Mittwoch, 01.08.2012

Bild von Thomas Heyer, Rechte: WDR

Die große Verunsicherung

Es hätte so schön werden können. Ab heute gilt das neue Transplantationsgesetz, Organspenden in Kliniken sollen besser gefördert, besser gesichert werden. Aber diesem schönen Plan kam der Göttinger Organspendeskandal dazwischen. Hier soll gegen Geld operiert, sollen bevorzugt Organe transplantiert worden sein. Ermittler sprechen von ersten Indizien für Korruption. Patenten und Organspender sind extrem verunsichert - Patienten, die seit langem auf eine neue Niere, eine Leber oder ein Herz warten, fühlen sich kriminell verschaukelt, potentielle Organspender getäuscht. Der Flurschaden, den der Skandal an der Uniklinik Göttingen angerichtet hat ist enorm. Das Thema Organspende ist wieder in der Diskussion, weil zum Organhandel ermittelt wird - mitten in Deutschland. Spender geben reihenweise ihre Spenderausweise zurück oder vernichten sie. Damit vernichten sie allerdings auch die Hoffnung vieler Patienten auf ein neues Organ, auf ein neues Leben! Ich habe meinen Ausweis noch und - werde ihn behalten!

Kommentare

@ Emma am 3.08.12 13:16
@ Anke am 3.08.12 12:48

Heute ist Freitag, und da steht bei mir, so lange ich denken kann, nur Fisch auf dem Plan!
Innereien, maximal einmal im Monat, wegen der zu hohen Schadstoffbelastung.

Wünsche Ihnen weiterhin einen guten Appetit bei Ihrer Unterhaltung,
und möge das Organ des Spenders den Richtigen erreichen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Liebe Grüße
JAN

JAN am 3.08.12 13:07

@ Joachim Krämer am 3.08.12 12:55

Ich schreibe aus Erfahrung. Den Besserwisser überlasse ich ihnen. Und eine Tüte Höflichkeit gibt es kostenlos.

Emma am 3.08.12 13:06

@ Anke am 3.08.12 12:48

>>>(...)deren Leber aber gesund genug war.>>>

"Gesund genug war" klingt gut. Nur ein bisschen Zirrhose...

>>>Wenn das Organ nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit transplantiert werden kann, muss es entsorgt werden, das wurde auch erwähnt.>>>

Und wie sagt man das den Angehörigen? Vermutlich gar nicht. Denn die Angehörigen können/konnten (zumindest auf Wunsch) benachrichtigt werden nach der Transplantation bwz ein Jahr danach, so war es jedenfalls vor rd 20 Jahren.


Emma am 3.08.12 12:57

@Emma
So ist es. Vor einer EVTL Entnahme werden die Organe bzw der Mensch untersucht und dann wird entschieden, ob Organe entnommen werden können und welche.
Sie hätten den Bericht in der AKS richbtig sehen müssen, dann würden Sie nicht so ein Schrott vo sich geben. Mir scheint Sie spielen sich als Besserwisser auf. Ist aus ihren vielen Beiträgen zu entnehmen. Ein Beitrag reicht.

Joachim Krämer am 3.08.12 12:55

Emma am 3.08.12 12:16

Wie oft das vorkommt, kann ich nicht beurteilen. In dem Film ("Organtransplantation - Wettlauf mit der Zeit") äußerte ein Arzt, dass sie heute aufgrund des Organmangels auch bei Spendern entnehmen, die noch vor Jahren nicht in Frage gekommen wären, hier bei einer 68Jährigen, deren Herz und Lunge zu geschädigt waren, deren Leber aber gesund genug war.

Wenn das Organ nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit transplantiert werden kann, muss es entsorgt werden, das wurde auch erwähnt.

Anke am 3.08.12 12:48

@ Anke am 3.08.12 11:57

>>>In der Sendung von gestern gab es einen Film, in dem genau dieser Fall eingetreten war.>>>

Das wird aber eher selten sein. Die meisten Menschen wissen um ihre Krankheiten bzw haben geschädigte Organe durch die Krankheit, weshalb sie ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Von Krebspatienten werden zB keine Organe entnommen. Sicherlich kann es aber gerade bei einer Krebserkrankung passieren, dass die Krankheit gerade im Anfangsstadium noch keine Beschwerden verursacht hat und nicht bemerkt wurde.

Es ist aber nicht so, dass erst einmal grundsätzlich sämtliche Organe entnommen werden, wie es sich las und dann landen alle auf dem Müll. Uns wurde zB auch vorher mitgeteilt, dass aufgrund bestimmter Erkrankungen nur bestimmte Organe infrage kamen. Und dann konnten wir zustimmen oder ablehnen.

Emma am 3.08.12 12:16

Emma am 3.08.12 11:24

Es kann allerdings vorkommen, dass sich trotz Voruntersuchungen erst während der Entnahme herausstellt, dass die Organe (oder nicht alle Organe) doch nicht weiter verwendet werden können. In der Sendung von gestern gab es einen Film, in dem genau dieser Fall eingetreten war.

Anke am 3.08.12 11:57

Manche sollten sich doch erst einmal informieren...

Organe können nur einem Hirntoten entnommen werden und der liegt in der Regel im Krankenhaus und nicht zuhause im Bett und hat dort schon diverse Untersuchungen hinter sich, weil er ja aufgrund einer bestimmen und oft plötzllich auftretenden Krankheit eingeliefert wurde wie Herzinfarkt, Schlaganfall etc. Außerdem wird der Patient (oder die Angehörigen) bei einer Einlieferung nach Vorerkrankungen gefragt etc.

Emma am 3.08.12 11:33

@ Joachim Krämer am 3.08.12 7:11

>>>Den die entnommen Organe werden vorher auf Schädigungen untersucht, sprich ob diese Organe krank sind.>>>

So ist es. Vor einer EVTL Entnahme werden die Organe bzw der Mensch untersucht und dann wird entschieden, ob Organe entnommen werden können und welche. Ein Spender wird nicht erst "ausgeweidet", um die etwa ordinäre Sprache der eingefleischten Gegner zu gebrauchen. Es wird vorher entschieden und ggf (bei nicht vorhandenem Ausweis) den Angehörigen mitgeteilt, welche Organe transplantiert werden können. Aber grundsätzlich kann jeder selber festlegen in seinem Ausweis/Patientenverfügung, welche Organe er im alle seines Hirntotes spenden möchte. Ohne Ausweis entscheiden die Angehörigen.

Man sollte nicht durch falsche Angaben die Organspende schlechter machen als sie ist.

In der Tat lebt der Mensch um zu sterben, aber manche Krankheiten reichen nicht zum sterben. Und auch Babys (mit missgebildeten Organen)haben ein Recht, erst einmal zu leben.

Emma am 3.08.12 11:24

Der Mensch ist kein Ersatzteillager. Man wird geboren in dieser Welt um zu leben, aber auch zu sterben. Außerdem ist es nicht sicher ob die entsprechenden Organe nach der Entnahme aus dem toten Körper verwendbar sind. Den die entnommen Organe werden vorher auf Schädigungen untersucht, sprich ob diese Organe krank sind. Ist das entnommene Organ krank ist es für die geplante Transplantation nicht geeignet. Folge der verstorbene Mensch ist verstümmelt, aufgeschnitten. Frage mich ob das richtig ist. Die Würde des Toten ist verletzt.

Wie sicher ist die Organspende vor korrupten Ärzten die nur an ihre eigene Tasche denken. Heißt die Verlockung des Geldes nicht wiederstehe können. Die jüngsten Fälle, als auch in der Vergangenheit, wie in Essenern Unikrankenhaus, jetzt Göttingen bzw. Regensburg zeigen, diese Ärzte denken nur an sich. Bei Fehlern wird vertuscht Unterlagen nicht rausgerückt, gegenseitige Deckung der Ärzte nach dem Motto eine Krähe hackt der anderen Krähe kein Auge aus. Dumm stehen dann die Angehörigen da. Wer gibt diesen Angehörigen die Sicherheit dass der für die Organentnahme vorgesehene Verstorbene wirklich tot ist? Keiner!
Mir ist klar meine Ansicht wird zu Gegenmeinung führen, aber jeder muss es für sich entscheiden.
Klar ist auch das Thema Organspende wird kontrovers geführt. Aber jeder sollte für sich eine Meinung haben, die anderen müssen dies akzeptieren ohne den anderen mit der Gegenmeinung runter zu machen. Unangebracht ist als Besserwisser gegenüber dem Anderen aufzutreten. Dafür ist das Thema zu ernst. Für mich persönlich lehne ich Organentnahme ab. Hier habe ich eine klare Position

Joachim Krämer am 3.08.12 7:11

Da scheint irgendwas durcheinander gekommen zu sein. Mein Kommentar war

Ich verstehe das Verhalten der Leute nicht. Würden die auch kein Brot mehr kaufen, wenn bekannt würde, dass ein Bäcker in seinen Teig gespuckt hat?

Und ich habe ihn nicht anonym abgegeben. Der Kommentar vom 2.8. 19:08, der meinem Namen zugeordnet wurde, ist nicht von mir!

Uli am 2.08.12 21:07

Anonym am 2.08.12 20:53

Macht das nicht jeder Bäcker?

Anonym am 2.08.12 21:00

Ich verstehe das Verhalten der Leute nicht. Würden die auch kein Brot mehr kaufen, wenn bekannt würde, dass ein Bäcker in seinen Teig gespuckt hat?

Anonym am 2.08.12 20:53

Sehr geehrter Herr Heyer,

ich werde meinen Körper nicht durch korrupte Mediziner und Kapitalistenschweine in den Kliniken verkaufen lassen.
Dies ist mein klares NEIN zur Organspende.

