Freitag, 08.02.2013
LinkLounge 13/06
Die Linksammlung fürs Karnevalswochenende mit unterhaltsamen Links, musikalischen Videos und einer Neuentwicklung aus einem Nerd-Heimlabor.
David Ohrndorf
Für die Kinect-Steuerung, die ursprünglich nur für die Spielkonsole X-Box zu haben war, gibt es mittlerweile eine Menge
Hacks, so dass alle möglichen Dinge mit Gesten gesteuert werden können. Es hat sich auch eine regelrechte Community entwickelt, die mit Gestensteuerung experimentiert. Nun bringt eine US-Firma neuen Schwung in die Szene. "Leap Motion" ist so groß wie ein USB-Stick, soll etwa 70 Dollar kosten und Gesten genauer erfassen können als Kinect. Die ersten Geräte wurden bereits ausgeliefert und in den hemischen Gesten-Labors getestet. Beeindruckend zum Beispiel dieses Experiment: Ein gestengesteuertes Klavier, funktioniert sogar vierhändig.
Jörg Schieb
Google Mail ist ein super Mail-Dienst. Allerdings gibt es einen Haken: Die Mails werden "gelesen", oder besser: gescannt - damit passende Werbung platziert werden kann. Das gerät schon mal leicht in Vergessenheit. Microsoft fährt mit
Scroogled! eine aggressive Kampagne dagegen. Damit wir auch alle nicht vergessen, dass Google-Mails zumindest von Maschinen gelesen werden. Die Alternative? Microsofts ebenfalls kostenloser Mail-Dienst
outlook.com, der sich in der Tat auch sehen lassen kann und ohne Werbung auskommt.
Und noch mal Google, diesmal aber geht's mir um den Browser Chrome. Google präsentiert immer wieder sogenannte "Experimente", um zu zeigen, was der Browser alles kann und was mit moderner HTML-Technologie möglich ist. Wirklich sehenswert ist das Online-Experiment unter
Find your way to Oz. Hier wird die Geschichte des Zauberers von Oz nacherzählt als interaktives
Erlebnis. Klasse und beeindruckend. Wer keinen modernen Browser verwendet, kann im
Video ein paar Eindrücke sammeln.
Dennis Horn
Es ist Karneval. Das bedeutet: von mir in dieser Woche keine Links mit onlinetheoretischen Abhandlungen, wichtiger Netzpolitik oder trockenem Journalistenkram. Lieber ein bisschen Spaß fürs lange Wochenende.
Vorschlag eins:
DJs, die auf Laptops starren. Das legendäre Blog "Kim Jong-Il Looking at Things" hat mittlerweile gefühlt Hunderte Ableger. Aber das Blog "Serato Face" toppt alles.
Vorschlag zwei:
eine Suchmaschine nur für animierte GIF-Dateien. Dass die nach ihrer Blüte in den 90ern und auf diversen Geocities-Webseiten noch einmal eine Renaissance erleben, hätte ich nicht gedacht. Mit Giphy gibt es jetzt sogar eine eigene Homebase für GIF-Fans.
Vorschlag drei: mein Lieblingsvideo der Woche. Da gab es ganze drei Stück, die um diesen Titel konkurrieren. Nummer eins:
"The Tiny Transforming Apartment That Packs Eight Rooms into 350 Square Feet" - ein Wahnsinn, was man aus einem kleinen Apartment in New York machen kann. Nummer zwei:
Aufwachen mit dem Gangnam Style. Und Nummer drei und mein absoluter Liebling: Stoiber on Drums - Edmund Stoibers Transrapid-Rede als Schlagzeugstück. Herrlich!
Stefan Domke
Wer Video-Mashups mag und 12 Minuten und 24 Sekunden Zeit hat, sollte
sich den Clip "This is what the Internet was made for 2012" angucken -
rasant geschnitten und gespickt mit viralen Clips und faszinierenden
Natur- und Sport-Aufnahmen. Vollbildansicht ist mal wieder Pflicht.
Und auch wenn ich die Meinung des Mashup-Künstlers, genau für so etwas
sei das Internet gemacht, nur bedingt teile: Sehenswert ist es auf
alle Fälle.
Amüsant und ein Augenschmaus zugleich ist das Foto-Projekt des
amerikanischen Sportsenders ESPN:
16
US-Athleten haben berühmte Plattencover der Musikgeschichte
nachgestellt. Verblüffend ist das Ergebnis mit der Sprinterin
Allyson Felix, die aussieht wie eine Zwillingsschwester von Beyonce.
Und auch der Schwimmer und Goldmedaillengewinner Ryan Lochte macht als
Nirvana-Baby eine gute Figur. Jetzt warte ich darauf, dass die
Sportschau die Projektidee adaptiert.
Insa Moog
30 Sekunden kosten bis zu vier Millionen Dollar. Genau, es geht um die Werbung rund um die Übertragung des "Super Bowl 2013" am 3. Februar, dem Höhepunkt der US-Football-Saison. Durchschnittlich
108,7 Millionen Zuschauer allein in den USA (111,3 Millionen Zuschauer und damit Rekord im Jahr 2012) sollen am Fernseher dabei gewesen sein. 26 Millionen Tweets wurden zum Super Bowl abgesetzt. Gesprächswertig war neben den
diesjährigen Hochglanz-Werbespots, die eigens für das Event produziert werden und alsbald auf Youtube landen, aber vor allem der 36-minütige Stromausfall.
User und Unternehmen reagierten schnell. Legendär ist immer auch die Halbzeit-Show, diesmal ohne Mittelfinger-Präsentation und auch sonst völlig skandalfrei,
weil diesmal auch wirklich live gesungen von
Beyoncé, wiedervereinigt mit ihren Kolleginnen von
Destiny's Child.
Trackbacks zum Eintrag LinkLounge 13/06
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/3151
Über das Blog
Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen
Suche im Blog
Aktuelle Einträge
|
Linklounge 13/21: Im und über das Netz
[mehr]
|
|
|
Tablet statt Speisekarte: das digitale Restaurant
[mehr]
|
|
|
Doppelte Sicherheit - die neuen Twitter-TANs kommen
[mehr]
|
|
|
Facebook will Hashtags einführen
[mehr]
|
|
|
Xbox One: Die Konsole, die die Konsolen begräbt
[mehr]
|