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Thomas Bug
Der Kranich will billiger fliegen. Die Lufthansa plant offenbar ein Projekt mit dem Arbeitstitel "Direct 4u". So soll die Billig-Airline am Ende nicht heißen, aber ihr Ziel ist klar: Kasse machen.
Momentan fliegt die Lufthansa auf den innereuropäischen Strecken herbe Verluste ein und überlegt viele Maßnahmen um Geld zu sparen. Leider auch bei den Mitarbeitern. Das Personal von Germanwings und Eurowings, beide Fluglinien gehören zur Lufthansa, würde laut einem Zeitungsbericht dann in einer neuen Fluggesellschaft zusammengefasst. Für Piloten, Crews und Bodenpersonal würde das wohl bedeuten, unter schlechteren Tarifbedingungen arbeiten zu müssen. Wir Kunden dagegen könnten uns freuen. Über billigere Flugreisen und günstigeren Urlaub. Ob billig dann auch gut heißt, werden wir sehen. Tausende Mitarbeiter werden vielleicht zu einer anderen Meinung kommen als tausende Kunden.
Und so liegt Freud' und Leid wieder eng beisammen. That's life.
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Es gibt einen neuen Vorstoß für ein altes Problem. Wie sagt man Menschen, dass sie nicht mehr Autofahren sollen oder dürfen. Weil sie eine Gefahr sind für sich und andere. Reden wir nicht drumrum: Es geht um alte Menschen, um Rentner.
Die sehen sich sofort ihrer Freiheit beraubt, und so ist das auch. Mir würde es auch gehörig stinken, wenn mir jemand das Autofahren verbieten will, nur weil ich ein gewisses Alter habe. Natürlich werden die Augen im Alter schlechter. Aber dafür gibt es Brillen. Natürlich hören die Ohren nicht mehr so gut. Aber dafür gibt es Technik. Und natürlich ist die Reaktionszeit langsamer. Für mich noch am ehesten der Grund, über Lappen nachzudenken. Aber auch das gleichen ältere Menschen aus durch ihre Erfahrung.
Was also sollen Angehörige oder Freunde tun, wenn sie merken, Papa, Opa, Oma kommen mit der Karre nicht mehr richtig klar? Wie oft haben wir bei den Eltern auf dem Beifahrersitz schon gedacht, oh weh... Und wie oft haben die das wohl gedacht, als wir jung waren? Statistisch gesehen sind es vor allem junge Menschen, die viel häufiger Unfälle bauen.
Ein neuer Vorstoß zum Thema kommt jetzt von einem Hamburger Politiker. Er will, dass Autofahrer alle 15 Jahre ärztlich auf ihre Fahrtauglichkeit untersucht werden. Ein Gesundheitstest und der, ganz wichtig, unabhängig vom Alter. So könnte es gehen.
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Der BVB hat es geschafft. Dortmund meistert die Bayern. Meister schlägt Rekordmeister mit 1:0. Tat das gut. Den BVB-Fans. Tat das weh. Den anderen. Unsere Kollegin Gaby ist den Bayern seit Jahren verfallen. Ein Hardcore-Fan. Und weil wir sie seit Tagen mit unseren Sprüchen nerven, kriegt sie heute hier diesen Blog geschenkt. Zur Bewältigung ihrer Gefühlslage. Gaby meint in Richtung BVB:
"Ihr habt nicht gewonnen. Wir haben verloren. Wir haben es selber verbaselt, was umso bitterer ist. Vielleicht waren wir in Gedanken schon eine Woche weiter, bei Real Madrid. Denn da spielt die Musik: in der Königsklasse.
Aber das könnt Ihr Dortmunder ja nicht wirklich nachvollziehen. Ihr rennt zwar seit zwei Jahren in der Liga alle wie ferngesteuert über den Haufen - aber international regelmäßig früh ins Aus.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Und auch die Schale habt Ihr noch keineswegs sicher! Ihr spielt jetzt noch auf Schalke und habt auch Gladbach vor der Brust. Und die sind mittlerweile genauso ausgeruht wie Ihr. Euer einziger Spielbetrieb ist halt die Bundesliga.
Wir mussten gestern gelbe Karten vermeiden. Das müssen Schalke und Gladbach aktuell ebenso wenig wie Ihr. Auch habt Ihr gerade keinen rekonvaleszenten Spielmacher, der gegen Real wieder auf den Punkt fit sein muss!
Also, Ihr da beim BVB: freut Euch nicht zu früh. Noch nicht mal in der Liga ist der Drops schon gelutscht. Macht`s Euch gemütlich auf Eurer Couch und guckt artig zu, wenn die ganz Großen gegeneinander spielen.
Und denkt dran: wir sehen uns schon sehr bald wieder. In Berlin. Auf neutralem Boden. Und dann heißt es für den Biene-Maja-Club: Hasta la vista Baby!"
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Die Zahnärzte in Deutschland sollen bald schärfer kontrolliert werden. Die gesetzlichen Krankenkassen wollen das für ihre Kunden übernehmen. Weil sie vermuten, dass viele Rechnungen zu hoch sind.
Etwa 54.000 Zahnärzte gibt es in Deutschland, und die dürfen ihre Leistungen nach der Gebührenordnung abrechnen und die gibt einen Spielraum vor. Die Kassen vermuten, dass die Damen und Herren Ärzte am Liebsten am oberen Limit abrechnen. Die Zahnärzte machen also nichts Anderes, als diesen Spielraum für sich zu nutzen.
Richtig? Falsch? Vielleicht denken wir mal eine Sekunde darüber nach. Was würde wohl jeder von uns machen, wenn er die Möglichkeit hätte, vollkommen legal mehr Geld zu verdienen...
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In eigener Sache:
Was im letzten Blog hier von den üblichen Verdächtigen geschrieben wurde, verstößt massiv gegen die Blogregeln. Wir mussten deshalb zahlreiche Kommentare löschen und den Blog auf "moderiert" umstellen. Die Redaktion freut sich, dass hier künftig respektvoll und in einem angemessenen Ton geschrieben wird und auch nur zu den Themen der Überschriften.
Thema heute: Brille
Google ist schlimm, Google ist toll. Ich bin da hin und her gerissen. Die Krake mit all ihren Daten-Armen macht mir Sorgen. Auf der anderen Seite bin ich beeindruckt, was die immer alles erfinden. Jetzt eine neue Brille. Mit der kann man sich im Alltag Karten anzeigen lassen, Fotos machen und telefonieren. Und sie könnte irgendwann das Smartphone ersetzen.