Uli am 2.08.12 19:08

JAN am 2.08.12 18:07

Danke für Ihre Antwort. Ich finde es gut so wie es in Bayern ist,
und bedaure andere "Lösungen?".
Bayern ist ein konservatives Bundesland, das noch Wert auf vieles legt,
was ich richtig finde.

Gertrud am 2.08.12 18:24

@ Gertrud am 2.08.12 16:22

Wieso man sich in Bayern so liebevoll um die Verstorbenen kümmert, so lange sie noch über der Erde verweilen, ist in der Bayrischen Landesverfassung begründet.
Sozialschwache können zur Zeit leider nur in Bayern mit einem würdigen Abgang aus dieser Welt rechnen.

JAN am 2.08.12 18:07

Werner,

nichts. Ich nehme nämlich keine, weil ich auch so wunderbar hinkomme, mit Ernährung, Bewegung, Sport und entsprechendes geistiger Nahrung bzw. Literatur u. entsprechendem Umfeld.

Ich fand den Satz "Glück kennt keine Krankheit" im Wartezimmer eines Arztes, und finde ihn nach wie vor zutreffend.

Aufregung schadet übrigens auch. Aber das wissen Sie sicher. Jeden Tag schlechte Nachrichten hören und lesen erhält auch nicht gerade gesund. Es sei denn man i.a. Stahl.
Ich finde Moderatoren und Nachrichtensprecher inzwischen nicht mehr beneidenswert in ihrem Beruf. Wenn ich überlege, wieviel Freude und Spaß wir früher hatten, wird mir zu heute dazu schon anders.

Im übrigen wissen wir alle ziemlich genau, daß z.B. in einem Unternehmen
die Krankheitsquote steigt wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Und ebenso das prägend ist, in welchem Umfeld man aufwächst und mit wem man sich umgibt.
Das ist im übrigen durch Studien bewiesen und wird man auch nicht abtun können.

Gertrud am 2.08.12 17:30

JAN am 2.08.12 16:13

Jan Danke für Ihren Beitrag.
In Bayern läuft vieles anders und nach meinem Dafürhalten auch besser als in vielen anderen Ländern.

Ja das Sterbegeld wurde für die normalen Bürger abgeschafft, aber so weit ich weiß, die Abgeordneten erhalten es weiter.

Soviel zum Gleichheitsgrundsatz, der überall da mißbraucht wird offenbar,
wo es bestimmten - auch eigenen Zwecken - dient.

Gertrud am 2.08.12 16:22

@ Anke am 2.08.12 11:32

Übernahme der Bestattungskosten in NRW durch die Sozialämter

Die Sozialämter in NRW übernehmen nicht sofort die Beerdigungskosten. Eine Übernahme der Beerdigungskosten erfolgt erst nach eingehender Prüfung des Antrages auf Übernahme der Bestattungskosten. Und diese Überprüfung dauert Monate.

Was machen nun die Sozialämter?
Die Sozialämter beauftragen das zuständige Ordnungsamt, sich um die rasche Beisetzung des Toten zu kümmern.
Teilweise wird nun ohne Rücksprache mit den Angehörigen der Verstorbene beigesetzt (Wo, wann und wie erfahren die Angehörigen meist nur auf Nachfrage, und werden an den beauftragten Bestatter verwiesen).
Die entstandenen Kosten hierfür müssen die Hinterbliebenen zahlen. Das Ordnungsamt schickt ihnen eine Rechnung zu, welche sie, wie üblich, innerhalb von 14 Tagen zu begleichen haben.
Die Rechnung wird sofort fällig gestellt, unabhängig von der Entscheidung des Sozialamtes.
Erfolgt keine Zahlung der Angehörigen, wird von Seiten des Ordnungsamtes ein Mahnbescheid erwirkt.

Nur in einem Bundesland verfahren die Sozialämter anders. In Bayern. Die Sozialämter veranlassen mit den Angehörigen gemeinsam eine rasche Beisetzung des Verstorbenen; sie übernehmen sofort die Kosten der Beisetzung und prüfen erst danach, ob der Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten gerechtfertigt war.

Dieser Behörden-Willkür kann man nur entgehen, falls man nach dem Tod seinen Körper der Forschung zur Verfügung stellt! Oder, man lebt in Bayern!

Leider haben viele Angehörigen heutzutage nicht mehr die finanziellen Mittel, die Bestattungskosten zu tragen.
Schuld daran ist die von vielen so gelobte CDU. Sie schaffte im Jahre 1988 die Zahlung eines Sterbegeldes durch die Krankenkassen ab. Bis zu diesem Zeitpunkt bekamen die Angehörigen ein Sterbegeld in Höhe von 4.500,00 DM von der zuständigen Krankenkasse.

Ich wünsche Ihnen weiterhin einen schönen Tag!

JAN am 2.08.12 16:13

Einen Umzug in der Form von Regensburg nach Göttingen, kann wohl kaum jemand alleine bewältigen, denke ich.

Gertrud am 2.08.12 15:45

Da haben Sie vollkommen recht. Dafür gibt es ja spezielle Unternehmen, Umzugsunternehmen nennen die sich

Anonym am 2.08.12 15:55

Ich denke dieser Arzt dürfte nicht alleine gehandelt haben.

Gertrud am 2.08.12 15:46

Einen Umzug in der Form von Regensburg nach Göttingen, kann wohl kaum jemand alleine bewältigen, denke ich.

Gertrud am 2.08.12 15:45

Keinen Zufall, es ist systemimanent, systembedingt: Profitmaximierung-Kapitalismus in allen Bereichen (Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Finanz, Bildung, Medizin, Dienstleistungen, Kunst, Soziales, Religion, Komminikationsformen, Beziehungsformen etc.).
Andererseits Verlust der Werte und Moral/Ethik, Mißbrauch der "Freiheit" und "Demokratie", Verlust der Menschlichkeit, der Verantwortung. Macht und Reichtum spielt in dieser Gesellschaft die dominante Rolle, steuert die ganze Gesellschaft.
Diese Gesellschaft ist schon längst verfallen und zerfallen, nichts ist zu retten.

His-Fakten am 2.08.12 15:04

Zum Skandal um falsch zugewiesene Organspenden gehört natürlich auch der Empfänger! Die Patienten, die bei diesen Betrügereien mitgewirkt haben, gehören ebenfalls bestraft, nicht nur der federführende Arzt. Außerdem sollte der Patient das empfangene Ersatzteil zurück geben oder dem rechtmäßigen Empfänger zukommen lassen. :-)
Im Ernst: Ich hatte überlegt mir einen Organspende-Ausweis zuzulegen. Aber nach diesem Skandal fehlt mir dafür das notwendige Vertrauen.

Pistensau am 2.08.12 14:57

Meine Antwort auf die Anfrage der Krankenkasse wird wie folgt aussehen:

Ja, ich habe mit Gedanken gemacht, ob ich kurz v o r meinem Tod noch Organe spenden will. Und ja, ich habe eine Entscheidung getroffen.
Aber nein, die geht Sie nichts an .

erlkoenigin am 2.08.12 14:57

Organspende und Organhandel sind untrennbar verbunden.Schließlich sind das keine karitativen Einrichtungen, die Organe entnehmen, transportieren und wieder einsetzen.
Hier wurde allerdings kriminell "gehandelt".

Bevor aber wieder mal die Ärzte und die Kliniken verteufelt werden, sollte man lieber die Untersuchungen abwarten und sehen, wer alles involviert war.

Ich befürchte leider keinen Alleingang des betreffenden Arztes, sondern dass das wieder bis in die Klinikleitung reichte.

@Emma

was war denn IN Ihrem Keks? ;-)

heikos am 2.08.12 14:48

Emma am 2.08.12 14:37

Es war Chirurg aus Essen, der krebskranken Patienten erklärt hat, er könne ihnen nur dann einen früheren OP-Termin ermöglichen, wenn sie eine hohe/sehr hohe "Spende" machen würden.

OT
Versuchen Sie es doch mal mit einem der kostenlosen Browsern wie Firefox oder Opera. Dort wackelt nix. Über Opera gibt es mittlerweile auch wieder Trennlinien zwischen den Beiträgen.

Anke am 2.08.12 14:47

"Reform des Verfassungsschutzes
Minister will mehr Personendaten"

genau friedrich du alte oberpfeife, am besten noch gleich eine dna datenbank, damit die ärzte wissen, wo die spender sich rumtreiben, um sie lebendig zu zerlegen....

scheiss überwachungswahnsinn....

wasd am 2.08.12 14:40

@ anita 68 am 2.08.12 14:14

>>>Dann fragt sich der geneigte Leser aber, warum man diesen Arzt nicht damals schon aus dem Verkehr gezogen hat?>>>

Weil man das vermutlich erst jetzt aufgedeckt hat. Wahrscheinlich hat man nach Aufdeckung den beruflichen Werdegang des Arztes rückverfolgt.
Ich finde es auch erschreckend, dass es Ärzte gibt, die sich zu Derartigem hinreißen lassen. Genau wie der Chirug, der vor Kurzem verurteilt worden ist, was genau der angestellt hat, weiß ich aber nicht mehr. OP's vorgezogen gegen Spende oder so(?). Oder der Gynäkologe, der seine Patientinnen fotografiert hatte. Spinner gibts überall. Das aber Ärzte, die finanziell nicht unbedingt schlecht da stehen, so etwas nötig haben, versteh ich nicht so ganz.

------------------

OT

Das Wackeln geht mir auf den Keks hier.

