Donnerstag, 02.04.2015

Mit Riff bunte Social-Videos erstellen

Videos sind gerade total angesagt. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter bevorzugen Videos bei der Sichtbarkeit: Wer bei Facebook ein Video einstellt, der erreicht damit mehr Menschen als mit einem Foto oder einem Posting ganz ohne Bilder. Deshalb werden derzeit immer mehr Tools angeboten, die es erlauben, Videos zu erstellen, zu bearbeiten und online zu stellen.

Das neueste Spielzeug für Videofans mit Affinität zu Social Media WWW: heißt Riff, eine eigenständige App aus dem Hause Facebook. Nach Meerkaat und Periscope eine weitere Social Media App, die sich dem Thema Video widmet - allerdings ohne Live-Funktion. Zumindest bislang.

Riff: Die neueste App aus dem Facebook-Universum; Rechte: Facebook
Riff: Die neueste App aus dem Facebook-Universum


Video-Ping-Pong
Mit Riff setzt Facebook seine Blog: Multi-App-Strategie weiter fort. Die ab sofort für iOS und Android verfügbare Riff-App setzt auf Gemeinschaftsarbeit. Damit ist nicht gemeint, dass man mit Freunden gemeinsam ein Video erstellt und bearbeitet, sondern dass man mit Freunden eine Videoreihe erstellt. Der eine dreht ein Video, wie er gerade einen Kaffee trinkt, danach der nächste Freund (ganz woanders), anschließend wieder einer. Auf diese Weise entsteht eine Videokette. Damit die Videos zusammenhängend bleiben, werden sie mit einem frei wählbaren Hashtag verbunden.

Facebook hat mit dem Hashtag #aprilfools einen Anfang gemacht. Unter diesem Hashtag sind Videos zu sehen, die sich mit Aprilscherzen beschäftigen. Man kann sich mit der Riff-App entweder Videos anschauen (und natürlich wird auch gezählt, wie oft einzelne Videos angeschaut wurden), oder man erstellt selbst ein Video. Ein weiteres Video an eine Video-Kette anhängen - gar kein Problem. Mit der App lässt sich das Video erstellen und posten. Auf diese Weise entsteht ein (langes) Video, das User im eigenen Netzwerk teilen können, auch im regulären Facebook.

Ein Beispiel-Riff: Mit der Banane in der Hand die Welt erkunden; Rechte: Facebook
Ein Beispiel-Riff: Mit der Banane in der Hand die Welt erkunden


Neue Kunstprojekte möglich
Die Idee ist gut. Auf diese Weise können Menschen aus aller Welt mit ihrem Smartphone in der Hand Videos erstellen, die gemeinschaftlich entstehen. In acht Sekunden um die Welt? Im Grunde kein Problem: Einfach acht Ein-Sekünder aneinander hängen, in denen man Sehenswürdigkeiten sieht - fertig. Riff bietet also den geeigneten Container für eine ganz neue Art von Video. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass die User damit allerhand kreativen Unsinn anstellen werden. Ich habe zum Beispiel ein kollaboratives Video entdeckt, da rennt jemand mit einer WWW: Banane in der Hand durch die Büros. Und dann der nächste. Und der nächste...

Natürlich: Riff eignet sich mal wieder hervorragend zur Selbstdarstellung. Davon lebt Social Media letztlich aber auch. Mir gefällt der Ansatz von Riff trotzdem, denn es bieten sich völlig neue Möglichkeiten, sich einem Thema zu nähern - und Riff stellt das nötige Werkzeug parat. Ich bin sicher: Riff wird sich durchsetzen. Positiv aus meiner Sicht außerdem: Von Livestreaming will Facebook offensichtlich nichts wissen. Das geht mit Riff nicht - und ist auch nicht geplant. Gut so. Denn Livestreaming bietet viel zu viele Möglichkeiten des Missbrauchs.

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Dienstag, 31.03.2015

Plauder-Spam dank Whatsapp?

Facebook-Chef Mark Zuckerberg lässt gerade nichts anbrennen. Er treibt seine Multi-App-Strategie Blog: mit Nachdruck voran - und entwickelt alle Apps weiter, ob Messenger, Instagram, Facebook App oder Whatsapp. Mit Whatsapp kann man jetzt auch kostenlos telefonieren, ein kostenloses WLAN oder eine Daten-Flatrate vorausgesetzt. Das war schon Blog: lange erwartet worden und wird nun tatsächlich nach und nach eingeführt, erst unter Android, später auch unter iOS und Windows. Viele freut das - aber nicht alle. Mich zum Beispiel. Ich könnte darauf verzichten. Eine App muss nicht alles können. Im Gegenteil.

whatsapplogo.png
Whatsapp plant Telefondienste übers Netz - kostenlos


Guten Tag, darf ich Ihnen Ihre Zeit rauben?
Wenn man kostenlos telefonieren kann, dann wird auch telefoniert. Mehr als sonst. Zum einen dürften Freunde öfter zum Telefonhörer greifen - manche fürchten sogar, dass könnte durchaus unbeabsichtigt passieren, weil die Anrufen-Funktion gleich neben der Chat-Funktion in Whatsapp liegt. Zum anderen, weil Werbetreibende immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, unser Interesse zu wecken. Was neu ist, funktioniert immer am besten, weil wir erst mal lernen müssen, wo die Stolperfallen sind. Die ersten Werbebanner wurden noch intensiv angeklickt - heute passiert das kaum noch.

