Freitag, 06.07.2012

Schluß mit jammern

So endlich reden wir mal über Fakten: Wie lange haben wir uns das Gejammer von Ärzteverbänden angehört, Ihre Mitglieder nagten irgendwie alle am Hungertuch - jetzt veröffentlicht die kassenärztliche Bundesvereinigung erstmals die aktuellen Ärztevergütungen. Dazu ist sie seit diesem Jahr verpflichtet. In diesem ersten Honorarbericht steht : 5442 Euro hat der Durchschnitts-Arzt monatlich in der Tasche. Wohlgemerkt: netto. Also da sind vorher schon alle Praxiskosten, Steuern, und Altersversorgungs-Beiträge abgezogen. Da dürften viele andere akademische freie Berufe blass werden: Architekten, Rechtsanwälte...

Ich finde es ok, dass die Ärzte so gut verdienen. Sie haben eine lange, harte Ausbildung hinter sich. Sie tragen Verantwortung für Patientengesundheit, sie übernehmen Pflichten als Arbeitgeber in ihrer Praxis. Also liebe Ärzte, nehmt das Geld, ich gebe gern. Nur eins möchte ich in Zukunft nicht mehr hören: Das ewige Gemaule über zu geringe Vergütungen der Krankenkasse. Mit Verlaub: Fünfeinhalb netto aufs Konto, Altersvorsorge ist dabei schon bezahlt, der Job bombensicher - wer keinen silbernen Löffel klaut behält seine Kassenzulassung in alle Ewigkeit - auch das sind massive geldwerte Vorteile - da muß wirklich keiner meckern.

Was ich wirklich ungerecht finde: Top-Verdiener sind die Apparate-Mediziner. Ganz oben die Radiologen. Ganz unten: die Allgemeinmediziner und die Psychotherapeuten - von denen wir so dringend viel mehr bräuchten. Hier sieht man, wer die stärkste Lobby hat. Darum könnte sich die Kassenärtzliche Vereinigung mal kümmern. Was tut sie statt dessen? Fordern zehn Prozent mehr fürs nächste Jahr. Meine Antwort als Beitragszahler: Nein.

@Martin von Mauschwitz am 7.07.12 16:40

Ein sehr guter Kommentar, Herr v. Mauschwitz. Klar und deutlich.

Gruß,
Picard

Picard42 am 8.07.12 12:25

Herr von Mauschwitz

Was ich vor lauter auch noch mit vergessen hatte:

Ein lediger, keiner Kirche angehörender ausgebildeter Facharbeiter mit Facharbeiterabschluß (Gesellenbrief) in der Metall-/Elektro-/Chemieindustrie hat einen durchschnittlichen Nettoverdienst von 1865 €. Ohne Schichtzulagen.

Dieser Industriefacharbeiter ist natürlich dank CDU/CSU-FDP-SPD-Grünen mehr und mehr zur Ausnahme geworden und existiert heute nur noch, wenn er in bestimmten Betrieben arbeitet, einen alten Arbeitsvertrag hat und auch nicht in die Zeitarbeit gezwungen wurde.

Der besagte Durchschnittsverdienst der Ärzte liegt dann bei dem dreifachen des Facharbeiters.

Ano-Nym1984 am 8.07.12 11:24

Gernfried2000 am 7.07.12 13:31
wer bekommt denn die % des Einkommens? Der Arzt oder die Krankenkasse?

Agrar Ingenieurin am 8.07.12 8:11

@Martin von Mauschwitz am 7.07.12 16:40

Ne, ne lieber Herr von Mauschwitz, wir haben Ihre Aussagen (die expliziten wie die impliziten) durchaus richtig verstanden.

Eine direkte Schelte kann nämlich auch eine indirekte Neiddebatte sein (nach dem Motto, wer so gut verdient soll den Mund halten und nicht jammern, weil es ihm ja so gut geht). Wer so gut verdient wie die Ärzte, dem wird der Mund verboten. Auch bei berechtigten Anliegen wie der Arbeitszeit, dem Arbeitsvolumen und dem Verdienst.

Dem haben wir einfach gegenübergestellt, dass es gleich gut ausgebildeten und berufserfahrenen Mitarbeitern des WDR auch nicht schlecht geht, sie mindestens ebenso gut abgesichert sind und sogar eine noch sichere Stelle haben als Ärzte, die nämlich auch in den Konkurs gehen können.

Und dass es Leute gibt, die wirklich zu kritisieren sind.

Dazu kommt noch, dass wer ständig dem Markt das Wort redet, sich nicht wundern muss, wenn die Ärzte dann auch wie auf dem Markt handeln (müssen). Oder wie G.B. Shaw sagte: Wenn wir Ärzte zu Kaufleuten machen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie die Handelskniffe (tricks of the trade) lernen. Das ist ein Erfolg der liberalen Marktradikalen und deren Umgestaltung unserer Gesellschaft in eine Marktgesellschaft, die auch im ÖRR und auch von Ihnen favorisiert wird, oder erinnere ich mich da falsch?

Ano-Nym1984 am 7.07.12 21:09

westfale am 7.07.12 18:37

Warum willste das denn wissen?
Geht dich doch nix an.

Grappa am 7.07.12 19:39

Jammern/Klagen tun nur die Ärzteverbände.Der/die behandelnde ArztIn selbst doch nicht bei/vor seinen/ihren Patienten. Die hören sich die Wehklagen ihrer PatientInnen an , nicht umgekehrt. Also mein Arzt hat sich noch nie beklagt, es sei denn der Spruch: "Auch ich bin nicht mit dem silbernen Löffel im Mund geboren" gehört dazu ,aber doch wohl eher nicht.

Anonym am 7.07.12 19:08

Martin von Mauschwitz am 7.07.12 16:40

Sachichdoch. ;-)

Anke am 7.07.12 19:02

wo kann ich die liste finden die offenleg was die leute beim öffendlichen.fernsehen verdienen.a

westfale am 7.07.12 18:37

martin v. mauschwitz, 16:40
das mußte mal gesagt werden. gut gebrüllt löwe!

frillnix am 7.07.12 17:23

Bild von Martin von Mauschwitz, Rechte: WDR
Dies ist ein Kommentar der Redaktion:

@ Gerd:
Ganz einfach: Zahlen und die Zähne zusammenbeissen. Die Krankenkasse macht nämlich auch bei TV-Moderatoren keine Ausnahmen.

@jan vom niederrhein:
Da sind Sie komplett schief gewickelt. Tatsächlich siehts so aus: Ich bin gesetzlich versichert. Ich bekomme von niemandem Arbeitgeber-Beiträge, ich zahle meine Krankenkasse komplett selbst. Derzeit rund 750 Euro im Monat. - Auch die Erhöhung meiner Bezüge existiert nur in Ihrer Phantasie. In den vergangenen vier Jahren wurden meine Bezüge um exakt 0,0% Prozent erhöht. Sparmaßnahmen, damit Ihre Gebühren im Rahmen bleiben.
Tja, wer anderen Bild-Niveau unterstellt sollte selbst ein bischen besser recherchieren.

@ano-nym1984 und viele, viele andere:
Lesen hilft! Lest doch einfach meinen Blogeintrag, bevor ihr mich für Dinge beschimpft, die da gar nicht stehen: Ich finde Ärzte-Einkommen zu hoch? Ich zettele eine Neid-Debatte an? Sorry, das GEGENTEIL steht im Blog: Ich gönne den Ärzten ausdrücklich das hohe Einkommen. Das einzige was ich kritsch anmerke ist: Bei so einem Einkommen muß man nicht täglich jammern, man bekäme zu wenig Geld. - Also, versteht ihr deutsch, oder was?

Martin von Mauschwitz am 7.07.12 16:40

Meine Antwort als Beitragszahler:


Nein.

OTTI am 7.07.12 16:30

Friedrich Hölscher am 7.07.12 15:59

Vielleicht hat Käpt´n Blaubär der Flasche am Kap Horn einen Schubs in die andere Richtung gegeben.;-))

heikos am 7.07.12 16:26

Hallooo,

beim Durchlesen einiger Texte hier im Blog, sind mir fast die Tränen gekommen. Ich wußte nicht, dass es den Ärzten so schlecht geht hinsichtlich ihres Berufslebens. Spontan habe ich sofort einen Familienfond gedründet zwecks Unterstützung unterbezahlter Ärzte. So kann ich dann auch wieder beruhigt Nachts einschlafen.

Servus

OTTI am 7.07.12 16:17

Bitte, entschuldigen Sie meinen Tippfehler!!!

Fritz Hölscher

Friedrich Hölscher am 7.07.12 16:01

Flaschenpost.