Klingt nach SciFi, ist aber vielleicht in 5 Jahren schon völlig normal. Wir hätten auch nie gedacht, dass sich das Netz so sehr in unser Leben integriert. Die neue Computerbrille ist da vielleicht einfach nur der nächste Schritt. Wenn es sie gibt, werde ich sie ausprobieren. Ich brauch' ja eh eine.
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Ostern ist im Eimer. Ostern ohne Eier ist kein Ostern. Aber genau das kommt auf mich zu. Der Nachweis sechsfach erhöhter Werte von dioxinähnlichem PCB in Bio-Eiern auf einem Hof in Ostwestfalen ist vielleicht noch kein ausgewachsener Skandal, aber ich ahne, dass es noch einer wird.
Bis dahin sind Eier für mich gestrichen. Ich habe sowieso nie geglaubt, dass Bio-Produkte die bessere Nahrung sind. Heute kriege ich den Beweis. Ob aus Schlamperei oder Absicht, das Zeug ist dort gelandet, wo es nicht landen darf. Und Bio kriegt die nächste Schramme. Mag sein, dass auch die herkömmlichen Lebensmittel mit irgendwelchem ungesunden Zeug belastet sind. Allerdings ist die komplette Einstellung der Nahrungsaufnahme ja auch keine Lösung auf die Dauer.
Meine bewusste Ernährung zahlt sich mal wieder aus. Ich esse bewusst nur Dosenfutter, Tiefkühlkost und Schokoeier. Von dem ganzen gesunden Biokram wird man Ende nur krank.
Frohes Fest.
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Da bin ich aber platt. Ein leiblicher Vater wird nicht automatisch als rechtlicher Vater anerkannt. Der Menschengerichtshof in Straßburg hat heute ein Urteil deutscher Richter bestätigt. Ein Recht darauf, sich in eine bestehende Familie einzuklagen, gibt es demnach nicht.
Bislang stand der Gerichtshof oft auf der Seite der leiblichen Väter, jetzt aber stellten die Richter klar, dass die leiblichen Väter nicht in jedem Fall einen Anspruch auf rechtliche Anerkennung der Vaterschaft haben.
Zwei Männer versuchten in Deutschland vergeblich, die rechtliche Vaterschaft der neuen Partner der Mütter anzufechten. Einem 40-Jährigen aus Willich wurde auch die amtliche Feststellung der biologischen Vaterschaft durch einen Gentest verweigert. Die Kläger zogen bis vor das Bundesverfassungsgericht, das ihre Beschwerden aber nicht zur Prüfung annahm.
Die deutsche Justiz wies die Anträge mit dem Argument ab, es gebe eine dauerhaft sozial-familiäre Beziehung zwischen den Kindern und ihren rechtlichen Vätern. Diesem Argument hat sich der Straßburger Gerichtshof angeschlossen. Es habe niemals eine enge persönliche Beziehung zu den Kindern bestanden, heißt es in dem Urteil. Der bestehende Familienverband habe Vorrang.
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Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag. Der Tag ist den Menschen mit Trisomie 21 gewidmet. Der 21.3. erinnert mit seinem Datum daran, dass bei ihnen das 21. Chromosom 3-fach vorhanden ist.
Es ist ein Tag, an dem sich die verschiedensten Gefühle dazu breit machen. Mein Kollege Michael hat eine kleine Tochter. Und als ich ihn gefragt habe, was er heute an diesem Tag empfindet, und ob er dieses Gefühl weitergeben mag, schrieb Michael das hier:
"Unsere Tochter heißt Paula, sie ist 21 Monate alt, sie hat das Down-Syndrom. Wir wussten das vor der Geburt - und wir wollten sie trotzdem. Abtreiben kam für mich und meine Frau nicht in Frage. Damit gehören wir zu einer extremen Minderheit. Rund 95 Prozent aller Kinder mit Down-Syndrom werden abgetrieben, wenn die Eltern die Diagnose vor der Geburt erfahren. Und der neue Bluttest macht die Diagnose vor der Geburt noch einfacher.
Ich kann und will niemandem seine persönliche Entscheidung abnehmen - aber es macht mich traurig. Denn es wird dann vielleicht bald gar keine Menschen mit Down-Syndrom mehr geben. Ich schaue meine Tochter an und denke: Unser Leben und die Welt wären ärmer, wenn es sie und ihresgleichen nicht gäbe. Hätten wir damals entschieden, sie abzutreiben und im Abfallcontainer einer Klinik enden zu lassen, könnte ich mir das niemals verzeihen."
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Joachim Gauck ist ab heute der Boss im Schloss. Sein erster Arbeitstag als Bundespräsident begann um 11 Uhr. Coole Arbeitszeit. Nach der symbolischen Schlüsselübergabe draußen vor dem Bellevue, musste er sich dann drinnen erst einmal zurechtfinden.
Wir kennen das alle. Neuer Job, viele Fragen. Wo geht's zum Klo? Wie fahre ich den Rechner hoch? Ach ja, das Passwort? Wie komme ich zur Kantine? Drucker-Papier ist alle, wo gibt's neues? In welchem Raum steht der Kopierer? Wie heißen die Kollegen? Wie lautet meine neue E-Mail-Adresse?
Gauck muss noch ganz andere Herausforderungen meistern. Im Auto hinten rechts einsteigen. Vor allem das richtige Auto finden - das mit der 01 auf dem Nummernschild. Ein Leben ohne freie Sicht, weil immer Bodyguards vor einem rumstehen. Reisen planen rund um die Welt und ständig Koffer packen. Dabei nie wissen, Badehose oder Schal?
Gauck wird auch das hinkriegen. Weil er für alles die richtigen Worte findet. Ich finde diesen Mann einfach toll.
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Nachdem die Sendung heute komplett in weiblicher Hand ist, gibt es nur eine kleine Insel, auf der wir Männer uns Zuhause fühlen können. Hier.
Alle meine Themen haben die Damen heute nicht die Bohne interessiert. Das 7:1 von Barcelona gegen Leverkusen, die neueste Technik der CeBit, die tollen SUVs auf dem Genfer Autosalon. Weltfrauentag, Sie verstehen. Liebe Männer, das hier ist heute unser Blog. Schreibt alles rein, was die Frauen nicht hören wollen. Morgen dürfen die Frauen dann wieder mitmachen.
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Dieser dreiste Mann. Jetzt will er auch noch ein Büro mit Personal und einen Dienstwagen mit Chauffeur. Damit er nach seiner verhunzten Amtszeit weiter als Ex-Bundespräsident unser Land repräsentieren kann.
