Dienstag, 09.06.2015

"Da kann ich Ihnen jetzt leider keine konkreten Beispiele nennen."

Tilo Jung polarisiert. Sein Grimme-prämiertes YouTube-Format WWW: "Jung & Naiv" ist WWW: auf vielen Ebenen kritikwürdig. Seine Kollegen in Berlin fühlen sich durch Ahnungslosigkeit WWW: regelmäßig auf die Palme gebracht. Und mit einem frauenfeindlichen Instagram-Posting zum Weltfrauentag hat er sich WWW: einen veritablen Shitstorm eingefangen. Mittlerweile aber lohnt sich wieder ein Blick auf "Jung & Naiv" - seit sich Jung darauf konzentriert, in der Bundespressekonferenz die Sprecher der Regierung und Ministerien zum Schwitzen zu bringen - WWW: wie hier beim Thema Vorratsdatenspeicherung.


Bei der Bundespressekonferenz zur geplanten Vorratsdatenspeicherung kann der Sprecher des Justizministeriums nicht beantworten, welche Gefahren sie denn abwehrt.

Highlight: die Frage danach, welche Gefahren durch die Vorratsdatenspeicherung denn bisher abgewehrt wurden. Antwort des Ministeriumssprechers: "Da kann ich Ihnen jetzt leider keine konkreten Beispiele nennen." Blog: Wie auch?

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Montag, 08.06.2015

Jetzt streamt auch Apple Musik

WWW: Apple Music - so heißt der neue Streamingdienst von Apple. Na, das kann man sich doch gut merken. Schlichte Namen haben halt Tradition bei der Apfel-Company. Jetzt ist klar, dass die Gerüchte im Vorfeld der WWW: Apple-Konferenz WWDC berechtigt waren. Apple verspricht vollmundig einen "revolutionären" Musik-Service. Das ist ein bisschen dick aufgetragen, schließlich ist Apple alles andere als der erste streamende Musikdienst der Welt. Allerdings hat Apple eine treue Fangemeinde. Die lassen sich schon überzeugen, den Musikdienst von Apple mal auszuprobieren.

Auf der World Wide Developers Conference werden tradtionell Neuheiten vorgestellt; Rechte: dpa/Picture Alliance
Auf der World Wide Developers Conference werden traditionell Neuheiten vorgestellt


Ende Juni geht's los
Was kann Apple Music? Natürlich aus einem schier endlos scheinenden Pool an Musiktiteln auswählen. Genaue Zahlen hat Apple nicht verraten, aber es sollen zig Millionen Titel sein. Man kann Playlisten erstellen und die von Freunden sehen (oder abspielen), man bekommt Musiktitel vorgeschlagen, die zum eigenen Geschmack passen. Das kennt man alles von bewährten Streamingportalen. Allerdings ist offensichtlich geplant, dass solche Vorschläge nicht nur von Algorithmen kommen, sondern dass auch Musikexperten passende Vorschläge machen (oder auf Konzerte hinweisen).

Ganz praktisch finde ich, dass man mit Apple Music sprechen kann. Apple-Nutzer können Siri zum Beispiel bitten, die Top 10 eines Genres zu spielen ("Play Top 10 Hiphop"), einen bestimmten Song abzuspielen ("Play: Don't Worry from Madcon") oder sogar ein Lied aus einem Kinofilm ("Play this song from Matrix") oder die Hits eines Jahres ("Play Top Songs from 1982"). Oder man kann bestimmte Titel oder Alben zu seiner Bibliothek hinzufügen ("Add the new Blur Album to my Library.") Und wenn einem etwas gut gefällt: "Play more songs like this").

