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Aktuelle Stunde - Alle Beiträge von Asli Sevindim

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Montag, 01.03.2010

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Xynthia hat getobt - Und was haben Sie in der Zeit gemacht?

Das war mal ein Super-Sturm: Orkan-artige Böen bis zu 140 kmh. Als Xynthia gestern durch Nordrhein-Westfalen peitschte war nichts vor ihr sicher: Keine Bäume, Gerüst-Teile oder Dachziegel - das Sturmtief hat das Land richtig durchgeschüttelt.
Es heisst schon: Xynthia sei nur wenig schlimmer gewesen als Kyrill.

Nach dem Unwetter folgte heute das Schadens-Protokoll: Mehr als 15tausend Einsätze für Feuerwehr und Polizei - Wie hoch der Sachschaden ist, kann noch nicht genau gesagt werden. Der Hinweis lautet: Schäden in Millionenhöhe.
Traurige Gewissheit: Zwei Menschen verloren bei dem Sturm ihr Leben.

Heute morgen war Xynthia DER Gesprächsstoff: Bei meinen Nachbarn, an der Tankstelle, am Telefon…
Die einen waren völlig überrascht von der Heftigkeit des Sturms: Sie waren z.B. nass geworden beim Waldspaziergang. Andere konnten nicht fassen, wie leichtsinnig manche sind und trotz Unwetterwarnung noch unter Bäumen spazieren gingen.
Die ganz schlauen hatten gestern keinen Schritt vor die Tür getan:
Ab in die Jogginghose, rauf auf die Couch und lecker einen Tee trinken, während draussen die Welt untergeht!
Da muss man sich auch nicht mehr groß über so einen Sturm aufregen fanden sie.
Und was meinen Sie? Was haben Sie gestern getan, als draußen der Wind mit 140 Sachen an Ihrem Fenster vorbei gepeitscht ist?

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Donnerstag, 11.02.2010

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Griechenland im Schuldensumpf – Retter Deutschland?

Die Lage ist dramatisch: Griechenland steht kurz vor dem Staats-Bankrott.
Ein EU-Mitgliedsland, Mitglied der Eurozone ist so unfassbar verschuldet, dass man sich auch als normalsterblicher Nicht-Finanzexperte fragt: Mann, was muss man alles falsch machen, verhauen und verschlafen, dass es soweit kommt:
Die Schulden Griechenlands betragen 113 Prozent des Brutto-Inlands-Produktes - das ist vier-mal soviel wie die EU erlaubt!!!
Große Sorge deshalb bei den anderen EU-Ländern:
Die desolate Finanzlage des Landes schwächt die gemeinsame europäische Währung – schadet also z.B. auch Deutschland.
Und nun?
Griechenland hat zwar nicht offiziell danach fragt, aber trotzdem haben die EU-Staaten heute beim Sondergipfel in Brüssel darüber gesprochen: Zur Not gibt es eben Finanzhilfen für die klammen Griechen. Aber daran können die ebenfalls gebeutelten anderen Länder der Eurozone eigentlich keine Interesse haben. Zu groß ist die Angst davor, dass auch andere verschuldete EU-Länder dann auf der Matte stehen und die Hand aufhalten: Portugal, Italien, Spanien – weitere Kandidaten.

Eine aktuelle Umfrage aus Deutschland sagt: 71 % der Befragten sind gegen deutsche Hilfszahlungen – aber dürfen wir einen EU-Staat bankrott gehen lassen?
Ist die EU auch eine Haftungsgemeinschaft? Welche Rolle spielt eigentlich, dass sich Griechenland im Grunde in die Eurozone hinein gemogelt hat: Die Wirtschaftszahlen waren – freundlich gesagt – geschönt.
Viele Fragen, die wir versuchen wollen, heute Abend in der Aktuellen Stunde zu klären.
Doch eines scheint schon jetzt klar:
Wenn es hart auf hart kommt, dann müssen wir wahrscheinlich alle zahlen. Und das wird teuer.

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Montag, 08.02.2010

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Junge Raser – runter vom Gas!

Junge Fahrer - seit Jahrzehnten eine Problemgruppe:
Rasantes Fahren - Riskantes Überholen.
Zu oft mit schlimmem Ausgang.
Die Statistik beweist es. Und genauso lange wird versucht, mit diversen Verkehrs-Sicherheits-Initiativen junge Fahrer von riskanter Raserei abzubringen. Meistens vergeblich.
Immer wieder berichten auch wir über schreckliche Unfälle, traurige Schicksale, Tote und Verletzte, doch leider ändert sich nicht viel.
Jetzt versucht es die Bonner Polizei mit Schocktherapie: Sie hat ein Unfallopfer, das bei einem Verkehrsunfall ein Bein verloren hat mit Schülern zusammengebracht.
Herausgekommen ist ein Stück, in dem die Schüler die Geschichte dieses Mannes nachspielen:
Schonungslos offen und ehrlich, aufrüttelnd, nachdenklich.
Wir zeigen die Geschichte heute abend in der Aktuellen Stunde, auch in der Hoffnung, dass ein ehemaliger Raser andere Raser bekehren kann.
Bevor es zu spät.
Doch leider wird es wohl allzu viele geben, die sich weiterhin für unsterblich halten und trotzdem wieder das Gaspedal voll durchtreten – doch sie sind nicht nur für sich eine Gefahr. Sondern auch für uns.

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Dienstag, 26.01.2010

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Viel Geld für wenig Arbeit…

…damit könnten wahrscheinlich Viele von uns leben.
Das Problem ist nur: Es gibt nicht so wahnsinnig viele von diesen Jobs!
Ein paar gibt es dann aber doch – zum Beispiel bei der RAG. Genauer beim Regionalbeirat der Ruhrkohle AG. Da gibt es
15.000 Euro - für zwei bis drei Sitzungen im Jahr, an denen man teilnimmt - ein bißchen Vorbereitung - ein bißchen Nachbereitung - und das war's dann auch.
Das ist doch mal ein charmanter Job.
Motto eben: Viel Geld für wenig Arbeit.
24 Mitglieder sind vertreten in diesem Gremium - überwiegend Bürgermeister und Landräte aus Regionen, die vom Bergbau und Zechen-Stillegungen betroffen sind. In der Regel müssen diese Mitglieder das Geld auch abgeben. Es kommt meist in die Stadtkasse.
In der Regel. Es gibt aber auch Landtags-Abgeordnete, die das RAG-Geld kassieren - und behalten dürfen!
Wie das? Und wer hat einen dieser attraktiven Posten?
Das wollen wir doch genauer wissen – deshalb heute Abend in der Aktuellen Stunde mehr zu diesem Thema.
Vielleicht können wir da auch klären, warum Bürgermeister, Landräte und Landtagsabgeordnete, die als „Experten“ in die Arbeit der RAG Stiftung eingebunden werden sollen, dafür mit Extra-Geld gelockt werden müssen. Gehört die Interessenvertretung ihrer Städte, Region und Bürger nicht ohnehin zu ihren Aufgaben?

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Montag, 25.01.2010

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Zahltag für Millionen von Kranken-Versicherten!

Jetzt machen sie es wahr: Die ersten gesetzlichen Krankenkassen wollen Zusatz-Beiträge erheben!
Mindestens Acht Euro pro Monat sollen es sein.
Zwei der größten Kranken-Versicherungen haben das heute bereits angekündigt - das die anderen schnell nachziehen werden scheint klar: Das Loch in der Gesundheits-Kasse ist ja auch gigantisch: Fast acht Milliarden Euro fehlen!
Doch anstatt mal zu schauen, wo das ganze Geld immer wieder versickert – schließlich steigen die Kosten ja kontinuierlich Jahr für Jahr in schwindelerregende Höhen – anstatt also ernsthaft und entschlossen zu überprüfen, wo es vielleicht Einspar-Möglichkeiten gibt, wird erst einmal weiter dazu geschaufelt: Raus aus unserem Portemonnaie – hinein in die bodenlose Kasse der Kassen…
Stopfen statt sparen scheint das Motto zu sein.
Schon Ende Februar sollen die Gremien der Versicherungen die Pläne zur Erhebung einer Extra-Gebühr absegnen - damit wir Versicherten auch schnell zur Kasse gebeten werden können.
Kann da mal bitte jemand STOP rufen?
Dass Gesundheit und Krankheit, Versorgung und Vorsorge Geld kosten, ist uns nicht nur klar, sondern auch einiges wert. Aber bevor wir kopflos immer mehr Geld einzahlen, wäre es doch angebracht nachzuschauen, wo genau sich dieses 8-Milliarden-Loch befindet?
Was kostet so viel Geld, dass es vorne und hinten nicht mehr ausreicht?
Transparenz geht anders…

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Freitag, 15.01.2010

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Haiti - Überlebende kämpfen ums Überleben

Die Lage in Haiti wird immer dramatischer - Am dritten Tag nach dem Erdbeben sind die Überlebenden verzweifelt:

Die Menschen ringen um Wasser und Lebens-Mittel - Die Vereinten Nationen berichten sogar von Plünderungen in Lagerhäusern. Die ersten internationalen Rettungsteams mit Not-Lieferungen sind zwar eingetroffen - aber sie haben die meisten Opfer noch längst nicht erreicht.
In den Straßen - da türmen sich die Leichen, drohen neue Gefahren, Krankheiten - Die Überlebenden kämpfen im Grunde weiter ums Überleben - große Wut und Enttäuschung in Haiti.

