Freitag, 24.10.2014

Anders chatten mit Rooms und Flows

Weil es sich wohl mittlerweile herumgesprochen hat, dass soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+ jede Menge Daten sammeln und auch ansonsten nicht sonderlich diskret sind, werden Chats immer beliebter. Facebook versucht, davon zu profitieren: Seit einer Weile gibt es den Facebook Messenger als separate App, auch wenn den Blog: viele nicht mögen. Das hat Facebook nicht davon abgehalten, eine weitere neue Chat-App vorzustellen: WWW: Rooms bietet die Möglichkeit für anonyme Chats. Hier kann jeder unter einem Pseudonym einen Chat-Raum anlegen, andere einladen und dann unbeobachtet chatten und plaudern.

Facebook Rooms; Rechte: Facebook/WDR
Facebook Rooms: Anonyme Chat-Räume möglich


Chatten liegt voll im Trend
Facebook Rooms bedeutet einen Paradigmenwechsel in Mark Zuckerbergs Unternehmen. Denn bislang war Facebook daran gelegen, dass die User möglichst viel online direkt bei Facebook machen - damit viele Daten anfallen. Und vor allem war es Facebook immer wichtig, dass sich die User mit Klarnamen anmelden. Das ist bei Facebook Rooms nun nicht mehr nötig: Hier kann sich jeder mit einem vom Facebook-Konto völlig unabhängigen Pseudonym anmelden und den Dienst nutzen.

Damit will Facebool zweifellos dem Trend zu diskreteren Chat-Diensten Rechnung tragen. Die vielen Blog: Alternativen wie Whatsapp wie Threema werden immer beliebter. Aber auch die Art und Weise des Chats ändert sich, die technischen Hintergründe. Mit Firechat gibt es eine App, die ohne WLAN oder Mobilfunknetz auskommt. Die Smartphones vernetzen sich über Bluetooth oder Peer-to-Peer-WLAN. Man kann mit Leuten chatten, die sich in Reichweite des Funknetzwerks befinden. Deshalb erfreut sich Blog: Firechat bei Demonstranten in Hongkong so großer Beliebtheit.

Flows App; Rechte: Flows
Flows App: Chatten ohne Internet - über Bluetooth oder P2P-WLAN


Flows: Chatten ohne WLAN oder GSM
Der Gedanke des Chattens ohne Internet setzt sich weiter durch. Wer Firechat verwendet, braucht keinen Onlinezugang, um sich mit anderen auszutauschen. Alle, die sich in Funkreichweite befinden, können angesprochen werden - und dank der Peer-to-Peer-Funktion sogar Leute, die sich nicht in der eigenen Funkreichweite aufhalten, aber Mitglied des kleinen Sub-Netzwerks sind. Das funktioniert hervorragend - und mit WWW: Flows gibt es jetzt eine weitere App, die genau nach diesem Konzept funktioniert.

Im Augenblick ist Flows für iPhone und iPad zu haben, doch es sind auch Versionen für andere Betriebssysteme im Planung. Auch bei Flows ist nur ein Nutzername erforderlich, um zu chatten - keine Registrierung. Da die Chats nicht übers Internet abgewickelt werden, kann niemand die Chats belauschen, speichern oder auswerten. Diskreter geht's nicht. Außerdem funktionieren Apps wie Firechat oder Flaws in der U-Bahn oder im Flugzeug. Das macht diese Art der Kommunikation reizvoll - und immer populärer.

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Donnerstag, 23.10.2014

Casa Wuala: Versprechen gebrochen

Am Anfang ist immer alles kostenlos. Manchmal jahrelang. Bis die Gründer des jeweiligen Startups eine Idee haben, wer eigentlich die Zeche zahlen soll. Und vor allem wie. Denn eins ist klar: Sofern ein Onlinedienst nicht gefördert oder subventioniert wird oder jemand aus purer Freude an der Sache einen Dienst betreibt, muss früher oder später jemand dafür bezahlen. Anfangs sind es die Investoren - irgendwann die Kunden. Dann taucht plötzlich Werbung auf oder es muss für Premium-Modelle bezahlt werden. Was alles in Ordnung ist. Schwierig wird es allerdings, wenn ehemals kostenlose Dienste plötzlich nicht mehr kostenlos sind - obwohl das so für die Ewigkeit versprochen war.