Apple Music: Am 30. Juni geht's los; Rechte: Apple
Apple Music: Am 30. Juni geht's los


Apple als Spätzünder
Egal, ob bei iTunes gekaufte Musik, gerippte CDs oder Songs aus anderen Stores: Die gesamte Musik ist nun an einem Platz. Am 30. Juni soll es mit Apple Music losgehen (in 100 Ländern, darunter auch Deutschland). Voraussetzung: iOS 8.4 und ein neues iTunes auf dem Mac. Später soll Apple Music auch auf Android-Geräten funktionieren. Bei den Preisen langt Apple mal wieder mächtig zu. Die ersten drei Monate sind kostenlos. Danach fallen Kosten von 9,99 Dollar monatlich an. Das ist genauso teuer wie bei Spotify oder Deezer, allerdings gibt es auch eine Familienlizenz für 14,99. Das bedeutet: Mehrere Leute können gleichzeitig Musik streamen und unterschiedliche Titel hören. Praktisch!

Apple hat sich mit dem Thema Streaming sehr schwer getan. Als Apple 2003 den iTunes Music Store gestartet hat, wurde die Musikwelt regelrecht umgekempelt. Zum ersten Mal konnte man bequem und legal online auf unzählige Musiktitel zugreifen und Songs zu überschaubaren Kosten kaufen. Seitdem hat sich die Musikwelt allerdings weiter verändert. Heute geben Streamingdienste wie Spotify, last.fm oder Deezer den Ton an. Darauf hat Apple jahrelang keine Antwort gehabt. Apple Music ist nun die Antwort. Der Dienst macht - aus der Ferne betrachtet - einen ganz soliden Eindruck, aber "revolutionär" scheint dann doch übertrieben. Aber warten wir ab, welche Figur Apple Music in der Praxis macht.

Apple ist zwar selten günstig, aber...

"Danach fallen Kosten von 99,99 Dollar monatlich an."

... ist dann doch eine Übertreibung eurerseits ;)

Alex am 9.06.15 10:15

Apple ist zwar selten günstig, aber...

"Danach fallen Kosten von 99,99 Dollar monatlich an."

... ist dann doch eine Übertreibung eurerseits ;)

Alex am 9.06.15 10:16

"beiß nicht gleich in jedem Apple" Selber Musik machen macht enorm Spaß. Guter Ausgleich schont die Nerven. Besonders, wenn Ideen in Schubladen feststecken. Keine Kosten, kein Groll, kein Feindbild und man bewahrt Stil.

LiFe am 9.06.15 10:34

Ich bleib da lieber altmodisch und kaufe mir meine Musik auf Datenträger - dann gehört die nämlich danach mir. Rippen und auf meinem NAS im Haus bereitstellen kann ich das dann immer noch.
Mir ist komplett unverständlich wie man eine monatliche Gebühr für Musik bezahlen kann, die dann doch nur abgespeilt wird....

Sven am 9.06.15 10:35

Einfallreich und am kreativsten waren und sind immer noch "altmodische". Hoppla, nebenan übt jemand eifrig Klavier. Ich rufe "Fis!" :-)

LiFe am 9.06.15 12:02


Mir gefällt die ganze Richtung nicht. Man will uns unbedingt Abo-Modelle schmackhaft machen. Der Preis erscheint gar nicht mal so hoch. Aber auf ein paar Jahre gerechnet summiert sich das gewaltig. Zumal ja oft noch andere Abos zu bezahlen sind. So verkaufte man Unerfahrenen Kredite über die niedrige monatliche Rate bei langer Laufzeit. Kostet doch gar nicht viel?

Streaming-Abos sind etwas für Hardcore-User. Mein Streaming-Dienst heißt UKW-FM. Bald kommt wohl noch DAB/DAB+ dazu. Beim Fernsehen schaue ich DVB-T. HD+ brauche ich nicht. Vielleicht später mal TV über Satellit. Der Normal-User sollte sich unbedingt die normalen Alternativen anschauen! Für rund 120 Euro pro Jahr kann man auch viele CDs kaufen.

Ganz sicher wird man bei Streaming wieder User-Daten sammeln. Radio ist anonym. Fernsehen nur, wenn der Fernseher nicht allzu "smart" ist.