Liebes AKS-Team,
Die Nachricht, daß eine Flaschenpost von Amrum innerhalb von 2 Jahren zu den Osterinseln treibt, hätten Sie besser am 1. April gebracht. Wenn Sie nur einen kleinen Überblick übwer die wetweiten Meeresstömungen hätten, häten Sie auch gemerkt, daß Ihr Bericht zu den bestenLügengeschichten gehört. Wahrscheinlich hat die Flasche ein Tourist mit in den Pazifik genommen und dort dem Meere übergeben.
Mit freundlichem Gruß

Fritz Hölscher

Friedrich Hölscher am 7.07.12 15:59

"Der Job Ist bombensicher ...."

Nein.ist der nicht ,denn Arztpraxen können auch "pleite" gehen.Zudem die Eröffnung einer Arztpraxis nach dem Studium teuer oft/manchmal kreditfinanziert ist und diess will erst mal abbezahlt werden.
Und auch angestellten Klinikärzten können entlassen werden.manchmal weil die Klinik/das Krankenhaus geschlossen wurde oder in kirchl. Einrichtungen sogar wenn sie sich scheiden lassen etc.

Also so einfach hier von bombensicheren Jobs bei Ärzten zu reden ist nicht ganz korrekt.

Übrigens Zahnarztpraxiseröffnung wird mit über 330 000 Euro angesetzt.Fast eben so teuer wie die Eröffung einer radiologischen Praxis. Das darf nicht vergessen werden.Trotzdem gehören Ärzte allgemein zur Oberschicht mindestens aber obere Mittelschicht.Unter Akademikern sind Juristen dem in etwa gleichrangig/höherrangig.Das höhere gesellschaftl. Ansehen hat immer noch die Ärzteschaft.

Anonym am 7.07.12 15:11

"Gottseidank kann man dagegen angehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. ;-(("

@anita 68 am 7.07.12 13:24:

Richtig, und dabei ist der Staat sogar noch behilflich.

Das Vorverfahren ("Widerspruchsverfahren", §§ 68 ff. VwGO), mit dem z. B. ein amtsärztliches Gutachten angefochten werden kann, ist zunächst einmal grundsätzlich kostenfrei.

Für ein evtl. erforderliches Gerichtsverfahren gibt es die "Verfahrenskostenhilfe" (VKH, früher "Prozeßkostenhilfe", PKH).

Berechtigt ist ein Personenkreis, dessen Einkommen eine gewisse Grenze nicht überschreiten darf (wird im Einzelfall individuell vom Gericht ermittelt, so daß speziell "Leistungsbezieher" gute Chancen haben).

Die beabsichtigte Rechtsverfolgung/-verteidigung muß hinreichende Aussicht auf Erfolg bieten - es ist also kein Instrument für sog. "Prozeßhanseln".

Dieser Maßnahmenkatalog fußt verfassungsrechtlich auf der "Garantie des rechtlichen Gehörs" aus Art. 103 (1) GG.

Ihnen noch ein schönes Wochenende!

Herzlichst

Kritikus am 7.07.12 15:01

Ano-Nym1984 am 7.07.12 14:23

In den Handwerksbetrieben verdiente der Altgeselle früher immer etwas mehr als die anderen Mitarbeiter.Wegen der Erfahrung meistens zu Recht.
Genaues wußte niemand, wurde aber durchweg akzeptiert.

Wenn überhaupt, dann führen sich die Arbeitgeber doch erst in den letzten 20 Jahren als Feudalherren auf,seit sie alle Arbeitsbedingungen diktieren und Gesetze wie z.B. Mindestlohn bequem unterlaufen können.

heikos am 7.07.12 14:42

Tabelle : Jahresbrutto-Durchschnittsgehälter Ärzte (West)
BAT-Gehalt Gesamteinkommen
Assistenzarzt
(BAT II, 31 J., ledig) 44 000 € 55 000 €
Facharzt
(BAT I b, 38 J., verheiratet, 2 Kinder) 56 500 € 73 000 €
Oberarzt
(BAT I a, 45 J, verheiratet, 2 Kinder) 68 500 € 92 000 €
Leitender Arzt
(BAT I, 50 J., verheiratet, 2 Kinder) 76 000 € 275 000 €

"Auffallend ist die große Spreizung der Gehälter unter den
Klinikärzten. Faktisch variieren die Einkommen zwischen
40 000 € für junge Assistenzärzte sowie 500 000 € und
mehr für Spitzenverdiener unter den leitenden Ärzten. Dies
ist auf das deutsche Chefarztsystem zurückzuführen, in
dem der leitende Arzt das Recht zur Privatliquidation besitzt. Diese Lohnspreizung belegt, dass es sehr gute Verdienstmöglichkeiten als Klinikarzt gibt und dass dieses
System in hohem Maße leistungsorientiert geprägt ist."

Der TVöD hat in tarifgebundenen kommunalen Krankenhäusern den BAT zum 1. Oktober 2005 abgelöst. Kernstück des TVöD ist die neue Entgelttabelle, die nur noch
15 Entgeltgruppen mit jeweils 6 Stufen kennt. Familienbezogene Zulagen wurden abgeschafft, ab 2007 werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld zu einer Sonderzahlung zusammengefasst, die 60 bis 90 Prozent eines Monatsgehalts ausmacht. Im Gegenzug wird 2007 eine leistungsabhängige Entlohnungskomponente eingeführt, die anfangs
1 Prozent der Entgeltsumme beträgt.
Tabelle 2: Ärztliche Monatsbruttogehälter nach TVöD ab Oktober
2005
Ärzte ohne Berufserfahrung
mit entsprechender Tätigkeit EG 14, Stufe 1 3 060 €
Ärzte mit entsprechender Tätigkeit
nach einjähriger Berufserfahrung EG 14, Stufe 2 3 400 €
Fachärzte mit entsprechender Tätigkeit EG 14, Stufe 3* 3 900 €
Fachärzte nach fünfjähriger
entsprechender Tätigkeit EG 14, Stufe 4* 4 360 €
Fachärzte nach neunjähriger
entsprechender Tätigkeit EG 15, Stufe 5 4 780 €
Fachärzte nach 13-jähriger
entsprechender Tätigkeit EG 15, Stufe 6* 5 100 €"

Also auch auffallend bei den "armen" Klinikärzten die hohen Unterschiede, und die Verlagerung zu mehr leistungsabhängiger Bezahlung, was den Arbeits/Druck/Stress der Klinikärzte enorm erhöht.Dies ist den polit. Vorgaben geschuldet.

Denn soll die Ärtzeschaft/Vertretung, erst mal hier tätig werden, anstatt für "alle" 10 Prozent mehr zu fordern!

Anonym am 7.07.12 14:40

@anita 68 am 7.07.12 14:04

Das war schon früher ein grundgesetzwidriger Eingriff seitens der als Arbeitgeber bezeichneten Bürger in die Bürgerrechte anderer Bürgern. Quasi ein feudalistischer Übergriff, der eine Lohngleichbehandlung verhindern sollte und früher wohl auch verhinderte. Und es ist natürlich eine wettbewerbsverzerrende und -widrig Praxis gewesen. So viel zum freien auf Wettbewerb basierenden Unternehmertum.

Ano-Nym1984 am 7.07.12 14:23

Herr von Mauschwitz, ungerecht ist für Sie also, dass ein ausgebildeter und berufserfahrener Mediziner sooooo viiiiieeel verdient.

Was genau sagen Sie den zu dem Verdienst des Hedge Fund Managers John Paulson:

Laut Wall Street Journal hat Paulson in 2010 einen Jahresverdienst von 5 Milliarden Dollar und damit den größten Gehaltsscheck der Geschichte bekommen.

Ano-Nym1984 am 7.07.12 14:14

Warum soll aus Geldfragen denn immer ein Geheimnis gemacht werden. "Über Geld spricht man nicht, das hat man" deswegen, oder weil man sich schämt über zuviel oder zuwenig?

Jeder AntragstellerIn beim Amt muß über alles Auskunft geben NUR die überdimensionierten Manager/Geschäftsführergehälter etc.sollen im Dunklen bleiben ?

