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Donnerstag, 17.05.2012

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Aktuelle Stunde - Alle Beiträge von Catherine Vogel

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Freitag, 11.05.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Wie verzocke ich zwei Milliarden Dollar?

In ungefähr sechs Wochen? Kein Problem, wenn man ein Banker der größten amerikanischen Bank ist. Unglaublich, aber bei JPMorgan Chase ist genau das passiert! In gut zwei Monaten hat das Unternehmen rund zwei Milliarden Dollar bei riskanten Finanzwetten verloren! Und selbst der Chef ist schockiert! "Fehler, Schlampereien, Fehlentscheidungen", der Bankchef fand viele Worte. Dabei kann es noch schlimmer werden, denn die Finanzwetten laufen weiter!
Die sonst auch so abgezockten Börsianer sind geschockt und deshalb ging es für die Aktie der Bank in den Keller. Denn bisher galt der Bankenriese als größtes und bestverdienende Haus in den USA.

UNSERE Banker scheinen sich keine Sorgen machen zu müssen. Zumindest bei der Commerzbank hat man alles im Griff: Schließlich werden hier wieder große Millionengehälter verteilt. Ene mene muh und der Millionär bist Du! Nach dem Motto, so berichtet das Handelsblatt, hat der Aufsichtsrat die Deckelung für die Chefs wieder aufgehoben! Also soll Commerzbank-Chef Martin Blessing in diesem Jahr ein Grundgehalt von mageren!!!! 1,3 Millionen Euro bekommen! Alle anderen Vorstände erhalten jeweils 750.000 Euro. Aber das sind ja auch nur acht Mann, was stellen wir uns so an!
Und die Boni werden wohl auch extra abgerechnet. Also bitte, wer will da meckern?

Es knallen also die wieder Korken in der Bankenbranche!
Hallo? Jemand da? Vier Jahre ist die Zockerei jetzt her, die 2008 in die Bankenkrise und in die Fianzkrise führte!
Willkommen im Déjà-vu des Desasters! Es scheint, als hätten die Banker nichts gelernt...

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Dienstag, 08.05.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Stadt - Land - Klage

NRWs Städte und Gemeinden haben in Münster vor dem Verfassungsgericht gegen ihre derzeitige Beteiligung an den Kosten der deutschen Einheit geklagt. Dabei ging es nicht um den „Soli" an sich, sondern um die Frage, wer in NRW wie viel für den Länderfinanzausgleich und den Fonds „Deutsche Einheit" zahlen muss. Es geht immerhin um hunderte Millionen Euro. Und die 91 Kommunen haben heute recht bekommen! Das Gesetz zur Einheitslastenabrechnung verstoße gegen Bundesrecht und beschneide das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen.

Und so werden unsere Städte und Gemeinden in Zukunft voraussichtlich weniger für den „Soli" zahlen müssen. Oder vielleicht sogar Geld zurück bekommen! Auf jeden Fall muss die Landesregierung ein neues, gerechteres Gesetz schaffen. Und vielleicht können die Kommunen dann ja ein bisschen mehr Geld in die Hand nehmen für Dinge, die uns vor der Haustür auffallen und an denen in den letzten Jahren gespart wurde: Vielleicht für Straßensanierungen, saubere Spielplätze oder ein paar Grad mehr im heimischen Schwimmbad.

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Samstag, 21.04.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

"Danke, emanzipiert sind wir selber!"

- Den Satz würde ich unterschreiben! Ich gehöre zu der Generation Frauen, die nicht mehr kämpfen mussten wie eine Alice Schwarzer. Eben auch dank Alice Schwarzer.
Das Rollenbild der Frau hat sich verändert und tut es noch. Die ganz harten Bandagen der Generation 50 Plus muss meine Generation nicht mehr anziehen.
Ein knallharter Kampf wie früher tobt nicht mehr, damit Frauen in Parteivorstände oder Firmensessel kommen. Aber Danke für all die Grabenkämpfe, die ich nicht mehr machen muss.
Der Titel von Familienministerin Schröders Buch ist deshalb gar nicht so schlecht.... Aber der Rest?
Ich habe das Buch nicht gelesen, also auch nur die Auszüge, wie viele, aus der Presse gelesen. Dennoch: Eine Frauenquote gibt es mit Frau Schröder nicht und stattdessen arbeitet sie fleißig am Betreuungsgeld.
Ist das etwa die Lösung der Familien- und FRAUEN-Ministerin, damit der große Rest, der noch zur Gleichberechtigung fehlt, fluppt?
Wohl kaum. Das kann nicht der Vorschlag sein, die Strukturen in Deutschland zu verändern.
Diese Woche hat sie Sätze von sich gegeben wie „Mutter, Karriere, Geliebte - Das erschlägt Frauen" - beeindruckend - dann hätte ich doch lieber Frau Schwarzer auf dem Ministerposten.
Ich fühle mich nicht vom Rollenbild verfolgt - wie Frau Schröder, ich dachte wir wären im Jahre 2012 an dem Punkt angekommen, wo ich als Frau mein Eigenes schaffen darf - höchstens unterstützt von guten Strukturen und fairen Möglichkeiten - auch von der Politik unterstützt!
Aber eine Abrechnung, wie Frau Schröder in ihrem Buch mit dem Feminismus brauche ich nicht mehr - vielen Dank, die letzte Frau in Lila Latzhosen, die ich gesehen hab, war meine Kunstlehrerin beim Abi.
Statt gegen verstaubten Feminismus zu kämpfen, sollte sie lieber zukunftsweisend Politik machen.
Sorgen Sie lieber, Frau Schröder, für gleiche Chancen und Rechte für berufstätige Eltern! Dann Danke! Emanzipiert sind wir nämlich selber!

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Freitag, 20.04.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Grenzenloses Misstrauen!

Europa - wo die Freiheit so grenzenlos scheint! Scheint! Auf diesem Wort liegt die Betonung!
Europa - das ist Reisen von A nach B - offene Grenzen und der Euro! Aber in der kommenden Woche sollen die EU-Innenminister über die Wiedereinführung nationaler Grenzkontrollen im Schengen-Raum beraten.
Seit 1995 sind wir daran gewöhnt, frei durch den Kontinent zu reisen und das sollte auch so bleiben.
Vor einem Jahr machte Dänemark den ersten Vorstoß und kündigte Grenzkontrollen an - da warnten noch viele vor einer Einschränkung der Reisefreiheit!
Und jetzt! Ausgerechnet Deutschland und Frankreich haben den Vorstoß gewagt! So zusagen an vorderster Front wollen sie die Fronten kontrollieren.
Die nationalen Grenzkontrollen an den europäischen Innengrenzen sollen in besonderen Situationen für dreißig Tage wieder eingeführt werden können. Je nach Lust? Nach Laune? Nach Wahlkampf?
Das Schengen System hat Fehler, klar. An den Außengrenzen durch die Osterweiterung sind größere Löcher entstanden als gedacht. Aber rechtfertigen die gleich eine Rund-um-Grenzkontrollen-Lösung? Ich finde nicht.
Europa steht für mich für die Freiheit und steht für ein System weit über den nationalen Fragen und Kleinkriegen der Länder.

Ganz Europa ist Inland - oder wie war das? Und so sollte es auch bleiben!

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Dienstag, 17.04.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Inkognito zum neuen Job?

Foto, Geschlecht, Alter, Nationalität......ist all das ein Karrierekiller? Oder zumindest eine Karrierebremse?
Die Antidiskrimierungstelle des Bundes wollte genau das mit einer neuen Studie untersuchen und so gab es ein Pilotprojekt, an dem acht Unternehmen wie die Deutsche Telekom, L`Oreal oder die Deutsche Post DHL teilgenommen haben.
12 Monate lang wurden 8550 Bewerbungen anonymisiert geprüft. Das heißt: Name, Geschlecht, Nationalität und Geburtsort, Behinderung, Geburtstag, Familienstand und Foto - all das war in der ersten Bewerbungsrunde nicht bekannt!
Erst nach der Entscheidung, ob ein Bewerber zu einem Gespräch eingeladen wurde, wurden die Angaben einsehbar.
Und siehe da: Vor allem Frauen haben von dieser Art des Verfahrens anscheinend profitiert. Hier zählte die Berufserfahrung in vielen Fällen mehr.
Aber auch bei jüngeren Frauen wurde oft den weiblichen Bewerbern der Vorrang gegeben - denn anonymisiert war keine Rede von Kinderwunsch und Co.
Auch entstanden wohl weniger Nachteile für Bewerber mit Migrationshintergrund. Namen wie Müller, Meier und Schmitt zählten nicht - sondern die Fähigkeiten.

In den USA gehören anonymisierte Auswahlverfahren schon seit den 60er Jahren zum Alltag. Allerdings: Name und Aufenthaltstatus sind weiterhin Bestandteil amerikanischer Bewerbungen.
Die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit zieht eine positive Bilanz zu dem bundesweiten Projekt für anonyme Bewerbungen.
Ich finde eine anonyme Bewerbung gut - aber ich sitze auch auf keinem Chefsessel.
Aber es lässt sich wohl schwer bestreiten, dass anonymisierte Bewerbungsverfahren
gerechter sind, Vorurteile keine Rolle spielen können, Bevorzugung ausgeschlossen ist und alle Bewerber die gleichen Chancen haben.
Find ich gut!

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Donnerstag, 29.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Klingt gut! Ist gut???

Gerade ist die Finanzierung für die Schlecker Transfergesellschaft vorerst gescheitert. Bayern hat seine Zusage verweigert, sich an einer Bürgschaft der Länder in Höhe von 70 Millionen Euro für einen Kredit der staatlichen Förderbank
KfW zu beteiligen. Baden-Württemberg will kein Geld drauflegen. Schon kommenden Montag droht den Verkäuferinnen der Jobverlust.
Aber generell: sind Transfergesellschaft überhaupt die einzige richtige Lösung?
Was machen diese Auffanggesellschaften besser, als die Bundesagentur für Arbeit? Immerhin sollte Jobvermittlung doch ihre Kernaufgabe sein!
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland etwas mehr als 600 Transfergesellschaften, ob die besser vermitteln, ist nicht klar.
Es heißt nur immer, es sei ja leichter, jemandem aus einem aktuellen Beschäftigungsverhältnis heraus zu vermitteln als aus der Arbeitslosigkeit. Das sei der Vorteil. Außerdem könnten er oder sie nach einem halben Jahr in der Transfergesellschaft anschließend für zwölf Monate Arbeitslosengeld beziehen, sollte man im Anschluss keinen Job finden.

Vor allem die Insolvenzverwalter hoffen inständig auf eine Transfergesellschafts-Lösung. So würde doch eine Transfergesellschaft das pleite gegangene Unternehmen ein bisschen attraktiver für neue Investoren machen! Denn wenn ein Insolvenzverwalter tausenden Mitarbeitern die Kündigung schickt, dann könnten massenhaft Klagen eintrudeln. Nicht besonders einladend für kommende Geldgeber!
Abfindungsverhandlungen sind da lauter und unangenehmer!

Ach und auch die Politik hätte sich bestimmt über dieses leise Verschwinden gefreut, wenn es nicht so teuer wäre? Denn wie sagte ein Arbeitsmarktforscher - so tauchen die Schleckermitarbeiter auch in keiner Arbeitslosenstatistik auf.

Vielleicht klingt das Wort „Auffanggesellschaft" dann doch zu gut um wahr zu sein!

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Mittwoch, 28.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Gleitzeit für Schüler?

Ferien trotz Schule? Sollte das erlaubt sein?
Es passiert immer wieder. Schulschwänzen mit der Genehmigung der Eltern. Entweder fliegt die ganze Familie mit ihren schulpflichtigen Kindern früher in den Urlaub oder aber die Ferien werden eigenmächtig kurzer Hand verlängert.
Auch heute hat die Polizei am Flughafen die ersten Osterferienstarter erwischt. Wir werden heute abend in der Sendung darüber berichten.
Kurz vor den Ferien machen die ersten Familien blau. Wenn man sich die Preise für die Flüge anschaut, kann man es verstehen.

Denn vom letzten Schultag vor den Ferien an, steigen die Preise für den Urlaub! Da kostet ein Flug statt 200 Euro mal schnell 600 Euro.
Und die Stauschlange geht von zwei auf gefühlte 600 Kilometer Schneckentempo.

Die allgemeine Schulpflicht ist wichtig, sehr wichtig - ein wichtiger Zwang quasi. Sinnvoll wird damit die Freiheit von Eltern beschnitten, aber muss das auch für den Geldbeutel gelten.
Witzigerweise haben Eltern, die ihre Sprösslinge auf Privatschulen schicken, hier einen entscheidenden Vorteil. Der wahrscheinlich eh schon dickere Geldbeutel bleibt dicker, denn die Privatschulen legen ihre Ferien oft einfach ein paar Tage anders als die „staatlichen" Ferien.

Nun kümmern sich also unsere Ordnungshüter um die Familienkontrollen am Flughafen! Die Missachtung der Schulpflicht ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit bis zu 1.000 Euro Bußgeld geahndet werden.
Wichtig? - wahrscheinlich gibt es Wichtigeres.
Vielleicht wäre eine Gleitzeit für Schüler in den letzten drei Tagen die Lösung. Denn mal ehrlich: in den letzten Tagen passiert außer Mandalas malen und zusammen frühstücken eh nix und Zeugnisse könnte man ja online verschicken ;-)

Schulpflicht ist wichtig - aber der gemeinsame Urlaub mit der Familie auch!

