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Thomas Heyer
Es kann eigentlich nur ein Sommerlochthema sein, ist aber leider ernstgemeint! Der Unternehmerverband mittelständische Wirtschaft hat sich mit einem pikanten Vorschlag an die Öffentlichkeit gewagt: Arbeitnehmer sollen in Zukunft auf zwei Wochen Urlaub pro Jahr verzichten! Sechs Wochen seien zuviel, vier Wochen reichten völlig aus. Im übrigen liege Deutschland bei den Urlaubstagen weltweit an der Spitze. Die Beschäftigten hierzulande hätten im Verhältnis zu anderen Ländern immer noch doppelt soviele freie Tage. Auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat mutig vorgeschlagen, den Urlaubsanspruch von Arbeitnehmern zu senken. Begründung: "Der Mittelstand hat volle Auftragsbücher. Da wird jeder gebraucht." Na klar, der Aufschwung kommt, man muss ihn nur richtig fördern. Also am besten japanische Verhältnisse! Was wäre von einer 60 Stunden Woche zu halten? Urlaub am besten nur noch mit ärztlichem Attest! Arbeit überhaupt solange bis der Arzt kommt! Sorry, eigentlich ist mir nicht zu scherzen zumute. Das ganze Jahr erbringen die Arbeitnehmer in Deutschland hohe Leistungen, haben dafür gesorgt, dass wir angeblich schon wieder aus der Weltwirtschaftskrise rausgefahren sind. Bei der Arbeitsproduktivität liegen wir weltweit an der Spitze. Wer heftig arbeitet, muss sich auch erholen. Offenbar hatten die Protagonisten der mittelständischen Unternehmensverbände in diesem Jahr noch zu wenig Urlaub - sonst wären sie nicht diesem Sommerlochwahn verfallen!
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Da habe ich mir ja einiges im Blog zur geplanten Erhöhung der Grundsteuer anhören müssen. Nicht zum ersten Mal gab es unsachliche, polemische und verletzende Einträge. Für ALLE Moderatoren der AKS stellt sich mittlerweile die Frage: Wie reden wir eigentlich miteinander? Auch Mitbloggern fällt der Ton auf.
Roadrunner schreibt:
"Ich möchte Sie bitten, im Laufe des morgigen Tages hier im Blog kurz zu Ihrer Überschrift Stellung zu nehmen. Sie können die vielen empörten, z.T. wütenden Beiträge der Mitblogger zu Ihrer Überschrift lesen."
Und Gertrud schliesst sich an:
"Es wurde immer geschimpft, das mag sein, aber nie in dem Maße wie heute. Schlimm finde ich immer die Argumente von andern abzutun sich nicht auf Augenhöhe zu begegnen in vielem."
Was ist passiert? Eine zugegeben provokante Überschrift. Da fordert einer die Erhöhung der Grundsteuer, um - ACHTUNG - endlich mal eine Debatte über die Finanzierung der Städte und Gemeinden anzuregen. Ich will jetzt nicht in die Details gehen, doch - nicht zur Belustigung - einige Blogs zitieren, die mich ratlos machen:
Da fragt Lollebolle:
"Herr Heyer, hammse se noch alle? Ich habe 40 Jahre gearbeitet und mein Häuschen gebaut und dafür reichlich Steuern bezahlt, eben auch für jeden Stein und Mörtelsack u.s.w.. Hat der Staat eigentlich nur noch das WEGNEHMEN auf der Pfanne? Sie haben ja vieleicht ein sattes Einkommen, aber ich nur eine kleine Rente."
Oder HB:
"Wenn Herr Heyer seiner Kollegin Vogel (...es war die liebe Kollegin Sevindim Anm.T.H.) den Rücken stärken wollte bei ihrem Spendenaufruf für Pakistan, dann ist das wohl gründlich daneben gegangen."
Selten wurde es sachlich - wie bei Jörg Baumann, viel zu selten:
"Lieber Herr Heyer, es kann nicht darm gehen, die Grundsteuer anzuheben, sondern sie gerechter zu regeln. Es dürfte weder für Mieter noch für Eigentümer nachvollziehbar sein, warum man für einen qm Wohnraum in einer Altbauwohnung (Mehrfamiliehaus) in Aachen 0,73 EUROS zahlt, dagegen in einer Eigentumswohnung der gleichen Wohnlage (Baujahr 60er Jahre) 2,90 EUROS. Bei Neubauwohnungen ist der Unterschied noch grösser. Es geht darum, den Unterschied auszugleichen, was nicht heissen soll, den grössten Nenner zu finden(wie es vielleicht manche Politiker denken). Verständlichkeit sollte Priorität haben !"
Danke für diesen detaillierten Hinweis. So werden Themen vorangetrieben!
In der Hauptsache aber ging es im Blog mit wüsten Beschimfungen und sogar Unterstellungen weiter. Klar, der Heyer "verdient satt", hat sicher "eine Betriebsrente" vom WDR (...hab ich nicht, bin ja Freier!) und hat vermutlich seinen "Wohnsitz schon längst in Belgien".
Da heisst es dann von anonym:
"Und noch eins: Runter mit den Rundfunk- und Fernsehgebühren und runter mit den Gehältern der Pressefuzzis , ist doch im Trend , oder? Tolle Meinung Herr Heyer,weiter so WDR!"
Und noch einen geb ich mir und Ihnen, den Heinrich:
"Hallo Herr Heyer, so können nur Leute reden die ein hohes Gehalt beziehen und anschließenden eine zusätzliche Betriebsrente vom WDR erhalten und das von unseren unserer Fernsehgebühren!"
Oder Greg:
"Jetzt kommen neben inkompetenten Politikern auch noch inkompetente Moderatoren hinzu! Herr Heyer, lesen Sie bitte einmal ALLE Kommentare zu Ihrer provokativen Überschrift!"
Lieber Greg, hab ich gemacht und es war kein Vergnügen; muss es aber auch nicht. Nur: Wo waren die, die sich mit dem Thema - es geht um Themen und nicht um uns die Moderatoren - sachlich und differenziert auseinandergesetzt haben? Sie waren nicht zum ersten Mal in der Minderheit. Da ist G.K. aus Siegburg ein seltenes Exemplar in der AKS Blogger Gemeinde. Er schreibt:
"Liebe Leute, die Ihr Euch so zahlreich - aber leider überwiegend unsachlich - gemeldet habt, hier ein kleiner Beitrag zur Beruhigung:Nicht der WDR und schon garnicht Herr Heyer hat diese Meldung erfunden, sondern es liegt ein neues Urteil des Bundesfinanzhofes vor, übrigens eines, das schon sehr sehr lange überfällig ist:
Eigentümer müssen der Aufforderung entsprechende Steuererklärungen abzugeben Folge leisten. und dann dauert es bis zu den ersten Einheitswerten (wie es die Erfahrung 1964 gezeigt hat) etwa 6 Jahre.Zum Schluß: Es ist über jeden Zweifel erhaben, daß die Grundsteuer reformiert werden muß. Nur: um das Verfahren in Gang zu setzen, bedarf es erst einmal des Gesetzgebers, der die (nicht mehr vorhandenen) Gesetze und Verordnungen auf den Weg bringt. Wie lange das dauert ? Ich befürchte, noch einmal einige Jahre."
Sachargumente - ja bitte! Polemiken, Unterstellungen, üble Nachreden - nein danke! Ich möchte, dass wir zivilisiert mit einander bloggen, eben ins Gespräch über ein Thema kommen.
Neulich durfte ich in einer Mail eines Zuschauers aus Duisburg lesen, dass ich ihn mit einer Moderation zur Katastrophe auf der Loveparade "bis auf's Blut gereizt" hätte. Der Text und Ton war brutal aggressiv. Ganz ehrlich: Solche Anwürfe muss keiner der AKS Moderatoren-Kollegen ertragen. Diesen "Stil" wollen wir nicht!
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Millionen von Wohnungs- und Hausbesitzern droht eine höhere Grundsteuer. Wenn sie jetzt sagen - was schert mich diese Drohung - ich besitze kein Haus und keine Wohnung - Vorsicht! Auch Mieter können von der geplanten Erhöhung dieser Steuer betroffen sein - eben dann, wenn Vermieter sie über die Nebenkosten weitergeben. Die Grundsteuer muss nämlich dringend reformiert werden - das hat jetzt der Bundesfinanzhof entschieden. Neben der Gewerbesteuer ist sie eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen. Allein in NRW haben sie über die Grundsteuer im vergangenen Jahr mehr als 2,6 Milliarden eingenommen. Freude jetzt natürlich bei den Städten und Gemeinden, Ärger bei den Immobilienbesitzern und banges Erwarten bei den Mietern.
Die Diskussion um die Erhöhung der Grundsteuer weist noch einmal auf die Absurdität der Finanzierung der Städte und Gemeinden hin. Sie werden mehr und mehr zur Finanzierung von Aufgaben herangezogen, deren gesetzliche Grundlagen die Bundesregierung geschaffen hat. Was da passiert, hat nichts mehr mit dem Satz - wer die Musik bestellt, muss auch bezahlen - zu tun. Vielleicht führt die Grundsteuerdebatte dazu, dass das Finanzierungssystem von Bund, Länder und Kommunen nun endlich vom Kopf auf die Füsse gestellt wird!
Und noch eins: Die Reform der Grundsteuer ist längst überfällig. Im Westen orientiert sich diese Steuer an Einheitswerten aus dem Jahr 1964 im Osten sogar an Werten aus dem Jahr 1935 - da gab es noch nicht mals eine DDR, eine BRD und ein wiedervereinigtes Deutschland erst recht nicht...
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Gestern die Abzocke der Banken und Sparkassen im Ruhrgebiet, heute die Abzockmasche der Heizungsableser! Hört das denn garnicht auf?
Einmal im Jahr hängt der Zettel im Hausflur und kündigt den Heizungsableser an. Die Sache ist schnell erledigt, ein Blick und Wochen später dann die Abrechnung.
Das Geschäft mit diesem Dienst aber ist gewaltig und die Preise offenbar deutlich überzogen. 195 Millionen Euro (!!!) zahlen die deutschen Mieter pro Jahr zuviel für das Ablesen der Wohnungs-Heizung. Das behauptet jetzt die Internetplattform Co2-Online.
Zwei Firmen sind es, die vor allem kassieren. Die hessische Firma Techem und der Essener Konzern ISTA. Andere, kleine Firmen sind oft deutlich preiswerter.
Also: Mieter müssen ihrem Vermieter auf die Pelle rücken und der wiederum muss seinem Dienstleister in Sachen Heizung einheizen. Die gängige Praxis der Firmen Techem oder Ista kann und darf nicht sein!
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Wiedermal hat er sich bewahrheitet, dieser wunderbare Satz von Bert Brecht:
Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?
Gestern hat die Europäische Zentralbank den Leitzins bestätigt. Das ist der Zins zu dem sich die Banken untereinander Geld leihen. Er liegt bei gerademal 1 %. Das ist ohne Frage günstig. Weniger günstig ist etwas anders: 13,25 % kassiert die Sparkasse Oberhausen für den Dispokredit, sogar fast 20 % verlangt die Sparkasse, wenn wir unser Konto überziehen sollten. Die Sparkassen in Duisburg und Essen sind unwesentlich günstiger. Die ING DiBa berechnet nur 9 %, bzw. 12,5 %. Bärbel Höhn, zur Zeit Bundestagsabgeordnete der Grünen in Berlin und verdienstvolle Umwelt- und Verbraucherschutzministerin in NRW hat diese Zahlen zusammengetragen.
Wenn sie bei diesen Zahlen jetzt an systematische Abzocke denken, dann liegen sie vermutlich gar nicht so falsch. Es fällt auf, dass besonders bei Bankkunden im Ruhrgebiet kräftig zugelangt wird. Weil hier vielleicht öfter mal als anderswo der Dispo in Anspruch genommen werden muss? Weil hier vielleicht häufiger als anderswo die Konten überzogen werden? Wer weiß schon wieviel er so pro Jahr an Überziehungs-zinsen zahlt? Die Banken und Sparkassen im Pott wollen von einer Kunden-Abzocke allerdings nichts wissen. Die Stadtsparkassse Oberhausen spricht von "normalen Marktniveau bei Filialbanken". Bei der Sparkasse Essen begründete eine Sprecherin die Höhe der Zinsen als "geschäftspolitische Strategie". "Geschäftspolitische Strategie" - immerhin ehrlich. Noch ehrlicher wäre gewesen Bert Brecht zu zitieren...
