Mittwoch, 06.06.2012

Chers Amis ...

Das sieht einfach nicht gut aus. Wir braven Deutschen arbeiten bis der Buckel krumm ist und der fröhliche Franzose macht schon mit 60 einen auf savoir vivre. Ja, die Franzosen sind nicht die Griechen oder Spanier, da steht der Rettungsschirm (noch) nicht parat. Trotzdem kann man sich schon darüber ärgern.

Denn tatsächlich soll und will Europa ja zusammen wachsen, wir reden über Konvergenz, über Annäherung der Lebensverhältnisse und träumen von einer europäischen Regierung. Aber da geht eben etwas ziemlich auseinander, ausgerechnet zwischen den Muster-Europäern Frankreich und Deutschland.

Der neue Premier Hollande verteilt Wahlgeschenke an seine Franzosen und wir kommen uns irgendwie doof vor. Sind die Deutschen bald die Einzigen, die ihr Haushalts-Defizit im Blick haben, die ernsthaft sparen wollen ...? Dann kann das nicht gut gehen, in Europa.

Dann formuliere ich mal um:
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Wir haben trotz Krise nichts dazugelernt. Da kommt im Beitrag noch immer der inkompetente(Selbstzensur) Satz: ein Arbeitnehmer muss immer mehr Rentner bezahlen. Das war immer schon so, dass ein Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren musste und das konnte er auch. Die Wirtschaft hatte sich bis zur Zeit Bush/Schröder weiterentwickelt und die Arbeitnehmer haben auch davon profitiert.

Schröder hat durch Niedriglohn und Missbrauch der Leiharbeit dafür gesorgt, dass Arbeitnehmer nicht mehr am Erfolg der Wirtschaft teilhaben. Zusätzlich hat er durch die Rentenreform Teile der Rentenbeiträge in Rendite der privaten Versicherungen verwandelt. Dann klappt´s auch mit der Rente nicht mehr. Die Rente mit 67 in Deutschland geht doch völlig an der Realität vorbei.

Der Schritt von Hollande kann ein Baustein für ein längst überfälliges Umdenken sein. Wenn es nicht schon zu spät ist: die EZB hat heute die unendliche Folge von immer teureren Rettungen aufgegeben.
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Ich vermute mal, dass mein Kommentar wegen dem Begriff "dummdreist" gelöscht worden ist. Ich bin nicht der Meinung, dass dieser Ausdruck beleidigend war, laut Suchmaschine ist der Begriff durchaus gebräuchlich. Angesichts der falschen Weichenstellung durch Schröder und deren gewaltige Folgen ist der Ausdruck eher zu schwach.

Siggi am 8.06.12 10:10

Wir können hier schreiben was wir wollen: Für Beamte und Politiker ist im Alter mehr als genug da! Nur die "normalen Idioten" können sehen wo sie bleiben! Die Politiker waren schon immer scheinheilig und korrupt aber nicht so dreist wie heute! Alle in einen Sack und Du triffst immer den richtigen!
Ich könnte jetzt sagen was dagengen hilft.............darf ich aber leider nicht!

Didi am 7.06.12 18:40

Cornelia Plum am 7.06.12 17:24

Danke für Ihren Beitrag. Dem kann ich mich nur anschließen und zustimmen.

Gertrud am 7.06.12 17:47

"Sollte die Düsseldorfer Entscheidung Bestand haben, könnten die Netzbetreiber für mehrere Jahre rückwirkend höhere Netzentgelte verlangen. Die Nachforderung würde auf fünf Jahre gestreckt und aller Voraussicht nach von den Energieversorgern auf den Endkunden umgelegt."