Emma am 2.08.12 14:37

Solange man kein Vertrauen in die Medizin haben kann, solange man annehmen muß das allein Geld und nicht medizinische Notwendigkeit ausschlaggebend ist, solange muß man auch annehmen das arme Menschen für Reiche ausgeweidet werden, egal wie "hirntot" sie sind.

Diese Angst zu nehmen ist eine viel größere Herausforderung als ein Zwangswerbegesetz zu erbrechen, doch ungleich wichtiger.
Jedoch da wird sich nichts tun, denn man wird nicht einmal zugestehen das diese Ängste existieren und durch solche Vorfälle auch berechtigt erscheinen.
Will die Politik wirklich für Organspende eintreten so hat sie total versagt. Die absolute Sicherheit vor Mißbrauch ist die Grundlage für so das notwendige Vertrauen der freiwilligen Spender in jene Ärzte, die entscheiden, ab wann man "Leiche" ist.

hupfdie am 2.08.12 14:27

@Emma am 2.08.12 14:05

Dann fragt sich der geneigte Leser aber, warum man diesen Arzt nicht damals schon aus dem Verkehr gezogen hat?

anita 68 am 2.08.12 14:14

@ anita 68 am 2.08.12 13:59

>>>Ich habe heute gelesen, dass außer Göttingen jetzt auch Regensburg mit einer nahezu gleichen Anzahl von "Verkäufen" am Pranger steht. >>>

Das war beides der gleiche Arzt. Vor Göttingen war er in Regensburg an der Klinik. Ein schwarzes Schäfchen macht noch keine Herde ;-)

Emma am 2.08.12 14:05

Ich habe heute gelesen, dass außer Göttingen jetzt auch Regensburg mit einer nahezu gleichen Anzahl von "Verkäufen" am Pranger steht. Scheinbar ist das Handeln inzwischen zur Normalität geworden.

Da bekommt das Wort "Spende" einen eigenartigen Beigeschmack. ;-((

anita 68 am 2.08.12 13:59

die politik zwingt noch zur werbung für organhandel in deutschland, öhm organspende...öhm, wobei...ich bleib beim ersten...

ja, die zwei klassengesellschaft...

öhm, wer wählt sowas?

wasd am 2.08.12 13:45

birne1950 am 2.08.12 12:31

Einen wichtigen Aspekt, den Sie ansprechen. Den Umgang mit dem kriminellen Gesocks. Die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
Hier ist insbesondere die Justiz gefragt, natürlich auch der Gesetzgeber im Vorfeld.
Sollten sich diese Betrügereien durch relativ niedrig ausfallende Strafen als kalkulierbares Risiko erweisen, werden zuallererst die Bedürftigen darunter zu leiden haben.
D. h., diese "Ärzte" haben billigend in Kauf genommen, dass durch ihre kriminellen Machenschaften die Spendenbereitschaft sinkt und evtl. mehr Leute unnötigerweise sterben müssen.
Und die Organspende als solche in Verruf gerät.
Der lebenslange Verlust der Approbation ist eine Selbstverständlichkeit, drakonische Strafen sind gefordert. Strafen für Geldfälscherei können da nur die Untergrenze sein, also mehrjährige Haftstrafen sind da schon gefordert, um potentielle Täter abzuschrecken.

HB

HB am 2.08.12 13:10

Achnee, doch schon so viele, na wundert mich nun gar nicht mehr, das Engemant unserer so tollen kriminellen Vereinigung der FDP mit unsrem Gesundheitsminister voran und den Krankenkassen im Rücken für den zwangsverordneteten Organspenderausweis, das da nur wieder nen Haufen Schei.. hintersteckt, so wie er jetzt ans Tageslicht kommt, war doch schon irgendwie wieder klar, oder?

pimmock am 2.08.12 13:05

Erst die jüngste Aktion hat mich, leider erst viel zu spät, dazu gebracht, den längst geplanten Organspenderausweis auszustellen. Und nun der Skandal in Göttingen und Regensburg. Das lässt mich an meiner Entscheidung zweifeln.
Ich werde die Aufarbeitung genau beobachten um danach zu entscheiden ob ich mich auf dem Ausweis zukünftig ausdrücklich gegen die Spende äußere.

birne1950 am 2.08.12 12:31

heikos am 2.08.12 11:47

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur sagen, dass mir vor meinen Krankheitszeiten nicht klar war, WIE klein und abhängig man sich fühlen kann, wenn es droht, einem an den Kragen zu gehen. Ebenso hatte ich vorher nicht im Mindesten geahnt, WIE sehr ich an meinem kleinen Leben hänge. Dass man in einer solchen Situation alle möglichen Überzeugungen über Bord werfen kann, würde ich jedem zugestehen.

Sich sozusagen alle Möglichkeiten offen zu halten, um sich dann die bequemste herauszusuchen, dazu habe ich auch eine Meinung. Dennoch bleibe ich dabei, jedes Leben ist gleich viel wert.

Anke am 2.08.12 12:05

>>Jede Entscheidung, auch die, zu nehmen, aber nicht zu geben oder sich nicht zu entscheiden, ist zu respektieren.....>>

Anke am 2.08.12 11:20

Speziell diese Entscheidung kann ich nicht akzeptieren.

Wenn ich eine Organspende, aus welchem Grund auch immer, ablehne, kann ich doch wohl kaum jemand Anderem genau dies zumuten.

heikos am 2.08.12 11:47

Ano-Nym1984 am 2.08.12 11:14

Eine meiner Verwandten ist Mitarbeiterin in einem Sozialamt. Ich habe den Film auch gesehen und hatte sie nach dem Film gefragt, wie das bei ihnen geregelt ist. Sie hat mir glaubhaft versichert, dass solche Praktiken längst nicht in allen NRW-Kommunen üblich sind. In ihrem Zuständigkeitsbereich werden die Verstorbenen auf Kosten des Sozialamtes sofort bestattet, in der billigsten Variante.

Anke am 2.08.12 11:32

Anke am 2.08.12 11:20

Ihrer jetzigen Formulierung kann ich zustimmen.
Übrigens: Eine Patientenverfügung sollte nicht ohne juristischen Beistand abgefasst werden. Da lauern zuviele Fallstricke, die man als Laie nicht sehen kann.

HB

HB am 2.08.12 11:24


@ Gertrud am 2.08.12 11:10.

>>>Glückliche und zufriedene Menschen haben gar keinen Grund krank zu werden, oder krank zu sein.>>>

Sorry, aber selten so einen Stuss gelesen.

Emma am 2.08.12 11:22

HB am 2.08.12 11:03

Für mich selbst könnte ich mir auch nicht vorstellen, ein Organ zu nehmen ohne Bereitschaft, selbst eines zu geben. Ich habe meinen Spenderausweis mit dem Kreuz an der für mich richtigen Stelle seit Jahren direkt hinter meinem Perso in der Handtasche.
Dennoch ist es mir extrem wichtig, dass es keinen moralischen Druck auf mögliche Spender gibt. Jede Entscheidung, auch die, zu nehmen, aber nicht zu geben oder sich nicht zu entscheiden, ist zu respektieren, denn jedes Leben ist gleich viel wert. Es darf nicht danach gehen, wer ein möglicherweise "besserer Mensch" ist.

@Thomas Heyer: Wie Sie bemerkt haben, haben wir uns Ihren Hinweis zu Herzen genommen. ;-)

Anke am 2.08.12 11:20

@ Gertrud am 2.08.12 10:51

Wir reden hier von zerstörten Organen. Herzlosigkeit zerstört keine Organe, aber Nikotin schon. Auch Worte zerstören keine Organe, ein ungesunder Lebenswandel aber schon. Auch Gedanken oder Wünsche zerstören keine Organe (falls das als Nächstes kommt).

Emma am 2.08.12 11:18

heikos am 2.08.12 11:15

Sich nicht entscheiden zu können auf Grund einer etwas einseitigen Informationspolitik ist etwas Anderes, als Desinteresse zu zeigen und die Dinge auf sich zukommen zu lassen.
Also keine Kehrtwende.

HB

HB am 2.08.12 11:17

>>Daher ist es für mich nachvollziehbar, sich nicht entscheiden zu können. Solange es nur Moralappelle ohne neutrale Information sind, die auch die vielen Missstände benennt, die nicht zu leugnen sind.>>

HB am 2.08.12 11:03

Das ist aber jetzt eine Kehrtwendung gegenüber Ihrer Ansicht gestern Abend.
Wieso der schnelle Sinneswandel?

heikos am 2.08.12 11:15

@Anke am 2.08.12 10:50

In der ARD Sendung die story wurde mit dem Irrtum aufgeräumt, dass das Sozialamt einspringt. Nur in Bayern werden die verstorbenen Menschen umgehend durch die Sozialämter ordentlich bestattet, anschließend wird nach Angehörigen gesucht. In der Sendung wurden mehrere NRW Kommunen gezeigt, wo die Sozialämter wochen- und monatelang die Leichen nicht beerdigten, weil noch nach Angehörigen geforscht wurde. Das war und ist bewußtes Hintertreiben der Beerdigung durch die Sozialämter, und so kam es im Film auch zum Ausdruck.

Das Geschäft bei Organspenden wird ja immer deutlicher, auch wenn man es immer noch als Spende verbrämt. Zumindest verdienen die Krankenhäuser und Transplantationszentren ordentlich an den Transplantationen, wenn auch nicht an den Organen, die sie als kostenlose Beigabe erhalten. Wenn man es nüchtern betrachtet, sollte ein ordentliches Begräbnis mit der Spende verbunden werden. Egal, wie man das regelt.