Bertram in Mainz am 9.06.15 14:34

Musik ist Lärm und ich kann nicht verstehen wie man für Lärm auch noch bezahlen soll.

Der Alte am 9.06.15 15:54

Gähn, noch ein Streaming-Dienst, der nix anders macht.

Jost Schwider am 9.06.15 17:12

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Montag, 08.06.2015

Merkels falsches Argument

Jetzt macht sich also auch die Bundeskanzlerin eins der hanebüchensten Argumente für die Vorratsdatenspeicherung zu eigen. Angela Merkel ist offenbar der Ansicht, dass wir uns nicht über ein bisschen Überwachung aufregen sollten - solange wir gleichzeitig Unternehmen wie Facebook und Google mit unseren Daten füttern.


Beim Evangelischen Kirchentag in Stuttgart hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel zu aktuellen Themen geäußert.

Beim Evangelischen Kirchentag am langen Wochenende in Stuttgart hatte Merkel diese Botschaft an die Gegner der Vorratsdatenspeicherung: "Es darf ja auch nicht so sein: Ich darf allen alles geben, jedem Unternehmen auf der Welt, mein Einkaufsverhalten, mein Kommunikationsverhalten, mein Essverhalten, alles. Aber wenn der Staat dafür, dass er das Leben von 80 Millionen Menschen sichern will, auch mal Informationen braucht, auf die er zugreifen kann, dass man sagt: Dem Staat gebe ich's nicht."

Doch, das darf sein. Das ist sogar nötig. Abgesehen davon, Blog: dass nicht belegt ist, dass der Staat mit der Vorratsdatenspeicherung das Leben von 80 Millionen Menschen sichern kann: Was ich Facebook oder Google gebe, entscheide noch immer ich selbst. Was der Staat sich nimmt, kann ich nicht beeinflussen. Wie er diese Daten interpretiert, erst recht nicht. Daten in der Hand der Onlinekonzerne aus dem Silicon Valley und Daten in der Hand des Staats - das macht also durchaus einen großen Unterschied. Es ist traurig, das nach Jahren der Diskussion immer wieder betonen zu müssen.

Bevor mir die Digitalkritiker aufs Dach steigen: Auch die gewaltigen Datensammlungen in den Händen der Onlinekonzerne sind natürlich ein Problem. Erstens weil staatliche Stellen immer versuchen werden, dort Daten abzugreifen, wie Edward Snowden vor mittlerweile zwei Jahren eindrucksvoll gezeigt hat - und eine gewaltige Datensammlung weckt eben mehr Begehrlichkeiten als viele kleine. Zweitens weil Unternehmen uns als Verbraucher so gut kennen, dass sie uns beeinflussen können - die Onlinekonzerne an die Leine zu nehmen und zu regulieren, ist nach wie vor ein Versäumnis der Politik.

Flugvergleich; Rechte: privat
Je mehr Daten die Unternehmen über uns sammeln, desto durchschaubarer werden wir. Einige Reiseportale zum Beispiel ermitteln, ob sie von einem einfachen Windows-PC oder von einem teures Apple-Gerät geöffnet werden - und passen die Preise an. Ganz unkritisch sollten wir selbstverständlich auch damit nicht umgehen.

Das alles ändert aber nichts an einer Tatsache: Mit dem, was die Onlinekonzerne dieser Welt über uns speichern, ist der Plan für die Vorratsdatenspeicherung schlicht nicht vergleichbar - und Merkels Argument damit ein falsches. Angela Merkel; Rechte: PHOENIX