Anonym am 7.07.12 14:10

"In D ist es unüblich, den Verdienst offen zu legen.Wer trotzdem diese oder andere indiskrete Fragen stellt, wird eben belogen."
@heikos am 7.07.12 13:54

Es war früher sogar Bestandteil des Arbeitsvertrages, nicht über sein Einkommen zu reden.

anita 68 am 7.07.12 14:04

"In meiner Zeitung war heute eine Tabelle abgedruckt, die den Überschuß (= Umsatz minus Praxiskosten) aus vertragsärztlicher Tätigkeit ohne Privatpat. im 1. Hj. 2011, und zwar vor Steuern und Sozialabgaben, auflistet (in Tsd.€):

Nephrologe: 127
Hämatologe/Onkologe: 93
Gastroentorologe: 83
Kinderarzt (incl. Jugendmediziner) 64
Augenarzt: 59
Radiologe: 57
Orthopäde: 48
Allg.Mediziner: 48
Urologe: 48
Hautarzt: 46
Chirurg: 47
Psychiater: 38
Psychotherapeut: 26
(Quelle: KBV)

Aber die Neiddebatte muß ja mal wieder......"

Dank an myona für diese Übersicht.

Persönlich hätte ich die Chirurgen weiter oben eingeschätzt, das Gefälle ist wirklich auffällig UND die Zahnärzte ( von denen ich schon mal schrieb" die verdienen sich dumm u. dämlich" ) fehlen ganz in dieser Tabelle. Aber die sind anscheinend was extrares/besonderes , denn man braucht oder brauchte immer ein besonderen Krankenschein für die zahnärztliche Behandlung.

Wenn jemand schnell reich wird als Arzt ,dann doch wohl auch die Zahnärzte. Die bekommem ihre PatientInnen sogar durch die vorgeschriebene schulzahnärtzliche Voruntersuchungen.

Anonym am 7.07.12 14:03

In D ist es unüblich, den Verdienst offen zu legen.Wer trotzdem diese oder andere indiskrete Fragen stellt, wird eben belogen.
Die Fragen werden doch nur gestellt, um sich danach größer zu fühlen oder in Missgunst zu zerfließen.
Was soll das Wissen um die Einkünfte des Arztes, des Bäckers oder des Nachbarn denn überhaupt bringen, wenn nicht die o.a. Reaktionen?

heikos am 7.07.12 13:54

Nur bei völlig gleichem Einkommen für alle Arbeitnehmer trotz unterschiedlicher Ausbildung, unterschiedlichen Aufgabenbereichen und unterschiedlichen Fähigkeiten würde der Neidfaktor wegfallen.

Ich denke nicht, dass irgendjemand eine solche Gleichmacherei möchte.

In meinen Augen ist es wichtig, dass jeder von seinem Einkommen den Lebensunterhalt vernünftig bestreiten kann und sich auch noch etwas "Luxus" erlauben kann.

Wenn dann jemand aufgrund seiner Ausbildung, seiner Fähigkeiten, seiner Position............mehr verdient, ist es für mich in Ordnung.

Für mich wäre das mittlere Einkommen eines Arztes + 10 % durchaus akzeptabel.

Für mich nicht akzeptabel sind die unverhältnismäßig hohen Einkommen und Gewinne in anderen Bereichen.

ME am 7.07.12 13:47

@Agrar Ingenieurin am 7.07.12 9:50 - Sie schreiben:
"Für 20 € bekomme ich kein einziges Mal an meinem Auto etwas repariert."

Wenn sie jeden Monat 15,5% ihres Einkommens an Ihre Autowerkstatt überweisen müssten, (natürlich auch im Monaten, in denen das Auto "gesund" ist und nicht in die Werkstatt muss) würden die aber schon mit sich reden lassen........ Allerdings würde mancher dann aber auch jeden Monat das Auto "mal nachsehen lassen". Der Beitrag ist ja schließlich bezahlt. Angeblich funktioniert Solidarität aber so!

allerbesteste Grüße


Gernfried2000 am 7.07.12 13:31

@anita 68 am 7.07.12 13:24

"Dagegen angehen" kann man schon - aber erstmal auf "eigenen Deckel". Woher man die Mittel dazu nehmen soll, wenn man "nur" im Leistungsbezug steckt, steht dann auf einem anderen Blatt...

Picard42 am 7.07.12 13:27

@Picard42 am 7.07.12 13:20
"...den irgendein abgehalfteter "Amtsarzt" trotz gegenteiliger Befunde einfach mal wieder "fitgeschrieben" hat "

Genau, und das mit der Begründung "Ihr Gesundheitszustand hat sich nicht verbessert, ich geb Ihnen noch eine Woche, dann können Sie wieder arbeiten."

Gottseidank kann man dagegen angehen. Man muss sich nicht alles gefallen lassen. ;-((
Gruß

anita 68 am 7.07.12 13:24

@Udo am 7.07.12 13:00

Dieser Dank ist aber ein Schlag in das Gesicht für jeden, den irgendein abgehalfteter "Amtsarzt" trotz gegenteiliger Befunde einfach mal wieder "fitgeschrieben" hat... Von Leuten, die niemand nach der Zumutbarkeit ihres Jobs fragt, mal ganz abgesehen.

Picard42 am 7.07.12 13:20

Die deutschen Ärzte sind die letzten Anständigen in dieser Republik - Industrie- und Kapitalprovinz -, weil sie §10 SGB II menschlich auslegen und verstehen. Sie sind die Einzigen, die das sklaverische Niveau der Zumutbarbeit mit einer AU umschiffen können. Sie ergänzen das SGB durch eine ungeschriebene Anständigkeitsklausel.

Danke im Namen aller Betroffenen und weiter so !

Udo am 7.07.12 13:00

dass ein Arzt pro Quartal für einen Krankenschein knapp 20 € bekommt und Patienten dafür beliebig oft behandeln muss, ist skandalös.
Für 20 € bekomme ich kein einziges Mal an meinem Auto etwas repariert.

Wenn ich mir hochrechne, wie viele Patienten ein Arzt behandeln muss für die 5000 € im Monat - ich möchte auf keinen Fall tauschen. Wenn jeder Patient nur einmal pro Quartal kommt und der Arzt sich 10 Minuten mit ihm beschäftigt - da kommen richtig Stunden zusammen; alles, was außerhalb der Behandlung noch anfällt, gar nicht berechnet.

Agrar Ingenieurin am 7.07.12 9:50

Hallo Herr von Mauschwitz,

sie sind genau auf der richtigen Fährte, lassen sie sich bitte von einigen Wortverdreher hier im Blog, nicht aus der Ruhe bringen. Ich kann ihren Unmut über die versteckten Bezüge und Verdienste in der Medizin gut verstehen. Mir wäre es auch lieber, wenn mit offenen Karten gespielt würde. Wer seine Einkünfte so unter einer dicken Betondecke hält, brauch sich über massiver Kritik nicht empören. Neiddebatte scheint wohl für einige Blogger hier der Weisheit letzter Schluss zu sein.

Weiter so Herr v. Mauschwitz!

OTTI am 6.07.12 22:24

Wahrscheinlich ist der Durchschnittswert noch ein wenig nach unten gerechnet, um die Patienten nicht ganz zu verärgen und einer Neiddebatte etwas die Luft zu nehmen.;-)
10% mehr Vergütung?Hmm.
Wann war denn die letzte "Lohnerhöhung"?

heikos am 6.07.12 21:45

Klaus L. am 6.07.12 20:57

Für mich klingt das nach sehr verkrusteten Strukturen in der KBV, in denen die an den Fleischtöpfen sehr fest im Sattel sitzen. Nur so ein Verdacht. ;-)

Anke am 6.07.12 21:04

@Anke am 6.07.12 20:54

Aber sicher doch! Beim nächsten Mal marschiere ich mit den Ärzten mit! ;-))

Picard42 am 6.07.12 21:03

@HPS 64 am 6.07.12 20:30

Ich denke, dass sich jeder erstmal um sein Wohl kümmert... ;-)

Außerdem halte ich nichts von dieser Ehrfurcht, die einem "Herrn Doktor" (oder "Akademikern" allgemein) vom "gemeinen Volk" entgegengebracht wird: das ist völlig überholt.

Gruß,
Picard

Picard42 am 6.07.12 21:00

Picard42 am 6.07.12 20:48
Sie vergessen die Landärzte, die teilweise noch nach Praxisschluss ihre ans Bett gefesselten Patienten aufsuchen und behandeln, die meisten Landärzte haben mehr als eine 51 Stundenwoche.
Gruß HPS 64.

HPS 64 am 6.07.12 20:57

@Anke am 6.07.12 20:36

Würde mich auch interssieren. Ohne ein neues Fass aufzumachen, könnte es vielleicht mit der "eine Hand wäscht die Andere" zusammenhängen?

Klaus L. am 6.07.12 20:57

Klaus L. am 6.07.12 20:41
Picard42 am 6.07.12 20:48

Na, in Tränen ausbrechen vor lauter Mitleid müssen wir gezz aber nicht, oder? ;-)

Anke am 6.07.12 20:54

@Klaus L. am 6.07.12 20:41

... fehlen noch Weiterbildungen, Urlaubsvertretungen - und wehe, der Doc hat mal selbst ein Schnüppken....