Ano-Nym1984 am 2.08.12 11:14

Hallo Herr Heyer,
Zitat:
...Das Thema Organspende ist wieder in der Diskussion...

Für mich nicht!

Gerd am 2.08.12 11:13

Emma am 2.08.12 11:08

Gegner, solange nicht selbst betroffen. Ich frage mich, wer von den überzeugten Gegnern schon unmissverständlich kundgetan hat, kein Organ empfangen zu wollen.
Eine schöne Moral, zwei Eisen im Feuer zu haben. Eine Moral für jetzt, gesund, und eine Moral für später, wenn man eventuell eines Spenderorgans bedarf.

HB

HB am 2.08.12 11:11

Preisrichter,

Machen Sie sich ruhig lustig.

Glückliche und zufriedene Menschen haben gar keinen Grund krank zu werden, oder krank zu sein.

Unzufriedenheit und Sorgen, sind ein erster Schritt in die Krankheit, auch wenn das vielen nicht bewußt ist.


Gertrud am 2.08.12 11:10

Hier scheinen sich ja die Gegner der Organspende zusammengerottet zu haben...

@ heikos am 2.08.12 10:57

>>>In diesem Zusammenhang von einer würdigen Beerdigung zu sprechen, mutet schon etwas grotesk an. Die Würde dürfte auf dem Seziertisch entfleucht sein.>>>

Grotesk sind hier einige Schreiber. Erst einmal wird niemand ausgeweidet, jeder kann selber bestimmen, welche Organe entnommen werden sollen - oder die Angehörigen bestimmen das. Zum anderen habe ich selbst einen Angehörigen beerdigt nach einer Organentnahme. Ich kann Ihnen versichern, er sah aus wie jeder andere Verstorbene auch. Friedlich und würdevoll. Und so war auch die Bestattung. Und es war sogar ein Trost, dass er nicht ganz verstorben ist; dass durch seinen frühen Tod zwei Menschen ein neues Leben geschenkt wurde, in ihnen lebt er weiter.

Emma am 2.08.12 11:08

Anke am 2.08.12 10:36

Die Informationspolitik, und dazu hatte ich mich auch schon geäußert in einem früheren Blog, ist für mich mehr als einseitig, übergeht häufig berechtigte Kritik und desavouiert nicht selten berechtigte Kritik.
Daher ist es für mich nachvollziehbar, sich nicht entscheiden zu können. Solange es nur Moralappelle ohne neutrale Information sind, die auch die vielen Missstände benennt, die nicht zu leugnen sind.
Und jetzt ist ja auch noch die Uniklinik Regensburg im Gespräch. Nicht dass das nur die Spitze eines Eisbergs ist.
Ich meine aber, dass die, die sich eindeutig gegen eine Organspende entschieden haben, aber selbst bereit sind zu nehmen, eine Doppelmoral vertreten. Sich gar nicht zu äußern, bedeutet de facto, gegen eine eigene Organspende zu sein, aber ggf. ein Organ zu empfangen. Glaubwürdig ist eine Ablehnung der Organspende nur, wenn man sich wie Saline oder Anita auch deutlich geäußert hat, kein Organ in Empfang nehmen zu wollen.

HB

HB am 2.08.12 11:03

Ich muss ja nicht ins Detail gehen, aber es brauch nicht viel Phantasie, um sich einen ausgewaideten Körper vorzustellen.

In diesem Zusammenhang von einer würdigen Beerdigung zu sprechen, mutet schon etwas grotesk an.

Die Würde dürfte auf dem Seziertisch entfleucht sein.

heikos am 2.08.12 10:57

..."Das Thema Organspende wird langsam nervig."

Alt68er Ohne uns wäre Heute noch vieles "anders" am 2.08.12 10:29

Danke für Beitrag und Beispiel.

Das Thema finde ich nicht nervig, aber die Art und Weise des Umgangs, mit diesem und vielem anderem.

Wenn man mit Menschen anständig umgeht, werden diese nicht krank.


Gertrud am 2.08.12 10:55

Mir geht es ja nur darum aufzuzeigen, dass ein Appelieren an die Vernunft nichts bringt.
Emma am 2.08.12 10:35

Und da scheine ich Ihnen als Beispiel geeignet. Schade Emma.

Ich würde div. aus Prinzip schon verteidigen, selbst wenn ich es selbst anders halte.

Viele Menschen werden durch Herz- und Lieblosisigkeit krank weil sie keine Liebe, kein Verständnis und anderes mehr haben, weder für sich selbst noch andere. Ihre Zunge sich selbst und dem anderen gegenüber nicht mehr hüten und meinen das auszulassen, was sie können. Ohne Rücksicht auf die Wirkung. Ein unordentliches Leben macht krank. Und selbst Worte können krank machen, werte Emma. Kollegen können krank machen, Lebensbedingungen, wenn man es will.

Die Bandbreite, warum es einen erwischt und erwischen kann ist sehr groß. Es ist etwas, daß die meisten nicht bedenken.

Auch nicht Ursache und Wirkung. Und sich die daraus ergebenden Folgen.

Aber eine Frage, warum trifft es selbst unter gleichen Lebensbedingungen nicht alle.

Gertrud am 2.08.12 10:51

Ano-Nym1984 am 2.08.12 10:30
>>Wer seine Organe spendet sollte vorher mit den Transplanteuren ein ordentliches Begräbnis aushandeln.>>

Hm, aber ist das nicht auch ein Handel, gegen den wir doch alle sind? So geht es nicht. Darauf wird sich auch kein Krankenhaus einlassen (können).

Menschen in der Grundsicherung erhalten immer die gerade billigste Bestattung vom Sozialamt, meist eine Verbrennung mit anonymer Urnenbeisetzung. Aber das hängt von der jeweiligen Gemeinde ab.

Anke am 2.08.12 10:50

@ Ano-Nym1984 am 2.08.12 10:30

>>>Wer seine Organe spendet sollte vorher mit den Transplanteuren ein ordentliches Begräbnis aushandeln.>>>

Das wird die nicht interessieren. Die machen nur ihre Arbeit und verschwinden wieder. Für die Bestattung sind die Angehörigen zuständig. Und falls keine vorhanden sind, springen in der Regel die Behörden ein. Dass das Sozialamt die Kosten übernimmt für eine 'Billigbeerdigung' kenne ich aus dem Bekanntenkreis, wo weder Vermögen vorhanden war noch Angehörige.

Emma am 2.08.12 10:45

Emma am 2.08.12 10:35

Wirklich???

Gertrud am 2.08.12 10:37

HB am 1.08.12 21:53 u. 22:01

Aus einer Bitte um eine Spende ist eine drastische Forderung mit entsprechendem moralischen Druck in der Öffentlichkeit geworden. Alles mit der Begründung, es fehlten Organe für Menschen auf der Warteliste. Inzwischen immer wieder in Form von: WEIL so wenige spenden, sterben so viele auf der Warteliste.
Das geht gar nicht, denn das Recht auf den eigenen Sterbeprozess bleibt für mich unantastbar und kann nur eigeninitiativ(!!) und freiwillig(!!) aufgegeben werden. Einen Automatismus "wer nicht spendet, kann auch nicht Empfänger werden", darf es auf keinen Fall geben. Ich bin für breite, sachliche und neutrale Informationen zu allen Aspekten der Organspende. Dann könnte die Spendenbereitschaft steigen.
Zur Patientenverfügung: Uns ist gesagt worden, je vager sie formuliert ist ("Wenn mir nicht mehr zu helfen ist, will ich auf keinen Fall an Maschinen liegen"), desto eher kollidiert sie mit einem Spenderausweis. Also genau informieren und formulieren.

Anke am 2.08.12 10:36

@ Gertrud am 2.08.12 10:24

>>>Wer sagt Ihnen, denn das ich noch rauche oder nicht. >>>

Vor einigen Wochen haben Sie Rauchen verteidigt wie die Henne ihr Küken und mit Genuss geraucht ;-) Mit solch einer Einstellung hört man nicht auf. Aber ich lasse mich gerne belehren. Haben Sie das alleine geschafft oder mittels Akupunktur?

Ihr Vergleich mit Alkohol hinkt allerdings gewaltig. Alkohol schadet in Maßen nicht, außer man wäre Alkoholiker. Bei Zigaretten reicht auch eine aus, um die Gefäße auf Dauer zu schädigen. Aber das ist a) bekannt und b) nicht das Thema.

Mir geht es ja nur darum aufzuzeigen, dass ein Appelieren an die Vernunft nichts bringt.

Emma am 2.08.12 10:35

@Emma am 2.08.12 9:59

Die Beerdigung kann dann ganz normal durch die Angehörigen durchgeführt werden und, wenn es keine gibt, wird die Bestattung durch das Sozialamt (oder welche Behörde auch immer zuständig ist) in die Wege geleitet. Wie bei [Bedürftigen/Verarmten] (Minderbemittelten) allgemein. Unter die Erde kommt man also auf jeden Fall, keine Sorge.

ARD die story
Verarmt, verstorben, verscharrt - Wenn der Tod zu teuer ist

Der Film ist nicht mehr abrufbar, aber der Kurztext noch.

Dass das Sozialamt einspringt, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Die legen die Leichen wochen- bis monatelang auf Eis, bevor sie dann beerdigt werden können. Die neueste Methode ist, dass das Ordnungsamt einspringt und die Leichen so billig als möglich entsorgt: in Holland verbrennen und die Asche anonym im Wald verstreuen lassen. So sieht's wirklich aus.

Wer seine Organe spendet sollte vorher mit den Transplanteuren ein ordentliches Begräbnis aushandeln.