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Jedes Kind hat ein Recht auf Mama und Papa - auch ein nichteheliches. Was sonst - werden sie sagen, aber erst seit heute ist das tatsächlich so! Heute hat das Bundesverfassungsgericht nämlich das Sorgerecht für unverheiratete Väter für verfassungswidrig erklärt - das heißt im Klartext nichts anderes als: Mehr Rechte für Väter. Bislang war es so, dass der Vater von der Sorge um ein Kind ausgeschlossen war, wenn - die Mutter das nicht wollte, damit nicht einverstanden war. In Zukunft aber können Väter per Gericht klären lassen, ob sie allein oder gemeinsam mit der Mutter das Sorgerecht für ein Kind übertragen bekommen. Das Müttermonopol hat seit heute ein Ende! Klar, dass diese Entscheidung für jede Menge Diskussion sorgt. Man stelle sich vor: Noch vor rund 30 jahren war ein sogenanntes nichteheliches Kind mit seinem Vater nicht einmal verwandt - rein rechtlich! Diese Zeiten sind zum Glück vorbei.
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Wie, was? Nullrunde für Rentner und gleichzeitig mehr Geld für Sozialfälle? Vielleicht haben sie die aufgeregte Schlagzeile heute gelesen: Hartz IV steigt mehr als Rente. Da könnte man fast neidisch auf Hartz IV Empfänger werden. Wissen muss man allerdings, dass das Bundesverfassungsgericht eine Neuregelung der Hartz IV Sätze für 2011 gefordert hat. Also muss Ursula von der Leyen, die Bundesarbeitsministerin jetzt an die Arbeit. Wissen sollte man auch, dass der Hartz IV Regelsatz in der Regel bei 359 € liegt - gerademal 359,- €! Wir haben heute mit Bettina Kolonko gesprochen. Sie ist 55 Jahre alt und lebt in Gelsenkirchen. Sie weiß: Mit den aktuellen Hartz IV Sätzen kommt man hinten und vorne nicht hoch...
"Hartz IV darf nicht attraktiver werden als Arbeit" - so klingen aktuell die Befürchtngen der Kritiker vor der im Arbeitzsministerium angedachten Neuregelung. Dort ist bekannt, dass eine Berechnung der Sätze nach der gültigen Formel, die Sätze für für Hartz IV Empänger stagnieren ließe - Stagnation genau wie bei den Renten. Nach der neuen Formel ergäbe sich hingegen ein Plus von knapp 2%! Ein Plus, dass ich jedem Hartz IV Empfänger gönne - insbesondere den knapp 1,8 Mllionen Kindern, die Hartz IV zum Leben brauchen. Also: Lassen wir die die Sätze nicht mehr wie die Renten, sondern wie die Preise und die Nettolöhne steigen! Dann kann man mit dem, was Hartz IV bietet, vieleicht menschenwürdig leben!
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Seit dem Abend berichten wir vion diesem entsetzlichen Unglück, dieser Katastrophe. Mir fehlen die Worte, über das was in Duisburg geschehen ist. Ein Tunnel wird zur Todesfalle! Die Experten in Sachen Sicherheit aber sollen eine Unbedenklichkeit bescheinigt haben, es gab Gutachten eines Panikforschers!!! Mehr als 1,4 Millionen Menschen wollen auf einen Platz auf dem nur 500.000 Platz finden. Wie sollte das gutgehen? Das war doch eine programmierte Katastrophe.
Gleich um 22.30 Uhr senden wir ein weiteres wdr extra. Alle aus der Redaktion sind an Bord und helfen zu berichten!
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Seit 14.00 Uhr läuft sie, die Loveparade in Duisburg. Die Beats wummern, hundertausende tummeln sich, tanzen, küssen oder "floaten, grooven, raven." Möglicherweise ist die diesjährige Parade die größte Technofete weltweit! Begonnen hat die Liebes-Paraden-Erfolgsgeschichte 1989 - dem Jahr, in dem die Mauer fiel. Manche behaupten sogar, ohne die Loveparade des Dr. Motte keine Wiedervereinigung. Wunderbare Idee! Damals lautetet das Motto. Friede, Freude, Eierkuchen - heute heißt es: The art of love!
Die größte Dance-Party der Welt, mitten im Ruhrgebiet. Die Bässe dröhnen, die Brüste tanzen, die Bierdosen rollen - es mag Leute geben, die mit diesem gewaltigen Sommerspass nichts anfangen können. Duisburger, die vor dem Lärm aus der Stadt fliehen, Menschen, die den Kopf schütteln ob der sexgeladenen Atmosphäre. Ich sag: Jeder Jeck is anders und ich freue mich daran, dass Kollege Bug soviel Spaß an seiner kleinen Pinguin-Wasserpistole hat!
Die Loveparade - her mit ihren Meinungen, Erfahrungen und Erlebnissen, heute in Duisburg oder in den vergangenen 21 Jahren!
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Strandspiele, Kutschfahrten und Wanderungen - so sollte es werden: Unbeschwerte Sommerferien für Kinder aus Osnabrück auf der niederländischen Insel Ameland. Für einige Kinder wurde der Aufenthalt dort allerdings zum Alptraum. Sie sollen von anderen Kindern und Jugendlichen schwer misshandelt worden sein, schwer sexuell missbraucht. Betreuer sollen zwar informiert worden sein, doch weggeschaut haben - so der Vorwurf einer Mutter, die sich nach der Rückkehr ihres Kindes an die Polizei gewandt hat. Klar, nach diesen Camp-Enthüllungen sind Eltern verunsichert. Wie können sie sicher sein, dass ihr Kind in der Naherholung oder der Ferienfreizeit sicher ist, sicher vor Gewalt und sexuellen Übergriffen? Vermutlich können sie eben nicht sicher sein, können nur vertrauen auf gutausgebildete und fortgebildete, sensible Jugendleiter. Das aber lässt sich checken - bei der KJG, dem Stadtjugendring, der ev. jungen Gemeinde oder anderen Anbietern von Jugendfreizeiten.
Und dann die Frage: Was hat die Kinder und Jugendlichen auf Ameland getrieben? Ist das etwa die "Generation Porno" von der immer mal wieder die Rede ist? Jugendliche, die immer öfter und früher Sex haben, wahllos und riskant? Denen in Sachen Sexualität nichts unbekannt ist? Die brutal und ohne Respekt vor anderen ihre Sexualität ausleben? Keine Frage: Es ist schlimm, entsetzlich, was da im Camp auf Ameland passiert sein soll. Doch Vorsicht vor moralischer Panikmache! Die Kinder und Jugendlichen aus Osnabrück, die Opfer von Missbrauch wurden, brauchen Hilfe, aber auch diejenigen Kinder und Jugendlichen, die in Gruppe über sie hergefallen sind, brauchen eine Therapie. Therapie für Opfer und Täter!
Eine der letzten großen Studien zum Thema Jugend und Sexualität hat gezeigt, dass in Deutschland bei der Jugend nicht "alles schlimmer wird". So sprechen Jugendliche immer häufiger mit ihren Eltern über Sex, holen sich hier Rat und manchmal auch Hilfe.
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet Autorität" - dieser Satz war nicht im diesem Jahr an irgendeinem Stammtisch irgendwo im Land zu hören, sondern er stammt von Sokrates. Die Vermutung, dass die Jugend von heute also schlimmer sei als die von gestern ist also so alt wie die Menschheit!
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Beraten und verkauft! Bei der Anlageberatung deutscher Banken stimmt einiges nicht - nach wie vor. Sagt die Stiftung Warentest. Ich glaub es sofort! Die Tester haben 21 Banken gecheckt. Großbanken, Sparkassen und Raiffeisenbanken. Keine - in Worten KEINE - bekam die Note gut. Das sollte uns Bankkunden schwer zu denken geben. Sechsmal wurde die Note mangelhaft vergeben. Immer noch werden uns risikoreiche Anlagen empfohlen und Protokolle - die sind mittlerweile Pflicht - werden selten geschrieben. Kunden bekommen offenbar wieder alles angedreht.
Hauptsache, die Provisionen der Banker stimmen!
Was für eine Blamage! Die Bankberatung hierzulande ist weiterhin jämmerlich und wir dürfen uns beraten-und-verkauft fühlen. Kein schönes Gefühl! Ich bin jedenfalls empört - vor allem, wenn ich höre, was die Citibank treibt. Sie hat sich einen neuen Namen gegeben, heißt jetzt Targobank. Hier ist der Service nach wie vor mies und den arglosen Bankkunden wird offensichtlich alter Wein in neuen Schläuchen verkauft. Wir erinnern und: Aus Raider wird Twix und es ändert sich nix!
Auch Verbraucherschutzministerin Aigner ist über die Qualität der Bankberatung schwer enttäuscht. Sie sagt: "Ohne gesetzliche Regelungen und ohne stärkere Kontrollen geht es nicht." Richtig! Nur: Die Gesetze gibt es schon. Sie müssen nur eingehalten werden - und wenn nicht, dann gibt es statt der Provision eben einen Prozess!
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Was bedeutet Moral? Da stellen wir uns mal janz dumm - und schlagen nach bei Wikipedia:
"Moral bezeichnet meist die faktischen Handlungsmuster, -konventionen, -regeln oder -prinzipien bestimmter Individuen, Gruppen oder Kulturen, sofern diese wiederkehren und sozial anerkannt und erwartet werden. So verstanden, sind die Ausdrücke Moral, Ethos oder Sitte weitgehend gleichbedeutend."
Das hätten wir jetzt geklärt und dürfen deshalb fragen, ob die Moral, die Sittenlehre der katholischen Kirche noch zeitgemäß ist. Was am katholischen Krankenhaus in Düsseldorf, dem Vincenzkrankenhaus, passiert ist, mutet an wie eine Entscheidung aus dem Mittelalter. Da hat man dem Chefarzt der inneren Abteilung gekündigt, weil er - Achtung - nach einer Scheidung erneut geheiratet hat. Eine zweite Ehe - so hieß es - verstoße gegen die katholische Sittenlehre. Immerhin sei die erste Ehe nicht von Rom annuliert worden! Dagegen hat der Arzt vor dem Landesarbeitsgericht geklagt. In erster Instanz hatte er Recht bekommen - und heute auch in zweiter! Glückwusch!
Es ist schon ein Aberwitz, wenn genau die Kirche, die zur Zeit in Sachen Sitte und Moral mit dem Rücken an der Wand steht, mit der Sittenlehre des Katholizismus argumentiert. Würden die Sittenwächter auch dem neuen Bundespräsidenten kündigen müssen? Immerhin ist Christian Wulff ja in zweiter Ehe verheiratet... Und was ist mit Herrn Gauck. Er lebt seit vielen Jahren von seiner Frau getrennt, ist noch verheiratet, hat aber bereits eine neue Partnerin an seiner Seite. Sittlich verwerflich? Und erst Larry King, der US Talkmaster-Star. Er ist zum achtenmal verheiratet. Hat sich da mal ein Moralapostel erhoben?
Die katholische Sittenlehre benötigt dringend eine Rundumerneuerung, keine Scheinheiligen, keine verknöcherten Sittenwächter! Kündigung nach Liebesheirat kann allenfalls als weltfrenmder schlechter Scherz durchgehen...
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Everybodys darling oder Schwiegermutters Liebling - allerdings: Der Mann ist schon verheiratet - und das mit gerademal 20 Jahren...Thomas Müller ist aktuell einer der beliebtesten Deutschen. Er schiesst die wichtigen Tore für die deutsche Mannschaft bei der Fußball-WM, aber er macht auch außerhalb des Platzes eine extrem gute Figur. Da spricht er von "Jogi van Gaal" oder erwartet als nächsten Gegner "Mexitinien". Der Mann ist fast schon gespenstisch locker, ein echtes Phänomen, das neue deutsche Wunderkind! In Interviews ist er schlagfertig, witzig, bodenständig, clever und vor allem der "sympathische liabe bua" - wie es seine Oma formuliert hat. Sie und die anderen Großeltern hat der gute Bub aus Bayern nach dem Sieg gegen England gegrüßt - so nett, dass alle weggeschmolzen sind. Endlich, kann man sagen: Es müllert wieder in Deutschland!
P.S. Catherine meint gerade, dass sie - sollte Deutschland beim Spiel gegen Argentinien ausscheiden - eindeutig lieber Thomas Müller zum grillen einladen würde als einen David Beckham. Bei Müller müsse man sich keinen Kopf machen und könne so normal bleiben wie man sei. Bei Beckham müsste man doch sicher die ganze Wohnung durchstylen und beim Rotwein käme sicher nur eine Kostbarkeit in Frage...
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Fehlentscheidung - was für ein hässliches Wort.
Wiedergutmachung klingt doch schon viel besser!
