Sonntag, 19.10.2014

New York Times Video: Ebola in Monrovia

Ebola ist eine äußerst WDR: tückische und meist auch tödlich endende Krankheit. Und eine Krankheit, die längst nicht mehr allein auf Afrika beschränkt ist, wie aktuelle ARD: Fälle in Deutschland, Spanien und USA belegen. Aber wie es wirklich in den von Ebola besonders schwer gebeuteltem Ländern wie Liberia aussieht, davon macht man sich keine Vorstellung. Deshalb ist das neue Video der New York Times so eindrucksvoll: Ein acht Minuten langer Bericht über Rettungssanitäter in Monrovia.

Das Video zeigt in packenden Bildern, wie sich die Männer bemühen, den Patienten in der Hauptstadt von Liberia zu helfen - mehr oder weniger gut verborgen hinter Schutzkleidung und Atemschutzmaske. Keine einfache Aufgabe. Einige stecken sich trotzdem mit der Krankheit an, andere werden fast gelyncht, weil sie nicht schnell genug bei einem Patienten sind. Ein bedrückender Bericht, den die New York Times erstellt hat.

Die Aufregung zu Beginn ging nicht darum das"Sie"wer auch immer das sein sollte"nicht schnell genug bei den Patienten waren"-es ging darum das immer mehr Tote tagelang in der Gegend herumliegen.Nur wie sollen dies 15 Ambulancen in einer Millionenstadt mit schlechter Infrastructur schaffen?Wenn ich Menschen wie diesen Helden von Rettungssanitaeter sehe und sein Verhalten mit dem meiner Landsleute hier in DE vergleiche....kein Wunder das ich mich immer in solchen Landern wohler fuehle als in DE.

Robin am 19.10.14 16:17

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Freitag, 17.10.2014

Jetzt kann Twitter auch Musik

Was mal als reiner Nachrichtendienst angefangen hat, der auf 140 Zeichen beschränkt ist, entwickelt sich nach und nach zu einem multimedialen Allround-Genie. Fotos kann man schon länger über Twitter verschicken - wenn auch nur indirekt, indem man Links in die Tweets einbettet. Für Videos hat Twitter extra die Blog: Vine App erfunden. Und jetzt können einige Twitter-Accounts auch Sounds verschicken: Twitter ist dazu eine Kooperation mit Soundcloud eingegangen.

musiccards.png
Music Cards sollen Musik in die Twittersphäre bringen


Soundcloud ist erst der Anfang
Mit Hilfe der sogenannten "WWW: Audio Cards" lassen sich Soundcloud-Tracks direkt in der Mobile App von Twitter abspielen. Twitter hat dazu seine Apps entsprechend erweitert und aktualisiert. Soundcloud soll lediglich der "erste" Partner sein, offensichtlich plant Twitter, noch andere Musik-Partner ins Boot zu holen. Was viele vermutlich längst vergessen oder verdrängt haben: Twitter hat bereits vor einiger Zeit versucht, mit Blog: Twitter Music zu punkten. Hat aber nicht geklappt. Twitter Music hat niemand genutzt.

Die neue Option erlaubt also, Audiotracks in Tweets einzubetten. Wer einen Tweet mit eingebettetem Sound entdeckt, muss nicht extra auf einer Webseite vorbeischauen, um sich den Track anzuhören: Ein Klick auf einen solchen Tweet reicht, schon wird der Track direkt in der iOS- oder Android-App abgespielt. Soundcloud erledigt das Streaming im Hintergrund. Einmal angespielt, läuft der Track weiter, man kann die Twitter-App also weiter nutzen und muss nicht beim ursprünglichen Tweet bleiben.

soundcloud_hp.png
Soundcloud ist der offizielle Partner von Twitter


Erst mal nur für ausgewählte Accounts
Die Kooperation zwischen Twitter und Soundcloud kommt nicht völlig überraschend, denn vor einigen Monaten hat sich Twitter für das deutsche Startup interessiert. WWW: Soundcloud ist tatsächlich mal ein Startup aus Deutschland, das international erfolgreich ist.

Wer jetzt eifrig versucht, in seiner Twitter-App auch Soundcloud-Tracks zu verschicken, wird sich jedoch umsonst bemühen. Denn erst mal ist dieses Feature ausgewählten Twitter-Accounts vorbehalten. Audio Cards können zunächst nur Musiker und Radiostationen in Tweets einbinden. Den Anfang machen erst mal David Guetta, Coldplay und die BBC. So will man die Twitter-Gemeinde wohl erst mal daran gewöhnen, die neue Funktion anzunehmen. Auch Radiobeiträge und Podcasts sollen auf diese Weise verteilt werden.

Mir gefällt der Ansatz - das wertet Twitter auf jeden Fall auf. Und es wertet auch Audiobeiträge auf. Warum immer nur Fotos und Videos verteilen? Audios sind auch was Wunderbares. Dem trägt die neue Funktion von Twitter Rechnung.

Apple kann noch was ganz anderes, nämlich Ihre Wohnung abhören, Ihre Wanze kopieren, Ihre Aufenthaltsorte der letzten Jahre bis heute aufzeichnen und so weiter. Feine Sache, wenn die Datenkrake Twitter aufrüstet.