Ich fürchte nur TUI, LTUR, airberlin, Lufthansa und Co - stellen auch auf „hochgleitende" Preise um.

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Dienstag, 27.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Ein Starenkasten für den Uhu!

Wegelagerei! So wird sie schon genannt - meist von puterrot angelaufenen, die gerade geblitzt wurden.
Und bei „puterrot" sind wir schon in der richtigen Abteilung, deshalb schreibt Frau Vogel heute auch den Blog.
Es geht nämlich um Uhus! ;)
Die sollen in der Eifel geschützt werden und deshab gibt es an einer Landstraße ein Tempolimit! Ruhe für den Uhu!
Das passt vielen nicht! Eine Frau hat deshalb gegen den Kreis Düren geklagt! Heute wird das vor dem Verwaltungsgericht in Aachen verhandelt. Sie meint: Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf einer Landstraße bei Heimbach ist nicht erlaubt. Gestritten wird um 900 Meter, auf denen statt Tempo 70 nur 50 gefahren werden darf. Damit sollen die Uhus geschützt werden, die nahe der Straße in den Felswänden brüten.
Zur Kontrolle hat der Kreis Düren eine Radarfalle installiert - und die blitzte in den vergangenen 12 Monaten - trotz Hinweisschild - über 7.600 Mal. Aus Wut darüber wurde die Anlage häufig beschädigt, einmal sogar mit einem Traktor niedergewalzt.
Ich finde den Uhu auch schützenswert - ist ja eindeutig zu begrüßen, wenn Kinder nicht nur den gleichnamigen Kleber kennen!
Aber wer hat hier den Vogel? Die Haushaltslage vieler Kommunen ist klamm. Gerade in NRW schieben sie einen riesigen Schuldenberg vor sich her und so kommen neuinstallierte Radarfallen daher wie ein Kleinod. Auch die Polizei hat hier schon Kritik geäußert, dass man es mit neuen, festen Radarfallen übertreibt.
Alleine Düsseldorf nimmt damit locker 5 Millionen Euro pro Jahr ein.
Vielleicht sollte die Polizei bei einer neuen Blitzanlage ein Wörtchen mitreden haben. Wir werden über den aktuellen Fall heuet abend in der Sendung berichten.
Ich bin ansonsten für Radarfallen im Straßenverkehr und das, obwohl mich das einen Monat zu Fuß gehen in Köln kostete! Das ist ein paar Jahre her. Aber seit dem wiegt der Fuß leichter!

Fest steht - ich bin fürs Blitzen - nur nicht für unsinnige Feststehende.

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Samstag, 17.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Pranger 2.0

Im Internet hat es angefangen, und übers Internet hat auch jeder vom Ende der tragischen Geschichte erfahren.
Ein 20-Jähriger ist in den USA des Cybermobbings schuldig gesprochen worden. Ihn erwartet eine harte Strafe. Der Student hatte über eine Webcam seinen homosexuellen Mitbewohner mit einem Liebhaber gefilmt. Im intimsten Moment der beiden soll er die Kamera angeschaltet haben. Aber nicht genug - er hat per Twitter auch allen seinen Freunden mitgeteilt, wo man sich das Paar anschauen kann. Live im Netz. „Ich habe gesehen, wie er mit einem Kerl rummacht. Juhu!"

Wenig später war sein Mitbewohner tot.

Er hat sich umgebracht. Und auch das im Internet angekündigt.
„Jumping of the gw bridge, sorry" - Ich springe von der George Washington Bridge. Das hat er getan. Der 19-Jährige starb in den Fluten des Hudson River.

Gestern wurde der 20-jährige Kommilitone in den USA schuldig gesprochen. In allen 15 Anklagepunkten. Ihm wurde der Selbstmord seines Mitbewohners zwar nicht zur Last gelegt, er musste sich aber unter anderem wegen Diskriminierung und Einschüchterung verantworten. Nun drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft und womöglich eine Abschiebung nach Indien, obwohl er seit seiner Kindheit in den USA lebt. Er stammt aus Indien. Sein Anwalt kündigte an, in Berufung gehen zu wollen.
Der Vorfall war landesweit debattiert worden und hatte zur Folge, dass im Bundesstaat New Jersey ein strenges Anti-Mobbing-Gesetz verabschiedet wurde. Opfer von Diffamierungen per Handy oder im Internet können ihre Peiniger seitdem in der Schule oder direkt bei der Polizei anzeigen.
Es ist ein extremer Fall von Cybermobbing - er zeigt aber, dass sich etwas ändern muss. Mobbing wird viel zu oft als Kavaliersdelikt abgetan.
Dabei zeigt gerade Cybermobbing die hässliche Seite des Netzes - dann ist es wie im Mittelalter - nur noch ein öffentlicher Pranger!

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Donnerstag, 15.03.2012

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Wahlkampf-Turbo

Es muss da irgendwo so einen Knopf geben. Versteckt an jeder Politikerin und jedem Politiker. Einer mit einem fetten „W" wie Wahlkampf!
Und der lässt jeden Formel Eins-Wagen erblassen angesichts der Geschwindigkeit. Push the button - und der Politiker läuft von Null auf Wahlkampf. Kaltstart!
Da hat sich der NRW-Landtag gerade aufgelöst, schon fliegen einem als Journalist und Wähler schon die Partei-Parolen um die Ohren.
Warum noch was zum gerade erst gescheiterten Haushalt sagen? Schnee von gestern - wir schauen jetzt nach vorne, heißt es.
Beim Hervorzaubern des CDU-Plakates bekommt man glatt ein Schleudertrauma, so schnell geht das. Entweder war es in einem geheimen James Bond Klappmodus in Röttgens Aktenordner oder stand bereits in der Garage. Nach dem Motto: Man weiß ja nie! Soll mir das jetzt die Sicherheit vermitteln, es ging in den letzten zwei Jahren wirklich um gute Entscheidungen für NRW? Wohl kaum.
Statt mir das Gefühl zu vermitteln, dass ein Bundesland ohne Landtag vielleicht echt am A... ist, und das es jetzt darum geht möglichst schnell alles wieder in gute Bahnen zu lenken, wird in Altherren-Manier vor Blitz-Wahlplakaten posiert.
Bei den Piraten hat das altbekannte Papier-Plakat erstmal keine Chance. Hier wird paperless bei Twitter schon online der richtige Wahlspruch gesucht. „Fahrscheinlos, nicht planlos" oder „For you, vor Ort" - eine geschmacklose Anlehnung an Schlecker.

Aber egal, ob Piraten, CDU oder die SPD mit einer tiefenentspannten Hannelore Kraft, die Grünen oder FDP. Vor oder nach der Wahl - sind ja sowieso immer alle Gewinner! Das ist der große Knopf mit dem „G" drauf ;o)

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Dienstag, 13.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Darf man Kinder schlagen?!

Eine Freundin hat gerade ihr zweites Kind bekommen. Der Kleine ist sechs Wochen alt, die ältere Schwester wird Ostern zwei. Ein Tag in der kleinen Familie hat etwas von Multitasking hoch zehn. Anstrengend und aufreibend und es geht manchmal an die Grenzen. Ich habe noch keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass mein Tag in der Redaktion dagegen ein echtes Kinderspiel ist.

Aber trotz Stress, Tränen, schreienden Kindern und Eltern am Rande ihrer Nerven finde ich 40 % der Eltern, die ihre Kinder noch schlagen, zuviel! Viel zu viel.
40 Prozent der Mütter und Väter in Deutschland geben zu, ihren Kindern einen sogenannten "Klaps auf den Po" zu geben. Zehn Prozent verteilen immer noch Ohrfeigen. Zu härteren Körperstrafen wie "Hinternversohlen" greifen laut Studie vier Prozent der Eltern. Das geht aus einer Umfrage der Zeitschrift "Eltern" hervor.
Dabei werden Jungen häufiger geschlagen als Mädchen. Bei „Hintern versohlen" leiden die Jungen sogar doppelt so häufig wie Mädchen.

Was wohl die Super Nanny zu solch einer Statistik sagt. Ab auf die stille Treppe?
Seit dem Jahr 2000 hat das Bürgerliche Gesetzbuch festgeschrieben: "Kinder haben ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung". Diesem Satz stimmen nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes auch über 90 Prozent der Eltern zu.
Da widersprechen sich offenbar die Statistiken.

Die Macher der neuen Umfrage sagen, es sei positiv, dass 74% der Eltern nach dem Schlagen ein schlechtes Gewissen haben. Der Hintern der Kleinen wird dadurch aber nicht weniger weh tun.
Ein Klaps auf den Po, eine Ohrfeige, ein Schlag auf die Hand - ist das so schlimm? Ich finde schon.

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Sonntag, 04.03.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Schwarz - Weiß? Nein danke!

Babys werden ausgesetzt. Das passiert - so heißt es heute in den Zeitungen. Oft haben auch wir schon darüber berichtet, dass es für genau diesen Moment die Babyklappen gibt.
Der Moment, in dem eine Mutter nicht weiß wohin mit dem kleinen Leben.
Nun plädiert die Familienpolitikerin der CDU Ingrid Fischbach heute für das Ende der Babyklappen. In Deutschland sollten keine neuen
Angebote mehr eröffnet werden und die bestehenden «allmählich
auslaufen».
Gleichzeitig fordern Sie und weitere Politiker heute ein Gesetz für die vertrauliche Geburt, bei der eine Frau im Krankenhaus entbindet und ihre Daten einige Jahre lang unter Verschluss gehalten werden.

Der Anlass für die erneute Diskussion der Babyklappe ist eine Studie des deutschen Jugendinstituts, die das Bundesfamilienministerium in Auftrag gegeben hat. Danach gibt es viele Träger, die solche Babyklappen betreiben, bei denen es erhebliche Mängel gebe.
Von den fast 1000 Kindern, die seit 1999 abgeben worden sind, ist bei fast 20 % völlig unklar, was aus ihnen eigentlich geworden ist. Von den Müttern wiedergeholt? Adoptiert?
Viele der Betreiber arbeiten ohne irgendwelche Verträge mit den Jugendämtern zusammen. Und so klafft in den letzten Jahren ein schwarzes Loch in der Baby-Buchführung - wenn man das einmal so hart nennen darf.
Ich wundere mich, dass nach fast 12 Jahren erst eine Studie auf diesen Missstand hinweist.
Nun soll also die Babyklappe weg und eine vertrauliche Geburt zur Regel werden. Diese Art Mütter schon vorher zu unterstützen, ist sicher sinnvoll. Ich frage mich nur, wo gibt eine völlig verzweifelte Frau, die heimlich irgendwo ein Baby zur Welt bringt, dann ihr Kind ab?
Wie wäre es mit beidem? Vertrauliche Geburt und Klappe - und beides bitte gut geregelt und Kontrolliert.
Denn wenn die Situation für eine verzweifelte Mutter eins wohl nicht ist, dann schwarz - weiß!

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Freitag, 02.03.2012

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Ab ins Altpapier - Leider!

Tick Tack... für viele tausende Menschen ist jeder Tag ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie alle warten auf ein Spenderorgan.
Nun wird die Organspende bei uns endlich neu geregelt. Künftig werden alle Bürger mindestens einmal befragt werden, ob sie zur Organspende bereit sind.
Wurde auch Zeit.
Man kann nach dem Brief mit Ja oder Nein auf das Anschreiben reagieren. Man kann es aber auch einfach in den Müll werfen oder auch nur bestimmte Organe spenden.

Ich bin gespannt, ob sich dadurch wirklich grundlegend etwas verbessert. Werbungen landen schließlich auch einfach ungelesen jeden Tag millionenfach im Müll - warum sollte das bei dem Organspende-Anschreiben anders sein. Altpapier und Tschüss!

Nun kommen Argumente: Soll mein Herz in einer anderen Brust schlagen. Komme ich dann noch in vollständig - einem Stück - unter die Erde....
All das muss man natürlich mit sich selbst ausmachen und die Entscheidung gegen eine Spende, ist niemandem vorzuwerfen.
Aber ich glaube, dass der Schritt nicht weit genug geht. Die Bereitschaft zur Organspende ist in Deutschlandgroß. Laut Umfragen wollen viele spenden, aber den Ausweis füllen die wenigsten aus. Faulheit? Warum sollte dann ein Brief beantwortet werden. Das macht auch Arbeit.

Ich bin für eine Regelung, die festlegt, dass jeder Deutsche als Organspender gilt, solange er zu Lebzeiten nicht widersprochen hat. Oder seine Angehörige der Entnahme nicht explizit widersprechen!
Solche Regelungen gibt es in vielen europäischen Ländern. Portugal, Österreich oder Spanien zum Beispiel.
Allein in Spanien werden pro Jahr 34 Organe je eine Million Einwohner gespendet. Bei uns sind es gerade mal 16! Viel zu wenig!

Jeden Tag sterben drei Menschen in Deutschland, weil zu wenig Organe gespendet werden. Reicht das nicht als Argument?

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Montag, 27.02.2012

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Schenk nochmal ein....

Griechenland – Klappe die 180ste!

Ein Fass ohne Boden? Gerade erklärte die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung zur Griechenland-Hilfe – nach Abwägung aller Chancen und Risiken komme sie zu dem Ergebnis: die Chancen überwiegen die Risiken des neuen Programms für Griechenland.