Sorry, aber ich verstehe die Aufregung um die _zeitlich begrenzte_ Zugriffsmöglichkeit auf rudimentäre Verbindungsdaten nicht wirklich.
JA. Auch das ist "Überwachung". Doch aber nur "auf Anfrage".
Ich habe die Diskussion mit der Kanzlereuse, Lesch und Co. aufmerksam verfolgt!
Und daß der Spruch "Was ich Facebook oder Google gebe, entscheide noch immer ich selbst." Blödsinn ist, weisst Du selbst. Sobald Du diese Dienste nutzt, gibts Du alle erfassbaren Daten für deren Nutzung frei.
Selbst der _gekaufte_ Virenscanner funktioniert nur, wenn die AGBs akzeptiert werden(die die Nutzung der Daten...)
Und die zur Nutzung des Fitnessarmbands nötige Software dto.
Erste "Überwachungstarife" von Kranken- und KFZ-Versicherungen gibt es schon.
Die Aussage des Fraunhofer-Mannes "...bessere Vernetzung. ...die KFZ-Versicherer wollen Online-Fahrzeugdaten..." ist auch nicht besser.
Überwachung total. Prämien nach Fahr- Ess- und Sportverhalten.
DAS geht an mein Leben, mein Geld. Nicht NSA oder Merkel.

Micha am 8.06.15 10:34


Jedes Abgreifen von Daten dient als Begründung für weiteres Abgreifen. Wenn Dumme gar freiwillig Daten weitergeben, dient das als Begründung. Der Datenschützer steht als Depp da. Auch dann, wenn er selbst auf "Datenhygiene" achtet. Nach heutiger Auffassung ist nämlich nicht der Schnüffelstaat paranoid, sondern der Kontrollierte.

Offenbar verschwindet inzwischen jede Hemmung beim Abgreifen von Daten. Auch die absurdeste Idee führt zu keinem Protest. Vielleicht ist manche einzelne Maßnahme allein nicht so schlimm. Aber jede Maßnahme ist ja nur ein kleines Teilstück. Es ist wie bei der Bürokratie oder beim Schilderwald. Was erst mal da ist, bekommt man nicht mehr weg. Aber es wird ganz sicher immer mehr.

Die Vorratsdatenspeicherung ist psychologisch durch. Die Geheimdienst-Spionage ist akzeptiert. Datensammlungen der Wirtschaft sind akzeptiert. Alltagsverhalten soll erfasst werden. Jetzt wird schon Abschaffung des Bargelds diskutiert. Kommt wirklich gar kein Protest?

Bertram in Mainz am 8.06.15 11:04

@Micha: Dass die Datensammlungen von Facebook oder Google mitunter Grenzen überschreiten, möchte ich gar nicht bestreiten. Deshalb schreibe ich ja extra: Es fehlt eine Regulierung, und selbstverständlich ist es wichtig, das Vorgehen dieser Dienste immer auch kritisch zu begleiten. Es bleibt aber für mich dabei dabei: Ich habe die Freiheit, diesen Diensten fernzubleiben, zum einen, indem ich mich nicht anmelde, zum anderen durch anonymes Surfen und andere Maßnahmen. Das alles habe ich im Falle staatlicher Überwachung nicht.

Dennis Horn am 8.06.15 12:34

Zunächst einmal, die relevanten Daten beziehen sich auf die Verbindungs- bzw. Kommunikationsdaten. Die dahinter liegenden persönlichen Daten müßten erstmal ausgelesen und zugeordnet werden. Das kann sinnvollerweise nur im Einzelfall geschehen, wenn Interesse besteht, strafrechtlich relevante Tatbestände aufzuklären. In der breiten Masse sprengt das jegliche zeitlichen Verhältnisse. In sozialen Medien wird täglich ein Seelenstriptease vollzogen, der den riesen Aufschrei gegen die Vorratsdatenspeicherung unverständlich macht. Das was dort jeden Tag auf's Neue preisgegeben und veröffentlicht wird, ist im Grunde schon ausreichend, sich allen Ernstes die Vorratsdatenspeicherung zu ersparen ! Warum ist der Staat immer der personifizierte Feind ? Freiheit muß auch Grenzen haben, sonst mutiert sie zur Anarchie !

