Dienstag, 12.08.2014

Auf die Tische!

Der überraschende Tod von Robin Williams berührt bzw. interessiert viele Menschen weltweit. Alleine WWW: bei den Google-Trends Deutschlands sind heute bereits mehr als 1 Million Suchanfragen gezählt worden (auch die mehr als 100.000 Suchanfragen nach dem Sänger Robbie Williams können wohl hinzugezählt werden).

Und natürlich sind die sozialen Netzwerke und Medienseiten voll von R.I.P.-Meldungen, oftmals ergänzt um besonders WWW: schöne oder lustige Fotos und WWW: Videos mit dem Ausnahmeschauspieler.

Youtube-Clip der Schluss-Szene aus dem Film 'Club der toten Dichter'

Doch irgendjemandem war das vielleicht zu gewöhnlich. Und so entstand die Idee, auf kreativere Art Abschied zu nehmen: Indem ein Detail der wohl berühmtesten Szene eines Robin Williams-Film nachgestellt wird. Inzwischen steigen immer mehr seiner Fans in Deutschland auf Büro-, Küchen-, oder Esstische. WWW: Das Ergebnis findet sich unter dem Hashtag #aufdietische. Meins auch. Gute Reise, My Captain!

Blog: Blogger-Füße auf einem Schreibtisch;  Rechte: WDR/Domke WDR-Blogger folgt dem Aufruf #aufdietische im Gedenken an Robin Williams


Hallo lieber Stefan,

Danke dir zuerst mal das du über das Hashtag berichtet hast,
aber es war nicht nur eine Hommage an Robin Williams es war viel mehr
auch ein Wachrütteln. Die Akteure hinter dem Hashtag wollten mit diesem auch auf die Thematik rund um Depressionen aufmerksam machen und ein Statement dafür setzen, dass es leider viel zu oft unter den Tisch gekehrt wird.

Leider sieht die Gesellschaft Depressionen nicht als das an was es in Wahrheit ist, eine ernste Erkrankung. Robin Williams schrieb einst: "Depression diskriminiert nicht. Egal ob alt oder jung, reich oder arm. Depressionen können jeden von uns treffen."

Und es ist tragisch, dass erst der Suizid eines Prominenten die Leute wachrüttelt und dazu führt das man dieser Thematik Aufmerksamkeit schenkt,
doch sollte man sie jetzt nicht wieder unter die Tische fallen lassen sondern eben auf den Tisch steigen und diesen Leuten Gehör schenken.

So wie der Captain es uns in seinen Filmen beigebracht hat.

Chuck

Chuck am 13.08.14 18:54

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Mittwoch, 23.07.2014

Wenn der Gazastreifen im Rheinland läge ...

Wer regelmäßig Bilder aus den weltweiten Kriegs- und Krisengebieten konsumiert, stumpft irgendwann ab. Oft fehlt mir außerdem auch die geografische Grundlage, um das Gesehene einordnen zu können. Wie groß ist z.B. dieser aktuelle "Krisenherd" im Nahen Osten? Und was heißt es eigentlich, wenn durch den Start einer Hamas-Rakete in 120 Kilometer Entfernung Leben bedroht wird? Und wie groß ist das Gebiet, in dem die Menschen derzeit unter dem Einmarsch der israelischen Armee leiden?


Kartenausschnitt Kartenausschnitt: Größenvergleich Gazastreifen/Köln/Bergisches Land


WWW: Die ebenso simple wie beeindruckende Web-App "If Gaza or Israel was in..." hilft mir Antworten auf diese Fragen zu finden: Indem ich interaktiv eine maßstabsgetreue Schablone des Gazastreifens über eine beliebige Vergleichsregion auf einer WWW: Openstreetmap-Karte ziehen kann. Nach demselben Prinzip bekomme ich auch ein realeres Gefühl für die Reichweite der Hamas-Raketen. Schrecklich und hilfreich zugleich.

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Dienstag, 11.02.2014

Anti-NSA-Tag und keiner kriegt' s mit?

Eigentlich ist es ganz einfach: WWW: thedaywefightback.org in seinem Browser aufrufen, die eigene Mailadresse und sein Herkunftsland als Zeichen seiner Unterstützung eingeben (JA, natürlich liest das auch die NSA) und zusätzlich den Button seiner Wahl anklicken, um die Botschaft über das gewünschte soziale Netzwerk zu teilen. Und schwups, schon habe ich mich mit allen anderen auf der Welt solidarisch gezeigt, die der Meinung sind, dass eine flächendeckende, verdachtslose Überwachung durch die NSA undemokratisch und gefährlich für jeden Rechtsstaat ist.

