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Asli Sevindim
Die Aufregung war groß heute - die Sorge auch: Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will weniger OP's für Senioren! Diese Nachricht machte heute die Runde. Die Reaktion des Minister kam schnell: Das sei vollkommener Unsinn.
Dabei ist der Hintergrund durchaus real: Nirgendwo sonst in Europa wird so viel und so schnell operiert: Wir sind Weltmeister bei künstlichen Knien und Hüftgelenken. Und die Zahlen steigen immer weiter - und die Kosten explodieren.
Da stellen sich doch einige Fragen: Ist wirklich jede OP notwendig? Und wer verdient eigentlich daran? Auch in der Aktuellen Stunde wollen wir heute diesen Fragen nachgehen. Denn egal, ob es um den Eingriff selbst oder die Kosten geht: Immer hat der Patient das Problem.
Und wie immer beim Gesundheitswesen haben alle Akteure nur ihre eigenen Interessen - ihr Geld - im Blick. Dabei zeigt uns die Diskussion um Hüftgelenke doch nur eins: Wir brauchen dringend eine breite Debatte darüber, wie wir in einer älter werdenden Gesellschaft, Gesundheit für alle bezahlbar halten.
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Das TV-Duell im WDR Fernsehen - Gestern Abend trafen sie aufeinander, die zwei Spitzenkandidaten im Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen: Hannelore Kraft gegen Norbert Röttgen. Heute sprechen und schreiben alle darüber, wie sie sich geschlagen haben.
Eine Stunde lang stellten sich die Ministerpräsidentin und ihr Herausforderer den Fragen zu Finanzen, Schulden, Kitas und mehr. Und dabei spielte wie immer nicht nur eine Rolle WAS sie gesagt haben, sondern auch WIE sie es gesagt haben.
Was die einen "angriffslustig" nennen, ist für die anderen "aggressiv". Und was manche als "ruhig" empfinden, deuten andere als "defensiv". Auch in der Aktuellen Stunde gehen wir heute der Frage nach, wer bei welchen Themen punkten konnte.
Und wie haben Sie das TV-Duell gesehen? Es ist ja doch eine seltene Gelegenheit die beiden Spitzenkandidaten live zusammen zu erleben, im direkten Vergleich: Inhalte, Darbietung, Überzeugungskraft, Visionen...
Wer hat für SIE die Nase vorn?
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Es ist das Fundament, auf dem der Bundespräsident eigentlich steht: Werte, Glaubwürdigkeit, Vertrauen. Doch bei Christian Wulff scheint dieses Fundament inzwischen fast völlig zerbröckelt zu sein. Nur noch 16 Prozent der Deutschen halten ihn für ehrlich: Ein Umfrage-Absturz ohne Beispiel.
Die Zahlen im aktuellen Deutschlandtrend sind dramatisch für den Bundespräsidenten. Er verliert immer mehr an Rückhalt. Dramatisch sind aber nicht nur die Werte, die für ihn ermittelt werden.
Dass überhaupt so deutlich nach Ehrlichkeit oder Glaubwürdigkeit gefragt werden muss, das ist neu für dieses Amt. Und kein gutes Zeichen.
Noch nie musste sich ein Bundespräsident derartige Fragen gefallen lassen, so großes Misstrauen und so viele Rücktrittsforderungen aushalten.
Dramatisch auch, dass die negativen Meinungen über ihn längst als allgemeingültig auf Politiker insgesamt übertragen werden.
Zahlen sind sicher nicht alles: Aber was kann ein Bundespräsident ausrichten, was oder wen kann er bewegen, wenn nur noch 16 Prozent der Menschen in Deutschland ihn noch für ehrlich halten?
16 Prozent. Ein Präsident im freien Fall…
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Es ist ein Horror-Szenario, das sich keiner in Nordrhein-Westfalen vorstellen möchte: Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich, der quer durchs Land transportiert wird - in Castor-Behältern.
Das ist bislang die Idee der Bundesregierung, die den Atommüll auf diese Weise nach Ahaus bringen lassen möchte. Die NRW-Landesregierung hat aber so gar keinen Bedarf an Szenen, wie wir sie aus Niedersachsen kennen.
Aber irgendwo muss das Zeug ja hin!
Ergebnis jedenfalls war und ist ein Streit zwischen Bund und NRW: Natürlich auch über die Kosten der einen wie der anderen Lösung - doch jetzt scheint wieder Bewegung in die Geschichte zu kommen.
Bundes-Forschungsministerin Schavan hat sich dazu geäußert und fast hört sich das an, wie ein Kompromissangebot. Heute in der Aktuellen Stunde erfahren wir mehr dazu.
Aber wenn ich das richtig deute, was unsere Reporter mir vorhin dazu erzählt hat, dann ist das Angebot vielleicht doch gar kein richtiges: Oder wie ernsthaft kann ein Vorschlag sein, der anbietet, man könne den Verbleib des Atommülls in Jülich noch mal prüfen, eventuell dort neu bauen und überlegen, was man in der Zwischenzeit mit dem Atom-Abfall macht – die Genehmigung für Jülich läuft aber bereits im Juni 2013 aus! Wie sollte man also das alles bis zu diesem Termin schaffen?
Vor diesem Hintergrund hört sich das Kompromissangebot schon nicht mehr so weltbewegend an…
…und Castor-Transporte durch NRW erscheinen wieder wahrscheinlicher!
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Es liegen nicht nur einhundert Jahre dazwischen, sondern ein ganzes Universum: Auf der einen Seite die Uralt-JVA Bochum, die mit dem Ausbruch eines Schwer-Verbrechers diese Woche von sich reden gemacht hat und auf der anderen Seite die neue Hightech-JVA Ratingen. Heute eröffnet von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty. Mit Detektoren überall, Super-Mangan-Stahl und Extra-Sicherung gegen Fluchtversuche mit Hubschraubern.
