Freitag, 31.10.2014

Telefonieren mit Xiaomi, Oppo und Co.

Den Firmennamen Nokia kennt noch fast jeder - weil der finnische Hersteller die Welt mit Handys versorgt hat. Jahrelang. Weltweit. Nokia-Handys waren beliebt und begehrt, sie waren schick, konnten eine Menge und waren stets auf der Höhe der Zeit. Das hat Nokia zu einem riesigen, stolzen Unternehmen gemacht. Doch dann kamen Smartphones auf den Markt - und andere Hersteller waren einfach überlegen: Apple, Samsung, HTC, Blackberry. Die Konkurrenz hatte bessere Ideen, kannte den Markt besser, hat bessere Modelle entworfen und gebaut. Und Nokia ist den Sturzflug angetreten.

Nokia Eingang mit Firmenschild; Rechte: dpa/Picture Alliance
Nokia war mal der größte Handyhersteller der Welt


Nokia ist als Handyhersteller Geschichte
Heute gibt es keine Handys von Nokia mehr. Denn Microsoft hat das finnische Unternehmen gekauft - nach einer langjährigen, engen Partnerschaft. Die Marke Nokia wurde gerade getilgt. Microsoft hat bekannt gegeben, die Marke "Nokia" bei seinen Smartphones nicht weiter zu verwenden. Lumia - so heißen die Smartphones von Microsoft ab sofort. Lumia und eine Modellnummer. Nichts soll mehr auf den einstigen finnischen Hersteller hinweisen. Nicht mehr lange, und der Markenname ist vergessen. So schnell kann das gehen in diesem Geschäft. Ein paar Mal nicht aufgepasst, ein paar Mal zu langsam, einen Trend verschlafen - und schon wird man aufgekauft. Und ist verschwunden.

Auch andere Handyhersteller haben schon mal bessere Zeiten gesehen. Motorola zum Beispiel. Die ersten Mobiltelefone überhaupt kamen von Motorola. Doch der amerikanische Hersteller von Halbleitern und Prozessoren war im Mobilmarkt nie wirklich erfolgreich, hat aber lange durchgehalten - bis Google die Mobilfunksparte von Motorola gekauft hat. Heute baut Motorola Smartphones für Google. Immerhin gibt es Motorola selbst noch. Anderes Beispiel: Ericsson. Der schwedische Hersteller hat auch eine Weile sehr gute Handys gebaut und verkauft. Dann hat Nokia Ericsson platt gemacht. Ericsson wurde von Sony gekauft - und spielt heute als Handyhersteller keine Rolle mehr.

Xiaomi-Chef Lei Jun; Rechte: dpa/Picture Alliance
Xiaomi-Chef Lei Jun sieht sich als zweiter Steve Jobs - nur cleverer


Heute kommen Handys aus China
Heute werden Handys und Smartphones in Asien gebaut. Apple lässt alle seine Geräte in China bauen. Sie werden in Kalifornien entwickelt, aber die meisten Bauteile kommen aus Asien. Immerhin ist aber die Marke noch amerikanisch. Mit Samsung oder LG haben wir Anbieter von Smartphones, die aus Korea kommen und überaus erfolgreich sind. Allerdings schwächelt Samsung derzeit. Die Gewinne von Samsung haben sich zuletzt halbiert. Samsung spürt den zunehmenden Druck aus China, denn auf dem chinesischen Markt spielt die Musik.

Drittgrößter Handyhersteller ist jetzt WWW: Xiaomi. Noch nie gehört? Ein chinesischer Hersteller von Handys und Smartphones. Xiaomi verkauft seine Geräte bislang nahezu ausschließlich auf dem chinesischen Markt. Der ist riesig - und wächst schnell. Chef von Xiaomi ist Lei Jun, eine Art chinesischer Steve Jobs. Mit unbegrenztem Ehrgeiz und Verkaufstalent. Er mischt gerade mit schicken, preisgünstigen Smartphones den chinesischen Markt auf. Erst vor vier Jahren hat Xiaomi das erste Handy auf den Markt gebracht - und ist jetzt schon weltweit Nummer drei. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Xiaomi auch nach Europa und USA kommt.


