Montag, 13.05.2013
Onlineportale wehren sich gegen Adblocker
Wer heute mit seinem Browser die Portalseite einer großen Zeitung oder Zeitschriften wie Spiegel, FAZ, Zeit oder Süddeutsche aufruft und mit einem Werbefilter wie
Adblock Plus unterwegs ist, bekommt möglicherweise früher oder später einen Hinweis präsentiert: Man möge doch bitte den Werbefilter abschalten, da sich die Website durch Werbung finanziert. "Ohne Werbung könnten wir Ihnen keine kostenlosen Inhalte mehr in der jetzigen Qualität zur Verfügung stellen", erklären die Verlage. Bedeutet im Klartext: Wenn Ihr unsere Inhalte lesen wollt, dann lasst Euch wenigstens auch die Werbung anzeigen. Auch wie man den Adblocker gezielt abschaltet, wird
mitunter erklärt.
AdBlock Pplus fltert Werbung und Reklame jeder Art aus Webseiten
Adblocker entziehen Webseiten die Geschäftsgrundlage
Werbefilter wie Adblock Plus gehören zu den beliebtesten Erweiterungen für Browser wie Firefox oder Chrome. Allein Adblock Plus soll schon 200 Millionen Mal im Einsatz sein. Wer so einen Werbefilter installiert, sieht kaum noch Werbung auf Webseiten. Denn die Filter unterdrücken nicht nur Popup-Fenster und Layer-Werbung, sondern auch Werbeinseln innerhalb der Webseiten - und das ziemlich zuverlässig. Da die meisten Banner dieselbe Größe haben und die Werbung von bestimmten Servern kommt, lassen sich die Werbeinseln sehr zuverlässig erkennen.
Und das ist ärgerlich für die Anbieter solcher Webangebote, das muss man ganz klar sagen. Es ist schwierig genug, kostenlos hochwertige Inhalte zur Verfügung zu stellen und durch Werbung zu refinanzieren. Wer aber keine "Pay Wall" hochziehen will, also eine Bezahlschranke, der hat fast keine andere Wahl: Es muss Werbung auf die Seite. Das ist dann nun mal das Geschäftsmodell. Wer solche Webangebote regelmäßig nutzt, aber die Werbung nicht sehen will und sie einfach ausblendet, der ist Nutznießer, aber nicht bereit, die entsprechende Gegenleistung zu bringen - die angebotene Werbung "über sich ergehen zu lassen". Manche machen das, weil sie sich um ihre Privatsphäre sorgen - das kann ich noch nachvollziehen. Andere, weil sie gar keine Werbung sehen wollen.
Gucken ohne Werbung gehört sich nicht
Natürlich: Es gibt Webseiten, die überschütten einen so mit Werbung dass man weiß gar nicht weiß, wo man hinschauen soll und wo man besser nicht hinklickt. Außerdem gibt es Werbetreibende, die es mit Datenschutz und Privatsphäre nicht so genau nehmen. Doch wer sich die Mühe macht und auch das wirtschaftliche Risiko eingeht, eine informative Webseite zu bauen und dann Werbung mit Augenmaß präsentiert, um Serverkosten, Hardware, Layout, Honorare, Fotos und vieles mehr zu refinanzieren, der macht in meinen Augen nichts falsch.
Das ist ein fairer Tausch: Service gegen Aufmerksamkeit und ein bisschen Reklame. Wer hingegen solche Inhalte nutzt, aber die Werbung nicht anzeigen lässt, der schummelt sich in meinen Augen unlauter in eine Vorstellung hinein. Ich finde: Das gehört sich nicht. Nun kann man jeden Werbeblocker beliebig konfigurieren. Man kann den Filter jederzeit durch Mausklick ein- oder ausschalten. Man kann die Filterfunktion sogar individuell für jedes einzelne Webangebot aktivieren oder deaktivieren. Manche User belohnen häufig besuchte Webseiten dadurch, dass sie ganz gezielt diese Webseiten im Filter freischalten, also die übliche Werbung akzeptieren. Das ist lobenswert.
Die Portalseiten informieren die User sachlich über die Hintergründe
Selbst der Infohinweis wird gefiltert
Früher oder später könnte es sein, dass die Betreiber von informativen Webangeboten User mit Adblocker ausschließen - oder es zumindest versuchen. Wenn man einen Werbeblocker eingeschaltet hat, erscheint dann kein Inhalt. Allerdings lässt sich so etwas natürlich auch wieder technisch umgehen, das übliche Katz-und-Maus-Spiel. Bedauerlich finde ich, dass viele User den Hinweis der Verlage auch schon wieder als "Werbung" markiert und in die Filter von Adblock eingetragen haben. Die Folge: Viele User sehen den Hinweis nicht. Unfair.
Die Aktion sollte eine Diskussion in Gang bringen: Wieviel Werbung ist in Ordnung auf einer Webseite, wie informtiv und persönlich darf oder sollte Werbung sein, wie bunt und zappelig können Werbennner sein? Lassen sich der Aspruch auf Privatsphäre und Online-Werbung miteinander in Einklang bringen? Wieviel Werbung sollten sich User gefallen lassen, die kostenlose Inhalte nutzen? Es gibt eine Menge zu klären.