Gandalf am 8.06.15 12:45

Zunächst einmal, die relevanten Daten beziehen sich auf die Verbindungs- bzw. Kommunikationsdaten. Die dahinter liegenden persönlichen Daten müßten erstmal ausgelesen und zugeordnet werden. Das kann sinnvollerweise nur im Einzelfall geschehen, wenn Interesse besteht, strafrechtlich relevante Tatbestände aufzuklären. In der breiten Masse sprengt das jegliche zeitlichen Verhältnisse. In sozialen Medien wird täglich ein Seelenstriptease vollzogen, der den riesen Aufschrei gegen die Vorratsdatenspeicherung unverständlich macht. Das was dort jeden Tag auf's Neue preisgegeben und veröffentlicht wird, ist im Grunde schon ausreichend, sich allen Ernstes die Vorratsdatenspeicherung zu ersparen ! Warum ist der Staat immer der personifizierte Feind ? Freiheit muß auch Grenzen haben, sonst mutiert sie zur Anarchie !

Gandalf am 8.06.15 12:46

Zunächst einmal, die relevanten Daten beziehen sich auf die Verbindungs- bzw. Kommunikationsdaten. Die dahinter liegenden persönlichen Daten müßten erstmal ausgelesen und zugeordnet werden. Das kann sinnvollerweise nur im Einzelfall geschehen, wenn Interesse besteht, strafrechtlich relevante Tatbestände aufzuklären. In der breiten Masse sprengt das jegliche zeitlichen Verhältnisse. In sozialen Medien wird täglich ein Seelenstriptease vollzogen, der den riesen Aufschrei gegen die Vorratsdatenspeicherung unverständlich macht. Das was dort jeden Tag auf's Neue preisgegeben und veröffentlicht wird, ist im Grunde schon ausreichend, sich allen Ernstes die Vorratsdatenspeicherung zu ersparen ! Warum ist der Staat immer der personifizierte Feind ? Freiheit muß auch Grenzen haben, sonst mutiert sie zur Anarchie !

Gandalf am 8.06.15 12:46

@Gandalf: Zur Frage der "Einzelfälle" und der "Freiheit", die "Grenzen" haben müsse, habe ich oben schon einen Artikel aus der vergangenen Woche verlinkt: http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2015/05/lugen_fur_die_vorratsdatenspei.html. Nutzern sozialer Netzwerke pauschal Seelenstriptease vorzuwerfen, zeugt aus meiner Sicht vom Unverständnis eines großen Teils des Geschehens dort.

Dennis Horn am 8.06.15 12:52

@Gandalf: Wer Google oder ähnliches nutzt, entscheidet selber, ob er diese Dienste nutzt. Was Sie nicht sagen: Der Staat sammelt ALLE Daten über seine Bürger. Ohne dass der Bürger sich dagegen wehren kann, und dann auch noch auf Kosten des Bürgers.
Sie, Gandalf, geben uns allen, da sie das so wollen, Ihre Kontonummer, Ihre Geheimzahl, Ihre TANs, Ihre Kreditkartennummer, die Prüfzahl dazu, Ihre Steuernummer, Ihre KV-Nummer. Denn diese Daten landen dank der der Bundesregierung in den Händen der Kriminellen, denen die Bundesregierung diese Daten geben will.
Und sie geben auch falsches Zeugnis mit ihrer Behauptung, Daten würden angeblich nur zeitweise gespeichert. Das ist eine glatte Lüge. Alle unsere Mails, alle Telefonate, alle Webseiten, alle Orte an denen wir sind werden für alle Ewigkeit gespeichert. Wenn Sie das Gegenteil glauben, haben Sie entweder nicht die Geringste Ahnung von dem, was Sie auswerfen, oder Sie werden für ihr Auswürfe bezahlt.