Ham die nen Oval am wandern??? Danke liebes Düsseldorfer Gericht, dass ihr die Netzbetreiber 5 Jahre lang rückwirkend Gebühren kassieren lasst, deren Kalkulation kein Schwein kennt. Ich zahl ja gerne für die aktuellen Umbauten aber doch nicht 5 Jahre rückwirkend. Regency

Regency am 7.06.12 17:38

Viva la France!!!
Warum gönnen wir es ihnen nicht? Warum lassen wir uns immer wieder von der Politik einreden, dass wir für die anderen mitbezahlen müßten? Ist das wirklich so?
Da kommen doch arge Zweifel auf. Mal ganz davon abgesehen. Warum wird die Rente nicht nach Beitragsjahren, sondern nach Alter bezahlt? Meiner Meinung nach sollte jeder ohne Abzüge in Rente gehen dürfen der mindestens 41 Jahre gearbeitet hat. Das nenne ich fair.
Außerdem bin ich für eine Mindestrente für jeden. Ja, ja. Ich höre sie schon wieder, die, die sich ständig über die "Sozialschmarotzer" aufregen. Was, die sollen Rente fürs Nichtstun bekommen? Ja, sollen sie. Weil sich der Prozentsatz der sogenannten Sozialschmarotzer nicht wesentlich erhöht hat. Das würde aber eine Absicherung für all jene bedeuten, die sich in der Minijobfalle befinden.
Zudem sich das der Steuerzahler locker leisten könnte. Den schließlich hat er ja auch jede Menge Milliarden für die selbstverschuldete Bankenrettung übrig. Aber die haben ja auch Lobbyisten. Arme können sich so etwas nicht leisten.

Cornelia Plum am 7.06.12 17:24

"Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 in Deutschland müssen spürbar verbessert werden! Sonst wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur faktischen Rentenkürzung"


Dieser Satz ist überall zu finden und entspricht der Wahrheit.....

deswegen brauchen hier nicht Blogger/innen, die gern andere anschwärzen/kontrollieren, selbst auch unter "anonym" posten aber keine Beiträge beisteuern....die sich immer gleich als erste von anderen Beiträgen "genervt" fühlen,auch noch bewirken ,dass ganze Postings gelöscht werden.

Anonym am 7.06.12 16:59

Im übrigen, was soll man von Parteien halten, die sich vehement gegen Volksentscheide wehren, aber dafür ein Wahlrecht ab 16 jahre fordern? Der Irrsinn hinterlässt die Spuren der Hinterfotzigkeit, und das schlimmste ist, das Volk vermischt diesen Schleim noch mit seinem Schweiß und glaubt an vernünftige zukunftsreiche Lösungen, die man ihm vorgauckelt!

pimmock am 7.06.12 15:56

Ganz nach dem Gusto der F.D.P.! "Brutalmarktkapitalismus" muss man sowas nennen. Klar auch, dass die Richter im Sinne der Energiebonzen entscheiden. Sind doch sowieso nur alles Marionetten. Die Fäden ziehen die Finanzhaie im Hintergrund. Kulisse ist die "Demokratie".
Urteile im "Namen des Volkes"???? Mein Gott! Nicht allein, dass Deutschland schon lange ein Narrenschiff ist, jetzt beginnt der Kahn bald abzusaufen. Hinterher will es wieder keiner gewesen sein. Aber erst mal gibt es Brot und Spiele (Fußball-EM), dann Demokratiegesäusel (Wahlen) und dann kommt die Peitsche. Demokratie...ein geschändeter Begriff, eine Tarnung der realen Herrschaft des rücksichtslosen Finanzkapitals. Und jetzt. PC aus, Energie sparen, den Hyänenen werfe ich noch was in den Hals und wenn, dann sollen sie daran ersticken! TV Mike

TVMike am 7.06.12 15:24

Ein wesentlich größeres Problem als die Rentenkasse ist die Pensionskasse, die es de facto überhaupt nicht gibt. Darüber hört man verdächtig wenig.Es wurde irgendwann mal ein Rückstellungsfonds angedacht, in den aber nichts rein kommt, weil der deutsche Staat chronisch pleite ist. Also müssen die Pensionen (und die liegen bei ca. 70% des letzten Einkommens) aus den laufenden Steuereinnahmen bezahlt werde, was Spielräume für Rentner noch kleiner macht.

