Donnerstag, 13.03.2014

Schlauer? Dümmer? Größer? Kleiner?

Eine der spannendsten Fragen zurzeit ist die, in welche Richtung sich das Fernsehen entwickelt. Werden die Fernseher nun schlauer? Oder vielleicht eher dümmer? Werden sie größer? Kleiner? Und vielleicht gekrümmter? Oder bleibt einfach alles, wie es ist?

Nutzung verschiedener Smart-TV-Funktionen; Rechte: NPD Group Da wäre zum einen das Thema Smart TV: Internet und Apps auf dem großen Fernseher. Hier auf der CeBIT ist es in diesem Jahr kein großes Thema - verständlich, denn man weiß, dass diese Funktionen bisher kaum genutzt werden. Das hat WWW: eine Statistik im vergangenen Jahr gezeigt: Mit Smart TVs wird vor allem ferngesehen - das war's. Videos nehmen in der Nutzung selbstverständlich die Spitzenposition ein. Musik per Smart TV hören rund 15 Prozent der Nutzer, ins Netz gehen unter 10 Prozent. Die weiteren Zahlen zeigt die Grafik rechts.

Ein weiteres Thema: leicht gekrümmte Fernseher. Deren Macher versprechen schon lange mehr Atmosphäre mit "Curved TVs" - ein bisschen Arena-Stimmung für zu Hause. Tatsächlich hat allein Blog: unser Test des ersten gekrümmten Smartphones in Deutschland gezeigt: Ein gekrümmtes Display macht tatsächlich Spaß. Warum ich aber mehr Geld dafür ausgeben soll, hat sich mir bisher noch nicht erschlossen.

3D-Funktionen sind sowieso durch. Sie waren noch in den vergangenen beiden Jahren die große Marketingmasche. Auf der CeBIT gab es sogar einen eigenen 3D-Bereich, in dem es ausschließlich um solche Funktionen ging. 3D-Fernsehen bleibt aber höchstens für Filmfans interessant: Nur auf Blu-ray und DVD gibt es passende Inhalte. Abgesehen davon: Möchte ich wirklich dauernd eine 3D-Brille tragen, um fernzusehen?

Bleibt noch das Thema 4K, dem sich die Hersteller nun offenbar verschrieben haben - WWW: auch hier auf der CeBIT. Das vierfache HD-Format fasziniert: Motive auf den extrem großen Bildschirmen sehen aus wie gedruckt. Das Gefühl, vor einem dieser Geräte zu sitzen, fühlt sich fast an wie Kino. Doch auch hier ein großer Haken: Fürs 4K-Fernsehen gibt es bis auf die schicken Demovideos bisher kaum Inhalte. Bis es dazu kommt, könnten noch einige Jahre vergehen - und zum Teil fünfstellige Summen für einen Fernseher will heute ja auch noch niemand ausgeben.

4K-Fernseher; Rechte: picture-alliance/dpa/Rainer Jensen
"4K" steht für die vierfache HD-Auflösung. Diesem Trend mit unfassbar scharfen Bildern, hier imposant zu sehen auf der letzten IFA in Berlin, haben sich zurzeit die meisten Hersteller verschrieben.

Die Welt scheint noch nicht bereit für einen neuen Hype beim Fernsehen - und ich glaube ja insgeheim auch, dass die Revolution eher durch die Hintertüre kommt. Das gilt wortwörtlich: Geräte wie VideoWeb TV, Apple TV oder der Google Chromecast, der in den kommenden Tagen auch in Deutschland auf den Markt kommen wird, ermöglichen Smart TV für alle - zum Anstecken. Dafür brauche ich noch nicht mal mehr einen teuren Fernseher mit allem Zippzapp: Ein smartes Zusatzgerät reicht mir völlig aus.

Spannend finde ich dabei auch die möglichen neuen Bedienkonzepte: Den Google Chromecast steuere ich zum Beispiel ausschließlich per Smartphone. Das ist zwar zum Teil noch schwerfällig, wenn die Bedienungsinformationen von meinem Smartphone übers WLAN bis zum Chromecast geleitet werden müssen. Aber das Smartphone halte ich eh den ganzen Tag in der Hand - und es ist mir lieber als jede Fernbedienung, die so kompliziert ist, dass ich sie nur nach einem passenden Master-Studiengang verstehe.

