Donnerstag, 07.03.2013
Linklounge 13/10: Wombat mit Google Glass im Moshpit
Zwei Fünftel der Bevölkerung von Digitalistan sind zur CeBIT entsandt, aber auch außerhalb von Hannover tut sich dieser Tage etwas. Wir haben ein paar hübsche Anwendungsformen zur Datenbrille Google Glass recherchiert und Neues zur Passwortsicherheit, Comic-Publishing und Moshpit-Forschung zusammengestellt. Viel Spaß beim Lesen und Klicken!
So viele gute Links in dieser Woche - und alle abseits der CeBIT. Da wäre zum Beispiel
der Angriff auf den Notizdienst Evernote, der dazu geführt hat, dass der Dienst die Passwörter aller Nutzer zurückgesetzt hat. Caschy hat in seinem Blog, das übrigens diese Woche sein Achtjähriges gefeiert hat, einen tollen Artikel über
sichere Passwörter und den Umgang mit der Cloud gepostet. Klickbefehl!
Gestern haben Dieter Könnes und ich in der WDR 2 Servicezeit
eine Stunde lang über soziale Netzwerke gesprochen. Die letzte Frage: Geht der Hype irgendwann vorbei? Ich sage: Es ist kein Hype - und er geht nicht vorbei. Die Mechanismen werden bleiben. Claus Hesseling zählt aber ein paar gute Gründe dafür auf, warum die Zeit für die großen sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter ablaufen könnte. Er nennt sie
"uncool, unsozial und unökologisch".
Ach, und es gibt noch so viele weitere Seiten, die ich euch in dieser Woche empfehlen möchte:
21 Ideen zu Google Glass,
den ersten sinnvollen QR-Code überhaupt,
ein Einblick in die Google-Suche von Google selbst und
die spannende Social-TV-Diskussion von SWRdirekt zum Beispiel. Viel Spaß beim Surfen!
Ja, Google Glass kann man sicher auf vielerlei Weise nutzen. Die im folgenden Clip gezeigte Anwendung scheint mir höchst plausibel [für zeitweise eingespielte Werbung ist der WDR nicht verantwortlich]:
Wie interessant unsere Gespräche bald sein werden. Oder eher nicht so interessant? Wirklich spannend finde ich die Vorstellung, irgendwann virtuell durch den menschlichen Körper navigieren zu können wie heute durch ganze Städte mit Street View: Eine internationale Forschergruppe hat eine
umfassende interaktive Karte des menschlichen Stoffwechsels erstellt, über die verschiedenste Prozesse nachvollzogen werden können - etwa, wie der Körper Nahrung in Energie umwandelt. Der Name:
Recon 2. Mit Hilfe dieser umfassenden Datensammlung sollen Ärzte mal in der Lage sein, den individuellen Stoffwechsel eines Patienten in einem virtuellen Modell nachzubilden, um eine passende Therapie zu entwickeln. Gut, das klingt alles noch sehr nach Science Fiction.
Und noch einmal Google. Der
Google Watchblog berichtet mit Bezug auf das
Fortune-Magazin davon, dass Google über Youtube bald selbst kostenpflichtige Musik-Streamings einführen will. Das bringt dann doch noch einmal etwas Pfeffer in den dauerlangweiligen Streit mit der GEMA.
Zu guter Letzt möchte ich einer bisher hier vernachlässigten Spezies ein wenig Raum geben. Wombatcontent, zugegebenermaßen nicht ganz aktuell, dafür aber umso liebreizender, besonders bei Minute 1:10:
Jörg Schieb
Über mangelnden Erfolg kann sich der koreanische Hersteller Samsung derzeit ganz sicher nicht beklagen. Ein US-Gericht hat gerade die
Strafzahlung im Patentstreit von Samsung an Apple glatt halbiert. Das ist mehr als ein finanzieller Gewinn, das ist auch ein moralischer Triumph. Nächste Woche will Samsung dann sein neues Galaxy S4 vorstellen - und sich feiern lassen. Die Erwartungen sind gigantisch hoch, denn Samsung ist die größte Konkurrenz für Apple. Mittlerweile kursiert ein Video, das auf das Ereignis einstimmt. Das Produkt selbst wird nicht gezeigt, es werden auch keine konkreten Daten genannt.
Wer Bücher schreibt, kann sie mittlerweile selbst verlegen, etwa bei
Kindle Direct Publishing oder im
iBookStore von Apple. Musik können ihre Musik über diverse Plattformen verkaufen, auch ohne Label. Und jetzt gibt es mit
Comixology auch eine Plattform für Comics: Hier kann jeder Comic-Macher sein Glück versuchen und seine Geschichten online verkaufen.
Versteckte Funktion in
Google Docs bzw.
Google Drive. Wer hier eine Tabelle anlegt und in zwei Zellen untereinander zwei Werte einträgt, die etwas miteinander zu tun haben, etwa zwei Automarken, zwei Weinsorten, zwei Biermarken oder dergleichen und dann die beiden Werte anklickt und bei gedrückter Ctrl-Taste die Liste verlängert, darf staunen: Google fügt dann jede Menge anderer sinnvoller Daten in die Liste ein, andere Marken oder Begriffe. Eine witzige Entdeckung von
BuzzFeed.
David Ohrndorf
Mit der Eisenbahn von Peking über Ulaanbaatar und Irkusk nach Moskau - die Highlights dieser 7.500 Kilometer langen Reise gibt es hier komprimiert auf vier Minuten.
Und dann empfehle ich noch was aus der Kategorie "völlig sinnlos": den
Moshpit-Simulator.
Da hat jemand Entstehung und Bewegung in einem Moshpit analysiert und aus diesen Erkenntnissen einen Simulator gebaut. Man kann rund ein Dutzend verschiedener Parameter ändern und so die Simulation beeinflussen. Wer es nicht kennt, eine
genaue Definition dieses Tanz-Phänomens hat Wikipedia.
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