In Bochum haben ein paar Sägeblätter und ein selbst gemachter Nach-Schlüssel gereicht. Justiz-Minister Kutschaty hat jetzt angekündigt, mögliche Versäumnisse der JVA Bochum zu klären. Dort bestreitet man allerdings derartige Vorwürfe.
Und bekommt dabei Unterstützung sozusagen von der anderen Seite. Von einem ehemaligen Häftling. Vieles von dem, worüber sich jetzt viele wundern, soll nicht nur in der JVA Bochum durchaus üblich sein. Das ist gleich Thema bei uns in der Aktuellen Stunde.
Wundern tue ich mich jetzt schon....
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Man kann nur noch staunend den Kopf schütteln über das, was Tag für Tag bekannt wird: Über das Unglück der Costa Concordia, über das, was in den Minuten nach dem Unfall passiert ist, über den Ablauf der Rettungsmaßnahmen, so man sie denn so nennen kann...
Vor allem aber kann man nur noch den Kopf schütteln, über das, was wir immer wieder an Neuigkeiten über Francesco Schettino erfahren:
Vor nicht allzu vielen Tagen noch stolzer Kapitän eines Kreuzfahrt-Riesen - ist der Mann inzwischen nur noch eine tragische Figur.
Wir müssen vorsichtig sein, selbstverständlich: Noch ist nichts ermittelt, geklärt, bewiesen - Aber fast möchte man dem Mann den Mund zuhalten, damit nicht noch mehr Unfug heraus kommt!
Das Telefongespräch zwischen ihm und der Hafenmeisterei von Livorno haben wir gestern in der Aktuellen Stunde ausführlich gewürdigt. Heute nun geht es auch um seine Einlassungen vor Gericht:
Er wollte eigentlich gar nicht abhauen - erklärte er dort heute - er sei in ein Rettungsboot hinein gefallen - dann gab es angeblich keine Möglichkeit mehr zurück.
Unfaßbar...
Derweil riskieren andere ihr Leben bei dem Rettungseinsatz an dem havarierten Schiff. Mehrere Male musste der heute unterbrochen werden: Lebensgefahr für die Retter.
Es sind viele einzelne Informationen, Hinweise, Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und Expertenmeinungen, die jetzt Stück für Stück zusammen gesetzt werden müssen. Aber eines scheint bereits jetzt klar: Soweit hätte es nicht kommen müssen. Es wäre wohl genug Zeit gewesen, alle Menschen zu retten. Wenn alles so gelaufen wäre, wie geplant und vorgesehen.
Was lernen die Verantwortlichen daraus?
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Razzia heute in Hilden: 150 Ermittler durchsuchen die Räume der Vion GmbH. Das ist einer der größten Fleisch-Betriebe Europas. Der Verdacht: Sie könnte mit falschem Fleisch gehandelt haben.
Schon vor einem Jahr hatte die Aktuelle Stunde diesen Hinweis bekommen und dazu recherchiert. Jetzt geht die Staatsanwaltschaft Düsseldorf diesem Verdacht nach. Vion soll Rindfleisch aus anderen europäischen Ländern zu deutscher Ware um-etikettiert haben.
Was das bringt? Im Zweifelsfall eine Menge Geld. Auch bei Rindfleisch ist made-in-Germany ein Qualitäts-Merkmal.
Die Ermittlungen laufen, wir berichten heute in der Aktuellen Stunde darüber - mal sehen, was unsere Reporter da heute schon erfahren konnten. Bis die Ergebnisse der Untersuchungen da sind, wird es sicher eine Weile dauern. Fast aber möchte ich hoffen, dass das nicht stimmt. Was Lebensmittel angeht, ihre Sicherheit und Qualität, ist unser Vertrauen einfach schon zu arg gebeutelt.
Zuletzt Antibiotika-Hühner, jetzt Rindfleisch - die lange Reihe von EHEC bis hin zu riskanten Vitaminpräparaten lasse ich fast beiseite - da vergeht einem doch wirklich alles....
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Heute haben wir einiges an Musik gehört bei der Arbeit und nicht immer war es ein Vergnügen...Aber es MUSSTE sein: Denn heute startet die neue ESC-Runde - die Vorbereitungen für den Eurovision Song Contest 2012 in Baku in Aserbaidschan. Am 26. Mai ist es soweit.
Bis dahin treten zehn Kandidaten an für Deutschland - in der Sendung "Unser Star für Baku". Für uns der Anlaß heute auf die bisherigen deutschen Beiträge zurück zu gucken und festzustellen: OH. Mein. Gott. DAS will ich NIE MEHR hören!!!!
Jeder hat da sicher seinen persönlichen Favoriten: Während ein Kollege bei den Hardrockern von Lordi die Augen verdrehte, hielt sich der nächste bei Nicole die Ohren zu. Die eine wollte Dschingis Khan UND Johnny Logan aus ihrem Gehörgang rauspressen und ein anderer erklärte Guildo Horn zur ESC-Unperson.
Heute in der Aktuellen Stunde blicken bzw. hören wir zurück auf die Beiträge zum Eurovision Songcontest und sprechen gerade auch mit unseren Musik-Profi-Kollegen von 1Live, WDR3 und WDR4 über "schlimme" Songs - auch eine Art der Vorbereitung auf dieses große Musik-Spektakel.
Und welchen ESC-Beitrag wollen Sie nie wieder hören?
Hallo in die Runde!
Ich habe gerade in den Blog geschaut und möchte gern folgendes dazu loswerden:
Natürlich gab es auch heute wieder mehrere Themen, zu denen man sich eine Meinung bilden kann, die gesprächswertig sind - die einen sind politisch relevant, andere eher unterhaltsam - so ist das nunmal.... Mal schreiben wir über das eine, mal über das andere Thema. Überraschenderweise - na ja, nicht wirklich... - gibt es nie ein Thema, das allen passt. Machen wir drei Tage die Affäre um den Bundespräsidenten, finden das Viele nicht richtig und entscheiden wir uns mal für was leichteres, findet sich auch da wieder jemand, dem das nicht passt. Das ist völlig in Ordnung so! Jeder Mensch schaut anders auf die Welt und jeder Tag ist auch anders. Ich kann also gut damit leben, dass wir nicht alle einer Meinung sind - soweit alles in Ordnung.
