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Anna Planken
Es scheint, als würden Chefs in Zeiten der Krise immer kreativer. Nicht nur die, die versuchen, mit allen Mitteln ihre Firma und ihre Mitarbeiter zu retten. Auch die, die sich möglichst geräuschlos von Mitarbeitern trennen möchten finden immer neue Wege.
Aber das, was die Mitarbeiter aus Bad Salzuflen erleben ist bis jetzt die Krönung: Kein Novembergehalt, kein Dezembergehalt, kein Weihnachtsgeld und in den Betriebsferien sollte ihnen auch noch die Werkshalle leergeräumt werden. Dann hätten sie am 4. Januar vor einer ausgeräumten und verschlossenen Firma gestanden.
Es ist nicht fair, dass in der Krise die Wahrheit und die Ehrlichkeit auf der Strecke bleiben. Selbst wenn die Firma vielleicht nicht vor der Insolvenz zu retten ist haben die Mitarbeiter eine ordentliche Abwicklung verdient und keinen heimlichen Rausschmiss!
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Die meisten von uns haben ihre Augen heute morgen eher aufgemacht als ihnen lieb ist. Aber nur so konnte man dem Schnee selbstbewusst entgegen treten: Mit mindestens einer Stunde Extra-Zeit-Puffer in der Manteltasche.
Eine Stunde Lebenszeit und was haben Sie damit gemacht? Ich habe mich gefreut, dass ich so pünktlich losgekommen bin und es gereicht hat - dass alles gar nicht so schlimm war wie erwartet.
Andere mussten ihre schöne Lebenszeit verärgern. Ihr Zeitpuffer reichte einfach nicht, weil bei Ihnen das Totalchaos ausgebrochen ist.
Und was haben Sie erlebt? Vielleicht hat sich dieser Tag besonders gelohnt, weil Sie jemanden kennengelernt haben. Und jetzt haben Sie sogar die Telefonnummer von dem netten Mann, der Ihnen in die Seite gefahren ist.
Erzählen Sie uns Ihre Schneegeschichten. Wir sind gespannt!
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Wie viel muss, wie viel darf sein - jedes Jahr ist die Lichterkettenaufhängzeit die erste Probe für die guten Weihnachtsstimmung.
Darf die Lichterkette bunt blinken? Muss ein Weihnachtsmann die Fassade erklimmen und was halten wir von Rentieren im Fenster?
Jedes Jahr gibt es bei uns zu Hause heiße Diskussionen: Plötzlich entdeckt mein Mann seine Vorliebe für Kitsch und ich schlage die Hände über'm Kopf zusammen. Also einigen wir uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner:
1 Weihnachtsstern im Fenster
1 Adventskranz auf dem Tisch
1 Weihnachtsbaum im Wohnzimmer
PS: Und dieses Jahr ist noch eine Krippe dazu gekommen - er wollte es gerne so und ich will die friedliche Weihnachtsstimmung doch nicht kaputt machen ;-)
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Erst vor ein paar Wochen schreibt der Personalrat der Justizvollzugsbeamten in Aachen einen flehenden Hilferuf an die NRW-Justizministerin. Die Sicherheit in der JVA Aachen sei nicht mehr gewährleistet.
Dann passiert dieser Ausbruch und Frau Müller-Piepenkötter stellt sich in unsere Sendung und behauptet, es werde alles für die Sicherheit der Mitarbeiter und der Bevölkerung getan. Das ergibt ein schiefes Bild! Und das ganze geht weiter:
Ein Video ohne Beweise
Gestern noch hat die Justizministerin bei uns in der Sendung betont, dass durch die Überwachungssysteme gewährleistet sei, dass kein Justizvollzugsbeamter, als Fluchthelfer ungeschoren davon kommen würde. Das schrecke viele ab.