Könnte das sein? Dass Smart TV, Curved TV, 4K und all die Trends für den Fernseher an sich egal sind, Fernseher eher dümmer statt schlauer werden, unser Smartphone zur Fernbedienung - und all die kleinen Geräte von außen das "next big thing" sind?


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Donnerstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

Etwas ist ganz wichtig. Im Text wird darauf hingewiesen. Ansonsten ist es vielleicht nicht jedem sofort klar. Die neuen Formate brauchen eine neue Programmquelle! Was nützt der HD-Fernseher, wenn man nur DVB-T in einfacher Auflösung empfängt? Was nützen 3D oder 4K, wenn man gar keine Quelle hat?

Wer ein neues Gerät kaufen will, sollte sich unbedingt erkundigen, bei welchen Programme die neuen Funktionen nützlich sind! Bei mir ist es vielleicht etwas untypisch. Ich schaue wenig fern, und ich bin in einem DVB-T-Kernbereich. Sämtliche für mich wichtigen Programme bekomme ich mit Stummelantenne. Neu brauche ich nur ein paar handliche tragbare Geräte für DVB-T. Die gibt es leider (noch?) nicht beim Sperrmüll ;-)

Mich wundert, dass jedes Gerät ans Internet soll. Warum gibt es nicht mehr Smartphones und Tablets mit normalem Radio und mit DVB-T?

Bertram in Mainz am 14.03.14 23:43

Als ehemaliger Radio- und FS-Techniker erinnere ich mich: nach AM (Kurz,- Lange und Mittel-Welle kam UKW. Welch ein Qualitäts-Sprung. Später Stereo. Dann Schwarz-Weiß-Fersehenen - eine fundamentale Neuerung. Farb-Fernsehen - eine enorme Entwicklung, Erweiterung und Bereicherung der (medialen) Wahrnehmung. Fortschritt durch Digital-Radio- und FS und irgendwann HDTV in Verbindung mit der Einführung anderer Bildwandler (Bildröhre > Flat.) Ich kann auf diesem Sektor (keine PC- und Kommunikations-Technik) nichts sehen und erkennen was mich (gleichermassen) überzeugt und beeindruckt. Vieles sind Variationen und Kombinationen. Etwas echt grundlegend Neues ist wohl bei/mit der "Bewegtbildübertragung" durch die Fernsehtechnik nicht in Sicht. Oder? Bin ich Fernsehblind geworden? Vermutlich weil mich der PC im Griff hat.

Volkmann, Kurt am 20.03.14 19:35

Eine interessante Frage: "Werden Fernseher schlauer?" Möglicherweise! Man merkt es aber erst bei dummen Programmen. Wissenschaftler haben festgestellt, dass sich einige der immer intelligenter werdenden Geräte bei dummen TV-Programmen unterfordert fühlen und dann von sich aus abschalten. Die Geräte der neuen Generation haben jedoch eine Content-Warnfunktion, die sich vor dem Abschalten bemerkbar macht.

Robert am 31.03.14 13:12

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Mittwoch, 12.03.2014

25 Jahre WWW | Magna Carta fürs Web

1989 war ein ereignisreiches Jahr: Es ist nicht nur die Berliner Mauer gefallen, sondern auch das World Wide Web entstanden. Als offizieller Starttermin für das World Wide Web (WWW) gilt der 12. März 1989. Damals hatte der Physiker Tim Berners-Lee die Blog: folgenreiche Idee, ein vernetztes Hyperlink-Netzwerk aufzubauen. Ein Netzwerk, das wir heute als Blog: World Wide Web kennen - und das viele fälschlicherweise mit dem Internet gleichsetzen. Das World Wide Web ist aber nicht das Internet - und das Internet ist wiederum nicht das World Wide Web. Richtig ist: Das WWW ist Bestandteil des Internet. Das Internet selbst gibt es schon deutlich länger.

Erster Webserver der Welt; Rechte: dpa/Picture Alliance
Der erste Web-Server der Welt: Hier entstand 1989 das WWW

Über vier Milliarden Webseiten weltweit
Die erste Webseite aller Zeiten WWW: sieht schlicht und simpel aus. Das erste ins Web gestellte und so öffentlich gestellte WWW: Foto ist das von einer Girl-Band. Mittlerweile zählt man - zumindest offiziell - mehr als vier Milliarden Webseiten. In Wahrheit kann man die einzelnen Seiten gar nicht mehr zählen, da die meisten Webseiten dynamisch generiert werden. Mitunter bekommt jeder User eine andere Webseitenstruktur zu sehen. Hinzu kommen die Inhalte von Facebook und Co., die streng genommen ja auch als Webseiten betrachtet werden müssen.