Keine Frage, der Schuss von Frank Lampard, der in der 38. Minute von der Unterkante der Querlatte zurück auf den Boden prallte, war drin - so drin wie das legendäre WM-Tor von Wembly anno '66 eben nicht drin war! Das haben wir alle gesehen und alle irgendwie zeitgleich gedacht. Der DFB Chef hat es gesehen und gedacht, Franz Beckenbauer und viele andere Millionen Fußballexperten in deutschen Wohnzimmern und auf public viewing Plätzen. Die Fehlentscheidung war eine Tatsachenentscheidung und damit war das Tor, das keins seins sollte, eine Tatsache! Vermutlich verloren in diesem Moment viele Engländer ihren Glauben an den Fußball. In ihrer Hymne heißt es:
" It's cominmg home
football s cominmg home
Tears for heroes dressed in grey
no plans for final day
stay in bed, drift away..."
Sorry England , der Ball war drin! Ich kann die Trauer der Engländer verstehen und nachfühlen. So war das damals als "Uns Uwe" mit hängendem Kopf das Wembley Stadion verließ. Jetzt gibt es keine plans for final day. Also: Stay in bed and drift away!
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Da ist er weg - der Führerschein! Bei Rasen oder Alkohol am Steuer ist das nichts Neues, aber demnächst soll der "Lappen" auch bei anderen Delikten eingezogen werden. So planen die Justiznminister der Länder wie heute bekannt wurde. Fahrverbot als Strafe bei Diebstahl oder Drogenbesitz. Experten halten solche Strafen gerade bei jungen Erwachsenen für sinnvoll. Führerscheinentzug statt Geldstrafe - das trifft manche sicher hart! Der niedersächsische Justizminister sagt: Es gibt Taten und Täter, für die eine Haftstrafe zu viel und eine Geldstrafe zu wenig ist. Ein befristetes Fahrverbot ist deutlich spürbar, weil es die in unserer Gesellschaft so wichtige Bewegungsfreiheit einschränkt und dadurch auch eine Art Freiheitsentzug darstellt." Richtig, dem ist nichts hinzuzufügen. Wenn am kommenden Donnerstag die Justizminister der Länder in Hamburg zzusammenkommen, dann sollten sie schnell diesen Vorschlag absegnen. Es ist einfach eine gute Idee, ODER?
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Wir haben es uns heute in der AKS Redaktion gemütlich gemacht, haben ein Buffet in einem Büro mit Großbildschirm aufgebaut und sind ab 13.20 Uhr zum Rudelschauen zusammengekommen. Also WIR haben alles getan, damit die Deutsche Mannschaft gegen Serbien gewinnen hätte können... Der Nudelsalat war köstlich, die Spinatrolle - ein Traum. T'schuldigung ich schweife ab. Vielleicht liegt es daran, dass eine(r) nach dem 1 : 0 mit dem Mut der Verzweiflung sagte: Fußball ist nicht alles! Stimmt schon, aber heute war es zwischen 13.30 und 15.15 Uhr eben doch Alles. Vollkommen klar: Löw hätte Klose nach der gelben Karte rausnehmen müssen. Der Mann war übermotiviert, die rote Karte war nur eine Frage der Zeit. Und hat eigentlich einer Khedira gesehen? Großartig, überragend der Müller! Klasse auch Özil und Poldi... Also, was soll am kommenden Mittwoch noch schiefgehen gegen Ghana. Die Jogi-Jungs haben es einfach nur mal ein bißchen spannend gemacht.
So, jetzt dürfen Sie fachsimpeln und von ihrem private viewing berichten. Ich hoffe, Sie haben auch lockere Chefs, die bei dieser WM mit in der ersten Reihe sitzen.
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Au weia, da kommts ganz dicke für die Liberalen. Der aktuelle Deutschlandtrend macht die Partei bei gerademal 5% aus. Nur 5% nach der berühmten Frage:
Was-würden-Sie-wählen-wenn-am-kommenden-Sonntag-Bundestagswahl-wäre?
5% - so was nennt man abgeschmiert oder Sinkflug total nach zuletzt satten 14% bei der Bundestagwahl im vergangenen Herbst. Aber Politiker - egal welcher Partei - wären nicht ebensolche, wenn sie nicht sofort eine Idee - oder besser Verbalakrobatik - parat hätten. "Wir wollen eine Neuausrichtung der Partei", so sagte heute die FDP Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger. Die Steuersenkungspartei, eng befreundet mit den Hotelbesitzern im Land, möchte zukünftig über Themen wie "Bürgerrechte" oder "Bildung" wahrgenommen werden. Hallo? Wo war Frau Homburger als ein Bundesinnenminister Gerhard Baum hieß oder eine Hildegard Hamm-Brücher die Geschicke der Liberalen in Deutschland mitbestimmte. Es gab sogar Bundesbildungsminister, die der FDP angehörten! Vielleicht kann ja Burkhard Hrisch aus NRW der Frau aus Baden-Würtenberg mal Nachhilfe in liberaler Geschichte geben.
Die FDP befindet sich jedoch in guter Gesellschaft bei diesem einmaligen Sturzflug einer Regierung. Nur noch 12% der Bürger im Land sind zufrieden mit der Arbeit der Koalition in Berlin. Selten haben sich sogenannte Traumpartner derart an die Wand gefahren.
Und, Achtung Scherz: Die FDP soll jetzt sogar über die Abschaffung der Fünf-Prozent-Hürde zugunsten einer Drei-Prozent-Hürde nachdenken. Ob Guido Westwerwelle aktuell mal darüber nachdenkt, Fehler gemacht zu haben?
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Jaaaaaa, es wird ja schon gebloggt! Henriette aus Mülheim kann es kaum erwarten. Eben hat sie an die AKS-Redaktion gemailt:
"Hallo AKS-Team! Seit heute früh ist tote Hose im Blog! Wo bleibt der Notdienst????? Steht da vielleicht jemand auf der Leitung???????? Oder ist der Server einem Vuvuzela-Schlag erlegen?????"
Liebe Henriette! Vielleicht war tote Hose im AKS-Blog, aber nicht in der AKS-Redaktion. Seit 9.00 Uhr bereiten wir die Sendung für den Abend vor. Niemand steht auf der Leitung und der Server ist völlig in Ordnung. Jetzt kann's losgehen!
Vuvuzeela - das ist ein gutes Stichwort. Natürlich sollten wir uns über den gestrigen Abend austauschen und darüber, ob die meisten - wie auch ich - immer noch diese Supertröten im Ohr haben? Das war und ist schon heftig, aber sind "schöne" Sprechchöre angenehmer und bekömmlicher als der südafrikanische Dauerstimmungssound? Ich glaube nicht. Vermutlich brauchen wir nur noch das Spiel am Freitag gegen Serbien und wir vuvuzeelen auch ohne Tröte mit.
Aber über eins müssen wir noch reden: Es wird wieder gemüllert! Nicht Gerd, sondern Thomas - schöner Name - macht es diesmal. Und was für eine Karriere! Der Bayern-Spieler ist der Sensationsaufsteiger in der Nationalelf. Wie sein legendärer Namensvetter trägt auch er die Nummer 13 und trifft. Nach dem 4 : 0 gegen die Australier wird jetzt schon wieder vom Titel geträumt. Bitte lasst uns den Ball flachhalten und nicht im schwarzrotgoldenen Rausch versinken.
Und noch eins zu Klose: Sein Tor hat mich besonders gefreut - auch wenn ich nicht glaube, dass es für ihn ein "innerer Reichsparteitag" gewesen sein mag. Liebe Henriette, ich hätte erstmal alles zu diesem tollen ersten Spiel unserer Mannschaft gesagt. Jetzt sind Sie dran! Der Blog ist angepfiffen!!!
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"Die sah aber ganz gelöst aus", so hat heute Mittag Anne Dieste gesagt. Unsere Redaktionsassistentin war in der 12 Uhr Konferenz der Meinung, dass Angela Merkel bei der Verkündung des Kandidaten Wulff recht glücklich aussah. Einspruch! Ich sah eine Merkel, die auf mich einen abgespannten, leicht zerknirschten Eindruck machte. Hat sie das Heft überhaupt noch in der Hand? Drei Ministerpräsidenten (Mappus, Tillich, Koch) sollen ihr gesagt haben, wo es langgeht in Sachen Köhler-Nachfolge. Doch wer macht uns jetzt den Horst, wer soll es machen? Einer wie Wulff oder einer wie Gauck? Der Mann mit der tadellosen Parteilaufbahn oder der Mann mit dem bewegten Leben in DDR und vereinigten Deutschland-Zeiten? Gauck hat Leben, Wulff hat politische Karriere, so hieß es heute sinngemäß von SPD und Grünen. Wollen wir einen präsidialen Parteipolitiker oder einen präsidialen über den Parteien stehenden Theologen? Keine Frage: Als Chefaufklärer der Stasischweinereien hat Gauck eine gute Figur gemacht. Mich würde mal interessieren, was die AKS Gemeinde so denkt! Auf die Plätze, fertig uuuuuund losbloggen!
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"Es verdichten sich Hinweise" - so kryptisch hieß es heute aus Berlin. Angeblich soll Ursula von der Leyen als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt aus dem Rennen sein. Die Kanzlerin wird das nicht freuen. Erst ist ihr ehemaliger Kandidat von der Fahne gegangen, jetzt ihre Favoritin. Und es schien ein so genialer Coup. Die Frage der Woche also bleibt: Wer wird der nächste Bundespräsident? Eine Präsidentin scheint heute out... ein anderer scheint jetzt in! Christian Wulff, der niedersächsische Ministerpräsident drängt angeblich mit Macht ins Schloß Bellevue. Er scheint die deutlich besseren Karten zu haben - angeblich! Angeblich sollen seine Ministerpräsidentenkollegen Tillich, Mappus und der unvermeidlich Koch ihn unterstützen und Zweifel an der Kandidatin von der Leyen angemeldet haben. Wie, noch 'ne Frau? Noch eine Protestantin! Noch eine, die nicht seit ihrem 14.ten Lebensjahr in der Politik mitgemischt hat. Zwei Tage lang war Ursula von der Leyen, die Jungebliebene, die Favoritin. Plötzlich taucht der Spätzünder Wulff auf und scheint links zu überholen, setzt damit die Kanzlerin enorm unter Druck. Jetzt muss sie ihn zu "ihrem" Kandidaten machen, sonst ist diese unsägliche Kandidatensuche für das höchste Amt im Staat, der Beginn einer Göttinnendämmerung!
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Ein Paukenschlag, ein Hammer, ein polltisches Erdbeben, ein Einschlag wie eine Bombe - der Rücktritt des Bundespräsidenten ließ die Kinnlade runterfallen. Boah! Heute stellt sich die Frage: Und jetzt? Wer wird der Nächste oder die Nächste? Bereits wenige Stunden nach dem Abgang aus dem Amt - der Fahnenflucht wie ein Kommentator schrieb - kursierten die ersten heißen Kandidaten. Gesine Schwan - die ewige Kandidatin, Wolfgang Schäuble und Jürgen Rüttgers - die angeblichen Möchte-Gern-Kandidaten, Wolfgang Gerhard - einfach nur von der FDP, Joschka Fischer - eben der Fischer, Margot Käßmann - trinkfest und keiner kann Rücktritt so gut wie sie, Anette Schavan - weil die klingt wie Schwan, Ole von Beust - kann angeblich mehr als Hamburg und Ursula von der Leyen - eine Frau, eine Frau, eine Frau, deshalb nicht so dünnhäutig wie Horst Köhler und außerdem in der "richtigen" Partei.
Ein Bundespräsident ist mehr als ein Grüßaugust! Die Zeiten sind vorbei, in denen man im Ausland die Menschen mit - meine Damen, meine Herren, liebe Neger - begrüßen konnte. Hat Köhler auch nie gemacht, sondern angeblich Heinrich Lübke - ein Präsident mit Kultcharakter, damals allerdings nur peinlich. Wie waren sie die Präsidenten in unserer Erinnerung? Köhler war der 9.te.! Warum haben Heinemann und von Weizsäcker viele überzeugt? Am 30. Juni soll der NEUE gewählt werden. Es wird ein Kandidat von CDU/CSU und FDP Gnaden, soviel steht fest. Die beiden Parteien haben die Mehrheit in der Bundesversammlung. Günther Jauch hat deshalb vermutlich keine Chance - schade! Den hätten offenbar viele gern, Lena sollen in ersten Umfragen angeblich auch einge genannt haben, kann es aber nicht werden, weil sie das 40te Lebensjahr vollendet haben muss. Und das ist erst am 23. Mai 2031 der Fall. Aber im Ernst: Wer macht uns jetzt den Köhler?
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Die Eilmeldung kommt gegen 14.00 Uhr: Köhler erklärt Rücktritt. Begründung: Die Kritik an seinen Äußerungen in Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Kurz danach schaut unser Redaktionleiter Stefan Brandenburg bei Catherine und mir vorbei. "Das wird ein ungemütlicher Nachmittag", sagt er. Keiner will es in der Redaktion so recht glauben. der Präsident zurückgetreten? "So was gab es in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie", betont Friedrich Nowottny in einem ersten Telefonat. Wir fragen ihn, ob er am Abend zu uns ins Studio kommt, um uns beim Verstehen dieses Rücktritts zu helfen. Nowottny kommt. Derweil rotiert Norbert Dohn, heute unser Chef vom Dienst, überlegt gemeinsam mit den Kollegen aus der Landespolitik. Was ist zu tun, wer kann wie was berichten? Jetzt um 14.38 Uhr ist noch vieles im Fluss... Heute Abend um 10 vor sieben wissen wir mehr!