Heute spricht die Oberstaatsanwaltschaft zum ersten Mal über das Video, das den angeblichen Fluchthelfer zeigen soll. Die Ausbrecher sind nicht zu sehen. Eventuell sind das ihre Schatten auf dem Video.
Es ist mir ein Rätsel, wie diese Sicherheitssysteme und die offensichtlichen Personalnotstände in der JVA Aachen uns beruhigen sollen.
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Die schwarz/gelbe Koalition hat sich unerwartet schnell beim Thema Gesundheit geeinigt und die Tendenz ist die gleiche, wie bei der Pflege.
Die Arbeitgeberanteile bleiben gleich und alles was mehr kommt, um Löcher zu stopfen, soll von uns kommen.
Das ist nachzuvollziehen, wenn man Arbeit in Deutschland nicht immer teurer machen will. Aber es hinterlässt einen faden Geschmack wenn man über die Worte Gerechtigkeit und Solidargemeinschaft nachdenkt.
Die schwarz/gelbe Koalition ändert das System. Das muss nicht schlecht sein, auch wenn es beim ersten Gucken so aussieht als hätten wir damit viel weniger Geld in der Tasche als vorher.
Aber erst wenn alle Zahlen auf dem Tisch liegen, vor allem die der geplanten Steuerreform, können wir sagen, ob am Ende das Wahlversprechen "mehr netto vom brutto" hohl war oder echt.
Doch das größte Problem bei diesem Systemwechsel wird die konkrete Umsetzung sein. Wie soll das gehen, dass alle für die Krankenversicherung das Gleiche zahlen sollen und das dann noch gerecht wird? Ich bin sehr gespannt!
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Es geht um Zahlen, um Euro und Cent, aber es geht auch um ein Gefühl und die Frage: Was brauchen Kinder zum Glücklichsein?
Natürlich brauchen Sie keinen Schrank voller Markenklamotten, auch nicht drei Mal Urlaub im Jahr oder das neuste Mountainbike im Freundeskreis. Aber Kinder brauchen das Gefühl dazuzugehören - nicht immer, oder in jeder Hinsicht, aber wenigstens manchmal - einfach mal mithalten zu können.
Dabei geht es auch gar nicht darum, dass Kinder vor 50 Jahren auch oft nichts hatten und trotzdem glücklich waren. Sie gehörten trotzdem zur Gemeinschaft, weil die Meisten nichts hatten und sehr sparsam aufgewachsen sind.
Aber dieses Gefühl von "Dazu-gehören" geht vielen Kindern, deren Eltern immer "nein" sagen müssen, verloren. Sie fühlen sich ausgegrenzt, weil ihnen die aktuellen Regelungen der Sozialleistungen das Gemeinschaftsleben mit den anderen schwierig machen.
Ich hoffe, dass das Bundsverfassungsgericht jetzt die Chance nutzt, neue Wege vorzudenken. Denn bei allen Rufen danach, dass die Hartz-IV-Sätze für Kinder angehoben werden sollen ist eins klar:
Das Geld muss 1:1 bei den Kindern landen und zwar für sinnvolle Dinge und nicht für ein multimedial aufgerüstetes Wohnzimmer der Eltern.
Fast 180 Einträge in unserem Blogg - das Thema brennt Vielen auf den Nägeln und stößt eine wichtige Gerechtigkeitsdebatte an. Natürlich kann es nicht sein, dass Menschen, die jeden Tag 8 Stunden arbeiten gehen, das gleiche Geld oder sogar noch weniger bekommen als Menschen, die Geld vom Staat bekommen.
Aber wie krass ist diese Ungerechtigkeit, wie nah oder weit liegen solchen Familien finanziell auseinander?
Diese Fragen wollen wir klären und widmen uns diesem Thema ausführlich nochmal am Samstag in der Aktuellen Stunde ab 18:50 Uhr.