Ja, und große Verwunderung! Warum dauert das alles so lange?

Auf der anderen Seite der Insel in der Dominikanischen Republik landen ja auch ständig neue Flugzeuge mit Touristen. Warum also sind Helfer, Ärzte und Medikamente nicht längst im Katastrophengebiet in Haiti angekommen?
Das Erdbeben ist immerhin schon ganze drei Tage her!
Und da ist es anscheinend tatsächlich so, dass es nicht genügend Kapazitäten gibt, alle Helfer alle Ausrüstung nach Haiti zu bringen.
Wertvolle Zeit ist verstrichen, weil z.B. keine Flugplätze zu bekommen waren. Währenddessen landen aber weiter munter Ferien-Flieger nebenan in der Dominikanischen Republik!
Verrückte Welt. Aber was tun?
Urlauber aus dem Flieger zerren? Flugplätze beschlagnahmen?
Was würden wir tun, wenn wir unseren lang-ersparten und verdienten Urlaub antreten wollen und jemand sagt: Nö. Heute nicht.
Hinter den Kulissen tun die Airlines angeblich sehr viel, um die Hilfe zu unterstützen. Und wahrscheinlich sind die Urlauber nicht mal gefragt worden, ob sie ihren Platz an einen Helfer abtreten.
Immer mehr Fragen: Wie ist das eigentlich mit der Bundeswehr? Kann die keine Hilfe nach Haiti fliegen?

Heute in der AKS versuchen wir Antworten zu finden. Währenddessen wachsen Wut und Verzweifelung bei den Überlebenden…

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Mittwoch, 13.01.2010

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Beamten-Belastung?!

Deutsche Beamte sind absolute Spitze: Und zwar bei den krankheitsbedingten Fehltagen!
Keiner fällt länger und öfter aus als Beamte - In der Privat-Wirtschaft ist der Krankenstand deutlich niedriger.
Der Beamtenbund erklärt das ganze mit zunehmenden Stress - Experten weisen aber darauf hin, dass auch in der freien Wirtschaft die Arbeitsbelastung eher zu- als abgenommen hat.
Was also ist das Problem?
Interessant jedenfalls ist: Nicht nur Feuerwehrleute oder Politessen sind betroffen, sondern auch Menschen, die am Schreibtisch sitzen.
Die Fakten: 16,3 Tage fehlen Mitarbeiter der NRW-Finanzverwaltung pro Jahr wegen Krankheit. Bankmitarbeiter, die am Arbeitsplatz auch sitzen, sind nur 10 Tage krank.
Und in der IT-Branche fehlen die Beschäftigten nur 8 Tage.

Wir waren deshalb heute im Finanzamt Köln – nachfragen, versuchen zu verstehen. Hier die Fakten: Durchschnittsalter 27, durchschnittlicher Krankenstand 18 Tage!
Das Ergebnis der Recherche vor Ort gibt es heute abend in der AKS.
Die Ursachen und Antworten in dieser Sache sind sicher vielfältig.
Aber einen Hinweis kann ich mir dann doch nicht verkneifen: Macht es vielleicht einen Unterschied, dass der Job eines Beamten in der Regel doch sicher ist?
Sicherer jedenfalls als viele andere Jobs...

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Dienstag, 12.01.2010

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Tiere in Not?

Also ich meine ja, daß diese Eises-Kälte nun schon seit drei Monaten anhält. Das ist natürlich extrem subjektiv - und gar nicht richtig - aber Folgen hat der Frost und die geschlossene Schneedecke schon.

Und da geht's nicht nur darum, dass manche von uns wirklich wahnsinnig frieren: für viele Tiere draussen in der Natur wird's einfach schwieriger Nahrung zu finden. So eine leckere kleine Maus, die leichtsinnig auf dem weissen Schnee spazieren geht - da träumen gerade viele Greifvögel von.

Für alternatives Menü für etwas kleinere Vögel sorgen Menschen mit prall gefüllten Vogel-Häuschen oder Meisenknödeln. Was aber ist mit anderen hungrigen Tieren? Denn auch Rehe und Hirsche müssen zur Zeit mehr suchen und mehr Energie darauf verwenden etwas Eßbares zu finden. Rein gefühlsmäßig möchte man ja schon fast ein Care-Paket schnüren. Aber der Förster, mit dem wir heute unterwegs waren, der hat eine ziemlich deutliche Meinung zum Zufüttern. Wenn Tiere nichts zu fressen finden, dann ist das Natur.
Ich muss schlucken.
Ja, und dann?
Tja, dann schlägt die Natur halt zu.
Zufüttern oder der Natur freien Lauf lassen? Was meinen Sie?

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Samstag, 12.12.2009

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Teure Tickets

Und jetzt: Zurück treten bitte! Die Fahrpreis-Erhöhung bei der Deutschen Bahn wird auf die Schiene gesetzt.
Ab morgen geht's wieder rauf mit den Preisen!

Natürlich - pünktlich zum Fahrplan-Wechsel. Die Tickets werden um durchschnittlich 1,8 Prozent teurer - Im Nah- und Fern-Verkehr. Und das mutet schon an wie verkehrte Welt!
In Kopenhagen wird über Lösungen im Kampf gegen den Klima-Wandel gesprochen - und der Öffentliche Verkehr in Deutschland, der eine Alternative zum umwelt-belastenden Individual-Verkehr sein soll - der wird gerade teurer und damit unattraktiver.
Die Erklärungen dafür sind schnell bei der Hand: Gestiegene Personalkosten der letzten Jahre – die Lasten durch den großen Bahnstreik usw.
Aber damit hören die schlechten Nachrichten für Kunden von Bahn und ÖPNV nicht auf: Auch das Fahren mit Bus und Bahn wird teurer.
Rechnet man da den Service dagegen, ist das Ergebnis für den öffentlichen Verkehr wirklich trübselig.

Und dann will man UNS dazu überreden vom Auto auf Bus und BAHN umzusteigen.
Mit welchen Argumenten denn?
Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann, sieht jedenfalls anders aus.

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Freitag, 11.12.2009

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Achtung Weihnachtsfeier!

Jetzt kommt ein Warn-Hinweis: Vorsicht Fett-Näpfchen!
Davon könnten sich einige vor Ihnen auftun in diesen Tagen:
In Ihrem Büro - im Betrieb - und zwar ausgerechnet bei der Weihnachts-Feier mit den Arbeits-Kollegen.
Wer schon mal auf einer Betriebsfeier kopfüber in so ein Fettnäpfchen gesprungen ist - der weiß, was ich meine. So nach zwanzig Minuten volltrunken den Chef zu knutschen und im Anschluß ohnmächtig ins Büffet zu fallen - das wär zum Beispiel nicht wirklich professionell. Das wird heute und morgen aber trotzdem sicher passieren im ganzen Land, denn es ist grad Hoch-Konjunktur für Weihnachts-Feiern.
Wenn die Ausfälle auch nicht so spektakulär sind wie der Kopfsprung ins Büffet: Dann wird der Chef plötzlich geduzt oder gedrückt, viel zu viel getrunken, Kollegen befummelt, gelästert...
Heute in der Aktuellen Stunde wird es auch darum gehen, was man besser läßt auf der Weihnachtsparty im Betrieb. Ich werde besonders genau aufpassen, weil wir ausgerechnet HEUTE unsere AKS-Feier haben!
Was finden Sie eigentlich unmöglich auf solch einer Feier? Welche peinlichen Ausfälle haben Sie schon erlebt - selbst oder bei Kollegen? Keine Sorge: Wir brauchen keine Namen;) - und weiter erzählen werde ich es auch nicht...

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Montag, 07.12.2009

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Schweinegrippe - Doch nicht so schlimm?

