Donnerstag, 20.12.2012
Wo bitte geht's zum Weltuntergang?
Auch so ein Weltuntergang will geplant sein. Schließlich haben die Mayas in ihrem
Kalender bereits vor Generationen für den 21. Dezember 2012 das Ende der Welt vorausgesagt. Im Hightech-Zeitalter lässt man sich so ein entscheidendes Ereignis aber natürlich nicht von Steintafeln ankündigen, sondern von schicken Computeruhren. Man will schließlich mit der Zeit gehen (Achtung, Wortspiel) - auch wenn man sich auf Jahrhunderte alte Schriften bezieht.
Wer unbedingt wollte, konnte zum Beispiel eine
Maya-Countdown-Uhr kaufen - zum Aufstellen im Wohnzimmer oder als Armbanduhr. Potthässlich, aber damit ist man wenigstens immer im Bilde, wie viel Zeit einem noch bleibt... Jetzt lohnt sich die Investition wohl kaum noch.
Wie lange noch? Spezielle Maya-Countdown-Uhren verraten, wie viel Zeit noch bleibt...
Zum Weltuntergang bitte hier klicken
Aber auch das Web ist in Weltuntergangsstimmung. Jedenfalls ist das Ende unserer Zeit gerade überall Thema. Google hat dem Thema einen Doodle spendiert: Ein Google-Logo in Maya-Ästhetik. Wer auf den Doodle klickt, bekommt alle aktuellen Treffer zum Thema "Maya-Kalender" gezeigt. Wer an die Maya-Wissenschaft glaubt, kann hier seinen
Geburtston und Nahuales berechnen. Meine sind Bolon und Wind.
Mehr Infos über den entscheidenden Tag gibt es
hier, aber auch
hier und
hier. Wichtige Überlenstipps haben die Kollegen von
Spiegel Online zusammengestellt. Und auf 3Sat gibt es eine wunderbare
Filmdoku über das Thema... Und weil sich auch im Web Skeptiker tummeln: Ein Blogger hat schon sehr früh einen
Maya-Kalender für 2013 entdeckt. Wer sich durch alle interessanten Angebote klickt, übersteht den 21. Dezember ganz locker - und hat den Weltuntergang ruckzuck überlebt. Grund, sich zu freuen.
Google Doodle in Maya-Ästhetik
99 Gute Gründe, warum die Welt sich weiter drehen sollte
Der Maya-Kalender sagt zwar für den 21. Dezember 2012 den Weltuntergang voraus. Aber warum Trübsal blasen? Es gibt doch genug gute Gründe, dass sich die Welt weiter dreht. Genau deshalb wurde das Projekt
99 Gründe aus der Taufe gehoben. Auf der eigens eingerichteten Webseite konnte jeder in den vergangenen Wochen einen ganz persönlichen Grund nennen, wieso die Welt besser nicht untergeht... In einem kurzen Video, das hochgeladen werden musste.
Ein typischer Mitmach-Film: Ob man nur das Aufpoppen einer entkorkten Bierflasche zeigt, einen schönen Strandabschnitt oder der Menschheit sogar selbst etwas zu sagen hat: Können die User alles selbst entscheiden. 99 Menschen werden es mit ihren Ideen in den Film schaffen, darunter auch Regisseure und Künstler wie Roland Emmerich, Klaus Lemke oder Drummer-Legende Pete York. Die zwei Berliner Regisseure Lilly Engel und Philipp Fleischmann haben aus den von den Usern hochgeladenen Filmschnipseln einen Film geschnitten, der am 21. Dezember auf
Arte zu sehen ist. Titel: "99 Gründe, darum die Welt nicht untergehen darf." Die Filmemacher waren offensichtlich von Anfang an optimistisch, dass sich die Mayas irren oder dass man sie
falsch interpretiert hat.
99 Gründe, warum die Welt sich besser weiter dreht
Herr Schieb, Sie glauben wie ich hier lese nicht an den Weltuntergang, ich auch nicht. Das was alles darüber so veröffentlicht wird das tue ich mir nicht an. Im Vertrauen darauf das sich die Welt auch weiter dreht wünsche ich Ich Ihnen und allen Kommentarschreibern hier frohe Weihnachten.
MG am 21.12.12 20:21
Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll!
Der Maya-Kalender sagt das Ende der Welt für den 21.12.2012 voraus.
Im gregorianischen Kalender existiert seit 1582 die Prophezeiung, die für dieses Datum das Ende der Woche ankündigt, das mit dem Untergang der Sonne beginnen soll.
Ebenso kündigt der Maya-Kalender für die Zeit danach eine "Ära des Friedens" an! Der gregorianische Kalender prophezeit ein "Fest der Liebe und des Friedens"!
WAS stimmt denn nun?!