Thomas Berscheid am 8.06.15 14:07

@Gandalf: Freiheit muss Grenzen haben? Dann gehen Sie doch zu ihrem Freund Putin. Oder gehen Sie nach Nordkorea und feiern Sie dort die Superfreiheit.
Sie haben die Freiheit, Ihre Absonderungen hier frei zu äußern. Sie wollen also die Freiheit vernichten, sie Sie hier ausnutzen.
Wir warten auf Ihre Kreditkartendaten. Und außerdem schreiben Sie hier bitte ins Forum, welche Telefonnummern Sie in den letzten 20 Jahren gewählt haben. Und posten Sie hier den gesamten Browserverlauf Ihres Lebens.
Ich sehe gerade... Sie waren vor ein paar Tagen in der Nähe eines Polizeieinsatzes. Sie haben sich also eines Verbrechens schuldigt gemacht. Ihrer Logik nach, wenn man das glauben sollte.

Thomas Berscheid am 8.06.15 14:15

@Micha: Ich nutze Facebook und Konsorten nicht, nicht einmal einen Virenscanner. Muss ich trotzdem meine Daten vom Staat stehlen lassen? Diese ganze Vorratsdatenspeicherung bringt doch allem Anschein nach sowieso nichts. Und nur auf Abfrage? Wenn demnächst die Behörden die Gerichte mit Abfragen nur so zuschütten, werden die zum Selbstschutz eh alles durchwinken. Was spricht bitte dagegen ordentliche Ermittlungsarbeit zu leisten?

pat am 8.06.15 14:51

@Gandalf: Sie können sich ja einem Seelenstriptease unterziehen, ich nicht! Und wenn das was dort überall kursiert doch ihrer Meinung nach reicht, warum greift der Staat dann nicht da ab. Das kann er von mir aus tun. Da wird er über mich nichts finden. Ich habe ein Recht auf Privatspähre. Wann ich mit wem wie lange telefonieren oder wann ich im Internet bin und was ich dabei schaue, geht den Staat verdammt noch mal nichts an.

pat am 8.06.15 14:56

Betr. Seelenstriptease. Wenn ich z.B. über einen ehemaligen Antwalt aus Syrien in den Medien lese, dass er vor lauter Angst um sein Leben aus Syrien flüchtet und seine verzweifelte Fluchtwege mittels Whatsapp/facebook dokumentiert, um der Welt mitzuteilen wie schrecklich es in seinem Land zugeht, dass Menschen flüchten müssen, dann muss man schlußfolgern, dass Menschen in Not auf ihr Dilemma aufmerksam machen wollen/müssen und Whatsapp und facebook ihre Nutzen haben. Es fragt sich, wie man wieder Ordnung und Frieden in Länder wie Syrien herstellt.

LiFe am 8.06.15 17:30

Das komplette Transkript der Merkel Diskussion vom 5.6.2015:

Kanzlerin Merkels Auftritt auf der heutigen Diskussionsveranstaltung des Stuttgarter Kirchentages (“Schöne digitale Welt – die Zukunft unseres Lebens”) dürfte so manche Christen zutiefst beunruhigt haben. Der Terrorismus könnte jeden der 80 Millionen Menschen in diesem Land schon morgen treffen. Deswegen müssen wir den Amerikanern noch bis zur Sommerpause Zeit geben für die Entscheidung, ob das deutsche Parlament die illegale Kooperation des BND mit der NSA im Zusammenhang mit Industriespionage, Bespitzelung von Institutionen und Politikern, der millionenfachen Übermittlung von Metadaten, anhand der sogenannten Selektorenlisten aufklären darf oder nicht.

https://machtelite.wordpress.com/2015/06/05/terrorgefahr-merkel-versetzt-kirchentagsbesucher-in-angst-und-schecken/

Bob Roberts am 8.06.15 19:30


@Dennis Horn am 8.06.15,12:52:
Der Link funktioniert so nicht. Der Grund ist winzig, führt aber zu einer Fehlermeldung. Der Punkt am Satzende wurde von der "schlauen" Software zum Link dazu genommen. Ohne Punkt funktioniert der Link:
http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2015/05/lugen_fur_die_vorratsdatenspei.html

Bertram in Mainz am 8.06.15 23:13

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 8:22

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 8:23

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 8:24

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, oder gar festnimmt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 8:37