Das höhere Risiko bestehe darin, sich von Griechenland abzuwenden. Risiken gehe sie ein, aber ein Abenteuer nicht.

Also ist die Rettung Griechenlands kein Abenteuer? Ich weiß nicht recht. Griechenland wird es auch mit dem zweiten Hilfspaket nicht schaffen, auf die eigenen Beine zu kommen. Im Januar hatte die Regierung in Athen eine 170 Seiten lange Liste mit den Namen von 4000 Steuersündern veröffentlicht. Sie schulden dem griechischen Staat den Angaben zufolge insgesamt knapp 15 Milliarden Euro und das sind nur die SteuerSÜNDER.
Der geplante Schuldenschnitt reicht jedenfalls nicht aus, die Reformen kommen nicht in Gang, das Land wird kaputt gespart. Finanzminister Schäuble schloss auch nicht aus, dass bald neue Hilfspakete geschnürt werden müssen.
Wir dürfen uns also darauf einstellen, dass es so weiter geht wie bisher. Milliarden rein oder nicht rein, wird weiter die Frage bleiben.

Die Diskussion geht weiter. Auch um einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Dabei stört mich nur, dass der immer gleich als Ehekrach mit Scheidung dargestellt wird. Denn es geht doch nicht darum, die Solidarität mit Griechenland aufzukündigen. Aber da es wohl nicht das letzte Rettungspaket bleibt, dürfen wir hier im Blog und auch sonst wohl weiter diskutieren.
Passt ja….“Griechischer Wein, und die altvertrauten Lieder. Schenk' nochmal ein!“

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Samstag, 18.02.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

"Unser Star für Bellevue!"

Am Aschermittwoch ist alles vorbei!
Nicht nur karnevalstechnisch, sondern auch was unseren neuen Bundespräsidenten angeht. Na hoffentlich. Kanzlerin Merkel hätte gerne schon an diesem Wochenende einen neuen Kandidaten präsentiert, doch daraus wird wohl nichts: Die Regierungsparteien und die Opposition aus SPD und Grünen rechnen damit, dass ein Kandidat bis Mitte der Woche gefunden wird. Momentan wird um den höchsten Kopf des Landes schwer gefeilscht. Wer soll es machen? Wer wird neuer Bundespräsident?!
Ein wenig kommt es mir vor, wie bei den großen Castingshows dieser Welt.
Nach DSDS und Unser Star für Baku nun - „Unser Star für Bellevue“! Tadaaa!
Darin geht es auch darum die möglichen Damen und Herren der Republik auseinander zunehmen mit Charaktertest und Lebenslaufanalysen bis in die Kindergartenzeit!
Soll sich doch Frau Merkel entspannt zurücklehnen und wir machen wie sonst auch die große Fernsehjury!
Dieter Bohlen und Stefan Raab zusammen mit Helmut Schmidt (natürlich mit Kippe)! Das fänd ich gut! Moderiert wird das ganze von Günter Jauch und dann im Wechsel im privaten und öffentlich rechtlichen Fernsehen. Der Gewinner bekommt schon vorab einen 1 Millionen Ehrensold und eine wöchentliche Kolumne in der Bildzeitung!

„Unser Star für Bellevue“ – und jetzt dürfen Sie raten, raten, raten! Es fehlen nur die Kandidaten!

P.S.: Einer der heiß gehandelten Kandidaten: Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, lehnt eine Kandidatur ab.
Kandidatensuche wie bei Wetten, dass….

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Donnerstag, 16.02.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Zocken mit unserer Sicherheit?!

Die Lage ist angespannt – aber stabil! So heißt es seit Tagen, wenn es um Strom und Gas in Deutschland geht! Dass einem die Energieversorger etwas vormachen, kann ich verstehen. Die denken nur an ihre Margen und Gewinne. Aber bitte, die Bundesregierung sollte dem Bürger nicht vermitteln, in der Energieversorgung sei immer noch Kuschelkurs angesagt.
Egal ob Merkel, Rösler oder auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger, niemand rechnete trotz regionaler Schwierigkeiten mit Versorgungsengpässen. Aus der Politik hieß es bisher, die Lage sei angespannt, aber das war es dann auch.

Anscheinend hat die angespannte Lage nicht nur mit dem Wetter zu tun, sondern auch mit ziemlich gierigen Energiehändlern.
Es wurde fast bis zum großen Blackout gezockt. So stand der deutsche Strommarkt wohl in den vergangen Tagen mehrfach vor dem Zusammenbruch.
Die Stromhändler wollten ganz besonders helle sein und ihre Margen zum Leuchten bringen.
Ihnen war der Strom, den sie an der Strombörse einkaufen, einfach zu teuer!
Seit mehr als einer Woche gibt es ziemliche Schwankungen, was den Preis für Strom angeht. Teils muss man das bis zu siebenfache vom normalen Preis für eine Megawattstunde bezahlen.

Ziemlich runtergebrochen sahen die Auswirkungen wohl so aus:

Die Kunden, also vor allem große Industrieunternehmen, aber auch mein und Ihr Stromversorger – all die benötigten in Summe mehr Strom.
Der Stromhändler sieht, dass der Stromverbrauch steigt, hat dafür aber gar nicht genug eingekauft. Er müsste nachkaufen.
Aber der Preis ist viel höher, das passt ihm nicht.
Also sagt der Händler „Och nö, mein Kunde braucht eigentlich weniger Strom! Das meint man mit "Lastprognosefehlern"! Für mich heißt das - er lügt!!
Er bestellt also weniger Strom, obwohl er weiß, dass mehr gebraucht wird!
Hier springt die Reservekapazität ein. Das Netz wird dadurch wackeliger, weil zu wenig Mengen für die Netze angemeldet wurden. Somit kann die Spannung nicht mehr gehalten werden.
Die Reservekraftwerke werden hochgefahren – und deren Strom wird anders abgerechnet. Am Ende günstiger für den Händler!
Gut gezockt!

Laut Bundesnetzagentur wurde an die verantwortlichen Händler eine Art blauer Brief verschickt.
Wenn den Händlern diese Zockerei wirklich nachgewiesen werden kann, ist das eine riesen Schweinerei – denn im Grunde zocken sie mit unserer Sicherheit!!

Also:
Eon, RWE, EnBW, Stadtwerke und wie die Stromhändler alle heißen - geht doch mal vorweg….
…Sagt mir doch mal, was da bitte los war? Oder wie war das in der Werbung!

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Mittwoch, 15.02.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Wir brauchen mehr Druckkammern!

100 Prozentiger Sauerstoff- eingeatmet in einer Druckkammer- es ist das Einzige, was Menschen, die eine schwere Kohlenmonoxid-Vergiftung haben, helfen kann.
Aber es gibt nur eine einzige in ganz NRW - die direkt an eine Intensivstation angeschlossen ist! Rund um die Uhr, 24 Stunden! Und dort gibt es nur 12 Plätze! Eigentlich sogar nur 2 Plätze, auf denen Opfer auch liegen können, während sie behandelt werden.
Genau auf die sind aber jetzt zum Beispiel die Opfer der Kohlenmonoxidvergiftung gestern in Dortmund angewiesen. Eine Frau starb wahrscheinlich durch Kohlenmonoxid, sieben weitere Verletzte des Gas-Unglücks werden nun in der Uniklinik Düsseldorf behandelt.
Wie kann es in ganz NRW nur eine Druckkammer geben, die immer erreichbar ist und an eine Intensivstation angeschlossen ist? In Aachen gibt es noch eine weitere, aber ohne intensivmedizinische Betreuung.
Erst in der vergangen Woche sind in Hamm zwei Brüder an einer CO-Vergiftung gestorben. Gestern nun Dortmund.
Wir berichten heute in der Aktuellen Stunde über den Druck, den wir haben, ganz schnell neue Druckkammern zu schaffen.
Die werden auch für viele Suizidversuche, bei denen Kohlenmonoxid verwendet wird, dringend gebraucht. Und wie wir in diesen Tagen sehen, in der kalten Jahreszeit gibt es immer wieder CO-Unfälle.

12 Plätze für ganz NRW bis zum Einzugsgebiet Wiesbaden und Frankfurt!
Hoffentlich braucht sie nie ein 13ter Mensch.

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Montag, 13.02.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Valentins Wahnsinn?

Rosen sind einfallslos. Pralinen machen dick! Viele zerbrechen sich heute den Kopf über morgen! 14. Februar! Valentinstag! Seit knapp zwei Wochen sind alle Geschäfte rot eingefärbt und Schaufenster bestehen aus roten Herzluftballons. Der Tag der Liebenden – der Valentinstag.
Vergangenes Jahr hat die Plastikpuppen-Industrie ihn für sich entdeckt und am Valentinstag kamen Barbie und Ken nach sieben Jahren Trennung wieder zusammen. "Ich habe das beste Valentinstaggeschenk bekommen, das ich mir vorstellen konnte ... Barbie und ich sind wieder zusammen" stand auf Kens Hompage. Glückwunsch dem Plastikpuppenpaar!

Für alle fleischlichen Paare heißt es heute also noch Blumen, Gedichte, Geschenke besorgen.
Ich freue mich jedes Jahr für den Blumenmann um die Ecke, denn der möchte im Winter auch Geld machen!
Auch schon im Stress? Oder gehören Sie zu der Kategorie: diesen Tag vergesse und verachte ich?
In Beziehungen ist das ja so eine Sache mit dem Valentinstag. Wer ihn ganz vergisst und außen vorlässt, der kann damit voll daneben liegen. Erwartungsvolle große Augen passen nicht zu „Nö Schatz, find ich zu kommerziell“.
Also lieber Vorsorge statt stressiger Nachsorge?

Vielleicht sollte man es auch ganz kitschig romantisch nehmen: „Sollte nicht jeder Tag ein Valentinstag sein?“

Fest steht, bevor der ganze rot-rosa Kuscheltag zu uns kam, wusste man bis zum 19. Jahrhundert in Norddeutschland schon was der Valentinstag ist:
Der 14. Februar galt als Unglückstag – und ist er noch bis heute… wenn das Geschenk nicht gut ankommt ;o)

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Samstag, 21.01.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Die geplante Pleite

„Eine erfolgreich abgeschlossene Planinsolvenz ist eine Option für eine nachhaltige Unternehmenssanierung und bietet die Chance für einen Neustart des Unternehmens.“
So klingt es in einer Werbebroschüre einer Insolvenzberatung im Internet.
„Die 2. Chance“ heißt es hier verheißungsvoll! „Insolvenz nach Plan – statt einfach pleite machen“ – hört sich gut an. Nehmen wir.
So hat es sich wohl auch Schlecker in diesen Tagen gedacht. So wie viele andere Unternehmen auch.
Schlecker ist pleite. Zahlungsunfähig. Eine Planinsolvenz soll die einstige Riesendrogeriekette retten, denn der eine Plan ging nicht auf!
Möglichst viele billige Läden in jedem noch so kleinen Dorf in Deutschland aufzumachen, das hat nicht funktioniert.
dm, Rossmann – die Konkurrenten waren einfach stärker und haben das alte Familienunternehmen mit ihren Kokosduschgels oder Deos eben aus dem Markt gedrängt.
Ein Schock für 30.000 Beschäftigte.
Schlecker ist dort angekommen, wo in den vergangenen Jahren so viele landeten, die die Zeichen der Zeit nicht rechtzeitig erkannt haben: mitten im nackten Überlebenskampf unter dem Schutzschirm des Insolvenzrechtes.
Happy End ungewiss – für Hertie zum Beispiel lief nichts nach Plan. Die Insolvenz sagt man in der Branche, war vorhersehbar.
"Ein Unternehmen zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten, vor allem aber auf Kosten des Staates zu sanieren, hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun", empört sich Trigema-Chef Wolfgang Grupp. Viele werfen der Schlecker Familie vor, viel zu spät das Ruder rumgerissen zu haben.
Bei Schlecker soll jetzt mit einem Sanierer gerettet werden, was noch zu retten ist. Unter Bedingungen, kontrolliert vom einem Insolvenzverwalter, soll die alte Führung das Unternehmen umstrukturieren. Das ganze auch mit der Bundesanstalt für Arbeit. In einer Insolvenz zahlt sie sogar für drei Monate die Gehälter! Da wird bei Schlecker einiges zusammen kommen! Außerdem dürfen Mietverträge außerplanmäßig gekündigt werden.
Es wird also rund gehen bei Schlecker, ob der Konzern deshalb wieder über die Runden kommt – wir werden es beim Einkaufen sehen.

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Dienstag, 10.01.2012

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Mann oder Maus?

„Schatz, kannst Du mir noch einen Tee bringen“…. Leichtes Stöhnen von der Couch. „Und bitte noch ein bisschen geriebenen Apfel!“… das Stöhnen wir lauter, gepaart mit einem Hustenanfall – „ Und an die Fernbedienung komm ich auch nicht ran!“
Meine Damen in diesem Moment sollte man ihn mit selbiger erschlagen. Mimose in Hose! Der Mann als kranke leidende Memme!
Und nun zeigt sich, man sollte mit der Fernbedienung nicht zu hart zuschlage, denn die Herren sind nicht schuld, sondern ihr Immunsystem.
All das Jammern, Meckern und Leiden – schuld ist die Biologie – Mann kann nicht anders.
Forscher der Queen Mary University in London haben jetzt in einer Studie herausgefunden, dass das weibliche Immunsystem schneller und effizienter auf Infekte reagiert als das männliche. Deshalb verlaufe eine Krankheit bei Männern immer gravierender als bei Frauen, heißt es. Und das führe also dazu, dass sie sich dementsprechend kränker fühlten und tagelang auf unserer Couch leiden.
Die englischen Mediziner haben für ihre Studie übrigens MÄUSE untersucht. Sie sind sich aber sicher, dass man die Ergebnisse ohne weiteres auf den Menschen übertragen kann.
Mann oder Maus? ;o)

WDR: Video: Männer sind Mimosen

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Donnerstag, 22.12.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

David gegen Goliath?