Das hat er als Bundespräsident nicht und er wird es erst recht nichts als Ex-Bundespräsident. Ist das bitter. Wer bucht denn so einen für irgendwelche Auftritte? Was soll der denn überhaupt repräsentieren? Dieser Kerl hat schon lange das Gefühl für Recht, Unrecht, Anstand und Symbolik verloren. Ein Schnorrer gibt noch mal alles. Und nimmt sich alles. Mag sein, dass ihm der ganze Stab zusteht. Er verspielt mit der Annahme aber auch noch die allerletzte Möglichkeit, sein ramponiertes Image aufzubessern.
Wenn einer so viele Ausfahrten verpasst, darf er sich nicht wundern, wenn er mit Karacho vor der Wand endet.
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Also doch. Sie stehen da, wo viel verdient wird. Sie verhindern aber keine Unfälle. Und sie sind im jetzigen Modell ineffizient. Das ist ja mal deutlich.
In der neuen Studie eines Verkehrspsychologen heißt es: Fahrer, die kaum Unfälle bauen, werden öfter bestraft als Fahrer, die riskant unterwegs sind. Der Mann sollte es wissen. Er ist Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Niedergelassener Verkehrspsychologen und gilt als kompetent. Er hat für seine Studie Daten aus dem Jahr 2008 verglichen. Und sagt, die Polizei sei übereifrig beim Blitzen. Das sei kein angemessener Umgang mit den Autofahrern.
Aua. Das trifft auch unseren Innenminister Ralf Jäger. Der hatte gerade noch die 24 Stunden Blitzaktion in NRW als vollen Erfolg gelobt. Heute erfahren wir nun, dass Radarfallen das Unfallrisiko nicht reduzieren. Wer also die reine Geldmacherei vermutet, wird sich durch die Ergebnisse der Studie bestätigt sehen. Das macht einen doch langsam rasend.
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So ein Unfug. Fasten. Mach' ich nicht mit. Bis Ostern keine Schokolade, dann aber auf einmal zwei Kilo davon rein. Das kann auch nicht gesund sein.
Ich kenne natürlich den religiösen Hintergrund. Und ich weiß, dass es für den Körper gut sein soll. Für den Geist auch. Aber nicht für meinen. Und auch nicht für meinen Körper. Der braucht Currywurst, Döner und Bier. Immer. Ich esse das seit Jahren, und es ist doch sicher lebensgefährlich, das alles so plötzlich abzusetzen. Der kalte Entzug würde mich völlig fertig machen. Und mal ehrlich, wollen Sie so einen im Fernsehen sehen? Sehen Sie.
Allen Andersdenkenden wünsche ich viel Spaß beim Fasten. Ich trinke heute Abend ein Bier für Euch mit.
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Sie kassieren Milliarden an Überschüssen, aber die meisten geben davon nichts an ihre Mitglieder zurück. Das Verhalten der deutschen Krankenkassen nervt unseren Bundesgesundheitsminister.
Daniel Bahr will, dass sich das ändert. Viel zu wenige Kassen würden die gesetzliche Möglichkeit nutzen, bei hohen Überschüssen Prämien an ihre Mitglieder auszuzahlen. Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung haben die Versicherungen und der Gesundheitsfonds derzeit einen Betrag von 16 Milliarden Euro übrig. Die gesetzlich vorgeschriebene Reserve beträgt aber nur 3 Milliarden. Das Restgeld sähe der Minister also lieber bei den Versicherten. Aber nur eine handvoll Kassen zahlt ihnen eine Prämie.
Das ist mal wieder typisch. Wenn es für die Kassen schlecht läuft, müssen wir Versicherten zuzahlen, läuft es gut, kriegen wir nichts raus. Die sitzen auf ihrem Geldhaufen und labern was von " nächstes Jahr brauchen wir das Geld vielleicht". Es ist deprimierend, diesem System machtlos gegenüber zu stehen. Scheint so, als wäre mit der Gesundheit doch noch genug Geld zu verdienen. Das macht einen fast krank. Vor Ärger.
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Lange Unterhosen sind super. Man muss einfach nur Skiwäsche zu ihnen sagen. Dann friert man nicht und ist in diesen Tagen draußen auch richtig equipt.
Also als Mann, ne. Kein Mann käme doch im Winterurlaub auf die Idee, ohne lange Schlüpper auf die Piste zu gehen. Oder spazieren. Warum dann nicht jetzt, wenn man in die Kälte muss? Was man drunter trägt, sieht doch eh keiner. Falls doch, dann hat einen die Dame ja wohl auch schon ganz ohne Unterhose gesehen. Gut, blöd wird's für den, der in diesen Tagen sein erstes Date hat. Da würde ich für den Ernstfall doch eher die kurze rauslegen.
Frauen sind auch hier mal wieder wesentlich komplizierter als wir Männer. Die haben immer Angst vor dicken Beinen. Eine dicke Erkältung nehmen sie dafür in Kauf. Versteh' mal einer die Frauen. Strumpfhosen mögen sie auch nicht. Machen ja auch nicht gerade sexy. Jedenfalls nicht die Fleischfarbenen. Also lieber frieren sie für die Schönheit. Kämen wir Männer nie drauf. Wir sind eher praktisch veranlagt. Und deshalb gilt:
Lange Unterhosen sind super. Man muss nur Skiwäsche zu ihnen sagen.
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Die Bahn kommt. Und darauf ein Lob. Letzten Winter gab es fast täglich Meldungen über ausgefallene Züge, ausgefallene Heizungen, ausgefallene Weichen. Und in diesem Winter? Nahezu nichts.
Und das fällt auf. Wir haben arktische Temperaturen, aber die Bahn kommt. Vielleicht nicht immer pünktlich, aber wenn sie kommt, dann warm. Mag sein, dass es daran liegt, dass die Kälte sehr trocken ist und die Bahn deshalb weniger Probleme hat. Aber weil ich oft genug über das Unternehmen gemeckert habe, will ich es heute mal gut finden. Auch bei meiner letzten Zugfahrt in die Berge ging alles glatt. Da war es auch schweinekalt, aber die Bahn kam. Vielleicht hat sie ja aus dem letzten verheerenden Winter wirklich was gelernt. Die Züge fit gemacht und das Personal ebenso. Denn auch den Super-Spruch "Sänk yu for trävelling wis Deutsche Bahn" haben sie ersetzt. Jetzt heißt es in feinstem British: "Thank you for choosing Deutsche Bahn today".
Bitteschön. In diesem Winter gerne.