Das World Wide Web ist enorm gewachsen - und damit auch die Verantwortung, damit vernünftig umzugehen. Im Grunde genommen gelten noch immer dieselben Spielregeln wie vor 25 Jahren. Bedenkt man, welche Bedeutung das World Wide Web damals hatte - es war vor allem für den wissenschaftlichen Zweck gedacht - und welche Bedeutung es heute hat, ist das eigentlich kaum zu vertreten. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass WWW-Erfinder Berners-Lee einen grundsätzlichen Wandel fordert. Berners-Lee fordert eine WWW: Magna Carta fürs Internetzeitalter.

Tim Berners-Lee; Rechte: dpa/Picture Alliance
Tim Berners-Lee ist nachdenklich geworden

Berners-Lee verlangt nach einer Verfassung fürs Netz
"We need a global constitution - a bill of rights", sagt der britische Physiker und Vater des WWW. Er verlangt nach einer Verfassung fürs Netz - Grund- und Menschenrechte inklusive. Und er hat damit Recht. Solche international geltenden Spielregeln sollen helfen, sich gegen Regierungen, Privatunternehmen und öffentlichen Einrichtungen durchzusetzen, wo es nötig wird. Allzu oft versuchen Regierungen und Unternehmen, das Web zu missbrauchen, sie spionieren, manipulieren und jonglieren mit Daten. Für User in aller Welt ein unhaltbarer Zustand, zumal es überall auf der Welt anders gehandhabt wird. In den USA wird ungeniert spioniert, in der Türkei will die Regierung Facebook und Youtube abschalten, weil es dort kritische Stimmen gibt. Willkür pur - das ist die Realität.

Wenn jemand wie Tim Berners-Lee solche konkreten Forderungen stellt, wird das vielleicht eher gehört. Es gibt auch schon konkrete Projekte wie die WWW: Web We Want-Kampagne. Sie will erreichen, dass in jedem Land ein Rechtekatalog fürs Internet entsteht, und das auf möglichst breiter globaler Basis. Wenn sich hier nichts tut, dann befürchtet Tim Berners-Lee - und nicht nur er! -, dass aus einem Instrument der Freiheit und Information ein Instrument der Überwachung und Freiheitsbeschneidung werden könnte.

Eigentlich schade, dass der Vater des WWW anlässlich des 25. Geburtstags solche mahnenden Worte loswerden muss. Ich kann sie nur unterschreiben, gratuliere dem Web aber trotzdem zum 25. Geburtstag.

25 Jahre WWW: Das ist Grund zum Feiern. Wir bringen hier in Digitalistan nun jeden Tag einen kurzen Eintrag mit Geschichten, Anekdoten und Hintergründen zur Entwicklung des World Wide Web. Jeden Tag ein anderes Jahr. Blog: Hier gibt's die Übersicht: 25 Jahre WWW.

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Dienstag, 11.03.2014

Warum mobiles Bezahlen nicht in die Gänge kommt

"Kann ich hier auch per Smartphone zahlen?" Wer von euch stellt diese Frage wirklich regelmäßig? Wahrscheinlich die wenigsten. Seit Jahren gilt mobiles Bezahlen als das nächste große Ding - auch hier auf der CeBIT gibt es wieder etliche Lösungen zu sehen. Tatsächlich sind Mobile-Payment-Systeme in anderen Ländern weit verbreitet. Warum aber kommt das mobile Bezahlen bei uns nicht so richtig in die Gänge?

Liegt es wieder einmal daran, dass wir in Deutschland zu skeptisch sind? An neuen Ideen gibt es schließlich oft Kritik, erst recht, wenn es darum geht, Daten zu sammeln. Das kennen wir ja: Facebook kauft WhatsApp? Böse! Google fotografiert unsere Straßen? Böse! Einkaufen per Smartphone - so dass jetzt auch noch gespeichert wird, welchen Joghurt ich mir wie oft kaufe? Böse? Ich glaube: Daran liegt es diesmal gar nicht.

Maik Klotz; Rechte: Sarina Hermann
Der Mobile-Payment-Experte Maik Klotz trifft auf der CeBIT ein vernichtendes Urteil: "Wir sind nicht in den Kinderschuhen, was Mobile Payment in Deutschland betrifft. Wir sind nicht mal in der embryonalen Phase."