Was ich allerdings verzichtbar finde, sind solche Äußerungen wie von Ihnen, Nerd. Ich werde aber keine Energie darauf verschwenden, mich über Ihre unangemessenen Bemerkungen zu ärgern. Ich stehe zu meinem Motto: Wer schlechte Laune hat, darf Sie behalten. Damit müssen SIE schließlich leben.
Allen anderen einen schönen Abend noch.
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Der Bundespräsident bricht heute sein Schweigen.
Vielleicht sogar gerade in diesen Minuten spricht Christian Wullf mit ARD und ZDF - stellt sich den Fragen von Ulrich Deppendorf und Bettina Schausten. Der öffentliche Druck ist inzwischen immens.
Ausgestrahlt wird das Interview um 20.15 Uhr in beiden Sendern. Zuvor wird es wohl Auszüge daraus geben - auch in der Aktuellen Stunde werden wir darüber berichten.
Dabei wollen wir auch versuchen, ganz aktuelle Reaktionen und Meinungen von Zuschauern und Bloggern zu berücksichtigen. Wenn Sie also unsere Sendung gucken, dann schreiben Sie doch bitte auch schnell Ihren ersten Eindruck von den Antworten des Bundespräsidenten. Wir schauen in den Blog und bringen das am Ende in die Sendung.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute erklären lassen, sie habe "volles Vertrauen darin, dass der Bundespräsident auch weiterhin alle anstehenden Fragen umfassend beantworten wird".
Wie groß ist IHR Vertrauen, dass er das tut?
Welche Erwartungen haben Sie in den Bundespräsidenten, wenn er heute vor die Kameras tritt?
Welche Frage würden Sie ihm gerne stellen wollen?
Die Affäre Wullf - sie geht heute in eine neue Runde...
NACHTRAG:
Erste Ausschnitte aus dem Interview gibt es in zehn Minuten - also um 18.25 Uhr im Ersten in einem tagesschau -extra!
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Was könnte das neue Blogthema sein heute?
...außer die Affäre um Bundespräsident Wulff?
Es gibt kein anderes Thema - natürlich nicht. Und das nicht nur, weil unser gestriger Blog - leider - vorübergehend geschlossen werden musste. Ich weiss, dass viele von Ihnen heute bereits dazu geschrieben haben. Ab einem bestimmten Punkt kommt man einfach nicht mehr nach mit dem Lesen und Löschen von Beiträgen, die sich in einer ehrverletzenden Weise zu Menschen äußern. Wir hoffen sehr, dass es doch möglich ist, sich angemessen über dieses Thema auseinander zu setzen. Wichtig genug ist es ja.
Auch heute beschäftigt uns die Affäre um Bundespräsident Wullf mit ihren verschiedenen Facetten. Den heutigen Tag würde ich als verheerend für ihn bezeichnen. Fast konnte man dabei zusehen, wie sein Ansehen und sein Rückhalt von Minute zu Minute zerbröselt sind. Immer neue Meldungen gibt es über sein Fehlverhalten.
Nach dem Drohanruf bei der BILD-Zeitung wurde jetzt auch bekannt, dass er schon vorher versucht haben soll, einen negativen Bericht über sich in der "Welt am Sonntag" zu verhindern. Und als niedersächsischer Ministerpräsident soll er einem Event-Manager bei der Sponsoren-Suche geholfen haben.
Über den aktuellen Stand der Vorwürfe, Meinungen und Reaktionen berichten wir nachhher in der Aktuellen Stunde.
Ausgerechnet heute nun veröffentlichte das Bundespräsidialamt die Termine Wullfs für die nächsten Tage: Angeblich trifft der Bundespräsident jetzt Freitag zum Beispiel Sternsinger aus NRW. Nach dem heutigen Tag ist das nur schwer zu glauben - zumal sich inzwischen doch das Gefühl breit macht, dass es doch nur eine Frage der Zeit sein kann, bis die Schmerzgrenze erreicht ist:
Bei den Bürgern...?
Bei der Bundeskanzlerin...?
Beim Bundespräsidenten selbst...?
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Es ist inzwischen ÜBERALL drauf hat man den Eindruck: Auf der Tiefkühl-Pizza genauso wie auf dem zucker-süßen Brotaufstrich: Das Öko-Test-Siegel. Meist mit der Note "gut" oder sogar "sehr gut".
Für Viele Kunden heisst das: "Klasse, was ich da kaufe ist ökologisch und gesund." Auch ich verlasse mich da gerne drauf: Ein derartiges Siegel vermittelt auch auf mich erst einmal den Eindruck einer unabhängigen Qualitätskontrolle.
Ein Super-Verkaufsargument ist das, natürlich. Klar auch, dass die Hersteller das Öko-Test-Siegel gerne auf ihre Produkte drucken. Und so finden wir es inzwischen wirklich auf fast allem: Von Würstchen im Glas über den Joghurt bis zur Tiefkühlpizza eben.
Kritik kommt von Verbraucherschützern: Immer wieder gibt es verschiedene Beispiele für irritierende Tests - was sind die Kriterien, wie kommen unterschiedliche Ergebnisse bei den verschiedenen Tests und Öko-Siegeln zustande? Kundenfreundlich ist das nicht, transparent leider auch nicht immer.
Heute in der Aktuellen Stunde fragen wir: Was bedeutet das Öko-Test-Siegel eigentlich?
Es gehört zu einem privatwirtschaftlichen, also kommerziellen Verlag. Und: Was genau testet eigentlich der Öko-Test? Dinge, die man wissen will, wenn man das Siegel wieder im Supermarkt-Regal entdeckt...
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Es war ein Castor-Transport der Superlative: 126 Stunden hat er gedauert und die Kosten belaufen sich wohl auf 33,5 Millionen Euro.
