Mittwoch, 22.08.2012
Kommt bald die Bitcoin Kreditkarte?
Die staatenunabhängige Internet-Währung
Bitcoin hat so einige Probleme. Das Image ist spätestens seit den
Hacker-Angriffen auf Bitcoin-Tauschbörsen angekratzt. Dass Kriminelle die Anonymität der Zahlungsabwicklung zu schätzen wissen, wirft auch nicht unbedingt ein gutes Licht auf das Projekt. Hinzu kommt: Bisher gibt es kaum Online-Shops, in denen mit dem Bitcoin tatsächlich bezahlt werden kann.
BitInstant, einer der Tauschdienste, der Bitcoins in gängige Währungen tauscht, hat jetzt die Ausgabe einer eigenen Kreditkarte angekündigt. Als Partner sei eine "internationale Bank" gewonnen worden. Einen Entwurf des Kartendesigns hat BitInstant auch veröffentlicht, darauf ist ein "Mastercard"-Logo zu sehen. Ob dieses Unternehmen aber tatsächlich der Partner von BitInstant sein wird, blieb zunächst noch offen. Sollte das der Fall sein, könnte die Bitcoin-Kreditkarte tatsächlich künftig in allen Geschäften, die Mastercard akzeptieren, eingesetzt werden.
Laut einem veröffentlichten
Chat-Protokoll mit einem der BitInstant-Gründer soll die Karte schon in 6-8 Wochen erhältlich sein. Die Gebühren halten sich im Rahmen: Die Karte selbst soll 10 US-$ kosten, bei Zahlungen soll 1% Transaktionsgebühr berechnet werden, es gelten die Wechselkurse von BitInstant.
+
Entwurf der Bitcoin-Kreditkarte
Ich finde das Bitcoin-Projekt interessant, würde aber zurzeit noch niemandem dazu raten, Bitcoins in größerem Stil zu nutzen. Dafür gibt es zu viele Unsicherheiten. Wenn die Kreditkarte aber jetzt wirklich kommt, könnte dass ein echter Schritt nach vorne für die Bitcoins sein, gerade wenn wirklich ein internationaler Partner gewonnen werden konnte. Der würde Vertrauen bringen. Bei der Abwicklung von Zahlungen und Nutzung von Währungen ist Vertrauen der Kundschaft unglaublich wichtig. Den theoretischen Hintergrund von Geldpolitik und Wechselkursen, versteht schließlich kaum einer der Nutzer so gut, um das Bitcoin-System wirklich objektiv beurteilen zu können.
Dass die dezentrale Struktur der Bitcoins, ohne Einbindung großer Unternehmen, von Vorteil sein kann, merkt zur Zeit übrigens jeder, der die Enthüllungsplattform Wikileaks unterstützen will. Die großen US-Kreditkartenfirmen und auch der Dienstleister Paypal boykottieren die Plattform. Spenden per Bitcoin-Überweisung sind aber möglich, Wikileaks hat so bisher Bitcoins im Wert von rund 32.000 US-$ gespendet bekommen.
Ich habe einen virtuelle Bitcoin-Geldbeutel und hab mir mit Mining auch einiges verdient, aber bisher konnte ich noch nirgends bezahlen.
Agnes Asa am 22.08.12 14:13
Ich halte die Idee einer unabhängigen Währung für ganz wunderbar, denn der Euro hält ja nicht was er einst versprach. Da muss was neues her und wenn das der Bitcon ist, bin ich damit auch zufrieden. Aber wie bald werde ich damit im Aldi bezahlen können?
Alfons am 22.08.12 16:26
Ich bin von diesen Bitcoins noch nicht überzeugt.
Maik am 23.08.12 13:11
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