Oppo ist ein anderer bedeutender Handy-Hersteller aus China. Oppo baut mit dem Oppo R5 das dünnste Handy der Welt, es ist nur 4,85 Millimeter dick. Und mit dem WWW: Oppo R3 bauen die Chinesen ein Android-Handy mit schwenkbarer Kamera, die über kleine Elektromotoren bewegt werden kann. Innovationen aus China, die bislang unbemerkt bleiben - aber sicher nicht mehr lange. Wenn nun auch noch ein eigenes Betriebssystem auf den Markt kommt, das Android Konkurrenz macht, müssen sich nicht nur die Handyhersteller Sorgen machen, sondern auch die Großen wie Apple, Google und Microsoft.

Motorola Mobility = Lenovo, Herr Schieb.

Watashi am 31.10.14 12:19

@ Watashi.
Ja mei - wenn man täglich irgendwas abliefern muss, dann leidet halt die Qualität. Das war beim Staatsrundfunk der DDR auch so.

Georg am 31.10.14 13:45

Xiaomi ist schon in Europa. Mit meinem Red Rice 1s bin ich mehr als zufrieden. Bei den Preisen und der Qualität, ganz zu schweigen von der Miui Oberfläche, muss sich die Konkurrenz warm anziehen.

Klaus am 31.10.14 19:03

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Donnerstag, 30.10.2014

Microsoft will uns Fesseln anlegen

Auch Microsoft macht bei der Vermessung der Welt mit. Es gibt schließlich genügend Menschen, die sich freiwillig eine elektronische Fessel ans Handgelenk schnallen, um alles was sie machen zu tracken - und später auszuwerten. Sie machen das nicht nur freiwillig, sie zahlen sogar dafür. 199 Dollar verlangt Microsoft für sein WWW: Microsoft Band. Ein Fitness-Tracker, der mit zehn Sensoren ausgestattet ist und seine Träger nicht nur beim Sport, sondern auch beim Faulenzen oder Schlafen beobachtet. Ein allseits aufmerksames Messgerät, das alles registriert und speichert.

micosoftband.png
Microsoft Band: Abends sehen, wo man tagsüber überall war - oder auch nicht


Die elektronische Fußfessel am Handgelenk
Der Trend zu solchen Fitness-Trackern lässt sich schon lange erkennen. Zuerst waren es kleine Hersteller wie Fitbit, die damit auf den Markt kamen. Dann hat auch Sportartikel-Hersteller Nike einen Fitness-Tracker ins Angebot genommen. Mittlerweile ist jede Smartwatch auch ein Fitness-Tracker. Auch die Apple Watch, die erst nächstes Jahr auf den Markt kommt, gehört in diese Kategorie. Microsoft hat nun allen gezeigt, auch und vor allem Apple, dass das Unternehmen immer noch schnell und wendig sein kann. Das Microsoft Band ist technisch gesehen wirklich beeindruckend.

Microsofts Hightech-Armband misst neben der Beschleunigung (also Bewegung) auch GPS-Koordinaten, Körpertemperatur, Herzfrequenz, UV-Strahlung, Hautwiderstand und Feuchtigkeit. So viele Daten ermittelt kein anderer Fitness-Tracker. Der Puls wird nicht nur stichprobenartig, sondern permanent ermittelt, mit Hilfe von LEDs und einem optoelektronischen Sensor. Die Sensoren sollen auch bei schnellen Bewegungen und verschwitzen Armgelenk - also beim Sport - zuverlässig funktionieren.

msband.png
Microsoft Band gibt es in drei Größen


Büroschlaf in der Cloud
Doch das in den USA ab heute erhältliche Band ist auch eine Smartwatch-Light mit Minidisplay (320x106 Pixel) am Armgelenk. Auch Mikrofon und Vivrationsalarm sind eingebaut. Man kann Nachrichten lesen oder Anrufe annehmen, egal ob auf iPhone, Android oder Windows Phone. Microsofts Tracker funktioniert mit allen Welten. Das ist lobenswert, da sind andere Hersteller bockiger - Apple und Google vor allem. Microsoft will seine Technologie sogar an andere Hersteller lizensieren.