…So hätten sie es gerne. Deutschlands Stadtwerke sagen den Energiekonzernen den Kampf an. So heißt es heute. Die kommunalen Versorger wollen ihren Anteil am großen Stromkuchen verdoppeln. Wohlbemerkt „wollen“! In den Zeitungen ließt es sich gerade, als würden die Stadtwerke in den nächsten Jahren so mir nichts dir nichts Kraftwerke aus dem Boden stemmen und den Energieriesen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall den Rang ablaufen. Dass die Großen die Energiewende verpennt haben, steht außer Frage. Mit massivem Stellenabbau versuchen sie sich gerade zu retten, weil sie zu lange auf Kohle und Atomkraft gesetzt haben.
Aber dass die Stadtwerke nun einfach ihre Kraftwerkparks aufstocken, wie sie möchten, bleibt erstmal ihr Traum. Ohne die politischen Voraussetzungen geht das überhaupt nicht!
Der Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen, der den Energieriesen wieder mal den Kampf ansagte, forderte im selben Interview aber auch einen Energieminister.
Gute Idee, wie ich finde! Mit dem Thema wird viel zu locker umgegangen. Bisher sind das vor allem der Wirtschaftsminister, der Umweltminister und unser Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung – vielleicht wäre das nicht schlecht, wenn EINER den Blick drauf hätte!
Wir stehen mitten in der Energiewende, aber man hat das Gefühl, niemand weiß, ob er Lee oder Luv schreien soll. Auch die Deutsche Umwelthilfe warnt, dass die „Energiewende versande“.
Von alleine kommt sie bestimmt nicht!

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Mittwoch, 21.12.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Weltuntergang – Klappe die 100ste?

Entweder mit Heuschrecken oder Hollywoodlike mit einstürzender Erde und Explosionen - die Erde ging schon oft unter!
Spätestens seitdem Johannes seine Offenbarung geschrieben hat wissen wir, der Tag wird kommen, aber wann? Es wird gemunkelt, Johannes hätte das ein oder andere Tässchen Stechapfeltee zu sich genommen, als er seine berühmte Offenbarung schrieb, aber wer weiß das schon…
So einige Weltuntergänge haben wir schon verpasst in den letzten 2000 Jahren! Marthin Luther zum Beispiel ließ die Welt wohl das erste Mal 1532 untergehen. Hat nicht geklappt. Also verschob er den Weltuntergang um 6 Jahre! 1541 war dann angeblich der letzte Termin für das Ende der Welt in Luthers Terminkalender, danach wollte er sich auf keinen Termin mehr festlegen!
Nun steht aber der nächste an! Diesmal haben wir noch ein Jahr! Heute in einem Jahr schreiben wir den 21. Dezember 2012, jenen Tag, an dem der Kalender der Mayas endet und damit auch die Welt! Vor 1300 Jahren meißelten die in einen Stein, wann ihr Kriegsgott zurückkehren würde und schon ist es der Traumtermin für jeden Apokalyptiker und für Hollywood und Co. Das Weltende fällt übrigens auf einen Freitag! Ich freu mich schon auf die Aftershow-Party.

Das Geschäft mit dem Weltuntergang boomt! Ob Roland Emmerich im Kino schon in „2012“ die Erde untergehen ließ oder viele andere vor ihm. Alienattacken, Sonnenstürme und Mayakalender regneten der Menschheit schon auf den Kopf!
Die Lust am Weltuntergang bleibt unverwüstlich!
Irgendwann wird die Welt sicher unter gehen, aber erstmal geht sie nur den Bach runter ;o)

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Montag, 19.12.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Ich geb mir die Weihnachtskugel!

Er hat keinen USB-Anschluss, kein WLAN und keine Grün-Flatrate! Aber er ist mein absoluter analoger Liebling zu Weihnachten: Der Weihnachtsbaum!
Ohne den geht es einfach nicht. Egal in welcher Größe und ob drinnen oder aus Platzmangel auch die Mini-Version auf dem Balkon – ohne Weihnachtsbaum kein Weihnachten! Zumindest für mich.
Natürlich steh auch ich vor meiner Nicht- LED Lichterkette (nicht Weltklimakonform- aber ist einfach schöner) und frage mich, was das glitzernde Etwas in unserem Wohnzimmer eigentlich für meine Stromrechnung bedeutet. Aber ohne Baum kein Weihnachtstraum!
Und nun kommen die Anti-Weihnachtsweisen um die Ecke und erzählen mir, wie Pestizid-verseucht mein Baum ist, dass 30 Prozent aller Bäume aus dem Ausland rangeschafft werden müssen, was nicht gerade gut fürs Klima ist, außerdem lösen manche Tannenbäume sogar Allergien aus!
Es gibt Grenzen, was die wahnsinnige Diktatur der Weihnachts-Deko angeht, aber mein Tannenbaum wird nicht wegrationalisiert! Frohe Weihnachten allen Christbaumkugelverweigerern! Wehe einer sitzt entspannt unter meinem Baum ;o)

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Samstag, 10.12.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

5 Euro ins Phrasenschwein!

Das möchte man bei der heutigen Meldung gerne rufen. Wie oft hören wir eigentlich noch irgendwelche Ideen um unser marodes Gesundheitssystem zu verbessern! Die 5 Euro sollen aber nicht ins Phrasenschwein wie in Fußballtalkrunden, sondern in die eh schon gefüllten Kassen der Krankenversicherung.
Leider haben wir Deutsche aber auch ein teures Hobby und sind damit in Europa mit in der Spitzengruppe! Auf satte 18 Arztbesuche pro Patient im Jahr bringen wir es!
Damit sind es zwar weniger als vor der Einführung der Praxisgebühr, allerdings hatte das Gesundheitssystem mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Aber des Deutschen liebstes Hobby nach Auto und Essen bleibt der Arztbesuch.
Seit fast acht Jahren haben wir nun in Deutschland die Praxisgebühr. Derzeit müssen alle gesetzlich versicherten Patienten ab 18 Jahren eine Praxisgebühr von zehn Euro bezahlen, wenn sie das erste Mal in einem Quartal zu einem Arzt, Zahnarzt oder Psychotherapeuten gehen.
Nun könnte also eine Reform dieser Praxisgebühr ins Haus stehen. Statt der Pauschale würde ein gesetzlich versicherter Patient bei JEDEM Arztbesuch künftig 5 Euro bezahlen. Jedes Mal.
Im Bundesgesundheitsministerium dementiert ein „wild um sich fuchtelnder“ Daniel Bahr schon! Die Überlegungen, eine Praxisgebühr pro Arztbesuch zu erheben, kämen nicht aus dem Ministerium. Na immerhin hat ein Kollege aus der FDP gesagt, man wolle die Praxisgebühr nächste Jahr reformieren. Aber, dass die FDP sich nicht einig ist, das kennen wir ja…. Welcher Arzt war noch mal dafür zuständig?

2012 jedenfalls könnte darüber entschieden werden! Na…wir sind gespannt. In diesem Sinne: An apple a day – keeps the Praxisgebühr away… oder so ähnlich!

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Donnerstag, 08.12.2011

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Politiker und ihre "Diäten" zu Weihnachten!

Heute wird der ein oder andere Parlamentarier-Po platt gesessen sein, denn im NRW Landtag steht ein langer Tag an! Viele Entscheidungen vom Atommüll bis zur Rettung der klammen Kommunen und vor allem der Dicke des eigenen Portemonnaies!
Je später der Abend, desto spannender werden die Themen. Die Diätenerhöhung ist einer der letzten Punkte! Die rot-grüne Regierung will mit Unterstützung der CDU-Opposition die Altersversorgung der 181 Abgeordneten im Landtag um 500 Euro im Monat erhöhen. FDP und Linke kritisierten das Vorgehen der anderen Fraktionen. Den Steuerzahler würde die Diätenerhöhung pro Jahr 1,1 Millionen Euro kosten. Und die Erhöhung soll bitte schon kurz vor Weihnachten dann auch endgültig beschlossen werden.
Die 500 Euro gibt’s nicht bar auf die Politiker-Kralle, sondern geht direkt in das Versorgungswerk. Dennoch Geld ist Geld. In diesem Fall sind es 500 Euro mehr!
Bisher bekommt der durchschnittliche Abgeordnete 10.226 Euro! Und davon eben fließen bisher 1.614 Euro in die Alters- und Hinterbliebenenversorgung und mit der Erhöhung wären es 2.114 Euro!
Ist es angemessen die Diäten zu erhöhen? Ein bisschen wundert es mich, bei unserer angespannten Haushaltslage.
Es gibt aber viele Rechenbeispiele, die zeigen, dass ein Landtagsabgeordneter mit seiner Rente meist viel schlechter dasteht als manch anderer Bürgermeister oder sogar Beigeordneter einer Stadt. Das sollte auch nicht sein. Politiker müssen anständig bezahlt werden. Vielleicht würden dann mal andere Nasen unsere politischen Geschäfte führen.
Was die Diätenerhöhung heute im NRW Landtag angeht, hat es ein FDP Politiker sehr amüsant als ein „vorweihnachtliches Kommandounternehmen“ bezeichnet!
Na dann... Frohe Weihnachten! Danach brauchen wir ja sowieso alle eine Diät!

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Montag, 05.12.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Ersatzteillager Mensch!

Knorpel, Augenhornhaut, Sehnen, Haut, Herzklappen, Gefäße, wenn man eine Leiche so richtig von vorne bis hinten "ausschlachtet", dann kommt man in den USA locker auf 250.000 Dollar pro Körper! Knapp 190.000 Euro! Eine einzige Leiche!
Der Markt für Körperteile boomt und floriert! Allerdings ist von uns im Westen kaum jemand bereit eines seiner Körperteile nach dem Tod zu spenden und deswegen kommen die meisten Körperteile aus Osteuropa. Zum Beispiel aus der Ukraine.
Heute Abend im WDR Fernsehen geht es in „die Story“ um dieses unglaubliche Geschäft mit dem Tod!
Ein Geschäft, das boomt, weil Sehnen oder Knorpel für den Medizinmarkt gebraucht werden. Vor allem Gewebe, aber auch Knochen sind lukrative und wertvolle Rohstoffe, um vornehmlich in den USA kaputte Kreuzbänder oder Hüftköpfe zu ersetzen, Brüste zu rekonstruieren oder Nasen zu korrigieren.
In der Ukraine sollen Angehörige unter Druck Papiere unterschreiben, damit die Verstorbenen regelrecht ausgeschlachtet werden. Ersatzteillager Mensch – das ist nichts anderes als Leichenfledderei und ein mehr als unschönes Geschäft mit der Schönheit.

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Donnerstag, 24.11.2011

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Wenn die ... am Dampfen ist,

… dann sind sie immer gefragt. Die Polizei, Dein Freund und Helfer. Was ihre menschlichen Bedürfnisse angeht, müssen sie sich allerdings mit einem Pappklo während des Castor-Transport zufrieden geben. Dieses Mal gibt es eine „Shit-Box“ für die Beamten . Heißt wirklich so und ist von einem englischen Hersteller für den Toilettengang im Wendland gedacht. Für die Polizei war der Toilettengang im letzten Jahr nämlich nicht so toll.
Die bestellten Dixie Klos kamen wegen der blockierten Straßen zu spät und so mussten Beamtinnen in den Wäldern ihre Notdurft verrichten. Genau dabei wurden sie von johlenden Demonstranten gefilmt und die Videos ins Netz gestellt!!
Erniedrigender geht es kaum im Job. Sogar ein Dresdner Künstler hat eine Skulptur einer pinkelnden Polizistin geschaffen. „Petra“ heißt sie.
Damit all das nicht mehr passiert, sollen die faltbaren Pappklos samt Zelt nun Abhilfe schaffen.
Na immerhin stimmt die Ausstattung einigermaßen. Also, die Ausstattung was Pappklos angeht.
Über die Ausstattung der Polizei was Wintermützen angeht wurde ja gerade noch diskutiert. Ein Monchichi ist stylisch dagegen – aber das ist ein anderes Thema.

Ansonsten finde ich, möchte man mit der Polizei nicht mehr tauschen. Egal ob Streife, Hundertschaft oder SEK.
Erst darf man sich mit gröhlenden Fussballfans rumschlagen, dann ins Wendland und dann zur Afghanistan Konferenz in Bonn. Dazwischen gibt’s nicht viel Schlaf.
Die Ausstattung ist zum Teil defekt und uralt. Funkgeräte und Co. funktionieren oft nicht. Die Budgets wurden runtergestrichen.
Würden die Kugelsicherenwesten schimmeln, es würde mich nicht wundern. Der Job ist dabei egal ob Fussballstadion oder Wendland sicher nicht von Pappe. Trotz „Luxus“-Papp-Klo!

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Dienstag, 22.11.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Stromsparen für Anfänger!

