Donnerstag, 13.08.2015

Akku laden wie MacGyver

Ein schöneres Nebenprodukt ist bei einem Fernsehbeitrag noch nie entstanden: Als ich für die Servicezeit im WDR Fernsehen einen Beitrag darüber gedreht habe, wie man es schafft, WDR: dass der Smartphone-Akku länger durchhält, Blog: was dringend nötig ist, sind wir auf einen Trick gestoßen, wie man den Akku im Notfall auch unterwegs aufladen kann.

Kabel, Adapter und Batterie; Rechte: WDR/Dennis Horn
Vier Gegenstände - und man fühlt sich beim Aufladen wie MacGyver.

Man nehme: ein Aufladekabel, eine 9-Volt-Blockbatterie, einen Schlüssel sowie einen USB-Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto. Ich gebe zu: Das sind nicht gerade die Gegenstände, die direkt zum Greifen nahe sind. Aber als MacGyver aus Bambusholz, Kunststoffplanen und dem Motor eines Betontrommelmischers ein Kleinflugzeug mit zwei Sitzen gebaut hat, ging es ja auch nicht um Realismus, sondern um den Spaß.

Der Trick, den wir aus WWW: einem russischen YouTube-Video haben, geht nun so: Ihr haltet den USB-Adapter mit angeschlossenem Aufladekabel an den Pluspol der 9-Volt-Blockbatterie - und den Schlüssel an den Minuspol. Sobald ihr nun den Schlüssel mit dem Kontakt das USB-Adapters in Verbindung bringt, startet der Aufladevorgang.


So einfach geht's: die ausführliche Anleitung zum Aufladen per 9-Volt-Blockbatterie

Aus Erfahrung kann ich sagen: Die Vorrichtung während des kompletten Ladevorgangs so festzuhalten, dass sie nicht ständig umkippt, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Deshalb ist die Idee aus dem Video, sie mit ein bisschen Tape zu stabilisieren, eine wirklich gute.

Wie sagte noch mal der Lada-Fahrer: "Mit ´nem Hammer und ´nem Draht kommst Du auch bis Leningrad!"

Der Alte am 13.08.15 16:24

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Mittwoch, 12.08.2015

Internetblogs und so

Nach meinem Blog: Rant zum Begriff "Internetblogs" durfte ich noch viele Diskussionen führen. Zum Beispiel mit Journalisten, die sagen, WWW: der Zusatz "Internet" sei nötig, damit auch nicht-digitalaffine Zeitungsleser verstehen, was gemeint ist. Warum man dann überhaupt einen Begriff nehmen muss, der auf "Blog" endet und nicht "Onlinemagazin", "Publikation" oder "Internetseite" sagt, erschließt sich mir bis heute nicht.

Auch "Bits und so" hat sich WWW: in seiner neuen Ausgabe mit diesem Thema beschäftigt.

Jetzt muss die Kunde nur noch in der Politikredaktion der FAZ ankommen, die sich WWW: nach WWW: wie WWW: vor hartnäckig weigert, die Realitäten des Jahres 2015 anzuerkennen.

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Mittwoch, 12.08.2015

Keine Updates für Oldie-Apps

Wenn es um das Thema Cyberattacken und Datensicherheit geht, gibt es eine Handlungsanweisung, die von allen Experten mantraartig wiederholt wird (und zwar aus gutem Grund): Updates einspielen und so bekannte Sicherheitslecks stopfen. Doch was, wenn der Hersteller keine Updates mehr liefert - wie im Fall von Blog: Windows XP? Dann sollte man umsteigen und weiß es auch.