Schafft erst mal die Pensionen ab und alle erhalten Renten. Guckt mal zur Schweiz: Dort gibt es nur eine Rentenkasse in der ALLE (auch die Politiker) 10 Prozent ihres Einkommem einzahlen. Hier zahlen nur ca. 40 Prozent ein , es müssen aber über 70 Prozent der Renten daraus gezahlt werden.

Wenn die Menschen nun länger bis 67 Jahren arbeiten sollen, bleiben weniger Jahre in denen sie Rente bekommen. Zudem werden für Langzeitarbeitslose gar keine Rentenbeiträge mehr gezahlt, es kommt zu "Renten" die niedriger sind als das Grundeinkommen. Also werden die Lasten nur umverteilt in die Sozialkassen.Und wer vor dem 67 ten Lebensjahr entlassen/arbeitsunfähig wird , kommt in Hartz4 und muß vorher all seine Ersparnisse aufbrauchen.

Anonym am 7.06.12 15:21

@ doris65 am 7.06.12 11:14

" Vergesst das Beten nicht."

In das Gebet wurde der französiche Präsident schon eingeschlossen. Möge der heilige Geist über ihn kommen mit dem Blitz der Wahrheit.
Seinen Fahrer hat man ja schon mal medial vorgewahnt, wegen dem Blitz.
Monsieur möchte die inländischen Termine mit Bahn und Auto wahrnehmen.
Aber dem läuft die Zeit auch noch weg....

Sennekind am 7.06.12 14:33

Das Problem dabei, die Menschen gewöhnen sich scheinbar an alles.

Gertrud am 7.06.12 14:18

Zu diesem Satz noch ein Nachtrag.

Ja das tun sie offenbar, nur nicht an das was sinnvoll und gescheit wäre, da haben viele nichts mehr mit am Hut. Man fragt sich wo das alles hinführen kann wird und sollte.

Schöne neue Welt. Ich denke fast G.Orwell
und Aldous Huxley gaben die Hinweise dafür, die jedoch wohl in anderer Form gedacht waren,
als es heute teils ist.

Sie sollten und wollten meiner Meinung nach aufzeigen wie man es nicht machen sollte.

Soziales zu schaffen das sieht man mit Vorbehalt,
wenn Menschen mehr bekommen sollen,
das andere wohl mehr oder weniger unbefangen.

Gertrud am 7.06.12 14:21

Doris,

ich las mit Entsetzen den Artikel im Spiegel über die Absichten der Schufa bzgl. Facebook.

Wobei ich hoffe, diese kommen mit ihren Plänen nicht durch. Richtet die Schufa mit anderen ähnlichen Unternehmen schon genug Schaden teils an.

Ich frage mich allerdings welche Dimension so ein Vorhaben haben könnte käme es durch dies für die öffentlichen Rundfunkanstalten und anderes haben könnte, verweisen diese doch stets und allerorten auf Facebook und twitter.

Man fragt sich was da noch in Planung sein könnte und kann eigentlich nur froh sein, daß schon die Absichten bekannt werden. Wer weiß was sich noch tut.

Man sagte facebook das Ende für 2020 voraus.
Es hat auch was.

Dagegen sind die Absichten in Frankreich doch schon weit anders zu sehen, sollte es dazu kommen.

Ob uns bei alledem bewußt wird, was Internet und
Abhängigkeiten bedeuten, wenn wir uns mit einem Lächeln ist schön, ist neu, ist klasse darein begeben.

Ich kann Sie verstehen, es gibt schlimmeres und das ist so etwas aus meiner Sicht.

Das Problem dabei, die Menschen gewöhnen sich scheinbar an alles.

Gertrud am 7.06.12 14:18

"Es bleibt ihnen unbenommen, Verfassungsklage einzureichen. Nicht immer nur anonym meckern sondern handeln. Ihre beiden Beiträge finde ich ansonsten überflüssig."