Microsoft ist damit nach Google und Apple der dritte große Anbieter, der eine eigene Cloud-Plattform mit Health-Daten betreibt. Apple hat sein Healthkit zwar gestartet, die Apple Watch ist aber noch längst nicht auf dem Markt. Hier hat Microsoft seinen Konkurrenten mal eben locker überholt. Doch je mehr Menschen solche Tracker tragen, umso mehr Daten fallen an. Jetzt sogar über Schlafgewohnheiten und die gesundheutliche Fitness. Ich gönne ja jedem seinen Büroschlaf - aber wenn es der Tracker mitbekommt? Da kommen eine Menge kontroverse Diskussionen auf uns zu, denn die Verbreitung solcher Devices hat gerade erst begonnen.

Ich frage mich manchmal, ob es solche Diskussionen damals bei der Erfindung der Schrift auch schon gegeben hat... "Aber wenn man etwas aufschreibt, kann es auch in Jahren noch jemand lesen!!! Wo soll das hinführen!". Wahrscheinlich schon...

Mir hängt dieses ganze ängstliche Zittern langsam zum Hals raus. Ja, sowas hat ein Missbrauchspotential. Deswegen muss man ein Auge darauf haben, ob es missbraucht WIRD und dann muß man was dagegen unternehmen. Aber jede Technik von vornherein zu verdammen, nur weil man sie auch missbrauchen KÖNNTE, käme einer völligen Lähmung gleich. Dann darf man auch kein Bankkonto haben (die Bank kennt alle Kontobewegungen!), kein Telefon besitzen (der Telefonbetreiber weiß immer, wen man anruft!), keine Post bekommen (die Post weiß, von wem man Post bekommt!)...

Es gab und gibt in der ganzen Geschichte und auf der ganzen Welt Diktaturen und Gewaltherrschaften ganz ohne Datensammeln, DARAN kann es nicht liegen.

joh am 30.10.14 15:27

@joh: "Ja, sowas hat ein Missbrauchspotential. Deswegen muss man ein Auge darauf haben"

Damit ist doch alles gesagt. Deshalb haben derartige Blog-Einträge ihre Berechtigung. Danke, dass Sie noch einmal darauf hingewiesen haben.

Jürgen am 30.10.14 16:15

@Jürgen: Ja, man muß ein Auge darauf haben, was passiert. Aber man sollte nicht alles schon deshalb verdammen, nur weil es VIELLEICHT auch für falsche Zwecke benutzt werden könnte. Das ist einfach Feigheit. Es ist aufgeben von Potentialen, von Möglichkeiten.

Ich habe eine Weile eine App (Moves) benutzt, die auf meinem Smartphone die Schritte gezählt hat und alle Strecken getrackt hat. Das war genial. Es hat mir sehr geholfen, das Ausmaß meiner Aktivität mal wirklich sehen zu können. Anstatt immer nur zu denken "ich müßte mich wirklich mehr bewegen" hatte ich plötzlich nackte, harte Zahlen und ich konnte SEHEN, wann ich mehr gelaufen bin. Das ist einfach eine Bewußtmachung und Fakten anstatt Wünsche, was mir sehr geholfen hat. Dann hat der Laden sich nach Facebook verkauft und ich hatte keine Lust mehr. Aber das ändert nichts daran, dass ich Fakten mag. Ich WILL das wissen. Ich will nicht nicht wissen. Nicht wissen ist schlecht, wissen ist gut. Bewußtheit ist besser als Unbewußtheit.

joh am 30.10.14 21:58

Merkwürdige Überschrift, finde ich. Auch wenn der Artikel an sich gar nicht so schlecht ist, wird doch der Eindruck erweckt, MS wolle uns etwas Böses tun. Ich frage mich, ob die Überschrift auch so gewählt worden wäre, wenn es um ein Apple oder Android Produkt gegangen wäre...

