Dienstag, 30.04.2013

Skypen mit dem Browser

Als Microsoft vor zwei Jahren für 8,5 Milliarden Dollar den Plauderdienst Skype kaufte, war noch nicht klar, was der Softwarekonzern damit eigentlich vor hatte. Nach und nach wurde aber ein Plan erkennbar: Microsoft integriert Skype überall dort, wo es sinnvoll ist. So können zum Beispiel ab sofort User von WWW: outlook.com über das übersichtliche Web-Interface auch skypen, also mit anderen Usern plaudern, chatten und sogar Video-Chats abhalten. Ohne Software laden und installieren zu müssen!

Der Dienst ist bereits gestartet, allerdings erst mal nur in einigen ausgewählten Ländern wie den USA oder England. Schade, Deutschand wird oft benachteiligt, soll aber immerhin schon bald folgen. Wie das Skypen via outlook.com in der Praxis aussieht, zeigt Microsoft in einem Werbevideo. Wenn die Bandbreite stimmt, sollte es auch genau so funktionieren.


Werbevideo: Microsoft zeigt Skype im Browser


outlook.com wird zu einer interessanten Plattform
Strategisch ist das Integrieren von Skype in outlook.com sehr schlau. Denn damit macht Microsoft WWW: Google Hangout Konkurrenz, ein Chat-Dienst, der ganz ähnlich funktioniert, aber auf Video-Chats mit bis zu neun Usern gleichzeitig spezialisiert ist. Skype ist jedoch viel weiter verbreitet und stärker etabliert, man erreicht also definitiv mehr Menschen per Skype als per Google Hangout. Daher ist die Integration von Skype in den Web-Dienst von outlook.com sehr interessant.

Viele Menschen werden es praktisch finden, Skype jetzt nutzen zu können, ohne eine Client-Software installieren zu müssen. Klar, wer Skype oft verwendet, profitiert von den Komfortfunktionen der Software. Aber für gelegentliche Chats und Videokonferenzen ist eine Web-Lösung bequemer. Dasselbe gilt für den Fall, dass man vor einem fremden Rechner sitzt und spontan skypen will. Skype selbst ist kostenlos, aber man kann über Skype auch kostenpflichtig telefonieren oder Extra-Dienste nutzen. Für Microsoft ist klar: Je mehr Menschen Skype kennen und verwenden, desto mehr lässt sich damit verdienen.


outlook.com wird zu einer interessanten Plattform
Die Integration von Skype in outlook.com zeigt noch etwas anderes: Microsoft entwickelt seine Plattform zu einer wirklich interessanten und komfortablen Kommunikationsplattform aus. Das macht Microsoft derzeit ohne Hektik, aber konsequent. outlook.com selbst ist ein optisch angenehm aufgeräumter und sogar komplett werbefreier E-Mail-Dienst, der sich wirklich sehen lassen kann.

Tja, die Amis sind schon clever!

Da brauchen die Europäer sich wegen Datenschutz nicht mehr anstrengen und das 'Department of "Homeland"' (klingt so putzig) ist immer bestens informiert - dank der Server in den USA! Woher hatte eigentlich das Internet seinen Ursprung ...

Das Fernmeldegeheimnis in Deutschland ist doch digitale Steinzeit!

So weiß der Ami immer, was in der Welt los ist.

Finde ich - doll!

Schwadralla am 30.04.13 13:02

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Montag, 29.04.2013

Wer Flatrate sagt, muss Flatrate liefern!

Haben wir eigentlich ein Grundrecht auf DSL im Turbotempo, ohne jede Beschränkung in Sachen Datenmengen und selbstverständlich auch noch zu Schnäppchenpreisen? Ganz sicher nicht: Es gibt kein Grundrecht auf so ein DSL-Traumland. Aber es gibt eine mehr als verständliche Erwartung, genau so etwas zu bekommen. Ausnahmslos alle Telkommunikations-Riesen bewerben ihre DSL-Zugänge als "turbo-schnell", ein Internet ohne Limit, alles kommt blitzschnell nach Hause. Alle Telcos verkaufen seit Jahren die DSL-Flatrate. Fixe monatliche Kosten - so etwas wollen die Kunden.