Es gibt noch einen ganz anderen Grund, und den sehen auch viele Mobile-Payment-Experten hier auf der CeBIT als Hauptgrund: Mobiles Bezahlen löst in Deutschland kein Problem. So gut wie jeder von uns besitzt eine EC-Karte, viele betreiben Onlinebanking, es gibt an jeder Ecke Geldautomaten, mit Bargeld ist sowieso schnell bezahlt. Der Grund lautet also ganz einfach: Wir brauchen keine neuen Bezahlsysteme.

Das sieht in anderen Ländern schon anders aus: Dort ist die nächste Bank kilometerweit weg. Dafür gibt es fast überall Zugang zum Mobilfunknetz. In Kenia sind viele Einwohner zum Beispiel Kunden einer Handybank, bei der man Guthaben per SMS übertragen kann. Das eigene Gehalt wird per Handy überwiesen, man kann Strom oder Einkäufe mobil bezahlen und sich im Laden Bargeld auszahlen lassen. Das Handy ist gleichzeitig Konto und Portemonaie - mobiles Bezahlen hat dort also Probleme gelöst.

Dazu kommt, dass die bisherigen Systeme zu kompliziert sind. WWW: Maik Klotz, Experte für mobiles Bezahlen, hat mir ein Interview gegeben und ein vernichtendes Urteil ausgestellt: "Wir sind Smartphones gewöhnt, die extrem leicht zu bedienen sind - das fordern wir auch für alles, was jetzt neu kommt. Mobile Payment ist komplexer. Wenn man sich das nur vorstellt: Man geht im Supermarkt einkaufen, hat vielleicht noch sein kleines Kind dabei. Da hat man an der Kasse ganz andere Sorgen, außer sein Smartphone rauszukramen, zu entsperren, die richtige App zu finden, den richtigen Einstiegspunkt in der App zu finden. Da möchte man einfach nur schnell bezahlen."

Mobiles Bezahlen; Rechte: picture-alliance/AP Photo/Manu Fernandez
Auch ein Durcheinander an Anbietern und Techniken führt dazu, dass sich mobiles Bezahlen in Deutschland nicht so schnell durchsetzt.

Dazu kommt, dass es ein Gewimmel an Anbietern und Techniken gibt. Wer durchgängig mobil bezahlen möchte, benötigt viele, viele Apps, weil es das eine System dafür nicht gibt. Und jede dieser Apps funktioniert anders: Da muss man QR-Codes abfotografieren, den Rechnungsbetrag eingeben oder braucht sogar Extrageräte oder einen speziellen Chip im Smartphone. Dieses Durcheinander müsste zuerst gelöst werden.

Maik Klotz glaubt übrigens daran, dass wir das mobile Bezahlen per Smartphone einfach überspringen werden: "Das ist vielleicht noch sehr starke Zukunftsmusik. Aber die neue Smartphone-Generation hat schon Fingerabdrucksensoren. Die Technologie wird immer besser. Warum nicht auch direkt an der Kasse mit meinem Daumenabdruck bezahlen?" Und wenn nicht so, dann mit der Smartwatch oder mit einem Chip in der Jacke beim Rausgehen - aber per Smartphone vielleicht gar nicht mehr.

Ein zustimmendes Jein. Ich gebe Dennis Recht, wenn es darum geht, dass wir in Deutschland komfortabel mit Bargeld zahlen können.

Dass aber die Bezahlung mit dem Smartphone deshalb nicht angenommen wird, glaube ich nicht. Ich reise relativ viel und liebe beispielsweise die USA dafür, dass ich ein simples Wasser im Kiosk um die Ecke mit Kreditkarten bezahlen kann. In Korea hatte ich das Glück, mit einer Kreditkarte (ich meine es war NFC, RFID kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - egal) sogar im Taxi auf der Kurzstrecke (wie übrigens auch in London möglich) nur mit dem Auflegen der Karte auf die entsprechende Fläche zahlen konnte. Dort ist die EC-/Kreditkarte absolut bequem und als Zahlungsmittel deutlich verbreiteter als hierzulande. Wenn sich mein Supermarkt um die Ecke wegen dem Papierkram dagegen wehrt, auch Klein(st)beträge mit elektronischem Geld bezahlbar zu machen, ist es doch logisch, dass der Kunde den Weg über das Smartphone gar nicht erst ausprobiert....