Ano-Nym1984 am 2.08.12 10:30

Sehr geehrter Herr Heyer,
hören Sie doch bitte endlich auf hier so um die Organspende zu werben. Man könnte ja fast glauben, sie seien persönlich involviert. Ist ja kaum noch zu ertragen.

Das es in diesem Bereich zu kriminellen Handlungen kam, kommt und kommen wird ist doch logisch. Da wo Geld zu verdienen ist, wird es auch immer Kriminalität
geben.

Anstatt Sie und der WDR sich stark machen für die Forschung im Bereich der Herstellung Körpereigener Organe wird hier immer noch die Trommel zum Ausschlachten eines Toten gerürt. Wie Zweifelhaft die Feststellung des Hirntodes ist, hat doch die Aktuelle Stunde vor kurzem in einem Bericht über den Jungen Mann der nach einem Unfall für Hirntod durch die Mediziner erklärt wurde und dann aus dem Wachkoma erwachte, gezeigt. Wenn es nach Ihrem und anscheinend auch nach dem Willen des WDR geht wäre dieser Junge Mann schon längst ausgeschlachtet.

Das Thema Organspende wird langsam nervig.

Alt68er Ohne uns wäre Heute noch vieles "anders" am 2.08.12 10:29

Emma am 2.08.12 10:03

Diese Werbung steht für mich als Suggestiv-Beeinflussung. Nicht mehr.
Und ich finde sie wie vieles andere unverantwortlich. Aber das ist ein anderes Thema.

Was Menschen heute krank macht, ist vielfältig, und wissenschaftlich erwiesen. Hauptursache ist Stress. Aber auch vieles andere.

Wer sagt Ihnen, denn das ich noch rauche oder nicht.

Ich finde der Staat greift mittlerweile für mein Empfinden sehr und zu massiv in alles ein. Ob er das Recht dazu hat ist eine andere Frage.
Wo er sich kümmern sollte hält er sich gerne raus, inzwischen.

Und sorgt dafü, daß Menschen krank werden in dem er Lebensbedingungen und Grundlagen ändert. Aber das macht ja nicht viel,
wie es scheint und so nährt eines das andere.

Ich mag z.B. keinen Alkohol Emma, aber ich würde es niemanden vorhalten, der trinkt weil ich finde, daß ich kein Recht dazu habe.
Alkohol ist auch nicht ohne. Und auf die Flaschen gehörte wenn schon erst recht eine Warnung. Ist sie drauf?

Gertrud am 2.08.12 10:24

@Emma am 2.08.12 10:11

Ich sehe da keinen Widerspruch. Natürlich kann man im Vorfeld viel tun - das schließt ja nicht aus, dass man selbst es anders gemacht hat und inzwischen einsieht, dass man nicht immer den richtigen Weg (wer legt den eigentlich fest?) gegangen ist.

Gruß

anita 68 am 2.08.12 10:17

@ anita 68 am 2.08.12 10:07

>>>Eben. Leben ist immer lebensgefährlich.>>>

Besonders wenn man mit seiner Gesundheit spielt. Das hat schon G'schmäckle, wenn eine Blogkollegin, die eine schwere Herzerkrankung hinter sich hat, die Finger nicht von den Zigaretten lassen kann und hier auch noch schreibt "Außerdem kann man im Vorfeld eine Menge tun, daß Menschen gesund bleiben".

Emma am 2.08.12 10:11

@Emma am 2.08.12 10:03

Eben. Leben ist immer lebensgefährlich.

anita 68 am 2.08.12 10:07

@ Gertrud am 1.08.12 21:48

>>>Außerdem kann man im Vorfeld eine Menge tun, daß Menschen gesund bleiben und erst gar nicht auf eine Spende angeiwesen sein müssen,...>>>

Hm, "Rauchen schadet Ihrer gesund-Aufdrucke" scheinen jedenfalls nichts zu bewirken woll werte Gertrud? ;-)))

Emma am 2.08.12 10:03

@ Stoer-De-Baecker am 2.08.12 6:46

>>>Werden die Organspender von den Transplantationszentren gebührend (auch die Kosten betreffend!!) beerdigt? .>>>

Transplantationszentren beerdigen nicht sondern transplantieren. Die Organe werden in dem Krankenhaus entnommen, in dem der Hirntote liegt und dann ins Transplantationzentrum transportiert, wo sie der Empfänger bekommt.

Die Beerdigung kann dann ganz normal durch die Angehörigen durchgeführt werden und, wenn es keine gibt, wird die Bestattung durch das Sozialamt (oder welche Behörde auch immer zuständig ist) in die Wege geleitet. Wie bei Minderbemittelten allgemein. Unter die Erde kommt man also auf jeden Fall, keine Sorge.

Emma am 2.08.12 9:59

Ich liefere noch zwei Fragezeichen nach. ;-(((

anita 68 am 2.08.12 9:56

@Stoer-De-Baecker am 2.08.12 6:46
"Eine Frage steht auch noch; Werden die Organspender von den Transplantationszentren gebührend (auch die Kosten betreffend!!) beerdigt? "

Wo denken Sie hin. Reicht es denn nicht, wenn man sich die Mühe macht, einen Körper auszuschlachten? Soll man dann vielleicht hinterher mit dem Hut die Runde bei den Empfängern machen, um eine halbwegs ordentliche Beerdigung durchzuführen.

Spätestens nach der Organentnahme dürfte der Spender allen so was von EGAL sein. ;-((
Gruß

anita 68 am 2.08.12 9:54

NUR noch spenden und schenken

Wenn ich tot bin,
sollte es mir egal sein,
was mit den Überresten passiert.

Einen Haken gibt es aber;
Werden die Ersatzteile wirklich mal regulär vergeben?

Eine Frage steht auch noch;
Werden die Organspender von den Transplantationszentren gebührend (auch die Kosten betreffend!!) beerdigt?
- Weil: Wenn kein Geld da ist, wird auch so eine Beerdigung stattfinden. Hat sich zu Lebzeiten niemand gekümmert, interessiert sich hinterher auch keiner.

Wie auch immer,
ich lege mein Votum ein.
Zuviele verdienen an mir.

Stoer-De-Baecker am 2.08.12 6:46

Schönen Abend und gleichzeitig gute Nacht an die Runde!

Laßt sie doch bitte mit Euren Organen machen was sie möchten, und falls Ihr dieses nicht möchtet, so nimmt sie doch einfach mit ins Grab!

JAN am 1.08.12 22:01

Picard42 am 1.08.12 21:34

Sie schreiben ja:
"Wenn jemand verfügt, dass er nicht künstlich am Leben gehalten werden möchte, fällt er als Organspender aus!
Darüber hat aber wohl noch nie jemand nachgedacht.... Was zählt jetzt mehr, wenn man beides "in der Tasche hat"??"

Ich wollte aufzeigen, dass diese Behauptung so nicht aufgestellt werden kann. Dass es da also einen grundsätzlichen Widerspruch gibt. Und ich denke, das wird im angeführten Artikel klar genug dargelegt.
Es ist eben nicht so, dass da ein Automatismus besteht. Und dass niemand darüber nachgedacht hat, stimmt offensichtlich auch nicht.
Und es wird eine Lösungsmöglichkeit aufgezeigt. Um Unklarheiten zu beseitigen.
Also steht da nicht, was Sie gemeint haben. Dass jemand mit einer Patientenverfügung grundsätzlich als Organspender ausfällt und dass niemand darüber nachgedacht hat bisher, wie Sie schreiben.

HB

HB am 1.08.12 22:01

Anke am 1.08.12 21:12

Man muss auch nicht unbedingt für die Widerspruchslösung sein, aber Ihre Begründung, dass man die Phlegmatischen dadurch zwingen würde, halte ich nicht für hinreichend. Das wäre für mich keine Begründung.
Ihrem Argument mit dem Nicht-Betroffensein kann ich nicht zustimmen. Jeder KANN betroffen sein, der nicht ausdrücklich auf Organempfang verzichtet. Damit ist jeder betroffen.

HB

HB am 1.08.12 21:53

Ermittler sprechen von ersten Indizien von Korruption?

Das müssen aber ganz junge Ermittler sein.
Oder naiv.
Oder weltfremd.

Selbst, wer die prominenten Fälle nicht kennt, kann doch nicht wirklich davon ausgehen oder jemals gegangen sein, dass gerade hier keine Schmiergelder fließen, geflossen sind oder immer fließen werden.

heikos am 1.08.12 21:50

Außerdem kann man im Vorfeld eine Menge tun, daß Menschen gesund bleiben und erst gar nicht auf eine Spende angeiwesen sein müssen,
nicht in allen aber doch in manchen Fällen schon.

Man weiß um die Dinge die Menschen krank machen und ändert nichts daran,
und das finde ich nicht in Ordnung.

Wenn Menschen Not Leiden und Aufregung und Sorgen haben, ist das schon einmal leider ein erster Ansatz für vermeidbares. Hier sollte man beginnen.

Und anderen da helfen wo es machbar und möglich ist. Ich bin überzeugt,
daß leider nicht alle die Therapien erhalten die sie bräuchten und gerne hätten die helfen würden. Und das ärgert mich ehrlich gestanden.
Und ich finde es auch nicht richtig.

Warum kann man die jetzige Lösung nicht beibehalten. Das ganze drumherum gibt einen mehr als faden Beigeschmack. Weil man so vieles läßt, wo man ebenso tun könnte aber sich darauf konzentriert. Wem dient es letztlich frage ich in der Form. Und auch ein solcher Gedanke sollte und darf gestattet sein.