Was für die Dauer und die Kosten gilt, das scheint sich nun aber auch für die Gewaltbereitschaft zu bestätigen - auch hier Superlative - sowohl bei der Polizei, als auch bei den Demonstranten - je nach dem, wen man gerade fragt.
Die Castor-Gegner beklagen eine hohe Aggressivität bei den Einsatz-Kräften: Die seien viel härter vorgegangen als bei früheren Einsätzen. Und die Polizei wiederum zeigt sich erschrocken über das Ausmaß von Hass und Gewalt, dass ihr entgegen schlägt. Nicht ohne den Hinweis auf die allgemein steigende Gewalt gegen Polizisten. Als Beleg werden tatsächlich erschreckende Waffen präsentiert, die bei Demonstranten sichergestellt wurden: Darunter angeblich mit Nägeln gespickte Golfbälle.
Heute in der Aktuellen Stunde wollen wir beide Seiten anhören.
Dcoh schon jetzt scheint klar zu sein, dass der letzte Castor-Transport leider auch in Sachen Gewalttätigkeit ein Einsatz der Superlative war.
Dumm und schade, dass Gewalttäter einen Protest diskreditieren, den andere seit Jahren friedlich führen...
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Es ist ein mitunter tödlicher Fehler: Masern für eine harmlose Kinderkrankheit zu halten. Das erklären jetzt wieder Ärzte und das Robert-Koch-Institut mit großem Nachdruck. Es kann fatale Spätfolgen geben: Gehirnentzündungen. Als Anfang 2009 eine Masern-Epidemie in Nordrhein-Westfalen ausbrach, sind zwei Kinder gestorben.
Das Problem ist, so die Experten, dass sich zu wenig Menschen impfen lassen gegen Masern. Ob absichtlich, weil sie Impfen falsch finden oder durch Nachlässigkeit, ist am Ende nicht entscheidend. Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu hoch. Ärzte schlagen deswegen jetzt Alarm: In diesem Jahr sind in Deutschland so viele Menschen an Masern erkrankt, wie seit fünf Jahren nicht. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar doppelt so viele. Große Gefahr besteht dabei für die ganz kleinen: Kinder können erst ab einem Alter von elf Monaten geimpft werden. Stecken sie sich vorher bei jemandem an, können die Folgen schrecklich sein. Wie schlimm, dass zeigen wir heute in der Aktuellen Stunde.
Im Alltag denke auch ich nicht über solche Themen nach - "Ach was, hatt ich doch schon" - das ist vielleicht eine Haltung, die viele kennen. Nachdem, was ich heute schon darüber gehört und gelesen habe, will auch ich sicher sein. Ich checke so schnell wie möglich, wie es um meinen Impfschutz bestellt ist. Einen Impfpass habe ich doch noch irgendwo...
Hallo Blog-Community,
es sind ja einige Nachfragen aufgetaucht bei Ihnen – auch bei uns natürlich – deshalb wollte ich nur mal eben „melden“, dass wir an dem Thema dran bleiben. Ein Kollege kam gerade zu uns ins Büro und hat schon erzählt, dass für morgen in der Aktuellen Stunde ein Check-Up über Masern geplant ist. Also, wenn alles klappt und wir z.B. einen Arzt finden, der morgen auch zu uns ins Studio kommen kann, dann sprechen wir morgen abend darüber.
@ Rosemarie Bloch am 10.11.11 19:29:
Danke für Ihre Offenheit und Ihre Stärke. Solch eine tragische Erfahrung prägt die Haltung zum Thema Impfung und Aufklärung natürlich auf eine besondere Weise. Wir haben heute mit einigen Kollegen, die übrigens auch Kinder haben, darüber gesprochen, wie wir mit dem Thema Masern und Kinderkrankheiten umgehen. Durchaus unterschiedlich natürlich, aber solche Berichte bringen einen schon dazu, noch einmal nachzudenken und zu überprüfen, ob das, was wir für „Wissen“ halten, wirklich gesichert ist.
@ Regin am 11.11.11 12:41:
Über ein Thema zu berichten ist keine Panikmache. Wir haben lediglich eine Warnung aufgegriffen, das Thema beschrieben und anhand von Beispielen gezeigt, welche Konsequenzen unter Umständen möglich sind. Dass ein Kind vielleicht an den Spätfolgen einer Masernerkrankung stirbt, ist keine Panikmache, sondern leider traurige Realität.
@ Gerd am 11.11.11 12:59:
Ich habe meine Mutter angerufen und sie gefragt, wie das bei mir war mit Masern und Impfung. Ich kann mich nämlich noch daran erinnern, dass ich als Kind erkrankt bin und sehr unter den Masern gelitten habe – sogar so geschwächt war, dass ich kaum noch gehen konnte. Meine Eltern waren damals in großer Sorge, weil ich direkt im Anschluss wohl auch noch eine Lungenentzündung bekam. Jedenfalls hat mir meine Mutter gesagt, dass ich als Kleinkind geimpft worden war. Und sie meint, dass mein Impfpass irgendwo bei Ihnen in einer Schublade schlummert. Am Wochenende hole ich ihn ab. Mal schauen, was ich daraus lese und lerne…
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War das nun ein überflüssiger Egotrip oder doch eher eine clevere Kandidaten-Kür? Die Meinungen gehen da heute auseinander. Aber egal wie man ihren Auftritt gestern Abend im Ersten fand - die geballte Aufmerksamkeit jedenfalls war und ist ihnen sicher: Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt - und vielleicht-mal-Kanzler Peer Steinbrück.
Gestern abend war das hanseatische Duo zu Gast bei Günther Jauch: Werbe-Tour für ihr gemeinsames Buch, das diese Woche in den Handel kommt. Aber nicht nur das Buch wurde da beworben.
Von quasi höchster Stelle gab es höchste Weihen, denn angepriesen wurde in der Sendung auch Peer Steinbrück selbst - als geeigneter Kandidat für große Aufgaben. Die wenig überraschende Aussage von Alt-Bundeskanzler Schmidt, dass er Steinbrück das Amt des Bundeskanzlers zutraue, macht ja schon vorher die Runde.