Blinken, Flackern, Video- und Sounduntermalung, verlängerter Seitenaufbau ... Wären Werbeeinblendungen dezent, müssten sie nicht blockiert werden. Wenn ich aber vielleicht gerade etwas Musik höre, während ich mir eine Website ansehe, möchte ich keine Sounduntermalung durch z.B. eine Autowerbung. "Laute" (akustisch, wie optisch) Werbung ist unfair. Könnten die Betreiber versprechen und garantieren, dass nur noch störungsfreie Werbung geschaltet wird, wäre ich im Gegenzug bereit auf einen Blocker zu verzichten. Seiten, die mich zwingen wollen den Blocker abzuschalten, besuche ich einfach nicht mehr.
Wolfgang am 13.05.13 19:00
Werbung stört mich nicht, solange sie im Rahmen bleibt. Aber leider haben es die Werbenden in den letzten Jahren immer mehr übertrieben. Besonders ärgerlich finde ich es, wenn ungewollt Werbefilme geladen und gestartet werden. Es gibt immer noch genügend unterversorgte Regionen, in denen die User dort oft langsame und obendrein häufig volumenbegrenzte Internetzugänge haben. Ich verstehe jeden, der sich mit Adblockern gegen solch unnötigen Traffic wehrt.
Aber auch für die normalen User an besseren Internetzugängen ist Werbung oft ein Dorn im Auge. Ich habe manches mal das Gefühl, dass die Webseitenbetreiber ihre Seiten nie selber besuchen, sonst würde ihnen selber auffallen, dass es nicht nervigeres gibt als Werbung, die sich erst einmal vor dem redaktionellen Inhalt breit macht und obendrein darauf angelegt ist, den Close-button möglichst gut zu verstecken, um viele Hits zu generieren...
Daher frage ich mich, wer hier unfair ist...!
Andreas 43 am 13.05.13 19:32
AdBlock, NoScript, Cookie- und Popup-Blocker sind mittlerweile ein
notwendiges Übel, wenn man sich im WWW bewegt. Ich würde auch gerne
auf diese Helfer verzichten, aber man wird in einer Form bombardiert, dass
es einfach nicht mehr zu ertragen ist. Ich habe in sechs Monaten 33,528
Trackingversuche abgeblockt, dass spricht wohl Bände!!! Ich hoffe, dass die
Seitenbetreiber endlich aufwachen, da ihre inflationär geschaltete Werbung
einfach nur noch nervt. Und von "schummeln" kann wohl auch keine Rede
sein, oder schalten ein Herr Schieb nicht um oder geht zum Klo, wenn
im Fernsehen die Werbepause kommt? Die privaten Fernsehsender finanzieren
sich schließlich auch durch Werbung.
nils am 13.05.13 19:35
In Adblock ist als Standard eingetragen, dass nicht aufdringliche Werbung zugelassen wird. Dezente Werbung zur Finanzierung einer Webseite finde ich OK. Aber Bildschirmfüllende Videoeinblendungen, die sich nicht wegklicken lassen gehen zu weit. Ebenfalls absolut netvtötend sind diese grell blinkenden Banner oder durchs Bild fahrende Autos. Mit fairem Tausch hat das nichts zu tun.
Die Werbetreibenden sollten sich mal überlegen, ob solche übertriebene Werbung beim Konsumenten eher Agressionen gegen das beworbene Produkt auslöst anstatt es zu bewerben.
Ich jedenfalls tue mir so etwas nicht an. Dann verzichte ich in Zukunft lieber auf die entsprechenden Seiten.
Stephan am 13.05.13 19:49
Nicht zu vergessen, dass man bald auch noch gedrosselt wird; da muss man schon Traffic sparen wo's geht.
(Wer Ironie findet, darf sie behalten)
greeny am 13.05.13 20:07
apropos unfair...
auf schieb.de unter tipps&tricks gibt es einige einträge, wie man störende elemente einer webseite ausblenden oder mit adblock plus ohne werbung surfen kann...
hmmm, wem gehört wohl die seite schieb.de...?
Andreas 43 am 13.05.13 20:17
mit randomisierter Werbung kann ich leben.
personalisierte Werbung hingegen finde ich widerlich,
genau wie diese unsägliche Inhaltsaufbereitung zb bei Amazon
ktn am 13.05.13 20:33
Ich glaube das ist mal wieder so eine Aktion, die voll nach hinten losgeht.
Denn die typische Reaktion von eher unbedarften Leuten, die ich so mitbekommen habe, ist die: "Werbeblocker? Sowas gibt es? Wo? Her damit!!!"
Ganz ehrlich, ich habe seit Jahren kaum noch Werbung im Internet gesehen und das ist auch gut so. Ich habe nix gegen gut gemachte Werbung hier und dort, aber wenn man sich die eigentlichen Inhalte zwischen lauter zappelnden, zuckenden, blinkenden, bunten Werbeeinblendungen heraussuchen oder gar erstmal Popups wegdrücken muß, dann habe ich sehr wohl etwas dagegen. Sie haben's halt übertrieben und kriegen jetzt die Rechnung dafür. Dass man die Zahnpaste dann nur noch sehr schwer wieder in die Tube zurückbekommt und Leute, die sich an ein werbefreies Internet gewöhnt haben, halt nur sehr schwer davon überzeugen kann, für die eine oder andere Seite eine Ausnahme einzurichten, liegt in der Natur der Sache. Pech gehabt.
joh am 13.05.13 20:52
Es ist eine typisch deutsche Diskussion.