Nein, die SPD hatte versprochen dies vorm BVG prüfen zu lassen.Wofür wählt man denn sonst überhaupt noch Parteien.Anonym schreibt/meckert hier jede/r UND dafür braucht keine/r (von ihnen) eine Erlaubnis oder Befürwortung......

Anonym am 7.06.12 14:07


"""wo bleibt den jetzt die Verfassungsklage gegen das sozial-ungerechte Verteilen des Betreuungsgeldes??)"""

@ Anonym am 7.06.12 13:07


Es bleibt ihnen unbenommen, Verfassungsklage einzureichen. Nicht immer nur anonym meckern sondern handeln. Ihre beiden Beiträge finde ich ansonsten überflüssig.

Anonym am 7.06.12 13:45

WOW ich haben selten so ein Blog erlebt,
und frage mich was hier los ist.

Ich finde die Äusserungen teils so entsetzlich, daß mir Worte dazu fehlen.

Und man merkt wie manches schon wirkt.

Ich denke man kann F.H. durchaus beifplichten und könntes hier ähnlich machen.

Auch hier müßte es keine Regelung mit 67 geben,
aber unsere agilen Politiker meinen weil sie können können andere auch.
Nur daß die Voraussetzungen für diese andere sind.

Ansonsten hat Doris recht, es gibt schlimmeres und wenn wir nicht bald mit dem motzen und meckern aufhören, könnte es eines Tages sein, daß wir sagen. War es doch schön als wir noch was zu meckern hatten, gegen heute ging es uns doch richtig gut.

Gertrud am 7.06.12 13:35

Franzosen: arrogant und überheblich (und stolz drauf)
Italiener: machismo lässt grüßen aber lassen sich mit 30 immer noch von Mami alles hinterhertragen
Spanier: treten nur in Rudeln auf, freundlich
Iren: dreckig, faul und daueralkoholisiert aber freundlich und herzlich
Chinesen: nur auf Kohle aus
US-Amerikaner: dumm ...
Manchmal trifft man eben das wandelnde Klischee einer Nation und dann wieder das glatte Gegenteil.
_________________

Anonym am 7.06.12 13:14

So ein Länder- Bashing oder wie man früher sagte Vorurteile über andere Nationen hätte ich hier aber Nicht vermutet: der brave Deutsche, der fröhliche Franzose.....
Dazu kommt noch : Man kann doch nicht ein Detail rausnehmen und dann Neid? schüren. Sicher ist aber doch, der Hollande guckt zumindestens mal danach , dass es auch den kleineren Leuten etwas besser gehen kann, wobei ich das hierzulande tatsächlich vermisse. Da wird eindeutig eher geschaut, dass "oben" immer mehr noch ankommt. (wo bleibt den jetzt die Verfassungsklage gegen das sozial-ungerechte Verteilen des Betreuungsgeldes??)

Ansonsten:

"Die Dänen sind geiziger als die Italiener.
Alle Letten stehlen.
Alle Bulgaren riechen schlecht.
Russen unterschlagen Geld. -
Das ist alles nicht wahr,
wird aber im nächsten Kriege
gedruckt zu lesen sein."

Anonym am 7.06.12 13:07

@Brandubh am 6.06.12 22:43

"... Ist das so schwierig zu verstehen? Wir können nicht alle sparen, es sei denn wir ruinieren unsere Wirtschaft. ..."

Es gibt leider auch im durch Zwangsgebühren finanzierten und dadurch weitestgehend dem Wettbewerb und der wirtschaftlichen Realität enthobenen öffentlich-rechtlichen Rundfunk Leute, die an ihrem eigenen Ast sägen. Die werden vermutlich erst aufwachen, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk vollends dem Wettbewerb ausgesetzt wird, indem man die Rundfunkstaatsverträge aufkündigt und den Anstalten sämtliche Gebühren entzieht. Es sind Leute, die ihre privilegierte Situation nicht begreifen und schätzen und erst recht nicht, welche Aufgabe sie eigentlich haben: Die Bürger unabhängig, sachlich und ausgewogen zu informieren, damit die Bürger fundierte politische Entscheidungen treffen können. Das ist die einzige Existenzberechtigung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Ano-Nym1984 am 7.06.12 12:51

usual suspect anita am 6.06.12 18:39

Das "Detail", dass zur Finanzierung dieser Rente in Frankreich die Sozialabgaben um 0,25% erhöht werden, ist im Beitrag der AKS "vergessen" worden.