Jetzt stellt sich die Frage: Was halten Sie vom plötzlichen Rücktritt des Bundespräsidenten? Was denken Sie? Die Afghanistan-Begründung nur vorgeschoben? Hat er die "Flinte zu schnell ins Korn" geworfen? Zur Eilmeldung des Tages darf gebloggt werden! Auf geht's!
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"Sehr geehrte Herren! Die angekündigte Herrenpartie findet statt. Zugesagt haben· Thomas, Hartmut , Reinhard, Hans-Jörg (Jungfernfahrt mit nagelneuem Fahrrad!) Volker und Udo (Er weiß es aber noch nicht ganz genau…)". So hat mir mein Freund Gerd vor Tagen gemailt. Die gepflegte "Herrenpartie" ging per Rad an der Sieg entlang. Sicher eine schöne Tour bei der ich leider nicht dabei sein konnte! Der Vatertag - wie so vieles hat er seine Wurzeln in den USA. Im Osten von Deustchland wird er als Herrentag bezeichnet, ein Männertag, bei dem Männer oft mit Bollerwagen und jeder Menge Alkoholproviant ihre Umwelt im Suff unsicher machen. Seit Jahren ist diese Art den Vatertag in geselliger Runde zu begehen für mich ein Gruen - ein echter Primatentag! Absolut nicht mein Ding!
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Wir schreiben das Jahr 2010 - unendliche Weiten liegen über uns ... Vor 33 Jahren ist sie losgeflogen und möglicherweise hat sie die ein oder andere Begegnung mit außerirdischem Leben gehabt. Die Raumsonde Voyager startete 1977 ins All. Einfach nett, was sich die NASA damals einfallen ließ - an Bord befand sich eine Goldplatte - darauf in 55 Sprachen der Spruch: Herzliche Grüße an alle! Da wird sich ein Ausserirdischer, ein Alien sicher gefreut haben - falls er japanisch, deutsch oder englisch spricht. Jedenfalls sendet die Voyager auf ihrer Mission seit einigen Wochen Signale zurück zur Erde, eigenartige, merkwürdige, in unbekannten Dateiformaten. Weltraumforscher, Hobbyastrologen und Alienspezies fragen sich: Was ist da los? Ist die Voyager entführt worden, hat man sie möglicherweise umprogrammiert???
Wir wissen, dass wir über außerirdisches Leben eigentlich nichts wissen, denn wir sehen, dass wir nichts sehen - jedenfalls kein Leben im All. Vermutlich aber findet man genau dies in den Milliarden von Sternen allein in der Milchstrasse über uns. In der Galaxis gibt es genug Möglichkeiten sich zu verstecken - sie ist auf 100.000 Lichtjahre ausgedehnt. (Habe ich mal eben bei wikipedia nachgeschlagen!) Also: Wann kommt der/die Erste und möchte mal nach Hause telefionieren? Ich stelle mein Handy zur Verfügung!
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Sie haben die Mehrheit im Land - die Nichtwähler! Mehr als 40 % haben gestern ihre Chance nicht genutzt und haben kein Kreuzchen auf dem Wahlzettel gemacht. Zählt man die mehr als 6 % der Stimmen dazu, die Wähler - sicher auch aus Protest - den Splitterparteien gegeben haben, dann kann offenbar jeder Zweite der mehr als 13 Millionen Wahlberechtigten in unserem Land mit der Politik der sogenannten etablierten Parteien abersowasvonnichts anfangen. Steuern wir in NRW auf ostdeutsche Verhältnisse zu? In Sachsen-Anhalt sank zum Beispiel die Wahlbeteiligung von 65,1 % im Jahr 1990 auf 44,4 % im Jahr 2006. Wir dürfen uns erinnern: 1975 sind in NRW noch mehr als 86% wählen gegangen. 86 % bei einer Landtagswahl!!! Danach ging's bergab... Auf die Wähler ist kein Verlass mehr, d.h. auf die Nichtwähler sehr wohl! Noch vor kurzem hieß es, dass sie die drittstärkste Kraft im Land seien - mittlerweile steuern sie die 50% Marke an! Klar: Politikverdrossenheit ist nichts anderes als eine Vertrauenskrise, es fehlt das Vertrauen in die Politik und da müssen sich Politiker dringend etwas einfallen lassen. Wie wär's mit mehr Ehrlichkeit, mehr Kante, mehr Klartext, mehr Begeisterung - nicht nur im Wahlkampf!
Ich habe meine Stimme gestern morgen selbstverständlich abgegeben, habe gewählt, denn ich habe ja nunmal die Wahl - auch, wenn das manchmal nicht so deutlich zu sein scheint. Ich hab's getan und ich halte so garnichts von den ich-geh-nicht hin Foren im Netz, wo Nichtwähler ihren Zorn auf die politische Klasse loswerden! Nichtwählen bedeutet aufgeben!!!
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Es war September in Athen,
der letzte Abend war so leer,
ich fragte ihn, wann kommst du wieder,
da sagte er, vielleicht nie mehr.
Akropolis adieu,
ich muß gehen,
die weißen Rosen sind verblüht,
was ist geschehen,
ich wär so gern geblieben,
Akropolis adieu.
Ein fremder Wind weht übers Meer,
und morgen sind wir schon allein,
komm, laß uns tanzen, vergiß die Sorgen,
es wird vielleicht nie mehr so sein .
Akropolis adieu,
ich muß gehen,
die weißen Rosen sind verblüht,
was ist geschehen,
ich wär so gern geblieben,
Akropolis adieu.
Akropolis adieu,
ich muß gehen,
die weißen Rosen sind verblüht,
was ist geschehen,
ich wär so gern geblieben,
Akropolis adieu
Noch Fragen? Stelle fest, dass ich nicht einen einzigen Ouzo getrunken habe, aber: Zur Diskussion um die Griechenlandhilfe, die Angst um unser Portemonaie, unsere Währung den Euro, unseren Urlaub auf Lesbos, unser aller Gyros und Souvlaki fällt mir nicht mehr viel ein...
Nix mehr Yamas - alle fragen nur noch: Was kostas???
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Was haben wir gelacht! Laumann und Lienenkämper - immerhin zwei Minister, aber auch der Ministerpräsident höchstpersönlich - sind... Mitglieder der SPD! Hätten sie nicht gedacht, oder? Das ist kein verspäteter Aprilscherz, sondern die Realität im Internet. Hier tauchen - wie wir heute entdeckt haben - etliche CDU Mitglieder auf der SPD Homepage auf. Da werden plötzlich Wahlkampfkonkurrenten zu Mitgliedern einer Partei - frei nach dem Slogan: Sind wir nicht alle ein bißchen sozialdemokratisch? Egal ob Minister oder einfache Abgeordnete...
Der Justiziar des CDU Kreisverbandes Düsseldorf hat es entdeckt und nicht schlecht gestaunt. Wir haben versucht neben ihm auch noch Minister zu einer Stellungnahme zu bewegen. Keine Chance! Humor hört da auf, wo sich der Wahlkampf auf dem Höhepunkt befindet, wo es zwischen den möglichen Koalitionen, zwischen rotgrün und schwarzgelb immer enger zu werden scheint. Trotzdem: Es darf gelacht werden, zumal uns noch keiner schlüssig erklären konnte, wie es überhaupt zu dieser perfekten "Verlinkung" gekommen ist.
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Akropolis adieu! Heute hat Griechenland SOS gefunkt, benötigt dringend Finanzhilfe, um sich aus dem Pleitesumpf zu retten. Helfen sollen jetzt die EU Staaten und der internationale Währungsfonds. Das Finanzdesaster ist offenbar noch größer als vermutet. Bei seinem Hilferuf hat der griechische Präsident Papandreu heute die Welt der Sagen bemüht. Den Griechen steht eine neue Odyssee bevor, hat er gesagt.
Das klingt garnicht gut - nicht für die Griechen und nicht für die Retter, die jetzt in der Pflicht sind. Was kommt da auf die EU, auf Deutschland zu? Griechenland kapituliert vor den Finanzmärkten und das bedeutet: Es wird teuer! "Die Hoffnung, die internationalen Märkte würden positiv auf das griechische Sparprogramm reagieren, hat sich nicht erfüllt", so Papandreu. Erfüllt hat sich aber nicht unsere Hoffnung, die Griechen würden sich selbst aus dem Sumpf befreien - befreien von einem Schuldenberg, der mittlerweile rund 300 Milliarden Euro hoch ist. Und irgendwie ist die internationale Wirtschaft ein "perverses" Unternehmen: Auf den Hilferuf Athens reagierten die Märkte mit "Erleichterung", es werden Gewinne gemacht und der Euro stieg im Vergleich zum Dollar.
Was wissen wir? Vom Rettungspaket entfallen wohl 8 Milliarden Euro auf Deutschland - erstmal, denn es gilt auch als sicher, dass Griechenland ein Fass ohne Boden ist! Sicher ist auch, dass wir weiterhin gerne Urlaub auf griechischen Inseln machen, Gyros beim Griechen essen und an Karneval bei der gecoverten Mirelle Mathieu mitsingen: Akropolis adieu!
p.s. DANKE PICARD FÜR DAS O VOR UZO!!!
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"Fünf Tage keine Flieger über Europa. Da wird Europa den Schadstoffausstoss ganz gut reduziert haben und die Anwohner an den Flughäfen hatten RUHIGE Tage. Was dem anderen freut ist dem Anderen Leid. Und wenn jetzt etwas passiert ......."
- so hat Wolfgang Baer in unserem blog geschrieben. Der Mann hat Recht, wie so viele, die ins gleiche Horn geblasen haben. "Wenn jetzt etwas passiert..." - ob Baer dabei auch an den isländischen Vulkan gedacht hat, der seinen Ausbruch vorzubereiten scheint?
Langsam geht ihm jedenfalls die Puste aus - dem isländischen Vulkan Eyjafjallajökull. Als er in der vergangenen Woche ausbrach, da schoß er seine Asche 11 Kilometer in die Höhe, jetzt nur noch knappe zwei Kilometer. Von Entwarnung kann allerdings noch keine Rede sein - im Gegenteil. Experten warnen vor dem Schwestervulkan Katla. Er gilt als wesentlich gefährlicher. Wenn der Katla ausbricht, dann haben wir wirklich ein Problem, sagen Experten. Einen haben wir heute getroffen und gesprochen. Sein Wissen möchte man garnicht wissen... der Mann spricht von gewaltigen Magmamassen, die im Erdinnern auf die nächste Eruption warten. Das, was wir zur Zeit erleben würden, wäre im Vergleich zu den Problemen, die dann auf uns zu kämen eher peanuts.
Und noch was ganz anderes: Hat jemand gehört, dass der Staat der "notleidenden" Luftfahrtindustrie unter die Arme greifen soll? Angeblich soll dies ein Bundeswirtschafts-minister angedacht haben. Wohl ein Gerücht, oder? (ACHTUNG: IRONIE!!!)
Und: Volker Pispers hat mich heute auf WDR 2 lachen lasen. Die Grünen sollen angeblich Rußpartikelfilter für Vulkane beantragt haben...
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Endlich! 5 Tage nach dem Ausbruch des Vulkans mit dem unausprechlichen Namen, haben Reiseanbieter und Fluggesellschaften eine erste Rückholaktion gestartet. Die Lufthansa will allein 15.000 Urlauber zurückholen - ein "Tropfen auf den heißen Stein" - wenn man so will. Allein TUI meldet, dass rund 100.000 deutsche Kunden im Ausland festsitzen.
Das Ausland! Da durfte heute schon geflogen werden - zum Beispiel in Italien, Tschechien, Österreich oder auch in Schweden. Hierzulande will/muss es die Deutsche Flugsicherung ganz genau wissen. Das Flugverbot wurde verlängert. Erst um 2.00 Uhr in der Nacht darf wieder geflogen werden - voraussichtlich. (Die Lufthansa hat wohl mit einer Sondergenehmigung abgehoben und muss unter 9000 Fuss fliegen...)
Pro Tag haben die deutschen Flughäfen ein Minus von knapp 10 Millionen Euro eingefahren. Sie kritisieren die flächendeckende Luftraumsperrung und fragen - zu Recht - ob das mehrtägige Flugverbot so sein musste. Die Sperrung des Luftraums über Europa basiert auf den Berechnungen britischer Forscher. Erst heute Abend wurde ein Messflugzeug der DLR in den Himmel über Deutschland geschickt - zu spät, klagen die Fluglinien, die ihrerseits pro Tag einen Verlust von 150 Millionen Euro gemacht haben wollen.