Es wird wieder einmal an das schlechte Gewissen appelliert. Wir kennen das ja andauernd von der Nahrung, von der Kleidung, von der Moblität und jetzt wird an das schlechte Gewissen bei den Nachrichten angeregt. Erst mit Freuden das Leistungsschutzrecht angenommen und dann kommen die Nutzer dran.
Mein Gefühl, den Verlagen steht das Wasser bis zum Hals und sehen das wahrscheinlich als ihre letzte Chance an, noch einmal den Kahn vor dem Sinken zu bewahren und wenn das nicht mehr hilft, ist wie immer unmoralische Internetnutzer daran Schuld, denn der hätte ja seinen Adblocker abschalten können, denn dann wären wir gerettet worden.
Ich verstehe nicht, warum nicht schon längst die El País, Le Monde, La Libre, Le Soir und etc.. andere Tageszeitungen auf den gleichen Gedanken gekommen sind.
Gilt der Hinweis auch für ausländische Nutzer, die ihren Adblocker eingeschaltet haben oder nur für uns Deutschen?
Sven am 13.05.13 21:27
Ich will keine Werbung. Mein Netbook ist langsam, meine Internetleitung auch. Blinkender, unspezifischer Mist, der mit der angewählten Seite nichts zu tun hat, sich bewegende Banner, Videos und - ganz besonders unverschämt - akustischer Müll verlangsamen den Seitenaufbau, erhöhen meinen Traffic und kosten mein Geld. Man kann anders werben. Tut man aber nicht. Also blocke ich das Zeug. Sollte sich der Betreiber einer Webseite einfallen lassen, mich wegen des Werbeblockers von der Nutzung auszuschließen, mag er das tun. Ich werde dann auf eine Nutzung verzichten, und der Betreiber verbaut sich endgültig die Chance, Werbung dezenter an den User zu bringen.
sevenpack am 13.05.13 21:39
So viele Schreibfehler wie dieser Beitrag enthält muss man nicht mal auf den Inhalt achten um sich von der journalistischen Qualität des Artikels zu überzeugen. Herr Schieb drückt - leider wie immer - keine sachlichen Argumente oder Informationen aus. Schade, bei so einem spannenden Thema.
Bär am 14.05.13 7:02
Dann sollen die doch die "Nerv"-Formate verbannen. Kein Surfer will Poups, Töne, Flash und Animationen, die die Webseite unbrauchbar machen. Sogar das wegklicken ist meist nicht möglich. Die, die die Werbeformate vorgeben sind Schuld! Nicht der Surfer!
Laufbursche am 14.05.13 7:15
Schade! Die Zeilen von Herrn Schieb wurden nicht verstanden! Kein Beitrag der aussagt, ich bin bereit für Arbeit und Leistung zu zahlen oder die Werbung zu akzeptieren. Weder ist das Netz rechtsfrei noch ist es kostenlos. Irgendwann wird es nur noch pay-per-read geben müssen, damit auch der letzte Depp merkt - umsonst ist nich einmal der Tod.
Pierre Wenger am 14.05.13 7:54
Meine Frau und ich betreiben auch einige informative Webseiten, die sich ausschließlich über Werbung finanziert von a* und g*.
Wir verwenden "nur" Standard-Text bzw. teilweise noch Bildwerbung, diese sind aber nur am Rand plaziert und sind nicht im Inhalt verteilt und auch nur Inhaltsbezogen zu der Webseite. Wir haben drei Werbeblöcker pro Seite, weil wir selbst der Meinung sind, dass es sonst zu viel wird.
Flash-, Layer- und PopUp-Werbung finden wir auch überflüssig und empfinden diese selbst als störend. Diese werden aber leider oft genutzt um einen schnellen Euro zu machen.
Die großen Suchmaschinenanbieter strafen auch Web-Seiten ab die zuviel Werbung im Verhältnis zum Inhalt haben und werden dadurch schlechter gelistet.
Es kommt mir so vor als Leben wir in einer digitalen Schmarotzerwelt in der jeder meint alles muss kostenlos zur Verfügung stehen, dabei wird oft übersehen wie viel Aufwand eine Person in seine Webseite oder auch Software gesteckt hat.
Überdenkt bitte Euer handeln!
Björn am 14.05.13 8:00
Wie schon mehrfach geschrieben wurde, hat es die Werbeindustrie maßlos übertrieben. Es fing mit harmlosen Bannern an, im Leben hätte ich nicht daran gedacht diese Filtern zu wollen. Dann aber fingen sie an zu blinken, poppten auf und begannen Krach zu machen.
Mittlerweile laufen bildschirmfüllende, nicht wegklickbare Videos, die Seiten teilweise unbenutzbar machen. Seit Jahren kann man darum ohne Adblock, NoScript und Co nicht mehr ins Netz gehen.
Hinzu kommt, man wird heimlich verfolgt und ausspioniert – das nenne ich unfair.
Unfair ist auch, dass der WDR auf werbefinanzierte Drittanbieter setzt (Facebook), so dass datenschutzsensible Gebührenzahler kein Feedback zu einigen Sendungen geben können.
ben am 14.05.13 9:24
Nicht nur das die Werbung unnuetz traffic generiert den man dann bei t-offline mit einer Drosselung seiner false flag flat rate bezahlt,man wird auch ausspioniert durch tracking tricks wie supercookies,web bugs und sonstiges.Hinzu kommt das exploits vemehrt durch werbe\tracking netzwerke eingeschleust werden.Also schaltet man alles an scripten im browser ab und zuseatzlich noch einen adblocker ein.Dies als "unfaehr"zu bezeichnen blendet die Ursachen fuer diese Gegenwehr der user aus.