Sven am 31.10.14 10:37


Die Diskussion um den Datenschutz muss geführt werden, solange es noch geht, und das ist JETZT!

Nicht die Technik an sich ist schlecht, sondern die neue Sucht, alles in die Cloud zu übertragen. Das wird immer mehr selbstverständlich. Lokale Datenspeicherung ist immer weniger vorgesehen. Sind die Daten erst mal da, gibt es ganz sicher Begehrlichkeiten!

Noch ist es Zeit für Protest. Man könnte bei Gerätetests z.B. rigoros abwerten, wenn ein Gerät ohne Grund zwingend eine Online-Verbindung verlangt. Oder wenn sich Datenübertragungen zum Server des Anbieters nur mühsam oder gar nicht abschalten lassen.

Warum wollen die Anbieter unbedingt die Daten abgreifen? Das ist doch zusätzlicher Aufwand. Wenn die Geräteanbieter unbedingt an die Daten ran wollen, dann wollen sie auch etwas damit machen! Es ist unerträglich, wie sehr sich Datenschutz inzwischen rechtfertigen muss!

Bertram in Mainz am 31.10.14 12:42

Wieso die Aufregung? Wer das unbedingt haben möchte, darf sich doch gerne überwachen lassen. Jeder, wie er es verdient hat. Daher ganz im Gegenteil, mehr davon für diese Klientel. Der Rest lehnt sich zurück und genießt den Anblick des Elends. Ich freue mich über jeden Datenschutzskandal, der solche Typen betrifft. Doch im Ernst, bekommen die überhaupt noch irgendwas mit? Ich denke nicht.

Adrian am 31.10.14 15:13

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Dienstag, 28.10.2014

Kommt die Oettinger-Abgabe?

Was für eine Überraschung: Dass jemand wie Günther Oettinger, der designierte EU-Digitalkommissar - der bereits mit inkompetenten Kommentaren zum Bilderklau von Prominenten aufgefallen ist und ansonsten nicht unbedingt für digitale Themen steht - dass ausgerechnet er noch vor Amtsantritt klug ein wichtiges Thema setzt, das hätte ich nicht für möglich gehalten. Das muss ich wirklich zugeben. Günther Oettinger hat mich positiv überrascht - erst mal.

Denn seine Ankündigung, bis 2016 einen Gesetzesentwurf vorlegen zu wollen, der europaweit das Urheberrecht im Internet regelt, ist wirklich zu begrüßen, da dringend nötig. Die bislang praktizierte Kleinstaaterei beim Urheberrecht und in logischer Folge auch beim Verwertungsrecht in Europa ist dem digitalen 21. Jahrhundert unwürdig. Wie bekloppt das alles geregelt ist, merkt jeder, der viel reist: Warum kann ich auf Mallorca auf Netflix nicht die Serien weitersehen, die ich in Deutschland gestartet habe? In der Schweiz geht es aber wieder. Das hat mit Logik und Vernunft nichts zu tun, sondern ist das Ergebnis eines völlig antiquierten Systems.

goettinger.png
Günther Oettinger will Urheberrecht im Internet refomieren.


Verwertungsgesellschaften haben eine große Zukunft
Das Internet hat die Schlagbäume beseitigt, lange bevor das in der realen Welt passiert ist. Deshalb ist es schon lange nötig, sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, welche Auswirkungen der digitale Handel auf Urheberrecht und Verwertungsrechte hat. Allerdings bekommt es Oettinger da mit mächtigen Spielern zu tun. Da wären die Verwertungsgesellschaften, die Rechteinhaber wie Verlage, Labels oder Filmstudios sowie eine stets kampfbereite Community, die sich konsequent jede Einmischung ins Internet verbittet.