Die Fluggesellschaften, die seit heute Abend wieder unterwegs sind, müssen auf Sicht fliegen. Es scheint als sei Europa mit seinen unterscheidlichen Luftraumsperrungen in den vergangenen Tagen eher im Blindflug unterwegs gewesen!
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Jetzt kommt ein Geständnis: Ja es war ein Scherz - einer zum 1. April, gestern. Es wird sie nicht geben - die Zweitwagensteuer! Wir hatten über den Vorschlag - den angeblichen - der EU berichtet. Jeder Haushalt sollte für den zweiten Wagen 1,75% vom Bruttoeinkommen zahlen. Und viele haben sich drüber aufgeregt: Ein Gebrauchtwagenhändler, der um seinen Umsatz fürchtete: Seine Kunden natürlich und sogar auch unser Verkehrsminister Lutz Linenkämper - war für uns total gegen die Steuer. Auch der Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer hat bei unserem Scherz mit gemacht. In unserem blog haben einige den Scherz erkannt, einige haben eine Zweitrbrillenmaut vorgeschlagen oder die Grundgebühr für die Ersatzklorolle. Walter Warstatt hat gebloggt: "Sehr geehrter Herr Heyer, leider haben Sie bei Ihrer Meldung nicht erwähnt, dass die Mitglieder aller Parlamente und Regierungen in Europa von der Zweitwagensteuer befreit werden sollen. Der europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 01.04. festegestellt, dass dieser Personenkreis einschließlich seiner Angehörigen auf Grund der geringen Bezüge grundsätzlich als Sozialfall angesehen werden müssen". Großartig!
Ich hab mal eben recherchiert und dabei festgestellt, dass die Redensart "in den April schicken" in Deutschland 1618 in Bayern aufgekommen sein soll. Warum überhaupt jemand in den April geschickt wird, ist allerdings noch nicht bekannt. Ob und die EU mit einer Zweitwagensteuer demnächst in den April ganzjährig schickt, ist übrigens auch nicht bekannt. Viele blogger haben es den Eurokraten zugetraut!
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Wir haben uns ja schon viel aus Brüssel anhören und gefallen lassen müssen! Aber eine Zweitwagensteuer - wie jetzt diskutiert - sprengt meine Mitmachkapazitäten bei weitem. Zuletzt hieß es von den Eurokraten: Kein Kinderwagen mehr auf Rolltreppen in Europa! Angeblich zu gefährlich! Kinderwagen müssen seit Anfang des Jahres über Treppen geschleppt oder mit Aufzügen transportiert werden. Brüssel, es reicht! Die Entmündigung durch die Eurokraten muss ein Ende haben. Oder sollen hier in Reihe Vorlagen für Kabarett oder Karneval produziert werden? Da hat die EU die Mindestgröße von Äpfel und Birnen festgelegt, die Größe der Füße tragbarer Leitern geregelt, die Nuckel-Norm entwickelt - Kinderbücher ganz sicher gemacht und damit die Verlage in Schwitzen gebracht, hat die Größe von Sardinen oder auch die Lagerung von Käse geregelt. Es gibt mittlerweile kaum einen Lebens- oder Politikbereich, zu dem die EU in ihrer Regel- und Richtlinienwut nicht jede Menge Papier produziert hat. Ob Richtlinien für die Sonnenschein-bestrahlung von Arbeitnehmern oder die Größe von Kaffeeverpackungen, die Eurokraten haben eine Meinung und nerven mittlerweile gewaltig damit, jeden Mikrokosmos unseres Lebens in den Griff bekommen, unser Leben noch sicherer machen zu wollen. Vor Jahren einmal hat die Komission 68 Gesetzesvorschläge zurückgezogen, die selbst der damals amtierende EU Präsident als "absurd" erkannte. Also: Eurokraten macht endlich Schluß mit diesem absurden Theater! Und: Weg vor allem mit der absurden Zweitwagensteuer!!!
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Sandra - meine Kollegin aus der Redaktion - hat ihre Schlachthofgeschichte heute beim Mittagessen geschildert, sehr eindrücklich. Wir waren auf dem Weg in die Mittagspause. Als freie Mitarbeiterin bei einer Zeitung wurde sie vor Jahren auf eine Reportage geschickt - in einen Schlachthof. Alles war sehr sauber, klinisch rein sozusagen. Ein Schlachter konnte gut erzählen, führte sie an halben Schweinehälften und an Dutzenden abgeschnittener Schweineohren vorbei. Sandra hat danach drei Jahre lang kein Fleisch mehr gegessen!
Das was wir gestern Abend in den Tagesthemen sehen mussten, hat uns alle geschockt, hat uns möglichweise den Appetit auf Fleisch für lange Zeit verdorben. Und das ist gut so, denn wir müssen wissen, was in Schlachthöfen wirklich passiert. Jeder Deutsche isst pro Jahr rund 60 Kilo Fleisch, im Schnitt. Dass dafür Tiere geschlachtet werden müssen, ist jedem klar. Die Umstände allerdings wohl kaum. Wir alle denken, hoffen vermutlich, dass Schweine, Rinder, Kälber sanft eingeschläfert und schmerzfrei geschlachtet werden. Das ist eindeutig nicht der Fall. Manchmal leben die Tiere sogar noch - bei der Schlachtung. Ein absoluter Horror!
Nun gibt es garantiert Leute, die sagen, ein Schlachthof ist eben kein Streichelzoo. Naiv zu glauben, Tiere würden hier entspannt in den Tod gehen, damit sie bei uns an Ostern oder wann auch sonst in der Pfanne landen können. Dennoch: Der Horror auf dem Schlachthof hat mich geschockt. So habe ich mir das nicht vorgestellt. Vielleicht war ich naiv...
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Ran an den Speck, das habe ich mir vor Wochen vorgenommen und gesagt: Kein Alkohol und vor allem keine Süßigkeiten! Nicht weniger ist mehr, sondern nix, nichts, garnichts! Am Aschermittwoch sollte alles vorbei sein und ich wollte fasten bis zum Ostersonntag. Fast wäre mir dies auch gelungen, fast... Einmal musste ich an meinem Geburtstag fastenbrechen - die Schwarzwälderkirschtorte, die meine Familie mir servierte war zu köstlich. Ein zweites Mal durfte ich das Fasten unterbrechen als ein Freund zu einem runden Geburtstag eingeladen hatte. Da gab es kein Vertun, da musste gefeiert werden. Ein Festhalten am Fasten hätte die Freundschaft gefährden können. Diesen blog könnte ich also auch anders titeln: Hoch lebe die Inkonsequenz!
Neben meinem Fastenversuch habe ich meinen wintermüden Körper dennoch wieder in Bewegung gebracht, laufe jeden zweiten Tag und kann so auch ein geschmeidiges "Purzeln der Pfunde" feststellen - gaaaaaanz langsam. Und was ich dabei wieder einmal feststelle: Weniger an der Hüfte bedeutet mehr im Hirn. Ist natürlich großer Quatsch, aber so fühlt es sich jedenfalls an. Vor Jahren hatte ich zum ersten Mal diese Erkenntnis, habe damals tagelang in einem Kloster in der Eifel heilgefastet! Vermutlich waren es damals die Meditationen und die Stille, die zu einem "frischeren Gefühl" im Kopf geführt haben. Von dieser Erfahrung habe ich jedenfalls lange gezehrt - mental. Meine Hüfte hat sich leider nicht allzulange an das Erlebnis erinnert!
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Frau in Not? Hier wird geholfen! In den Frauenhäusern und den Frauenberatungstsellen im Land sind die Fragen, die Probleme immer wieder diegleichen. Was tun bei Scheidung? Was tun, wenn der EX den Unterhalt nicht zahlt, was tun und vor allem wohin, wenn der Partner zuschlägt? Wenn er brutal und gewalttätig ist? Genau das kommt wesentlich häufiger vor als wir alle denken - Gewalt in der Ehe, in der Partnerschaft, es passsiert täglich bei uns, mitten unter uns, quer durch alle Schichten. Pro Jahr flüchten mehr als 5000 Frauen mit ihren Kindern hier in NRW in die Frauenhäuser, müssen dafür manchmal sogar auch noch selber zahlen. Heute hatten Frauen zu einer Demonstration vor dem Düsseldorfer Landtag aufgerufen, appellierten dabei an die Landespolitiker. Die aktuelle Regelung müsse dringend geändert werden, hieß es. Die Finanzierung der Frauenhäuser durch das Land ist danach eine freiwillige Leistung. Vor 4 Jahren hatte die NRW-Regierung beschlossen, die Gelder für die Frauen um 30 % zu kürzen - und das obwohl Artikel 2 des Grundgesetzes den Staat verpflichte, Frauen und Kinder vor sogenannter "häuslicher Gewalt" zu schützen. "Schwere Wege leicht machen" - so nennt sich die Kampagne der Konferenz der Frauenhäuser in NRW - eine Kampagne, die auch Männer gut finden! Ich bin einer von ihnen...
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Soviel Uzo kann man garnicht trinken, wie man möchte - bei dem, was da gerade in Griechenland abgeht. Jahrzehntelang wurde missgewirtschaftet, wurden Zahlen geschönt, wurde getrickst, um EU Richtlinien zu erfüllen, näherte sich der Staat immer mehr der Pleite. Und jetzt? Griechenland zieht blank und die Europäische Union soll es richten. Doch was heißt soll? Muss, muss man sagen, denn das ist nun mal so in einer Ehe - auch in der europäischen Währungsunion! In guten wie in schlechten Zeiten... Gebongt! Doch jetzt ist Schluß mit lustig bei dieser Veranstaltung, die den deutschen Steuerzahler wohl einige Milliarden kosten wird. In Griechenland haben jetzt nämlich einige Medien und Politiker die Deutsche-sind-doch-alle-alte-Nazi-Leier rausgeholt. Bitte nicht diese olle Kamelle! Weil Deutschland noch einiges an Reparationen aus dem 2. Weltkrieg zu leisten habe, müsse man in diesem reichen Deutschland ganz still sein - und schön in den großen EU-Topf überweisen. Aua, das tut weh!
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Sie kennen Herrn Kaiser, den Mann von der Versicherung, der seit gefühlten Jahrzehnten immer durch die TV Werbung geistert - Kaiser, der Prototyp des freundlichen Versicherungsvertreters....
So freundlich sind er und seine Artgenossen aber nicht. Nur ein Beispiel ... Wer die Prämie - für die Autoversicherung - monatlich, viertel- oder halbjährlich zahlt, lebt deutlich teurer als jemand, der seine Beiträge einmal im Jahr abbuchen lässt. Für das Zahlen kleckerweise nehmen die Versicherungen nämlich Aufschläge von zwei, drei oder gar fünf Prozent. Vermutlich zu unrecht. Die HUK-Coburg hat sich bereit erklärt, einem Versicherten diese Aufschläge zurückzuzahlen. Bei dieser aktion müssen alle anderen Versicherten ganz genau hinhören!
Die Kulanz trifft keine Armen! Allein im vergangenen jahr hat die Versicherungswirtschaft in deutschland Beiträge in Höhe von rund 170 Milliarden Euro eingenommen! Millionen Kunden bringen Milliarden! Und wenn jetzt Millionen Kunden schlau sind - all die, die bislang kleckerweise gezahlt haben - dann wird#s unangenehm für die vielen Herren kaiser. Aber, wie gesagt - es trifft keine Armen, sondern jemanden der uns über Jahre arm macht...
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Deutschland droht ein Ärztemangel - Schlagzeilen dieser Art haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder lesen müssen. Es war so im Sommer 07, im Sommer 08, auch im vergangenen Sommer - und: Jetzt ist er da, der Ärztemangel!In den Krankenhäusern fehlen aktuell rund 5000 Ärzte, bundesweit! Bald fällt der Arztberuf unter Artenschutz!!!
Dies belegt eine Studie des Deutschen Krankenhausinstituts. Der Medizinermangel macht mittlerweile fast 80% der Kliniken echte Probleme. Vor allem Internisten, Chirurgen und Psychiater fehlen - obwohl rund 9000 Mediziner pro Jahr mit bestandenen Examen die Unis verlassen. Viele von ihnen machen jedoch mittlerweile einen großen Bogen um Patienten (...was ist eigentlich mit dem Eid des Hippokrates???) und suchen ihr Heil in der Wissenschaft, der Wirtschaft oder in den Medien. Zudem lassen etliche Kliniken Stellen unbesetzt, um Kosten zu sparen. Jedes vierte Krankenhaus hat im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben.