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Lieber Rudi Assauer,
als ich heute von Ihrer Erkrankung gelesen habe, hat mich das tief berührt. Auch in meiner Familie haben wir uns um einen dementen Menschen gekümmert. Ich weiß, was das für die Angehörigen bedeutet. Aber ich weiß vor allem, was das für die Patienten heißt. Ein Kampf gegen das Vergessen. Es tut mir leid, dass Sie mit dieser Diagnose leben müssen.
Dass Sie den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben, dafür haben Sie meinen vollen Respekt. Ich glaube, Sie helfen damit ein Stückchen, die Krankheit aus der Tabuzone zu holen. Denn das ist wichtig. Damit immer weniger Menschen blöde Alzheimer-Witze machen und sich viel mehr Menschen für die Diagnose interessieren. Denn das Wissen um den Verlauf und die Bedeutung der Krankheit ist immens wichtig.
Ich wünsche Ihnen Kraft.
Herzlich
Thomas Bug
Hallo Blog-Gemeinde,
ich habe mir gerade die Erlaubnis vom Bug geholt und will nur ganz kurz auf ein paar Hinweise reagieren, die mir dann doch keine Ruhe gelassen haben.
Zuerst zu "Der 2,435,911,060. Mensch auf der Erde am 1.02.12 14:11". Der "Tonfall" Ihres Eintrages mag eigen sein, aber den Hinweis auf einen Fehler nehmen wir doch sehr ernst! Die Redaktion hatte das übrigens gestern bereits bemerkt...So wie ich das vorhin verstanden habe, soll es sich bei der höheren Zahl um Demenz-Erkrankungen handeln, und bei der niedrigen nur um die Alzheimer-Fälle.
Zu den Kommentaren, dass wir nur berichten würden, weil es mit Rudi Assauer einen "Promi" getroffen habe, gäbe es sehr viel zu sagen... Ich belasse es mal mit dem Verweis auf unzählige Beiträge in der Aktuellen Stunde, in denen wir immer wieder von, mit und über Menschen berichten, die überhaupt nicht prominent sind, von denen man aber einiges lernen kann: Von ihrer Stärke, ihrem Mut, ihrem Umgang mit schweren Krankheiten oder Schicksalschlägen. Die blinde Ärztin, die auch hier im Blog genannt wurde, ist nur ein Beispiel aus der eben vergangenen Woche. Gerade beim Thema Alzheimer aber ist mir heute noch ein unglaublich ergreifendes Beispiel eingefallen, dass man übrigens auch noch im Netz sehen kann. Im vergangenen Sommer haben wir über einen Mann berichtet, dessen Ehefrau in recht jungen Jahren an Alzheimer erkrankt ist - und der sich absolut wundervoll um sie kümmert. Er schreibt sogar einen Blog im Netz, um anderen Mut zu machen. Hier der Link:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/06/10/aktuelle-stunde-alzheimer.xml
Wer immer noch meint, wir würden nur berichten, weil Assauer prominent ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
Allen anderen DANKE für bemerkenswerte Einträge:-)
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Ich fand sie mal putzig. Mittlerweile geht sie mir ordentlich auf den Senkel. Alice Schwarzer. Sie hat viel getan für die Frauenbewegung. Akzeptiert. Das neuste hysterische Gemaule aus dem Lady-Turm in Köln aber ärgert mich.
Weil die rot-grüne Landesregierung ihr die Mittel für ihren Turm streicht, geht sie auf die Barrikaden. Sieben Briefe hat sie in den letzten Monaten an Hannelore Kraft geschrieben. Ohne Erfolg. Jetzt wählt sie die Öffentlichkeit. Die Emma-Herausgeberin will nicht akzeptieren, dass das Land die Förderung für den Kölner FrauenMediaTurm kürzt.
1994 hat Schwarzer das Archiv und Dokumentationszentrum eröffnet und auch, sehr clever, gleichzeitig die Emma-Redaktion dort untergebracht. In einem wunderschönen, mittelalterlichen Turm am Rheinufer in Köln. Das Geld dafür kommt von einer Stiftung und Alice Schwarzer ist deren Chefin. Jetzt also die Kürzung von 210.000 Euro auf 70.000. Weil das Land zum Beispiel lieber Frauenhäusern helfen will.
Richtig so! Keine weiteren Steuergelder für diesen Frauenzirkus. Zumal Alice Schwarzer in der Vergangenheit immer wieder Interessierte verärgert hat. In das Archiv kam man nur rein nach einer Voranmeldung, gegen eine Gebühr und dann auch noch zu stark reglementierten Öffnungszeiten. Und das war alles nur dem reduzierten Geld geschuldet?
Weil das hier ein Mann schreibt, ist diese Haltung natürlich wieder typisch, ne. Mal sehen, wie weit wir mit der Gleichberechtigung so sind. Ich bin gespannt auf die Kommentare. Feuer frei.
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Letzte Woche haben wir in der Aktuellen Stunde über die Razzia im Fleischbetrieb Vion berichtet. Die Staatsanwaltschaft hatte den Betrieb in Hilden durchsucht. Verdacht: Etikettenschwindel.
Ausländisches Rindfleisch soll als Deutsches weiterverkauft worden sein. Noch laufen die Untersuchungen, doch bei uns melden sich seitdem Menschen, die dort gearbeitet haben und von ihren Erfahrungen berichten wollen. Vor allem auch darüber, was die Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie insgesamt betrifft. Die sind nämlich offenbar ziemlich mies. Bezahlt wird ähnlich mies. Deutschland ist in der Fleischbranche ein Niedriglohnland, die Bedingungen besonders hart. Und warum? Weil wir Käufer unser Fleisch so billig wie möglich haben wollen. So entwickelt sich die Kette zurück. Vom Verbraucher, über den Hersteller, bis hin zum Arbeiter in der Fleischindustrie. Wenn man sieht, wie wenig Geld es für deren schwere Arbeit gibt, ist das natürlich eine Sauerei. Die wir leider nicht sehen, wenn wir das Schnitzel in uns reinschieben.
Ich esse es trotzdem weiter mit Genuss. Lieber weniger oft, aber dafür vom Biohof.
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Ein Zwölftel des Jahres ist fast schon wieder vorbei. Zeit für eine erste Bilanz. Wie sieht's aus mit den guten Vorsätzen? Aha. Hab' ich mir gedacht.