Gertrud am 1.08.12 21:48

Wenn allen Menschen unabhängig von Geld und Status in gleichem Fall geholfen würde und wird, könnte man vieles anders sehen.

Gertrud am 1.08.12 21:39

Anke am 1.08.12 21:12

Danke für Ihre Beiträge.
Die meine Zustimmung haben.
Während ich die hiesigen Beiträge las fiel mir Alisa Palmer ein.
In einem Interview las ich kürzlich, daß sie ihre Entscheidung die Organe ihrer Tochter freizugeben bereut habe. Sie plagt sich seither mit Gedanken
und schlechtem Gewissen.
Eine Organspende denke ich sollte freiwillig sein und nicht anders,
und Menschen kein schlechtes Gewissen gemacht werden.
Wenn ich an Herrn von Thurn und Thaxis denke und auch an Niki Lauda,
der inzwischen wie ich las die dritte Nierentransplantation hatte mache ich mir auch so meine Gedanken.
Die Hilfsbereitschaft wird dort vorausgesetzt, wo sie woanders verweigert wird. Ich denke wie MT, daß man im Vorfeld vielmehr leisten könnte.

Und ich finde es schade, daß einige schwarze Schafe aus welchen Gründen auch immer das Vertrauen anderer Menschen mißbrauchen. Nicht nur in diesem Fall, sondern in all den anderen ebenso wo dieses zum eigenen Vorteil mißbraucht wird.

Gertrud am 1.08.12 21:37

@ Ano-Nym1984 am 1.08.12 20:14


>>>So kann man würdevoll und selbstbestimmt sterben. >>>

Man kann aber auch noch würdevoll weiterleben. Es gibt genug Krankheiten, die unheilbar sind, wo das Sterben trotzdem jahrelang dauern kann. Den Tod kann man aber verhindern bzw hinauszögern durch ein Spenderorgan. Erst recht bei einem Kind. Warum soll man ein Kind, was noch gar nicht richtig gelebt hat, sterben lassen, wenn ein Spenderorgan ihm helfen kann?

"Leider" reichen manche Krankheiten nicht zum Sterben und nicht zum Leben. Auch da kann ein Spenderorgan helfen.

Emma am 1.08.12 21:37

@HB am 1.08.12 20:57

Danke für den Artikel - im Grunde steht dort alles, was ich vorhin gemeint habe. Er verdeutlicht gleichzeitig, dass Ihr relativierendes "scheinbar" leider nicht so einfach ist - oder glauben Sie, dass Bruder Coors im Zweifel nach seiner Meinung gefragt werden würde? Zur DSO sage ich mal gar nichts - ich frage Nichtraucher ja auch nicht nach Feuer...

Picard42 am 1.08.12 21:34

HB am 1.08.12 20:57

Erstmal danke für den Hinweis mit dem Artikel. Zum zweiten Teil: Das ist ein Missverständnis. Ich nehme niemanden in Schutz, ich bin absolut gegen die Verweigerung notwendiger Entscheidungen.
Ich bin allerdings für eine Zustimmungslösung, d.h., nur Menschen, die sich im Optimalfall gründlich informiert, mit ihren Angehörigen beraten und überzeugte Spender sind, sollten im Falle des Falles zur Spende zugelassen werden.
Der Vergleich mit der Politik hinkt insoweit, dass bei der Organspende Menschen betroffen gemacht werden, die eigentlich überhaupt nicht betroffen sind. Bis sie sich freiwillig anders entscheiden, haben Sie ein unveräußerliches Recht auf ihren eigenen Tod. So sehe ich das jedenfalls.

Anke am 1.08.12 21:12

Anke am 1.08.12 20:15

Zum (scheinbaren) Konflikt zwischen Patientenverfügung und Organspende gibt es einen meiner Meinung interessanten Artikel:

"Organspende trotz Patientenverfügung - geht das?" aus: Zeitzeichen - Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft

Sie schreiben: "Die Widerspruchslösung setzt m. E. auf die Trägheit der Masse, also der Uninformierten, Unentschlossenen und Zögerlichen. Diese werden im Zweifel "Spender", ohne sich wirklich dafür entschieden zu haben. Und das geht gar nicht."

Diese Meinung teile ich nicht im Geringsten. Für volljährige Bürger mit allen Rechten und Pflichten gibt es diese Entschuldigung nicht.
Jemand, der bei politischen Wahlen keine Stimme abgibt, ist genauso betroffen durch die Politik der Regierung wie die Wähler. Da sagt auch niemand, für die Unentschlossenen gibt es Sondergesetze. Ich meine sogar, dass Verantwortungslosigkeit durch eine solche Aussage legitimiert wird.
Ich respektiere, wenn sich jemand gegen eine Organspende entscheidet, aber nicht, wenn er sich überhaupt nicht entscheidet.
Im Übrigen respektiere ich auch nur die Nichtspender, die gleichzeitig auf den Empfang von Organen verzichten. Es ist nicht einzusehen, dass potentielle Spender kein Organ erhalten, falls sie eines brauchen, aber überzeugte Nichtspender doch. Rechtlich ist das leider so nicht durchzuführen.
Immer wieder werden, auch hier, Dumpfheit und Interesselosigkeit großer Bevölkerungsgruppen angeprangert und Sie nehmen die auch noch in Schutz.

HB

P.S.: Ich habe einen Organspenderausweis seit 1995 und behalte ihn trotz dieser kriminellen Machenschaften in Göttingen.

HB am 1.08.12 20:57

Ich bin ein ehemals überzeugter Organspender.
Ehemals, weil mittlerweile davon überzeugt, dass Organspende zuallererst ein äusserst profitables Geschäft für diverse Personen ist und erst an 2. Stelle die Hilfe für Bedürftige steht.
Eines ist doch wohl sicher: Im Ernstfall wird immer eine gutgestellte Person bevorzugt, wie es sich jetzt auch in Göttingen bewiesen hat.
Auch wenn man uns das gern anders verkaufen will.
Ich bin kein Ersatzteillager für die " oberen Zehntausend"

Rot ist die Farbe der Hoffnung am 1.08.12 20:57

Ich persönlich bin der Meinung, dass alle zweifelnden Organspender es sich vielleicht noch einmal überlegen sollten, ihre Bereitschaft zur Spende zu beenden.
Es ist doch wirklich so, dass diese hilflosen Kranken, deren einzige Hoffnung das Herz, die Lunge oder auch die Niere eines Verstorbenen sind, durch diese Skandal ihrer letzten Zuversicht beraubt werden, der Hoffnung auf Heilung, die sie noch am Leben hält.
Ich selbst hatte einen Bruder, der nach jahrelanger, zermürbender Dialyse plötzlich die befreiende Nachricht bekam. "Kommen Sie bitte umgehend ins Krankenhaus, wir können Sie transplantieren".
Dieser Anruf war für ihn und für uns als Familie damals wie ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk.
Ein Außenstehender, der solch eine Situation noch nie erlebt hat, kann diese Freude vielleicht kaum nachvollziehen. Und diejenigen, die davon persönlich betroffen sind, wissen wahrscheinlich ganz genau, wie wir alle uns damals fühlten.
Einfach nur glücklich...

Wolfgang Torka am 1.08.12 20:43

@Anke am 1.08.12 20:23

Da ist das eigentliche Problem, dass selbst auf eigenen, ausdrücklichen und bei klarem Verstand geäußerten Wunsch dieser Weg nicht abgekürzt werden darf.

Mir wäre dann eine Mischung entsprechender Stoffe mit einer ordentlichen Portion Barbiturat lieber. Ganz ohne Leiden.

Ano-Nym1984 am 1.08.12 20:36

Ano-Nym1984 am 1.08.12 20:14

Nur am Rande: Auch das mit dem lebensverlängernden Maßnahmen sollte man sich gut überlegen. Eine PEG (Magensonde) z. B. kann eine Qual sein, muss aber nicht. Die Alternative ist nämlich manchmal, langsam und qualvoll zu verdursten und verhungern, weil der Körper auf natürlichem Wege nichts mehr aufnehmen kann.

Anke am 1.08.12 20:23

Hier geht ja jetzt richtig die Post ab.

offensichtlich sind die Stammschreiberinnen unter den angefeuchteten Tüchern wieder wach geworden.

Quarkteilchen am 1.08.12 20:17

Emma am 1.08.12 20:00

Sie wissen sicher noch, dass ich auch finde, jeder Erwachsene sich mit dem Thema beschäftigen und eine Entscheidung für sich (und die Kinder, soweit zu klein) zu treffen. Ich finde aber auch, dass man das nicht erzwingen kann.

Die Widerspruchslösung setzt m. E. auf die Trägheit der Masse, also der Uninformierten, Unentschlossenen und Zögerlichen. Diese werden im Zweifel "Spender", ohne sich wirklich dafür entschieden zu haben. Und das geht gar nicht.
Es würde mich mal interessieren, wieviele nicht mehr spenden wollten, wenn ihnen die Sache mit der Patientenverfügung klar wäre. (Auch darüber sollte man sich gründlich informieren.)

Anke am 1.08.12 20:15

@Emma am 1.08.12 19:20

Langsames und qualvolles Sterben muss zumindest für Erwachsene nicht sein, wenn sie in einer Patientenverfügung vorher erklärten, dass sie an keine Maschine oder ähnliches wollen und auch andere lebensverlängernde = Qualen verlängernde Maßnahmen ablehnen. So kann man würdevoll und selbstbestimmt sterben.

Bei Kindern ist das sicher eine andere Sache. Möglich aber auch hier, dass die Eltern sich von dem Kind behutsam lösen, sich liebevoll von ihm verabschieden und ihm keine Qualen zumuten.