Heute nun können, dürfen und müssen einige auf diesen Auftritt reagieren. Reichlich gegensätzliche Stimmen sind da aus der SPD zu hören: Während Parteichef Gabriel Gelassenheit verbreitet, ärgert sich der Juso-Vorsitzende Vogt über den „Ego-Trip“. „Kanzlerkandidaten werden nicht von Altkanzlern ausgerufen, sondern von der Partei bestimmt.“ meint er.
Ich finde es absolut in Ordnung, wenn ein altgedienter und erfahrener Politiker und Staatsmann wie Helmut Schmidt seine Einschätzung kundtut. Nur ob Peer Steinbrück sich einen Gefallen tut, indem er das zulässt – da bin ich nicht so sicher. Sich so früh aus der Deckung wagen, sich loben und huldigen lassen, das könnte fast so aussehen, als er wenn er es nötig hätte. Und das ist in meinen Augen nicht wirklich souverän.
Und wie sehen SIE das?
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Diese Geschichte aus der gestrigen Aktuellen Stunde hat auch uns sehr aufgewühlt:
Eine schwangere Frau liegt von Krämpfen geschüttelt auf der Straße - Ein Fußgänger setzt per Handy einen Notruf ab - die Helfer kommen spät. Zu spät. Die Frau stirbt.
Passiert ist das am Sonntag-Abend in Witten an der Ruhr - Wir haben gestern darüber berichtet. Heute wissen wir: Die Frau hatte eine schwerwiegende Vorerkrankung - eine Tumorerkrankung am Herzen. Ob sie zu retten gewesen wäre, das vermag keiner zu sagen.
Was aber unabhängig davon klar ist: Dieser Notruf ist richtig schief gelaufen. Weil er die 112 nicht erreichen konnte, meldete der Fußgänger alles der 110. Doch die leitete nicht den Anrufer selbst weiter, sondern übermittelte die Informationen. So waren wohl keine Nachfragen möglich. Unvollständige Informationen sollen den Einsatz erschwert haben. Ein Problem, das im schlimmsten Fall Menschenleben kosten kann. Leider wissen viele Menschen nicht, welche Telefon-Nummer sie im Notfall wählen müssen. Deshalb ist das gleich ein Thema in der Aktuellen Stunde.
Und ich überlege selbst noch einmal, ob ich das im Fall der Fälle selbst auch sicher wüsste???
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Patricia Hermanns ist fassungslos. Die junge Frau ist hochkant aus einem Café in Krefeld geflogen. Der Grund ist für sie eine Unverschämtheit – wahrscheinlich nicht nur für sie.
Die junge Frau hat ein kleines Baby. Und die haben ja schon mal die Angewohnheit Hunger zu bekommen. Eindeutiges Zeichen dafür: Ein markdurchdringendes Schreien. Der Arbeitsauftrag für die Mutter ist dann ebenso eindeutig: Bitte stillen, bitte stillen!
Patricia Hermanns hatte sich dafür ein Bäckerei-Café ausgesucht. So wie sie es erzählt, hat sie sich ganz hinten in eine Ecke verdrückt und ihrem Kleinen dann die Brust gegeben. Eine Verkäuferin soll daraufhin zu ihr gekommen sein und ihr gesagt haben, dass das Stillen dort verboten sei – andere Gäste würden sich dadurch gestört fühlen. Eine entblößte Brust, das sei nicht wirklich schicklich.
Patricia Hermanns fühlt sich völlig vor den Kopf gestoßen und ist damit nicht allein: Stillende Mütter werden nicht geduldet, aber für Raucher richtet man eigens Räume ein – so lautet eine Kritik.
Die Bäckerei hat inzwischen erklärt, dass die Mitarbeiterin wohl überreagiert habe. Nichts böses gegen die Frau - Aber sie muss ja vorher auch irgendwelche Instruktionen erhalten haben. Wie kommt man denn sonst darauf, dass es eine Belästigung ist, wenn ein hungriges Baby „gefüttert“ wird?
Etwas mehr Verständnis wäre hier sicher angebracht – allerdings auf beiden Seiten. Dass auch stillende Mütter sich verständnisvoll dezent verhalten – das setze ich einfach mal voraus…
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Wenn Sie einen Werbe-Flyer sehen würden, der sagt: "Wer uns neue Kunden bringt - der bekommt tolle Prämien! Flachbildschirme, Städte-Reisen, Tank-Gutscheine." - würden Sie dann drauf kommen, dass da ein Seniorenzentrum dahinter steckt?
Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir den Flyer des Senioren-Zentrums Bethel in Bad Oeynhausen entdeckt haben. Nicht ganz üblich für solche Einrichtungen. Wer dem Heim neue Bewohner oder Kunden vermittelt, der bekommt Treue-Punkte gut geschrieben.
Die man dann eintauschen kann. Die Konkurrenz ist einigermaßen fassungslos.
Ist das wirklich so schlimm? Man kann das ja auch ziemlich clever finden, oder? Was sagen Sie dazu?
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Diese Nachricht hatte diese Woche aufgeschreckt: Das Allerwelts-Schmerzmittel Paracetamol kann angeblich Blutkrebs auslösen - wenn es mindestens viermal die Woche eingenommen wird. Eine Studie aus den USA war zu diesem Ergebnis gekommen.
Allein in Deutschland gehen jährlich 47 Millionen Packungen Paracetamol rezeptfrei über den Tisch. Ähnlich wie Aspirin und Ibuprofen sind das Tabletten, deren Einnahme als harmlos gilt: Man kriegt sie ja ohne Rezept - Viele halten sie deshalb für unbedenklich.
Offensichtlich eine Fehl-Einschätzung. Wer regelmäßig solche Schmerzmittel nimmt, der kann süchtig werden. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland sind tablettenabhängig – ein Drittel von Schmerzmitteln.