Telekom vergießt öffentlich Krokodilstränen
Deshalb darf sich eigentlich niemand wundern, wenn es nun zu einem lauten Aufschrei kommt, weil die Telekom öffentlich Krokodilstränen wegen des wachsenden Traffics vergießt und allen Ernstes den DSL-Zugang drosseln will. Egal, ob einen als DSL-Kunden die geplante DSL-Drosselung nun direkt betrifft oder nicht: Das war nicht der Deal, das war vor allem anders versprochen - ein ungeheurer Vertrauensverlust.

Andere Telcos würden sicher am liebsten ins selbe Horn blasen und dieselben Maßnahmen ankündigen, trauen sich aber (noch) nicht aus der Deckung. Wer Flatrate sagt, der muss auch Flatrate meinen und anbieten, finde ich. Ganz generell. Ich halte es auch im Mobilfunkbereich immer für einen Witz, wenn da von UMTS oder LTE Flatrate gesprochen wird, doch sobald man Gebrauch davon macht, ist das Inklusivvolumen auch schon verbraucht und man surft im Schneckentempo (oder zahlt extra für weitere Datenpakete).


flatrate.jpg
Wer Flatrate verkauft, muss auch Flatrate anbieten - eigentlich ganz einfach

Aufschrei verständlich: Versprochen gebrochen
Zugegeben: Ich kann durchaus verstehen, dass ein Unternehmen wie die Telekom DSL-Kunden nicht mag, die ein x-faches des üblichen Volumens verbrauchen, die rund um die Uhr Daten ins Netz und aus dem Netz pumpen. Solche Kunden kosten Geld. Damit verdient man nicht. Aber was nützt es? Letztlich ist alles eine Mischkalkulation. Wer "All you can eat" auf sein Türschild schreibt, muss damit leben, wenn auch gute Esser vorbeikommen.

Daher ist die nun nachgeschobene öffentliche Argumentation von Telekom-Chef Rene Obermann, der Bundeswirtschaftsminister Rösler jetzt noch mal wie einem Schuljungen erklärt, wieso eine DSL-Drosselung sein muss, auch nur bedingt nachvollziehbar. Sie wirkt kleinlich und auch ein bisschen hilflos. Die Argumente sind klar - aber auf die berechtigte Kritik, dass die Telekom die Flatrate abschaffen will, geht Obermann nicht ein. Im Grunde argumentiert Obermann ja so: Wir haben uns echt verrechnet, liebe Leute. Flatrate ist nicht bei jedem Kunden ein Bombengeschäft, jetzt müssen wir etwas ändern.


Nicht mehr mit dem Begriff Flatrate spielen
Wer seinen DSL-Kunden künftig nur noch begrenzt DSL-Zugang anbieten will - oder, wie gemunkelt wird, sogar WWW: Bestandskunden beschneiden will -, der sollte unbedingt Klartext reden: Dann eben keine Flatrates, sondern DSL-Pakete verkaufen, mit einem festgelegten monatlichen Inklusivvolumen. Wer eine Flatrate verkauft, der muss auch eine Flatrate liefern - und nicht hinterher jammern und sagen: "Bitte nehmen Sie uns nicht beim Wort."

So sollte es sein aber weit gefehlt. Auf dem Land bei mir gibt es sogar noch eine Zweiklassengesellschaft was DSL betrifft. Ich bin Upper Class mit DSL 6000 das sind mit Glück dann knapp 3000. Die Lower Class wird mit 500 herum abgespeist aber denen ist ja nichts versprochen worden. An manchen Tagen sind dann meine 3000 auch eingefroren und die Seiten lassen sich Zeit mit dem aufgehen oder die Leuchten am Router blinken böse, jetzt nicht heißt das. Die Telcom hat sich weit aus dem Fenster gelegt und wir Kunden müssen sie auffangen wenn sie heraus fällt. Trotzdem bin ich noch zufrieden weil es andere ohne Breitband in der Umgebung gibt. Man hat sich notgedrungen arengiert und in letzter Zeit hat das geklappt.

MG am 29.04.13 21:17

Super Kommentar! Würden doch Alle so klar, übersichtlich, informativ und sachlich berichten...
Danke Jörg!