Stellen Sie sich vor es ist Schweinegrippen-Impfung in Deutschland - und keiner geht hin!
Vor sechs Wochen hat die Impf-Aktion begonnen. Nach einem schleppenden Anfang gab es ein zwischenzeitliches Hoch: Große Nachfrage, Schlangen vor den Impf-Zentren.
Doch inzwischen sieht die Realität auch in den Arztpraxen anders aus: Nur noch wenige Impfwillige.
Die Nachfrage hat so deutlich abgenommen, dass jetzt sogar darüber nachgedacht wird, den Bestand an Impfstoffen an bedürftige Länder zu verschenken.
Der Grund: Die Schweine-Grippe verläuft in den meisten Fällen nicht so dramatisch wie anfangs befürchtet.

Dabei haben wir wochenlang gehört und gedacht, das da wer weiß was auf uns zukommt. Hochrechnungen ließen viele viele Tote befürchten - eine wochenlange, auch mediale Lufregung. Wir haben auch in der Aktuellen Stunde immer wieder berichtet, dass es sehr widersprüchliche Meinungen gab. Während die einen das Bild einer globalen Pandemie zeichneten, winkten andere gelassen ab: Da sei die normale Grippe schlimm genug.

Und nun? Jetzt scheint alles nur noch halb so schlimm: Der Höchststand der Infektionen ist bereits erreicht.
Also: Die ganze Aufregung umsonst? Unnötige Panikmache?
Die Schweinegrippe - doch nicht so schlimm?

Ich hab mich nicht impfen lassen. Würde ich mich ärgern, wenn ich es getan hätte? Ich weiß es nicht. Aber ich ärgere mich, das es so schwer ist, sich ein umfassendes Bild von dieser Schweinegrippe zu machen.

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Donnerstag, 19.11.2009

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Nur keine Schwäche zeigen?

Zähne zusammen beißen, nichts anmerken lassen - der Druck der Öffentlichkeit, der Zwang stark und perfekt zu sein - Beide haben sie das offenbar gespürt:
Robert Enke UND Oskar Lafontaine.
Für beide galt: Nur keine Schwäche zeigen.
Das heißt: Probleme und Krankheiten verschweigen. Viele tun das auch: Profi-Sportler, Politiker, Wirtschafts-Manager. Die Angst dahinter: Wer zugibt, krank zu sein, der ist ganz schnell weg vom Fenster. Und die Nachfolger stehen schon Schlange.
So wie jetzt bei Oskar Lafontaine, der heute zur Operation wegen seiner Krebs-Erkrankung ins Krankenhaus kam. Seine Partei - Die Linke - diskutiert bereits seine Nachfolge.
Da wundert es nicht, dass viele Menschen lieber gar nichts sagen: Wer ein Problem hat, der hält den Mund. Egal, wie schwer das ist und wie sehr er darunter leidet.

Wie unmenschlich: Da muss jemand alles in sich hinein fressen, alles runter schlucken, weil er nicht nur befürchten muss, das sein "Image" angekratzt oder sein Mythos erschüttert wird, sondern weil er fürchten muss, wichtige Dinge zu verlieren - ja, regelrecht "weggebissen" zu werden. Mein Kollege Martin hat das heute mit einem resignierten "homo homini lupus" kommentiert: Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.
Ist dieses Verhalten also vielleicht allzu "menschlich"?

Vor diesem Hintergrund ist es wohl eine große Stärke, Schwäche zuzugeben...

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Dienstag, 17.11.2009

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Studentenproteste!

Massive Studenten-Proteste im ganzen Land: Von Bielefeld über Bochum bis Köln sind heute wieder Studenten und auch Schüler für bessere Bildung auf die Straße gegangen.
Insgesamt sollen es laut Organisatoren mehr als 18.000 Teilnehmer gewesen sein.
Die Forderungen sind überall ähnlich: Weg mit Studien-Gebühren, Schluß mit überfüllten Hörsälen und endlich Ordnung in das Chaos um Bachelor und Master-Studiengänge. Die Proteste in Nordrhein-Westfalen heute waren Teil des bundesweiten Aktionstages für bessere Bildung.

Studenten auf den Barrikaden. Sie wollen andere Studien-Bedingungen - wieder mehr Zeit für's Lernen, mehr Zeit, um die ganze Fülle an Stoff zu verarbeiten, mehr Praxisbezug usw.
Das sind Wünsche und Forderungen, die man nicht wirklich schlecht finden kann – so gibt es sogar Beistand vom Hochschulverband und der Wirtschaft. Interessant auch, dass fast alle, die verantwortlich gemacht werden, große Sympathien für die Studenten bekunden: Länder, Politiker, Unis…
Bloß: Wenn die all die Forderungen in Ordnung finden – warum ändert sich dann nichts???

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Montag, 16.11.2009

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Nächtliche Räumung eines Seniorenheims

Ein Schreckens-Wochenende für zwanzig Bewohner eines Seniorenheims in Much im Rheinsieg-Kreis: Zum Teil im Schlafanzug wurden sie spätabends aus dem Heim geholt. In einer Nacht und Nebel-Aktion wurde das Haus geschlossen.
Wir haben schon am Samstag in der Aktuellen Stunde darüber berichtet: Die Aufsichtsbehörden hatten dem Heim den weiteren Betrieb verboten.
Der Grund: Schwere Mängel in der Versorgung. Fehlende Medikamente, schlechte Versorgung – manche Bewohner hatten sich wund gelegen.
Dabei war das Haus erst vor wenigen Wochen eröffnet worden und die Heimaufsicht hatte nach einem Kontrollbesuch eine deutliche Warnung ausgesprochen. Die Sorge um die Bewohner hat die Behörden am Ende zu diesem Schritt getrieben.
Doch es gibt auch Kritik an dem spätabendlichen Räum-Kommando: Musste es eine so spektakuläre Aktion sein? Fast zur Schlafenszeit der meisten Bewohner? Viele hatten bereits einen Pyjama an… Der Schrecken sitzt den Menschen noch immer in den Knochen.
Dieser Fall ist doppelt furchtbar und ärgerlich: Wegen der Betreiber des Seniorenheims, die hilflose Menschen auf derart unmenschliche Weise im Stich lassen – und wegen der Behörden, die actionfilmreif eine Schließung herbei führen, die man vielleicht auch etwas überlegter hätte anlegen können.
Was meinen Sie?

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Donnerstag, 05.11.2009

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Weihnachten light?!

Weihnachten ohne Engel, Weihnachtsmann oder Sterne. In Krefeld soll die Straßen-Weihnachts-BELEUCHTUNG ab sofort ohne Weihnachts-FIGUREN auskommen.

Hört sich völlig widersinnig an: Keine Glöckchen, kein Stern von Bethlehem, keine Engel oder der Weihnachtsmann auf einem Schlitten.
Normalerweise um diese Zeit - in genau sieben Wochen ist Heiligabend - überschlägt sich ja der Einzelhandel, um alles komplett auf Weihnachts-Winter-Deko umzustellen.
Anders jetzt in Krefeld. Dort verzichtet die Werbegemeinschaft ganz bewusst auf weihnachtliche Symbole. Die Gründe sind profan und pragmatisch:
Die Lichter-Deko soll von November bis Februar hängen bleiben - mit wirklich weihnachtlichen Symbolen sieht das natürlich merkwürdig aus: Weihnachtsmann und Sterne an Karneval? Das fänden nun Viele auch nicht gut.
Aber deswegen auf jede Weihnachts-Symbolik bei der Straßenbeleuchtung verzichten?

Natürlich ärgern sich viele darüber, aber ich habe heute auch gehört, dass jemand meinte: Ist doch völlig in Ordnung! Da Weihnachten längst nicht mehr allein ein religiöses Fest ist, sondern gerade auch ein Fest für den Einzelhandel, kann man die christliche Symbolik gleich weglassen und sich auf den kommerziellen Teil konzentrieren.
Was meinen Sie?

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Dienstag, 03.11.2009

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Schweinegrippe: Lebensgefährlicher Schock nach Impfung

Die Schweine-Grippe - jetzt ist die zweite große Infektionswelle da: Mit jedem Tag steigt die Zahl der Erkrankten - gestern wurden in Nordrhein-Westfalen vier Schulen geschlossen - drei in Bottrop, eine in Duisburg.

Derweil melden die ersten Arztpraxen in NRW einen Ansturm von Impf-Willigen: Dabei hatte es wochenlang kaum eine Nachfrage gegeben. Die Einschätzungen der Experten gingen so weit auseinander, daß viele Menschen unsicher waren: Impfen lassen oder lieber nicht.

