Donnerstag, 14.03.2013

Linklounge 13/11: Das Spaßpaket

Spaß mit Landkarten, Spaß mit postenden Schuhen, Spaß beim Herumfuchteln und Spaß beim Nachdenken - die Links der Woche liefern viel Unterhaltung fürs Wochenende: Viel Spaß beim Lesen und Klicken!

Blog: David Ohrndorf
Vergangenes Jahr hat Nokia einen neuen 3D-Kartendienst gestartet. Unter WWW: Here.com soll es nach und nach viele Städte in 3D-Ansicht zu sehen geben. Die Karten aus Europa sehen leider bislang nicht so besonders toll aus, aber ein paar Vorzeige-Städte gibt es schon. Aus deren 3D-Ansichten hat Paul Wex ein Video zusammengebastelt. Wohlgemerkt: zu sehen sind keine fürs Kino gefilmten Stadtansichten, sondern Animationen mit dem Material aus dem Online-Kartendienst.

Und noch mehr Spaß mit Landkarten: Daten zu visualisieren ist im Journalismus grad ein großes Thema mit eigener WWW: Disziplin. Für schöne Datengrafiken braucht man aber noch nicht mal echte Daten, Stereotype reichen vollkommen aus. Desinger Yanko Tsvetkov zeigt in seinem Projekt "WWW: Mapping Stereotypes" wie es geht: Die Welt aus Sicht von Amerikanern, Europa aus Sicht der Deutschen, Europa aus Sicht der Griechen - echt lustig und schön gemacht.

Blog: Insa Moog

Internet der Dinge - Internet der Schuhe?? In der Google-Designstudie gibt der sprechende Schuh seinem Träger ein paar altkluge Hinweise und lobt auch mal, wenn dieser etwas in Bewegung gerät und Basketball spielt. All das wird natürlich auch live gepostet.

"Cool, endlich wieder Schnee. Los, lass uns über ne Eisfläche schlittern!", hätten meine Stiefel heute also texten, twittern, posten können. Haben sie aber nicht, und das macht mich nicht unzufrieden. Spannend wird es trotzdem, was die zunehmende Vernetzung demnächst so alles hervorbringen wird. Für den verschneiten Moment sehe ich mir dann erst einmal dieses Video an, in dem die Stadt mal eben zur Piste gemacht wird:

Blog: Jörg Schieb

Überall wird getoucht - nicht nur auf Smartphones und Tablets, sondern seit Blog: Windows 8 auch auf ganz normalen Notebooks und Tischrechnern, vorausgesetzt, ein Touchscreen ist im Einsatz. Aber wie wir alle wissen: So etwas hinterlässt hässliche Spuren auf dem Display. Der nächste große Trend könnte daher Gestensteuerung im wortwörtlichen Sinne sein: Wir fummeln mit unseren Händen vor dem Gerät herum, à la Blog: Minority Report, und steuern so die Software. So lassen sich mit Microsoft Kinect durchaus schon viele Spiele steuern und kontrollieren, doch die Entwickler wollen damit auch ernsthafte Anwendungen ermöglichen, auch am PC. Mittlerweile kann Microsoft Kinect zum Beispiel erkennen, ob die Hand offen oder geschlossen ist. Das ist dann so, als ob man die Maustaste drückt - wenn die Hand geschlossen ist, wird gezeichnet. Noch nicht ganz fertig, die Lösung, aber auf dem richtigen Weg, wie dieses Video zeigt.



Das war vermutlich mal überfällig: Endlich wurde mal kritisch das Frauenbild in Computerspielen analysiert. Klar, Lara Croft ist eine Heldin - aber welche Rolle spielen Mädchen und Frauen sonst in Computerspielen - und haben sie gespielt? Wenn man bedenkt, wie viele Hunderte Stunden manche mit Computerspielen, keine nebensächliche Frage, sondern eine ganz entscheidende. In diesem 23 Minuten langen Video erfährt man so einiges, anschaulich erklärt und mit vielen, vielen Beispielen. Fremdschämen für Sexismus in Computerspielen erlaubt. Es braucht also keinen Brüderle und keinen Blog: #Aufschrei.

Blog: Dennis Horn

Diese Woche ein bisschen Stoff zum Nachdenken. Beginnen wir mit den Kriminalitätsstatistiken, die in dieser Woche rausgekommen sind. WWW: Die Statistik von Nordrhein-Westfalens Innenminister Jäger führt zum Beispiel "mehr Internetkriminalität" auf. Dabei lohnt es sich, über dieses Wort nachzudenken. Denn es gibt ja auch keine Autokriminalität, Briefkriminalität oder Straßenkriminalität. neusprech.org WWW: nimmt das Wort "Internetkriminalität" zurecht auseinander.

Außerdem hat mich in dieser Woche WWW: "Das Shirky-Dilemma" gefesselt. Dieser Artikel im übrigens auch sonst großartigen WWW: kleinerdrei-Blog stellt eine spannende Frage: Das Facebook-Posting der besten Freundin, der Tweet des Kollegen, das Foursquare-Check-in des Ex-Freundes - wie bekomme ich in sozialen Netzwerken eigentlich mit, ob ich gemeint bin oder nicht? Das Internet und soziale Netzwerke gaukeln uns eine Nähe zu unseren "Freunden" vor, die uns aufs Glatteis führen kann. Je näher wir dem Sender sind, desto unklarer wird der Empfang. Spannend!

Und zum Schluss ein paar Gedanken von Nick Bilton, einem der besten Digital-Autoren aus den USA: In WWW: "Disruptions: Digital Era Redefining Etiquette" schreibt er wohltuend unaufgeregt darüber, was die digitale Zeit mit unseren Umgangsformen anstellt. Denn was früher vielleicht normal war, zum Beispiel jemanden nach dem Weg zu fragen, könnte heute schnell seltsam rüberkommen - schließlich trägt jeder ein Smartphone mit einer Kartenanwendung mit sich. Nick Bilton führt eine ganze Reihe von Beispielen auf - auch hier: viel Spaß beim Nachdenken!

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