Picard42 am 6.07.12 20:48

"jetzt veröffentlicht die kassenärztliche Bundesvereinigung erstmals die aktuellen Ärztevergütungen. Dazu ist sie seit diesem Jahr verpflichtet. In diesem ersten Honorarbericht steht : 5442 Euro hat der ....."

ERSTMALS veröffentlicht, ach ha!
Ich finde es richtig/interessant zu wissen um welche Höhe der Honorare es geht. Egal ob man diese nun als zu hoch oder zu niedrig oder angemessen ansieht.

Anonym am 6.07.12 20:43

@Picard42 am 6.07.12 20:27

So ist es. Da sind die Berichte und Nachweise für die KK, die Gehaltsabrechnungen für seine Mitarbeiter u.v.m. und das nach Praxisende.

Und wehe, da hat sich ein Fehler eingeschlichen, schwups ist die Vergütung weg und Rückzahlungen sind nicht ausgeschlossen.

Klaus L. am 6.07.12 20:41

Klaus L. am 6.07.12 20:21
>>Ich möchte den Job nicht machen.>>

Ich auch nicht, darum habe ich auch was anderes studiert. ;-)
Von mir aus können Ärzte gerne gut bis sehr gut verdienen, sie haben eine lange und teure Ausbildung gemacht. (Allerdings sollten sie das mit qualitativ hochwertiger Arbeit machen, nicht damit, im Akkord möglichst viele Patienten durchzuschleusen.)

Mich interessiert mehr, warum eigentlich die geringer bezahlten Mediziner/Therapeuten nicht mehr Aufstand machen innerhalb der KV.

Anke am 6.07.12 20:36

Krankenhausärzte verdienen wohl noch weniger und dort haben auch Assistenzärzte schon häufige Nachtbereitschaften und zwar nach anstrengenden Tagesdiensten. Und bei jedem (möglichen) Fehler können Menschenleben gefährdet sein. Also auch diesen Verdienst mal in bezug zu anderen Akademikern/Berufen/Verantwortungen sehen.

Da sind so manche Wirtschafts/Bank /manager aber bestimmt höher bezahlt und wenn die Fehler machen .....

Anonym am 6.07.12 20:34

Christian Friedrich am 6.07.12 20:18
Ich habe auch oft mehr als 50 Stunden Wochenarbeitszeit, aber ich kann meine Überstunden im Winter abfeiern. Außerdem kann ich im Sommer nur maximal eine Woche Urlaub nehmen. Aber, ich will hier ja keine Neiddebatte lostreten, wir ollten ja froh sein, das es Akademiker gibt und sich um unser wohl sorgen. Sollen sie doch gut verdienen, ich gönne es ihnen.
Gruß HPS 64.

HPS 64 am 6.07.12 20:30

@Klaus L. am 6.07.12 20:21

Zumal jeder (niedergelassene) Arzt nebenbei noch eine kleine Firma managed mit allen Konsequenzen... Aber das können sich Leute, die am Ersten einfach ihr Geld auf dem Konto haben möchten, leider gar nicht vorstellen.... ;-)

Picard42 am 6.07.12 20:27

Rd. 5.500€ /Monat. Da lacht sich jeder Profifußballer kaputt und würde für diesen Kurs kein Trikot anziehen. Naja, vielleicht in der Regionalliga.

Und den Ärzten, die täglich das Jammern auf hohem Niveau ertragen müssen, will man diesen Verdienst als zu hoch anlasten? Find ich nicht gerecht.

Wer von Euch möchte denn mit dem Arzt tauschen, der montags und freitags aus fadenscheinigen Gründen einen „Gedruckten“ ausstellen muss, weil er seinen Patienten nicht vor dem Kopf stoßen will.

Die Hypochonder, die jede verschriebene Pille als schlecht empfinden, obwohl sie gar keine benötigen und weiter jammern.

Der alte Mensch der ihn nur aufsucht, um wiedermal zu quasseln.

Ich möchte den Job nicht machen.

Klaus L. am 6.07.12 20:21

für 51 Stunden/Woche durchschnittlich nur so viel? Jeder Handwerker und Arbeiter hat ein besseres Leben. Warum dann nicht einen Ausgleich über Geld. Jeder hat doch das Recht soviel zu arbeiten und zu verdienen, wie er will. Dann zahlt er doch auch mehr Steuern.

Christian Friedrich am 6.07.12 20:18

Jetzt überkommt unseren STAndardtroll die Langeweile, weil keiner mehr mit ihm spielen möchte.... Wirklich schade, echt bedauerlich....

@Anke am 6.07.12 19:54

Völlige Zustimmung, wobei sich MvM ja wohl sehr bewusst ins Schussfeld manövriert.

Picard42 am 6.07.12 20:18

Picard42 am 6.07.12 18:15
Der war leicht zu entlarven, Nachtigall ick hör dir trapsen. Schönen FreiTAgabend noch.
Gruß HPS 64.

HPS 64 am 6.07.12 20:13

@ Anke am 6.07.12 19:54

>>>Schließlich hat er nicht geschrieben, die Ärzte verdienten alle viel zu viel (im Gegenteil), sondern "nur", dass sie vielleicht nicht noch 10% obendrauf bräuchten.>>>

Das kann man auch nicht verallgemeinern. Es gibt genug Ärzte, die nicht zu den Millionären gehören und die würden sich vielleicht über die 10 % freuen.

Außerdem können die Moderatoren Themen bringen, wie sie wollen, irgendeiner nörgelt immer ;-)

Ich aber nicht (mehr). Ich bis ja bereits seit 'ner Stunde nicht mehr hier ;-)

Und tüss...

Emma am 6.07.12 20:01

Gero am 6.07.12 18:10
Da brauch ich dich bestimmt nicht, es gibt Dinge die man auch noch selbst kann. Schwaatlappen!

HPS 64 am 6.07.12 19:59

Jan vom Niederrhein am 6.07.12 19:46
>>Lerne klagen, ohne zu leiden.>>

;-))

Ich glaube, Herr v. Mauschwitz bezieht hier einige Prügel, die er so vielleicht doch nicht verdient hat. Schließlich hat er nicht geschrieben, die Ärzte verdienten alle viel zu viel (im Gegenteil), sondern "nur", dass sie vielleicht nicht noch 10% obendrauf bräuchten.

Anke am 6.07.12 19:54

Die AS und Herr von M sinken wieder unter BILD Niveau. Wen interessiert es denn wirklich, was sein Arzt durchschnittlich verdient? Entscheidend ist, das er mir hilft, falls ich krank bin. Wenn er mir nicht helfen kann, verdient er vielleicht zu viel; wenn doch, kann es gar nicht genug sein. Dass die KÄV 10% mehr fordert ist doch Piepegal. Das ist doch nur ein Wunsch. Was wirklich gezahlt wird, ist Verhandlungssache. Eines ist jedoch sicher. Er wird am Ende weniger sein. So werden auch Ihre Bezüge ausgehandelt, lieber Herr von M. , oder?? Außerdem würden Ihre Kassenbeiträge doch zur Hälfte von Ihrem Arbeitgeber bezahlt. Sogar, wenn Sie privat versichert sind. ;=)
Lerne klagen, ohne zu leiden.

Jan vom Niederrhein am 6.07.12 19:46


@ anita 68 am 6.07.12 19:36

>>>Und ich wünsche mir, dass Sie auch weiterhin erfolgreich Azubis einstellen, die nicht "stromlinienförmig" sind.>>>

Die Moppelchen kommen rein optisch beim Klempner oder Physiotherapeut sicher auch eher an als beim Arzt ;-)

Emma am 6.07.12 19:45

@ Emma am 6.07.12 19:41

"gefällt mir" ;-)

HWz am 6.07.12 19:44

@ Gero am 6.07.12 19:32

>>>Ich habe seit zwei Jahren eine Azubi, welche gerne Arzthelferin geworden wäre, sich in dreistelliger Höhe beworben hat, aber sie war den Herrschaften zu fett.>>>

*öhm*... in dreistelliger Höhe Absagen? Da hätte ihr spätestens nach der letzten Absage in zweistelliger Höhe klar sein müssen, dass sie abnehmen muss, WENN ihr der Beruf wirklich so wichtig ist! Aber Bürokommunikation ist ja auch schön...