Bis heute ist unklar: WIE GEFÄHRLICH ist die Schweinegrippe eigentlich? Auch bei der Impfung herrscht weiter große Verunsicherung: In Düsseldorf erlitt ein 30-jähriger am Wochenende eine lebensgefährliche Schock-Reaktion auf die Schweine-Grippe-Impfung. Sicher kein Massen-Phänomen, aber eine von vielen Meldungen, die uns immer ratloser machen.
Oder wissen Sie, was Sie von der sogenannten Schweinegrippe halten sollen?

Interessant ist jedenfalls, dass inzwischen sogar Impfgegner, wie der Chef der Ärztekammer Westfalen-Lippe, dazu raten, sich impfen zu lassen. Die Befürchtungen wegen der Nebenwirkungen hätten sich bislang nicht bewahrheitet. Nur berichten nun viele Patienten, dass sie in ihrer Praxis abgewiesen wurden, weil zunächst nur Risikopatienten geimpft werden sollten.

Fragen,Verunsicherung - was erleben Sie im Zusammenhang mit der Schweinegrippe? Wollen Sie sich impfen lassen oder haben es bereits getan? Wie haben Sie darauf reagiert?
Ich bin auch persönlich sehr neugierig auf Ihre Erlebnisse, denn ich habe mich noch nie gegen Grippe impfen lassen. Jetzt wäre es ja vielleicht doch angebracht?


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Donnerstag, 08.10.2009

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Cool-Sprech - Nervig oder Normal?

Nix is' mehr wie es mal war - auch nicht die deutsche Sprache!
Das hören wir jeden Tag live auf der Strasse oder auch im Fernsehen. Besonders Jugendliche entwickeln ganz eigene und neue Ausdrücke:

Auftakeln heisst jetzt "aufbitchen", das Solarium nennt man in Cool-Sprech "Münzmallorca" - und wer in der Schule abschreibt, der macht nichts anderes als "copypasten".

Modewörter hat es schon immer gegeben: Ich kann mich an die entsetzen Gesichter meiner Eltern und Lehrer erinnern, als wir plötzlich nicht mehr "SUPER" sagten, sondern "GEIL".
Dabei hatten die doch auch ihre eigenen Ausdrücke: "Knorke" zum Beispiel.

Aber im Gegensatz zu früher wird die Jugend- und Szenesprache heute offensichtlich viel ernster genommen: In diesen Tagen ist dazu sogar ein Duden erschienen: Das Wörterbuch der Szenesprachen.
Endlich verstehen wir, was die jungen oder hippen Leute meinen, wenn sie von "Chickmagnets" oder einer "Schlusswunde" sprechen. Oder wollen wir das vielleicht gar nicht wissen?
Manche Kollegen fanden heute, dass dieser neue Duden reichlich überflüssig sei: Modewörter kommen und gehen - und viele Ausdrücke finden nur die gut, die zu den "Usern" gehören.
Und was meinen Sie?

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Dienstag, 06.10.2009

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Hochkonjunktur für Schwarzfahrer

Schwarzfahren hat seit der Wirtschaftskrise Hochkonjunktur!
Entweder haben die Menschen das Geld nicht oder sie wollen es nicht ausgeben: Schon allein bis August erwischte die Bahn so viele Schwarzfahrer wie im gesamten vergangenen Jahr - die Zahlen sind beeindruckend.
Genauso beeindruckend scheinen die vielfältigen Methoden und Ausreden der Schwarzfahrer: Heute abend in der Aktuellen Stunde begleiten wir einen Schaffner bei seiner Pirsch durch einen Regional-Express.

Wir haben heute in unserer Redaktion über dieses Thema diskutiert.
Eine Meinung: Schwarzfahren ist Mist! Wer eine Leistung in Anspruch nimmt, der soll gefälligst auch dafür bezahlen. Wir erwarten ja auch alle miteinander, dass die Leistungen der Bahn stimmen - aber Sauberkeit und mehr Personal kosten eben auch Geld.
Deshalb: Schwarzfahren ist kein Kavaliers-Delikt, sondern Betrug.

Und die andere Meinung nimmt die Bahn und die Verkehrsverbünde in die Pflicht: Schließlich werden nicht wenige Menschen unfreiwillig zu Schwarzfahrern, weil Automaten nicht funktionieren oder sie sich im Tarif-Dschungel verheddern - hier gäbe es einiges zum Nachbessern.

Was meinen Sie?

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Freitag, 02.10.2009

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Sarrazin – Tacheles?!

Er ist bekannt und berüchtigt für seine provokanten Formulierungen: Thilo Sarrazin – Bundesbank-Vorstand und ehemaliger Berliner Finanzsenator.
Jetzt hat er sich in einem Zeitschriften-Interview zu Migration und Integration geäußert. Die Sätze haben es in sich:
„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“
„Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.“
Für Sarrazin ist völlig klar: Türkische und arabische Einwanderer sind "weder integrationswillig noch integrationsfähig" - Und sie hätten "keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel".

Rumms.
Erst mal tief einatmen und nachdenken, was der Mann da von sich gegeben hat.
Wollte er einen Beitrag zur Integrationsdebatte leisten? Wollter er auf Mißstände aufmerksam machen?

Ich sage: Nein!
Wer wirklich Interesse an dem Thema hat, der fragt nach Gründen.
Nur ein Beispiel: Warum sind soviele Kinder aus Einwandererfamilien deutlich schlechter in der Schule? Weil in Deutschland – wie in keinem anderen Land in Europa - der Bildungserfolg von Kindern maßgeblich von ihrer sozialen Herkunft abhängt. Das ist übrigens bei deutschen Kindern nicht anders. Wenn die Eltern selbst bildungsfern sind – das sind viele Einwanderer der ersten Generation, denn sie kamen oft als ungelernte Arbeiter ohne Lese- oder Schreibkenntnisse - dann können sie ihre Kinder nicht unterstützen. Dann haben türkische und deutsche Kinder verloren – nur, dass türkische Kindern oft schon mit einem 0:2 Rückstand ins Rennen um den Bildungserfolg gehen.
Aber die Äußerungen von Herrn Sarrazin sind nicht nur unsachlich: Das Gerede von der Eroberung durch eine höhere Geburtenrate ist ekelhaft und menschen-verachtend. Die pauschale Herabwürdigung von Türken und Arabern widerlich und rassistisch.

So sind die Reaktionen darauf auch eindeutig:
Die Bundesbank distanziert sich auf ungewohnt deutliche Weise. Politiker nennen die Worte Sarrazins „widerlich“ und „skandalös“ - Parteifreunde des SPD-Mitglieds fordern seinen Auschluss aus der Partei.
Und die NPD – die hat bereits Beifall geklatscht.

Inzwischen hat Thilo Sarrazin sich entschuldigt.
Aber kann man sich für solche Sätze wirklich entschuldigen? War das ein Versehen? Sind ihm diese Dinge „heraus gerutscht“? Kann etwas aus seinem Mund heraus rutschen, das er nicht denkt?

Folgendes ist mir wichtig:
Ich denke nicht, dass wir in einem Integrations-Paradies leben und es überhaupt keine Probleme gibt.
Im Gegenteil!
Es wurden und werden Fehler auf allen Seiten gemacht. Bildung, Arbeit, Zusammenleben – wir haben noch viele Hürden zu überwinden auf dem Weg zu einer gemeinsamen Gesellschaft, die fair und gerecht zu all ihren Mitgliedern ist. Und alle müssen einen Beitrag leisten. Dazu müssen aber alle Menschen, die hier leben als ein Teil dieser Gesellschaft anerkannt werden. Das gilt für Einwanderer genauso wie für Hartz IV-Empfänger, über die Herr Sarrazin auch gerne herzieht.
Der richtige Weg ist, nach Ursachen für Probleme zu forschen und Tatsachen anzuerkennen: Türken und Araber sind genauso vielfältig wie Deutsche! Sie sind genauso intelligent oder doof, genauso lustig oder langweilig und und und.

Ach, und da wäre noch etwas, das ganz wichtig wäre, damit es klappt mit der Integration und mit dem Zusammenleben: Einfach mal das Gehirn einschalten bevor man redet.

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Dienstag, 29.09.2009

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

This is Germany!

Wahl-Analysen, Gremien-Treffen, Presse-Gespräche - Gestern, am Tag Eins nach der Wahl hatten alle Politiker und Partei-Funktionäre jede Menge zu erzählen.
Das gilt erst recht für den FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle, der ein tolles Wahlergebnis vorweisen kann und gerne darüber spricht.
Er hatte auch ausreichend Gelegenheit seine Sicht der Dinge darzustellen - gestern bei einer der gefühlt hundert Pressekonferenzen, die stattfanden.
Doch plötzlich verschlägt es Westerwelle kurz die Sprache: Ein britischer Journalist stellt eine Frage - in Englisch.
Das ging nun wirklich nicht! Westerwelle machte klar: Das hier ist Deutschland. Hier sprechen wir deutsch!
Es gab keine Antwort in englischer Sprache. Die Frage wurde übersetzt.

