Donnerstag, 11.10.2012
42 Ausstellungen vom Sofa aus betrachten
Der Betreiber des weltweit größten virtuellen Museums, das "
Google Cultural Institute" macht erneut mit einem Paukenschlag auf sich aufmerksam.
Nach Weltwundern, den streetview-ähnlichen
Museums-Rundgängen und dem
Mandela-Archiv präsentiert das Institut nun 42 Online-Ausstellungen, die sich multimedial mit historischen Themen auseinandersetzen. In Kooperation mit 17 Partnern wie zum Beispiel der polnischen Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau widmen sich die einzelnen Ausstellungsblöcke Schwerpunktthemen wie
dem Holocaust,
der Apartheid,
dem D-Day und anderen historischen Ereignissen.
Das vom Suchmaschinenkonzern Google finanzierte Institut will sich mit diesem Projekt nach eigener Aussage "für die Erhaltung und Förderung von Kunst online" einsetzen. Ziel ist es auf "visuell ansprechende und interaktive Weise kulturelle Inhalte und Geschichten zu vermitteln.
Mein erster Eindruck ist: Mit den neu veröffentlichten Ausstellungen ist das beeindruckend gut gelungen. Genügend Zeit vorausgesetzt - ich könnte mich tagelang durch das Archiv-Material klicken - stehen dem virtuell in die Vergangenheit Reisenden neben unzähligen Fotos, Videos und Texten auch viele Original-Dokumente in hoher und zoombarer Ansicht zur Verfügung, die jetzt erstmals im Internet veröffentlicht wurden. Auch wenn die Benutzeroberfläche der englischsprachigen Aussetllungsinhalte intuitiv genutzt werden kann, empfehle ich vorab einen Blick auf das deutsch untertitelte Erklär-Video des Google Cultural Instituts:
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Donnerstag, 11.10.2012
Holland in Not, Digitalien wird Digitalistan
Länder, um die es Konflikte gibt, erkennt man auf der Landkarte meist an einem vorangestellten Nord-, Süd-, Ost- oder West-. Oder an Beifügungen wie Volksrepublik etc. Das alles hätte "Digitalien" nicht geholfen.
Ich finde, es soll keinen Konflikt um einen Namen geben, der schon ein anderes Land benennt - wenn auch nur im Untertitel. "Der Elektrische Reporter" - und Achtung, jetzt kommt der Untertitel
"Neues aus Digitalien". Hier , im
Videomagazin von Mario Sixtus steht Digitalien schon seit einiger Zeit auf der virtuellen Landkarte der Marken und Begriffe (zumindest im Untertitel).
Als ich diese zweite Namenszeile des elektrischen Kollegen erstmals bewusst zur Kenntnis genommen hatte, schien mir die Namenswahl "Digitalien" für unser WDR-Blog fragwürdig. Würde man auf der richtigen Landkarte für eine irgendwo in der Südsee neu gegründete Republik einfach mal „Holland" als Namen aussuchen? Nachher ist man halt schlauer - Digitalien ist besetzt - basta.
Wir versuchen es nun für dieses WDR-Blog mit einem Nachbarland. Nein, nicht elektrisches Belgien. Wir nehmen "Digitalistan", ein typisches URLand, das in der Hemisphäre der publizistischen Blogs noch unbesiedelt ist. Ansonsten ändert sich nichts. Meine Kollegen bloggen auch weiterhin von Nullen und Einsen. Und manchmal schreibe auch ich etwas - zum Beispiel wenn es etwas besonders Pikantes zu erklären gilt.
Zurückrudern beim WDR? Na bitte, geht doch. Was mich wundert: War eigentlich vorher keiner der Herren und Damen Bloggisten auf die Idee gekommen, zu recherchieren, ob es "Digitalien" schon gibt? Da sind sie doch glatt virtuell auf die Nase gefallen. Wer den "elektrischen Reporter" verfolgt, weiss doch längst, dass der (Unter-)Titel von den Kollegen vom ZDF besetzt ist. Trotzdem: Eher spät als gar nicht. Danke, Herr Moll. Das war knapp.
Sven am 21.10.12 14:45
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