Ich gebe zu: Es steht zu befürchten, dass am Ende so etwas Verrücktes wie das Leistungsschutzrecht herauskommt, das Blog: wirklich absolut überflüssig und misslungen ist. Vielleicht wird es aber auch abgeschafft - schließlich handelt es sich hier um ein nationales Gesetz und ist daher sowieso nicht sonderlich weit gedacht. Es ist zweifellos sinnvoll, sich darüber Gedanken zu machen, ob und wie man kulturelle Leistungen entsprechend honorieren kann. Fotos, Videos, Texte, Musik, Filme - ist alles urheberrechtlich geschützt. Tausende Rechtsanwälte verdienen sich eine goldene Nase damit, Verstöße abzumahnen und für ihre wenig kreative und nicht sonderlich nützliche Arbeit immense Honorare abzurufen.

GEMA-Sperrtafel; Rechte: YouTube
Vor der berüchtigten GEMA-Sperrtafel ist man nie gefeit.


Neue Chance für die Kultur-Flatrate
Mir wäre eine digitale Welt recht, in der jeder geistiges Eigentum nutzen darf - ohne befürchten zu müssen, von einem Vampir-Anwalt ausgesaugt zu werden, also ohne das Risiko, in irgendeine juristische Stolperfalle zu treten - und in der trotzdem die Urheber der geistigen Leistung das, was ihnen zusteht, auch bekommen. In diesem Zusammenhang dürfte das Konzept der Kultur-Flatrate wiederbelebt werden, die durchaus ihre Existenzberechtigung hat.

Sicher: Man wird heftig diskutieren, wer wofür zahlt und wer wie viel bekommt. Wenn es ums Geld geht, fühlen sich immer alle ungerecht behandelt. Wer zahlen muss, meint, er zahlt zu viel. Wer etwas zu bekommen hat, meint, er bekommt zu wenig. Aber eine Abgabe auf Geräte oder die Nutzung von Inhalten, die in einen Topf fließt und dann fair ausgeschüttet wird, das wäre durchaus eine wünschenswerte Lösung. Nutzlose Anwälte müssten stempeln gehen, kreative Menschen bekommen, was ihnen zusteht, User können mit gutem Gewissen Inhalte nutzen.

Aber Günther Oettinger ist Politiker. Ich fürchte, es wird bei der Hoffnung bleiben.

Meine Hauptforderung an ein neues Urheberrecht: Weg mit der absurd langen Schutzfrist! Ein übliches Patent läuft 20 Jahre. Danach gilt die Erfindung als freier Teil des allgemeinen Wissens. Warum soll ein Lied oder ein Text so viel länger geschützt sein? 70 Jahre nach dem Tod des Autors, das kann auch mehr als 100 Jahre sein! Macht dann jemand eine "Bearbeitung" bei einem gemeinfreien Werk (z.B. Juffi-Juffi-Trallala statt Juffi-Fallerallala) läuft wieder eine neue Frist. Sind es 50 Jahre?

Wenn man für ein aufwändiges Patent 20 Jahre als angemessen ansieht, dann müssten für einfache Urheberrechte 10 Jahre reichen! Für ein aufwändiges Werk vielleicht mehr, aber nicht mehr als 20 Jahre. Kleinkram wie Allerweltsfotos sollte generell frei sein. Das ist ein Machtkampf um Pfründe! Lassen wir uns nicht einlullen von den Ausführungen über die "armen Künstler". Die haben am allerwenigsten davon, weil sie ihre Werke gar nicht vermarkten können, ohne alle Rechte an Verwerter abzutreten.

Bertram in Mainz am 28.10.14 18:26

Guter Blog! Habe diese Fragen schon öfters in Foren gestellt: Stichwort Youtube und GEMA: Ist ein Video online, und der Künstler hat eingewilligt, bekommt er normalerweise über jeden Klick eine Vergütung von Youtube & Co. Wo spielt es da eigentlich eine Rolle, wo geklickt wird, ob in den USA oder hier? Das Beispiel mit Netflix tut sein übriges. Mmn, was im Internet steht ist weiltweit, wenn man als Urheber damit ein Problem hat, sollte man es nicht ins Internet stellen. So einfach ist's und alle sind zufrieden, ohne Ländergrenzen im Internet, welche ja im realen Leben (Vereigtes Europa? Freihandelsabkommen etc.?) schon sowieso nicht mehr existieren.

Chris26 am 29.10.14 4:11

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