Aber was, wenn der Hersteller Updates liefern möchte, kann es aber nicht, weil der Betreiber des App-Stores das nicht ermöglicht? Dann wird es ein wenig absurd - doch leider genau das ist Realität bei mobilen Betriebssystemen wie iOS. Da kann man zwar Updates vom Betriebssystem selbst einspielen und auch von Apps, aber nur, so lange sie im App-Store gelistet sind. Danach nicht mehr.

iOS bietet nicht in jedem Fall Updates an; Rechte: dpa/Picure Alliance
iOS bietet nicht in jedem Fall Updates an


Beispiel: Outbank 2
Ein konkretes Beispiel hat mich auf die Spur gebracht. Schon seit einer ganzen Weile nutze ich Outbank 2. Eine praktische App, um Umsätze auf Bankkonten und Kreditkarten im Blick zu behalten. Doch seit Ende Juni zickt die App: Weder kann ich die neuesten Umsätze bei American Express abrufen, noch bei der Lufthansa-Karte. Die ersten paar Mal dachte ich noch: Da gibt's halt Schwierigkeiten bei der Kommunikation zwischen App und Server. Doch mittlerweile weiß ich: Die App müsste aktualisiert werden, da die Kreditkartenbetreiber offensichtlich die Spielregeln geändert haben.

Doch: Es gibt keine Updates für Outbank 2. Denn die App ist nicht mehr im App-Store, da der deutsche Hersteller nur noch die erweiterte Version anbietet, die anders heißt, mehr kann und eben kein direkter Nachfolger von Outbank 2 ist. Wer Outbank 2 mal gekauft hat, kann die App weiter benutzen, doch neu laden und installieren, das geht nicht, weder unter iOS, noch auf dem Mac. Und deswegen kann der Hersteller keine Updates anbieten. Es ist unmöglich, eine App zu aktualisieren, wenn man sie nicht mehr für Neukunden im App-Store feilbieten möchte.

Outbank 2 lässt sich nicht mehr aktualisieren; Rechte: Outbank
Outbank 2 lässt sich nicht mehr aktualisieren


Updates nur für gelistete Apps
Das ist ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko: App-Anbieter, die eine App aus Apples App-Store entfernen, haben keine direkte Möglichkeit mehr, Updates anzubieten, selbst wenn sie das wollen oder es dringend erforderlich wäre. Ich halte das für ein relevantes Sicherheitsleck, über das nicht ausreichend nachgedacht wurde. Entwickler von Android-Apps können Updates immerhin zum direkten Download anbieten. Das ist zwar nicht die beste Wahl, weil man eigentlich Apps nur im Play Store lädt - aber: Es ist immerhin möglich. Apple-User hingegen haben keine Chance. No Updates.

In einer Zeit, in der alle über Sicherheit reden und über die Verantwortung jedes einzelnen, sich um Updates zu kümmern, ist es skandalös, dass führende App-Stores sich nicht ausreichend Gedanken um dieses Thema machen - oder besser: Es ignorieren. Vermutlich steckt ein Kalkül dahinter: Mit Apps, die man nicht mehr kaufen kann, lässt sich nichts verdienen. Wieso sie weiter unterstützen? Sollen die Leute doch auf andere Apps ausweichen - und dabei womöglich den einen oder anderen Euro abliefern. Schändlich.

Ähm, gibt es denn überhaupt ein Update für Outbank 2, welches man installieren *könnte*?? Ich lese das jetzt richtig - der Hersteller stellt die alte Version ein und bietet eine neue Version inkl. einfachster Übernahme der Altdaten an - und Apple ist mal wieder an Allem schuld??? Stand in den alten Lizenzbestimmungen denn was von "lebenslangem Upgrade-Recht"? Ach, gar nicht erst gelesen?;-)

(Hüstel) Wie lange waren denn z.B. alte Oracle-Versionen ohne tüchtig Servicekosten noch upgradebar, wenn die neuen Versionen rauskamen???

vaikl am 12.08.15 13:39

Ist in Digitalistan auch Dommerloch? Mehr an den Haaren herbeigezogen geht wohl wirklich nicht. Schändlich.

Hans Mehrschrot am 12.08.15 20:38

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