Alle dahin. Kein Wunder, hat noch nie funktioniert. Warum also ausgerechnet 2012? Ein Grund könnte sein, dass es die letzte Möglichkeit ist, gute Vorsätze umzusetzen. Am 21. Dezember geht ja leider die Welt unter. Für Viele ist das dann doch eher der Grund, erst recht einen darauf zu trinken. Oder eine zu rauchen. Und das mit dem Sport lohnt sich auch nicht mehr.
Ich nehme mir seit Jahren immer wieder vor, mir nichts vorzunehmen. Klappt auch nie.
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Heidi Klum und Seal lassen sich scheiden. Das Top-Model und der Top-Sänger. Im Bergischen Land hängen deshalb die Fahnen auf Halbmast. Und die Karnevalsvereine in Bergisch Gladbach und Köln müssen sich auf einen neuen Clown an Heidis Seite einstellen.
Ich konnte dieses Super-Duper-Granaten-Paar noch nie ernst nehmen. Mir war das immer eine Umdrehung zu viel. Zu viel Gegrinse. Zu viel Glück. Zu viel Show. Jeden Tag scheitern Ehen oder Beziehungen, jetzt also trifft es zwei Super-Promis. Sie werden ihre Gründe haben und wenigstens die sollten sie für sich behalten. Jeder kämpft mit dem Abschied. Das Tragische bei den Beiden ist, dass sie sich nun genauso öffentlich trennen müssen, wie sie sich geliebt haben. Das ist bitter, aber selbst gewählt. Wer sein Glück so zur Schau stellt, muss auch damit klarkommen, dass alle beim Umglück dabei sein wollen.
Das ist nun mal die Quittung für zu viele übertriebene, gemeinsame Auftritte. Liebe hin oder her.
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Großkampftag in den Citys von Nordhrein-Westfalen. Letzter Samstag vor Heiligabend. Die Massen schieben sich durch die Innenstädte.
Mir egal. Ich hab' schon alles. Amazon, es lebe hoch, hoch, hoch. Und selber? Ich wünsche gute Nerven und ein frohes Fest. Auf Wiedersehen 2012.
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Ich bin ratlos und weiß nicht so recht wohin damit. Wir haben heute einen furchtbaren Beitrag in der Sendung. In Schmallenberg wurde ein Säugling vom Familien-Hund totgebissen. Ein zweieinhalb Wochen altes Baby.
Was für eine Tragödie. Der Husky-Mischling hatte sich gestern in den Kopf des Mädchens verbissen, es starb am Abend an seinen schweren Verletzungen. Ich sage es vorweg, ich habe dazu keine eindeutige Meinung. Ich könnte auf die Köter dieser Welt schimpfen oder auf unvorsichtige Eltern. Der Vorfall aber ist zu schlimm, als dass man jetzt auch noch der Familie einen Vorwurf machen sollte, sie hätte den Hund nicht in die Nähe des Kindes lassen dürfen. Trotzdem frage ich mich, ob hier nicht generell mehr Gedanken hingehören. Ob es nicht klüger ist, Hunde ohne Kompromisse von Kleinkindern fernzuhalten. Denn offenbar ist auch der noch so liebe Retriever eine Gefahr. Jeder noch so goldige Hund wird ein neues Kind in der Familie als Eindringling sehen. Der Hund bleibt ein Tier, und Tiere unberechenbar. Auch wenn die Hundehalter das anders bewerten.
Ich bitte also heute wirklich um entsprechend sensible Einträge.
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Es ist wohl erst der Anfang. Von einem Skandal kann noch keiner sprechen, aber sicher von einem echten Problem. Bundespräsident Wulff muss sich für einen dubiosen Kredit rechtfertigen. Mal sehen, was da noch so alles kommt.
Er selbst verteidigt sich. Alles sei korrekt gelaufen. Im letzten Jahr hat Wulff sich, damals noch als Ministerpräsident, eine halbe Million Euro für einen Hauskauf geliehen. An sich nichts Schlimmes, machen Menschen jeden Tag. Dass sich ein Ministerpräsident aber das Geld privat von einem befreundeten Unternehmer-Ehepaar leiht, hat einen faden Beigeschmack. Natürlich für einen günstigeren Zinssatz als bei einer Bank. Nennen wir es erst mal ungeschickt, denn in der Sache mag ja alles korrekt gelaufen sein. Auch auf eine Anfrage der Grünen mitzuteilen, dass er keine Geschäftsbeziehung zu dem Unternehmer hatte, war richtig. Die Frage zielte ja nur auf den Unternehmer. Wulff hat nein gesagt, denn die Geschäftsbeziehung hatte er zur Frau des Unternehmers. Aber niemand ist gezwungen eine nicht gestellte Frage zu beantworten.
Moralisch gesehen ist das natürlich anders. Er hätte das sagen müssen. Hat er aber nicht und damit mal wieder das berühmte Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Ich bin sehr gespannt, wie die Sache sich entwickelt. Mein Gefühl sagt mit, er kriegt dafür noch richtig die Quittung.
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Endlich geht's wieder los. Mooonate hab' ich auf diesen Tag gewartet. Bis wieder das kitschige Gebimsel in den Holzbuden hängt, gut gelaunte, esoterische Verkäufer ihre Woll-Hausschlappen verticken und ich wässrigen Glühwein trinken darf.
Dazu plärrende Kinder zwischen blinkenden Karussells, kalte Waffeln, die nach nichts schmecken, Menschenmassen, die sich durch viel zu enge Gassen schieben und dann der unsägliche Jingle-Bells-Oh-Tannenbaum-Ave-Maria-Terror aus allen Boxen. Stille Nacht! Das ist meins. Deshalb gehe ich auch in diesem Jahr nicht auf einen Weihnachtsmarkt.
Frohes Fest.
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Ich mag keine Spinnen. Sie gehen mir auf die Nerven, weil ich sie immer aus der Wohnung entsorgen muss, wenn eine an der Wand sitzt. Frauen sind so. Sie steigen dann auf einen Stuhl und kommen erst wieder runter, wenn diese fiese, mörderische Bestie erledigt ist. Ich gebe zu, mir sind Wellensittiche als Haustier auch lieber, aber vom hysterischen Anfall bin ich dann doch weit entfernt.
Diese Eigenschaft bringen auch Wissenschaftler der Uni Hannover mit. Echte Helden. Erst recht, weil sie rausgefunden haben, wie nützlich Spinnenseide ist. Sie hilft beim Züchten künstlicher Haut und könnte damit chronische Wunden und Verbrennungen heilen. Das ist das Ergebnis einer Doktorarbeit, die jetzt veröffentlicht wurde. Spinnenseide ist sehr stark, dehnbar und wird vom menschlichen Körper toleriert, heißt es darin. Es lassen sich sogar Nerven damit reparieren.