Ano-Nym1984 am 1.08.12 20:14

Immer wieder erwarten Gutmenschen, dass doch jeder spenden soll, auch
mit der Drohung, dass jeder, der keinen Spenderausweis hat, automatisch
als Organspender zur Verfügung stehen soll. Wünschen diese Menschen eine
Diktatur, wo jegliche Willensäußerung im Keim erstickt wird ?

In meiner Rehasportgruppe sind viele über 70 Jahre alt, die noch nicht einmal
eine Patientenverfügung oder eine Bankvollmacht für ihre Verwandten haben.
Sie wollen auch nicht darüber reden, eine der Damen sagte, ich bin 82 Jahre,
da denke ich doch noch nicht an ein Testament.
Da meine Verwandten weiter weg wohnen, habe ich eine Regelung getroffen,
ich will nichts gespendet haben und ich spende nicht.
Wie @ Anke schon geschrieben hat, jeder Mensch hat ein Recht auf seinen
eigenen Tod. Es soll nur der/die spenden , der einen Ausweis mit seiner
Willenserkärung hat; ich halte es auch für äußerst kritisch, wenn Eltern ihre
unmündigen Kinder zum Spenden frei geben.

Saline am 1.08.12 20:03

@ Anke am 1.08.12 19:41

>>>Das stimmt natürlich, trotzdem hat @anita recht, wenn sie sagt, dass das Prinzip der Spende (freiwillige Gabe) mit der Widerspruchslösung auf den Kopf gestellt wird.>>>

Ich kann das durchaus nachvollziehen. Aber die Widerspruchslösung verhindert, das Angehörige entscheiden müssen. Das ist mir persönlich wichtig. Wie ich ja schon geschrieben hatte, war ich selber einmal betroffen durch solch eine Entscheidung. Die Widerspruchslösung nähme Angehörigen die Entscheidung ab. Wenn man dann dagegen ist, wird man ganz schnell in die Pötte kommen im Gegensatz zu jetzt.

Emma am 1.08.12 20:00

Emma am 1.08.12 19:35

Das stimmt natürlich, trotzdem hat @anita recht, wenn sie sagt, dass das Prinzip der Spende (freiwillige Gabe) mit der Widerspruchslösung auf den Kopf gestellt wird.

Anke am 1.08.12 19:41

Schön, dass sich hier auch einige äußern, die sich von der völlig überzogenen Medienberichterstattung nicht ins Boxhorn jagen lassen: Sie halten an ihrer Spendenbereitschaft fest und behalten ihren Spendenausweis. Und das ist richtig so.

Denn worum geht es? Es sollen - noch ist nichts bewiesen - zwei von vielen Hundert an den Transplantationen beteiligten Ärzten den falschen Kranken Organe vermittelt haben. Das ist nicht zu verharmlosen, aber darf auch nicht - wie in der AKS eben - skandalisiert werden. Kaum jemand stellt den Autoverkehr in Frage, obwohl es auch immer wieder Verkehrstote gibt. Sondern man verursacht die Anzahl der Toten zu senken. So muss man auch diesen Göttinger Missstand beseitigen.

Jede Dramatisierung und Skandalisierung kostet beim Thema Organspende Menschenleben, weil Organe vielleicht nicht gespendet werden. Hier muss der öff.-rechtl. Rundfunk wesentlich verantwortlicher handeln, als es die AKS gerade getan hat: Wir brauchen mehr Ermunterung zur Organspende!

Martin Gerhardy am 1.08.12 19:40

@ anita 68 am 1.08.12 19:23

>>>Wenn es die Möglichkeit eines Organspendeausweises gibt und ich habe im Ernstfall keinen, will ich offensichtlich keine Organe spenden. So einfach ist das.>>>

Nö so einfach ist das nicht. Sie könnten ja keinen haben, weil Sie zu bequem waren, sich einen zuzulegen. Und nicht jeder, der ins Krankenhaus kommt, hat ja immer sämtliche Papiere dabei. Herzinfarkte oä passieren ja auch außer Haus bei Spaziergang.

Und "ohne" werden sowieso Ihre Angehörigen gefragt. Wenn die Sie noch ein letztes Mal ärgern wollen stimmen die dann zu.

Emma am 1.08.12 19:35

Lieber Herr Heyer
Leuten ein schlechtes Gewissen einzureden (weil kein Organspender) können
Sie gut , und ich find das widerlich Mfg H M

horst mayer am 1.08.12 19:31

...das bei wertvollen Handelsgütern (Organe) nicht auch irgendwann die
mafiösen Strukturen erwachen?!
Ich gebe nicht - konsequenterweise würde ich sicher auch kein Organ
annehmen, eben um die ganze Medizin-Mafia nicht zu fördern.
Teuerste Techniken fördern - aber einfache Behandlung für einfache Menschen immer teurer machen.
Meiner Krankenkasse habe ich gemeldet, dass ich zur Ausschlachtung durch Bonzenmediziner nicht zur Verfügung stehe.

Nehmen wir (als reiche Gesellschaft gesehen..) sonst nicht irgendwelche
Randgruppen? Ach ja - läuft ja schon ... Emigrantinnen und irgendwelche
Inder. Letzlich hat mich auch das Doppelherz vom Fürsten Thurn u. Taxis
sehr nachdenklich gemacht - natürlich hatte das nichts mit Geld zu tun ...

Nie Spender am 1.08.12 19:27

@Schaumbremser am 1.08.12 19:15

Ich finde es entsetzlich, dass immer mehr Gesetze erlassen werden, bei denen ich widersprechen muss, wenn ich mein Recht bekommen will.

Wenn es die Möglichkeit eines Organspendeausweises gibt und ich habe im Ernstfall keinen, will ich offensichtlich keine Organe spenden. So einfach ist das.

anita 68 am 1.08.12 19:23

Natürlich ist das Thema auch heute aktuell. Und Morgen und übermorgen und immer wieder. Aber es gibt doch keinen Grund, das Thema wieder zu bloggen. Außer vielleicht die Frage, ob durch die gesetzliche Regelung ein krimineller Akt wie der in Göttingen verhindert werden kann. Aber ähnliche Vorgänge waren früher schon in der Diskussion, als Organe aus Übersee eingeflogen wurden. Diese sollen von Lebenden verkauft worden sein.

Manfred am 1.08.12 19:23

Zwar kann ich zwar die Wut auf diesen Handel in Göttingen verstehen, aber man/frau sollte doch bitte nicht ausser acht lassen, dass trotzdem durch diese Spenden Menschenleben gerettet wurden (wenn auch die falschen)!

Für mich ist dieser Vorfall jedoch kein Grund meinen Organspende Ausweis (den ich seit über 20 Jahren besitze) zurück zu geben oder zu zerreisen.

Es geht schliesslich im Spendemoment nicht mehr in erster Linie um meine Person, sondern nur noch darum, wieviel Menschen können mit meinen Organen überleben - und ich hoffe, dass werden ganz viele :D

Peppie am 1.08.12 19:22

@ Ano-Nym1984 am 1.08.12 18:06

>>>Wir Menschen sterben, weil wir sterblich sind.>>>

Manchmal sterben wir Menschen aber verdammt langsam, jahrelang sterben einige Menschen jeden Tag ein bisschen. Kriegen immer weniger Luft, können immer weniger gehen ohne Beatmungsgerät, landen deshalb irgendwann im Pflegeheim, bevor sie irgendwann ersticken. Andere liegen mehrmals die Woche für Stunden an der Dialyse. Son Sterben kann ganz schon lange dauern. Und Kinder, die gerade geboren sind oder nur ein paar Jahre alt werden, sind auch Menschen. Kleine Menschen, die noch nicht einmal richtig gelebt haben, weil ihnen eine schwere Krankheit ihr Leben sehr früh genommen hat. Das könnte sich ändern...

Emma am 1.08.12 19:20

Picard42 am 1.08.12 16:55

Moin zurück,

mir/uns war das durchaus schon lange klar, dass Organspende und Patientenverfügung mit der Verweigerung von "lebenserhaltenden" Maßnahmen kollidieren. Denn die Spende ist ja nur im Zwischenraum zwischen Leben und dem allerletzten Schritt möglich ("Hirntod"). Ohne Maschinen gibt es den nicht.
Da hilft nur eins: breite Information für Spendewillige. Und nicht nur immer wieder moralischer Druck, dass so viele Menschen überleben könnten, wenn mehr Menschen ihre Organe "spenden" würden.

Ich hatte in einem der ersten Blogs zum Thema schon geschrieben, dass wir in der Familie diese Frage lange besprochen und schriftlich festgehalten haben.

Bei allem Verständnis für Menschen auf der Warteliste, jeder Mensch hat immer noch das Recht auf seinen eigenen Tod in so viel Frieden für ihn und seine Angehörigen wie möglich. Wer freiwillig(!!) auf dieses Recht verzichtet, hat sich hoffentlich bewusst und informiert dafür entschieden.

Anke am 1.08.12 19:18

Ich finde, der Organspende-Skandal in Göttingen ist ein Einzelfall, zumindest glaube/hoffe ich das. Trotzdem sollte dieser Skandal keine Begründung sein, keine Organe zu spenden, dass hilft dann auch keinem.

Bob Ross am 1.08.12 19:18

Mal ganz ehrlich.... Hätten wir ein entsprechendes Organspendegesetz welches von einer grundsätzlichen Spendebereitschaft (außer bei aktivem Widerspruch) ausgeht, hätten wir evtl auch genug Spenderorgane. Und wenn genug Spenderorgane da wären gäbe es auch keinen "Schwarzmarkt". Angebot und Nachfrage halt.

