Donnerstag, 07.08.2014

Springfield mit Lego nachgebaut

Ich gebe es offen und ehrlich zu: Ich bin ein Simpsons-Fan. Ich schaue der chaotischen Familie gerne bei ihren Verrücktheiten zu. Und wie sie auf ihre ganz besondere Weise liebevoll Probleme lösen. Aber niemals wäre ich auf die Idee gekommen, dass man sich die Heimat der Simpsons, Springfield also, mal in voller Pracht anschauen könnte. Kann man aber. Denn mit WWW: Matt De Lanoy hat jetzt ein ausgewiesener Lego-Künstler das berühmte Springfield nachgebaut - und zwar komplett in Lego. In WWW: diesem flickr-Stream kann man sich das wirklich bemerkenswere Werk anschauen.

Der Lego-Magier hat Hunderttausende von Steinen verbaut. Das Lego-Springfield ist zwischen April und Juni gebaut worden. Stein für Stein. Für seine Detailtreue kann man De Lanoy nur bewundern. Nahezu jedes bekannte Gebäude in Springfield hat ein Lego-Pendant gefunden. In der Mitte steht - natürlich - das Atomkraftwerk, in dem so verlässliche Menschen wie Homer Simpson arbeitein. Es macht Spaß, sich die Arbeit anzuschauen. Im Flickr-Stream gibt es Dutzende von Fotos.

Lego Springfield; Rechte: Matt De Lanoy
Die Heimat der Simpsons: Springfield mit Lego nachgebaut

Ich dachte schon da haette jemand_eine_Springfield mit Lego nachgebaut ;)

Reingelegt am 9.08.14 19:08

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Donnerstag, 07.08.2014

Verkaufen wir unsere Daten doch einfach selbst!

Man sagt ja so schön: Daten sind das neue Öl. Sie sind zu wertvoll, um die Kontrolle darüber abzugeben - und trotzdem tun wir das jeden Tag. Vor allem persönliche Daten liegen auf den Servern unzähliger Anbieter vom sozialen Netzwerk über den Clouddienst unseres Vertrauens bis zu lauter Onlineshops.

Datenübersicht; Rechte: WDR/Dennis Horn, citizenme
citizenme gibt euch einen Überblick über euren Auftritt in den sozialen Netzwerken - vorausgesetzt, ihr gebt der App den Zugriff auf diese Daten.

Ein Anfang könnte sein, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welcher Dienst welche Daten von euch gespeichert hat. Das ist schwer genug, aber natürlich gibt es mittlerweile auch dafür die passenden Anbieter. WWW: citizenme zum Beispiel ist eine App, die euch über die Nutzungsbedingungen einzelner Onlinedienste informiert und aus euren Profilen eure politische Einstellung oder euer Verhalten in Stresssituationen rauslesen kann - um anzuzeigen, was auch Datenhändler über euch wissen könnten.

Die Macher von citizenme WWW: haben der österreichischen Futurezone verraten, dass sie noch wesentlich mehr planen: Die App soll euch in Zukunft selbst zu Datenhändlern machen, ähnlich wie es auch das deutsche Start-up Data Fairplay plant. Das schreibt WWW: auf seiner Website: "Unternehmen geben viele Millionen Euro aus, um Daten von potentiellen Kunden zu bekommen. Unter anderem kaufen sie diese Daten über Umwege von sogenannten Datenhändlern. Wieso nicht direkt von dir?"

citizenme und Data Fairplay sind nicht die einzigen Anbieter, die an solchen Diensten arbeiten: Sie wollen so viele Daten wie möglich über uns sammeln, zusammengeklaubt aus euren Profilen in sozialen Netzwerken, aber über Gesundheitsapps oder die Standortinformationen eures Smartphones. Diese Daten sollt ihr dann selbst kontrollieren und an Werbetreibende verkaufen können. Die Anbieter streichen dafür eine kleine Provision ein - fertig ist das Geschäftsmodell.

Puzzle; Rechte: WDR/Dennis Horn
Was im Moment an Daten über uns gespeichert ist, gleicht einem Puzzle - statt einem sicheren Safe, über den wir selbst kontrollieren können, wer welche Daten daraus entnehmen und nutzen kann.

Mich überzeugen solche Angebote nicht. Sie machen mir eher mehr Sorgen. Schließlich funktionieren sie nicht, ohne dass ich ihnen umfangreichen Zugriff auf meine Daten gebe. Meine Daten laufen damit noch zentraler zusammen als bisher schon. Die paar Euro, die dafür dann rumkommen, sind für mich kein wirklicher Gewinn.

Der Gründer von citizenme hat aber trotzdem recht, wenn er der Futurezone sagt, es habe sich "eine unethische Kultur des Datensammelns entwickelt, die auch der Werbung geschadet hat" und sich wünscht, dass "Konsumenten ihre Daten selbst kontrollieren und selbst bestimmen können, welche Daten sie mit wem teilen".