Das wusste ich natürlich schon, weil ich Spiderman 1 bis 3 gesehen habe. Aber, dass Spinnen vielleicht irgendwann jeden von uns heilen können, ist natürlich neu. Womöglich sehen wir das kleine Tier bald auch deshalb etwas gelassener. Ich gebe das beim nächstem Mal so weiter, nach oben auf den Stuhl. Dass da nur was krabbelt, was uns heilt.
Ob's wirklich hilft?
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Heute Abend wieder der Fußball-Klassiker: Deutschland gegen die Niederlande. Was gab es da nicht alles für legendäre Momente. Das WM-Finale '74, die Lama-Attacke 1990 gegen Rudi Völler oder die vielen anderen packenden Begegnungen zwischen den beiden besten Mannschaften der Welt.
Es gibt eine lange Geschichte. Auf dem Platz und natürlich auch außerhalb des Stadions. Bis heute ist man sich bei manchen Themen nicht so richtig grün. Schmecken Frikandel besser als Currywurst? Sind gelbe Nummernschilder schöner als weiße? Ist ein Wohnwagen cooler als der Sportwagen aus Stuttgart?
Deutschland gegen die Niederlande. Auf zur nächsten spannenden Partie. Auch gerne hier im Blog.
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Ich liebe halbe Hähnchen. Schön braungebrannt vom Grill. Mit lecker Pommes ein Gedicht. Heute ist mir allerdings ordentlich der Appetit vergangen. Eine neue Studie sorgt für Wirbel. Sie ist noch unveröffentlicht, aber das, was durchgesickert ist, klingt nicht gut.
Es geht um Antibiotika im Hähnchenfleisch. Deutsche Hähnchen-Mastbetriebe setzen demnach viel mehr Antibiotika ein als bisher bekannt. 83 Prozent der Tiere enthalten offenbar Antibiotika. Nicht nur, damit sie gesund bleiben, sonder auch damit sie schneller wachsen.
Das an sich ist schon schlimm. Auch, dass wir immer weniger unserem Essen vertrauen können. Dass es zwar die Bio-Alternative gibt, die sich aber nicht jeder leisten kann. Der Gipfel ist für mich aber heute das Verhalten des nordrhein-westfälischen Verbraucherschutzministeriums zur Sache. Es verantwortet die Studie, will sie aber erst Ende November veröffentlichen, zögert mit Einzelheiten oder gar Maßnahmen. So lange futtern wir also weiter belastetes Fleisch. Ist das nicht eine Art vorsätzliche Körperverletzung? Die haben doch ihren Auftrag schon im Namen stehen: Verbraucherschutz!
Für mich hat das einen ziemlich faden Beigeschmack.
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Ich hab' sie gefressen, die Banken. Nach der neuesten Geschichte erst recht. Die Commerzbank soll einer 91-Jahre alten Dame eine für sie abenteurliche Anlage empfohlen haben.
Die Dortmunderin verklagt die Commerzbank jetzt wegen Falschberatung. Sie fühlt sich betrogen. 40.000 Euro hat Irmgard Greiner in einen Schiffsfond investiert, den ihre Hausbank, die damalige Dresdner, heute Commerzbank, ihr empfohlen hatte. Was die 91-Jährige nicht wusste: an ihre Ersparnisse kommt sie bis 2027 wohl nicht mehr ran. So lange ist das Geld fest angelegt. Frau Greiner müsste also 118 werden, bis ihr das Geld ausgezahlt wird.
Wieder ein Beispiel für das brutale Geschäft mit dem Geld. Banker waren für mich schon immer profitgeile, skrupellose Menschen. Wo bleibt Euer Anstand? In diesem Fall mal wieder auf der Strecke.
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Mit der Nachricht war zu rechnen, trotzdem macht sie einen traurig. Wie die Meisten Menschen, habe ich ihn nie persönlich kennengelernt. Und doch war er mir irgendwie vertraut. Denn was er sich ausgedacht hat, hat unser Leben verändert. Auch meins.
Wir ziehen so selbstverständlich Musik auf unsere iPodsPadsPhones, dass ich gar nicht mehr weiß, wo ich eine CD kaufen soll. Wir wischen über unsere Geräte, laden Apps, mit denen wir unser Leben organisieren. Und tun wir das nicht mit seinen iGeräten, machen wir's über die der Konkurrenz. Die sich vieles abgeschaut hat.
Ich ahne, dass die bekannten Miesepampel wieder meckern. Dass wir einem Datenschlucker heute den Blog widmen, es offenbar nichts Wichtigeres gibt, als über teuren, unnötigen Technikkram zu sprechen. Mir geht's um den Mann dahinter. Den mit den Visionen. Den Vordenker. Der die Gabe hatte, sich Gedanken über das Leben von Morgen zu machen. Und - ja - damit auch viel Geld verdient hat.
Ich habe Respekt vor dieser Lebensleistung.
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Ich mag keine Butterbrote. Erst recht nicht mit Käse. Ende der Diskussion. Oder der Anfang?
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Die Hoffnung ist das Ja, und auch wenn es ein Nein wird, haben wir alle uns wenigstens einmal im Leben damit beschäftigen müssen. Damit, was nach dem Tod mit unseren Organen passiert.
Weil vielen Patienten viel zu wenigen Organsspendern gegenüberstehen, will das Bundesgesundheitsministerium eine neue gesetzliche Regelung. Alle über 16 sollen einmal im Leben konkret danach gefragt werden. Die Krankenkassen sollen das übernehmen und ihre Versicherten damit konfrontieren.
Es bleibt eine höchst persönliche Entscheidung, und jede Antwort ist zu akzeptieren. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich am Ende viel mehr Menschen dafür entscheiden, Organspender zu werden. Einfach nur, weil man sie direkt angesprochen hat. So habe ich das letztes Jahr erlebt, bei unserer Organspende-Aktion "Ich hab's gemacht".
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Jungs lieben Piraten. Mein Patenkind ist ganz verrückt nach ihnen, und auch ich bin ein Fan von Jack Sparrow. Der neuste Piratenfilm heißt "Fluch der Politik". Die Piraten haben die Hauptstadt erobert, die FDP versenkt und auch die anderen nass gemacht. Mit der einfachsten Waffe: dem Netz.