Ein internationales Bündnis aus fast 6.000 Unternehmen, Medien, Initiativen und Netzplattformen hat dies bislang getan. Unterstützt den Aufruf, dass man (wortwörtlich übersetzt) "zurückschlagen" werde. Kündigt an, dass man es nicht mehr tatenlos hinnehmen will, ohne Anlass abgehört und beobachtet zu werden. Deshalb soll heute weltweit gegen die illegale Überwachung der NSA protestiert werden.
Aktions-BAnner der 'The Day we fight back'-Initiative

Zu den Unterstützern gehören Greenpeace, die Washington Post, Amnesty International, der Guardian, die Mozilla-Foundation (die den Firefox-Browser vertreibt) sowie große amerikanische Bürgerrechtsbewegungen. In den USA kann über die Webseite der Organisatoren auf Wunsch sogar direkter Kontakt zum zuständigen Abgeordneten aufgenommen werden. Leider fehlen, anders als vor zwei Jahren, als WWW: die Aktion erstmals weltweit für Aufmerksamkeit sorgte, diesmal Google und Wikipedia im Unterstützerkreis. Und auch wer in der Unterstützerliste nach bekannten deutschen Unternehmen oder Medien sucht, wird kaum fündig.

Apropos fündig werden: Wer heute morgen nach „The day we fight back" googelte, bekam nicht einmal zwei Dutzend Nachrichtenseiten im deutschsprachigen Internet aufgelistet. Außer WWW: einem Beitrag auf Spiegel Online fand sich um 10 Uhr kein einziger Beitrag einer größeren deutschen Nachrichtenredaktion, leider auch nichts vom WDR. Der WWW: „Safer Internet Day" hingegen, eine staatlich finanzierte Aufklärungskampagne, die im Grunde nicht viel mehr sagt als „Achtung, auch im Internet wird betrogen und gelogen", liefert weit über 3.000 Treffer. Ich befürchte, viele von uns haben den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt.

Kein Wunder,denn"wir"schnueffeln ja auch und liefern der NSA zu!Keiner "unserer Journalisten"(bis auf einige Wenige)will sich unbeliebt machen,denn schliesslich gehoeren ja die Medien genau den Leuten die dafuer Sorgen das die Regierungen dieser Welt ihre Buerger ueberwachen-unter dem Vorwand der Terrorismus bekaempfung!Ist schon ein Wunder so eine"Aufklaerungs Kampnge wie der"Safer Internet day"-da ja Google,Fratzenbuch &Co. nur eine Art"privater NSA"sind und die Herrschenden kraeftig schmieren.

Robin am 11.02.14 17:18

Unglaublich, diese ständige Naivität: Der Kuchen möchte sich präsentieren und nun sollen alle Krümel sich sammeln. Pah, das kann er vergessen, der Kuchen. Der existiert doch in Wirklichkeit gar nicht. Und gegen die Schnüffelei ist man ja - de facto. Ich habe den Beitrag auf Spiegel-Online heute morgen übrigens auch gelesen. Und ich war erleichtert, dass nicht alle gleich auf diesen Zug aufgesprungen sind. Sonst hätte ich womöglich meine Homepage auch noch schnell umgestalten müssen, um im Einklang mit der "Netzgemeinde" zu sein.

Ich habe mir heute die "Strengsten Eltern der Welt" angeschaut: Ohne Elektronikspielzeug auf dem Balkan. Eine Therapie die ich mir auch für andere Wirrköpfe vorstellen kann. Endlich mal malochen. Sich nützlich machen.
Apropos Nutzen: Das Internet kommt sehr wohl ohne die Spaßgemeinde und ohne die Überwachungsgemeinde aus. Aber so ist halt das Internet: Jeder kommt rein. Jeder. Ob Mörder, Päderast, Stalker, Terrorist oder Spion. Ein Sumpf. "Bin ich schon drin?"

Dominik am 11.02.14 19:07

"Ich befürchte, viele von uns haben den Ernst der Lage noch immer nicht erkannt." Wohl war, Herr Domke. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie sehr mir dieses Thema am Allerwertesten vorbei geht. Ich lebe inzwischen in einer Diktatur, in der jeder, der abweichende Meinungen vertritt, verteufelt und diffamiert wird. Wäre ich ein paar Jahre jünger, würde ich noch heute in die USA auswandern, und meine neue Heimat patriotisch unterstützen.

Hans am 11.02.14 21:13

@Hans-sicher das du nicht doch "Horst"heisst?

Robin am 12.02.14 10:39

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