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Urlaubsfotos, Partyberichte, Kommentare über Freunde, Exfreunde .... Alles wird öffentlich gemacht. Jede Meinung, jeder Ärger - das ganze Leben auf dem Präsentierteller. Ich verstehe nicht, warum viele Internetnutzer das wollen.
Denn oft wissen sie, dass alle zuschauen können und irgendwie ist das reizvoll. Was viele aber vergessen ist, wie lange solche Details im Netz bleiben. Dann ist der beste Kumpel vielleicht schon lange der ärgste Feind und die gemeinsamen Partyfotos sind immer noch im Netz, werden vielleicht sogar fies von diesem ehemaligen Kumpel benutzt und weitergeleitet. Das Knutschfoto macht die neue Freundin doch bestimmt rasend.
Und ich wette, in 5 Jahren gibt es viele, die ihre Freizügigkeit im Internet bereuen. Vielleicht will man dann gar nicht mehr, dass alle die eigene Handynummer kennen. Oder die Adresse - aber dann ist die Privatssphäre schon aufgelöst.
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Mal ehrlich, wann haben Sie das letzte Mal eine Notrufsäule betätigt? Wann würden Sie es tun? Würden Sie nicht immer direkt zum Handy greifen?
Das Argument, dass nicht jeder ein Handy hat, hat mittlerweile ausgedient. Schon lange lassen sich Senioren das Handy von den Enkelkindern erklären und die allermeisten haben immer ein Notfallhandy in der Tasche.
Auch am Wochenende, als in München ein Familienvater totgeprügelt wurde, mangelte es an einem nicht - an Notrufen per Handy.
Wir brauchen keine Notrufsäulen mehr, die nie benutzt, aber teuer gewartet werden müssen. Die Zeit hat diese Technik überholt und unser gutes Gefühl, sich sicher zu fühlen, müssen wir uns anderswo herholen.
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Dieter Althaus tritt zurück! Ein Satz hinter dem eine menschlich tragische Geschichte steckt. Hinter dem viele tragische Geschichten stecken, aber bleiben wir bei einem Menschen: Dieter Althaus.
Er war der Star der CDU: Jung, dynamisch, erfolgreich! Ein enger Vertrauter der Kanzlerin, ein Politiker, der mit absoluter Mehrheit in seinem Bundesland als Ministerpräsident regieren konnte. Und dann?!
Dann passierte ein schlimmer Skiunfall, der nicht nur sein Leben komplett veränderte.
Aber, dass sein Leben nie wieder das alte sein würde, schien er verdrängen zu wollen. Er wollte zurück in die Politik, in sein Amt, als sei nichts passiert.
"Das geht nicht!", haben die Wähler am Sonntag gezeigt. Jetzt musste er hören.
Vielleicht nutzt Dieter Althaus seinen Rücktritt, um zu sich selbst zu finden. Auch er muss, aus Verantwortung für sich selber, eine Auszeit nehmen. So einen Unfall kann und sollte niemand einfach so wegstecken.
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Das Wichtigste zwischen Arzt und Patient ist das Vertrauen. Das wird aber jetzt arg strapaziert, denn wenn Ihnen Ihr Arzt demnächst sagt: "Machen Sie sich um die OP keine Sorgen, ich kenne da ein tolles Krankenhaus mit guten Spezialisten", dann können Sie nicht sicher sein:
Ist es das Beste für Sie oder das Beste für das Portemonnaie Ihres Arztes?!
Das Vertrauen ist gebrochen. Mal ganz abgesehen davon, dass es Betrug ist, Bestechung und unser Gesundheitssystem natürlich teurer macht: Sie können davon ausgehen, dass sich die Krankenhäuser das Bestechungsgeld auf Umwegen über irgendwelche undurchsichtigen Abrechnungsposten von den Krankenkassen holen.
Zum SeitenanfangIn diesem Blog können Sie als Zuschauer mit unseren Moderatoren oder unserem Redaktionsleiter über ein aktuelles Tagesthema diskutieren.
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