P.S.: Lt. Wikipedia ist die Gefahr noch nicht gebannt: (link gelöscht - Anm. d. Red.) (siehe: Lange Zählung)
Klaus Beuse am 21.12.12 20:25
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Donnerstag, 20.12.2012
Viele Apps gerade gratis oder günstiger
Wer ein Smartphone oder Tablet sein eigen nennt, der sollte in diesen Tagen mal in den App-Store seines Vertrauens schauen. Denn dort wird gerade ein Feuerwerk der Sonderangebote abgebrannt: Viele Apps sind im Augenblick völlig kostenlos zu haben, andere für deutlich weniger Geld als sonst. Solche Aktionen gibt es bei Anbietern immer wieder, um einzelne Apps zu pushen. Doch im Augenblick machen alle mit - auch die ganz Großen der Branche. Nicht nur Ladenhüter, sondern auch Bestseller werden günstiger abgegeben oder sogar verschenkt.
Laufzeit der Sonderaktion unbekannt
Bestes Beispiel: Whatsapp. Seit Monaten die mit Abstand populärste App in allen Smartphone-Welten, egal ob iOS, Android, Blackberry oder Windows. Im Store von Apple kostet die App normalerweise 89 Cent. Aber nicht im Augenblick: Wer jetzt zuschlägt, der bekommt Whatsapp komplett gratis. Ohne Wenn und Aber und auch ohne irgendeinen Pferdefuß wie beschränkte Laufzeig oder eingeblendete Werbung.
Anderes Beispiel: Die wirklich empfehlenswerte App Tweetbot. Es gibt meiner Meinung nach keinen besseren Twitter-Client. Normalerweise zahlt man 2,69 Euro dafür. Nicht so im Augenblick: Derzeit fallen nur 89 Cent Gebühren an, also gerade mal ein Drittel. Auch viele populäre Spiele sind deutlich günstiger zu haben als normalerweise: Fifa 13 gibt's derzeit für 89 Cent statt für 4,99 Euro. Der Blog Apfeltalk hat eine praktische Übersicht über die
aktuellen Schnäppchen zusammengetragen. Danke für die Mühe, liebe Kollegen!
Whatsapp: Gerade kostenlos zu haben - statt für 0,99 EUR
Gutes Geschäft - auch für die Anbieter
Wie lange die Preisaktionen laufen, wird nicht verraten. Klar, das erhöht den Druck, sofort zuzuschlagen, denn wer weiß, ob der Schnäppchenpreis morgen noch gültig ist. Keine Zeit zu überlegen - direkt auf "Kaufen" klicken, das ist die Idee dahinter.
Die Anbieter argumentieren, sie wollten uns zu Weihnachten eine Freude machen. Das wärmt das Herz und klingt wunderbar. Und natürlich: Wer zuschlägt (und sowieso zuschlagen wollte), der spart Geld. Doch es würden wohl nicht so viele Anbieter bei den aktuellen Preisaktionen mitmachen, wenn es nicht ein richtig gutes Geschäft wäre. Und das ist es für sie: Ein gutes Geschäft.
Wer landet in den Top-Charts? Wichtiges Kriterium...
Das Ziel: In den Top10 landen
Was man dabei nicht vergessen darf: Es geht den Anbietern um die vordersten Plätze in den Verkaufsstatistiken. Denn wer in den Top 10 der Charts steht, der verkauft automatisch mehr, denn mehr Aufmerksamkeit ist kaum denkbar. Da kann es nicht schaden, am Ende des Jahres noch mal seine Position zu verteidigen - oder sogar auszubauen.
Das gibt es nicht nur bei Apps. Im Spielebereich sind solche Holiday Sales seit Jahren üblich. Wer auf DRM freie Spieleklassiker steht, kann z.B. seit dieser Woche auf GOG.com 50-75% sparen. Wem es reicht seine Spiele (dauerhaft) zu mieten, kann im bald startenden Weihnachtsverkauf auf Steam (store.steampowered.com) sehr günstig an recht aktuelle Games kommen.
Gamer am 21.12.12 8:46
Warum schließt ihr die Kommentarfunktion nicht gleich, wenn sowieso alles gelöscht wird? Was war jetzt am Hinweis auf andere Sales so schlimm, dass es gelöscht werden musste?
Gamer am 21.12.12 9:48
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Donnerstag, 20.12.2012
LinkLounge 12/51
Bald ist alles vorbei: die Woche sowieso, das Jahr auch - und diesmal sogar die ganze Welt. Obwohl: Was ist eigentlich, wenn sie doch nicht untergeht? Wenn das alles nur großer Aberglaube war? Dann sitzen wir Weihnachten und zwischen den Jahren auf dem Trockenen und langweilen uns? Das soll nicht sein! Viel Spaß also mit unserer wöchentlichen Linkschleuder und fröhliche Weihnachten!
