Freitag, 24.08.2012

Facebook wird mobil endlich flotter

Endlich ist das Geratter vorbei. Bild laden, warten. Scrollen. Bild laden, warten. Scrollen. Gestern Abend hat Facebook das Update "Version 5.0" seiner App für iPad und iPhone veröffentlicht - mit der wird nun endlich schnell nachgeladen. Unter anderem. Doppelt so schnell soll die neue Version gegenüber dem Vorgänger sogar sein, heißt es von Entwicklerseite. Ob nun gerade doppelt so schnell, naja, immerhin zackig geht's mittlerweile: durch den Feed scrollen, Fotos klicken und Apps innerhalb von Facebook wie zum Beispiel Instagram oder Spiele starten. Optisch hat sich die Dachleiste mit den Buttons "Status", "Foto" und "Orte" nur geringfügig verändert. Neu ist noch ein neuer Hinweisbanner in der Feed-Ansicht, der über neue Meldungen informiert - einmal antippen und schon wird man im Turbo an den Anfang der Neuigkeiten befördert.

facebook_app.jpg
Links alt, rechts neu

Selbst Fotos per App teilen geht ebenfalls etwas flotter als zuvor, dabei bin ich vorher regelmäßig verzweifelt. Doch was leider nach wie vor nicht funktioniert: Fotos oder Beiträge anderer aus der Feed-Ansicht heraus teilen. Das finde ich ärgerlich, weil das Nutzungsgewohnheiten aushebelt, die man sich über die Desktop-Version angeeignet hat. Schön ist immerhin die neue Darstellung und Verwaltung der Likes und Kommentare unter den Fotos: Foto einmal antippen, es öffnet sich in der Vollbildansicht, nochmal tippen und die Kommentare erscheinen in Weiß und lassen sich per Wischbewegung über das abgedunkelte Foto ziehen. Gefällt mir.

Möglich wurden die Performance-Verbesserungen durch den Einsatz von Apples iOS-App Programmiersprache Objective C, zuvor setzte Facebook hauptsächlich auf Seiten auf HTML5-Basis. Interessant dürfte sein, inwieweit es Facebook gelingt, mit der neuer Technik in naher Zukunft auch Werbung auf die Mobilversion zu bringen. Denn das wird zunehmend wichtig. Stefan Schultz hat vor kurzem schon bei Spiegel.de darauf WWW: verwiesen: Die fehlende Strategie, mit der Smartphone-Version Geld zu verdienen, könnte für Mark Zuckerberg und seine Strategen bald zu einem großen Problem werden. Daten dazu liefert ausgerechnet Konkurrent WWW: Google (in Zusammenarbeit mit Ipsos MediaCT): 73 Prozent der Smartphone-Nutzer besuchen soziale Netzwerke, 29 Prozent der Deutschen verfügen bereits über ein Smartphone. Tendenz steigend.

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