Emma am 6.07.12 19:41

@ Gero am 6.07.12 19:32

Sie haben EINE Azubi in Ihrem Betrieb und wollen dafür Unterstützung vom Steuerzahler, obwohl - wie Sie schreiben - sich die Azubi in Ihrem Betrieb einsetzt - sprich: arbeitet?

HWz am 6.07.12 19:38

@Gero am 6.07.12 19:32

Danke für die schnelle Antwort. Und ich wünsche mir, dass Sie auch weiterhin erfolgreich Azubis einstellen, die nicht "stromlinienförmig" sind.

Gruß

anita 68 am 6.07.12 19:36

Die letzte Frage in meinem Kommentar von 19:29 an @ Gero ist etwas mißverständlich:

Mich würde interessieren, woher Sie die "Weisheit" nehmen, dass die Anforderungen an Azubis bei Ärzten und Anwälten so wie von Ihnen geschildert sind?

HWz am 6.07.12 19:34

@anita 68 am 6.07.12 19:21

Ich habe seit zwei Jahren eine Azubi, welche gerne Arzthelferin geworden wäre, sich in dreistelliger Höhe beworben hat, aber sie war den Herrschaften zu fett.

Sie macht heute bei mir eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation und ist glücklich. Und ich schätze diese erstklassige Azubi für ihren Einsatz in unserem Betrieb.

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Gero am 6.07.12 19:32

@ Gero am 6.07.12 19:19

Ich möchte mich der Frage von "Anita 68" anschließen: Welche Ansprüche stellen Sie an Ihre Azubis?

Und weitere Fragen:
- Übernehmen Sie alle Azubis nach der Ausbildung?
- Woher nehmen Sie die "Weisheit", dass das bei Ärzten und Anwälten so ist? Ich habe andere Erfahrungen ...

HWz am 6.07.12 19:29

@ Gero am 6.07.12 19:19

>>>Sonst noch was? Habe ich was vergessen? Bitte nachtragen. Danke.>>>

Sie haben einiges vergessen. Sich zu informieren zB. Ich habe selber eine Ausbildung bei einem Akademiker absolviert. An der Berufsschule wimmelte es von Frauen, da die typischen Büroberufe immer überwiegend von Frauen gelernt werden, was sich bis heute nicht grafierend geändert hat. Was sich heute geändert hat sind die Anforderungen (in der Tat Abi statt Haupt-/Realschule) an die Jugendlichen. Aber darüber zu diskutieren würde zu weit führen.

Denn das ist immer noch nicht das Thema ;-)

Emma am 6.07.12 19:28

Gutes Geld für gute Arbeit ist fair, immerhin haben die Ärzte auch viel Verantwortung. Dann aber auch noch den Patienten was vorjammern und sie so für die Sache der Ärzte einzuspannen ohne ihnen vorher offenzulegen wie "arm" sie in Wirklichkeit sind gehört sich einfach nicht. Gut, dass die Zahlen einmal veröffentlicht wurden! Was die angeblich unterbezahlten Psychologen angeht darf nicht vergessen werden, dass diese sich auch sehr viel an privat abzurechnenden Leistungen aquirieren. Ich bin ehrenamtlich im Bereich HSP tätig, was eine psychologische Besonderheit aber beileibe keine behandlungsbedürftige Krankheit ist, und kann die Versuche von Psychologen, die an meine Kontakte herankommen wollen schon gar nicht mehr zählen. Meistens erfolgt dies auch noch so plump nach Schema F, dass jedwede Eignung für HSP, die sehr feine Sensoren haben und derartiger grobschlachtiger Vorgehensweise üblicherweise nicht zugänglich sind, schon von Anfang an ausgeschlossen ist. Hier sollte man die Psychologen eindeutig auf ihre Aufgabe, die Behandlung von tatsächlichen Krankheiten, ohne Möglichkeit einer zusätzlichen "Kundenaqusie" festlegen und diese Leistung dann auch angemessen vergüten. Wobei 2700 € Netto ja auch nicht gerade ein Hungerlohn ist!

Christine am 6.07.12 19:23

der neue ostfriesische wirtschaftsminister duun spricht
sich für die co-pipeline ( dü-oberkassel u. meerbusch,
wo so mancher manager lebt, wurden durch rechts-
rheinische leitung umgangen ) aus. die pipeline führt
bekanntlich durch dichtbesiedelte wohngebiete im kreis mettmann. wenn da was passiert, können auch
die bestbezahltesten ärzte nichts mehr machen.

frillnix am 6.07.12 19:22

"Habe ich was vergessen? Bitte nachtragen. Danke."
@Gero am 6.07.12 19:19

Welche Ansprüche stellen Sie denn in Ihrem angeblichen Betrieb an Azubis?

anita 68 am 6.07.12 19:21

@Emma am 6.07.12 19:08

Natürlich bilden einigen Praxen und Kanzleien Jugendliche aus, allerdings in einem Maße, welches im Bereich von 24% liegt. Ganz im Gegenteil, Praxen und Kanzleien möchten gerne folgende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben:

1. Schulabschluß Haupt- und Realschule Mülltonne
2. Vitamin B ist gut (von den besagten "Dritten")
3. Keine Übernahme in dem Betrieb nach Ausbildung
4. Beim Anwalt männlich, in der Arztpraxis weiblich bevorzugt, warum?
5. Kinderwunsch? Auf Nimmerwiedersehen, auch für Azubis.
6. Hübsch auf jeden Fall, sonst Absage (allesamt), Begründung: Publikumsverkehr

Sonst noch was? Habe ich was vergessen? Bitte nachtragen. Danke.

Gero am 6.07.12 19:19

@ werner am 6.07.12 19:11

Mein Hausarzt fährt einen Golf und ein anderer mir bekannter Mediziner fährt Fahrrad ...

Es leben die pauschalen Vorurteile ... ;-)

HWz am 6.07.12 19:14

ist heute mal wieder die leiseste krtik am grossen wdr unerwünscht?

aber ich finde auch daßdie arzte sich dummund dämlich an uns verdienen.fahren im gegensatz zumir SUFS (was auch immer das sind) und ferraris und potsches.

ich bin empört in den grundfesten.

werner am 6.07.12 19:11


@ Gero am 6.07.12 18:44

>>>Der Staat hat einen Fachkräftemangel? >>>

So ist es, es fehlen Fachkräfte wie Ingenieure, Lehrer, Computerfachleute und Ä r z t e. Und auch Akademiker bilden aus und das nicht zu knapp. Und das ist ja nicht das Thema.

Emma am 6.07.12 19:08

@HWz am 6.07.12 18:55

Dann ist das Thema unrelevant und bereits mehrfach hier in den Blogs diskutiert worden.

Die Blogger möchten sich bitte nicht in Wiederholungen ergehen, die Gäste ebenfalls nicht. Also beenden wir das Thema mit dem Hinweis auf bereits diskutierte Blogs. C und P, wer Lust hat.

Gero am 6.07.12 19:04

@ Gero am 6.07.12 18:44

Hierin stimme ich Ihnen voll und ganz zu!

Allerdings geht es hier um das Einkommen von Ärzten, deren Ausbildung ebenso wenig (oder ebenso viel) Privatvergnügen ist wie das anderer Berufe.

HWz am 6.07.12 18:55

@HWz am 6.07.12 18:27

Ich habe auch keinen Neid auf Akademiker (mein Bruder ist einer), sondern möchte eine Wertschätzung des Mittelstandes, der für die meisten Ausbildungsplätze für die Jugend in Deutschland sorgt. Es sind nicht Großunternehmen.

Und ich möchte, daß der Staat, der Steuerzahler, die Steuerzahlerin, die "Allgemeinheit" Ausbildungsbetriebe ebenfalls supporten. Denn sie haben es verdient, sind es wert. Der Mittelstand trägt dieses Land. Weder Großunternehmen, noch Akademiker sind es, die für Bewegung sorgen. Der Mittelstand bildet aus, fördert mit eigenem Geld die Ausbildung, bekommt keine Finanzierung durch den Staat.

Der Staat hat einen Fachkräftemangel? Also bitte! Dann sollte jeder Ausbildungsbetrieb (!!!!) hofiert werden. Ich wünsche in jeder Hinsicht mehr Respekt für die Leistung des Handwerkes.

Gero am 6.07.12 18:44

@ Gero am 6.07.12 18:05

Selbstverständlich gibt notwenige Bereiche ohne Studium. Das habe ich doch gar nicht bestritten!

Aber es sind eben auch Akademiker gleich welcher Couleur notwendig. Ohne die gehts auch nicht!

Ich selbst habe auch kein Studium, sondern mein Leben lang als Angestellte gearbeitet.