Heute in der Aktuellen Stunde widmen wir uns diesem Thema - mit einem Beitrag und einem Experten-Gespräch. Und DIESE Frage werden wir da auf jeden Fall stellen müssen – denn Viele fordern das: Wegen des Risikos einer Abhängigkeit sollten alle Schmerzmittel rezeptpflichtig sein.
Aber: Ist das realistisch?
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Gestern haben wir in der Aktuellen Stunde Abschied genommen vom schönen warmen Licht der 60-Watt-Glühbirne. Viele empfinden echte Trauer, wenn sie darüber nachdenken, dass sie dieses alte, gewohnte, gemütliche Licht eintauschen müssen gegen das oft recht kalt wirkende Licht von Energiespar- oder Halogen-Lampen. Aber, so isses nun mal. Die weit verbreitete 60-Watt-Glühbirne ist ab sofort verboten - nur noch Restbestände dürfen abverkauft werden.
Und jetzt der Hammer: Ab heute nun gibt es saftige Preis-Erhöhungen bei Energiesparlampen - also beim Ersatz für die Glühbirnen!
Die beiden Marktführer Osram und Philips heben ihre Preise um bis zu 25 Prozent an! In Einzelfällen kann es sogar mehr sein.
Länger geplant erreicht diese Nachricht heute Kunden und Händler und hinterlässt natürlich einen ziemlichen merkwürdigen Eindruck. Ausgerechnet jetzt?
Es soll triftige Gründe geben: Die super-seltenen und deshalb super-teuren Rohstoffe – „Metalle der Seltenen Erden“. Hört sich für mich an wie der Titel einer Phantasy-Geschichte, aber bei den „Metallen der Seltenen Erden“ handelt es sich tatsächlich um sehr begehrte Rohstoffe, die zur Herstellung vieler Elektro-Produkte unverzichtbar sind: Akkus, Turbinen, Motoren.
Der wichtigste Lieferant dafür ist China, mehr als 90 Prozent dieser Stoffe wird dort gewonnen. China braucht aber selbst immer mehr davon. So sagte jetzt ein Osram-Sprecher, dass Seltene Erden in den vergangenen zwölf Monaten um 700 Prozent teurer geworden sind.
Und jetzt sollen wir wieder dafür zahlen? Wo wir doch keine Alternativen mehr haben: Die Glühbirne hat der Gesetzgeber ja verboten!
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Leere Bier- oder Sektflaschen, möglicherweise sogar Scherben…
Betrunkene, die nur im besten Fall lallen, im schlimmsten Fall aggressiv sind oder pöbeln…
Alkohol als Auslöser für Prügeleien…
Das alles sind Gründe dafür, dass jetzt in Hamburg ein Alkoholverbot im öffentlichen Nahverkehr eingeführt wird. Schluss mit dem Bierchen in der Bahn oder im Bus - sogar am Bahnsteig.
Es gibt noch eine kleine Anlauf-Phase - aber wer dann ab dem 1. Oktober trotzdem trinkt und erwischt wird - der muss 40 Euro Strafe zahlen. In Hamburg hofft man, auf diese Weise die Probleme mit Betrunkenen und Gewalt in den Griff zu kriegen.
Die erste deutsche Großstadt macht also Ernst – und auch bei uns in NRW denken manche darüber nach.
Heute in der Aktuellen Stunde berichten wir über dieses Thema.
Ich bin gespannt auf die Meinungen, die wir da hören werden, weil ich mir selbst noch keine abschließende Meinung gebildet habe:
Auf der einen Seite habe ich selbst einige Male in Bus und Bahn erlebt, wie unangenehm es sein kann, auf betrunkene Menschen zu treffen, die man überhaupt nicht mehr einschätzen geschweige denn vernünftig ansprechen kann. Schrecklich schnell kippen Situationen von irritierend zu gefährlich.
Auf der anderen Seite sind Verbote oft so hilf- und nutzlos. Trinken kann ich auch vorher – und wer kontrolliert dann, mit wie viel Promille ich in den Bus steige…?
Ein Alkoholverbot auch im ÖPNV in NRW – was meinen Sie?
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Rausgeflogen aus dem Verein - nach 35 Jahren Mitgliedschaft! Passiert ist das jetzt einer Frau aus Olpe: Ihr Verein wollte sie nicht mehr - der Grund: Sie ist halt eine Frau!
Nicht wundern: Der Verein ist ein Schützen-Verein und die sind ja üblicherweise in Männerhand. Es gibt auch Ausnahmen, mit aktiven Schützinnen – sogar Bezirks-Königinnen – aber besagter Verein aus Olpe wollte keine Ausnahme mehr machen, nach 35 Jahren.
Mit uns reden wollten sie leider auch nicht. Richtig gesprächig sind dagegen die Schützen aus Neuss, die gerade ihr großes Schützen-Fest feiern. Sie haben uns ganz freimütig erzählt, welche Rolle Frauen bei Ihnen spielen: Eher eine dekorative und moralisch unterstützende:-)
Mehr dazu heute in der Aktuellen Stunde.
Ich weiss ehrlicherweise gar nicht, wie ich die Geschichte aus Olpe denn nun genau finden soll:
Völlig anachronistisch oder einfach nur komisch?
Wenn die Jungs nicht mit Mädels spielen wollen, bitteschön! Gehen die Damen vielleicht einfach woanders hin, in einen Verein, der aufgeschlossener ist.
Wie sagte der unvergleichliche Loriot einmal: „Frauen sind aus der heutigen Gesellschaft gar nicht mehr wegzudenken.“
Mit Humor geht’s gleich viel leichter…
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Die Zahlen sind rekordverdächtig - und trotzdem können wir uns nicht darüber freuen: Wie sollten wir auch stolz darauf sein, daß ein DRITTEL aller Lebensmittel, die weltweit hergestellt werden, auf dem Müll landen?
Noch schockierender die Zahlen in Industrie-Ländern: Hier wird fast die Hälfte aller Lebensmittel weg geworfen: Essen, das nicht verdorben ist. Jeder zweite Kopfsalat, jede zweite Kartoffel wird schon auf dem Weg vom Acker in den Laden zu Abfall - ohne Umwege direkt in den Müll. Das Buch "Die Essensvernichter", das diese Woche auf den Markt gekommen ist - zeigt die fatale Verschwendung.