Wolfgang am 30.04.13 6:09

Das sehe ich ein wenig anders,das mit dem"Grundrecht".Dies gehoert laengst dazu,der_freie_Zugang zu Informationen via Internet.Auch wenn es das BKA ein wenig anders sieht und deshalb Diktatoren weltweit die Moeglichkeit liefert ihren Buergern den Zugang zu verwehren,oder sie zu ueberwachen.Siehe u.a. Tunesien und Ägypten.Nicht umsonst zahlen wir ja die Zwangsabgabe auf das Internet-die GEZ.Da aber unsere Politiker das Internet nicht wirklich verstehen haben wir auch kein Gesetz fuer die diskriminierungsfreihe durchleitung von content und t-offline wird auch mit ihrer neuen Masche durchkommen,mit der sie ihre Management Unfaehigkeiten ausbuegeln wollen.Klappt ja auch gut mit der Neiddebatte gegen die contentanbieter,denn die dicken Fische sitzen ja alle im Ausland.In Deutschland wird aber so auch nie ein"dicker Fisch"heranwachsen koennen!Dabei braeuchten wir laengst flaechendeckend FTTD!

Grundrecht am 30.04.13 8:13

Ist doch genial gemacht. Da liefern sich vier Netzbetreiber eine Schlacht um Kunden. Die fängt man über den Preis. Um den eigenen Gewinn zu erhalten bzw. zu steigern reduziert man dafür stetig die Kosten. Outsourcing. Bis die preisbewussten Kunden z.B. vom in Billig-Callcenter outgesourcten, inkompetenten Service genervt sind und in Sendungen wie "Markt" ihr Leid klagen.

Währenddessen träumt die vernetzte Welt weiter in der Cloud vor sich hin. Hat jederzeit, überall und von jedem Gerät Zugriff auf alle Fotos, Videos, Dokumente. Und ist Eigentümer einer riesigen "virtuellen" Musiksammlung. Ohne im Besitz dieser zu sein.
Und in der Fachwelt wird von Spielekonsolen gemunkelt, die ohne Onlineverbindung praktisch wertlos sind.

Fein. Outsourcen und reduzieren lässt sich kaum noch was.
Aber jetzt BRAUCHEN die Kunden ja das Volumen. Ohne Netz kein Zugriff auf das in der Cloud herumschwirrende Eigentum ohne Besitz.
Ab jetzt kostets Maut.
Das ist erst der Anfang.

Micha am 30.04.13 8:21

Verbraucherinnen und Verbraucher gehen davon aus, dass sie mit einer Flatrate über einen Pauschaltarif fürs Telefonieren, für SMS oder Datenkommunikation verfügen, der sie vor Zusatzkosten schützt und nicht einschränkt. Tatsächlich aber beschränken diverse Anbieter Flatrates oft unbemerkt im Kleingedruckten auf einen fest umrissenen Leistungsumfang und halten bei der geringsten Überschreitung des Volumens die Hand auf oder drosseln die Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Die Verbraucherzentrale NRW hat mit einer repräsentativen Umfrage diese Erwartungshaltung abgefragt, um eine Grundlage zu haben, um gegen irreführende Werbung rechtlich vorgehen zu können: http://www.vz-nrw.de/weltverbrauchertag-2013--flatrates---begrenzte-pakete-statt-pauschaltarife--verbraucherzentrale-nrw-mahnt-telefonanbieter-ab

Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW am 30.04.13 8:44

Ach ja, der Herr Schieb hat's mal wieder nicht verstanden. Neuverträge ab morgen (1.5.2013) beinhalten nicht mehr uneingeschränkt eine "Flatrate". Altverträge sind von der Neuregelung eh nicht betroffen. Und: Die nötige Technik für die Datenbremse steht vor Mitte 2017 nicht zur Verfügung. Bis dahin wird sich noch viel tun. Da kann Herr Schieb schön ungebremst weiter surfen. Also gilt auch für den Datengott Schieb: Erst richtig informieren und dann lostippen. Oder einfach mal die Schiebbremse einschalten! Zudem wird seitens der Telekom lange vor der Einführung ein kleines Softwaretool kommen, mit dem jeder exakt seinen Datenverbrauch messen kann. Da werden sich dann all die Meckerer schämen, die dann plötzlich feststellen, dass sie nicht einmal die Hälfte der 75 GB verbraten.