Eine Idee hinter citizenme und Data Fairplay gefällt mir deshalb auch: die Idee des Datensafes. Die Möglichkeit, Geburtsdaten, Pulsmessungen oder Kreditkartennummern an einem Ort verwalten zu können - und den Anbietern nur noch über eine Schnittstelle Zugriff darauf zu gewähren. Nur darf ein solcher Datensafe natürlich nicht bei einem weiteren kommerziellen Anbieter liegen. Und so glaube ich nicht, dass sich die Idee, die Nutzer selbst zu Datenhändlern zu machen, am Ende durchsetzen wird.

Buchtipp (Thriller) zum Thema: Elsberg, Marc "ZERO - Sie wissen, was du tust"

EinLeser am 7.08.14 11:03

@Horn-wo bitte ist die Logik:"Die Möglichkeit, Geburtsdaten, Pulsmessungen oder Kreditkartennummern an einem Ort verwalten zu können - und den Anbietern nur noch über eine Schnittstelle Zugriff darauf zu gewähren."?Ob ich die Daten per Hand auf einer website eingebe-die per sql-injection angreifbar ist(wie bei diesem angeblichen Abgreifen von 1.2mia Daten),oder via eines adservice und zwang zu js mich angreift ist doch egal-meine Daten hat der black hat cracker!Zudem-alles in einer datenbank zusammengefasst im Netz erinnert mich stark an den Unfug mit der"Gesundheitskarte".Merke_alles was vom Internet aus zugeanglich ist-kann und wird gecrackt!Btw. so eine meldung heatte ich vom Postillion,oder der Titanic erwartet-aber in Echt?

Robin am 7.08.14 14:41

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Mittwoch, 06.08.2014

Apple vs. Samsung: Ein bisschen Frieden

Wenn es zwei Streithähne in der IT-Branche gibt, dann sind es Apple und Samsung. Die beiden Hersteller werfen sich gegenseitig Ideenklau vor und überziehen sich überall in der Welt mit Patentklagen. Über 50 Patentstreitigkeiten innerhalb der vergangenen drei Jahre: Da kommt einiges zusammen. Die Unternehmen klagen dabei nicht nur in den USA, sondern auch im Rest der Welt, unter anderem auch bei uns in Deutschland. Überall gelten andere Spielregeln - das will man ausnutzen.

Tablets von Apple und Samsung; Rechte: dpa/Picture Alliance
Apple und Samsung: Wer hat bei wem abgeschaut?


Zermürbende Streitereien
Doch diese Patentstreitigkeiten sind zermürbend und unfassbar teuer. Es geht immer gleich um hohe Millionenbeträge, manchmal sogar um Milliarden. Entsprechend hoch sind die Honorare von Anwälten und Gebühren vor Gericht. Wer wohl die ganzen Kosten bezahlen muss? Richtig: Es sind am Ende die Käufer der sündhaft teuren Smartphones und Tablets, die die Zeche bezahlen. Die Kosten für die Streitereien sind quasi eingepreist. Und die Kunden ärgern sich, denn mitunter werden in einzelnen Ländern sogar Verkaufsverbote ausgesprochen.

Jetzt haben sich Apple und Samsung darauf geeinigt, die Streitereien außerhalb der USA beizulegen. Ein bisschen Frieden, sozusagen. Was zu klären ist, wer welche Designs oder Technologien "übernommen" hat, das soll nun ausschließlich in den USA geklärt werden. Was einen eindeutigen Vorteil für Apple bedeutet, da Apple eine amerikanische Firma ist, während Samsung aus Südkorea kommt.

Smartphones von Samsung und Apple; Rechte: dpa/Picture Alliance
Sehen sich recht ähnlich: iPhone und Samsung Galaxy


Apple und Samsung sollten kooperieren
Pikant: Die meisten Streitereien ziehen sich über Jahre hin. Bis endgültig geklärt ist, ob und wer Lizenzen zahlen muss, sind die Geräte längst vom Markt verschwunden. Der Markt ist einfach zu schnelllebig. Geld verdienen beide Unternehmen genug. Es geht also eher darum, den Wettbewerber zu behindern, den Verkauf der Geräte zu erschweren oder in einzelnen Märkten sogar zu verhindern. Business is War. Geschäftswelt ist Krieg. Das nehmen Apple und Samsung allzu wörtlich - und geklagt hat vor allem Apple.

Irgendwann weiß niemand mehr, womit alles eigentlich begonnen hat. Deswegen ist es gut, wenn sich die beiden Streithähne an einen Tisch setzen und in aller Ruhe klären, wer an wen Lizenzgebühren zahlen muss. Abgesehen davon wäre es wünschenswert, wenn mehr kooperiert würde. Etwa im Interesse der Umwelt: Warum muss immer noch jedes Gerät, jeder Hersteller einen eigenen Standard für Ladegeräte haben? Absolut anachronistisch. Die Unternehmen sollten mehr Energie in solche Projekte investieren - davon hätten alle etwas.

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