Werbung nein Danke! am 14.05.13 10:28
Auf die weinerlichen Krokodilstränen der Werbewirtschaft sollten wir nicht hereinfallen. Mit sachlicher Information hat Werbung schon lange nichts mehr zu tun. Sinnvolle Werbung ist nützliche Information, die man sonst nicht hätte.
Niemand beschwert sich über ein Schild "Heute frische Äpfel" am Straßenrand, auch wenn man gar keine kaufen will. Niemand beschwert sich über Anzeigen in Funkzeitschriften, in denen neue Antennen oder Funkgeräte beworben werden oder Teleskope in einer Astronomie-Zeitschrift. Da schaue ich gerne mal hin, auch wenn ich gar nichts bestellen will.
In der Regel ist Werbung unglaublich aggressiv und hinterhältig. Man drückt sich überall hin, wo der Kunde keine Werbung will. Lästige Ansagen im Supermarkt, Werbeunterbrechungen in Radio und Fernsehen, Berge von Papierabfall in den Briefkästen, es ist ja nicht nur das Internet. Das Meiste ist lästige Dauerwiederholung ohne Sinn. Ich vermeide Werbung, wo immer es geht!
Bertram in Mainz am 14.05.13 11:26
Alles wurde schon gesagt. Nur noch nicht von allen. Ich schließe mich der Mehrheit an. Werbung macht schon lange keine Lust mehr; Werbung nervt. Selbst auf den Webseiten der großen Motorradhersteller wird man mit Motorgeheule, elend lange ladendem Flashmist und mit Absicht unübersichtlichen Menüs gequält, wenn man einfach nur eine kurze technische Info zu einem bestimmten Modell erhalten will. Dafür war das Internet mal gut. Aber so? Die Schuldverschiebung auf den User finde ich unverschämt. Und auch den (gottseidank minderzähligen) Vorwurf der Schmarotzerei aus unseren eigenen Reihen. Wer glaubt, sich diesen Werbemüll reinwürgen zu müssen, um ein guter Mensch zu sein, kann mich gerne anmailen und mein Pensum mit übernehmen. Seiten, die mich deshalb von der Benutzung ausschließen, besuche ich nicht mehr. Damit hat der Betreiber dann auch die Möglichkeit dauerhaft verspielt, mich als Kunden für sein Produkt zu werben. So etwa wie eine italienische Motarradfirma vor zwei Jahren. Dumm...
Gert am 14.05.13 12:10
Muss ich also in Zukunft auch alle Spam Mails ordentlich lesen und archivieren.
Dort wird doch auch Geld damit verdient.
Bei RTL und SAT1 darf ich nur aufstehen, wenn keine Werbung läuft.
Der deutsche Michel ist vielleicht blöd. Aber so blöd sind selbst die Deutschen nicht.
Ich will das wesentliche auf eine Seite direkt erkennen können und auf keinen Fall das Geblinke und ständige Getue von Werbung.
Ich würde mir ja mehr kaufen, wenn ich mehr Geld hätte. Aber nicht weil Werbung durch den Bildschirm blinkt.
Franz-Johannes am 14.05.13 12:16
Vielleicht sollte die Werbewirtschaft ihre Werbung kategorisieren: Unaufdringliche Werbung, die im Banner bleibt und weder blinkt noch dudelt, ist Kategorie 1 und der ganze andere, nervtoetende Mist ist Kategorie 2. Wenn dann die Kategorie 1 mehr potentielle Kunden erreicht als Kategorie 2, werden sich die Agenturen ueberlegen, wie sie ihre Werbung machen. Ich kenne eine Webseite, wo ich mich nicht enloggen kann, weil ein nicht wegklickbares Werbebanner fuer irgendwelchen unserioesen Murks wirbt (z.B. reisserisch aufgemachte Werbung mit einem Bild eines Diktators und "Wer waren Ihre Vorfahren ?" - na nett). Auch idiotisch, wenn in einem DIskussionsforen Worte fettgedruckt werden und sich beim Herueberfahren mit der Maus Werbefenster oeffnen. Das weckt Aggressionen gegen die Webseite und gegen das Produkt - was wollen die Werbefritzen damit erreichen ? Wenn der Eiswagen mit nervtoetender Kakophonie durchs Dorf faehrt, kaufe ich da ja auch nichts, um den Mist nicht noch zu unterstuetzen.
Inglaterra am 14.05.13 12:27
Wer ist denn hier Dienstleister und wer ist Nutzer? Bin ich als Nutzer dafür verantwortlich, dass das Geschäftsmodell des Dienstleisters funktioniert? Es bringt doch nichts, "kostenlose" Angebote zu machen und sich dann zu beschweren, dass diese auch genutzt werden. Solange ich die Möglichkeit habe, mir nicht genehme Inhalte legal auszublenden, werde ich sie auch nutzen. Ich benutze den Werbeblocker ja nicht aus Jux und Dollerei. Wenn die Anbieter damit nicht leben können, dann sollen sie mich halt ausschließen, oder es ganz sein lassen.
Leser am 14.05.13 12:28
Man muss sich nur später nicht wundern, wenn jede Webseite für den Informationsgehalt kostenpflichtig wird.
Wer arbeitet möchte, ja schließlich auch Geld verdienen.
Man kann auch einfach Webseiten mit viel Werbung abstrafen, in dem man diese einfach nicht besucht.