Deborah Sagner am 30.04.13 8:46

@deborah: Ich habe es nicht verstanden? Dann ist es sicher so... Zwar wird bereits (dokumentiert) darüber nachgedacht, auch Bestandskunden zu drosseln, aber vermutlich darf das nicht erwähnt werden. Abgesehen davon beschäftige ich mich hier eher mit der Meta-Ebene. Aber wenn Sie kein Problem mit den geplanten Änderungen haben, ist doch alles fein. :)

Jörg Schieb am 30.04.13 9:56

hmm, also irgendwie scheinen alle da nicht wirklich ganz informiert zu sein! Denn von wegen, bestanskunden sind nicht betroffen!
Tcom will ALLE Verträge auf diese Volumen ändern. Also auch, welche die schon über 20 Jahre bei denen sind.
Es soll eine gestaffelte umstellung geben. Die ganz alten sollen da glaube ich 2016 oder 2020 betroffen sein. Quelle: Digit***** ( keine Werbung machend)
Zusätzlich, gibt es auch wirklich 2 Klassen Anbieter. z.b. von dem Waschbären die DSL version und Te.... sind die schlechtesten , welche ich kenne!
Auf Leitungen, wo z.b. einer der großen 16k+ liefert, schafft mit ausreden , te... grad mal 6/7 bis 9 schwankend.

martin am 30.04.13 11:51

Sehr geehrter Herr Schieb,

ich verfolge mit Interesse eine Vielzahl Ihrer Beiträge im WDR und schätze Ihre kompetente/n Meinung/Tipps. Aber leider hätte ich mir weniger Polemik in dieser Debatte gewünscht.
Ich vermute, dass diese Maßnahmen irgendwann auch Bestandkunden treffen werden; so naiv bin ich nicht. Aber man muss auch eingestehen, dass der Traffic in den bisherigen Tarifen von den Wenignutzern quersubventioniert werden. Man könnte auch eine stärkere Differenzierung der Tarife machen. Und: die meisten User (m.E. die schweigende Mehrheit) dürften von solchen Einschränkungen gar nicht betroffen sein. Auch stellt sich mir die Frage, ob der viele Datentraffic von einzelnen Usern überhaupt sein muss (siehe Flugauslastung nach 9/11).
Zum Schluss: der Begriff "Flatrate" stimmt eigentlich im Vergleich zu All-you-can-eat; der Kellner kommt nur langsamer. Besser ist der Vergleich Autobahn: wenn alle permanent unterwegs sind, gibts eben Stau. Außer ich bau die Bahn aus.
Nur m.M., gruß, F.

Frank Jesse am 30.04.13 13:45

Hmm, das Problem ist doch gar nicht die Begrenzung, sondern die Tatsache, dass dann bestimmte (eigene oder per Deal von der Telekom "abgesegnete") Angebote davon ausgenommen werden. Damit ist dann Essig mit Netzneutralität und der Kunde kann sich seine Inhalteanbieter nicht mehr beliebig selbst aussuchen.

Die Telekom kann dann eigene Streamingdienste anbieten, die nicht unter die Begrenzung fallen, während andere Angebote blitzschnell die verfügbare Datenmenge auffressen und damit für Telekomkunden unattraktiv werden. DAS ist doch das Problem (und auch die Intention).

joh am 30.04.13 13:59

Verkalkuliert. Fahrt doch mal nach Bonn und schaut selber wlche Autos dort gefahren werden und wie riesig und pompös alles dort ist. Und jetzt am Kunden sparen. Ist das nicht vielleicht das falsche Ende liebe Telekom? Oder ist der Druck der Aktionäre noch mehr gewachsen?

carsten am 30.04.13 16:00

Da wird garnichts"quersubventioniert"von wem auch immer!Wer es langsam will bei t-offline der kann ja eine geringere bandbreite buchen.Dies aber,was da geplant ist,ist schlich und einfach eine Mogelpackung die zudem an der Realitaet der user vorbeigeht .Dies ist auch so geplant da man damit GELD machen will indem man sich den Netzausbau sparen und gleichzeitig den usern fuer ein mieses Netz mehr Kohle abgreifen will.Zudem will man so den Druck auf contenprovider erhoehen der snail.com ebenfalls Kohle zu zahlen,damit sie von der Drosselliste herunterkommen!Bei meinem Provider kann ich A:solange ich will WELTWEIT telephonieren wie ich will,Fernsehen,VDSL mit 100 echten mb und ohne jegliche Drossel-und dies alles fuer einen Preis der deutlich unter dem liegt den ich zuletzt bei der drossel.com fuer 50mb zahlen"durfte".