Allerdings ist bei mir nie Neid auf die Akademiker aufgekommen, denn als diese endlich mit dem Studium fertig waren, hatte ich schon seit einigen Jahren Geld verdient.
Viele Akademiker hatten darüber hinaus mit Beginn des Erwerbslebens auch noch etliche Schulden (die der Staat nicht bezahlte!). Ich hatte die nicht!

Außerdem: Hätte ich Abitur gemacht, hätte ich auch studieren können. Hab ich aber nicht. Warum sollte ich also neidisch darauf sein, dass die Akademiker mehr Geld verdienen als ich?

HWz am 6.07.12 18:27

Allerdings ist das Lohndumping im Niedriglohnsektor schon zum Jammern.Wenn bei voller Berufstätigkeit noch "aufgestockt" werden muß. Außerdem ist jeder Beruf/Berufszweig in seiner Einzigartigkeit auch wichtig und richtig in der jeweilig verschiedenen Situation/Notlage.

Anonym am 6.07.12 18:24

@Gero am 6.07.12 18:10

In einer guten Gesellschaft werden alle gebraucht, außer vielleicht Millionen € Boni kassierende Banker.

Ano-Nym1984 am 6.07.12 18:17

Sehr geehrter Herr von Mauschwitz,

"Schluß mit jammern"

Toll, was sich da der WDR schon wieder ausgedacht hat!
Eine Milch-Mädchen-Rechnung-Aufmachung und damit eine neue Neid-Debatte anstoßen.
Ich kann leider Ihrer Argumentation nicht folgen.
Ihr Artikel sorgt bei mir nicht für Klarheit, sondern für noch mehr Verwirrung.
Was wollen Sie den Lesern damit sagen?

Aber dieses Thema eignet sich gut, um weiterhin von der weltweiten Bankenkrise abzulenken, deren Kosten wir alle ohne Wen und Aber tragen müssen.

Liebe Grüße

JAN am 6.07.12 18:15

GuTen Abend!

Schön, dass sich die freiTAeglichen Begleiterscheinungen inzwischen bereits im zweiten Satz als das outen, was sie eigentlich beabsichtigen: provozieren, stören, zerstören.

Zum Thema interessiert mich das Einkommen anderer Leute nicht im Geringsten.

Gruß,
Picard

Picard42 am 6.07.12 18:15

Ano-Nym1984 am 6.07.12 18:02

Grundsätzlich stimme ich Ihnen ja zu. Aber bitte nicht vergessen, dass die "kleinen" Beschäftigten beim öR sicher nicht diese Summen verdienen. Und die Frauen vor der Kamera müssen immer noch damit rechnen, ab einem bestimmten Alter abgeschoben zu werden, das für Männer als das beste gilt.

Aber das ist ja nicht das Thema.

Anke am 6.07.12 18:14

@ Gero am 6.07.12 18:10

>>>Ps. Ihr dürft Euch gerne überlegen, wen Ihr eher braucht, wenn das Wasser aus der Leitung flutet. Einen Arzt oder einen Facharbeiter. Fragen Sie doch mal den Arzt oder.....

Schönen Tag (im Wasser) >>>


Sie dürfen sich gerne überlegen, wen Sie eher brauchen, wenn das Blut aus der Ader flutet. Einen Facharzt oder einen Klempner. Fragen Sie doch mal den Klempner...

Schönen Tag (mit leeren Adern).

Emma am 6.07.12 18:14

Ps. Ihr dürft Euch gerne überlegen, wen Ihr eher braucht, wenn das Wasser aus der Leitung flutet. Einen Arzt oder einen Facharbeiter. Fragen Sie doch mal den Arzt oder.....

Schönen Tag (im Wasser)

Gero am 6.07.12 18:10

In meiner Zeitung war heute eine Tabelle abgedruckt, die den Überschuß (= Umsatz minus Praxiskosten) aus vertragsärztlicher Tätigkeit ohne Privatpat. im 1. Hj. 2011, und zwar vor Steuern und Sozialabgaben, auflistet (in Tsd.€):

Nephrologe: 127
Hämatologe/Onkologe: 93
Gastroentorologe: 83
Kinderarzt (incl. Jugendmediziner) 64
Augenarzt: 59
Radiologe: 57
Orthopäde: 48
Allg.Mediziner: 48
Urologe: 48
Hautarzt: 46
Chirurg: 47
Psychiater: 38
Psychotherapeut: 26
(Quelle: KBV)

Aber die Neiddebatte muß ja mal wieder sein.

Für 5500€ im Monat würden sich doch die Talkrundenleute nicht mal morgens aus dem Bett bewegen.
Das kriegen die doch eher pro Sendeminute.
Warum kritisieren Sie das denn nicht, AKS?
Ein Arzt hat immer auch Verantwortung für Leib und Leben seiner Patienten. Sonst wird er zur Rechenschaft gezogen.
Wofür tragen Sie Verantwortung?

mynona, die echte

mynona am 6.07.12 18:06

HWz am 6.07.12 17:52

Als so genannter Mittelständler habe ich die Verantwortung für 32 Mitarbeiter. Die Ausbildung der Azubis wird von unserem Betrieb gefördert. Ich möchte gerne vom Staat eine Unterstützung des Handwerkes.

Denn wenn irgendwann beim Arzt mal der Rohrbruch erfolgt, möchte dieser sicher nicht auf Handwerker verzichten. Diese sind ebenfalls NOTwendig, denn sonst kann er sich selber an die Bauarbeiten machen, und die Praxis ist schneller pleite, als er vermutet.

Es gibt auch noch andere notwendige Arbeitsbereiche ohne Studium! Ohne Reinigung kein Krankenhaus, ohne Handwerk keine Reparatur, ohne Bau kein Haus (und auch keine Praxis), ohne Straßen kein KFZ-Verkehr. Irgendjemand muß da ja doch ganz wichtig und wertvoll sein!

Mir reicht es jedenfalls, jeden Studi zu finanzieren.

Gero am 6.07.12 18:05

@ Ano-Nym1984 am 6.07.12 18:02

*gefällt mir*!

Emma am 6.07.12 18:03

MeineEine am 6.07.12 17:47
>>...finde ich es empörend, dass ausgerechnet Allgemeinmediziner und Psychotherapeuten so lausig verdienen. Häufig sind es diese beiden Berufsgruppen, die in den extrem belastenden Bereichen aktiv sind.>>

Das ist für mich das eigentliche Thema. Aber wie gesagt, die Lobbykräfte innerhalb der Ärzteschaft KV sind da auch kräftig am Wirken dran. ;-(

Nach wie vor besteht eine dramatische Unterversorgung mit niedergelassenen Psychotherapeuten. Dabei ist die Zahl der Praxen immer noch festgelegt, d.h., Neueinsteiger können nur jemandem einen Kassensitz abkaufen, der seine Praxis aufgibt.

Anke am 6.07.12 18:02

Herr von Mauschwitz!

Mit Verlaub: Fünfeinhalb netto aufs Konto, Altersvorsorge ist dabei schon bezahlt, der Job bombensicher - wer keinen silbernen Löffel klaut ... der bleibt ganz sicher beim WDR angestellt.

Oder gilt das nicht mehr?

Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht ...

Ano-Nym1984 am 6.07.12 18:02

"Das wird hier jetzt eine zünftige Neiddebatte, muss der WDR so etwas lostreten?"

@Emma am 6.07.12 17:15:

Genau das befürchte ich auch.

Bei dieser Themenstellung ist eine Sozialneid-Debatte schon fast unausweichlich programmiert. Die Folge wird die Schilderung einer Vielzahl von Einzelfalls-Erfahrungen bei Abwesenheit jeden Abstraktionsvermögens sein.

Das interessiert letztlich niemanden und geht auch am eigentlichen Problem vollkommen vorbei.

Aber wenn denn Ärzte-Bashing Erleichterung im Neid-Druckkessel verschafft ("Studium ist Privatvergnügen"), sei's drum.

Herzlichst

Kritikus am 6.07.12 18:01

Wem noch alles finanziert die arme Kassierin was.Das waren noch Zeiten, als nur Menschen mit dickem Portomonee studieren konnten. Und dann waren auch nur solche in diesen studiumerforderlichen Berufen zu finden, nämlich Jugendliche reicher Eltern.(waren das immer die besseren Ärzte etc.bestimmt nicht!).

Nein da ist man zum Glück hier weiter. Nun zählen fürs Studium Noten und (anzunehmende) Befähigung. So können die Kinder der K.... auch studieren oder haben zumindestens (theoretisch) die gleichen Chancen dazu. Warum immer noch oft leider nur theoretisch DAS ist ein anderes Thema.