Warmduscher – das Wort trifft es nicht so ganz. Warmhandwäscher – das ist es. Das sind wohl unsere Politiker im NRW Landtag. Und damit soll Schluss sein. Der Landtag will Strom sparen und so sollen alte Wasserboiler zum Händewaschen einfach ab 18.00 Uhr ausgeschaltet werden. Also wer länger arbeitet, der muss sich künftig vielleicht die Hände mit kaltem Wasser waschen. Eine beeindruckende Geste! Da wird mir heiß und kalt bei solch grandiosen Sparplänen. So konsequent, so unglaublich… nicht zu glauben!
Ab 18 Uhr kaltes Wasser. Warum nicht den ganzen Tag, so wie bei uns hier in der Aktuellen Stunde Redaktion. Wir leben auch noch!
Das zeigt mal wieder wie konsequent es in Politiker Kreisen zugeht. Ab 18 Uhr kaltes Wasser – das ist ja so wie ein Gesetz zu verabschieden, das nur für Schaltjahre gilt oder eine Steuerbefreiung, wenn das Gehalt mehr als 1 Milliarde Euro beträgt.
Bei solch unglaublichen Stromsparideen des NRW Landtags dürfen wir Wähler vor allem eins: uns warm anziehen! Der letzte macht das Licht aus ;o)

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Samstag, 05.11.2011

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Wann ist ein Mann ein Mann?

„Mit Ihnen geht’s nicht und ohne ist auch langweilig!“ so zitierte eine Kollegin zum Weltmännertag diese Woche!
Herzlichen Glückwunsch den Herren der Schöpfung. Ursprünglich sollte der Tag mal an die Männergesundheit und an Vorsorge erinnern. Das weiß heute keiner mehr.
Diese Woche überschlagen sich die Zeitungen mit den Schlagzeilen „Ist ein Mann noch ein Mann?“, „Die neuen Väter – Spielen ja, Spülen nein“ oder „Heute darf ein Mann mal Mann sein“! Es wird darüber diskutiert, wie emanzipiert der heutige Mann ist. Wie schwer er es hat. „Männer führen Kriege, Männer sind schon als Baby blau“ – war gestern. Heute müssen sie Kinderwagen schieben, Erziehungsurlaub nehmen und kochen. Es bricht mir das Herz.
Wobei – danke für`s Mann sein – sonst hätten wir niemanden um zu fragen: „Was denkst du gerade?“ ;o)
1984 hat Herbert Grönemeyer schon gefragt: Wann ist ein Mann ein Mann? - Hat er darauf je eine Antwort bekommen?

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Mittwoch, 02.11.2011

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Sollen sich die Bayern doch freuen!

..ein Münchner Biergarten in NRW! Der große Aufreger! … Steuergelder werden verschwendet! Wie kann man! Es geht schon wieder los, das große Geschrei nach Gerechtigkeit und Rechtfertigung. Und wer ist Schuld! Ein Bild – so schreibt die Bild!
Es zeigt einen schönen sonnigen Biergarten. Das Bild ist in der neuen Image-Broschüre über NRW. Sie soll zeigen, wo man in NRW ausgeht! Seite 10 der Broschüre beschreibt unser Lebensgefühl – die Seite zeigt nur leider das der Bayern!
Ich finde, wir haben uns schon über schlimmere Fehler aufgeregt. Vor zwei Wochen erst als das Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler rauskam. Kostenexplosionen bei Bauvorhaben, Veruntreuung in Millionenhöhe, teure Prestigeprojekte – die Liste der vom Steuerzahlerbund angeprangerten Geldverschwendungen war lang! Vor Schock reichte da nicht mal ein Bier im schönsten aller Biergärten!
Da finde ich die Nummer mit dem falschen Bild in der Broschüre eher harmlos. Sicher 2700 Stück sollen schon auf dem NRW Tag in Bonn verteilt worden sein. Welch Skandal! Ich hatte sie bestimmt wegen unserer Sondersendung auch schon in der Hand! Wie fürchterlich!
Also ein falsches Bild in einer Broschüre! Blöder Fehler – ärgerlich! Darf nicht passieren! Fand auch ein FDP Politiker und monierte den Fehler mit der Frage, ob NRW seit Amtsantritt der rot-grünen Regierung so an Attraktivität verloren habe, „dass wir mit dem Englischen Garten in München werben müssen.“
Wohl kaum! Und das hat nichts mit rot, gelb oder grün zu tun! Denn egal ob im Bergischen oder im Revier – es sitzt sich eh besser als wo anders! Gerade in diesen schönen Herbstagen!
Sollen sich die Bayern doch gebauchpinselt fühlen, weil einer ihrer Biergärten in unserem Land sein könnte! :o)
Ich kann mich darüber nicht aufregen! Und dabei mag ich noch nicht mal Weisswurst!

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Sonntag, 23.10.2011

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Facebook für Fiffy

„Die Pizza ist köstlich!“ oder „Gehe jetzt einkaufen“ – das sind meiner Meinung nach Postings auf Facebook, die die Welt nicht braucht!
„Mein neuer Kratzbaum ist der Hammer“ und „Wer will mit mir Gassi gehen?“ die gehören auch in die Kategorie! Bei My Social Petwork – einem neuen sozialen Netzwerk für Hund, Katze und Maus geht genau das! Frauchen oder Herrchen können sich hier im Namen ihres Tieres austoben! Postings, Bilder – der tierischen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Die Tierliebhaber dürfen die Gedanken der Haustiere interpretieren und ins Netz stellen! Ich brauch das echt nicht lesen!
Auf der neuen Plattform sagen sich nicht nur Fuchs und Hase gut Nacht, sondern auch Schildkröte, Hase, Meerschweinchen und Co! Wozu brauch man das?
Warum dann nicht auch „My Social Plantwork“? Das neue Portal für Orchidee, Pfeilchen und Co!
Ich denke meine Yukka Palme hätte so einiges zu posten: „Ich glaub sie mag mich nicht… Hilfe… ich verdurste!“

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Freitag, 21.10.2011

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...und jährlich grüßt der Strompreis!

Es ist eine eigenwillige Preispolitik, die die Stromkonzerne da betreiben! Im zwölften Jahr hintereinander steigen die Strompreise für uns Verbraucher. Von 4 bis 9 Prozent Preissteigerung ist diesmal die Rede!
Ein Ritual! Jedes Jahr steigen die Preise – das kommt wie Weihnachten, Neujahr und Ostern.
Verstehen kann ich das nicht, denn die großen Energieriesen machen ein Milliardengeschäft! 2010 war für Stromerzeuger wie RWE, Eon, Vattenfall und EnBW ein absolutes Rekordjahr. Nie zuvor habe man einen so großen Gewinn einfahren können.
Außerdem fällt der Einkaufspreis für Strom seit drei Jahren – die Margen der Stromversorger steigen.
Könnte unser Strompreis da nicht zumindest stabil bleiben?
Nein, heißt es da, denn die Umlage für Erneuerbaren Energien und der Ausbau der Stromnetze müssten zu Preiserhöhungen führen. Seit 12 Jahren?
Ich dachte, wir treiben die regenerativen Energieträger noch gar nicht so lange im großen Stil voran?!
Der Vorwurf, die Energiekonzerne beeinflussen im großen Stil den Strompreis – ist nicht neu!
Warum aber lassen wir uns das so gefallen? Dem gehen wir heute Abend in der Aktuellen Stunde nach.
Versorgungssicherheit, Kontinuität, Wohlfühlen – mit diesem Worten wird ein Abhängigkeitsverhältnis von den Stromanbietern signalisiert: „Bloß nicht wechseln! Sonst steht man ohne Licht da“.
Wir sind beim Strompreis viel zu geduldig und zu ängstlich! Wenn mir der Joghurt nicht schmeckt oder er zu teuer wird, dann kaufe ich auch einen anderen!
Aber Achtung beim Strom! Was ein Quatsch! Wir sollten genau wie im Supermarkt einfach zu einem anderen Produkt greifen! Zu dem, was einem passt.
Ökostrom und Co. Wir beschäftigen uns zu wenig mit dem, was da aus unserer Steckdose kommt.
Solange wir nur meckern und nichts machen, können die Stromversorger meiner Meinung nach die Preise steigern, wie sie möchten.
Bisschen mehr Wettbewerb könnte nicht schaden!

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Donnerstag, 20.10.2011

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Staatskasse leer! Wen interessiert´s?

Irgendwie machen wir was falsch! Wenn unsereins kein Geld mehr hat, dann werden Urlaube gestrichen, Discounter besucht und Schuhkauf-Attacken vermieden! Sparen nannte man das irgendwann einmal! Je nachdem mehr oder weniger!
Für unseren Staat scheint das nicht zuzutreffen! Die Staatskasse ist leer – wen interessiert es? Und in dieser Situation will man satte 7 Milliarden Euro für uns Bürger locker machen! Vielleicht. Steuersenkung?!
Offenbar hat sich die Koalition nach zweijährigem Hin und Her geeinigt und nun könnte das große Wahlversprechen- vor allem der FDP - eingelöst werden.
In einer Pressekonferenz in Berlin verkündeten Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Wirtschaftsminister Philipp Rösler, die Koalition habe sich auf eine Steuerentlastung zum 1. Januar 2013 verständigt. Durch eine Verminderung der sogenannten kalten Progression sollen die Steuerzahler jährlich um eben sechs bis sieben Milliarden Euro entlastet werden.
Die kalte Progression tritt dann ein, wenn Lohnerhöhungen nur gerade so ausreichen, um die steigenden Preise abzudecken und die Steuersätze nicht angepasst werden. Schönen Gruß an Herrn Wöhe als BWL-Klassiker!
Radikal sollen die Kürzungspläne dafür nicht sein, so heißt es.
Radikal fass ich mir da an den Kopf!
Wie kann man eine Steuersenkung in Aussicht stellen, während Deutschland Geld an allen Ecken und Enden fehlt? Steuergerechtigkeit – sehr gern – aber diskutieren wir nicht gerade noch über Rettungsschirme und Herabstufungen von Ratingagenturen.
Da sollte man meinen Steuermehreinnahmen wären für Deutschland überlebenswichtig!
Aber wozu aufregen! Aus Bayern schießt schon einer quer. Als bayrischer Dickschädel bekannt – hat CSU-Chef Horst Seehofer gesagt: „Mit uns gibt’s da keine Einigung!“
Da weiß die gelbe Hand nicht was die schwarze tut…

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Montag, 17.10.2011

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Gruppenbild mit Dame!

So kommt es einem immer wieder vor, wenn man Fotos von deutschen Top-Manager-Treffen sieht!
Die Vorstandsetagen der deutschen Unternehmen sollen weiblicher werden. Denn noch ist der Anteil von Frauen kaum wahrnehmbar. Darüber wird gerade mal wieder heftig diskutiert!
Braucht es den Druck per Gesetz, damit mehr Frauen in Spitzenpositionen aufsteigen?
Wenn es nach unserer Familienministerin Schröder geht, dann regelt eine Selbstverpflichtung demnächst den Anteil der Frauen in den deutschen Führungsriegen!
Ein Entwurf sieht vor, dass die börsennotierten und mitbestimmten Unternehmen jährlich die Anzahl von Frauen und Männern in Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen müssen. Sie sollen auch erklären, welchen Anteil von Frauen und Männern sie bei der nächsten Bestellung der Gremien anstreben.
Damit will Schröder die Konzerne zur Abgabe einer Selbstverpflichtung zwingen.
Sollte dann in einem Unternehmen die Zusammensetzung eines Vorstands oder eines Aufsichtsrates nicht der Selbstverpflichtung entsprechen, gibt’s eine Geldbuße und die Berufung des neuen Gremiums ist ungültig!

Kollegin Ursula von der Leyen ist das zu wenig, sie möchte eine Frauenquote schwarz auf weiss im Gesetz verankert!
Braucht es das? Bisher war ich der Meinung, eine Frauenquote ist überflüssig! Denn eine Spitzenposition sollte nach Qualifikation und nicht nach Geschlecht besetzt werden.
Die Debatte über eine Frauenquote stammt aus den achtziger Jahren. Entsetzlich, dass wir sie immer noch führen und auch noch als DAS Aufreger-Thema sehen.
Vielleicht könnte man das mal im Jahr 2011 klären.
Für mich steht fest: Es müssen mehr Frauen Führungspostionen übernehmen. Schade, wenn es dafür ein Gesetz braucht. Aber dann muss es wohl so sein…
Auf ein Gruppenbild mit DameN!

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Sonntag, 18.09.2011

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Ansturm auf unsere Unis!