Aufgrund der hohen Bandbreiten ist es überhaupt erst zu solchen ausufernden Werbevideos im Internet gekommen.
Das ganze ist schon fast vergleichbar mit Krieg. Jede Seite versucht sich bestmöglich gegen die andere aufzurüsten.
Was mich hier eher interessieren würde, ob die Leute lieber nur noch dafür bezahlen würden um Webseiten aufzurufen, oder ob Croudfunding eine Option darstellt.
Die Zeitungen bieten teilweise Artikel auch nur noch gegen Bezahlung an. So wird sich das über die Jahre hinweg auf das gesamte Internet ausbreiten und es gibt dann kein "freies" Internet mehr.
Ich persönlich verurteile auch die Datensammelwut der werbetreibenden. Aber viele nutzen auch die Payback-Karte. Man werden da Daten gesammelt.
Björn am 14.05.13 12:38
Vielleicht gibt es demnächst Werbeblocker-Blocker bei den Seiten-Anbietern. Die Werbung wird so mit dem Seiteninhalt verwoben, dass der Werbeblocker das nicht mehr als Einblendung erkennt.
Man verkennt, dass man den User nicht zwingen kann, auf Werbung positiv zu reagieren. Wer die Werbung nicht auf dem Bildschirm ausblenden kann, schaut nicht hin. Wenn Werbung doch durchdringt, blendet man sie im Kopf aus. Wer Werbeblocker einsetzt, wird kaum bei Nötigung positiv auf das Produkt reagieren. Das Gefühl von Zwang ist extreme Negativ-Werbung!
Von unfair könnte man vielleicht dann reden, wenn der User den Seiten-Betreiber täuscht. Vielleicht gibt es demnächst Werbeblocker, die vortäuschen, gar nicht da zu sein. Die Werbung wird abgerufen, aber verworfen. Sie kommt nicht auf den Bildschirm. So könnte man Seiten täuschen, die man nur mit Werbung aufrufen kann. Das mag man dann als unfair betrachten.
Bertram in Mainz am 14.05.13 12:47
Mal ein positives Beispiel: Meine Lieblings-Astronomiewebseite mit Diskussionsforum. Auch diese Seite wird durch Werbung finanziert, die aber in Bannern bleibt. Dazu duerfen sich die kommerziellen Anbieter in einem Bieteforum austoben, das von den Privatverkaeufen getrennt ist. Somit gehen die Privatanbieter in der Flut kommerzieller Anzeigen nicht unter. Die einzige Werbung, die erlaubt ist, ist fuer Astronomieprodukte und deshalb ist sie fuer mich als Leser auch interessant - ganz anders als Werbung fuer Allerweltsprodukte wie irgendein anderes Auto. Hier funktioniert die Symbiose zwischen Anbietern, die fuer ihr Sponsoring Werbung schalten duerfen, und dem Leser, der mit den paar Bannern und dem kommerziellen Anzeigenboard leben kann. Wuerde das jetzt geaendert - sagen wir mal, auf einmal kaeme ein Popup daher - dann wuerde das weder der Seite noch dem beworbenen Produkt gut tun.
Inglaterra am 14.05.13 13:00
Wie im Text schon erwähnt, ist es ein Geschäftsmodell. D.h., da will einer Geld mit verdienen, z.Bsp. der Verlag, der seine Inhalte "kostenlos" zur Verfügung stellt. Aber eben doch nicht kostenlos weil er durch Werbung Einnahmen erzielt. Soll er doch mal seine Webinhalte kostenpflichtig anbieten. Dann schaut eben keiner mehr auf die Seite. So ist Wettbewerb eben! Also nicht die Webnutzer zum "Kaufen" zwingen, indem ich appelliere, die Werbung nicht auszublenden. Manchmal ist es eben nicht so einfach, Geld zu verdienen.
Andreas am 14.05.13 13:40
Werbung: ok. Werbung mit Pop-ups: geht gar nicht. Terilweise ist der Textder Seite nicht mehr erkennbar. Wenn die Betreiber den Unterschied zwischen Werbung und Müll (Pop-ups). nicht kapieren, müssen die mit Adblockern leben.
Stefan am 14.05.13 14:41
Wer mit Werbung Geld verdienen möchte sollte sich einfach nicht so dumm anstellen. Seriöse integrierte Werbung die hier auch schon angesprochen wurde findet sogar meine Zustimmung. Was der Nutzer aber alles aushalten muss wenn er/sie die die verschiedenen Blocker abschaltet ist meist billig und
dumm. Jemanden auf diesem Wege wirklich erreichen zu wollen bedeutet auch sich etwas Mühe zu geben. Mühe bedeutet in diesem Fall eine sauber programmierte Seite. Das honoriere ich , nichts anderes. Wer keine Popups benutzt braucht sich auch nicht zu beschweren dass sie geblockt werden. So einfach kann die Welt sein.
Max Anderson am 14.05.13 15:36
Wer mit Werbung Geld verdienen möchte sollte sich einfach nicht so dumm anstellen. Seriöse integrierte Werbung die hier auch schon angesprochen wurde findet sogar meine Zustimmung. Was der Nutzer aber alles aushalten muss wenn er/sie die die verschiedenen Blocker abschaltet ist meist billig und
dumm. Jemanden auf diesem Wege wirklich erreichen zu wollen bedeutet auch sich etwas Mühe zu geben. Mühe bedeutet in diesem Fall eine sauber programmierte Seite. Das honoriere ich , nichts anderes. Wer keine Popups benutzt braucht sich auch nicht zu beschweren dass sie geblockt werden. So einfach kann die Welt sein.