Wenn man sich die Zahlen anguckt, sieht, wie wir mit Ressourcen umgehen, sich vor Augen führt, wie unsere Eß- und Einkaufsgewohnheiten auswirken - dann kann einem schon schlecht werden.
Ich frage mich nur, wie sehr das schlechte Gefühl z.B. bei mir selbst anhält? Mein schlechtes Gewissen - wie nachhaltig ist es? Was kann ich tun, was an meinem eigenen Verhalten ändern? Und vor allen Dingen: Habe ich wirklich die Disziplin das alles in die Praxis umzusetzen?
Veränderung fängt doch immer auch bei uns selbst an...
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Heute hat in Kön die Gamescom ihre Tore geöffnet - eine der weltweit größten Messen für Video- und Computerspiele.
Heute darf erstmal nur Fach-Publikum die Hallen betreten - und bestaunen, was 550 Aussteller aus der ganzen Welt so mitgebracht haben. Interaktive Spiele überall, an Decken, Wänden und Riesen-Bildschirmen - und alles zum Ausprobieren. Zu gucken gibt es viel: 350 Welt-, Europa- und Deutschlandpremieren sind zu sehen. Ab morgen bis Sonntag ist die Messe dann für jedermann geöffnet.
Mehr als 250.000 Menschen waren im vergangenen Jahr auf dieser Messe - die meisten von ihnen haben sicher "Spaß" an den Computer-Spielen - aber immer mehr Menschen verlieren sich in den virtuellen Welten.
Eine genaue Zahl können Psychologen und Therapeuten nicht nennen, aber sie haben es immer öfter mit Menschen zu tun, die fast ihr komplettes Leben ins Internet verlagern. Dort finden sie angeblich, was sie brauchen: Freunde, Hobbys, Beschäftigung.
Doch die Gefahr ist nicht zu unterschätzen, dass es nur ein kleiner Schritt ist von einer Schein-Welt in eine Wahn-Welt. Wir haben heute in der Aktuellen Stunde das Beispiel eines Menschen, der das erlebt hat, der Schritt für Schritt immer mehr in seine Computerwelt abgetaucht ist - und jetzt ärztliche Hilfe gesucht hat, um wieder rauszukommen.
Wir werden morgen auch die unterhaltsamen Seiten der "games" betrachten - aber wie alles, dass maßlos genutzt wird, kann auch das Internet am Ende vieles zerstören.
Wie groß die gefahr für jeden einzlenen von uns ist...?
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Es war nur eine kurze Meldung gestern – die Informationen, die uns kurz vor unserer Sendung erreichten, waren einigermaßen sparsam:
Eine Schadstoffwelle aus der Schweiz solle an diesem Wochenende den Rhein bei uns erreichen. Es ginge um eine Chemikalie, die zur Bekämpfung von Legionellen Ende Juni in einem Kernkraftwerk eingesetzt wurde. Die sei nun mit Kühlwasser in den Rhein gelangt. Jetzt erreiche die Welle NRW. Unsere Wasserwerke aber sollen Vorsorge-Maßnahmen getroffen haben.
Heute nun ist mehr zu erfahren. Die Chemikalie hat einen Namen: Tetrakis-hydroxymethyl-phosphoniumsulfat, kurz THPS. Das Biozid ist als gesundheitsschädlich, ätzend und umweltgefährlich eingestuft. Es soll nach seiner Verwendung im AKW Leibstadt in der Schweiz „entgiftet“ worden sein – weit weniger toxisch wurde es in den Rhein geleitet.
Während Umweltschützer alarmiert sind, und Wasserwerke Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wurden wir gestern erst noch beruhigt. Heute fragen wir deshalb bei NRW-Umweltminister Remmel nach. Mehr dazu gleich in der Aktuellen Stunde!
Ich bin gespannt, was nun rauskommt, wie gefährlich dieses Zeug ist – wohl ist mir nicht bei dem Gedanken, dass Zeug in den Rhein geleitet wird, mit dem man in einer gefährlicheren Variante Legionellen abtöten konnte. Aber lassen wir erst mal die Experten sprechen…
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Käse, der keiner ist - Fleisch, das zusammen geklebt wird - Joghurts, in den alles drin ist, außer den Früchten, die darauf abgebildet sind. Was in unseren Lebensmitteln drin ist, wollen wir vielleicht nicht immer wissen, weil einem schlecht davon wird - aber besser ist das schon, wenn man weiss, was sich den Packungen so versteckt...
Deshalb wurde auch lange drum gestritten: Um die Lebensmittelkennzeichnung in der Europäischen Union. Was soll drauf stehen auf den Verpackungen, damit der Verbraucher auf einen Blick erkennt, was gesund ist oder eben nicht? Wie schafft man, dass Fettgehalt oder allergieauslösende Stoffe schnell erkennbar sind?
Verbraucherschützer und Industrie waren ziemlich unterschiedlicher Meinung. Die Verbraucherschützer waren für die Ampellösung: Eine farbige Kennzeichnung, die eine Entscheidung auf einen Blick ermöglichen sollte. Durchgesetzt haben sich die anderen: Keine Farben, dafür Text und Zahlen. Wie verbraucherfreundlich das ist, wir werden sehen...
Aber es gibt endlich ein Ergebnis. Die drei wichtigsten Änderungen zeigen wir gleich in der Aktuellen Stunde. Und es gibt auch Infos auf unserer Internetseite.
Ob das dann wirklich im Sinne des Verbrauchers ist, müssen wir alle selbst entscheiden. Auch an der Supermarktkasse!
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…Diesem Waffen-Geschäft soll jetzt die Bundesregierung zugestimmt haben. Genauer soll der Bundessicherheitsrat dem zugestimmt haben, der allerdings im Grunde aus der Regierung besteht: Die Bundeskanzlerin ist drin, der Außenminister, der Verteidigungsminister, der Finanzminister, Justiz...Wirtschaft…usw. Ein exklusiver Kreis, der geheim tagt. Trotzdem ist die Nachricht von dem Waffendeal in der Welt. Das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL berichtet darüber und beruft sich auf Sicherheitskreise aus Saudi-Arabien.