Der "Patient Krankenhaus" hängt am Tropf! Mangelware Ärzte! Mein Vorschlag: Weg mit dem Numerus Clausus für Medizin! Es fehlt an Menschen, die sich für Menschen interessieren. Ärztemangel in einem Land, in dem die Kosten für Gesundheit uns mittlerweile krank machen, in dem Kranksein und Gesundbleiben immer teurer wird, kann und darf nicht sein!
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Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine und Neapel liegt ganz offensichtlich am Rhein! Köln, ein gewaltiger Bau-Mafia-Sumpf! Was da in den vergangenen Tagen ans Licht gekommen ist, macht fassungslos. Pfusch, Schlamperei, Hehlerei - da soll beim Bau der neuen U-Bahn Strecke systematisch betrogen worden sein. Es wurde falsch vermessen, nur halbseiden kontrolliert, Eisen an Schrotthändler verhökert. Jetzt platzte dem Kölner Oberbürgermeister der Kragen. Schluss mit lustig, Schluss mit Karneval!
Genau, der Karneval - offensichtlich der Grund dafür, dass das Skandalthema nur auf kleiner Flamme gekocht wurde. Erstmal mussten die Kölner Kamelle sammeln, Strüssje werfen und bützen. Hauptsache der Zooch kütt und kann die gewohnte Strecke fahren. Es ging um die Sicherheit der Jecken, is ja Fasteloovend - und sonst nix! Und überhaupt: Et hätt noch immer joot jejange!
Jetzt, kurz vor Aschermittwoch aber darf laut gedacht und gefragt werden: Sind die Schlamper, die, die da nicht kontrolliert und geprüft haben etwa noch im Amt? Gut, zwei Bauleiter wurden heute suspendiert... Hat sich eigentlich das NRW Bauministerium, der Minister interessiert? Immerhin ist gestern im Kölner Rosenmontagszug ja der Ministerpräsident höchstpersönlich mitgefahren... Gibt es einen Zusammenhang zwischen den kriminellen Machenschaften und dem Tod zweier Menschen beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs? Wer zahlt eigentlich die Zeche? Kann überhaupt weitergebaut werden oder muss man die Löcher nicht einfach verfüllen und Gras wachsen lassen?
Eins ist klar: Der KVB Bauskandal ist nicht für die Bütt geeignet, da vergeht einem jeder Anflug von Lachen. Jetzt, wo der Karneval fast vorbei ist, wachen die Kölner endlich auf und verlangen Antworten, verlangen, dass die Verantwortlichen zu ihrer Verantwortung stehen!
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Ist es eigentlich ein Naturgesetz, dass die Kosten für Gesundheit steigen und steigen? Es scheint so. Jetzt erheben viele Kassen Zusatzbeiträge von 8,- Euro und mehr. Das müsste nicht sein, behauptete heute der Deutsche Apothekerverband. Bitte? Bei der Nachricht haben wir heute natürlich genau hingehört.
Die Apotheker meinen, dass die Kassen ihre Sparmöglichkeiten verschleiern. Sie bekommen satte Rabatte von der Pharmaindustrie, geben die aber nicht weiter an uns, die Versicherten. Die Höhe der Rabatte überhaupt sei ein gut gehütetetes Geheimnis. Wenn das stimmt, was die Apotheker da sagen, dann sind die Kassen wirklich unverschämt. Angeblich sparen sie über Rabatteverträge pro Jahr mehr als 1 Milliarde Euro!
Eins wird immer deutlicher: Wir Patienten befinden uns im Würgegriff der Pharma- und Kassenlobby! Von den rund 2000 beim Deutschen Bundestag registrierten Lobby-verbänden sind mehr als 400 in der Gesundheitspolitik engagiert, bearbeiten das Gesundheitsministerium.
Der Pharmamarkt ist ein Milliardengeschäft bei dem viele Interessengruppen mitmischen. Wir Versicherten - wir, die Patienten werden durchgemischt!
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Jaaaa, der Streik ist ein Grundrecht zur Durchsetzung tariflicher Forderungen. Wir wissen es, und: Wir leiden! Es geht wieder los. Die Tarifverhandlungen sind gescheitert und jetzt gilt das Ultima-Ratio Prinzip: Arbeitskampf (...was für ein schrecklich nostaligisches Wort)!
Heute früh haben viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst - in NRW sollen es laut ver.di rund 42000 sein - die Arbeit niedergelegt. Sie treten in den Warnstreik, damit sich etwas bewegt bei den Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern - also dem Bund und den
Kommunen - und den Gewerkschaften. Und dann bewegt sich sicher was, irgendwann - so war das in den vergangenen Jahren und wird diesmal wohl nicht anders sein. Bis dahin heißt es für viele Geduld im Nahverkehr, in den Krankenhäusern, auf den Flughäfen, in den Kindertagesstätten und mit der Müllabfuhr.
Wir wissen - jedenfalls diejenigen, die in den vergangenen Jahrzehnten in diesem herrlichen Land leben durften, dass wir die Auswirkungen der Streiks sofort spüren. Stundenlanges Warten auf Bus und Bahn ist da noch harmlos im Vergleich zu verschobenen Operationen in Kliniken. Hier kann es lebensgefährlich werden.
Bundesinnenminister Thomas de Maiziére sieht in der Aktion der Gewerkschaft eine gezielte Provokation. Ja, was denn sonst! Die 5% Forderung der Gewerkschaft hält er für unverschämt in Zeiten der Wirtschaftskrise. Da liegt er meiner Meinung nach nicht ganz daneben. Wer aber seine Mitarbeiter motivieren will, muss was drauflegen - auch und gerade mit dem Blick auf die Wirtschaftskrise.
Keine Frage, die Menschen im öffentlichen Dienst müssen für ihre Arbeit anständig bezahlt werden. Bitte nicht nur Hoteliers bei der Mehrwertsteuer für Übernachtungen ohne Frühstück entlasten!!!
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Kaufen oder nicht kaufen, das ist die Frage. Da geht's ja hoch her in unserem blog...
Da gibt es ein Büro im Ruhrgebiet, für das steht fest: Nicht kaufen! Die medienbüromacher schreiben: "Hehlerei ist und bleibt eine Straftat. Deswegen darf der Staat diese CD nicht kaufen. Aber der Staat darf seine Ermittler in Aktion setzen, die herausfinden, wer die Person ist. Er darf sogar zum Schein auf das Angebot eingehen, aber nur mit dem Ziel den Straftäter - auch Datenklau ist strafbar!!! - festnehmen zu wollen. Dann haben die Beamten auch die Möglichkeit mit einem entsprechenden richterlichen Beschluss die CD zu beschlagnahmen und auszuwerten."
Für die Kollegen ist ein einfaches "her mit den Daten" zu simpel, weil: Stammtischparole! Da haben sie Recht, doch Vorsicht: An Stammtischen wird nicht nur Stroh gedroschen. Vielleicht einigen wir uns auf ein moralisches Dilemma, in dem wir uns durch diesen Fall befinden. "Einerseits ist es natürlich enorm spannend zu erfahren, welche Manager, Politiker, Parteien und andere Millionen auf Schweizer Konten verschieben, andererseits ist es ein Unding, dass jemand Geld für's Denunzieren erhält." So sieht es der Kabarettist Rainer Pause und so sehe ich es auch.
Gefallen hat mir der Eintrag von Picard 42:"Vielleicht wäre folgendes ein sinnvolles Vorgehen:
- laut trommeln, man würde diese CD kaufen
- damit die Steuerflüchtlinge in die Selbstanzeige treiben
- die CD dann wirklich kaufen, die Daten aber nicht nutzen
- stattdessen die Daten und alle Infos zum Datendieb an die betroffene Bank zurückgeben
- das als Aufhänger nehmen, um mit "der Schweiz" in neue Verhandlungen einzusteigen
Das wäre m.E. ein Weg, der noch halbwegs legal ist und uns auch in Zukunft weiterbringt."
Weitergebracht hat uns heute auch der Gedanke von Wilfried Schmickler. Er sagt: "Ich bin gegen einen Ankauf der Daten, denn das verstößt gegen die Menschenrechte. Weil: Die Würde des Geldes ist unantastbar, sie zu schützen ist oberste Aufgabe aller staatlicher Gewalt." Der Mann ist ebenfalls wie Pause Kabarettist...
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Ein Schnäppchenpreis! 2,5 Millionen für eine CD, die 100 Milllionen und mehr bringen kann, sind peanuts. Der Bundesfinanzminister kann sich garnicht erlauben, das unlautere Angebot abzulehnen.
Natürlich kommen jetzt die Bedenkenträger und spucken Wolfgang Schäuble in die Suppe, die er kochen will. Wichtigste Zutat: Eine CD mit Daten von Steuersündern, die ihr Geld in der Schweiz angelegt haben - auf Konten, die ihnen Anonymität garantieren, ein Kartell des Schweigens - bis jetzt!
Mit der CD werden Straftaten aufgeklärt! Der CDU Innenexperte Wolfgang Bosbach hat Recht. Er sagt: "Wenn der Staat von vornherein keine illegalen erworbenen Daten nutzen dürfte, müsste das auch für andere Fälle gelten!" Genau, dann würde es nämlich eng.
Natürlich mögen wir keine Denunzianten, aber die Zumwinkels und co. mögen wir auch nicht, oder?
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Daisy kommt und macht uns alle völlig wuschisch. Wird die Eröffnungsfeier zur Kulturhauptstadt 2010 morgen in Essen abgesagt, muss sie abgesagt werden, versinkt sie etwa in Eis und Schnee? Eine bange Frage, die Ruhr Chef Fritz Pleitgen ganz locker beantwortet hat. In seiner ihm eigenen lässigen Art hat er gesagt, dass man minus 15 Grad doch wohl auf einer Backe absitzen könne - natürlich nur mit der richtigen Kleidung!Wir werden sehen, was morgen in Essen passiert. Wir berichten den ganzen Tag über.
Aber auch ihre Schnee- und Eisgeschichten interessieren uns. Da kommt eine Kollegin nur durch ihre Heckklappe in ihr Auto, eine andere kommt nicht aus ihrem Wagen und muss die Nachbarn alarmieren. Da bricht das Vorzelt eines Freundes zusammen - er ist Wintercamper. Hundehalter ziehen ihren "besten Freunden" stramplerähnliche Mäntelchen über und Schühchen an die Pfoten. Andere haben seit Tagen das Haus nicht mehr verlassen und wiederum andere fotografieren den Winter wie jeck. Das, was sich da draußen tut, finden sie schön. Ich kann sie verstehen - es ist eben nunmal Winter. Ich rate zu Lockerheit und Gelassenheit vor dem was Daisy uns beschert...
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Endstation Chaos! Die Bahn und ihre Informationspolitik in Krisenzeiten - es ist ein echtes alle-Jahre-wieder-Thema!
Zum Jahreswechsel schien die Bahn vom Winter regelrecht überrascht. Vereiste Oberleitungen sorgten für Verspätungen und lange Wartezeiten. Da hieß es im Internet, dass manche Züge nicht fahren sollten, sie fuhren dann aber trotzdem - sogar auf die Minute. Reisende bekamen statt Auskünften wortloses Schulterzucken der Mitarbeiter am Schalter, im Zug widersprüchliche Infos (... so berichtete eine Kollegin, die auf dem Weg nach Berlin in Gütersloh in einem ICE steckengeblieben war) und auf die Frage - was ist denn bei euch eigentlich los - die Antwort: Wieso, alles bestens! Eine tolle Verharmlosung, selten so gelacht!
Verspätungen und Wartezeiten nehme ich gerne in Kauf, erst recht bei extremen Wetterlagen wie sie im Wnter ja schon mal vorkommen können oder nach Unglücken wie jetzt im Münsterland wo ein Güterzug entgleist ist und die Reparaturarbeiten deutlich länger dauern als erwartet. Kann alles passieren, aber: Bitte: Sprecht mit uns, informiert uns! Sagt was Sache ist!
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Erst waren es die Kunden der Postbank - nur - jetzt wissen wir es betrifft auch die Kunden von Commerzbank sowie anderer Sparkassen und Banken: Das ec Karten Desaster.
Stell dir vor du gehst zu deiner Sparkasse oder Bank und bekommst kein Geld! Nicht wirklich lustig! Die neuen Giro- oder Kreditkarten wurden von etlichen Automaten nicht akzeptiert. Von den rund 45 Millionen neuen ec-Karten, die ausgegeben wurden, sind mehr als 20 Millionen betroffen, von den 8 Millionen nagelneuen Kreditkarten ebenfalls knapp die Hälfte. Wir wissen woran es lag: Ein Fehler in der Software. Die neue Jahreszahl konnte offenbar nicht gelesen werden.
Hier die ec-Karten, dort die Anzeigetafeln bei den Bahnen, nicht zu vergessen die vielen Handys, die plötzlich sms Nachrichten unter falschen Daten eintrugen - einige news wurden auf das Jahr 2016 vordatiert! Die PC Programme spielen verrückt.