Bekommt man noch eine Kopie von den Unterlagen, die der Professor gerade austeilt? Das war noch die harmloseste Frage. Bekomm ich einen Sitzplatz im Hörsaal? Die hab ich mir in den Grundkursen meines Studiums gar nicht erst gestellt. Das war reines Glück und gaaaaanz früh da sein! Wahrscheinlich hätte man eher im Lotto gewonnen.
Voll, voller, Uni.
Die Universitäten und Fachhochschulen platzen aus allen Nähten und das immer mehr. In Wuppertal gabs schon Vorlesungen im Kinosaal (wobei der ein oder andere VWL II sicher mit einer Portion Popcorn besser ertragen hat) – aber nicht nur Wuppertal ist packevoll. Ganz Deutschland verzeichnet einen Studentenrekord. Noch nie waren an den Hochschulen so viele Studierende eingeschrieben wie im vergangenen Wintersemester. 2,218 Millionen lernten im Wintersemester 2010/11 in den Hörsälen und Seminarräumen der Universitäten und Hochschulen. Das waren 96.400 Studierende mehr als im vergangene Jahr. Und es werden immer mehr. Dieses Jahr fällt die Wehrpflicht weg und außerdem gibt es in manchen Bundesländern schon doppelte Abijahrgänge.
Dürfen sich jetzt die Kinos und Kirchen dieser Welt freuen? Man darf gespannt sein, wie das in den Unis funktionieren soll.
Ob Professoren dann immer noch nur eine Sprechstunde in der Woche haben. Hoffentlich nicht!
Deutschland hat zu wenig Akademiker. Das heißt es immer wieder. Zu wenig Studierende haben wir nicht.
Nur leider brechen viele nach dem zweiten und dritten Semester ab oder sind einfach nur eingeschrieben.
Ich finde den Ansturm auf Bildung klasse! Nur darf man nachher eben nicht in Vorlesungen in Kirche und Kino sitzen.
Wie oft haben wir auch hier im Blog schon über die Investitionen in Bildung diskutiert. Schade. Darauf ne Packung Popcorn!

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Donnerstag, 15.09.2011

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Papa hat auch Rechte!

„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr!“ Das wusste schon der alte Wilhelm Busch.
Für einen Mann aus Fulda ist es noch schwerer, er kämpft schon länger um das Recht überhaupt zu wissen, ob er Vater ist.
Hat ein Mann also Anspruch auf die Klärung der Vaterschaft? Der Europäische Gerichtshof sagt Ja! Zumindest wenn es zum Wohle des Kindes ist.
Im Fall aus Fulda hatte der Kläger eine Beziehung zu einer verheirateten Frau. Er ging mit ihr während der Schwangerschaft zum Arzt, erkannte die Vaterschaft an. Vor der Geburt aber ging die Frau zu ihrem Ehemann zurück! Und der verschmähte Liebhaber hat nie erfahren, ob er nun der leibliche Vater des Kindes ist.
Im Interesse der Familie hat das wiedervereinte Ehepaar einen Vaterschaftstest abgelehnt! Genau diesen Standpunkt haben bis her auch die deutschen Gerichte vertreten.
Der Europäische Gerichtshof sieht das anders und stärkt damit die Position leiblicher Väter! Denn rechtlicher Vater ist der gehörnte Ehemann. Nun befanden die Strasburger Richter, man muss jeden Fall einzeln prüfen, ob nicht doch der Umgang mit dem mutmaßlichen Vater im Interesse des Kindes läge. Da ihm das verweigert wurde, ist es ein Verstoß gegen das Privatleben. Deutschland muss dem Kläger nun ein Schmerzensgeld von 5000 Euro zahlen.
Wilhelm Busch hatte recht sogar im Recht! Für geheime Väter ist es noch schwerer. Hoffentlich hilft das Urteil. Natürlich muss jeder Fall einzeln geprüft werden und bitte sorgsam und vielleicht nicht laut vor kleinen Kindern.
Aber ein Anrecht darauf zu wissen, ob man nun der Vater ist oder nicht. Das hat Mann ja wohl eindeutig!
Was das angeht sind wir Frauen halt klar im Vorteil. Deshalb sollte leiblichen Vätern geholfen werden. Sie sind definitiv im Nachteil.

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Dienstag, 13.09.2011

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Gleichberechtigung- Nix für Kinder?

Indianer kennen keinen Schmerz. Jungs weinen doch nicht. Blau und rosa sauber getrennt. - Kennen wir alles schon.
Allerdings war mir bisher nicht klar, dass Jungen weniger gefährdet sind als Mädchen, wenn sie auf dem Weg zur Schule sind.
Zur dieser Einschätzung kommt anscheinend die Kreispolizeibehörde Heinsberg was den Schulweg betrifft. Ein 15 Jähriger muss von Teveren nach Geilenkirchen zur Schule! Macht ungefähr 4 Kilometer.
Für den Bus braucht es ein Schokoticket, Bärenticket oder wie sie alle heißen! Mädchen bekommen das erstattet. Jungs nicht!
Bitte? Hab ich mich verhört? Das muss man fragen!
Laut Polizei sind Mädchen auf der Landstraße gefährdeter als Jungen.
Völlig unverständlich. Wir berichten heute Abend über diese seltsamen Unterschiede.
Wie war das noch mal mit der Gleichberechtigung? Galt die nicht in beide Richtungen?
Hoffentlich hat die Polizei recht. Etwas anderes möchte man niemandem wünschen.


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Samstag, 27.08.2011

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Reicht die Reichensteuer?

„Der Begriff Reichensteuer ist eine in der nach der Bundestagswahl 2005 geführten Reformdiskussion um das deutsche Steuerrecht bekannt gewordene, häufig auch populistisch verwendete Wortschöpfung. Weitere Schlagworte sind Millionärssteuer oder Neidsteuer.“
So lautet eine Definition im Internet! In Frankreich wird das Wahlkampfgeschrei deutscher Politiker von 2005 jetzt wohl in die Realität umgesetzt.
Neben verschiedenen Sparmaßnahmen will die Regierung eine Reichensteuer einführen. Die Sonderabgabe von drei Prozent solle auf Jahreseinkommen von mehr als 500.000 Euro erhoben werden. Frankreich muss sparen und sucht andere Einnahmequellen. Und da sollen alle helfen. Einige der mächtigen im Land haben sogar schon bereitwillig „hier“ gerufen und wollen ihren Teil zur Rettung Frankreichs in der Finanzkrise beitragen.
Bei uns geht die Diskussion nun auch wieder los. Vermögende sorgen sich um Reichensteuer, Vermögensteuer und eine Anhebung des Spitzensteuersatzes! Mitten in der Finanzkrise überrascht das nicht.
In Frankreich wird demnächst die ein oder andere Jacht in Saint Tropez fehlen oder sie ist auch mal einen Meter kürzer sein.
Wäre das nicht doch eine Variante für uns in Deutschland? Ein Auto weniger im Fuhrpark, ein Ring in der Schatulle.
Wie war das….auf alle Schultern gleich verteilen?
Bei den deutschen Bürgern kam die Reichensteuer in allen Umfragen immer gut an. Finanzexperten warnen dann vor Steuerflucht!
Die Schweiz ist nicht mehr gemütlich, immerhin hat man eine Steuervereinbarung mit Deutschland getroffen.
Der Trend fürs große Geld heißt Asien! Niedrige Steuern und das Bankgeheimnis ist sicher. ( Auch wenn Herr Schäuble immer wieder verhandelt.)
Die Reichensteuer scheint allein nicht auszureichen.

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Samstag, 13.08.2011

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Getreten, geschlagen und bespuckt!

Was willst Du mal werden, wenn Du groß bist? Feuerwehrmann, Astronaut oder Polizist! Die klassische Antwort eines 5 Jährigen! Vielleicht wäre das anders, wenn Max, Leon oder Julius schon mit 5 Jahren wüssten, was da eigentlich abgeht bei der Polizei.
Beamte werden getreten, geschlagen und bespuckt! Das gehört zu einem ganz normalen Arbeitstag!
Ob bei Fußballspielen, Protestmärschen oder beim Streifendienst: Der Polizeialltag wird immer riskanter.
Die Polizei selbst sagt, ihre Beamten seien immer öfter Opfer von Gewalt. Fast jeder Dritte sei im vergangenen Jahr im Dienst beleidigt, bespuckt, gestoßen, geschlagen oder getreten worden
Am gefährlichsten ist für die Beamten der tägliche Streifendienst, der Großteil aller Zwischenfälle ereignet sich nachts an Wochenenden und im Zusammenhang mit Alkohol.
In dieser Woche sind in Gelsenkirchen Streifenpolizisten zu einem Verkehrsunfall gelockt und dann mit einem Messer überfallen und schwer verletzt worden. Die beiden schwebten in Lebensgefahr.
Die Gdp und die deutsche Polizeigewerkschaft sprechen inzwischen von Wohnbebieten bei bestimmten Städten, in die die Polizei bereits mit 2 Wagen fahren muss.
Anwohner fühlen sich dauerhaft unsicher, deshalb sprechen wir heute Abend in der AKS mit einem Polizeibeamten aus dem Ruhrgebiet! Er wird in der Sendung nicht zu erkennen sein, denn er spricht einmal ohne Rücksicht auf Verluste über die Ängste der Polizisten! Seit fast 20 Jahren als Streifenpolizist weiß er, dass seine Kollegen mittlerweile nur noch panische Angst vor bestimmten Einsätzen haben. Bei Bandenkriegen werden die Beamten mit dem Hinweis "wir regeln das selbst" wieder nach Hause geschickt.
In Altenessen z.B. fühlen sich 57% der Bürger unsicher.
Mitten in all dem darf die Polizei „Dein Freund und Helfer“ arbeiten. Diesen Traumjob stellen sich Max und Leon sicher anders vor!

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Dienstag, 09.08.2011

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Was macht die Krise mit meinem Geld?

So wie der Dax heute zuckt, in diesem Zick-Zack-Kurs schlagen auch gerade die Herzen vieler, die ihr Geld in Aktien steckten. Die Finanzmärkte sind in Aufruhr. Und das wird wohl erstmal so bleiben! Ob die USA oder Italien – Länder versumpfen in ihren Schulden und die Märkte zittern. Es klingt in diesen Tagen alles nach Untergangsstimmung – auf Raten, Stück für Stück- völlig egal. Untergangsstimmung.
Nach dem Amerika schon ein A aus dem Rating-Titel AAA gestrichen wurde, könnte jetzt auch Frankreich dran sein! Die Kreditwürdigkeit des Landes wird laut und deutlich in Frage gestellt! Pas de problème? Wohl kaum! Das ist ein Problem.
Auch für mein Konto? Das fragen sich heute viele. Problem für das eigene Geld, Job, Sparbuch, Rente, Lebensversicherung und vielleicht den eigenen Traum vom Haus.
Unsicherheit ist Gift für die Aktienkurse. Wirklich gesund finde ich es auch nicht für das kleine eigene Konto!
Gerade kommt die Meldung, dass der Dow Jones in den USA sich erholt! Er startet deutlich im Plus. Dem deutsche Leitindex kann das nur kurz Auftrieb geben – heißt es.

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Montag, 08.08.2011

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Keine Erholung!

Die Fluglotsen wollen ab morgen streiken. Noch wird darüber entschieden. Mal wieder vor Gericht. Bei uns in NRW wären alleine zehntausende Passagiere betroffen. Auf dem landesweit größten Flughafen in Düsseldorf würden nach Angaben eines Sprechers 97 Landungen und 134 Starts gestrichen. 24.000 Passagiere müssten dann am Boden bleiben.
Schon vergangene Woche hatte das Arbeitsgericht Frankfurt/Main einen Streik auf den deutschen Flughäfen untersagt. Nun soll ein neuer Anlauf her!
Wie viele schön geplante Urlaube sind da betroffen? Weg vom Chef, von der Schule – einfach weg und ab in den Urlaub! Das wollen viele morgen. Ob sie es können ist noch nicht klar!
Die Gewerkschaft der Flugsicherung fordert in der aktuellen Tarifrunde 6,5 Prozent mehr Geld. Die Deutsche Flugsicherung will aber ihrerseits Kosten sparen, weil die EU vorschreibt, die Flugsicherungsgebühren ab 2012 zu senken. Das die Arbeit der Deutschen Flugsicherung wichtig ist, darüber muss nicht diskutiert werden. Sie überwacht zivile und militärische Flüge im deutschen Luftraum. Nach DFS-Angaben koordinieren die Mitarbeiter täglich bis zu 10.000 Flugbewegungen. Während der Ausbildung liegt der Verdienst bei ca. 800 Euro, in der Phase des Lizenzerwerbs bei 2900 bis 4100 Euro.
Mit Beginn der eigenverantwortlichen Arbeit liegen die Gehälter, je nach Einsatzbereich und -ort, bei 68.000 bis 95.000 Euro pro Jahr - also etwa zwischen knapp 5700 Euro und knapp 8000 Euro monatlich. Dazu kommen Zuschläge für Schicht- und Feiertagsarbeit.
Schade ist, dass der Streit am Ende vor allem das Konto der Urlauber belastet! Im Grunde nicht die Airlines. Denn jeder der in den nächsten Tagen in den Urlaub will, der hat weder Vorfreude noch kann er sich schon mal auf Erholung freuen. Das geht erst, wenn der Flieger in der Luft ist.
Schade!

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Samstag, 06.08.2011

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"Nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt!"