Der mögliche Waffen-Deal wird jetzt heftig kritisiert und zwar von allen Seiten! Die Kritik kommt nicht nur von der Opposition, die Saudi-Arabien als einen der schlimmsten Menschenrechts-Verletzer in der arabischen Welt bezeichnet, sondern auch aus dem Regierungslager selbst: Bundestagspräsident Norbert Lammert und Ruprecht Polenz, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses haben beide deutliche Kritik geäußert. Lammert erinnerte daran, dass die Saudis noch vor wenigen Wochen Panzer eingesetzt habe, um Demonstrationen im Nachbarstaat Bahrain niederzuschlagen.
Eine gigantische deutsche Waffenlieferung von 200 Leopard-Zwei-Panzern in ein undemokratisches Land? Der politische Streit um das begehrte High-Tech-Objekt ist heute auch Thema bei uns in der Aktuellen Stunde.
Ich habe vorneweg die Kritik genannt, die heute hoch kocht, weil tatsächlich ein heftiger Streit entbrannt ist, aber es gibt natürlich auch Stimmen, die für dieses Waffengeschäft sind und sagen, egal ob bei uns oder woanders, Saudi-Arabien wird so oder so Panzer kaufen – dann doch besser bei uns.
Was sagen Sie: Waffengeschäfte oder Moral? Beides geht offensichtlich nicht…
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Kommst Du zu meiner Party? Eine harmlose Frage...
Wer sowas aber über Facebook verbreitet, riskiert auch ungewollt, dass plötzlich hunderte ungebetener Gäste vor der Tür stehen und die Sache völlig aus dem Ruder läuft: Die Beispiele aus Wuppertal und Hamburg haben gezeigt, dass das kein Spaß ist. Da gab's echte Randale, Wohnsiedlungen wurden fast zerlegt. Teil des Problems ist, dass nun Nachahmer mit voller Absicht zu solchen unkontrollierbaren Massenaufläufen einladen.
Soviel Anarchie ist nicht nur deutschen Politikern suspekt: Der Niedersächsische Innenminister denkt jetzt über ein Verbot solcher Facebook-Parties nach. Der nordrhein-westfälische Innenminister Jäger will zwar kein Verbot, fordert aber die Behörden auf, schon im Vorfeld einzuschreiten, wenn Straftaten drohen.
Außerdem soll mehr über Facebook und die möglichen Folgen aufgeklärt werden.
Was nun genau passiert, welche Maßnahmen ergriffen werden - das müssen wir abwarten.
Aber ich finde schon, dass man schon jetzt sagen kann, dass es hier nicht um Mißverständnisse geht oder um Jugendliche, die die Konsequenzen ihrer Handlungen nicht absehen können. Ich schließe ausdrücklich diejenigen aus, die bei der Benutzung von Facebook einen Fehler gemacht und dann auch versucht haben, dass wieder in Ordnung zu bringen. Das ist schon schwierig genug. Aber wer anonym und absichtlich zu solchen Massen-Partys einlädt, der sollte merken, was für einen unverantwortlichen Schwachsinn er treibt. Jede Kleinstveranstaltung muss in diesem Land angemeldet werden, zurecht. Da kann man solch ein Facebook-Chaos nicht einfach durchgehen lassen.
In der Aktuellen Stunde zeigen wir heute, wie z.B. die Heinrich-Heine-Gesamtschule in Düsseldorf versucht, in speziellen Kursen, den Jungendlichen den richtigen Umgang mit sozialen Netzwerken im Internet beizubringen. Das ist gut. Für die Chaoten und Spinner ist das Gesetz zuständig.
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Comeback - für einen Mann und seinen Lebenstraum: Eine fast übermenschliche Aufgabe, die er sich da vorgenommen hat: Er will das deutsche Steuerrecht radikal vereinfachen!
Der Mann ist ein alter Bekannter: Der Steuer-Experte Paul Kirchhof. 2005 hatte Angela Merkel ihn in ihr Schattenkabinett berufen. Seine Reform-Ideen waren damals nicht sehr erfolgreich, zumindest umstritten. Er hat sie jetzt trotzdem ausgearbeitet und aufgeschrieben und veröffentlich das als Buch - es ist ein Entwurf für ein "Bundessteuergesetzbuch".
Wie sein Modell eines gerechten und funktionierenden Steuerrechts aussieht, das wollen wir versuchen heute Abend in der Aktuellen Stunde darzustellen.
Seine zentrale Forderung bleibt ein einheitlicher Steuersatz von 25 Prozent für alle - trotzdem sollen die Belastungen gerecht verteilt werden. Und aus mehr als 33.000 Paragraphen will er 146 machen. Klingt erstmal nach Vereinfachung, nach Klarheit, endlich Schluß mit tausenden Steuerausnahmeregelungen - was soll man dagegen haben?
Ich bin so was von überhaupt keine Finanzexpertin, aber ganz so einfach kann es nicht sein. Ganz ohne Ausnahmen wird es bei dieser neuen Reformidee sicher auch nicht gehen: Zu komplex ist unsere Lebensrealität - Familien, Alleinerziehende, Viel-Verdiener, Studenten, Chronisch erkrankte Menschen, usw. als dass einfache Modelle auf jeden Fall passen könnten. Also: Abwarten, Tee trinken, und sich das Modell Kirchhof in Ruhe anschauen. Im Zweifel ist es ohnehin so revolutionär, dass es die Politik lieber nicht anfasst...
Zum SeitenanfangIn diesem Blog stellen wir ein aktuelles Tagesthema zur Diskussion. Die Meinungen und Anregungen unserer Zuschauer geben uns wichtige Hinweise für unsere Arbeit, die wir auch in der Sendung gerne aufgreifen.
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