Max Anderson am 14.05.13 15:37
Wer mit Werbung Geld verdienen möchte sollte sich einfach nicht so dumm anstellen. Seriöse integrierte Werbung die hier auch schon angesprochen wurde findet sogar meine Zustimmung. Was der Nutzer aber alles aushalten muss wenn er/sie die die verschiedenen Blocker abschaltet ist meist billig und
dumm. Jemanden auf diesem Wege wirklich erreichen zu wollen bedeutet auch sich etwas Mühe zu geben. Mühe bedeutet in diesem Fall eine sauber programmierte Seite. Das honoriere ich , nichts anderes. Wer keine Popups benutzt braucht sich auch nicht zu beschweren dass sie geblockt werden. So einfach kann die Welt sein.
Max Anderson am 14.05.13 15:38
Wer mit Werbung Geld verdienen möchte sollte sich einfach nicht so dumm anstellen. Seriöse integrierte Werbung die hier auch schon angesprochen wurde findet sogar meine Zustimmung. Was der Nutzer aber alles aushalten muss wenn er/sie die die verschiedenen Blocker abschaltet ist meist billig und
dumm. Jemanden auf diesem Wege wirklich erreichen zu wollen bedeutet auch sich etwas Mühe zu geben. Mühe bedeutet in diesem Fall eine sauber programmierte Seite. Das honoriere ich , nichts anderes. Wer keine Popups benutzt braucht sich auch nicht zu beschweren dass sie geblockt werden. So einfach kann die Welt sein.
Max Anderson am 14.05.13 15:39
Verzeihung für die vermehrte Wortmeldung !
Max Anderson am 14.05.13 15:43
Bezüglich aufdringlicher, blinkender, lauter, sich durch's Bild bewegende, den Bildaufbau verlangsamende, den Inhalt verdeckende Werbung ohne "Close"-Button ist alles gesagt. Des weiteren zu allem, was auf "meine Interessen" abzielt.
Für die Werbeindustrie nochmal ganz einfach (oder muss das auch aufdringliche blinkend, laut, sich durch's Bild bewegen, den Bildaufbau verlangsamen, den Inhalt verdecken ohne "Close"-Button, um von den Marketingstrategen wahrgenommen zu werden?):
1. Dezente, seriöse, informative, zum Thema der Seite passende Werbung findet durchaus mein Interesse.
2. Auf "meine Interessen" abzielende Werbung, basierend auf Ergebnissen aus beruflich bedingten Suchmaschinenbefragungen, ist uninteressant und bleibt unbeachtet.
3. Objekte, deren Bewerbung (Internet und TV) mich daran hindert, das Gewollte schnell und effizient zu finden und zu lesen/sehen, landen auf der schwarzen Liste und werden für künftige Ankäufe nicht mehr berücksichtigt.
Hilfst du mir, helf' ich dir.
harraps am 14.05.13 15:57
Nervst du mich, ignorier' ich dich.
harraps am 14.05.13 16:03
Werbung ist OK, aber die allermeisten Seiten haben animierte Werbung, die von elendig langsamen Servern kommt, die dadurch die Anzeige der Seite deutlich verlangsamen. Und es sind nicht mal ein oder zwei kleine Werbeflächen, sondern Werbungen, die die ganze Seite links und rechts, oben und unten einrahmen und dann in der Mitte auch noch.
Wie bei vielem braucht es hier einen Kompromiß. Die Seiten, die Werbung schalten, sollten sich bei ihren Benutzern erkundigen, welche Werbung wo auf der Seite akzeptabel ist. Zudem muß es auch eine ganz knallharte Regelung geben, daß Drittanbieter, von denen die Werbung kommt, keine tracking cookies verwenden und die Dateien so klein wie nur möglich gehalten werden. So mancher zahlt nach Datenvolumen und dann wird Werbund richtig teuer - für den Nutzer.
Karl am 14.05.13 17:10
Werbung ist nötig, ansonsten funktioniert es einfach nicht. Wie soll die Seite sich sonst tragen?
Gerade bei kleineren Seiten ist es fast unmöglich direkt mit einer Bezahlpflicht für Inhalte zu starten. Man muss sich schließlich erstmal einen Namen machen und Vertrauen gewinnen. Mit dem bisschen Werbeeinnahmen wird man zunächst eh nicht reich, man ist froh wenn die Kosten für die Seite selbst bezahlt sind.
m-perfect am 14.05.13 18:26
@"m-perfect": Ich glaube, das ist den meisten Kommentatoren durchaus klar. Werbung muss sein, um ein Produkt zu vermarkten und Werbung muss sein, um kostenlose Inhalte anbieten zu koennen. Nur auf das WIE kommt es an ... ist halt wie beim Beton: Es kommt drauf an, was man draus macht. ;)
Inglaterra am 14.05.13 19:14
Wenn man sich mal die Liste der Portale ansieht, die da jetzt am Heulen sind, so kann ich bald nur noch rückwärtsessen. Schließlich waren gerade die Verlage, die hinter diesen Portalen stecken, führende Kräfte im Kampf gegen die Onlineinhalte unserer öffentlich rechtlichen Anstalten. Sie haben die Zwangslöschung durchgesetzt, um selber ihre Inhalte besser vermarkten zu können und kriegen, nachdem das mit dem Leistungsschutzrecht nicht ganz so wie geplant funktioniert hat, nun auch an dieser Stelle den Hals nicht voll.