Jetzt fragen sich Viele: Kann Guido Westerwelle etwa kein Englisch? Hat er die Frage vielleicht abgeblockt, weil er eine kleine Schwäche verbergen wollte? Dann müsste der zukünftige Außenminister vielleicht noch schnell in den Sprachkurs. Im Internet kursiert derzeit ein Video, da hört sich der zukünftige Weltreisende für Deutschland nicht so wirklich gut an.

Aber vielleicht stimmt das auch gar nicht und seine Englischkenntnisse sind auch nicht viel schlechter als die vieler seiner Vorgänger.
Dann aber müsste sich Westerwelle eine andere Frage gefallen lassen: Hätte er nicht ein wenig lässiger mit der Frage des britischen Journalisten umgehen können?

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Freitag, 21.08.2009

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Wenn Chefs googeln...

Was haben eine Bewerbungsmappe, Fotos von wilden Party-Gelagen und Google miteinander zu tun?
Besser nix - aber in Zeiten von Facebook, StudiVZ und Co läßt sich das nicht immer vermeiden.

Und das nutzen viele Unternehmen in Deutschland. Eine neue Umfrage belegt das - eine Umfrage im Auftrag der Bundesregierung. Danach durchsucht ein Viertel der Unternehmen das Internet nach persönlichen Informationen, wenn sich jemand bei ihnen bewirbt.

Das Internet als Hilfe bei Personal-Entscheidungen. Das kann ziemlich peinlich werden - für den Job-Kandidaten: Wenn sehr "private" Momente als Foto im Netz auftauchen - Partystimmung, ein paar Drinks zuviel, zerzauste Frisur...
Ein tiefer Einblick in die Privatsphäre!
Aber es gibt wie immer auch eine andere Seite der Medaille. Warum nicht das Internet und die wachsende Angewohnheit von Chefs und Personal-Entscheidern nutzen und die Informationen im Netz gezielt setzen? Z.B. über ehrenamtliches Engagement und spannende Hobbies?
Wieviel Privates verraten Sie im Internet?

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Mittwoch, 19.08.2009

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Morgen - Hitzefrei???

Morgen soll's den heißesten Tag des Jahres geben. Wie die Moderatoren der Aktuellen Stunde den verbringen, das können wir heute schon sagen:
Tagsüber sitzten sie in einem notdürftig auf erträgliche 28 Grad heruntergekühlten Moderatoren-Büro...
Und abends um 18.50 Uhr dürfen sie endlich ins Fernsehstudio, in dem stets schattige 15 Grad herrschen.
Was aber machen Sie morgen am heißesten Tag? Wie kühlen Sie sich runter?
Wartet schweißtreibendes auf Sie - oder steht eine Abkühlung auf dem Programm?
Schreiben Sie uns doch mal in den Weblog der Aktuellen-Stunde,
was Sie am Hitzetag morgen vorhaben!

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Donnerstag, 06.08.2009

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Bierbauch oder Sixpack?

Meine Damen, bevor Sie wieder über die dicke Plautze Ihres Gatten schimpfen - In Großbritannien finden Frauen das angeblich total sexy!
Einer Studie zufolge sagen acht von zehn Frauen: "Ja. Ich stehe auf Bierbauch und Brusthaar."

Jetzt fragt man sich natürlich, ob die vielleicht alle ein Seh-Problem haben.
Oder, ob die vielleicht nie etwas anderes gesehen haben.
Möglicherweise denken die britischen Frauen auch: "Was soll ich mit einem Sixpack, wenn ich ein ganzes Faß haben kann?"
Fragen, die wir nicht beantworten können.
Da gucken wir heute Abend in der Aktuellen Stunde doch lieber, wie es die Frauen hier bei uns halten:
Bierbauch und Brusthaar oder lieber schlank und glatt?
Und Sie?

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Montag, 03.08.2009

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Keine Gnade für steuersäumige Rentner

Verkalkuliert! Sie haben gedacht, Sie sind fein raus aus der Nummer: Steuer-Erklärung? Ich doch nicht - ich bin Rentner! Aber denkste!

Seit 2005 müssen auch Rentner grundsätzlich mindestens die Hälfte ihrer Alters-Einkünfte versteuern. Nur bislang haben das ganz Viele überhaupt nicht mitgekriegt.
Sie haben munter vor sich hin kassiert, keine Steuer-Erklärung abgegeben und erfahren jetzt: Achtung Achtung - Ab Oktober wird kontrolliert! Die Finanzämter bekommen nämlich die Daten der Rentner zur Überprüfung und dann kann es auch zu Nachzahlungen kommen.
Wer muss wieviel zahlen? Gibt es Grund zur Panik?
Diese Fragen wollen wir heute Abend in der Aktuellen Stunde klären, denn das Finanzamt kennt eben mit KEINEM säumigen Steuerzahler Gnade - auch nicht mit Rentnern.

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Donnerstag, 02.07.2009

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Wie in einem Horrorfilm, unfassbar - das war heute Morgen die Reaktion in unserem Team als wir von dieser Geschichte erfuhren. In den USA hat eine Python ein zweijähriges Mädchen erwürgt.

Die Riesenschlange war in der Nacht aus ihrem Terrarium ausgebrochen und unbemerkt ins Kinderzimmer gekrochen. Angeblich sind bereits 12 Menschen in den USA durch Pythons in den vergangen Jahren zu Tode gekommen.

Auch bei uns gibt es immer wieder dramatische Fälle, in denen potentiell gefährliche Tiere wie Schlangen, Spinnen oder Skorpione entwischen und Menschen in Angst und Schrecken versetzen. In NRW gibt es übrigens KEINE BESONDEREN VORSCHRIFTEN zur Haltung solcher Tiere.
Ich finde, wir sollten zumindest über welche nachdenken.

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Mittwoch, 01.07.2009

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Weniger Mehrwertsteuer - Mehr Restaurantbesuche?

Mahlzeit! Franzosen und Frankreich-Touristen dürfen sich freuen!
Denn ab heute können sie in vielen Cafes und Restaurants günstiger essen und trinken.

Der Grund: Frankreich hat die Mehrwertsteuer für die Gastronomie brutalstmöglich von
19,6 auf 5,5 Prozent gesenkt. Das hatte Präsident Nicolas Sarkozy vor seiner Wahl versprochen.
Ein wichtiges Thema: Der Restaurant-Besuch ist vielen Franzosen lieb und... eben nicht mehr so teuer! Denn viele Gastronomen und Restaurantketten hatten vorher erklärt: Wenn die Steuer sinkt, geben wir das an die Kunden weiter. Sinkende Preise - das hört man doch gern in Zeiten der Wirtschaftskrise...

Aber was ist mit uns? Wir in Deutschland gehen doch auch mal gerne ins Cafe oder lecker Essen. In der Gastronomie aber werden Lebensmittel höher besteuert als im Supermarkt, beim Bäcker oder Metzger.
Wie wär's? Runter mit der Mehrwertsteuer in der Gastronomie - von 19 auf 7 Prozent. Das hilft den Gastronomen, die doch so viel klagen über sinkende Einnahmen wegen Wirtschaftskrise und Rauchverbot. Und uns wäre auch geholfen. Wenn es günstiger ist, schmeckt das Feierbabend-Bier gleich noch besser...!!!

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Montag, 29.06.2009

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"Sperrt meinen Sohn ein!" - Hilferuf einer Mutter

Eine Mutter, verzweifelt, hoffnungslos - sie mag nicht mehr mit ansehen, wie ihr Sohn immer tiefer abrutscht:
Der ist 17 Jahre alt - seit seinem 14. Lebensjahr in ständigem Konflikt mit dem Gesetz. Von kleinen Diebstählen hat er sich inzwischen "hoch gearbeitet" zu Autos. Vorläufiger Höhepunkt seiner steilen kriminellen Karriere war eine Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Jetzt kann die Mutter einfach nicht mehr. Sie kommt nicht mehr an ihren Sohn heran.
Auch das Jugendamt hat aufgegeben: Der Junge sei schwer erziehbar. Inzwischen ist er ein echter Intensivtäter.
Die Mutter sieht nur noch eine Möglichkeit: Einsperren!
Vor dem Amtsgericht in Bocholt hat sie jetzt deshalb einen Sitzstreik abgehalten. Sie fordert von den Behörden, daß ihr eigener Sohn in die geschlossene Psychatrie eingewiesen wird.
Kein Knast, keine Konsequenzen - sie hat Angst, daß er noch Schlimmeres anstellt.