Der Gang zur Waage ist für jeden schwer - aber für jeden anders.
Aber was die Model-Vorbilder angeht, die mir von Bunte, Gala, Cosmopolitan oder Vogue anlächeln, da gehören die meisten zur sogenannten Size Zero-Größe! So nennt man das heute! Size Zero also die Größe Null – ist im Grunde die deutsche Größe 32 und weniger! Eben Magermodel Größe. Momentan wird darüber viel diskutiert. Auch heute Abend bei uns in der Sendung. Der Schlankheitswahn greift wieder um sich. Erst konnte man deutlich erkennen, wie Kate Middleton sich passend ins Hochzeitskleid hungerte und nun erschreckten die neuen Maße – „Maßchen“ von Claudia Schiffer viele. Wie schriebt die Bunte Chefin in ihrem Kommentar so schön: „Claudia Schiffer hat sich verdünnisiert!“. Wer jetzt allerdings so tut als seinen dürre Models neu, der sollte vielleicht mal die alten Bilder von Twiggy rauskramen. Anfang der 70er sah es nicht viel dicker aus.
Und mal ehrlich… Welcher Hollywood-Herr hat denn eine schöne tolle Frau mit ein paar Kilo mehr am Arm. Spontan fällt mir da nur Ex-James Bond Pierce Brosnan ein und die unglaublich tolle Monica Bellucci!
Aber ansonsten ist nur berühmt, wer dünn ist.
Kate Moss Spruch „"Nichts schmeckt so gut, wie sich dünn sein anfühlt!“ ging um die Welt und sorgte für mächtig Ärger. Die meisten meiner Freundinnen würden ihn sofort unterschreiben.
Ich finde dünn auch schöner – dünn, nicht dürr! Vielleicht hat Kate Moss sogar irgendwie recht.
Schade ist nur, wenn angesichts von Ärmchen à la Jolie und Schiffer, der eigene schlanke Arm nicht mehr als normal empfunden wird. Dank „Germanys Next Topmodel“ und Co. müssen wir darauf bei Jugendlichen noch mehr achten!
Nicht für alle wird das Leben durch den Mode-Schlankheitswahn leichter.
Dünn sein allein macht nicht glücklich – damit liegt man immer voll und fett daneben!

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Donnerstag, 04.08.2011

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`Dagobertine Duck´ hinterzieht Steuern!

Die Beamten dachten, sie wären in Entenhausen, als sie heute mit Schaufeln und Kisten das Geld aus einer Bonner Wohnung holen mussten!
Eine mutmaßliche Steuerhinterzieherin hatte das Geld regelrecht wie in Dagoberts Geldspeicher gehortet. Tonnenweise Münzen stellten die Ermittler zumindest abtransport-technisch vor eine Herausforderung.
Da mussten keine Konten eingefroren werden, da wurde einfach geschaufelt und geschleppt!
40.000 Euro soll die Frau als Kleinunternehmerin im großen Stil mit Toiletten-Trinkgeld verdient haben.
Ausschließlich 1 Euro und 50 Cent Münzen waren es – ein 7,5 Tonner war notwendig, um den Geldhaufen abzutransportieren.
Sie hat bundesweit rund 50 Toiletten, meist in Kaufhäusern, gepachtet. In den Toiletten arbeiteten für sie geringfügig Beschäftigte. Dieses Geschäftsmodel scheint lukrativ.
Es ist eine etwas andere Art von Steuerhinterziehung, die die Frau betrieben hat, aber sie unterscheidet sie dadurch nicht von den Zumwinkels und Beckers dieser Welt. Steuerhinterziehung bleibt Steuerhinterziehung - in dem Fall ist sie halt skuril.
Aber ansonsten, ob der zurückgetretene Post-Chef Klaus Zumwinkel, Boris Becker, Patrick Lindner, Otto Graf Lambsdorff oder Freddy Quinn. Ob im Kleinen oder im Großen – Steuerhinterziehung scheint salonfähig.
Steuerhinterziehung als Volkssport?
Immerhin mussten im Bonner Fall auch die Fahnder mal sportlich schleppen!


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Sonntag, 17.07.2011

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Gewalt im Fussball! Saison eröffnet!

Es geht nicht um Tore und den Lieblingsclub! Ihnen geht es um Gewalt, Randale und Krawall! Fussball-Hooligans. Gerade die zweite Fussballbundesliga hat damit zu kämpfen. Seit diesem Wochenende ist sie wieder gestartet. Die Gewaltbereiten freuen sich auf eine neue Saison und Polizei und Sicherheitskräfte bereiten sich auf jede Menge Ärger vor. Das Fussballspiel ist nur noch der Anlass, der gebraucht wird zum Prügeln!
„Eine Liga in Angst“ heißt es schon! Hunderttausende sind am Wochenende unterwegs um Fussball einfach nur zu genießen, aber eine Splittergruppe will einfach nur Ärger machen!
In NRW hat die Polizei deshalb sogar als einziges Bundesland eine Initiative dagegen gestartet. »Mehr Sicherheit bei Fußballspielen in Nordrhein-Westfalen« damit soll es besser laufen in NRW Stadien und drumherum!
Welch schöner Aufwand für ein „Spiel“!
Fussball ist Krieg? Ich dachte immer nur auf dem Platz! Die Bilder vor, in und an den Stadien machen mich immer wieder fassungslos. Regelrechte Gewaltexzesse laufen da ab im Namen des Fussballs.
17,5 Millionen Zuschauer besuchen so im Schnitt die Spiele der 1. und 2. Bundesliga!
Die Vereine müssten viel mehr durchgreifen, damit genau diese kleine Gruppe an gewaltbereiten Fans überhaupt keinen Platz mehr in den Stadien bekommt! Hansa Rostock überdenkt beispielsweise schon sein Kartensystem. Keine Dauerkarten mehr – damit nicht Störer dauerhaft einen Platz bekommen.
St. Pauli musste gestern in Lübeck spielen, weil in der letzten Saison ein St.Pauli Fan einem Linienrichter einen vollen Bierbecher an den Kopf geschmissen hat. Welch unglaubliche Strafe!
Da dürfte noch ein bisschen Luft nach oben sein, oder?

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Samstag, 16.07.2011

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Schöner krank sein!

Teppichboden, Ledersessel in der gemütlichen Besucherlounge, ein Bad mit Riesenspiegel in violett und Design Armatur… aber irgendwas war da noch!
Ein großer Flachbildschirm am Bett, alle Kanäle, das Zimmer sauber und hell…aber irgendwas war da noch!
…Ach, der Blinddarm muss raus! Wenn es sonst nichts ist!
Schöner krank sein heißt das Zauberwort! In immer mehr deutschen Krankenhäusern gibt es regelrechte Komfortstationen!
Das Essener Knappschaftskrankenhaus zum Beispiel. Wir besuchen den Bereich „Luxus-Lebensrettung“ heute Abend in der AKS. Auf dieser Station können sich Privatpatienten stilvoll gesund pflegen lassen, mit allem was dazugehört. Auch mit Getränkeservice und heißem Cappuccino ans Bett bringen!
Damit liegt das Krankenhaus voll im Trend. Bisher kannte man nur die Variante von einer Krankenhausetage in Hotels. Dort sieht man im Sommer in den Hotellobbys ganze Scharen von Menschen mit Pflastern im Gesicht und gemachten Nasen!
Nun also zieht der Hotelluxus aber in normale Krankenhäuser ein. Für Privatpatienten wird der Service dort besonders groß geschrieben. Kassenpatienten zahlen hierfür bis zu 150 Euro pro Nacht.
Die Qualität der Behandlung egal ob Privat- oder Kassenpatient soll nicht leiden! Darauf wollen die Kassen achten! Medizinische Betreuung soll für jeden gleich bleiben. Hoffentlich!

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Mittwoch, 13.07.2011

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Schulden oder Nicht-Schulden?

Das ist hier die Frage! Die europäische Schuldenkrise zieht auch heute weiter ihre Kreise. Irland bekam den Stempel: Ramsch! Eine Ratingagentur setzte die Bewertung des Landes herab und geht davon aus, dass es weitere Finanzhilfen braucht.
Italien bleibt auch im Visier und Griechenland hofft seit heute auf einen radikalen Schuldenerlass! Die Euro-Minister sollen schon daran arbeiten. Macht das Sinn? Nun wird für den Mittelmeer-Staat "eine Umschuldung bis zur teilweisen Entschuldung" gefordert.

Der Schuldenerlass ist die radikalste Lösung! Er soll den Schuldner vor allem eins: Sanieren! Es könnte die einzige Rettung für das marode Land sein, auch wenn es einen zeitweisen Zahlungsausfall für alle Gläubiger bedeuten dürfte. Noch zuckt man aber in der Politik und die Eurominister grübeln.
Wir erklären heute in der AKS auch den Schuldenerlass im Kleinen, beim Nachbarn!
Wie würde man dort Schulden erlassen? Würde man es überhaupt? Und vor allem, wie geht man danach mit demjenigen um.
Nur weil ich Land oder Leute Schulden erlasse, heißt das noch lange nicht, dass derjenige danach einfach locker und flockig weitermachen kann.
Die Schulden auf Null gesetzt, aber alles andere? Nach der Krise muss Griechenland wieder aufgebaut werden. Mit einem Konto auf dem 0 Euro steht – wohl kaum! Also wer leiht dann wieder Geld.
Wird es aber keine Umschuldung geben oder sogar eine Entschuldung, kommt Griechenland wahrscheinlich nicht von seinen Schulden runter.
Also sinnvoll oder nicht – das ist hier die Frage!

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Montag, 11.07.2011

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Nüchterner Bahnhof!

Darauf darf man ruhig anstoßen, wie ich finde!
Bahn, Bahnhof, Bahnsteig – all die ohne Alkohol? Eine gute Idee. Über Kriminalität an Bahnhöfen, Schlägereien, Übergriffe in Verbindung mit alkoholisierten Tätern, die im Rausch brutal zuschlagen, berichten wir immer wieder hier in der Aktuellen Stunde. Gewalttaten und Alkohol! Ein unschöner Cocktail.
Straßenbahn fahren Samstags Nachts hat etwas von einem fürchterlichen Besuch in einer Bar.
In Berlin wird gerade über ein generelles Alkoholverbot in U-Bahnen und auf Bahnhöfen diskutiert. Bisher ist das Trinken und Essen auch bei uns nur in Bussen und Bahnen verboten. Nicht aber im kompletten Bahnhof.
In Hannover versucht man jetzt noch etwas anderes. Drei Monate lang verkaufen die Händler im Bahnhof von Freitags bis Sonntags keine alkoholischen Getränke. Nach dem ersten „nüchternen Wochenende“ zieht die Polizei für den Bahnhof in Hannover eine positive Bilanz.
Weniger Körperverletzungen, weniger Übergriffe!
Also, was eigentlich spricht auch in NRW gegen ein Alkoholverbot an Bahnhöfen?
Auch das Alkoholverbot in Fussballstadien kommt immer wieder auf den Tisch – hier sind sogar zwei Drittel aller Deutschen für ein solches Verbot!
Da dürften die meisten doch bei einem Alkoholverbot an Bahnhöfen nur eins sagen: gute Idee! Prost!

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Donnerstag, 23.06.2011

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Raus aus Afghanistan

Platz da, hier kommt die Weltpolizei! So haben es viele Länder immer wieder empfunden, wenn die Großmacht Amerika vor ihrer Tür stand und für Ordnung sorgen wollte und sollte.
Oft begründet, oft ersehnt, oft auch verhasst. An verschiedenen Orten der Welt ist Amerika gleichzeitig im Einsatz. Das macht sich in den USA mittlerweile nicht mehr so gut. Und Wahlen müssen schließlich im eigenen Land gewonnen werden!
33.000 amerikanische Soldaten sollen nun innerhalb eines Jahres Afghanistan verlassen, so sieht es der Abzugsplan von US-Präsident Obama vor. Die Afghanen selbst reagierten gespalten auf die Ankündigung.
Nun heißt es möglichst schnell raus aus dem Hindukusch. Nicht ganz zwei Jahre ist es her, da haben die Amerikaner ihre Truppen sogar aufgestockt. Was ist mit den Deutschen Truppen? Wann wird denn hier der Abzug geplant? Man darf gespannt sein.
Bisher hieß es von der NATO immer: Wir bleiben bis alles wieder in geregelten Bahnen verläuft! Sind das geregelte Bahnen, die man jetzt in Afghanistan vorfindet?
Das wird sich zeigen. Ertragen und ausbaden müssen es am Ende die Menschen in Afghanistan. Wenn es schief läuft wird ein Anruf im Westen dann nicht mehr reichen.
Heute haben sich aber auch viele in Afghanistan zu Wort gemeldet und gesagt, sie seien froh, wenn keine fremden Soldaten mehr durch ihr Haus marschieren und die Stadt kontrollieren. Wird sich zeigen.
Einer ist bestimmt froh. Al Kaida. Alles auf Anfang? Hoffentlich nicht!

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Dienstag, 21.06.2011

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Zeigt her Eure Zähne...

Der Zahnersatz soll noch einmal teurer werden, darüber haben wir schon berichtet, denn die Gebührenordnung für Zahnärzte wird überarbeitet. Es wird wohl auch so kommen, dass sich der Eigenanteil des Patienten beim Zahnersatz erhöht. Wie kann ich beim Zahnersatz also eine billigere Lösung finden? Darum geht es heute in der Sendung. Billig, aber gut. Jetzt heißt es als Patient nicht mehr nur: Mund auf und still halten - nun müssen wir am Besten noch selbst prüfen, was da so steht im Heil- und Kostenplan!
Zweitstudium Medizin haben wir doch alle. Oder?
Also bitte kritisch prüfen, was angebracht ist, um den Eigenanteil zu verringern.
Ist ja nett, dass die Ärzte unterschiedliche Preise nehmen, aber jetzt muss der kritische Patient nach der Arbeit auch die Angebote von Zahnärzten im Internet checken.
Ein bisschen wie bei My Hammer geht es auf einem Internetportal zu, dass seit dem vergangenen Jahr versucht, Patienten durch den Kostendschungel zu lotsen.
Ist das jetzt die Lösung für unser marodes Gesundheitssystem?
Der Patient sucht sich einfach den günstigsten und vermeintlich besten Arzt für die neue Kauleiste und los geht es.
Was den Urlaub angeht, bin ich ja gerne mit der eigenen Recherche dabei. Aber sollte hier das Hotel, das ich mir selbst ausgesucht habe, mal nichts sein – Pech gehabt!
Nächster Urlaub – halt ein anderes Hotel!
Aber bei meinen Zähnen? Wohl kaum!
Zähne zusammenbeißen und durch! Nein danke! Meinem Zahnarzt möchte ich blind vertrauen. Und nicht mit den Zähnen klappern vor Angst!
Da vergeht mir jedes Lächeln.