Dafür wird wehgeklagt, dass wir Deutschen für das Wohlleben der Franzosen (nochmal: es betrifft ca. 110.000 Personen) angeblich mal wieder zahlen müssten.

Ich habe lange nicht mehr so einen tendenziösen Bericht bei der AKS gesehen. Oder doch? ;-(

Anke am 7.06.12 12:26

Allen einen schönen Feiertag!

Wann geht es weiter im Blog?

JAN am 7.06.12 11:52

Vielen dank für ihren Beitrag...........................

Bitte, gern geschehen, bin nur gespannt ob er auch erscheint.

doris65 am 7.06.12 11:16

Ich träume gewiß nicht von einer europäischen Regierung, auch wenn Frau Merkel uns an Brüssel verschachern will.
Und das vielleicht 100tausend Franzosen nach 41 Arbeitsjahren mit 60 in Rente gehen können regt mich nicht auf.
Mich regt auf das die Schufa Facebook Einträge für sich in Anspruch nehmen will um mit den Einträgen ein Profil der Schreiber zu erstellen.
Mich betrifft es nicht, ich schreibe grundsätzich nicht bei FB oder twitter.Aber wer weiß schon was noch kommt.
Was die Politiker betrifft, hat schon jemals ein Politiker gehalten was er versprochen hat.
Keiner, oder, doch der Herr Schröder, der Zaunrüttler.
Immerhin hat er den besten Niedriglohnsektor eingeführt, aber das hatte er ja nicht uns versprochen.

Und was das Sparen betrifft, pillepalle.
Diese Schulden können niemals zurückgezahlt werden.
Sie wissen es, aber sie sagen es nicht.

Ergo, nichts Neues nicht.
Alles bleibt so wie es ist, bis zum Reset.
Einen schönen Feiertag.
Vergesst das Beten nicht.

doris65 am 7.06.12 11:14

Sehr geehrte Frau Wieseler,
Ich kann ja verstehen, dass sie sich über die Maßnahmen der Franzosen ärgern. Sie haben Angst davor, dass die Welle der verbesserten Lebensverhältnisse nach Deutschland überschwappt und dadurch die Besserverdienenden stärker zur Kasse gebeten werden. Oder ärgern sie sich darüber, dass ihre Generation in Deutschland mit 75 noch arbeiten muss. Was ja schon in einigen Köpfen der REP fest verankert ist. Aber zu ihrer Beruhigung, in Ihrem Job kann man leicht bis 80zig arbeiten. Zu guter Letzt, gönnen sie denjenigen die 45 Jahre geschuftet haben doch einfach einen Anspruch auf verbesserte Lebensverhältnisse in ihrem wohlverdienten Ruhestand.

LG.
OTTI

OTTI am 7.06.12 9:37

Der Euro und die Einigkeit in Europa kann nur funktionieren, wenn alle Mitgliedsländer die gleichen sozialen, wirtschaftlichen und steuerlichen Bedingungen haben. Alles andere fördert nur Neid und treibt Europa immer mehr auseinander als daß es eint! Was in der BRD schon nicht klappt (Förderalismus > jeder will trotzdem sein eigenes Süppchen kochen können) kann auch im großen Europa nicht klappen. Und Brüssel ist eh nichts anderes als eine riesige Arbeitsbeschaffungs-Maßnahme!

moeschtijall am 7.06.12 8:31

Hallo Frau Wieseler,
Zitat:
...Der neue Premier Hollande verteilt Wahlgeschenke...