Bedeutet im Klartext: Es wird vermutlich schon sehr bald auf dem Smartphone Anrufe geben, die letztlich nichts anderes als Werbung sind, schlimmstenfalls sogar Phishing-Versuche. Die Anrufer können irgendwo auf der Welt sitzen und sind nur schwer auszumachen (Stichwort: Strafverfolgung). Und ganz sicher werden auch zufallsgesteuert Nummern angerufen, und wenn man abhebt, spricht irgendein Roboter mit einem. Ich kann mich erinnern, dass das bei Skype auch lange Zeit ein Problem war. Schon jetzt wird mit der VoIP-Funktion Schindluder getrieben: User erhalten WWW: Fake-Einladungen zur neuen VoIP-Funktion. Wer sie annimmt, lädt Malware auf sein Mobilgerät.

WLAN oder Mobilnetz reichen für VoIP-Anrufe; Rechte: Whatsapp
WLAN oder Mobilfunknetz reichen für VoIP-Anrufe


Missbrauch programmiert
Sicher: Es wird natürlich immer wieder geeignete Methoden geben, Spam und Missbrauch zu unterdrücken. Aber schon warnen Experten: Virtuelle Rufnummern wie die in Whatsapp werden unter anderem dazu genutzt, offiziell stillgelegte Festnetznummern zu ersetzen. Mitunter auch für WWW: Scam, also den Betrug von Personen durch direkten Kontakt. Und da Facebook sein Whatsapp früher oder später auch auf den Desktop bringen will - eine Blog: Web-Version ist bereits in Vorbereitung -, betrifft das Problem künftig möglicherweise nicht nur Nutzer von Mobilgeräten, sondern jeden, der Whatsapp benutzt.

Meiner Meinung nach überwiegen die Nachteile, dass Whatsapp dank VoIP nun auch zum Telefonieren genutzt werden kann. Mal ganz abgesehen davon, dass dadurch noch mehr Daten und Informationen an den Datenstaubsauger Facebook gehen. Künftig können auch Gespräche getrackt und ausgewertet werden. Wer das Gebot der Datensparsamkeit befolgen möchte, sollte daher auf die VoIP-Funktion in Whatsapp besser verzichten. Ich werden das garantiert.

Wollen wir hoffen dass es so schlimm kommt wie hier befürchtet!
Dann könnte WhatsApp ja bald endlich zu Grabe getragen werden...

Kumuluss am 31.03.15 23:34

Wollen wir hoffen dass es so schlimm kommt wie hier befürchtet!
Dann könnte WhatsApp ja bald endlich zu Grabe getragen werden...

Kumuluss am 31.03.15 23:34

Wollen wir hoffen dass es so schlimm kommt wie hier befürchtet!
Dann könnte WhatsApp ja endlich bald zu Grabe getragen werden...

Kumuluss am 31.03.15 23:35

...es ist richtig, dass man aufpassen muss, gerade was den Datenklau und der gleichen an geht. Datenschutz ist eine wichtige Sache. Auf der anderen Seite geben user der verschiedensten Netzwerke so viel von sich preis, ärgern sich aber dann über neue Möglichkeiten die den Datenschutz aufweichen können. Hier ist es an jedem selbst, darauf zu achten was er wem und wo an Daten zur Verfügung stellt.

Bogi am 1.04.15 8:56

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Dienstag, 31.03.2015

Macht uns das Smartphone unzuverlässig?

Wann habt ihr zum letzten Mal eine Verabredung platzen lassen? Und wie viel Zeit war zwischen dieser Absage und der eigentlichen Verabredung noch übrig? Ich glaube ja: All unsere Smartphones sind zwar endlos praktisch. Sie machen es so einfach, jeden direkt zu erreichen. So einfach, Pläne zu machen. So einfach, sich spontan zu sehen. So einfach aber auch, jede Verabredung wieder zu überdenken oder abzusagen.


Der Filmemacher Alex Cornell war schon lange der Ansicht: Smartphones machen uns "flaky as #%@*".

Am Tag der Verabredung selbst merkt man es am stärksten: wenn wir uns noch einmal per SMS rückversichern, ob's auch wirklich klappt. Oder eine halbe Stunde vorher absagen. Oder rund um den Termin selbst schreiben, dass wir zu spät sind. Es ist was dran an dem Vorwurf, dass viele von uns heute so entscheidungsschwach geworden sind, so unverbindlich. Man hangelt sich so durch, selbst durch seine Freundschaften, und schiebt Menschen genauso hin und her wie die Termineinträge im Smartphone.

Ich habe lange überlegt, wie ich damit umgehe - und habe jetzt drei Pläne. Erstens: keine Rückversicherung mehr. Eine Verabredung ist eine Verabredung ist eine Verabredung. Wenn mein Gegenüber das mit der Zeit merkt, wird Verbindlichkeit draus. Zweitens: Außer im Notfall verhalte ich mich wie zu Zeiten, als es keine Mobiltelefone gab. Wenn ich nicht rechtzeitig absagen kann, also am Tag vorher, gibt es kein Zurück. Drittens: Ich mache Termine klarer. Tag, Uhrzeit, Treffpunkt. Kein Wischiwaschi-so-um-acht. Und jeder sagt entweder: ja oder nein.

Es ist ein bisschen traurig, dass wir überhaupt an diesen Punkt kommen, aber es ist auch so, dass Geräte wie das Smartphone unser Leben verändern können - und dann gilt es eben, neue Umgangsformen miteinander zu finden.


Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog, jeden Dienstag in der WWW: WDR 5 LebensArt im Radio und einmal im Monat in der WDR: Servicezeit im WDR Fernsehen.

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