Dienstag, 05.03.2013

Beam me up, Spielzeug!

Es gibt viele WWW: Spielzeuge für Technikfans, die den Alltag mehr oder weniger bereichern. Vor allem im Smartphone-Bereich ist viel los. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Außer vielleicht einen fahrbaren Untersatz für mein Handy. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Und solange bespaße ich mich einfach mit kleinen Gimmicks.

Jetzt wo es wärmer wird, habe ich mir zuerst mal einen WWW: Ventilator zugelegt. Den stecke ich in die Ladebuchse des Handys und fertig ist der Frischluftspender. Auch prima, wenn man in einem Meeting mal ins Schwitzen gerät. Denn die Mini-Windmaschine hilft tatsächlich bei der WWW: Abkühlung.

Gimmick I: Beamer für Handy und Tablet
Apropos Meeting. Hierfür gibt es ein weiteres Tool, mit dem man Präsentation ohne großen Aufwand an die Wand werfen kann: einen winzigen WWW: Beamer für Handy und Tablet.

Beamer von Aiptek; Rechte: WDR

Allerdings funktioniert der Beamer nur mit WWW: MHL-fähigen Geräten oder entsprechendem Adapter. Mit Einschränkungen: beim Samsung Galaxy S3 Mini funktioniert beides nicht. Beim 7-Zoll-Samsung Galaxy Tab2 auch nicht. Ebenso wenig beim HTC Wildfire. Beim Samsung Galaxy S3 (normale Größe) braucht man einen Spezialadapter. Der MHL-Anschluss am Gerät entspricht nämlich nicht dem 2010 verabschiedeten Standard. Warum der Handyhersteller dem Standard nicht folgt, weiß kein Mensch. Apple-Nutzer brauchen ebenfalls einen Adapter, ein HDMI-Kabel und je nach Gerät auch eine zusätzliche App. Tester Benjamin hat ein kompatibles Android-Smartphone, muss den Beamer nur anschließen und schon kann er das Display auf die Wand projizieren.

Test-Beamer Benjamin; Rechte: WDR

Für Vorlesungen in der Uni, Übertragung von Fußballspielen oder das gemeinsame Ansehen von Fotos und Videos ist der Beamer eine nette Spielerei mit einer Bilddiagonalen bis zu drei Metern, Lautsprecher und rutschfester Auflage. Technikfreak Benjamin nutzt das Gerät außerdem als Zusatz-Akku. Die Kosten liegen bei rund 200 Euro.

Gimmick II: Kameraaufsatz für 360-Grad-Videos
Und weil man bei einer Präsentation selten alle Zuschauer im Blick hat, kann man für eine spätere Analyse der Stimmung nebenbei ein 360-Grad-Video machen. Das funktioniert allerdings nur mit dem iPhone 4 und 4s. Ich habe mir die spezielle Konstruktion mit Kameraaufsatz also ausgeliehen und mit Tester Jan-Niclas einen Rundum-Film gedreht. Allerdings muss sich der Fernsehproduzent ein iPhone 4 von einer Kollegin borgen. Der Aufsatz ist nicht mit seinem neuen iPhone 5 kompatibel. Jan-Niclas klemmt die Plastikkonstruktion an die Rückseite des Smartphones, lädt die englische App herunter und kalibriert die Kamera wie vorgegeben.

360-Grad-Kamera; Rechte: WDR

Das Handy sollte im besten Fall flach auf dem Boden oder einem Tisch liegen, so dass der ganze Raum erfasst wird. Auf Knopfdruck beginnt die Aufnahme. Drückt man auf Stop kann man das Video auf dem Handy speichern oder mit Freunden teilen. Es erscheint dann als leicht verwirrendes Langformat, wie unser WWW: Testvideo zeigt. In unserem Fall steht Bürohund Frieda mit ihren vier Beinen rechts im Bild und der Kopf schnüffelt am linken Ende am Kameraobjektiv. Allerdings stellt die Linse nicht richtig scharf, eine Kontrolle der Aufnahme ist nicht möglich, weil das Handy mit dem Display auf dem Boden liegt und Jan-Niclas sind 20-40 Euro, je nach Anbieter, für dieses reine Spaß-Gimmick zu teuer. Er nutzt lieber den integrierten WDR: 360-Grad-Fotomodus seines eigenen Handys.

Wer die Bedienungsanleitung übrigens nicht richtig lesen kann, dem ist vielleicht mit einem WWW: Handy-Mikroskop geholfen. Von Wissenschaftlern in Kalifornien für medizinische Zwecke entwickelt dient es dem Otto-Normal-Verbraucher als Lesehilfe und Spaß-Tool. Und für alle, die ganz in Ruhe bei einem Kaltgetränk überlegen möchten, was sie sich nun für Gimmicks zulegen, die können eine spezielle WWW: Handyhülle nutzen. Und zwar mit integriertem Flaschenöffner. So müssen weder der Mahagoni-Tisch im Meetingraum noch die eigenen Zähne dran glauben. Und man bewahrt einen kühlen Kopf. Auch ohne Ventilator.

Unsere Blogger Anita Horn und Dennis Horn sind weder verwandt noch verheiratet, aber umso besser vernetzt. Sie entdecken jede Woche digitale Perlen: spannende Webseiten, lustige Links und Angebote, die den Alltag bereichern - hier im Blog und jeden Donnerstag in der WWW: WDR5 LebensArt im Radio.

"Beamer für Handy und Tablet" - das klingt sehr praktisch, besteht denn Aussicht darauf, dass das mal qualitativ ernst zu nehmende Mini-Beamer werden, oder wird das vermutlich eine "Spielerei" bleiben?

Im Geschäftsalltag stelle ich mir das extrem praktisch vor - in den letzten Jahren hat man sich ja daran gewöhnt sich gemeinsam hinter immer kleinere Bildschirme von Laptops und Tablets zu quetschen, um Präsentationen zu schauen. Ein größeres Bild würde vielen Geschäftsterminen ihre Würde wieder geben :)

BG

AG

Andreas am 6.03.13 18:50

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