"Bitte sperren Sie meinen Sohn ein! Ich weiß nicht mehr weiter." Der unglaubliche Hilferuf einer Mutter. Heute abend in der Aktuellen Stunde erzählt sie selbst ihre Geschichte.
Und ich frage mich: Wie verzweifelt muss diese Frau sein?

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Samstag, 20.06.2009

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Abi-Ball? Wie die Zeiten sich ändern...

Als ich mein Abitur gemacht habe, da hieß die dazugehörige Feier einfach "Abi-Party" und wurde im Veranstaltungs-Keller eines Kulturzentrums gefeiert.
Die Outfits hätten Karl Lagerfeld sicher in den Wahnsinn getrieben, weil sie ungefähr so viel Glamour hatten wie'n Flaschbier.
Was zu Essen? Kann ich mich nicht dran erinnern, wir waren alle damit beschäftigt, die Bier- und Schnaps-Vorräte wegzutrinken.
Und heute?
Da werden ganz andere Töne angeschlagen: Heute feiert man das Abitur mit einem Ball. Selbstverständlich tragen die Mädchen Ballkleider und die Jungen einen Anzug. Manche klotzen richtig und mieten Limousinen und Vip-Lounges in Hotels. Sektempfang und Schnittchen, so geht Abi-Feier heute.
Heute abend in der Aktuellen Stunde dürfen wir ein bißchen mitfeiern, beim Ball des Abi-Jahrgangs des Helmholtz-Gymasiums in Bonn. Viele nette junge Leute, die viel Spaß haben - aber eben nicht in der Eck-Kneipe, sondern richtig mondän auf der Godesburg.
Und - wie haben Sie Ihren Schulabschluß gefeiert?

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Donnerstag, 18.06.2009

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Die Frauen-Handtasche - ein schwarzes Loch!

Jetzt haben wir's schwarz auf weiss: Handtaschen von Frauen sind gefährliche schwarze Löcher!
Die erste qualitative Handtaschen-Studie weltweit hat heraus gefunden: Frauen verbringen durschnittlich 76!!! - in Worten: sechsundsiebzig - TAGE damit, in ihrer Handtasche nach irgendwas zu kramen.
Ist das zu fassen?
Also, ich weiß ja selbst, dass manchmal mein halber Haushalt in meiner Handtasche wieder auftaucht und ich ewig nach Schlüssel, Kaugummi oder Ersatz-Strümpfen suche: Aber 76 TAGE???
Ich kann das nicht so recht glauben. Wahrscheinlich haben fiese Typen diese Studie manipuliert, damit wir Mädels einfach noch bescheuerter da stehen.
Außerdem hält uns das trotzdem nicht davon ab, unsere heiß geliebten Handtaschen mit allem voll zu packen, das wir draußen in der Wildnis zum Überleben brauchen: Pflaster, Zollstock, Halspastillen, feuchte Tücher oder Snooker-Kreide. Wenn dann mal etwas passiert - ganz gleich, ob wir uns verlaufen oder in einen Jahrhundertsturm geraten - wir werden das überleben! Denn wir haben ALLES dabei. Wirklich ALLES.
Und was tragen Sie zum Überleben bei sich?

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Dienstag, 16.06.2009

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Der Sommer kommt kurz vorbei - was haben Sie mit ihm vor?

Unfaßbar - nach mehreren Tagen gefühltem November mitten im Sommer, soll es morgen wieder schöner werden - endlich.
Das Problem dabei: Es ist nur EIN Tag!
Aber wir haben ja gelernt dankbar zu sein, bei den klimatischen Verhältnissen. Bescheiden wie wir sind freuen wir uns artig über diesen 1-Tages-Sommer morgen. Aber das ausgerechnet am Mittwoch! Mitten in der Woche! Dann, wenn die meisten von uns arbeiten müssen.
Oder haben Sie vielleicht zufällig und glücklicherweise frei? Da würde uns doch interessieren, wie Sie dieses kleine sonnige Intermezzo nutzen. Kühles Getränk in der Sonne? Oder doch kurz die Füße in den Teich im Stadtpark in der Mittagspause? Oder ein selbstgemachter Früchte-Cocktail im Büro? Oder machen Sie sogar blau? Na na. Vielleicht gibt Ihnen diese kleine Dosis Sommer aber auch den nötigen Kick und Sie fangen den Tag morgen mit Sport an? Laufen im Morgengrauen...
Der 1-Tages-Sommer morgen - wie nutzen Sie ihn?

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Freitag, 05.06.2009

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Alkoholmißbrauch und Jugendliche Testkäufer

Jugendliche im Vollsuff - Die Folgeschäden von exzessivem Alkoholkonsum sind erschreckend! Alkoholkoma, Gewalttaten oder Trunkenheitsfahrten, die nicht selten im Tod enden.
Der Kampf gegen den Alkoholmißbrauch von Jugendlichen eint Eltern und Politiker, aber Uneinigkeit herrscht über die Methoden. Heute stand das Thema auch auf der Tagesordnung der Innenministerkonferenz.
Die einen fordern: Jugendliche Testkäufer sollen aufdecken, welche Händler Alkohol an Jugendliche abgeben. Die Gegner meinen: Das bringt nichts und gefährdet eher die Jugendlichen selbst. Problem ist wohl auch die rechtliche Auswertung dieser Testkäufe. Eine einheitliche Regelung gibt es jetzt deshalb nicht.
Während die einen noch diskutieren, probieren die anderen schon aus: Niedersachsen und Bremen berichten von beeindruckenden Ergebnissen. Auch in NRW waren jugendliche Testkäufer schon im Einsatz - wir berichten darüber heute in der Aktuellen Stunde.
Die Testkäufe und die direkte Ansprache von verantwortungslosen Händlern verbreiten wohl durchaus Unruhe - manch einer wird demnächst vielleicht allein aus Angst keinen Schnaps mehr an Minderjährige abgeben.
Was meinen Sie? Sollen jugendliche Testkäufer beim Kampf gegen den Alkoholmißbrauch eingesetzt werden?

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Donnerstag, 04.06.2009

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Spendierhosen oder Pfennigfuchsen?

Wie weit doch die Lebenswelten voneinander entfernt sind: In den vergangenen zwei Tagen haben wir in unserem Blog über wahlkämpfende Politiker auf Stimmenfang und Staatsmillionen für kriselnde Unternehmen diskutiert - Und wie denn eigentlich die Manager und Eigentümer dieser Konzerne sich verhalten: Helfen die "Ihren" Unternehmen, mit denen sie schließlich schwerreich geworden sind, in der Krise mit "Ihrem" Geld?

Interessantes Beispiel ist der frühere Karstadt-Chef Walter Deuss. Am jetzigen Zustand der Warenhaus-Kette sicher nicht ganz unbeteiligt, erhielt er bei seinem Ausscheiden im Jahr 2000 zusätzlich zu einer anständigen Rente, Dienstwagen und Chauffeur auf Lebenszeit. Und er zerrte später seinen Ex-Arbeitgeber vor Gericht, weil der gefälligst auch die Überstunden des Fahrers zahlen sollte.
Das nenne ich Loyalität;-)
Und solcher Leute Hinterlassenschaft dürfen wir Steuerzahler jetzt tragen.

Heute dann eine Meldung wie aus einer anderen Welt:
Während dreiste Manager eigene Millionen-Löcher mit unserem Geld stopfen wollen, erhöht der Staat den Druck auf...
Hartz-IV-Empfänger!
Wenn künftig allein der Verdacht auf Betrug aufkommt, dann dürfen Empfänger observiert werden. Ja, "observiert"! Sogar private Firmen können beauftragt werden. Hausbesuche, Kontrolle von Schränken, sogar Nachbarn und Bekannte dürfen befragt werden. Alles, um Leistungsbetrug zu verhindern.

Dagegen ist zunächst einmal nichts einzuwenden: Natürlich soll niemand Geld vom Staat - also unser Geld - bekommen, dem es nicht zusteht.
Aber Milliarden für die Großen und Pfennigfuchsen bei den Ärmsten - wo ist da eigentlich die Verhältnismäßigkeit?

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Samstag, 16.05.2009

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Grand Prix - Oben Ohne?