Lars am 11.03.14 17:01

Ähnliche Erfahrungen berichte ich aus Australien, hier ist pay pass und pay wave sehr beliebt und häufig akzeptiert, auch für kleinere Beträge. Kreditkarte aufs Gerät bis es piept - fertig bezahlt, ohne PIN bis 100 $, Bank haftet für Missbrauch in diesem Rahmen, über 100 $ dann noch PIN rein. Ich stelle mir dies wesentlich einfacher vor als erst irgendeine App per Handy zu öffnen etc. Und: Es ist sogar schneller als Bargeld nach meiner Erfahrung!
Die im Artikel beschriebene Situation mit genügend Geldautomaten etc. trifft auch hier in Australien zu.

Einziges Manko: Hier gibt es viele schwarze Schafe von Händlern, welche groß 'We welcome Visa/Mastercard..' im Schaufenster stehen haben, aber bei Kartenzahlung dann meinen, einen Zuschlag von 1-3 % erheben zu müssen! Das finde ich dann wiederum sehr intransparent und es müsste eigentlich korrekterweise 'We penalise Visa/Mastercard' im Fenster heißen...

Chris26 am 12.03.14 4:30

Seit Jahren verfolge ich kopfschüttelnd die debatte um das bargeldlose Bezahlsystem. Fast ebenso lang benutze ein System, das an Einfachheit nicht mehr zu toppen ist. Durch Zufall bekam ich eine "Glückwunschkarte" einer Supermarktkette. Nach Verbrauch des Guthabens konnte ich diese Karte, vermutlich mit RFID, erneut aufladen. Diese Prozedur wend ich nun seit etlichen Jahren zur vollsten Zufriedenheit. Keine Kontoverbindung, keine persönlichen Daten, keine PIN, kein Kleingeld, alles prima. Wenn die Karte verloren geht, ist natürlich wie beim "normalen" Bargeld das Geld, sprich Guthaben, mit weg. Über die Höhe kann ich ich aber selbst entscheiden und lade normalerweise zwischen 2ß- und 50 Euro auf.
Vielleicht ist den Banken dieses kostenlose System ja zu einfach, frage ich mich....

Hilmar am 12.03.14 10:46


Hinter dem bargeldlosen Bezahlen stehen natürlich auch massive Geschäftsinteressen. Man will solche Systeme unbedingt. Erstens kann man damit wieder riesige Geschäfte machen. Zweitens kann man noch ein paar Sekunden an der Kasse einsparen. Und sicher will man langfristig auch das Kunden-Tracking.

In Wirklichkeit ist Bargeld so schlecht nicht. Wenn man immer ein paar kleine Münzen in der Tasche hat, kann man schnell und oft passend oder zumindest an den Betrag angepasst zahlen. Bei 10,17 Euro zahlt man nicht mit 20 Euro, sondern passend oder 10,20 Euro. Der Vorteil einer Kundenkarte ist da gering.

Eine ganz einfache Maßnahme zur Beschleunigung will man allerdings nicht. Man könnte diese blöden ,99-Preise abschaffen. In einigen Geschäften gibt es die Möglichkeit des Aufrundens zugunsten einer Spendenaktion. Aber die ,99-Preise müssen scheinbar sein.

Bertram in Mainz am 12.03.14 11:27

Na ja Bedenkenträger hin oder her. Eher ist es doch so, da in DE eher lasch mit der Sicherheit am PC umgegangen wird. Und wenn ich mir überlege, das mein Auto mit meinem Autofunkschlüssel in der Wohnung kommuniziert und so auch gestohlen werden kann. Auch Chips (EC - Karte) in der Handtasche ausgelesen werden können und so Zugangsdaten zu meinem Konto gestohlen werden können ist die Skepsis mehr als angebracht. Nicht umsonst gilt "nur bares ist wahres". ich wäre auch dafür alles Bargeldlos zu machen so minimiert sich bei einem Überfall das Risiko, Wenn die Karte nicht dabei ist. Aber wir müssen ja nicht jeden Mist der im Ausland gemacht wird übernehmen.
Denn Fortschritt werde ich nicht aufhalten aber um meine Sicherheit und das meines Geldes kümmere ich mich so wie ich es für richtig halte bedenkenträger hin oder her.

siplizisimus am 12.03.14 11:32

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