Freitag, 25.01.2013
LinkLounge 13/04: Wohlfühl-Content und 90er-Trash
Als Einwohner von Digitalistan wissen wir: Der Freizeitsurfer benötigt zum Wochenende neuen Stoff. Also gut! Hier kommen frisch gesammelt unsere Links der Woche. Guten Appetit!
Beginnen wir doch mit meinem "Made my day" der Woche: Die Facebook-Nutzerin Franzi Do schreibt der Deutschen Bahn
einen offenen Brief: "Dass du mich jetzt bei klirrender Kälte fast 45 Minuten warten lässt, ohne bescheid zu sagen und dann gar nicht auftauchst, das geht nun wirklich zu weit. Adieu." Die Deutsche Bahn antwortet: "Es tut mir so leid. Dass wir heute einen Termin hatten, habe ich total vergessen. Vielleicht gibst du mir noch einmal die Möglichkeit, dir zu zeigen, wie viel du mir bedeutest." Und die Social-Media-Abteilungen von Renault und Opel nutzen die Gunst der Stunde und springen auf den Zug auf. Herrlich!
Noch mehr Wohlfühl-Content? Gern! Die Website
"Just Little Things" hat mir die Zeit versüßt: ein Blog, das die kleinen Dinge im Leben preist, die wir viel zu schnell übersehen. Oder
der kleine Wissenstest von auslisten.de: 22 Namen - und ihr dürft rausfinden, ob es sich dabei jeweils um einen afrikanischen Fluss oder ein deutsches Start-up handelt. Ganz großes Kino!
Schon in der vergangenen Woche habe ich mich in meinen Linktipps in der
LinkLounge auf Tom Cruise bezogen. Einmal wie in "Minority Report" eine virtuelle 3D-Bedienoberfläche steuern, das wäre doch was. Die Zukunftsvision im Film scheint allmählich Wirklichkeit zu werden. Ein weiterer Hersteller zeigt in einem
Video, wie sich Fernseher, Computer, Mobilgeräte und Robotik künftig durch Gesten steuern lassen könnten.
Kostenloser Zusatztipp: Der Kurzfilm "World Builder" aus dem Jahr 2009 ist ebenfalls die neun Minuten Lebenszeit wert, die es kostet, ihn anzuschauen. Denn auch hier wird ein
Bild gezeichnet, wie die Welt von Morgen aussehen könnte. Mit ganz viel Touchscreen und holografischen Krimskrams.
Ich muss öfter mal Screencasts erstellen. Das sind kleine Videofilmchen, in denen zu sehen ist, wie ein Programm bedient wird - am PC. Es gibt zahllose Spezialprogramme, kostenlos und kostenpflichtig, die einem dabei helfen. Recht gut gefällt mir der
ActivePresenter. Selbst die kostenlose Version kann eine Menge, auch das Nachbearbeiten der Filme ist möglich. I like.
Wie unabhängig sind eigentlich unsere Unis? Der Frage will das am 24. Januar von
Transparency International,
taz und dem
fzs (Freier Zusammenschluss von StudentInnenschaften) gelaunchte Portal
Hochschulwatch nachgehen. In einer interaktiven Karte kann dort etwa nachvollzogen werden, wie viel Geld die Hochschulen 2010 von der freien Wirtschaft für Forschungsprojekte erhalten haben. Die User sind aufgefordert, die Wiki-Einträge zu den einzelnen Hochschulen weiter mit Informationen zu Kooperationen zu füllen. Ein spannendes Projekt!
Den 1990ern wird dieser Tage gern auf Trash-Partys gehuldigt. Meistens von Leuten, die damals noch gar nicht dabei gewesen sein können. Wer aber die volle Dosis 90er Jahre abbekommen hat (ich, zum Beispiel), wird sich an das ein oder andere erinnern, was im Microsoft-Promoclip für den "Neuen Internet Explorer" gezeigt wird. An die Zeit, "als das Leben noch etwas langsamer lief" und "Disks quadratisch waren". Die Kinder der 90er Jahre werden hier angesprochen: "Ihr seid erwachsen geworden, wir auch", lautet der Claim am Ende.
Hier sollen abhanden gekommene User zurückgewonnen werden, einmal mehr. Wobei mir
dieser Clip aus dem vergangenen Jahr noch besser gefällt, ich weiß auch nicht, wieso.
Allen, die alt genug sind, die 1980er-Jahre real erlebt zu haben, empfehle ich ein rund 60-minütiges Mash-up unzähliger Werbeclips der damaligen Zeit. Leider nur mit Fernsehmaterial aus den USA. Aber auch so erinnert man sich mit amüsiertem Erschrecken an das zurück, was aus heutiger Sicht vielfach abscheulich wirkt, ganz egal, ob es ums damalige Design, die Frisuren oder die Mode geht. Die Macher der Doku schreiben übrigens, sie hätten sich durch 40 Stunden Werbespot-Material auf
VHS-Cassetten gewühlt. Respekt! (Und falls jemand beim Angucken denkt, sein Bildschirm sei kaputt, weil alles so matschig-unscharf aussieht: Das war damals, lange vor Flatscreen und HDTV das ganz normale Sehvergnügen.)
Meine andere Empfehlung hat einen Stammplatz in meinem Feedreader und hat sich gestern einem kleinen Relaunch unterzogen. Ich nehme es zum Anlass, allen an Infos im Bereich Fotografie Interessierten die Seiten von Patrick Ludolph ans Herz zu legen. Unter
neunzehn72.de gibt der Hamburger Fotograf regelmäßig Tipps und berichtet verständlich und praxisbezogen aus seinem Berufsalltag als freier Fotograf. Bevor die letzte Flocke geschmolzen ist, könnte man bei ihm beispielsweise schnell noch einmal nachlesen, wie sich
vernünftige Schneebilder schießen lassen.
Facebook hat vor kurzem die neue Suchfunktion
"Graph Search" vorgestellt. Mit der "sozialen Suche" sollen die Daten der eigenen Facebook-Freunde besser durchsucht werden können. Bis das Feature bei uns "ausgerollt" wird, dauert es noch. Wer heute schon einmal die eigenen Facebook-Posts durchsuchen und vor allem analysieren will, findet in den
Personal Analytics for Facebook der Suchmachine Wolfram|Alpha ein mächtiges Tool.
Das hier sind zum Beispiel die "signifikaten Wörter" meiner Facebook-Posts. Es gibt auch Karten, die die Verbindungen der eigenen Freunde untereinander visualisieren und vieles mehr. Ausführlich werden die Funktionen im
Wolfram|Alpha-Blog erklärt.
Trackbacks zum Eintrag LinkLounge 13/04: Wohlfühl-Content und 90er-Trash
Trackback-URL zu diesem Eintrag:
http://www.wdrblog.de/cgi-bin/mt-tb.cgi/3134
Über das Blog
Digitalistan: Heimatkundliches aus dem Land der Einsen und Nullen
Suche im Blog
Aktuelle Einträge
|
flickr reloaded mit 1 TB
[mehr]
|
|
|
Mein PDF-Archiv in der Cloud
[mehr]
|
|
|
LinkLounge 13/20: Dokus, Musik, Lego und iOS7
[mehr]
|
|
|
Geld verschicken als Mail-Anhang
[mehr]
|
|
|
Framing ist wichtig fürs Web
[mehr]
|