Statt eines Jahresrückblicks ist eins meiner Lieblingsblogs, das Design-Tagebuch, heute etwas weiter in die Vergangenenheit gereist:
in die Tage, als das World Wide Web laufen lernte. Achim Schaffrinna hat Screenshots aus Zeiten gesammelt, in denen wir mit 33,6 kbit/s und 256 Farben auf dem Bildschirm im Netz unterwegs waren. Das ist ein Hauch von Internet-Geschichte - inklusive Klassikern wie Google, Yahoo! und Microsoft.
"The Legend of Zelda: Pot Smasher" - mein Lieblingsvideo in dieser Woche. Fans der großartigsten Spielereihe dieses Planeten werden mir beipflichten. Ähnlich fasziniert hat mich in dieser Woche außerdem
das Megapixel-Bild des Mount Everest: zwei Milliarden Pixel zum Rein- und Rauszoomen.
Und zuletzt:
zehn Tipps für Bastler. Das Lifehacker-Magazin hat Möglichkeiten zusammengetragen, mit denen man nützliche Zusatzfunktionen auf dem iPhone freischalten kann. Dazu gehören eine Anzeige der aktuellen Netzqualität als Prozentzahl und nicht in Balkenform oder Tricks, den Homescreen den eigenen Bedürfnissen etwas besser anzupassen.
Es sind nur noch wenige Tage, da kommt schon einmal etwas Weihnachtliches von Google: der Santa-Tracker. An Heiligabend kann man
auf Google Maps die Reise des Weihnachtsmanns nachvollziehen und dabei "auch etwas über die Orte erfahren, an denen er Station macht" - hm, irgendwie hoffe ich, dass keiner, der das hier liest, wirklich an Heiligabend Zeit dafür hat. Für Android-Handys gibt es
die passende App. Schon jetzt kann man sich die Zeit, bis der Weihnachtsmann kommt, aber mit
ein paar netten kleinen Geschicklichkeitsspielen mit Wichteln und Geschenkeauffangen im Weihnachtsdorf vertreiben.
Für die lieben Kleinen ist Weihnachten ja doch am schönsten - und ohne sie ist es wiederum oft etwas langweilig. Genau wie im Alltag. Hier ein hübscher viraler Clip von Fiat, der sich deshalb auch mal der anderen Seite widmet: der "Motherhood".
Das meistgeklickte YouTube-Video in diesem Jahr? Bekanntlich "Gangnam Style" von Psy. Da erzähle ich niemandem etwas Neues. Es gibt diverse
Remixe, Mash-ups und Parodien. Aber wer hätte gedacht, dass der koreanische Song auch zu Weihnachten beitragen kann? Kann er aber. Besonders empfehlenswert ist
"Last Christmas" von Wham! im Gangnam Style. So viel Kitsch darf Weihnachten sein. Und nicht vergessen: Wer eine interaktive Weihnachtskarte mit seinem eigenen Gesicht verschicken will, der
macht das hier. Auch klasse.
Weihnachten ist nicht nur die Zeit der Familienfeste, sondern für viele auch Reisezeit: Sie steigen in den Flieger und steuern südlichere Gefilde an, dort, wo die Sonne scheint. Aber braucht man dort eine Malaria-Impfung, wie ist es um die Sicherheit im Reiseland bestellt, wohin wenden, wenn man den Reisepass verliert oder etwas anderes passiert? Dafür gibt es jetzt die
App des Auswärtigen Amtes. Klasse Sache, weil nicht nur nützlich, sondern auch praktisch, weil sich hier eine Menge nachschlagen lässt, was auf Reisen wichtig ist. Gibt's für Android und iOS.
Die eindrucksvollen
"Big-Picture"-Fotostrecken könnten eigentlich das ganze Jahr lang Dauergast in unserer LinkLounge sein. Zum Jahresende wirft der amerikanische "Boston Globe" mit einer vierteiligen Big-Picture-Serie einen Blick auf die vergangenen zwölf Monate.
Teil 1 und
Teil 2 sind bereits veröffentlicht, die beiden anderen Teile folgen bis zum Jahresende.
Achtung, dies ist eine Video-Empfehlung, die weder zur Jahreszeit noch zu Weihnachten passt. Skateboarding begeistert mich, obwohl ich selbst leider nie auf einem Board gestanden habe. Dieser in Schwarz-Weiß produzierte Clip nimmt einen mit auf eine sechsminütige Tour durch die City von New York. Tolle Bilder einer tollen Stadt wechseln sich ab mit ebenso artistisch wie geschmeidigen Tricks, das alles mitreißend gefilmt - der müsste eigentlich selbst den
Skateboard-Dissern der Brigitte gefallen:
Okay, zum Schluss dann doch noch etwas zur Zeit Passendes. Weihnachten
gefällt Millionen Menschen. Der virale Videohit "
Gangnam Style" auch. So in etwa muss die Grundidee eines australischen Hausbesitzers gewesen sein. Das Ergebnis ist dank 41.000 Birnen und 2.000 programmierbaren Lichtkanälen, nun ja,
außergewöhnlich. Frohes Fest!
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