Freitag, 28.12.2012
LinkLounge 12/52
Wer meint, er hätte Weihnachten nur nutzlose Geschenke bekommen, der sollte sich mal das Video über die nutzose Maschine ansehen, die Insa diese Woche entdeckt hat. Aber wenn eine Maschine so viel Spaß beim Zuschauen macht, dann ist sie nicht wirklich nutzlos.
Spaß beim Zuschauen hat man auch bei dem Video, das Dennis ausgegraben hat - und das ich auch schon vorstellen wollte. Denn zu sehen, wie sich jemand von seinen Kollegen erschrecken lässt und auch noch Spaß dabei hat, ist einfach nur köstlich. Hoffentlich bleibt da noch genug Zeit, für die vielen anderen Linktipps, ob sie uns nun Videospiele aus den 90er Jahren zeigen, mit den Suchgewohnheiten im Internet vertraut machen oder in andere Geheimnisse einführen. VIel Spaß beim Nachsurfen - und guten Rutsch, wünscht die Digitalistan-Clique.
Insa Moog
Feiertage und Familienbesuche überstanden und endlich Zeit, mal wieder ein wenig im Netz zu stöbern? Mein Tipp: die Plattform
Global Street Art. Zwei Jahre haben der Londoner Lee Bofkin, promovierter Mathematiker und ehemaliger Breakdance-Profi, und sein Team Streetart fotografiert und nun dort zusammengeführt. Weit über 50.000 Bilder aus über 20 Ländern zeigen sie dort, sortiert nach Künstler, Location, Motiven, Techniken, Oberflächen und so auch suchbar. Als einzige deutsche Location findet sich interessanterweise
Heidelberg. Außerdem gibt es Interviews mit zahlreichen Künstlern. Im Mediacenter der Deutschen Welle gibt es einen
kurzen Videobeitrag über Bofkin und Co.
Wie sich die Musikgeschichte wohl mithilfe von gif-Dateien erzählen lassen könnte, fragte sich "Josh". Er versuchte es und präsentiert seine Basteleien in seinem
Tubmlr-Blog "music history in gifs" - viel Spaß! Nutzlos? Genauso wie viele Weihnachtsgeschenke? Ein Klassiker zum Trost: Nutzloser als die "Useless machine advanced edition" geht es wohl kaum. Das
Original gibts hier.
Das
Geschenke-Massaker ist hoffentlich überstanden - hier nur noch ein kleiner Nachzügler in Sachen Weihnachten:
13 Menschen, die gerade erfahren haben, dass es Rentiere wirklich gibt. Ja, tatsächlich - Rentiere sind keine Erfindung. Ähnlich wie
der Untergang der Titanic.
Zu Weihnachten ist mir außerdem ein guter Text über die Zukunft des Internets in den Browser geraten:
"The Web We Lost". Anil Dash schreibt darüber, was uns vor lauter sozialen Netzwerken und Smartphone-Apps verloren geht: offene Dienste wie Flickr, Echtzeit-Suchmaschinen wie Technorati oder Standards, die den freien Datenaustausch zwischen verschiedenen Diensten möglich machen. Was mir besonders gut gefällt: Dash liefert mit dem Text
"Rebuilding The Web We Lost" auch gleich Lösungsvorschläge mit - unbedingt auch die Kommentare darunter lesen!
Zum Schluss mein Lieblingsvideo zum Jahresende:
"The most easily scared guy in the world?" Fast zweieinhalb Millionen Klicks können nicht lügen!
Auch dieses Jahr lagen wieder
Computer- und Videospiele unterm Tannenbaum. Viele davon mit atemberaubender Grafik und packendem Sound. Das war nicht immer so: 1991 haben Videospieler noch Klötzchengrafik und Brummsound geboten bekommen. Viele Eltern haben sich damals darüber beschwert, dass immer neue Hardware auf den Markt kam... Im Rückblick herrlich.
Wie schwierig es sein kann, Privates auf Facebook wirklich privat zu halten, musste Mark Zuckerbergs Schwester
Randi (die auch lange bei Facebook gearbeitet hat) jetzt am eigenen Leib erfahren: Sie hat auf Facebook ein
Foto der Familie veröffentlicht, das auch Mark Zuckerberg zeigt und eigentlich nur für Freunde zu sehen sein sollte. Schon bald tauchte das Foto auf
Twitter auf, weil die Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook offenbsichtlich selbst für Randi zu kompliziert waren. Ist aber auch wirklich nicht einfach. :)
Im Augenblick wird in den USA über das Waffenrecht diskutiert. Da sind dann auch ungewöhnliche Aktionen denkbar: Die New Yorker Zeitung
The Journal News hat jetzt eine
Google Maps Karte veröffentlicht, auf der alle Waffenbesitzer in Westchester und Rockland aufgelistet sind. Ein Anfang!
Stefan Domke
Habe ich einen Trend verpasst, der "Bei Wikipedia merkwürdige Suchanfragen starten" heißt? Anders erklärt es sich mir jedenfalls nicht, wie es einige Begriffe
in die deutschen Top 100 der meistgesuchten Wikipedia-Einträge geschafft haben. Fast zwei Millionen Mal wurde die Wikipedia-Seite
Beurteilungspegel aufgerufen. Erhebliche Wissenslücken gibt es offenbar auch beim
weiblichen wie beim
männlichen Geschlechtsorgan.
99 Top-Suchbegriffe werden aber mit Abstand vom Spitzenreiter auf die Plätze verwiesen. Über 10 Millionen Leser müssten jetzt wissen, dass
Sackgasse im Mittelalter noch "Kehrwiedergasse" hieß. Beruhigend übrigens, dass sich auch
unsere westlichen Nachbarn
eher abseitig weiterbilden wollten.
Auch für diverse andere Nationen sind diese Top 100 verfügbar.. Alles in allem sehr unterhaltsam und wer "
Von Höcksken auf Stöcksken"-Lesen liebt, dürfte für Stunden beschäftigt sein.
Wer lieber guckt als liest, dem empfehle ich in dieser Woche
diese Galerie mit Zwillingen, die gar keine sind. Und allen Fernreise- und Timelapse-Liebhaber empfehle ich in Fullscreenansicht diesen Rio de Janeiro-Clip:
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