Sonntag, 29.03.2015

Smog kann man hören

Smog ist ein Problem, das in der westlichen Welt keineswegs verschwunden ist, aber eher abgenommen hat. In China dagegen herrscht in vielen Städten extremer Smog. Immer wieder. Kaum zu glauben, aber wahr: Über 90 Prozent der 190 Städte in China überschreiten WWW: regelmäßig die Grenzwerte für Feinstaub - und beeinträchtigen damit die Gesundheit der dort lebenden Menschen erheblich.

Riechen können den Smog die Menschen vor Ort, WWW: sehen kann man ihn auch. Doch jetzt kann man Smog sogar hören: Der New Yorker Künstler Brian Foo hat eine Anwendung programmiert, mit der sich die Luftwerte visualisieren und auch hörbar machen lassen. Er hat seine App mit Werten aus chinesischen Städten gefüttert. Drei Jahre Luftqualität wurden mit Samples des Songs "32 Gihsts IV" der notorisch bedrohlich klingenden Nine Inch Nails gemischt. Das Ergebnis: Ein beeindruckendes Video, das bedrohlich klingt, wenn die Werte mal wieder in den Bereich "ungesund" bis "gefährlich" steigen.

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Sonntag, 29.03.2015

0h n0!

Wenn ihr auf kleine Knobeleien für zwischendurch und auf simple Browserspiele steht, habe ich einen kleinen Tipp für euch: WWW: "0h n0" ist eins dieser Spiele, von denen man so schnell nicht mehr loskommt. Der Programmierer Martin Kool hat sich dafür von den japanischen Kuromasu-Logikrätseln inspirieren lassen - das Ergebnis macht süchtig.

0h n0; Rechte: Q42
Für gute Knobelspiele braucht es so wenig: Kugeln in blau, rot und grau - und ein paar Zahlen darauf. Fertig ist "0h n0".

Die Regeln in aller Kürze: Die Zahlen in den blauen Kugeln zeigen euch an, wie viele weitere blaue Kugeln von dort aus "sichtbar" sind - also in der jeweils selben Zeile und Spalte. Rote Kugeln blockieren die Sicht der blauen Kugeln. Eure Aufgabe: die noch grauen Felder korrekt aufzudecken. Vermutet ihr dahinter eine blaue Kugel, klickt ihr einmal drauf, vermutet ihr eine rote Kugel, klickt ihr zweimal.

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Freitag, 27.03.2015

Facebook will Medienlandschaft aufwirbeln

Einmal im Jahr lädt Facebook zu einer Konferenz nach San Francisco ein. Dieses Jahr WWW: zur f8. Hier sollen Partner, Entwickler und Journalisten auf die neuen Ideen eingeschworen werden. Diesmal hat sich Mark Zuckerberg gleich zwei Tage Zeit genommen, so viel hatte er zu erzählen. Und in der Tat: Facebook wirkt derzeit recht selbstbewusst und treibt eine Menge Dinge voran. Der Switch in die Mobilwelt ist Facebook jedenfalls gelungen, nicht nur, aber doch auch durch den Aufkauf populärer Mobil-Apps wie Whatsapp und Instagram. Die anfängliche Sorge, alles könnte zu einer Art Facebook-Suppe verrührt werden, hat sich als unbegründet erwiesen. Klares Ziel von Facebook: Auf mehreren Beinen stehen - möglichst einige davon erfolgreich.

Mark Zuckerberg auf seiner Hauskonferenz f8; Rechte: dpa/Picture Alliance
Mark Zuckerberg auf seiner Hauskonferenz f8


Messenger wird aufgepimpt
Besonders viel Aufmerksamkeit bekommt der Facebook Messenger. Viele User haben in den letzten Wochen und Monaten gemeckert, weil der Messenger quasi zur Pflicht wurde, wenn man Nachrichten austauschen will. Jetzt wird klar, warum: Der Messenger wird nach und nach aufgepimpt. Er soll zur universellen Kommunikationszentrale werden - und das nicht nur zum Chatten. Deshalb hat Facebook den Messenger um einen eigenen WWW: App-Store erweitert, der es erlaubt, dem Messenger zusätzliche Funktionen zu spendieren - vor allem bunte Wackel-GIFs, Minispiele oder Videos.

Außerdem kann man mit dem Messenger jetzt auch shoppen. Facebook stellt sich das so vor: Shop-Betreiber und Kunde kommunizieren direkt über den Messenger. Und einkaufen kann man dann auch darüber. Jetzt macht es auch Sinn, dass Facebook vor einigen Tagen eine Blog: eigene Bezahlfunktion für den Messenger eingeführt hat. Noch steht die WWW: Business on Messenger getaufte Funktion in den Startlöchern, aber die Marschrichtung ist jetzt jedem klar.

Gerade erst eingeführt: Bezahlfunktion direkt im Messenger; Rechte: Facebook
Gerade erst eingeführt: Bezahlfunktion direkt im Messenger


Inhalteanbieter werden umdenken müssen
Offensichtlich plant Facebook auch eine engere Zusammenarbeit mit Publishern, also mit Zeitungen, Zeitschriften und Sendern. Wer seine Inhalte über Facebook verbreiten möchte, soll das in Zukunft einfacher erledigen können. Zwar sind diese Pläne noch nicht offiziell bestätigt, doch es mehreren sich Hinweise, dass Facebook hier eine Menge vor hat. So soll es beispielsweise möglich sein, künftig auf Facebook gehostete Videos direkt in andere Angebote wie Webseiten einzubetten. Man kennt das von YouTube, daher könnten diese Pläne vor allem YouTube Probleme machen. Als Belohnung pusht Facebook solche Artikel, die Facebook-Videos enthalten, in den eigenen Newsfeed. Das Ziel ist klar: Mehr Aufmerksamkeit für die Inhalte - und mehr Kontrolle darüber für Facebook.

Wer Inhalte anbietet, wird umdenken müssen. Facebook allein erreicht bereits 1,4 Milliarden Menschen weltweit. Viele davon nutzen Facebook mehrmals täglich. Wer mit seinen News hier auftaucht, hat höhere Chancen, wahrgenommen zu werden. Facebook profitiert, weil es kostenlos hochwertige Inhalte bekommt und die User in den eigenen Angeboten hält - egal ob auf der Webseite oder in einer App wie Facebook, Facebook Messenger, Whatsapp, Instagram oder Co. Mittelfristig ist es sogar denkbar, dass sich Facebook dafür bezahlen lässt, die News und Inhalte zu verteilen. Oder Facebook verdient indirekt an Werbung. Profitieren wird Mark Zuckerbergs Unternehmen aber auf jeden Fall davon.


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