Eigentlich, so sagen Computerexperten, stellt das Jahr 2010 keine besondere Herausforderung dar - anders als das Jahr 2000. Damals herrschte in der IT Szene große Aufregung, diesmal große Überraschung.
Wir stellen fest: Der Computer ist auch nur ein Mensch!
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Kein Kinderwagen mehr auf Rolltreppen in Europa! Zu gefährlich! Ab dem 1.1.2010 müssen sie über Treppen geschleppt oder mit Aufzügen transportiert werden.
Ich sage: Brüssel, es reicht! Die Entmündigung durch die Eurokraten muss ein Ende haben. Oder sollte hier eine Vorlage für Kabarett oder Karneval geliefert werden? Wäre ja nicht das erste Mal...
Da hat die EU die Mindestgröße von Äpfel und Birnen festgelegt, die Größe der Füße tragbarer Leitern geregelt, die Nuckel-Norm entwickelt - Kinderbücher ganz sicher gemacht und damit die Verlage in Schwitzen gebracht, hat die Größe von Sardinen oder auch die Lagerung von Käse geregelt. Es gibt mittlerweile kaum einen Lebens- oder Politikbereich, zu dem die EU in ihrer Regel- und Richtlinienwut nicht jede Menge Papier produziert hat. Ob Richtlinien für die Sonnenscheinbestrahlung von Arbeitnehmern oder die Größe von Kaffeeverpackungen, die Eurokraten haben eine Meinung und nerven mittlerweile gewaltig damit, jeden Mikrokosmos unseres Lebens in den Griff bekommen, unser Leben noch sicherer machen zu wollen.
Vor Jahren einmal hat die Komission 68 Gesetzesvorschläge zurückgezogen, die selbst der damals amtierende EU Präsident als "absurd" erkannte. Also: Eurokraten macht endlich Schluß mit diesem absurden Theater!
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Keine Frage - es hat gute Chancen das Wort den Jahres zu werden - oder besser das Unwort. "Wachstumsbeschleunigungsgesetz". Man könnte das Wort auch übersetzen mit "Aufschwung auf Pump". Fröhlich wachsen gegen die Krise - an der Börse scheint das Überlebensmotto der Bundesregierung bereits angekommen zu sein. Auch heute lag der DAX wie schon gestern über 6000 Punkten. Bei den Börsianern herrscht jedenfalls der pure Optimismus. Es wird fröhlich weitergezockt! Alles wird gut - sind mehr als nur drei Worte mit denen wir uns in der Krise Mut machen?
Mit vielen Worten und noch mehr Sätzen wird die Weltwirtschaftskrise, der härteste Absturz seit dem zweiten Weltkrieg seit Monaten für beendet erklärt und lockere Aufsschwungseuphorie verbreitet. Da liegt die "Zukunft plötzlich vor uns", da ist die "Wirtschaft aus der Schockstarre erwacht", da ist die "Konjunktur schneller als gedacht wieder in Fahrt" gekommen, da heißt es "Krise war einmal", da haben sich "die Finanzmärkte erholt", wirken "Konjunkturdaten als Stimmungsaufheller" oder da "steigt der DAX trotz starker Schwankungen".
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Klar, war ja zu erwarten. Da will sich ein Irrer in einem US Flugzeug in die Luft sprengen und schon wird diskutiert: Brauchen wir nicht schärfere Gesetze, vielleicht doch sogenannte Nacktsacnner, noch mehr Personal? Undundund...
Die Diskussion überrascht mich nicht, doch ehrlich gesagt bin ich heute gleichwohl schwer überrascht. Politiker von Koalition und Opposition sind sich hierzulande nämlich mal einig. Wir brauchen keine schärferen Gesetze, sagen sie unisono. Wichtig sei, dass "vorhandene Informationen" zusammengeführt würden. Genau! Erst muss mal geklärt werden, wie der junge Mann aus Nigeria via Amsterdam nach Detroit fliegen und dabei etliche Sicherheitsschleusen überwinden konnte. Hatte er möglicherweise Helfer? Was sollen schärfere Gesetze gegen Schlampereiein und menschliches Versagen ausrichten? Nehmen uns schärfere Gesetze und noch mehr Kontrollen die diffuse Terrorangst, die viele seit dem 11.September umtreibt, wenn sie fliegen? Wohl kaum! Die Angst ist da und sie wird leider bleiben - auch, wenn jetzt Leibesvisitationen nicht mehr nur stichprobenartig, sondern an jedem Passagier durchgeführt werden, auch, wenn wir jetzt noch länger warten müssen, um ein Flugzeug zu besteigen.
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Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld? Der alte Karnevalsschlager ist in dieser Session hochaktuell. Heute hat der Bundesrechnungshof den historischen Schunkler endgültig in die Chartumlaufbahn geschossen.
Die schwarz-gelben Steuerpläne - also Steuersenkungen, die alle Wähler freuen würden - sind vor allem eins: Nicht finanzierbar! Schön, dass uns dies ein unabhängiges Organ der staatlichen Finanzkontrolle sozusagen schwarz-auf-weiß gibt.
Und noch etwas haben wir heute erfahren! Einen der Gründe für die hohen Beiträge zur Krankenkasse, die ab Januar 2010 ja noch höher werden. Es sind die Gehälter der deutschen Krankenkassenchefs, die deutlich höher sein sollen als von Gewerkschaften und Arbeitgebern empfohlen. Bis zu 300.000,- € verdienen die Spitzenkräfte. Das kann die Versicherten nicht freuen - auch wenn sie gönnen können.
Mehr als ärgerlich sind zwei Fälle, die der Bundesrechnungshof ebenfalls heute dokumentiert hat. Da ist in einem Fall eine Abfindung in Höhe von 700.000,- € geflossen, obwohl dem Kassenchef schwere Verfehlungen zur Last gelegt wurden. In einem anderen Fall wurde ein Beraterhonorar von rund einer Million Euro für die Anbahnung einer Fusion gezahlt, obwohl eine Beratung gar nicht nötig gewesen wäre.
Also: Wer soll das bezahlen? Na wie immer! Wir! Wir Steuerzahler, wir Versicherten. Wir, die wir uns durch offensives Schunkeln bei all der Verschaukelei den Frohsinn bewahren.
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Wenn nicht jetzt, wann dann! Goldene Zeiten für die Opposition im Düsseldorfer Landtag - sollte man meinen. Eine Justizministerin seit Tagen in Erklärungsnot! Roswitha Müller-Piepenkötter ist nunmal zuständig für den Ausbruch von zwei Häftlingen aus der JVA Aachen.
Ein Fall, voller Fragen, aber ohne befriedigende Antworten. Die wollte/sollte der Rechts-ausschuss des Landtages heute in einer Sondersitzung bekommen. Ein spannender Termin, Munition hatten SPD und Grüne eigentlich mehr als genug. Der Ball lag sozusagen auf dem Elfmeterpunkt, kein Torwart weit und breit, die Kugel musste nur noch versenkt werden. Doch es kam anders: Was als knallharter Schlagabtausch mit k.o. für Müller-Piepenkötter in den ersten Runden geplant war, endete mehr oder weniger als - absurdes Theater. Schade! Parlamentsarbeit in diesen Zeiten könnte so spannend sein...
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Keine Frage: Es gibt noch jede Menge Fragen! Und eins ist mal sicher: Wir versuchen weiter Antworten zu bekommen. Vielen Dank an der Stelle für die vielen AKS-Blogger, die uns loben. Zum Beispiel der "Wärter" - er bezeichnet sich selber so - kurz vor Mitternacht. Er schreibt:
"Als erstes finde ich es gut, dass die Aktuelle Stunde so hartnäckig am Ball bleibt. Das Thema "Sicherheit in NRW-Gefängnissen" ist noch lange nicht durchgekaut. Schlimm ist nur, dass immer erst irgendetwas passieren muss, bis sich endlich mal jemand interessiert. Aber das muss in einer medialen Gesellschaft wohl so sein."
Genau, nach dem Ausbruch von 2 Häftlingen am vergangenen Donnerstag, der Flucht quer durch NRW, der Fahndung, dem Fahndungserfolg, der Erklärungsversuchen der Ministerin bei uns in der Sendung passiert jetzt tatsächlich was. Es werden Informationen gesammelt und zusammengetragen, es wird gefragt und es wird hoffentlich bald Antworten und Wahrheiten geben. Frau Ministerin kann dazu beitragen, oder?
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Peter Michalski ist weiter auf der Flucht - jetzt um 17.30 Uhr ist dieser Satz noch aktuell. Der Mann ist müde und erschöpft - das macht ihn noch gefährlicher, so vermuten Experten.
Überhaupt wird in diesem Fall, der uns jetzt seit 4 Tagen beschäftigt, viel vermutet. Die Aachener Anstaltsleiterin vermutet, dass "Erpressung" oder Bestechung" der Grund dafür sind, dass einer ihrer Justizbediensteten zum Fluchthelfer wurde. Justizministerin Müller-Piepekötter vermutet unterdessen, dass es keinen Fehler im System gegeben hat, sondern lediglich den Fehler eines einzelnen Bediensteten.
Justizvollzugsbedienstete (früher durfte man sie Gefängniswärter nennen) sind vermutlich bei solchen Vermutungen echt "bedient", denn sie wissen, was sich in vielen Anstalten im Land "vollzieht". Da schieben viele regelmäßig 12 Tages-Schichten, sind alleine für teilweise 50 Gefangene verantwortlich, haben ständig Angst vor Übergriffen. Selbst junge Bedienstete klagen über Burnout. Kein Wunder, wenn wie in Aachen jeder Bedienstete knapp 200 Überstunden vor sich herschiebt...
Die Fahndung nach Peter Michalski läuft auf Hochtouren und ebenso hoffentlich die Fahndung der Ministerin nach neuen Erkenntnissen über die Zustände in den NRW-Knästen - für die sie verantwortlich ist! Vielleicht unterhält sie sich mal mit dem ein oder anderen JVA Mitarbeiter. Die schieben jedenfalls einen Riesenfrust. Der Ausbruch von Aachen ist für sie jedenfalls ein "Super-GAU".
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Dienstagabend, kurz vor halb neun auf dem Weg von der Aktuellen Stunde nach Hause. Die Eilmeldung plötzlich auf WDR 2: Robert Enke ist tot! Horst Kläuser, der Moderator klingt betroffen und die Meldung macht betroffen. Ich fahre auf die rechte Spur, fahre langsam weiter, hänge meinen Gedanken nach. Enke tot - gestorben an einem Infarkt, ein Unfall? Die Ursache wurde in der Meldung nicht genannt. Traurig, schade um diesen tollen Torwart, sensiblen Typen. Ich hatte zuletzt ein Interview mit ihm in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gelesen. Hier wurde deutlich, dass Enke über den Tellerrand, über den Fußball hinaus blickte. Als ich dann gegen 21.00 Uhr zuhause ankam, veränderte sich die Betroffenheit in eine Fassungslosigkeit als mir mein Sohn von der Vermutung "Selbstmord" erzählte. Enke - ein Selbstmord? Der Mann schmeißt sich doch nicht vor einen Zug, dachte ich. Falsch gedacht, wie offenbar viele. Sogar sein engstes Umfeld hat die Gefahr nicht gesehen, sehen können. Ungeheuer stark dann heute Mittag der Auftritt von Robert Enkes Frau Teresa. Sie berichtete von den heftigen Depressionen ihres Mannes, Depressionen, wegen der er bereits seit einigen Jahren in Behandlung war. Niemand wusste davon, sollte davon erfahren. Enke hatte Angst sich als Leistungssportler, als Vorbild, als Idol zu outen. Enke hat sogar seine Umgebung - Frau und Arzt - getäuscht, um seinen Freitod vorzubereiten. Dafür hat er sich bei ihnen in einem Abschiedsbrief entschuldigt. Wir müssen uns bei Robert Enke entschuldigen, dass wir garnichts gemerkt haben, sogar nichts aber auch...
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Deutschland - einig Vaterland. Heute darf, muss gefeiert werden. Da gibt es kein Vertun, oder? Für rund 20 Prozent aller Deutschen ist genau das aber die Frage. Sie möchten die Mauer wieder haben. Und: In den neuen Bundesländern fühlen sich die Menschen nach wie vor wie Deutsche zweiter Klasse! Da ist offensichtlich - frei nach Willy Brandt - noch nicht zusammen-gewachsen was zusammengehört.
Bei mir löst die deutsche Einheit, der Mauerfall heute vor 20 Jahren nur positive Erinnerungen aus. Zugegeben, ich bin ein Wessi: Am 9. November '89 war ich in Paris, habe dort einen Sprachkurs gemacht und am Abend war ich mit einem Kollegen vom SWF verabredet. Ich stand schließlich gegen 20.00 Uhr vor seiner Wohnungstür - drinnen war der Fernseher lautl aufgedreht. Ich hab geklingelt, geklopft, Mein Kollege hat nicht geöffnet - plötzlich nur geschrien: Ich kann jetzt nicht, die Mauer ist auf - und ich hab für einen Moment gedacht: Der Mann nimmt irgendwelche Drogen...
