Freitag, 05.10.2012
LinkLounge 12/40
Zum Start der NRW-Herbstferien ist Dennis weiterhin in Urlaub, wir vier anderen haben unsere Link-Empfehlungen der Woche aufgeschrieben. Es gibt wieder einige hübsche Clips, Artikel und ein paar Sicherheitstipps. In diesem Internet kann man ja nie wissen, was einem droht.
- Los geht es deshalb auch direkt mit dem nun über eine Milliarde Mitglieder
zählenden Facebook - und einer schönen Übersicht dazu, wie man gängigen Gefahren, die sich im sozialen Netzwerk verbreiten, aus dem Weg gehen kann. Haben die Kollegen von t3n
hier zusammengestellt.
- Gut gefallen hat mir auch die
interaktive Übersicht der Süddeutschen Zeitung zum Tag der Deutschen Einheit. Dort erfährt man zum Beispiel, dass im Raum Hamburg die meisten Domains pro 1.000 Einwohner angemeldet sind.
David Ohrndorf hat in den letzten Wochen häufiger mal gestöhnt, wenn er die User-Kommentare unter so manchem Artikel im Netz gelesen hat. Sinnvolle Kritik und Hinweise findet er immer noch toll - er hat aber auch oft den Eindruck, dass die Kommentatoren kommentieren, bevor sie den Artikel gelesen haben. David empfiehlt dazu einen schön ironischen Artikel im Blog der Basler Zeitung, darüber wie man Journalisten mit
Kommentar-Schwurbeleien zur Berufsaufgabe bringen kann.
Jörg Schieb hat was übrig für skurrile Fundstücke. Der
Song Gangnam Style des südkoreanischen Rappers Psy gehört zweifellos dazu und hat es bekanntlich zu weltweitem Ruhm gebracht. Das
gleichnamige Video auf Youtube wurde bereits über 52 Millionen Mal angeschaut. Mittlerweile kursieren unzählige Parodien im Web. Success feeds Success. Interessant ist aber das Video eines amerikanischen Papas, dessen Baby-Sohn Benjamin wohl nur dann zufrieden seinen Lunch löffelt, wenn auf dem Notebook von Papa Gangnam Style läuft. Sobald der Song zu Ende ist, verweigert der Kleine die Nahrungsaufnahme. Nur auf den ersten Blick komisch, wird aber ganz sicher auch wieder ein Hit auf Youtube.
- Jörgs zweites Fundstück hat einen völlig praktischen Nutzen: Wer eine einzelne Datei mal auf mögliche digitale Schädlinge hin untersuchen möchte, sollte
metascan-online verwenden. Hier hochgeladene Dateien werden gleich von 33 namhaften Antivirenprogrammen auf Herz und Nieren untersucht. Wenn kein Scanner etwas entdeckt, muss man sich auch keine Sorgen machen: Viren, Würmer, Trojaner oder andere Schädlinge sind dann garantiert nicht enthalten. Ideal, um im Zweifel auf Nummer Sicher zu gehen.
- In der Debatte um eine Modernisierung des Urheberrechts ist seitens der Rechteverwerter immer wieder zu hören, dies würde den Tod der Kunst/des Künstlers/ der Kreativität zur Folge haben.
Stefan Domke hat über Dirk von Gehlen ein
schönes Beispiel gefunden, welches das Gegenteil belegt: Bon Iver, eine folkige und auch hierzulande erfolgreiche kanadische Band hatten ihre Fans aufgerufen, aus bereits existierenden Songs der Band etwas Neues entstehen zu lassen - crowdsource remixing sozusagen. Und
das Ergebnis ist beeindruckend.
- Und wer mit Urheberrecht oder Bon Iver rein gar nichts anfangen kann, höre und schaue sich mit Stefans Empfehlung stattdessen den singenden US-Präsidenten mit seinem Herausforderer in einem Mashup des ersten TV-Duells an.
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Freitag, 05.10.2012
Zurück in die Zukunft: Das smarte Uhr-Phone
Manche erinnern sich vielleicht: In den 1980er Jahren waren Armbanduhren mal das liebste Spielzeug technikverliebter Jungs und Männer. Es gab Uhren mit LED-Anzeige statt Zeigern, später mit LCD-Display. Es gab Uhren mit Quarz und Elektronik anstelle eines Uhrwerks. Später konnte man sogar Armbanduhren mit eingebautem Taschenrechner und anderen Firlefanz kaufen. Gibt es heute alles nicht mehr - zum Glück. Heute spielen Technikfans mit ihrem Smartphone herum.
Doch es könnte sein, dass echte Geeks künftig wieder auf ihre Armbanduhr starren. Denn offensichtlich plant Google eine ganz besondere Art von Uhr. Wie das
Mobile Magazine berichtet, hat Google einen
Patentantrag für die "Smart Watch" eingereicht, sozusagen die Armbanduhr des 21. Jahrhunderts.
Googles Smart Watch aus dem Patentantrag
Wer jetzt nur auf eine hyperschlaue Digitaluhr spekuliert, die auch online gehen kann, ein paar Infos aus dem Netz holt und sie auf dem Display anzeigt, der ist schief gewickelt. Viel zu simpel, so was haben schon andere versucht. Es gab in den letzten Monaten jede Menge Beispiele, mit solchen Spielereien Aufmerksamkeit zu ergattern und Geld zu machen. Die Projekte sind allesamt gescheitert. So etwas wäre kein Patent wert und auch kein Coup nach dem Geschmack von Google.
Erst auf der Nase, jetzt am Handgelenk
Google denkt deutlich weiter: Die geplante Smart Watch ist nur auf den ersten Blick eine Uhr. Im Grunde handelt es sich um ein Multifunktionsgerät à la Raumschiff Enterprise. Das Gerät ist mit einem Glas ausgerüstet, das ein transparentes Display enthält. Das Display kann neben der Uhrzeit auch Infos zeigen, die von einem Smartphone zur Uhr gebeamt werden.
Das wirklich Besondere ist, was passiert, wenn der Deckel aufspringt: Dann wird das transparente Display zum Augmented-Reality-Instrument. Man schaut durch das Glas und sieht damit die Umwelt, gleichzeitig erscheinen aber im Display Infos über die Umgebung oder das, was man gerade durch den Glasdeckel der Uhr anschaut. Echte und virtuelle Realität verschmelzen.
Praktisches Beispiel: Man betrachtet durch das Glas der Uhr ein Haus - und es erscheinen Infos dazu im Display. Oder man sieht ein Produkt - und die Suchmaschine liefert Hintergrundinformationen und aktuelle Preise. Richtig: So etwas gibt es längst als App fürs Smartphone. Hier schaut man allerdings durch die Kameraoptik des Handys. Für denselben Zweck eine Uhr zu verwenden, wäre vielleicht im ein oder anderen Fall diskreter. Außerdem muss man dann nicht das Handy aus der Tasche holen.
Alltag mit Datenbrille - nach Geschmack von Google
In Zukunft alles vernetzt
Im Grunde genommen funktioniert Googles offensichtlich geplante Smart Watch so ähnlich wie die
Project Glass getaufte
Datenbrille, die Google demnächst für 1500 Dollar auf den Markt bringen will. Auch hier verschmelzen echte und virtuelle Realität. Und auch hier werden einem GPS-basierte Infos zu den Objekten präsentiert, die man durch die Brille anschaut. Das Smart Watch scheint eine Alternative zu sein, vielleicht für alle, die sich nicht vorstellen können, den ganzen Tag eine Datenbrille auf der Nase zu tragen.
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