Die Ärzte können gut verdienen , das stört keinen/mich nicht. Das Jammern bräuchte nicht zu sein.Allerdings ist manch Allgemeinmediziner trotz hoher Belastung nicht so gut bezahlt-und Dorfpraxen bleiben immer öfter leer und finden keine/n NachfolgerIn.

Wenn die Krankenversicherungsbeiträge nun deswegen(noch höhere Vergütung) steigen sollen ist dies falsch/ungerecht. Dann erstmal all die unnötigen Kosten der Krankenkassen reduzieren (sind da nicht jede Menge Überschüsse?).UND ein gerechteres Lohn/Vergütungsverhältnis zwischen den einzelnen Ärzte-berufsgruppen herstellen.

Anonym am 6.07.12 17:58

@ Gero am 6.07.12 17:47

Ein Medizinstudium dauert ca 5 Jahre, Abi mit 19/20 J., ein Arzt kann also mit 25 Jahren fertig sein.
Ein Facharztstudium dauert nochmal ca 5 Jahre.

Wenn ein Arzt mit 55 Jahren (wovon träumen SIE nachts?) in Rente gehen kann, ist das schön für ihn. Dann hat er genug in seine Rentenkasse eingezahlt und darf sich auf seinen mehr als wohlverdienten Ruhestand freuen.

Die Supermarktverkäuferin kann es ihm gleich tun und vorzeitig in Rente gehen. Da sie vermutlich weniger verdient hat, wird es ihr wohl weh tun. Aber sie hätte ja auch Abi machen können und studieren können, das ist in diesem Land jedem freigestellt und es soll sogar Abendschulen geben. Nicht jammern sondern klotzen.

Was die Finanzierung eines Studiums anbelangt empfehle ich Ihnen wärmstens, sich zu informieren! BAFÖG muss zB zurückgezahlt werden; das ist keinesfalls geschenkt, wie Sie anscheinend meinen. Dazu kommen Kosten für Unterkunft, Lernmaterial etc neben den Studiengebühren.

"Lesen schadet nicht" - dann tun Sie es doch mal.

Schönen FreiTAgabend.

Emma am 6.07.12 17:57

@ Gero am 6.07.12 17:47

Puh, Sie haben eine Ahnung von der Finanzierung eines Studiums ...

Außerdem: Wenn der "Staat" das doch alles bezahlt, wie Sie denken, kann doch JEDER studieren - er/sie braucht nur den passenden Schulabschluß.

Warum also der Neid auf die ach so gut verdienenden Akademiker?

Darauf, dass eine eigene Praxis auch nicht umsonst zu haben ist, gehen Sie lieber gar nicht ein ...

HWz am 6.07.12 17:52

By the Way: meine frühere Hausärztin hat bis 65 gearbeitet (länger durfte sie als Kassenärztin nicht tätig sein), dann kurz pausiert und ist jetzt ehrenamtlich als Ärztin in den Brennpunkten und der Obdachlosenhilfe aktiv. Soviel zum bequemen Leben. Große Sprünge hat sie von ihrem Gehalt nie machen können und einen BMW hat sie auch nie gefahren sondern lieber noch einen Arbeitsplatz mehr auf die Beine gestellt.

MeineEine am 6.07.12 17:51

@Gero am 6.07.12 17:08

Na, wo haben Sie denn diese Weisheiten, oder soll ich gleich sagen Propaganda, her?

Die berühmt berüchtigte Kassiererin, die gerne angeführt wird, zahlt so wenig Steuern und Abgaben, dass davon nicht mal Ansatzweise die Leistungen bezahlt werden könnten, die sie durch die Allgemeinheit, zu der gut verdienende Facharbeiter, Techniker und Ingenieure gehören, finanziert bekommt und in Anspruch nehmen kann.

Müssten nämlich nach diesem von Ihnen favorisierten anglo-amerikanischen Modell alle Menschen einzeln für jede Leistung zahlen, weil es keine von der Allgemeinheit finanzierten sozialen Allgemeingüter wie Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Universitäten und und und... gäbe, dürfte ihre Kassiererin rund um die Uhr arbeiten, damit sie nicht in der Gosse landet oder überhaupt überlebt, so wie das in USA ist.

Herr von Mauschwitz hält hier einfach ein mieses populistisches Stöckchen hin, über das man dann als gut dressierter Stammtischgröhler springen kann.

Eine Gesellschaft funktioniert immer nur als Ganzes. Da muss man jeden Spaltungsversuch auch so nennen. Und Herr von Mauschwitz betätigt sich in dieser Richtung gerne. Ob aus Überzeugung oder der Quote wegen, weiß ich nicht. Schlecht ist es allemal.

Ano-Nym1984 am 6.07.12 17:51

Dass gerade die Radiologen am besten verdienen, könnte m.E. damit zu tun haben, dass deren Praxen im Gegensatz zu Allgemeinmedizinern und Psychotherapeuten mit den teuersten Geräten wie Röntgengeräre, MRT oder auch CT ausgestattet sind und diese Ärzte damit wohl auch für die Ausstattung ihrer Praxen mehr aufzuwenden hatten, als viele andere Ärzte. Daher sind auch die Untersuchungen beim Radiologen ziemlich kostspielig.
Aber das ist meine Meinung, ob sie zutrifft, keine Ahnung.

Allerdings finde ich es in Ordnung, dass die Ärzte eine ordentliche Vergütung beziehen, wenn man die Verantwortung, die sie täglich tragen, bedenkt und auch die Länge der Ausbildung in Betracht zieht.
Nur müßte vielleicht über die Verteilung noch einmal nachgedacht werden. Und ich finde, ein Arzt, der hier in Deutschland u.a. auch auf Kosten der hier lebenden Steuerzahler studiert hat, sollte später auch verpflichtet werden können, zumindest eine Zeitlang hier zu praktizieren. Denn Bedarf an guten Medizinern, vor allem im ländlichen Bereich gibt es hier mehr als genug.
Und als mein Mann in diesem Jahr einige Male ins Krankenhaus mußte, ist es mir besonders aufgefallen, wie viele ausländische Ärzte hier in den Krankenhäusern arbeiten. Das machte manchmal die Kommunikation nicht gerade einfach. Wir mußten häufig mehrmals nachfragen, was die Ärzte genau meinten und hatten auch oft das Gefühl, dass auch wir nicht richtig verstanden wurden. Und dabei war es manachmal ziemlich schwierig, großes Vertrauen aufzubauen, was aber normalerweise sehr wichtig ist.

whisper am 6.07.12 17:50

Liebe Mitblogger,
es ist FreiTAg. Und nicht jeder braucht Futter. soviel dazu.

@anita68,

leider hat das Wartezeitenmanagement der Krankenkasse meines Kollegen schlicht versagt. Wie ich schon schrieb: Sein Arbeitgeber - der damit ja eigentlich nichts zu tun hatte - schaltete sich ein.
Allerdings finde ich es empörend, dass ausgerechnet Allgemeinmediziner und Psychotherapeuten so lausig verdienen. Häufig sind es diese beiden Berufsgruppen, die in den extrem belastenden Bereichen aktiv sind.

MeineEine am 6.07.12 17:47

HWz am 6.07.12 17:38

Lesen kann nicht schaden! Die Kassiererin hat mit 17 Jahren ihre Ausbildung begonnen und der Staat kassiert sie ab. Der Studi fängt mit 30 Jahren an zu arbeiten (wie nett von ihm) und hört mit 60 Jahren auf (eher mit 55 Jahren). Dann hat er ausgesorgt.

Gilt das auch für die Dame an der Kasse? Hört die dann auch auf?? Wie lange muß sie arbeiten, um in Rente zu gehen? Bis 67. Sie wird noch lange zahlen dürfen für die Studis. Sehr lange. Mit welchem Recht eigentlich?

Hat der Staat die Ausbildung der Kassiererin finanziert? Nein, das darf der Betrieb machen. Den Studies zahlt die "Allgemeinheit" das Studium. Firma dankt nochmals. Mittelstand grüßt!

Gero am 6.07.12 17:47

Ich muss mal meinen Arzt anrufen; ich krieg freitags immer Halluzinationen und seh überall kleine weiße Trolls.

Und tüss...

Emma am 6.07.12 17:42

Wie man liest, wird das mal wieder Ärztbashing.
War ja klar das der Vergleich der armen Kassiererin wieder kommt.
Das ist so stupide, aber nun ja, geschenkt.

Doris65 am 6.07.12 17:40

Lieber Herr von Mauschwitz,

Jammern ist doch der Deutschen liebste Beschäftigung. ;-) Warum sollten die Ärzte da eine Ausnahme sein?