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Montag, 20.06.2011

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Scheiden tut eben weh!

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen! Wie bei jeder Trennung. In dem Fall ist ER zwar nicht fremdgegangen und SIE hat nicht einfach die Schlösser ausgetauscht.
Aber auch hier fühlt sich ER und ER falsch verstanden.
Michael Ballack UND Jogi Löw.
Michael Ballack wird nicht mehr in der deutschen Nationalelf mitkicken. Das haben wir mittlerweile alle mitbekommen. Aber wer lügt? Michael Ballack oder der DFB? Im Streit über den Rauswurf durch Bundestrainer Joachim Löw steht es Aussage gegen Aussage.
Für Ballack ist das mehr als ärgerlich, denn so der ganz große Ruhm hat in seiner Karriere immer gefehlt und wird wohl auch immer fehlen. „Vize“-Ballack halt.
Vielleicht ist Ballack deshalb wirklich der undankbare Star, die alternde Diva– einer, der einfach nicht merkt, dass er nichts mehr in der Nationalelf reißen kann. Vielleicht hat unser Bundestrainer sich aber auch nicht klar ausgedrückt, war zu ungenau. Noch weiss man nichts genaues.
Aber möchte man das?
Viele schon! Diese Scheidung wird wohl genauso breitgetreten, wie die mehrfachen von Fussballkollege Lothar Matthäus, Arnold Schwarzenegger oder gerade die Trennung von Playboy-Boss Hugh Heffner. Lesen tun wir es am Ende alle. Freiwillig oder unfreiwillig.
Aber so ist das auch, wenn die Freundin heulend auf der Couch sitzt und fragt, wie sie ihre Trennung jetzt bewerkstelligen soll. Die schickt man ja auch nicht nach Hause. Ganz im Gegenteil!
Aber was rät man da? Wie funktioniert eine „gute Trennung“?
Bestimmt nicht so, wie das, was da gerade im Fussball abgeht. Wer sich einen anständige spannende Trennung anschauen will, der schmeißt eine DVD rein und gibt sich „Der Rosenkrieg“ mit Kathleen Turner und Michael Douglas an. Bissig unterhaltsam und mit definitiv mehr Stil.
Aber die Herren des Fussballs sollten das lieber lassen.
Bei dieser Schlammschlacht möchte man nur noch hoffen, dass sie sich beiden ganz schnell nichts mehr zu sagen haben!

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Sonntag, 05.06.2011

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Es kommt nicht auf die Größe an...

Einen Hund hab ich nie gehabt. Nicht, weil ich keine Hunde mag, sondern weil ich es zeitlich nicht schaffen würde. Nur fürs Protokoll. Ich finde Hunde klasse.
Und wenn einer zum Wadenbeißer mutiert, sind meiner Meinung nach meist die Halter schuld.
Deshalb hat man im schönen Niedersachsen ein neues Hundegesetz. Darauf einigten sich die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags diese Woche. Wichtigster Punkt: Wer noch nie einen Hund besaß, muss ab 2013 als Halter einen Sachkundenachweis erwerben. Dabei sollen die Hundebesitzer beispielsweise etwas über das Sozialverhalten ihres Vierbeiners und das Erkennen von Gefahrensituationen lernen.
Klingt doch gut! Und ist anders als bei uns in NRW völlig unabhängig von der Größe des Hundes. Bei uns gilt nur: Wenn der Hund kleiner als 40 cm ist und weniger als 20 Kilo wiegt, kann ihn halten wer mag. Fähig oder nicht.
Wir zeigen heute Abend in der AKS, dass man so vielleicht nicht rechnen sollte. Beutetrieb oder vor allem eine niedrige Reizschwelle gerade bei kleinen Hunden sprechen dagegen.
Ein zweijähriges Kind kann von einem kleineren Hund auch schwer verletzt werden.
Hundeexperten bejubeln das neue Gesetz, unsere NRW Landesregierung sieht leider keinen Änderungsbedarf.
Schade, ein kleiner Hund ist meiner Meinung nach nicht weniger Hund. Und ein schlechter Halter – der sucht sich den Hund aus, auf den er Lust hat. Klein oder groß.

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Freitag, 03.06.2011

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Spiel nicht mit den Schmuddelfingern...

Seit Tagen hat man entweder nach dem Mittagssalat ein schlechtes Gewissen oder man lässt ihn ganz weg.
Die EHEC-Fälle in Deutschland verunsichern. Absolut verständlich. Aber jetzt führen die Erkrankungen zu einer weiteren Diskussion. Warum Deutschland? Sind wir die Dreckspatzen in Europa? Nehmen es mit der Hygiene nicht so genau? Wir haben heute Mittag in der Konferenz darüber diskutiert. Ist die Hygiene so viel schlechter als in anderen Ländern? Bei uns in Deutschland? Eigentlich gefühlt eine absurde Diskussion.

Aber es geht in diesem Fall auch um die Hygiene in den Supermärkten. Beim Obst- und Gemüsekauf drücken wir gerne und fühlen, wir reiben Spargel, ob er quietscht und frisch ist. Letzteres wird immer wieder empfohlen. Regelrecht zu testen, ob Ware frisch ist.
Im Normalfall sollte man eh alles Gemüse oder Obst ja waschen, leider reicht das bei dem EHEC-Ereger nicht aus. Fließend Wasser rückt ihm nicht zu leibe.
Muss man jetzt die kompletten Hygiene Bestimmungen in Deutschland in Frage stellen. Es verwundert doch sehr, dass die Fälle fast nur in Deutschland auftreten.
In Italien zum Beispiel ist es Pflicht beim Gemüse- und Obsteinkauf Handschuhe überzuziehen. Bei uns ist es Pflicht Hand anzulegen.
Gerne steht man im Supermarkt und sieht wie Erdbeer-Schalen auseinander geflückt und mit den schönsten Stücken wieder zusammen gesetzt werden.
Die Italiener würden uns auf die Finger hauen. Aber schaut man nach Frankreich ist es auch eher wie bei uns. Ich habe dort noch keinen Obst- oder Gemüseverkäufer erlebt, bei dem es mit Plastikhandschuhen zuging.
Heute abend schauen wir und in der AKS mit einem Hygieniker dieses Problem mal genauer an. Und morgen beim Einkaufen? Gute Frage!

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Montag, 30.05.2011

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Wider der Willkür

Wahrscheinlich wird kein Ölmulti heute Nacht schlechter schlafen, auch wenn Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer die Preispolitik der Tankstellen gesetzlich regulieren will.
Damit reagiert er auf den Hilferuf des Bundeskartellamts. Die haben klipp und klar in einer Studie gesagt: Die deutschen Autofahrer zahlen zu viel für ihren Sprit. Die Preis-Wächter finden, dass Aral, Esso, Jet, Shell und Total und wie sie alle heißen, den deutschen Markt beherrschen und sich gegenseitig nicht auf die Füße treten. Die Großen haben von dem Wort Wettbewerb noch nichts gehört.
Ganz im Gegenteil. Illegale Preisabsprachen können zwar nicht nachgewiesen werden, aber die Konzerne haben einen guten Überblick, was auf dem Tankstellenmarkt so angesagt ist und können die Preise locker in die Höhe treiben.

Was nun? Nette Studie, die in der Schublade verschwindet?
Zumindest nicht, wenn es nach dem Bundesverkehrsminister geht. Der möchte auf den Tisch hauen und das sogenannte „Australische Modell“ einführen.
Das heißt, bei uns müssten die Konzerne höhere Kraftstoff-Preise vorher ankündigen und dann 24 Stunden unverändert lassen.
Ziel: Wir Autofahrer wüssten woran wir sind und die Preise an den Tankstellen würden nicht an allen wie abgesprochen in die Höhe schnellen.
Ob das wirklich funktioniert ist die Frage, aber der Willkür der Ölkonzerne entgegen zu wirken - wie auch immer - das wird auch langsam Zeit.
Sollte das "Australische Modell" etwas bringen und die Gewinn-Sucht der Ölmultis würde gebrochen, wäre sicher ein Känguru Freudenhüpfer drin.

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Samstag, 21.05.2011

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Einmal ganz schön alt aussehen...

Dieses Jahr werde ich 30. Bisher hatte ich da überhaupt kein Problem mit. Nach gestern auch nicht mit der 30. Aber mit der 40, der 50, der 60 und der 70!
Meine Redaktion hat mich in 5 Minuten dazu gebracht, mich wie eine 70 Jährige zu fühlen. Nicht, weil es in der Aktuellen Stunde so stressig war oder ich wegen Herrn Heyer graue Haare bekommen hab, sondern weil man mich im Forschungszentrum in Aachen in einen Altersanzug gesteckt hat.
Rente mit 70! Das ist diese Woche in Deutschland diskutiert worden.
In der Theorie lässt sich da einfach mitreden, auch mit 29 Jahren, aber in der Praxis sieht das anders aus.
Das es allerdings so extrem ist, habe auch ich nicht gedacht.
Mit Schienen an Armen und Beinen, einem Korsett, Handschuhen, Nackenring und Seh-Brille wurde mir und meinem Körper gestern simuliert, wie es sich anfühlt alt und gebrechlich zu sein. Das Ergebnis dieses Selbstversuchs gibt es heute Abend in der Aktuellen Stunde.
Nicht jeder 70 Jährige wird in so einem schlechten Zustand sein, wie die Forscher sich das denken.

Aber dieses "alt sein" war fürchterlich!
Am Anfang lacht man und denkt: huch, ist ja alles steif und unbeweglich, unflexibel und tut weh.
Nach einer Stunde in dem Altersanzug, nach Treppensteigen, Autofahren (fühlte sich an als wäre die Servolenkung weg), sitzen (Erholung), aufstehen (Horror), sitzen, leider wieder aufstehen und nach dem stundenlangen rumsuchen im Portemonnaie (wie klein sind 10 Cent!) war ich müde, genervt und frustriert.

So hatte ich mir das nicht vorgestellt! Aber Fuchsberger hatte recht. Alt werden ist nichts für Feiglinge!
Normalerweise altert man in einen 70 Jährigen hinein, aber selbst dann! Wie ich mit diesen Einschränkungen und Gebrechen noch ganz entspannt einen Tag durch die Flure und Treppen des WDR laufen soll – Das weiss ich nicht!
Und zu allem, was sich an meinem Körper durch den Anzug anders anfühlte, würde in der Realität ja noch das ein oder andere Zipperlein kommen. Vielleicht sogar mehr.
Nach der frustrierenden Erfahrung gestern, wünsche ich mir einen Regierungssaal voller Politiker im Altersanzug. Einen Tag lang.
Ich bin gespannt wie dann über ein Gesetz der Rente mit 70 abgestimmt würde.
Da würden so einige Politiker ihren Arm nicht hochbekommen und dafür stimmen.
Und das läge nicht nur an den eingeschienten Armen.

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Dienstag, 17.05.2011

Bild von Catherine Vogel, Rechte: WDR

Bitte ein Lenkrad aus Lakritz!

Es ist der tägliche Wahnsinn, der einen fast dazu bringt jedes Mal wieder ins Lenkrad zu beißen! Leider ist es nicht aus Lakritz!
Egal ob morgens oder abends, gerne auch mal mittags, wir stehen im Stau!
Es ist der wichtige Grünschnitt auf der A 57 morgens um 8.00 Uhr oder die Dauerbaustelle auf der A46 bei Wuppertal. Egal wo man in NRW fährt bzw. schleicht, irgendwann leuchten vor einem die roten Bremslichter.
Die rot-grüne Landesregierung hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um die Situation zu verbessern und hat es heute vorgestellt.
Da möchte man vor Glück ja hupen. Nur leider ist das nicht das erste Mal, dass uns rot, grün, schwarz oder gelb hier Besserung versprechen.
Unser Verkehrsminister Voigtsberger hat jetzt "wissenschaftlich fundierte Informationen darüber, wo sich die Staus im Land ballen und aus welchen Gründen sie an diesen Stellen entstehen"! Beeindruckend – ganz was neues!

Neben den stark belasteten Abschnitten sind vor allem die Autobahnkreuze schuld, also da, wo sich der Verkehr knubbelt! Die Knotenpunkte! Wahnsinn – welch neue Erkenntnis!
Der Kölner Ring und die A40 sind am schlimmsten betroffen! Wow- wirklich?
Laut Statistik hat sich in NRW der Verkehr im vergangenen Jahr auf jeden Kilometer Richtungsfahrbahn durchschnittlich 90 Stunden lang gestaut!!!!

Ich bin schwer beeindruckt! Hätte man das nicht auch schon beim morgendlichen Hören der Stauschau vorhersagen können! Aber vielleicht brauch es ja auch die „Wissenschaftlich fundierten Informationen“ damit sich nun etwas ändert.
Wir werden sehen, bis dahin fürchte ich muss mein Magen jeden Morgen noch mit der täglichen Lenkradgummi-Portion kämpfen! Guten Hunger auch Ihnen!

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