Montag, 27.08.2012

Googles Tablet Nexus 7 ab sofort zu haben

Die ewigen Blog: Querelen zwischen Apple und Samsung vernebeln ein wenig den Blick. Nicht wenige Menschen denken mittlerweile, dass nur Apple und Samsung Smartphones und Tablets bauen. Aber das ist ein Irrtum! Es gibt noch eine Reihe weiterer Hersteller. Darunter einige, von denen man gar nicht glaubt, dass sie Hardware bauen und verkaufen. Bestes Beispiel: Google.

Vor einigen Wochen hatte Blog: Google angekündigt, einen eigenen Tablet bauen zu wollen. Jetzt ist Googles Tablet Nexus 7 für viele überraschend tatsächlich schon zu haben, auch bei uns in Deutschland. Ab sofort lässt sich der Tablet-Rechner in Deutschland online bestellen, in einigen Tagen soll der flache Computer dann auch in ganz normalen Ladengeschäften zu kaufen sein.

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Man muss kein Orakel in der Schublade liegen haben, um sich zu der Vorhersage verleiten zu lassen, dass Googles Nexus 7 ganz sicher ein Megaseller wird. Dafür sorgt allein der Preis: 199 Euro kostet das kleinste Gerät mit 8 GByte, 249 Euro die Variante mit 16 GByte Arbeitsspeicher - eine klare Kampfansage an Apple. Wer sich ein iPad zulegen will, muss mindestens 399 Euro einplanen, also das Doppelte - und das wohlgemerkt für das Modell iPad 2. Das iPad mit Retina-Display (iPad 3) gibt's erst ab 479 Euro.

Bestellt werden kann das Gerät (derzeit ausschließlich) in Googles Online-Shop WWW: Google Play. Hier kauft man normalerweise Musik und Apps ein oder leiht sich online Filme aus. Ab sofort kann man hier aber eben auch Hardware kaufen. Jetzt das Nexus 7, später womöglich auch Googles schwarze Multimedia-Kugel Nexus Q, die Musik und Filme ins Wohnzimmer holen soll (aber noch nicht lieferbar ist).

Google baut und vertreibt das Nexus 7. Faktisch hergestellt wird das Gerät allerdings von Asus. Im Inneren werkelt ein Tegra-3-Prozessor mit 1,2 GHz von nVidia. Ein flotter Prozessor, der schnelles und zügiges Arbeiten erlaubt. Das Display liefert mit 1280 x 800 Bildpunkten eine hervorragende Auflösung, deutlich mehr als andere Hersteller wie Samsung oder HTC (Apple hat mit dem iPad 3 die Nase vorn). Ansonsten ist alles eingebaut, was man heute erwarten darf: WLAN, Bluetooth, GPS, selbst NFC (Near Field Communication) ist serienmäßig dabei.

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Wer lediglich 199 Euro für ein Tablet ausgeben will, muss aber zumindest im Detail auch Verzicht üben können. So gibt es beim Nexus 7 zum Beispiel keinen Steckplatz für Speichererweiterungen, auch hat Google bislang kein Modell mit Mobilfunk in Planung. Wer also auch unterwegs online gehen möchte, ohne WLAN, muss auf andere, deutlich teurere Modell zurückgreifen.

Dafür ist die Ausstattung auf hohem Niveau, vor allem angesichts des geringen Preises. Nur die eingebaute Kamera lässt Wünsche offen: 1,2 Megapixel ist heute nicht "State of the Art", da können andere Smartphones und Tablets heute deutlich mehr. Allerdings ist die Frage erlaubt, wie oft man mit einem Tablet tatsächlich hochwertige Foto- oder Videoaufnahmen machen möchte.

Der vergleichsweise niedrige Preis lässt vermuten, dass Google gar nicht bis kaum am Verkauf der Hardware verdient. Das dürfte Google aber auch schnuppe sein: Es geht jetzt um Marktanteile. Es geht darum, möglichst viele Tablets mit Android-Betriebssystem auf den Markt zu bringen. Das Folgegeschäft ist interessant. Denn jeder Tablet ist eine mobile Einkaufsstation. "Das Nexus 7 ist ganz auf Google Play abgestimmt", verrät die Google-Seite. Das ist wörtlich zu nehmen: Mit dem Tablet in der Hand kann man aus über 600.000 Apps und Spielen auswählen, es stehen Millionen von E-Books sowie eine stetig wachsende Zahl an Filmen zur Auswahl. Hier verdient Google künftig Geld - unter anderem.

Klasse, dass endlich Bewegung in den Tablet-Markt kommt! Das ist für uns Konsumenten immer gut.

Stimmt zwar, dass man mit einem Tablet selten "hochwertige Foto- und Videoaufnahmen" machen will, aber eine Kamera auf der Rückseite fehlt hier trotzdem gewaltig. Was man mit einem Tablet nämlich sehr gerne macht, ist es als eine Art Papierersatz zu benutzen und da ist es sehr praktisch, wenn man Briefe, Dokumente, Whiteboards, Etiketten etc. einfach abfotografieren kann.

Nach meinen Erfahrungen mit 7"-Tablets sind die Dinger auch zu groß, um sie immer dabei zu haben und für zuhause nicht wirklich groß genug.

Vom Preis/Leistung-Verhältnis ist das Ding aber sicher OK, auch wenn ich fast befürchte, dass das dazu führt, dass viele es kaufen und dann nach ein paar Tagen herumspielen kaum mehr benutzen. Dann hat man kein Geld gespart, sondern es zum Fenster hinausgeworfen... War jedenfalls bei dem 7"-Tablet so, das ich gekauft hatte, zumal Android-Apps praktisch keinerlei Rücksicht auf Tablets nehmen und man praktisch nur ein großes Smartphone ohne Telefon kauft.

joh am 27.08.12 16:24

Gibt es da keine Probleme mit Apple?

Heiko am 28.08.12 12:40

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