Ok, zugegeben - "oben ohne" tritt niemand auf beim Eurovision Song Contest, aber nach den ersten Proben, Vorausscheidungen und Fotos ist eines klar: So viel nackte Haut war noch nie! Bauchtanzkleider, knappe Corsagen und Fransenkleidchen, die mehr offenbaren als sie verhüllen!
Quer über den Kontinent scheinen viele Menschen nur noch singen zu können, wenn sie nicht durch allzuviel Stoff auf ihrem Körper beschwert werden.
Einen besonders leicht beschürzten Grand-Prix-Beitrag leistet sich Deutschland: Der Auftritt von Alex Christensen und Oscar Loya wird garniert von Dita von Teese, weltbekannte Strip-Künstlerin. Ihr Outfit wurde nach den Proben "entschärft". Wir dürfen gespannt sein, was sie heute abend trägt.
Mit Musik und Gesangstalent haben manche Teilnehmer des Grand Prix ohnehin nicht mehr viel zu tun, aber dass sie jetzt auch nichts mehr zum anziehen haben...?
Ich gucke heute abend trotzdem rein. Will doch sehen, wem da was aus der Bluse hüpft!

NACHTRAG:
Nanu???
Was war denn da los beim Grand Prix?
Da wurde gestern soviel nackte Haut und vermeintliche Erotik serviert und die Zuschauer entscheiden sich für den brav angezogenen Liebesgeschichten-Erzähler aus Norwegen?
Spielt die Musik etwa doch eine Rolle beim Eurovision Song Contest;-)
Könnte also sein, dass sich manche Teilnehmer verkalkuliert haben - und das nicht nur bei der Menge Stoff, die sie brauchen um ihren Körper zu verhüllen;-))
Ich bin positiv überrascht - und Sie?

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Mittwoch, 13.05.2009

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Wut auf Ärzte-Funktionäre!

Dieses Thema hat uns alle gepackt: Gestern haben wir hier im Blog und in der Aktuellen Stunde die Vorschläge der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zu unserem Gesundheitssystem angesprochen. Viele sind über die Ideen empört. Es geht um unsere Gesundheit - und es geht auch um unser Geld!

Neben der intensiven Diskussion hier im Blog haben sich auch viele AKS-Zuschauer telefonisch bei uns gemeldet. Vielen Dank für Ihr Engagement - und machen Sie bitte weiter!
Denn wir bleiben dran an diesem Thema!

Wir haben heute einige Hinweise von Ihnen, unseren Bloggern, aufgenommen und werden Leonhard Hansen, den Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein damit konfrontieren. Mal sehen, wie er auf die Wut der Menschen reagiert.

Aber es ist ja auch nicht nur Wut, sondern Fassungslosigkeit und Traurigkeit darüber, wie mit Menschen umgegangen wird. Ich muss dabei an die bald 90-jährige Dame aus unserem Beitrag gestern denken. Diese Frau hat Krieg, Not und Elend erlebt, Krisen durchgestanden und viele Dinge, die wir nicht einmal ahnen. Soll sie demnächst beim Arzt Rechenschaft darüber ablegen müssen, ob ihr Lebenswandel gesund war?
Mit Verlaub - Das kann es doch nun wirklich nicht sein.

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Dienstag, 12.05.2009

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Praxisgebühr für JEDEN Arztbesuch!

"Sie wollen zum Doktor? 5 Euro bitte!" Und das jedes Mal - das fordert jetzt Leonhard Hansen, der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Und wer einen Facharzt ohne Überweisungsschein aufsucht soll bis zu 25 Euro zahlen!
Es gehen zuviele unnötig oft zum Arzt, meint er und will die Hemmschwelle raufsetzen.
Na, Danke! Das wird das Gesundheitssystem sicher retten.

Aber das ist noch nicht alles: Auch Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe fordert Reformen. Er will eine Rangliste von Krankheiten - wer in höchster Not ist und starke Schmerzen hat, der soll im Gesundheitssystem zuerst bedacht werden.
Das klingt plausibel. Aber wie genau soll der folgende Vorschlag umgesetzt werden: Krankheiten, die durch einen gesunden Lebenstil vermieden werden können, kommen ans Ende der Prioritätenliste. Beispiel: Wer nicht auf Alkohol oder fettes Essen verzichten will, soll dafür nicht noch mit magenschonenden Medikamenten belohnt werden.
Herr Hansen sinngemäß: Es gebe in Deutschland bei den Versicherten ein fehlendes Empfinden, dass sie Kosten verursachten. Aha.
Es ist uns ja allen klar, dass unser Gesundheitssystem keine Wellness-Oase sein kann, aber den Verantwortlichen sollte doch auch bewußt sein, dass wir Versicherten nicht nur Kosten verursachen, sondern das ganze System finanzieren!
Leistungskürzungen, endlose Wartezeiten, Zwei-Klassen-Medizin - Probleme gibt es genug, aber wie wäre es mal mit menschenwürdigen und kundenfreundlichen Ideen? Und ein anderer Tonfall wäre auch angemessen. Die neuen Vorschläge klingen doch allzusehr nach Wahlkampf-Getöse!

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Donnerstag, 30.04.2009

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No-Go-Area Attendorn - II

Dieses Thema hat uns alle sehr aufgewühlt: Zwei Jugendliche haben den 18-jährigen Daniel in Attendorn brutal zusammen geschlagen. Er liegt mit einem schlimmen Kieferbruch im Krankenhaus. Wir wünschen ihm von Herzen gute Besserung!
Ich habe die vielen Einträge im Blog gestern gelesen und bei den meisten bemerke ich natürlich ebenfalls große Sorge wegen der erschreckenden Brutalität der Täter. Die Statistiken der letzten Zeit hatten ja immer wieder zum Ergebnis, daß es zwar insgesamt WENIGER Gewalttaten gibt, daß die begangenen allerdings immer BRUTALER sind. Ein großes Problem unserer Gesellschaft, das wohl kaum an einer einzelnen Stelle gelöst werden kann: Familie, Schule, Politik - hier sind alle gefragt.
Was aber auch auffällt an der Diskussion: Die Nationalität der Täter scheint eine große Rolle zu spielen. Kosovo-Albaner, Türke - wie hängt das zusammen mit der Tat? Eine Verbindung scheint manchmal nahe zu liegen, aber Vorsicht! Der eine Mensch schlägt brutal zu, der andere nicht. Warum? Kann der "kulturelle", "ethnische" oder "religiöse" Hintergrund wirklich eine Erklärung liefern? Ich glaube nicht. Sind alle Türken brutale Schläger? Nein. Sind alle Deutschen Rassisten? Nein. Warum soll dann vor allem die Nationalität eines Menschen sein Handeln erklären können? Welche Rolle spielen dann Erziehung, die Eltern, die Bildung, die soziale Herkunft eines Menschen? Wo bleibt die individuelle Verantwortung, wenn vermeintlich kollektive Zuordnungen darüber entscheiden, ob ich ein brutaler Vollidiot bin oder friedliebender Kulturmensch. Auch dass Jugendliche aus Einwandererfamilien überproportional oft gewalttätig sind, muss nicht zwingend mit ihrer Nationalität zu tun haben.Vielleicht spielt ja auch eine Rolle, daß sie überwiegend häufig aus sozial schwachen Familien stammen?
Welche Ursachen auch immer eine Rolle spielen, wir sollten dabei auch nicht vergessen, daß es in diesem Land Gesetze gibt und die gelten schließlich für jeden. Die Täter von Attendorn werden das zu spüren bekommen.
Damit aber eines klar ist: Es gibt KEINE Entschuldigung für Gewalt. Niemals. Für Rassismus übrigens auch nicht.

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Dienstag, 28.04.2009

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Schweinegrippe - Tag 2

Die ersten Verdachtsfälle in NRW wurden gerade gestern entkräftet - da taucht jetzt der nächste Fall auf. Angeblich in Meschede. Erschreckend, wie nah das alles doch ist. Da mutet es im ersten Moment fast komisch an, daß das Bundesinstitut für Impfstoffe die Menschen auffordert: Wascht euch öfter die Hände! Schließlich würden Viren auch durch Händeschütteln übertragen. Und beim Niesen und Husten erst recht! Auch da werden jetzt verschärft die "Benimm-Regeln" diskutiert. Niesen Sie eigentlich noch immer in die vorgehaltene Hand? Oh weh! Dann verteilen Sie die Viren womöglich beim nächsten Händedruck. Was jetzt richtig ist? Na, in die Armbeuge niesen. Gut für den Nebenmann, schlecht für's Jacket. Angeblich soll es auch immer mehr Menschen geben, die ohne alles in die Gegend niesen. Das war noch nie gut - jetzt in Zeiten der Schweinegrippe erst recht nicht. Also, die Schweinegrippe treibt zur zeit viele Menschen um. Und Sie? Fragen, Sorgen ... oder einfach mal abwarten?

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Montag, 27.04.2009

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Schweinegrippe - Sorge oder Panik?