Da haben Sie mal wieder nicht gut recherchiert. Das erinnert mich irgendwie an Ihren Blog vom 27.05.2011 (Krawinkel).
Hollande ist der Präsident!

Gerd am 7.06.12 8:16

Es ist eine gute Entscheidung.

ME am 6.06.12 23:30

Es gibt immer noch Leute, die glauben eine Volkswirtschaft könnte netto sparen.
Wollte die Volkswirtschaft netto sparen, also nach Abzug aller Schulden etwas zusätzlich übrig behalten, sprich: sparen, was sie dann als Investition in die Zukunft transferieren könnte, ginge die Rechnung nicht auf.
Denn dann bliebe in der gegenwärtigen Periode jemand auf seinem Warenangebot sitzen und hätte entsprechend weniger Einkommen, weil die Summe der Einnahmen aller Wirtschaftssubjekte (also ihre Einkommen) gleich der Summe der Ausgaben aller Wirtschaftssubjekte (ihre Nachfrage) ist.

Renten kann man deshalb immer nur aus der laufenden Wirtschaftsleistung finanzieren.
Es gibt kein finanzielles Ansparen in der Volkswirtschaft eines Landes.

Das zu verstehen, fällt vielen äußerst schwer.

Brandubh am 6.06.12 22:57

Es kann doch nicht sein, dass Frau Wieseler wirklich glaubt, wenn alle sparen, würden alle gesunden!
Wenn jeder Bundesbürger jeden Monat d u r c h s c h n i t t l i c h 250 Euro sparen wollte und genau dies tun würde, dann fehlten jährlich 200 Milliarden Euro Umsatz bei Unternehmen.
Das entspräche einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um fast 10% (und damit auch zu einem Gesamt-Einkommensrückgang aller Bundesbürger zusammengenommen um 10%)
Dies würde zum Abbau von Arbeitsplätzen, sprich Arbeitslosigkeit führen.

In der Tat: durchschnittlich sparen die Deutschen pro Kopf jährlich etwa 250 Euro monatlich.
Warum hat es bislang nicht zu einem solchen drastischen Abbau der Wirtschaftsleistung
geführt?

Weil sich andere im Lande verschulden oder das Ausland sich bei uns verschuldet…..

Frau Wiesler, ohne Pump geht es deshalb nicht, es sei denn die Wirtschaftsleistung geht zurück.
Und damit das Bruttoinlandsprodukt jedes Jahr zumindest gleicht bleibt, müssten alle ihre Einkommen vollumfänglich ausgeben.

Ist das so schwierig zu verstehen? Wir können nicht alle sparen, es sei denn wir ruinieren unsere Wirtschaft

Frau Wieseler versteht die ökonomischen Zusammenhänge nicht.


Brandubh am 6.06.12 22:43

>>>Dabei haben die Franzosen sogar eine deutlich höhere Rente als die Deutschen: Sie liegt bei durchschnittlich 1.400 Euro im Monat. In Deutschland beziehen gesetzlich Versicherte je nach Berechnung durchschnittlich nur etwa 1.000 Euro."
Quelle: Frankfurter Rundschau
usual suspect anita am 6.06.12 18:39

Danke für die Fakten. Zwecks Vergleichbarkeit müsste man allerdings noch wissen, ob es in Frankreich wie hier einen Beamtenstand gibt, der keine Renten bezieht, sondern Pensionen, die in der Rentenstatistik nicht eingerechnet sind. Mit Beamtenpensionen wäre hier die Durchschnittsrente vermutlich höher.

Meckerpott am 6.06.12 22:13

Frau Wieseler, wenn Sie auch mal die WDR2-Radio-Nachrichten hören würden, dann wüssten Sie, dass nur diejenigen Franzosen mit 60 in Rente gehen dürfen die 41 Jahre lang in Rentenbeiträge gezahlt haben. Das ist also wohlverdient und betrifft Leute wie Bauarbeiter, die mit 16 anfangen und mit über 60 einfach nicht mehr können. Die Regelung ist vorbildlich und sollte hier auch eingeführt werden.