@Frank Jesse am 30.04.13 19:15

Jawoll Herr Schieb. Dat meiste is richtich. Wenn - ja: wenn - wir einen richtigen Wirtschaftsminister hätten, dann WÄRE das "Problem" leicht zu lösen. Eine rechtliche für alle (!) verbindliche Klarstellung, dass mit dem Begriff Flatrate nur noch geworben werden darf, wenn eine angegebene Mindestgeschwindigkeit bzw Datenleistung/sec sowohl zeitlich als auch mengenmässig unbegrenzt garantiert und geleistet wird. Alles andere muss anders benannt werden.
Dann wäre das Werben mit "Flatrate" und einem inklusivvolumen von 50 MB ganz schnell zu Ende....
Aber mit einem FDP-Wirtschaftsminister, nee. Und die Ministerin für Verbraucherschutz - die Bayerin sieht ihre Aufgabe eher im Schutz der Leute die Verb rauchen - was immer das für'n Kraut sein mag....

Klint Ostwald am 1.05.13 0:11

Lieber Jörg Schieb, bitte bleiben Sie dabei, Computerfragen zu beantworten.
Politik können Sie nicht?
Wirtschaft auch nicht?
Schade?
Mir ist vor kurzem aufgestoßen, daß Sie Fatzebuck als Erklärung nutzten: "Es kann eben nicht überall jeder alles sagen."
Fatzebuck hatte Domian verboten zu sagen, was Fakt ist. Meinung hatte Domian gar nicht geäußert. Fatzebuck hat sich entschuldigt. Aber den zensierten Beitrag nicht wieder freigegeben. DAS IST EIN SKANDAL! Und Sie, Herr Schieb, haben erklärt: Es kann eben nicht überall jeder alles sagen.
Dabei haben Sie nur außer Acht gelassen: Fatzebuck ist wie eine privatisierte Autobahn. Da können die Wegelagerer zwar Gebühren für die Nutzung verlangen. Aber sie dürfen niemand von der Nutzung ausschließen. Denn: Zensur findet nicht statt. (Grundgesetz)
Der Fall der Datenautobahn ist ähnlich: Die zukünftige Diskriminierung findet nur nicht per Ausschluß statt, sondern durch Umleitung auf die langsame Spur. Internet für Arme. Sowieso. Oder nach 3 MB!?

Traurig am 1.05.13 12:35

@Traurig-ist dein Kommentar.Politik ist ALLES was Menschen miteinander kommunizieren,verbal und non verbal.Du also willst den Diktator spielen und Schieb den Schieber schliessen=Mund und "Feder"verbieten?Ach nein,Schieb duerfte sich ja noch zu"Computer"aeussern-nur scheint dir leider noch nicht aufgefallen zu sein das "Computer"ohne Politik garnicht geht,denn alles was"Computer"direkt oder indirekt beruehrt hat Auswirkungen auf Politik,oder wird von Politik beeinflusst.Btw. es ist ein sehr schlechter Diskussionsstil jemand mit der Begruendung er haette keine Ahnung von einem Thema,den Mund verbieten zu wollen-obwohl der Kontrahent nur eine andere Meinung als man selber zu bestimmten Punkten hat.Eine Diskussion ist der Austausch von streitigen Argumenten\Meinungen und funktioniert nur ohne Totschlagargumente.Dabei geht es darum das_beide_Seiten einen Gewinn davon tragen,daraus lernen koennen und eben nicht darum "den Gegner"zu vernichten!

Politik am 2.05.13 7:02

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Donnerstag, 25.04.2013

Linklounge 13/17: Drosseln, Nerds und Kneipe

Passend zum aktuellen Frühlingsbesuch ein Strauß Links aus dem Garten von Digitalistan, darin: Neues zu einem konkreten Bedrohungsszenario für die Netzneutralität, Futter für Serien- und Musiknerds, Fans verfallener Gebäude und neue Perspektiven für Fahrradfreunde.