Schämen sollten sich diejenigen die nun den Ausweis zurück geben, denn sie verschlimmern die Situation noch und fördern im Endeffekt weiteren Organhandel. Und schämen sollten sich auch die, die gar keinen Spenderausweis besitzen, weil sie zu faul sind sich einen entsprechenden Ausweis zu besorgen.

Ich habe Verständnis dafür wenn jemand kein Spender sein möchte, aber dann sollte er auch etwas dafür tun und einen entsprechenden "Nichtspender-Ausweis" mitführen. Alle anderen sind automatisch Spender. Schon würde sich das Problem m.E. von selbst erledigen.

Schaumbremser am 1.08.12 19:15

Man muss doch mal ehrlich sein. Warum gibt es diesen Boom mit dem Handel der Organ? Es gibt eben zu wenig. Spingen nun immer mehr Leute ab, weil sie der Organhandel stört, so fördern Sie doch wegen des noch stärker sinkenden Angebotes den Organhandel. Nahe zu jede würde für sich oder eine direkte Bezugsperson alles Geld der Welt aufnehmen was machbar ist, um Leben zu erhalten. Strafen wir nicht genau diese, wenn man sich nun der Organspende verwehrt? Mehr Organspenden würden auch die Kosten für unser Gesundheitssystem enorm senken. Alles in allem würden mehr ORganspenden nur allen helfen und Organhandel unterbinden.

Ted_AC am 1.08.12 19:15

Jeder sollte sich die Frage stellen: möchte ich im Krankheitsfall Organe EMPFANGEN? Dann beantwortet sich auch die Frage nach einem Spenderausweis. Sicher ist in Göttingen ein Skandal aufgedeckt worden, aber die gespendeten Organe kamen kranken Menschen zugute, wenn auch in der falschen Reihenfolge. Organspenden bedeutet Leben retten und sollte m. E. selbstverständlich sein. Ich bin 46 Jahre alt und habe seit meinem 18. Lebensjahr einen Organspendeausweis.

Bärbel am 1.08.12 19:14

Ich bin Organspender und werde daran auch nichts ändern. Schwarze Schafe gibt es immer mal, aber deshalb kann man nicht die Menschen sterben lassen, die auf eine Organspende angewiesen sind. Was können diese kranken Menschen dafür.
Ich bin der Meinung, dass die Angelegenheit unverständlicherweise durch die Medien extrem hochgekocht wird. Was soll damit bezweckt werden ???
Das Sommerloch überbrücken ???

wildhummel am 1.08.12 19:12

@ ME am 1.08.12 18:48

>>>Selbst wenn ich keinen Organspenderausweis besitze, habe ich doch ein tiefes Mitgefühl mit den Menschen, die auf ein Organ warten. >>>

Besonders wenn es sich bei den Menschen um Eltern handelt, die für ihr Kind hoffen...

Emma am 1.08.12 19:11

In Göttingen ist das passiert, was viele Menschen ohnehin vermutet haben. Möglicherweise ist es die Spitze eines Eisberges. De entstandene "Schaden" wird sich wohl kaum beheben lassen.

Und die Menschen, die jetzt ihren Ausweis vernichten, sind nicht verunsichert, sondern wissen genau was sie tun.

Darüber hinaus gibt es keine neuen Erkenntnisse, die Argumente für oder gegen die Organspende sind nach wie vor dieselben und bereits sehr intensiv diskutiert worden.

Nach wie vor wird meines Erachtens zu wenig nach Alternativen zu den Organspenden geforscht. Dies wäre dringend erforderlich, da die Organspenden selbst dann nicht ausreichen würden, wenn alle Erwachsenen ab 16 einen Spenderausweis hätten.

Meines Erachtens wird die Prävention besonders vernachlässigt.

Selbst wenn ich keinen Organspenderausweis besitze, habe ich doch ein tiefes Mitgefühl mit den Menschen, die auf ein Organ warten.

ME am 1.08.12 18:48

Herr Heyer

... geben reihenweise ihre Spenderausweise zurück oder vernichten sie. Damit vernichten sie allerdings auch die Hoffnung ...

Wir Menschen sterben, weil wir sterblich sind.

Manche Menschen sterben, weil sie todkrank sind und/oder weil ihre Organe versagen. Nicht weil jemand anderes nicht bereit ist, ihnen seine Organe zu spenden .

Die Hoffnungen auf ein Weiterleben mit einem zu transplantierenden Organ eines anderen Menschen haben die Organtransplantierer geweckt, ohne dass sie jemals selbst diese Hoffnungen erfüllen konnten. Denn sie sind für ihre Transplantationen auf Organe anderer Menschen angewiesen, die sie als Spender stillschweigend voraussetzten und somit einplanten und per moralischem Druck zur Weitergabe ihrer Organe bewegen wollten und wollen.

Vernichtet haben diese Hoffnungen also jene kriminellen Ärzte und Organtransplanteure aus der gut bürgerlichen Schicht. Die gleiche Schicht übrigens, die anderen Menschen auch sonst deren Lebenschancen vorenthält oder verringert, weil die gut bürgerliche Schicht selbst nicht nur die dicksten Stücke vom Kuchen haben will, sondern gleich den ganzen Kuchen. Sie lassen den kleinen Leuten nicht mal die Krümel übrig. Deshalb bevorzugten die gut bürgerlichen Ärzte und Organtransplanteure auch die Leute aus ihrer eigenen Schicht, die sich die Organe leisten konnten und die die Taschen nicht nur voller Geld haben, sondern denen das Geld daraus bereits hervorquillt, weil nichts mehr reinpasst. Das mag es sein, was die Leute, die schon während ihrer Lebenszeit um ihr Lebensglück betrogen wurden, dann jetzt dazu bewogen hat, die Spenderausweise zurückzugeben oder wegzuschmeißen. Warum auch sollten sie solch einer Mafia auch noch ihre Organe spenden .

Ano-Nym1984 am 1.08.12 18:06

Bild von Thomas Heyer, Rechte: WDR
Dies ist ein Kommentar der Redaktion:

manchmal gibt es auch bei wiederholungen neue erkenntnisse! man muss sich nur drauf einlassen - ohne ironie! mal ganz im ernst, oder? :)) im übrigen gibt es mit dem 1. august ein neues transplantationsgesetz und die "kuh ist noch nicht vom eis" - wie der skandal in göttingen beweist. organspende ja - organhandel nein, lieber wiederholungsgegner!

Thomas Heyer am 1.08.12 17:24

Danke Herr Heyer für das Thema.

gerade die letzten tage und wochen haben gezeigt, wie wichtig das ist.

wie oft haben wir von den abgehängten und beladenen gesprochen, auch hier. wie oft haben wir gestönt, herr lass hirn regnen, bei vielen beiträgen.

wenn dem jetzt abgeholfen werden soll, warum nicht.

ansonsten kommt jetzt im staatsfunk das live-radfahren von vorhin. (wäreauch ein thema, herr heyer.)

werner am 1.08.12 17:21

@Picard42 am 1.08.12 16:55

Kommt wahrscheinlich darauf an, wer die Papiere als erstes in Händen hält. Vielleicht geht dann das eine oder andere "zufällig" verloren. ;-((

anita 68 am 1.08.12 17:02

@Anke am 1.08.12 16:31

Moin!

Also ich habe heute morgen durchaus etwas Neues zu dem Thema erfahren: Organspendeausweis und eine Patientenverfügung können durchaus kollidieren! Wenn jemand verfügt, dass er nicht künstlich am Leben gehalten werden möchte, fällt er als Organspender aus!

Darüber hat aber wohl noch nie jemand nachgedacht.... Was zählt jetzt mehr, wenn man beides "in der Tasche hat"??

Gruß,
Picard

Picard42 am 1.08.12 16:55

Moin zusammen,

meine prinzipielle Haltung zur Organspende hat sich durch den Skandal nicht verändert. Ich kann aber verstehen, dass Spenderausweisinhaber verunsichert sind, weil die Lücken im System nun so deutlich vor Augen geführt werden.
Ansonsten wüsste ich nicht, was es noch Neues zum Thema zu sagen gäbe (s. mein Hinweis bei "Leber im Angebot").

Anke am 1.08.12 16:31

Klasse Thema! Endlich sprechen wir mal über Organspenden.

IchLiebeWiederholungen am 1.08.12 16:29

Lieber Herr Heyer,

das Thema ist sicher sehr ernst, aber muss man es wirklich im 10-Tage-Rhythmus vorlegen? Wir hatten doch gerade erst "Leber im Angebot".

Das Leute ihren Spenderausweis inzwischen vernichten, wundert mich nicht. Ich bin gegen Organspende seit dem Fall "Thurn und Taxis".

Gruß

anita 68 am 1.08.12 16:23

Auch wenn ich selbst aus inzwischen hier wohl bekannten Gründen keine Organspenderin bin, halte ich die Reaktion auf den Göttinger Skandal für überzogen. Machen wir uns doch bitte mal nichts vor: Das Gesundheitssystem ist inzwischen absolut gewinnorientiert (teilweise verständlich, von einem "Danke" allein kann niemand leben), doch es gibt auch kein System, dass vor missbräuchlicher Nutzung absolut sicher ist. Auch das hätte man in dieser Nicht-Informationskampagne zur Organspende deutlich vermitteln sollen. Organhandel ist nun wirklich ein alter Hut, dazu muss man seinen Blick nur mal auf ärmere Länder werfen.

MeineEine am 1.08.12 16:22

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