Die Zahl ist genauso erschreckend wie die Krankheit: 103 Menschen hat die Schweinegrippe in Mexiko bereits das Leben gekostet, die Zahl steigt weiterhin. Auch in Europa - in Spanien - gibt es jetzt einen bestätigten Fall. Der Reisekonzern TUI hat für die kommenden Tage alle Flüge in die Hauptstadt Mexiko-Stadt gestrichen. Angst allerorten: Sogar die Aktienmärkte bekommen das zu spüren. Deutliche Verluste an den Märkten in Frankfurt, London, Paris und in Asien - Vor allem Luftfahrt- und Tourismuswerte sind betroffen.
Wissenschaftler warnen ja schon länger davor, dass ein neues Grippevirus eine Epidemie auslösen könnte. Nun werden die Befürchtungen vielleicht wahr.
Während in den USA der Gesundheits-Notstand ausgelöst wurde, warnen Experten in Deutschland vor Panikmache. Wir seien gut vorbereitet. Doch die Sorgen bleiben. Wie schnell kann das Virus Deutschland erreichen? Warum können wir uns alle anstecken? Wo kommt dieser Erreger plötzlich her?
Ich ertappe mich bei dem Gedanken vielleicht doch eine Atemschutzmaske zu kaufen. Oder warte ich doch besser einige Antworten auf meine Fragen ab?
Eines wird mir jetzt schon deutlich: Bei einer unsichtbaren Gefahr wie dieser Schweinegrippe ist der Schritt von der Sorge zur Panik nicht so weit.
Was meinen Sie?

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Freitag, 03.04.2009

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Autos, Autos, Autos!

Heute morgen fällt mir siedendheiß ein, dass ich dringend Öl nachfüllen muss. Ich fahre schon mit einem unguten Gefühl los. Dann bleibe ich in Essen direkt an der Messe stecken: Noch mehr zum Thema Auto, denn tausende Oldtimer-Fans stapeln sich auf der Straße, weil sie zur Techno-Classica wollen. Zwanzig Minuten Schneckentempo. Später in der Redaktion sprechen wir über die Themen unserer heutigen Sendung - und raten Sie mal! Natürlich wieder Autos. Auf dem Programm steht der Ärger wegen der geplanten Kürzung der Abwrackprämie und auch der unvermeidliche Ferienstau, der heute wieder unsere Autobahnen verstopfen wird. Puh, ich kann keine Autos mehr sehen und hören. Die Dinger bestimmen einen zu großen Teil unseres Lebens. Ich lass die Kiste am Wochenende stehen, jawoll! Ich hab' doch schließlich Füße! Sollen die doch mal zeigen, was sie können. Und mein Fahrrad könnte ich auch endlich aus dem Winterschlaf holen. Ein bewegtes Wochenende ohne Auto, das wär doch was?

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Mittwoch, 01.04.2009

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Stören psychisch Kranke den Tourismus?

Psychisch kranke Menschen und Menschen mit geistiger Behinderung werden im Sozialwerk St. Georg in Schmallenberg im Hochsauerlandkreis betreut. Es sind aber zuviele - sagt jetzt der Verkehrsverein Schmallenberg. Angeblich sind es so viele Patienten und sie verhalten sich so auffällig, dass das dem Tourismus schadet. Mehrere Gastronomen sollen Beschwerdebriefe geschrieben haben: Patienten aus St. Georg hätten gebettelt und Gäste beschimpft. Ein Streit ist entbrannt: Schaden die psychisch kranken Bewohner des Sozialwerks dem Tourismus im Ort? Ich meine: Es ist sicher nicht einfach mit dieser Situation umzugehen, aber soviel Geduld und Toleranz müssten wir schon aufbringen, dass wir auffälliges Verhalten von kranken Menschen aushalten. Was wiegt schwerer, was ist wichtiger? Die Betreuung der kranken Menschen oder die wirtschaftlichen Interessen der Ansässigen? Eine schwierige Frage. Was meinen Sie?

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Donnerstag, 12.03.2009

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Amoklauf in Winnenden - Deutschland unter Schock

Ganz Deutschland in Schock und Trauer, am Tag nach der Bluttat versuchen alle zu begreifen, was da geschehen ist, gestern in Winnenden. Inzwischen gibt es erste Erkenntnisse zum Täter, Tim K. Der 17-jährige wird als Außenseiter beschrieben - offenbar einer, der sich eine gewalttätige Parallelwelt aufgebaut hat und keiner hat es gemerkt. Jetzt herrscht große Ratlosigkeit. Wie kann man solch ein Drama verhindern? Manche wollen gewalttätige Computerspiele verbieten, andere Schulen zu Festungen ausbauen. Was meinen Sie?

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Mittwoch, 11.03.2009

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Amoklauf in Baden-Württemberg - Schock und Ratlosigkeit

Ein Alptraum ist hereingebrochen über die schwäbische Kleinstadt Winnenden bei Stuttgart! Ein Ex-Schüler in schwarzem Kampfanzug und Maske soll heute morgen gezielt in die Albertville-Realschule marschiert sein: Er hat 9 Schüler und drei Lehrer erschossen. Bei seiner Flucht tötete er noch zwei weitere Passanten, bevor die Polizei den Amokläufer erschoss. Schlimme Erinnerungen werden wach - an den Amoklauf von Erfurt und den in Emsdetten. Warum hat der Amokläufer das alles getan? Was geht im Kopf eines solchen Menschen vor? Noch sind viele Informationen nicht einmal bestätigt, viele Spekulationen im Raum. Aber gerade Eltern werde heute viele Fragen beantworten müssen, wenn die Kinder aus der Schule nach Hause kommen.Wie sicher ist es an unseren Schulen? Wie hoch das Risiko, daß sowas wieder passiert? Fragen, die uns heute auch in der Aktuellen Stunde beschäftigen. Auf manche wird es nur schwer eine Antwort geben: Wie kann man solche Verbrechen verhindern?

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Montag, 09.03.2009

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Knast für den Gigolo!

Jetzt ist die Entscheidung da: Der Erpresser von Milliardärin Susanne Klatten muss hinter Gittern! Der Gigolo Helg Sgarbi hatte mit heimlich gefilmten Sexvideos versucht, sieben Millionen Euro von ihr zu erpressen. Das Urteil: Sechs Jahre Haft – ohne Chance auf vorzeitige Entlassung. Weil er zuvor ein Geständnis abgelegt hatte, musste Susanne Klatten nicht mehr vor Gericht aussagen. Das hätte sie aber getan. Mutig. Deutschlands reichste Frau hat sich nicht gescheut mit der Erpressungsgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Sie gab Intimitäten preis - Respekt! Oder was meinen Sie?

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Freitag, 06.03.2009

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

Köln: Zermürbendes Warten

Tag drei nach der Katastrophe von Köln - Und noch immer liegen offenbar unter den Trümmern zwei Menschen. Dutzende von Rettungskräften stehen da und warten und warten und dürfen nicht zu den Opfern - zu gefährlich sagen die Experten. Immer noch lauern unter den Trümmern gefährliche Hohlräume. Die Retter könnten selbst gefährdet werden. Während bei großen Erdbeben und Flutkatastrophen erste Opfer schon nach kurzer Zeit geborgen werden können, sind die Retter in Köln zur Untätigkeit verdammt. Und als wenn das nicht genug wäre: Jetzt auch noch Dauerregen und Hochwasser. Menschen, die ihr Haus verloren haben, ein großes Fragezeichen hinter dem U-Bahn-Projekt, viele offene Fragen, auch Vorwürfe an die Stadt. Machen die Verantwortlichen in Köln derzeit wirklich alles richtig?

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Dienstag, 03.03.2009

Bild von Asli Sevindim, Rechte: WDR

4000 Euro gefunden - und zurück gebracht! Der Ehrliche ist der Dumme?

Hallo und herzlich willkommen zu unserem heutigen Moderatorenblog!
Martin von Mauschwitz und ich schauen gerade die Themen unserer Sendung durch und sind bei einer Geschichte hängen geblieben: Ein junger Mann, 22 Jahre alt, arbeitslos, hat zusammen mit einem Freund in der Sparkasse Leverkusen am Service-Schalter eine Plastiktüte entdeckt - mit 4055 Euro darin! Zuerst hat er das Geld mit nach Hause genommen. Nachdem er aber mit seiner Familie gesprochen hatte, gab es für ihn nur eine mögliche Entscheidung: Das Geld muss sofort zurück zum Besitzer. Er gab das Geld am selben Tag bei der staunenden Polizei ab. Wie gesagt, er ist schon länger auf Arbeitssuche und hätte das Geld gut gebrauchen können. Wir finden: An so einem ehrlichen Arbeitslosen, können sich manche Bankmanager, die für ihr Versagen noch Millionen einstecken wollen, mal ein Beispiel nehmen.
Was hätten SIE getan? Behalten oder doch abgegeben?

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