Blog: Insa Moog

Die Ankündigung, Flatrates zukünftig ARD: nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens zu drosseln (analog zum Vorgehen bei mobilen Datentarifen), hat der Deutschen Telekom viel Kritik eingebracht, WWW: #drosselkom - eines der Top-Aufregerthemen der Woche. Wann die Drosselung beim eigenen Tarif greifen würde, rechnet WWW: Drossl.de vor. Wirklich überrascht ist aber wohl kaum jemand von dieser Entwicklung: WWW: Netzneutralität ist gesetzlich (noch) nicht verankert. Die Argumentation der Telekom WWW: erscheint einigen überdies fadenscheinig. Die WWW: Petition des Schülers WDR: Malte Götz, hatte schnell über 30.000 Unterstützter.

Darf auch nicht fehlen: Das wichtigste Katzenvideo der Woche ist definitiv das hier, Stichwort "Staubsauger":

Blog: Dennis Horn

Meine Links der Woche: ein großes Paket für Nerds. Beginnen wir mit den Musiknerds. Buzzfeed hat WWW: "17 Fragen aus Popsongs, endgültig beantwortet". Von "Are we human or are we dancer?" über "Who wants to live forever?" bis "Where have all the cowboys gone?" - ganz große Kunst.

Weiter mit den Seriennerds: Bei Foursquare bin ich auf die großartige Liste WWW: "Welcome to Twin Peaks" gestoßen - alle Drehorte einer der legendärsten Fernsehserien der Zeit, verzeichnet im Check-in-Dienst Foursquare. Für den nächsten Urlaub im Nordwesten der USA unverzichtbar.

Und zum Schluss ein bisschen Stoff für die Twitter-Nerds: #flock - die Twitter-Kuckucksuhr. Leider gibt es sie nicht zu kaufen; bisher sind nur Einzelstücke hergestellt worden. Aber allein der Gedanke daran lässt mein Zwitscherherz höher schlagen.

Blog: David Ohrndorf

Ich bin ja ein großer Freund von verfallenen und verlassenen Gebäuden - die gucke ich mir gerne von außen, manchmal auch von innen, an. In der Ruinen-Erkundungsszene, wo Authentizität und Unentdecktheit verlassener Gebäude ein hohes Gut sind, kann man mit den WWW: Beelitz-Heilstätten schon lange niemanden mehr locken. Die kennt jeder, dort wurden schon viele Filme und Musikvideos gedreht und der Komplex in der Nähe von Berlin ist alles andere als verlassen: Immer wieder richten sich dort Obdachlose ein und es gibt regelmäßig Führungen für Touristen. Für mich sind Aufnahmen aus den Heilstätten dennoch immer wieder beeindruckend, zum Beispiel, die in diesem Video:

Blog: Stefan Domke

Wer schon immer einmal mit einem fast fünf Meter hohen Fahrrad durch Los Angeles fahren wollte, kann dies nun völlig gefahrlos am Computer tun. Denn Richie Trimble, der das ungewöhnliche Gefährt anlässlich eines großen Fahrrad-Events zusammengeschweißt hat, filmte seine Jungfernfahrt. Aber Achtung, der Clip ist nur für Schwindelfreie geeignet:

Themenwechsel, Bayern: Kennt irgendjemand einen netten Immobilienmakler in München? Okay, falsche Frage: Kann vielleicht irgendjemand mit Münchener Kontakten helfen, damit die "Schoppenstube" von Gerti eine neue Bleibe findet? Denn seit fast 40 Jahren ist diese Kneipe in der bayerischen Landeshauptstadt eine Institution und weit über den Weißwurst-Äquator hinaus bekannt - auch und vor allem dank des burschikosen Charmes der 65-jährigen Wirtin Gerti. Weil ihr Pachtvertrag aber in Kürze ausläuft und nicht verlängert wird, WWW: setzen ihre Fans jetzt aufs Crowdsourcing und haben einen Video-Aufruf gestartet." Mit dabei: Tatort-Kommissar Udo Wachtveitl, OB Christian Ude und Schauspieler Ottfried Fischer.

Zu guter Letzt ein Lesetipp: WWW: Der Live-Ticker des Magazins 11Freunde zum Champions League-Spiel Borussia Dortmund - Real Madrid. Einen Live-Ticker zum nachträglichen Lesen? Unbedingt, ich habe mich köstlich amüsiert.

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