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, oder gar festnimmt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 8:38

Ein weiterer Unterschied zwischen der Datenabgabe an den Staat und der Datenabgabe an Unternehmen: Unternehmen wollen unser Geld. Sie haben anders als die staatlichen Behörden kein natives Interesse daran, illegales oder abweichendes Verhalten anzuklagen oder zu verfolgen.
Amazon, Google oder Facebook können einen nicht daran hindern eine Grenze zu überqueren. Amazon, Google oder Facebook betreiben auch keinen Polizeidienst, der einen zuhause besuchen kommt, oder gar festnimmt, wenn in den Daten "Verdächtiges" erkannt wird.

vCjK am 9.06.15 10:27

Sorry für den Spam, hatte nicht gesehen dass die Übermittlung geklappt hat #internetimzug

vCjK am 9.06.15 10:32

@Dennis
Wenn Du der Diskussion (aus sicherhaltsweise mehrfach abgesendeten? Beiträgen einzelner Paranoiker) überhaupt noch gefolgt bist...
Das Wissen um die sogenannte Vorratsdatenspeicherung scheint arg begrenzt und emotional belastet zu sein.
Und DU kannst doch auch nicht immer anonym unterwegs sein.
Als Netz-Junkie kaufst Du bestimmt bei diversen Anbietern im Netz. Die wollen echte Adressen. Keine Fakes über diverse Proxis. Und über nachvollziehbare Wege auch ihr Geld.
Und die machen alle nur Geschäfte mit Dir, wenn Du deren AGBs zustimmts.
Und damit der Nutzung Deiner Daten.
Wieviel Entscheidungsfreiheit hast Du also wirklich?
Zieh den Stecker. Verlass das Netz.
DAS will doch aber Niemand.
Außer vCjK, Bob, pat, LiFe, Thomas und Bertram. Die bestellen Nix übers Netz und bezahlen auch ihren Internetzugang nur in Bar ;-)
Benutzen keine Kreditkarten, bezahlen niemals mit ec-Karte und besitzen auch keine deutschlandpaybackundtausendanderer Rabattkarten.

Micha am 9.06.15 11:08

@Dennis Teil2
Hierzulande ist man eben ein wenig paranoid.
Ich denke da auch gerade an Tante Googles Street-View.
Der "Deutsche" sieht sich zwar über diesen Dienst gern mal das geplante Urlaubsziel an...
Hat aber ein Problem damit, wenn das ein Anderer mit seinem Wohnumfeld tut.
Die Diskussionen waren endlos.
Und die Ergebnisse sind DER Brüller.
Am Wohnort meiner Eltern liessen sich Balkons und Fensterfronten eines "Wohnsilos" verpixeln. Obwohl die sich durch nichts von der öden, langweiligen Nachbarschaft unterscheiden.
Und meine ehemalige Berliner Wohnadresse ist noch besser.
Gibt man die bei Google ein, kann man per Street-View den Anblick einer Pixel-Show geniessen...
die auch unverpixelt keine Persönlichkeitsrechte verletzen würde.
Aber über die Seite der Hausverwaltung, die Lofts mit Spreeblick in diesem Gebäudekomplex vermietet, gibts nicht nur den "Straßenanblick", sondern den Rundum-View. Natürlich vollkommen unverpixelt.

Freiheit und Selbstbestimmung geht anders!


Micha am 9.06.15 12:00

Der Unterschied zwischen einvernehmlichen und gewaltsamen Sex sollte der Bundeskanzlerin bekannt sein, sprich, wenn ich meine Daten an ein Unternehmen freiwillig verkaufe (häufig heißt deren Gegenleistung "gratis"), ist es meine freie Entscheidung, wenn aber jemand bei mir einbricht und mir meine Daten stiehlt, dann ist es noch eine strafbare Handlung. Merkel will den Staat zum legalen Dieb machen!

generatoren am 10.06.15 8:26

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