Ines am 17.10.14 16:52

" Mir gefällt der Ansatz - das wertet Twitter auf jeden Fall auf. Und es wertet auch Audiobeiträge auf. Warum immer nur Fotos und Videos verteilen? Audios sind auch was Wunderbares. Dem trägt die neue Funktion von Twitter Rechnung."

Das schreibt einer, dem der Datenschutz ein Fremdwort ist.

Ines am 17.10.14 17:00

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Donnerstag, 16.10.2014

Neuer Password Manager Encryptr

Die Spielregeln für ein gutes Passwort kennt mittlerweile jeder: Ein gutes Passwort besteht aus Klein- und Großbuchstaben, es enthält Ziffern und mindestens ein Sonderzeichen. Außerdem sollte man bei jedem Onlinedienst ein anderes Passwort verwenden. Wer das macht, der ist zwar nicht vollkommen sicher vor Hackangriffen, muss sich aber zumindest keine Gedanken machen, dass sein WDR: Dropbox-Konto geknackt werden kann, weil ein ganz anderer Onlinedienst gerade Ziel von Hackattacken war.

Allerdings gehen viel zu viele User den bequemen Weg und verwenden überall dasselbe Passwort. Dabei könnten sie sich von Password Managern helfen lassen: Man muss sich keine Passwörter mehr merken, denn die werden automatisch von der Software erzeugt und in die Login-Formulare eingetragen. Auch ganz lange Passwörter, die allen Ansprüchen an ein gutes Passwort genügen.

encryptr.png
Encryptr ist kostenlos und OpenSource


Encryptr kommt von den Machern von Spideroak
Doch viele vertrauen den einschlägig bekannten Password Managern nicht, so komfortabel sie auch sein mögen. Denn wer seine Passwörter synct, also auf unterschiedlichen Geräten verfügbar haben will, der speichert die Passwörter in der Cloud zwischen. Wer will da kontrollieren, auf welche Weise die Passwörter übertragen werden, ob sie hinreichend verschlüsselt sind und ob die Software alles richtig macht? Richtig: Niemand - denn in den Quellcode der Password Manager kann man in der Regel nicht reinschauen.

Anders beim nagelneuen Password Manager WWW: Encryptr, der von den Machern des Cloud-Dienstes Spideroak kommt. Spideroak habe ich Blog: hier bereits vorgestellt: Die Macher setzen auf ein Konzept namens "Zero Knowledge", die Daten werden bereits im Endgerät verschlüsselt und auch verschlüsselt übertragen. Sogar die Datenstruktur ist verschlüsselt und für Dritte - ohne den Schlüssel! - absolut uneinsehbar. Nach demselben Prinzip funktioniert auch der neue Password Manager Encryptr, der auf das WWW: OpenSource-Framework Crypton setzt.

Passwörter in Encryptr; Rechte: WDR
Daten lassen sich frei eingeben und speichern


Transparenz da komplett OpenSource
Auch bei der kostenlos erhältlichen Software Encryptr weiß der Betreiber nichts vom Benutzer. Nur der Benutzer selbst verfügt über den Schlüssel. Passwörter und andere sensible Daten wie etwa Kreditkartendaten, die man mit Hilfe von Encryptr speichern und bei Bedarf über die Zwischenablage in Webformulare eintragen kann, werden verschlüsselt gespeichert und übertragen. Da die Software komplett OpenSource ist, kann sich davon jeder selbst überzeugen. Das schafft Vertrauen.

Es gibt Encryptr derzeit für WWW: Windows, Mac OS und Linux - kostenlos. Auch für Android wird eine Version angeboten, für iOS bislang nicht. Encryptr speichert die Zugangsdaten in der Cloud, daher kann man von allen Geräten bequem darauf zugreifen. Da die Software noch relativ neu ist, kann sie in punkto Bedienkomfort noch längst nicht mit traditionsreichen Passwort Managern wie Lastpass oder Keepass mithalten. Diese Programme bieten beim Einrichten, Pflegen und Übernehmen der Zugangsdaten deutlich mehr Komfort. Aber in punkto Transparenz (OpenSource) und Sicherheit (Zero Knowledge) ist Encryptr ganz weit vorne.

also das, was KeePass schon seit Jahren macht

Olly am 17.10.14 6:40

SpiderOak mit Sitz in den USA (National Security Letter), daher besonders sicher.

macert am 17.10.14 7:17

@Olly-genau daran musste ich auch denken,als ich dies las.@macert-da Open source ist das Risiko von einer"versehentlicher"fehlerbehafteten Implementierung der Verschluesselungsalgorithmen doch recht gering.Ziehe allerdings auch lieber KeePassX vor.Storage sowieso nur unter meiner vollen Kontrolle!

Jo am 17.10.14 8:06

KeyPass?
Erhältlich für Spielzeug wie:

Win 2000
Win XP
Win 2003 Server
Windows Vista
Windows 7
Windows 8

Verpeilter am 19.10.14 10:20

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