Freitag, 19.10.2012

LinkLounge 12/42


Und wieder haben wir uns die Finger wund geklickt, unsere RSS-Reader durchwühlt und nach digitalen Perlen im Netz geforscht. Herausgekommen ist dabei genug, um einige Zeit vor eurem PC oder Tablet zu verbringen. Aber vielleicht solltet ihr euch erstmal nur ein Bookmark setzen und stattdessen die Sonne genießen. [Ab dieser Woche beschreibt in der Linklounge übrigens jeder Autor seine Lieblingslinks aus der "Ich"-Perspektive]

Blog: Stefan Domke: Vor einigen Jahren sorgte Ross Ching mit seinem Timelapse-Streifzug durch das entvölkerte Los Angeles für Aufsehen. Jetzt wurde der erste Teil der mehrteilig angelegten Timelapse-Serie "Empty america" veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Zeitrafferfilms steht das menschenleere San Francisco:

[Und wer sich für das Making of interessiert, klickt bitte WWW: hier.]

Genauso reizvoll wie solche Zeitraffer-Videos finde ich die unzähligen Foto-Projekte, auf die man im Netz aufmerksam wird. Bei WWW: Peter Glaser hab ich die Aufnahmen des chinesischen Fotografen Huang Qingjun entdeckt. Während seiner Reisen durch entlegene chinesische Gebiete WWW: fotografierte er Menschen vor ihren Häusern mitsamt ihrer gesamten Habe. Wer sich die Fotos anschaut weiß, warum das viel einfacher klingt als es in der Praxis war. Denn Huang Qingjun überredete seine Landsleute, nur für ein einziges Foto ihr gesamtes Hab und Gut aus ihren Häusern auszuräumen und davor auszubreiten.

Blog: Dennis Horn: Ich freue mich jedes Mal wie Bolle, wenn Menschen positiv mit dem Internet umgehen - und erklären, wie man es gut macht, und nicht auf dem rumreiten, was alles schlecht ist. Tanja und Johnny Haeusler zum Beispiel, die Macher von WWW: Spreeblick und der WWW: re:publica haben das Buch "Netzgemüse" geschrieben, über die "Aufzucht und Pflege der Generation Internet". Allein der Trailer dazu macht Spaß. "Netzgemüse" erscheint am 19. November, und ich werde auch hier in Digitalistan einen Blick in das Buch werfen.

Spannend außerdem: WWW: das Interview "Die MP3 ist tot". Die Kollegen von DRadio Wissen haben mit dem 1LIVE-Programmentwickler WWW: Robert Kindermann über die Zukunft von Streamingdiensten gesprochen. Kindermann glaubt, dass Dienste wie Rdio oder Spotify die MP3 allmählich überflüssig machen.

Blog: Insa Moog:
Dieser Clip geisterte in dieser Woche durch die Netzwerke und Werbersites: Ein britischer Hersteller für Damenhygieneartikel reagiert souverän mit einem Youtube-Video auf den nicht ganz ernst gemeinten Rant eines - nun ja - Users. In seinem Post an der Pinnwand der Facebook-Unternehmensseite von "Bodyform" beschwert sich Richard Neill über die schönmalerische Werbung für Binden & Co. Bei all dem Fahrrad- und Achterbahnfahren, Tanzen und Fallschirmspringen sei er als kleiner Junge geradezu neidisch geworden, auf all den Spaß, den Frauen mindestens einmal im Monat hätten, WWW: "empört" er sich und erntet über 95.000 Likes. Bodyform selbst hat nur 6.300 Fans (Stand 19.10.2012). Eine knappe Woche später, am Dienstag (16.10.2012), veröffentlicht das Unternehmen dann eine persönliche Entschuldigung, betitelt "The Truth". Gut, wir in Deutschland wissen ja längst, dass die Geschichte der Menstruation eine Geschichte voller Missverständnisse ist, sehenswert ist der Clip trotzdem:

Blog: Jörg Schieb: Ich habe diese Woche eine virtuelle Expedition unternommen und mir eine Serverfarm von Google mit allen Details aus der Nähe angeschaut. Ich habe nicht schlecht gestaunt, wie gigantisch solch eine Serverfarm ist. Google erklärt auf einer eigens eingerichteten Webseite, welche Technologie hinter den Onlinediensten von Google steckt, wie viele Menschen dort arbeiten und präsentiert hier vor allem jede Menge beeindruckende Fotos in HD-Qualität. Auch ein Flanieren in Streetview-Manier durch die heiligen Hallen ist möglich. Beeindruckend. Eine kurze Einleitung gibt es WWW: per Videoclip, selbst umschauen kann man sich hier:

Nächste Woche kommt Windows 8 auf den Markt - und auch das Surface. Microsofts Tablet gibt es in quietschbunten Farben, mit und ohne Touch Cover. Wie Microsoft sich das mit der Vermarktung vorstellt, zeigt dieser Werbespot: Junge Menschen tippen und wischen auf dem Touchscreen herum. Features? Spielen keine Rolle. Pures Lebensgefühl. Man kann jedenfalls nicht behaupten, dass Microsoft versucht, die PR von Apple nachzunahmen.

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