Sie sind jung, sie sind cool und sie haben die Schnauze voll von den etablierten Parteien. Die Piraten haben ein Programm, das für manche natürlich putzig klingt. Drogen legalisieren, kostenlos mit der S-Bahn fahren. Na und? Sie sind eben anders, authentisch, modern. Und sie wollen Transparenz in der Politik. Das finde ich gut. In ihren modernen Ideen finde ich mich eher wieder, als in den verknöcherten, altmodischen, behäbigen Parteien. Schön zu sehen, dass in den beschlipsten TV-Runden auch mal einer ein T-Shirt unter dem Jacket trägt und untenrum Chucks.
Es wird jetzt darauf ankommen, inhaltlich das Ruder fester in die Hand zu nehmen und hier und da einen neuen Kurs vorzuschlagen. Piraten kämpfen eben auch manchmal für das Gute. Und vielleicht sind sie einfach nur dazu da, damit die viel zu brav und satt gewordenen mal ihren Kahn überholen.
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Ein Beben der Stärke 4,4 hat gestern Abend die Menschen am Niederrhein durchgeschüttelt. In einem Radius von 200 Kilometern waren die Erdstöße zu spüren. Verletzte gab es nicht, auch keine Schäden und keine Einsätze der Feuerwehr. Erschrocken haben sich dennoch viele.
Ist aber auch wirklich kein Vergnügen, wenn die Wände wackeln. Ich habe mal mitten in der Nacht ein Erdbeben in den Alpen erlebt. Die Gläser fielen aus dem Schrank, und mein Bett hat gewackelt. Da war ich schon beeindruckt. Aber das war's auch schon. Die Panikmacher und Überängstlichen gehen mir eher auf die Nerven.
Mir sind heute also diejenigen näher, die den Ball flach halten. In Zeiten von wirklich verheerenden Beben wie in Japan oder Haiti, ist das von gestern bei uns Pipifax. Es war einen Moment lang unangenhem, ja. Aber mehr auch nicht.
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Geld regiert die Welt. Erst recht die Welt der Ärzte. Kassenpatienten müssen oft Monate auf einen Termin beim Facharzt warten. Privatpatienten dürfen dagegen schon nach wenigen Tag ihr Geld zum Arzt bringen und verstopfen so die Terminkalender. Kein Wunder. Die abzurechnenden Privattarife sind ja für den Onkel Doktor auch viel lukrativer. Die gesetzlich Krankenversicherten bleiben die Dummen in der Warteschleife. So geht's nicht, sagt ausgerechnet ein FDP-Politiker. Nicht irgendeiner. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Er will eine gesetzliche Regelung der Wartezeiten. Jeder müsse zeitnah einen Termin beim Doc kriegen. Müssen Patienten monatelang auf die Behandlung warten, sollen die Kassen die Gesamtvergütung der Vertragsärzte kürzen dürfen. Kann da, außer einem Arzt, irgendjemand was dagegen haben?
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Schrittgeschwindigkeit? Alle rasen. Keiner fährt die vorgeschriebenen 7 km/h in der Spielstraße. Natürlich wissen wir alle, dass das falsch ist. Genau wie Alkohol am Steuer. Und trotzdem denken wir, ach, das eine Bier. Ach, die paar Stundenkilometer schneller. Bis es knallt. So wie vor einer Woche in Willich. Ein 3-jähriges Mädchen kommt dabei um. In einer Spielstraße. Es sind die Momente, in denen einen das schlechte Gewissen einholt. Und wir uns bessern wollen. Ja, ich fahre ab jetzt langsamer. Nein, ich trinke kein Bier mehr. Bis der gute Vorsatz wieder verschwindet. Der Mensch ist irgendwie komisch drauf. Ja, ich auch.
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Geld für Luft? Jetzt geht's ja wohl los. Die ersten Tankstellen verlangen für das Aufpumpen der Reifen 1 Euro. Fünf Minuten hat man dann Zeit, die Reifen zu füllen. Das ist der Gipfel der Frechheit.
Die Tankstellen zocken uns ab, wo sie können. Mit den Benzinpreisen, beim Pullern auf der Raststätte (70 Cent), beim Tanken auf der Autobahn (10 Cent mehr/Liter) und jetzt auch noch bei der Luft für die Reifen. Der ADAC fragt empört: Was kommt als nächstes? Eine Parkgebühr für die Standzeit an der Zapfsäule?
An 200 der 14.700 deutschen Stationen müssen Autofahrer bereits für die Reifendruckprüfung zahlen. Und der Marktführer bei Luftdruck-Prüfanlagen mit Bezahlfunktion hat noch viel mehr Aufträge vorliegen. Auch wenn Wartung und Strom Geld kosten, ist das ein Service, den ich von meiner Tanke weiter kostenlos erwarte. Und für mich steht fest, dass ich niemals an einer Tanke auch nur einen Cent für Luft ausgeben werde.
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Überraschung im Fall Strauss-Kahn. Er ist wieder auf freiem Fuß. Die New Yorker Staatsanwälte machen einen Rückzieher beim ehemals mächtigsten Finanzmanager der Welt. Einen Monat nach den schlimmern Vorwürfen gegen ihn, gibt es jetzt massivste Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers, dem Zimmermädchen des Hotels. Die Frau hatte Strauss-Kahn beschuldigt, sie zum Sex gezwungen zu haben. Der hat die Wende in dem Fall gestern Abend groß mit seiner Ehefrau gefeiert.
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Bug: Warum bleibt eine Frau bei einem Mann, der sie betrogen hat? Also: Ich finde es toll, dass eine Frau in der Lage ist zu verzeihen. Vielleicht gibt es für sie Wichtigeres in deren Verbindung. Vielleicht leben sie grundsätzlich eine offene Beziehung und haben etwas, das sie über Sex hinaus viel stärker verbindet. Wenn das die Basis ihrer Beziehung ist, dann sind sie weiter als viele andere.
Wieseler: Warum bleibt eine Frau, bei einem Mann, der sie mehrfach betrogen hat und so, dass es auch wirklich alle Welt weiß? Also: Ich weiß es nicht. Ich wäre weg. Und zwar ganz schnell. Vergewaltigungs-Versuch hin oder her. Wer braucht einen Mann, der mal zwischendurch mit einem Zimmermädchen ins Bett geht. So toll kann kein Mann sein.
Bug: Wir werden uns nicht einig.
Wieseler: Nein, werden wir uns nicht.
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Vollbremsung vom Bundesfinanzminister. Wolfgang Schäuble sagt, es gebe keinen großen Spielraum für Steuersenkungen. Was also soll der ganze Zirkus wieder? Mit Vollgas in den Rückwärtsgang hatten wir zu dem Thema bereits.