Mit den Durchschnittsverdienst ist es - ähnlich wie bei Statistiken - so eine Sache: Da gibt es mit Sicherheit etliche, die mehr aber auch viele, die weniger verdienen.

Wenn man das also beurteilen möchte, braucht man auch klarere Aussagen.


@ Gero am 6.07.12 17:08

Eine merkwürdige Rechnung, die Sie da aufstellen! Wenn der Mediziner mit dem Studium fertig ist, dürfte er ca. 30 Jahre alt sein. Selbst wenn er dann direkt eine eigene Praxis aufmacht (die kostet ja schließlich auch Geld!) und dann 30 Jahre arbeitet, ist er 60 Jahre alt.
Die Kassiererin arbeitet dann noch weitere 30 Jahre - also bis sie 90 ist??

Außerdem: Studium ist Privatvergnügen?? Merkwürdige Auffassung! Sie kommen also z.B. auch ohne Arzt, Rechtsanwalt etc. aus?

HWz am 6.07.12 17:38

Was dabei ganz gerne unter dem Tisch fällt ist die Tatsache, das der Arzt, wenn er sein Budget überschreitet an die KV zurück zahlen muß.

Und außerdem sind das Durchschnittwerte.
Das kennt man ja wie die errechnet werden.
Also ich finde diese Debatte sowas von flüssig, nämlich überflüssig.
Mein Arzt darf gerne mehr verdienen.
Ich bekomme sehr schnell einen Termin und wenns brenzlig ist, auch abends um 18 Uhr.
Und ja, mein Arzt fährt einen BMW, so what.

Doris65 am 6.07.12 17:37

@Emma am 6.07.12 17:31

Aber nicht DEIN Arzt, denn der liegt schon auf einer Insel unter der Sonne. Die Aldi-MA sitzt an der Kasse und zahlt für den nächsten Studi, den übernächsten auch noch.

Jaulen auf hohem Niveau.

Doch das Thema ist in der Tat verfehlt. Die Debatten führen zu nichts. Rein gar nichts. Ich kann deren Erkenntniswert nicht erkennen.

Gero am 6.07.12 17:36

@ Gero am 6.07.12 17:20

Krankheiten/Notfälle richten sich genauso wenig nach den Öffnungszeiten der Praxen wie ein Studium nichts kostet. Aber die arme kleine Supermarktkassiererin kann ja froh sein, dass sie Ärtzen "ihr Studium finanziert" hat, irgendwann hat sie Rücken und dann hat sie kümmernde Ärzte.

Emma am 6.07.12 17:31

gutester Mod,

wie wäre es denn, wenn mal das durchschnittliche gehalt von euch im staatsfunk beschäftigten sabblern aufgelistet würde.

ich denke, die hiesigen dauersabbler würden vor starre tagelang nicht mehr schreiben können.

werner am 6.07.12 17:25

@MeineEine am 6.07.12 17:20
Unsere Krankenkasse (die hier in den Pott passt ;-)) hat eine Servicenummer, die in solchen Fällen hilft.

Im vorliegenden Fall hätten wir monatelang auf ein Belastungs-EKG warten müssen. Nach Anruf bei der Kasse hatten plötzlich 2 der 4 von uns bereits angerufenen Ärzten einen Termin 2-3 Tage später.

So kann's gehen.

anita 68 am 6.07.12 17:25

anita 68 am 6.07.12 17:09

>>Im Schnitt verdient ein deutscher Arzt mit Praxis netto 5.442 Euro im Monat. Doch während die Orthopäden 6.344 Euro verdienten, betrug das Nettoeinkommen eines Allgemeinmediziners oder hausärztlichen Internisten 5.018 Euro und das eines Psychotherapeuten sogar nur 2.658 Euro..>>

Das ist ein Zitat aus dem Textbeitrag der AKS zum Thema.

Vielleicht noch mal der Hinweis, dass die niedergelassenen ÄrztInnen ja nicht direkt mit den Kassen abrechne. Vielmehr verteilt die Kassenärztliche Vereinigung das Geld unter ihren Mitgliedern, nach intern festgelegter "Hackordnung"! Da zeigt sich, wer in der KV die beste Lobby hat. :-(

Anke am 6.07.12 17:23

@Emma am 6.07.12 17:15

...Tag und Nacht für Dich da? Müssen ja tolle Ärzte sein, die Du täglich und nächtlich brauchst.

Die Wahrheit liegt wohl eher in den Öffnungszeiten der Praxen und dem Anrufbeantworter.

Gero am 6.07.12 17:20

Interessant dabei ist doch, wie lange der Durchschnitts-Kassenpatient auf einen Termin in einer radiologischen Praxis warten muss. Einen erkrankten Kollegen wollte man allen Ernstes mit starken Schmerzen auf ein dringend erforderliches CT auf Ende Oktober setzen, von seiner Krankenkasse war trotz vollmundiger Versprechen aber keine Hilfe zu erwarten. Es war der Geschäftsführer unserer Firma, der dieser Praxis Feuer unter dem Allerwertesten machte und in dem kurzen aber klaren Gespräch auch Konsequenzen verdeutlichte. Seltsamerweise war es dann möglich, den Kollegen innerhalb von drei Tagen zu untersuchen. Die von Ihnen genannten Zahlen - so sie denn stimmen sollten - wurden mit Sicherheit nicht nur von Privatpatienten zustande gebracht.

MeineEine am 6.07.12 17:20

Jane is klar, Rechtsanwälte und Architekten verdienen weniger. Ach Herr von Mauschwitz, wovon träumen Sie eigentlich nachts? ;-)
Das wird hier jetzt eine zünftige Neiddebatte, muss der WDR so etwas lostreten? Mich ärgern die Gehälter der WDR-Mitarbeiter viel mehr als die meiner Ärzte. Meine Ärzte brauche ich und die sind Tag und Nacht für mich da, wenn es sein muss. Das haben Sie in Ihrer Aufzählung ganz vergessen. Aber egal ob ich den WDR gucke oder nicht werden mir die GEZ-Gebühren abgezogen. Das ärgert mich aber sowas von!

Emma am 6.07.12 17:15

"...5442 Euro hat der Durchschnitts-Arzt monatlich in der Tasche. Wohlgemerkt: netto. Also da sind vorher schon alle Praxiskosten, Steuern, und Altersversorgungs-Beiträge abgezogen...Was ich wirklich ungerecht finde: Top-Verdiener sind die Apparate-Mediziner. Ganz oben die Radiologen. Ganz unten: die Allgemeinmediziner und die Psychotherapeuten - von denen wir so dringend viel mehr bräuchten. "

Lieber Herr von Mauschwitz,
vielleicht finden Sie bei der Moderation zu diesem Beitrag (falls er denn in der aks erwähnt wird) die Gelegenheit, zumindest das Einkommen der Allgemeinmediziner anzugeben. Wie Durchschnittwerte erzielt werden, wissen wir wohl beide. ;-((
Gruß

anita 68 am 6.07.12 17:09

Zitat: "Ich finde es ok, dass die Ärzte so gut verdienen. Sie haben eine lange, harte Ausbildung hinter sich. Sie tragen Verantwortung für Patientengesundheit, sie übernehmen Pflichten als Arbeitgeber in ihrer Praxis."

Sie haben vor allem eine Ausbildung genossen, die von der Kassiererin bezahlt worden ist. Diese Kassiererin hat mit 17 Jahren ihre Ausbildung begonnen und Steuergeld bezahlt. Damit hat sie den Studenten finanziert. Wenn der ach so arme Kerl 30 Jahre arbeitet, wird er seine Praxis aufgeben, hat ausgesorgt und bereitet sich ein schönes Leben. Die Kassiererin wird noch weitere 30 Jahre arbeiten müssen für ihre kleine Rente.

Wer studieren will, soll dieses selber finanzieren. Aus eigener Tasche. Und wenn Studenten jaulen, Bildung für alle, Studium kostenlos, dann zahlt es genau diese Kassiererin im Discounter. Schulbildung ist zu finanzieren von der Allgemeinheit, Studium ist Privatvergnügen! Spät anfangen, früh aufhören, über Studiengebühren jaulen und den Leuten, die 45 Jahre arbeiten, auf der Tasche liegen. Firma dankt!

Gero am 6.07.12 17:08

Hallo Herr von Mauschwitz,
Zitat:
...Meine Antwort als Beitragszahler: Nein...

Richtig so.
Nur, was machen Sie, Herr von Mauschwitz, wenn etwas anderes dabei herauskommt? Die Antwort hätte ich gern von Ihnen!

Gerd am 6.07.12 16:59

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