Der Mauerfall machte an diesem Abend regelrecht "high" und die Erinnerung an das Gefühl von damals tut das auch heute noch! Ganz ohne Zuhilfenehme stimulierender Mittel! 20 jahre später wieder eine Mauer? Nein Danke! Ich kann gut auf die Toten an dem sozialistischen Bollwerk verzichten, auf ein innerdeutsches Ministerium, auf die sozialistische Diktatur, auch auf Erich Honnecker und andere, auf die Stasi sowieso, auf den Geruch des Zweitaktgemischs, der ostdeutsche Städte noch jahrelang nach dem Fall der Mauer durchzog... udundund. Mir fällt noch einiges ein, aber ich mach mal Schluß. Dann haben sie mehr Platz für ihre Erinnerungen und Meinungen!
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Wenn Eduard Zimmermann das gewusst hätte... Der Titel seiner Sendung wird DER Kommentar zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin! "Vorsicht: Nepper, Schlepper, Bauernfänger!" Die Westerwelle-Forderung "mehr netto vom brutto" haben wir alle noch im Ohr, etliche Male hat der FDP-Chef die vier Worte in Interviews und bei Wahlkampfauftritten abgesondert. Wir haben es gerne gehört, dazu genickt, wissen aber heute wie hohl dieser Spruch war und ist! Was auf der einen Seite möglicherweise entlastet wird - noch sind Steuersenkungen ja nicht beschlossen - wird auf der anderen - mehr oder minder beschlossen - draufgesattelt. Die Pflegeversicherung wird teurer und möglicherweise auch die Müllgebühren, wenn öffentliche Müllentsorger mehrwertsteuerpflichtig werden. Diese 19% Mehrwertsteuer werden weitergereicht und garantiert unseren Portemonies zugemutet! Danke für diese Volksverarschung, sagt der nicht geneigte Wähler.
"Prinzipien halten sich am Leben durch ihre Verletzung" - so hat es einmal Bert Brecht formuliert. Wahlversprechen sind halt Versprechen, von Versprechen halten hat niemand gesprochen. Wir arbeiten in der Redaktion jetzt schon an einer Hitparade der nicht-gehaltenen-Wahlversprechen - einem "best of" sozusagen. Ich bin sicher, da kommt einiges zusammen! :(
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"Watt schert misch mein Jeschwätz von jestern"! Nach diesem Motto vom alten Konrad Adenauer handeln zur Zeit offenbar die Vertreter von Union und FDP bei den Koalitions-verhandlungen in Berlin. Noch Anfang des Jahres hat zum Beispiel Guido Westerwelle gewarnt, hat gefordert, auf die "Errichtung weiterer Sondervermögen zu verzichten" und jetzt versucht er mit seiner Partei die Quadratur des Kreises: Steuern senken trotz leerer Kassen und gleichzeitig auf die Schuldenbremse treten. Wahlversprechen ist eben Wahlversprechen und da muss dann ein Schattenhaushalt her, muss mit buchhalterischen Tricks gearbeitet werden, um sich nicht dem Vorwurf "Wahlbetrug" auszusetzen. Klar, dass es Proteste hagelt! "Von tarnen ist die Rede, schmutziger Bilanzfälschung.
Wir haben uns heute mal gefragt - wie wär das eigentlich, wenn wir einen solchen Schattenhaushalt kreiern würden. Wir würden zum Beispiel unseren Kindern die dollsten Versprechen machen und diese Versprechen dann eben mit Schulden finanzieren. Die Schulden bezahlen müssten später dann allerdings unsere Kinder. Sowas machen wir natürlich nicht, aber wir sind ja auch keine Politiker...
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Wenn man das Video des mutmaßlichen Al Kaida Terroristen Bekkay Harrach sieht, dann denkt man - wenn man auf den Ton verzichtet - da kommt einer frisch vom Tanztee. Der junge Mann wirkt adrett, wohlerzogen. Die Sicherheitsbehörden hören aber genau hin und nehmen die Drohung ernst. Das müssen sie auch! Alles andere wäre fahrlässig!
Sollte sich Deutschland nicht aus Afghanistan zurückziehen, dann gebe es ein böses Erwachen, heißt es bei Harrach. Der Islamist, der sich offenbar auf dem Dschihad befindet, rät Muslimen zwei Wochen nach der Wahl nicht in die Öffentlichkeit zu gehen. Und ich? Und er, sie, es? Hdeißt es jetzt für uns: Keine Öffentlichkeit, Vorsicht auf Bahnhöfen und Flughäfen, Achtung vor Menschenansammlungen?
Ich nehme das Video zur Kenntnis, insbesondere die Reaktion der Behörden, doch mein Sicherheitsgefühl hat sich nicht verändert. Heute Morgen hat mit das Rührei noch genauso geschmeckt wie an anderen Tagen - zum Glück! Von Panikattacken keine Spur! Der Dschihad scheint weit weg - scheint...
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Domminik Brunner erhält den bayrischen Verdienstorden - posthum!!! Das wissen wir seit heute, wissen seit heute auch, dass mehrere Menschen dabei zusahen wie der Mann über dessen Schicksal ganz Deutschland seit Tagen spricht zu Tode geschlagen und getreten wurde. Domminik Brunner hatte Zivilcourage, hatte Mut - andere hatten ihn nicht. Sie machen sich jetzt Vorwürfe wie auch aus den Briefen, die am Tatort niedergelegt wurden, zu entnehmen ist. Diese Selbstvorwürfe sind mehr als verständlich. Nur eins: Ich weiß nicht wie ich in dieser Situation reagiert hätte, wie sehr mich möglicherweise die Angst gelähmt hätte. Ich bin weit davon entfernt, auf andere zu zeigen und anzuklagen.So ermittelt auch die Staatsanwaltschaft in München nicht wegen unterlassener Hilfeleistung.
Ich hoffe sehr, ich hätte in dieser Sitaution auf dem S-Bahnhof in München-Solln den Mumm gehabt zu schreien, mit anderen gemeinsam einzuschreiten und dazwischenzugehen, die Schläger, die wie "Tiere" gewütet haben, zu bändigen. Ich hoffe, ich hätte...ich weiß es jedoch nicht, werde es hoffentlich niemals erfahren müssen!
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Da wurde es heute Mittag ganz still in der Redaktion als wir über den Tod von Domminik Brunner gesprochen haben. So heißt der Mann, der am Samstag in München sein Leben verlor, weil er Mut gezeigt hat, Mut den andere in der S-Bahn nicht gezeigt haben. Der Fall macht fassungslos, wütend und nachdenklich:
Domminik Brunner hat alles richtig gemacht, heißt es. Er hat sich vor die Kinder gestellt als sie von älteren Jugendlichen bedroht wurden, er hat die Polizei per Handy alarmiert und soll ruhig auf die Schläger eingeredet haben. Damit begann das Drama, das in einem Gewaltrausch endete. Seine Zivilcourage hat der 50 jährige nun mit seinem Leben bezahlt. Er wurde zu Tode geprügelt und getreten, "zu Tode gestiefelt" wie ein Polizeisprecher so schrecklich formulierte. Wo man an diesem Montag auch hingehört hat, wurde heute über den Fall gesprochen, wurde auch darüber diskutiert wieviel Mut man überhaupt noch haben darf, ob sich Zivilcourage wirklich "lohnt". Schlimm wäre es, wenn es jetzt heißt: Misch dich nicht ein, denn Mut ist lebensgefährlich!
Die beiden Totschläger von München waren polizeibekannt, beide sind vorbestraft, beide sind jetzt wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen in Untersuchungshaft. Wie immer in solchen Fällen, wird jetzt heftig diskutiert. Da geht es um die Sicherheit in öffentlichen Verkehrsmitteln - Stichwort Videoübverwachung, die Polizei will mehr Geld und Personal und es wird erneut eine Verschärfung des Jugendstrafrechts gefordert. alles sicher richtig und politisch korrekt, doch ich frage mich, warum es immer wieder Menschen gibt, die keinen Respekt vor dem Leben haben.
Domminik Brunner ist für mich ein Held, ein tragischer - einer, dessen Mut ich bewundere, einer, der uns mahnt immer wieder einzuschreiten, wenn andere gequält oder misshandelt werden! Wir brauchen nicht weniger Zivilcourage, sondern mehr Menschen, die sagen: So nicht! Stopp! Schluß mit der Gewalt!
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Recht bleibt Recht - da helfen auch keine Milliarden! Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat Klartext gesprochen. Jetzt ist der Stromriese Eon in Not! Ein Landwirt aus Waltrop hat gegen den Weiterbau des Steinkohlekraftwerks in Datteln geklagt - und Recht bekommen.
Das Milliardenprojekt steht vor dem Aus!
Man muss nicht soweit gehen wie Bärbel Höhn, die ehemalige NRW Umweltministerin. Sie hat gesagt: "Das ist ein gutes Urteil, weil das Oberverwaltungsgericht der selbstherrlichen Kumpanei zwischen Eon und der Politik einen Riegel vorgeschoben hat." Höhn interpretiert, sie mag das so sehen. Zunächst aber sagt uns das Urteil vor allem eins: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!" Ich weiß nicht mehr, wann ich diesen Satz zuletzt gehört habe, aber es ist verdammt lange her...
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Geschickt eingefädelt! Ein halbes Jahr im Amt und schon stehen dem Arcandorchef 15 Millionen Euro zu - für den Fall einer Pleite, für den Fall, dass der Spitzenmanager Karl-Gerhard Eick seinen 5-Jahresvertrag nicht erfüllen kann. Kann er nicht, denn heute Nachmittag hat das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren für Arcandor, die Mutter aller Karstadthäuser, eröffnet. Very clever! Eick fällt weich, sehr weich.
Bei den Arcandor-Mitarbeitern sieht das ganz anders aus. Jedem Vierten droht der Jobverlust, die emsieten müssengehen - natürlich ohne Abfindung! Wenn Eick die Arcandor-Schlüssel abgibt, beginnen 250 Schulabgänger mit ihrer Ausbildung bei Karstadt. Sie wisssen nicht, ob sie ihre Lehre bei Karstadt überhaupt beenden können, wissen erst Recht nicht, was danach kommt. Bitter! Vielleicht aber hilft ihnen ja das Obercleverle Eick. Er hat angekündigt von seinen 15 Millionen Euro ein Drittel - also 5 Millionen - spenden zu wollen! Um soziale Härten bei den Mitarbeitern abzufedern! Wirklich zu nett!
Die stellvertretende Verdi Vorsitzende hat von einem "Würgereiz" gesprochen, der sie befällt, wenn sie an die Berichte über die hohen Zahlungen an Eick denkt. Genau, "Würgereiz" und das was danach kommt, was sonst!
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"Lassen sie mich zunächst einmal unseren Wählern danken..." - so oder ähnlich war es gestern Abend wieder zu sehen und zu hören. Kommunal- und Landespolitiker statten Dank ab und reden schön, so schön, dass es kaum zu ertragen war.
Da fährt die CDU landesweit in den Städten mehr als 4% weniger Stimmen ein als noch vor 4 Jahren und - alles ist bestens! Weniger ist offenbar mehr - auch für Politiker, vor allem dann, wenn der poltische Gegener auch Federn gelassen hat. So war es auch gestern bei der SPD. Lang ist es her, dass die Sozialdemokraten mal eine Volkspartei stellten und NRW ein SPD regiertes Land mit vielen SPD dominierten Rathäusern war.
NRW hat gewählt - und alle Parteien sehen sich als Gewinner, verbreiten einen geradezu kranken Optimismus im Blick auf die Bundestagswahl oder auch die Landtagswahl in 2010. Mensch ihr Politiker: Seid doch mal Mensch! Redet doch mal Klartext, leckt die Wunden, so dass man euch versteht. Allein in unseren Bundesland gibt es mittlerweile mehr als 300 freie Wählergemeinschaften, viele von ihnen sitzen in einem Stadtrat. In meiner Heimatstadt sind dort allein 7 (!!!) Gruppen vertreten. Weniger ist halt mehr - weniger Prozentpunkte für die etablierten Parteien ist das mehr für kleine, neue, frische Parteien. Die haben bei dieser Kommunalwahl wirklichGrund zur Freude. Glückwunsch bei der Gelegenheit übrigens Daniel Zimmermann, dem neuen Bürgermeister von Monheim, gerademal 27 und Chef der Peto, einer Schülerpartei, die seit 10 Jahren überzeugende Politik macht, nix schönredet und auch dadurch überzeugt.
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