Neue Woche, neue Meldungen. Nach der vollmundigen Ansage meiner Äh-nein-lieber-doch-nicht-Partei, rumort es wieder in der Koalition. FDP-Ross Rösler will 10 Milliarden an uns Bürger verteilen, Schäuble zuerst den Haushalt konsolidieren. Wir wissen ja, was am Ende hinten raus kommt, beim verdauen solcher Nachrichten. Heiße Luft.
Für eine Diätenerhöhung bei den Abgeordneten ist Geld da, und für Griechenland auch. Die SPD sagt, Steuergeschenke auf Pump machen wir nicht mit. Warum eigentlich nicht? Wenn unsere Regierung für Griechenland tief in nicht vorhandene Kassen greifen kann, warum tut sie es dann nicht auch mal für seine Bürger?
Selbst lächerlich wirkende 20 Euro mehr im Monat wäre Geld, das man gerne nimmt. Also Freunde, her damit.
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Der Capitano ist raus. Das wird mein kürzester Blog. Denn ich stehe voll und ganz hinter der Entscheidung des Bundestrainers. Und Sie?
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Es ist ein Versuch. Und er kommt gut an. Das ist die erste Bilanz nach bald einem Monat Standspur-Mitbenutzung im Kölner Norden auf der A57. In den Hauptzeiten wird per Kameraüberwachung entschieden, die dritte Fahrbahn freizugeben.
Der Verkehr wird entlastet, die Autofahrer sind begeistert. Das Verkehrsministerium hat angekündigt, mit dieser Idee auch andere Staustrecken im Land entschärfen zu wollen. Wenn sie am Ende auch wirklich erfolgreich ist. Und genau da ahne ich die Hintertür. Irgendein Bedenkenträger wird sicher wieder was finden. Zu teuer, zu gefährlich, was auch immer. Wir können ja wetten. Ich sage, obwohl heute alle das Projekt gut finden, wird es nicht auf andere Autobahnen übertragen. Nur so ein ungutes Gefühl. Das hab' ich zu oft beim Autofahren.
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Er hat es geschafft. Dirk Nowitzki ist einer der erfolgreichsten deutschen Basketballer in der amerikanischen NBA und holt mit seinen Mavs die Meisterschaft. Na und? Jemand, der sich nicht für Basketball interessiert, wird sagen, juckt mich nicht.
Mich interessiert die Sportart auch nicht sonderlich, trotzdem fasziniert mich der Baum aus Würzburg. Viel mehr nervt mich aber gerade wieder diese deutsche Spontanumklammerung. Unser Dirk ist schon lange deren Dirk. Dirkules der Große. Da wird ein Deutscher also drüben zum großen Star, während in Deutschland selbst bei den Spielen in der Basketball-Liga gefühlt gerade mal eine Handvoll Fans mitfiebert.
Ab heute wird natürlich alles anders. Jetzt kommt der Boom. Die Fußball-Bundesliga wird künftig kaum noch Zuschauer haben, weil alle zum Basketball rennen. Iss klar. Fragen Sie mal einen, wer da so elegant in der Werbung die Kaffeebohnen in Gläser wirft. Na, der Blonde da. Der Dings... wie heißt der noch? Nastrowski? Nun ja, das war gestern. Ab heute kennt ihn jeder. Und er gehört auch jedem. Sie rufen ihn Held. Unseren Held. Der Deutsche. Unser Star. Die Wahrheit ist, Nastrowski lebt, denkt, fühlt seit 13 Jahren die USA. Vielleicht sollten wir uns einfach mal angemessen freuen. Mit dem Amerikaner Dirk Nowitzki, geboren in Würzburg.
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Weil 10 Cent fehlten, hat ein Busfahrer nach Ostern zwei 8-Jährige in Ratingen aus dem Bus geworfen. Geht's noch?
Die Zwerge hatten zwar einen Fahrschein dabei, aber weil die Preise in der Zwischenzeit angehoben wurden, fehlten 10 Cent. Dann kam der große Auftritt des Lenkers. Er lehnte alle Lösungen der beiden ab. Sie boten an, den Betrag nachzuzahlen oder die Mutter anzurufen, die dann an der nächsten Haltestelle einen neuen Fahrschein bezahlt hätte. Nix da! Raus! Aussteigen!
Nun will ich mal nicht allgemein über Busfahrer maulen, obwohl ich das wunderbar könnte. Der hier hatte aber offenbar wirklich einen herben Aussetzer. Ich schenke ihm einen Aufkleber für seinen Bus: "Spinner an Bord".
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Na Tanke. Das Kartellamt stellt fest, die Preistreiberei an der Zapfsäule hat einen Namen: Abkucken. Denn Absprechen ist ja verboten. Die Mineralölwirtschaft hat diese Praxis heute auch bestätigt. Die beobachten sich also gegenseitig und wenn der eine den Preis nach oben schraubt, macht es der andere auch.
Wollen die mich eigentlich verarschen? Die umgehen das Kartellamt einfach mit dieser frechen Methode. Ist na nur Abkucken, nicht Absprechen. Fest steht nach dem neuen Gutachten des Kartellamtes auch, dass die großen Unternehmen den Wettbewerb unter sich ausmachen. Nur 5, angeführt von Aral und Shell, kontrollieren 70 Prozent des Kraftstoffabsatzes. Und sprechen sich nicht ab. Iss klar, sie kucken nur ab.
Stinksauer macht mich heute Klaus Picard, der Hauptgeschäftsführer des Mineralölverbandes. Der sagt zum Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung: "Ich weiß nicht, was wir da noch besser machen sollen". Arrogante Haltung, arrogante. Erst mal die Klappe halten, wäre mein Vorschlag. Um, Achtung, nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen. Dann wäre die Politik mal dran. Freie Tankstellen haben zwar eine gewisse Macht, aber die ist recht begrenzt. Und drauf bauen, dass wir Verbraucher das selbst regeln und 10 Kilometer weiter zur Tanke juckeln, die 1 Cent billiger ist, macht auch wenig Sinn. Das wird den Markt nicht umkrempeln. Also machen die Großen einfach so weiter. Ist ja nur Abkucken.
Liebe Politiker, wofür wähle ich Euch eigentlich? Regelt das endlich. Sprengt diesen Klüngel. Fänd' ich super. Nein, sogar Super Plus.
Zum SeitenanfangIn diesem Blog stellen wir ein aktuelles Tagesthema zur Diskussion. Die Meinungen und Anregungen unserer Zuschauer geben uns wichtige Hinweise für unsere Arbeit, die wir auch in der Sendung gerne aufgreifen.
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