Ekelhaft...!
Andreas 43 am 14.05.13 22:03
Adblock+ bedankt sich wegen der um 130% gestiegenen Installationen seit Beginn der Jammerlappen Werbung.ROFL
robin am 15.05.13 6:11
... blah, blah, blah!
'unfair' ist hier auf einer gebührenfinanzierten Seite über 'kostenlose' Seiten zu schwadronieren!
Der WDR-Netzwerkkenner sollte dann bei den Privaten seine Rente beziehen! Das wäre konsequent!
Bei 'schieb.de'-Internetseite bekommt man rund 10 Tracker und jede Menge Werbe-Blocks!
Wie schon geschrieben: Nur der Tod ist umsonst - er kostet das Leben!
Schwadralla am 16.05.13 12:53
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Samstag, 11.05.2013
Jetzt baut Jeff auch noch Smartphones
Jeff Bezos ist einer, der "Hummeln im Hintern hat", wie man so schön sagt. Der Mann ist immer in Bewegung - zumindest wenn es um seine Company Amazon geht, die er 1994 in Seattle gegründet hat. Einst als reiner Online-Buchhändler gestartet, ist Amazon heute das größte Online-Versandhaus der Welt, das nahezu alles verkauft - wenn nicht selbst, dann via Marketplace mit Partnerunternehmen.
Was die
Arbeitsbedingungen angeht, ist Amazon nicht unumstritten. Doch den Onlineversand selbst kennt heute eigentlich jeder. Reicht aber nicht: Bezos will mehr, er will auch Medienanbieter sein. Darum verkauft Amazon längst auch Inhalte wie
eBooks und Musik, verleiht online Filme. Das Geschäft läuft gut.
Das Kindle Fire ist ein erfolgreich verkaufter eBook-Reader von Amazon
Smartphones mit 3D-Display
Weil es aber immer noch besser laufen könnte, vor allem, wenn man mehr Kontrolle hat, baut und verkauft Amazon mittlerweile auch eigene Hardware. Mit dem Kindle hat Amazon einen erfolgreichen eBook-Reader am Start, ein Table gibt's auch. Die Geräte sind recht günstig und verkaufen sich gut, vor allem in den USA. Aber nun wagt sich Jeff Bezos auf ein Terrain, das wirklich vermint ist: den Smartphone-Markt.
Wie das
Wall Street Journal (WSJ) berichtet, soll Amazon planen, eigene Smartphones zu bauen, die mit einem 3D-Display ausgestattet sind. Amazon hat offensichtlich eine neue Technologie entwickelt, die das 3D-Bild automatisch an die Blickrichtung des Auges anpasst. Das macht es überflüssig, eine 3D-Brille aufsetzen zu müssen. Außerdem forsche man daran, das Smartphone mit den Augen zu steuern.
Ein Smartphone mit 3D-Display ist nicht neu: Bereits 2011 und 2012 sind Geräte mit 3D-Anzeige erschienen, etwa das HTC EVO 3D oder das LG Optimus 3D. Hier funktionierte der 3D-Effekt aber nur im Landscape-Modus, und das bei bescheidener Bildschirmauflösung. Verblüffende 3D-Erlebnisse? Fehlanzeige. Die neuen 3D-Smartphones von Amazon sollen deutlich mehr können, eine bessere Bildqualität liefern und eben auch Augenbewegungen erkennen. Aber mal ganz ehrlich: Wer braucht das? Oder wer will das überhaupt? Das muss man schon ein arg verspielter Zeitgenosse sein.
Jeff Bezos war auch schon "Man of the year" des Time Magazine
Das wird schwierig, sich durchzusetzen
Allerdings braucht es schon einen Aha-Effekt, wenn man als Newcomer mit einem neuen Smartphone auf den Markt kommen will, sonst hat auch ein Amazon keine Chance, Aufmerksamkeit zu bekommen. Amazon greift mit seinem neuen Coup gezielt Apple und Google an, die sich derzeit den Smartphone-Markt fast unter sich aufteilen. Mit einem Smartphone ließen sich tatsächlich neue Kundengruppen erschließen. Vor allem aber könnte auch Amazon unter die Datensammler gehen: Was machen meine Kunden, was nutzen sie?
Allerdings muss sich Amazon noch mit Dutzenden anderer Herstellern messen lassen, die ebenfalls gute Geräte bauen. Es wird deutlich schwieriger werden, ein gutes Smartphone zu bauen und zu verkaufen als einen guten eBook-Reader oder ein Tablet. Bei Smartphones sind die Menschen nicht ganz so preissensibel. Außerdem spielt Vertrauen eine größere Rolle - und letztlich auch die Frage, wer die Smartphones verkauft und welche Mobilfunkanbieter mitspielen. Man kann nicht allein ein Smartphone erfolgreich machen, man braucht Partner.
Ein Smartphone, das 3D-Bilder ohne Brille anzeigen kann, das mag zweifellos ein nettes Gimmick sein. Aber es dürfte für die allerwenigsten Menschen eine kaufentscheidende Frage sein, ob man sich unterwegs 3D-Bilder darauf anschauen kann - egal ob mit oder ohne Brille. Das ist einfach nicht entscheidend. Abgesehen davon scheint mir der 3D-Trend durchgelutscht. Zu Hause im Wohnzimmer - OK. Aber unterwegs? Kaum. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kindle Smartphone oder wie auch immer das Gerät heißen mag, große Erfolgsaussichten hat. Dann müsste der Preis schon erstaunlich niedrig sein. Aber was bislang geplant ist, das klingt nach Spielzeug. Verzichtbar.
