt."DAS funktioniert bei dir?Merkwuerden-derartiges hatte ich nie und werde ich auch nie haben!Ubuntu und ein"normaler FF"schuetzt halt nicht gegen alles!Wenn du nun noch auf JonDo und JonDoFox umstellst wird das eber noch etwas.Fuer ganz "harte Paranoiker"hilft dann auch die JonDo Live DVD.Dann "darfst du"auch offline wieder windows benutzen ;)

Nun ja am 11.03.14 14:34

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