Wuala Wolke; Rechte: Wuala
Wuala: Der ehemals populäre Cloud-Dienst schafft Gratisspeicher ab


Sitz in der Schweiz - aber jetzt ein US-Unternehmen
So ist das im Fall von Wuala. Der Cloud-Dienst aus der Schweiz hat sich schon früh als attraktive Alternative zu den bösen, großen Onlinediensten aus den USA positioniert. Server in der Schweiz: Das klingt gut, das schafft Vertrauen. Darüber hinaus hat Wuala von Anfang an auf konsequente Verschlüsselung aller Daten gesetzt. Die Daten werden schon im Gerät verschlüsselt, was ein Ausspionieren schwierig bis unmöglich macht, je nachdem, wie man die angebotenen Dienste nutzt. Auch das spricht eindeutig für Wuala.

Doch seit einer Weile ist der Lack ab, zumindest bei privaten Usern. Denn mittlerweile gehört Wuala zum amerikanischen LaCie-Konzern, der wiederum vom US-Konzern Seagate gekauft wurde. Das ehemals schweizer Unternehmen ist fest in amerikanischer Hand. Das besorgt viele User - und darauf WWW: antwortet Wuala sogar in seinem Onlineforum. Die Sorge, mit den eigenen Daten bei Wuala nicht mehr in einem sicheren Hafen zu sein, mehren sich - und sind vermutlich auch nicht völlig unbegründet.


Deeplink: Was ist eigentlich die Cloud?


Schluss mit Schnorren
Schon vor einer ganzen Weile hat Wuala entschieden, dass es WWW: keinerlei kostenlosen Speicherplatz mehr bei Wuala gibt. Das ist das gute Recht des Anbieters. Jeder muss selbst wissen, ob er Freemium-Anbieter sein möchte oder andere Strategien fährt, um Kunden zu finden. Das Problem ist nur, dass Wuala seinen Nutzern bislang versprochen hat, dass einmal kostenlos genutzter Speicherplatz auch kostenlos bleibt - dauerhaft. Für immer.

Doch genau dieses Versprechen hat Wuala nun gebrochen, wie Blogger WWW: Caschy dokumentiert. Viele Wuala-User haben heute (23.10.2014) eine Nachricht erhalten, dass der bislang kostenlos angebotene und genutzte Speicherplatz (5 GB) Ende des Jahres endgültig eingestellt wird. Wer Wuala weiter nutzen wolle, müsse auf die kostenpflichtige Variante wechseln. Das ursprüngliche Versprechen gilt nicht mehr. Entsprechende Hinweise auf dieses Versprechen von eins wurden aus der Webseite entfernt.

Es hat schon viele Dienste gegeben, die aufgrund nicht einsetzenden Erfolgs wieder dicht machen mussten. Und viele andere haben ihr Geschäftsmodell geändert. Aber etwas, was kostenlos angeboten und ausdrücklich als dauerhaft kostenlos versprochen wurde dann doch irgendwann kostenpflichtig zu machen, das gibt es nicht so oft.

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Mittwoch, 22.10.2014

Welche Farbe stimmt hier nicht?

Spätestens seit WWW: 2048 bin ich ja großer Fan kleiner Spiele im Browser. Empfohlen hatte ich ja auch schon Blog: Hextris und das Blog: Game About Squares. Ähnlich viel Spaß habe ich jetzt mit dem chinesischen WWW: "Finde die Farbe" (frei übersetzt).

Quadrate; Rechte: ioxapp.com
Welches violette Quadrat ist hier nicht ganz so violett wie die anderen?

Das Spielprinzip ist wie immer schön einfach: Ihr bekommt eine Reihe farbiger Quadrate angezeigt, von denen eins farblich ganz leicht abweicht. Runde für Runde verkleinern sich diese Quadrate. Das macht großen Spaß - so lange, bis leichter Frust aufkommt, weil ihr euch eher vorkommt wie beim Augenarzt als beim Spielen.

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