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Freitag, 10.05.2013
Brck-Box liefert Internetzugang überall
Für die 5.000 Besucher der re:publica wäre es zweifellos der absolute Albtraum: Abgekoppelt vom Netz. Offline. Ohne Kontakt zu Google, Twitter und Co. Da hat man all sein technisches Equipment dabei, Smartphone, Tablet, Notebook und was sonst noch alles - und kann nicht online gehen? Auch für mich keine schöne Vorstellung. Jedenfalls normalerweise. Nun gibt es Orte, da ist es naturgemäß zumindest nicht ganz leicht, online zu gehen. In der freien Natur zum Beispiel. Dort gibt es keine WLAN-Hostspots. Aber es gibt oft Mobilfunk, und den kann man natürlich auch zum Onlinegehen nutzen.
Brck ist eine Box, die einen überall auf der Welt mit dem Netz verbindet
Ziegelstein verbindet mit der Onlinewelt - nahezu überall
Für alle, die jederzeit alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen, einen Weg ins Netz zu finden, ist der/die/das
Brck genau das Richtige. Eine Art Notstrom-Aggregat fürs Internet. Die Box nutzt alle denkbaren und legalen Wege, um sich mit dem Internet zu verbinden. Man kann ein Ethernet-Kabel anschließen (im Büro, nicht in der freien Natur), man kann offene WLANs nutzen, aber auch Mobilfunkstandards wie 3G oder 4G, sofern vorhanden. Brck versucht, den schnellsten und günstigen Zugang zu verwenden - und stellt diesen dann auch wiederum per WLAN zur Verfügung. Entwickelt für den afrikanischen Kontinent, aber prinzipiell überall gut und sinnvoll einsetzbar.
Bis zu 20 Geräte können via Wireless LAN Kontakt zu Brck aufnehmen und so mobil online gehen. Der Brck-Router selbst kann mit Akku betrieben werden, sollte kein Strom zur Verfügung stehen. Das macht Brck zum idealen Gerät für Camper oder alle, die viel unterwegs und auch in der freien Natur unterwegs sind, aber eben alle Möglichkeiten ausschöpfen wollen oder müssen, um Zugang zum Netz zu bekommen. Für Trecker und andere Sportliche zum Beispiel sicher eine praktische Sache. Dabei geht es nicht um den vielleicht verzichtbaren Besuch bei Facebook, wenn man unterwegs ist, sondern vielmehr darum, sich mit wichtigen Infos und Kartenmaterial versorgen zu können oder um wichtige Daten auszutauschen. Brck macht mehr als nur die vorhandene Onlineverbindung weiterreichen: Die eingebaute Software überwacht die Qualität der Onlineverbindung und die Stromversorgung, speichert in der Cloud wichtige Daten, um den Zugang überall auf der Welt zu optimieren.
Auf Kickstarter wird gerade Startkapital eingesammelt
Noch nicht zu kaufen - aber bald
Noch kann man Brck nicht kaufen. Das soll sich aber rasch ändern: Die Erfinder sammeln auf
Kickstarter gerade Kapital ein, um ihre Idee möglichst rasch umsetzen und das Brck-Modul in großen Stückzahlen herstellen zu können. Dafür braucht es aber Startkapital. Wer sich an dem Startkapital beteiligt, bekommt auch ein Brck-Modul samt Zusatzausstattung, sobald es da ist.
Eine ziemlich gut Idee ist das, finde ich. Nicht für den Massenmarkt, aber es gibt viele Menschen, die auch unterwegs auf eine Onlineanbindung angewiesen sind. Mit Brck ist die Chance hoch, Zugang zum Internet zu bekommen. Und wer nicht allein reist, kann über Brck auch mehreren Personen Zugang zur Onlinewelt gewähren.
Dieses sogenannte Tethering kann doch eigentlich jedes aktuelle Smartphone. Wozu sollte ich da so eine Box mitschleppen? Ok, LAN fehlt, aber wenn das vorhanden ist, sind Funknetze auch nicht weit.
ben am 11.05.13 14:15
@ben: Stimmt. Aber das Teil ist auf Langzeitbetrieb ausgelegt, was den Akku betrifft und verfügt darüber hinaus über spezielles Management in punkto Energieverwaltung und mehr. Auch, wo welche Netzwerke zur Verfügung stehen, wird gespeichert und so für jeden optimiert zur Verfügung gestellt, es gibt also noch etwas Infrastruktur "dahinter".
Jörg Schieb am 11.05.13 15:31
Also die angegebenen Funktionen hat mein Netbook auch, wenn ich nen Umts stick benutze. Ok ich weis nicht genau für wie viele Geräte es sinnvoll Hotspot spielen kann, aber ich nehme an dass es schon ne mehrstellige Zahl sein dürfte. Und wenn ich irgendwo trecke, dann hab ich in der Regel auch keinen Handyempfang - sprich auch kein 3 oder 4G Netz. Was soll dieses Brck Teil also bringen? Nebenbei sind 3/4G, lan und wlan auch nicht alle Wege um ins Netz zu kommen - soweit ich weis geht das auch über sattelit, und das dann auch wirklich so ziemlich überall.
jeremias am 12.05.13 10:12
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