Meckerpott am 6.06.12 21:57

Dann doch lieber den Nachfolgern aufhalsen.
Lasst die in der Sintflut untergehen.
heikos am 6.06.12 21:32

Wenn wir uns die täglichen Nachrichtensendungen
zu allen Themen ansehen müssen,so kommen wir
zum Schluss das wir eh nicht,aber auch gar NICHTS ändern können.
Alle hier jemals geäusserten Verbesserungsvorschläge
kommen da OBEN niemals an,und werden daher
keinesfalls in irgend welchen Gesetzesvorschlägen
ihren Niederschlag finden.
Alle Foren und gästebücher sind letztendlich für
die Katz die auch Ansatzvorschläge beinnhalten.
Und auch gerade deswegen weil manchmal Ideen
eine Lösung vieler Probleme in der Gesellschaft
von Lobbyistenparteien aus Eigeninteressen ver-
hindert werden.Ist schon alles Derpri!!!

ossi schwester am 6.06.12 21:55

@heikos am 6.06.12 21:32

Die Behauptung, dass unser Rentensystem so nicht funktioniere könne, angereichert mit dem Scheinargument der angeblichen Wirkungen eines ominösen Demographiewandels, stammt von den Rentenkürzern und Sozialsystem- und Sozialstaatszerstörern.

Ich bin, genau so wie Siggi, der Meinung, dass unser Rentensystem keine Probleme darstellt, aufgrund des technisch-wissenschaftlichen Fortschritts der letzten 50ig sowie der kommenden Jahre und mit einer vernünftigen, aufeinander abgestimmten (Arbeitsmarkt/Steuern/Finanzen/Währung/Wirtschaft) makroökonomischen Politik. Ansatzweise versucht Francoise Hollande genau das umzusetzen. Denn eine Rente mit 67 ist nicht nur bei uns unnötig, sie raubt den Menschen ihre Rente und den kümmerlichen Rest ihres Lebens.

Ano-Nym1984 am 6.06.12 21:50

>>Es kann nicht sein, daß jemand mit im Schnitt 65 Jahren in Rente geht und danach ggf. 30 Jahre Kohle kassiert.>>

Wienhold am 6.06.12 20:36

Wer heute mit 65 in Rente geht, hat in der Regel wenigstens 40 Jahre gearbeitet und entsprechende Sozialbeiträge geleistet.
Dem gönne ich das "Kohle kassieren" von Herzen.

Und keine Sorge: 95 werden die Wenigsten.:((

heikos am 6.06.12 21:46

@Ano-Nym1984 am 6.06.12 21:15

Das könnte man nicht nur wissen, das wußte man.
Der Demographiewandel ist ja keine plötzliche Erscheinung, sondern wurde schon lange erkannt.
Dass das Rentensystem SO nicht mehr lange funktionieren kann, dass immer mehr Singlehaushalte mehr Wohnungen brauchen.
Alles vorhergesehen aber in ein oder zwei Legislaturperioden nicht zu schaffen und länger hat sich keine Regierung Macht erhofft.
Dann doch lieber den Nachfolgern aufhalsen.
Lasst die in der Sintflut untergehen.

heikos am 6.06.12 21:32

" Wir...träumen von einer europäischen Regierung "
Wer von Eurobonds oder gar von einer europäischen
Regierung träumt, bewegt sich im Zustand der geistigen Umnachtung. Das würde endgültig, für viele
Menschen in Deutschland, noch mehr Wohlstandsverlust bedeuten.

Thilo S. Trich am 6.06.12 21:29

Rechnet mal, wer wertvoll ist, wer gezahlt hat, wer Leistungsträger ist in Deutschland.
Wienhold am 6.06.12 20:36

Soso, die Menschen in wertvolle und wertarme (?) Menschen einteilen. Hatten wir das nicht schon einmal?
Pfui Deibel. Bei Deinen Kommentaren krieg ich das Kotzen.

Ichschämemichfremd am 6.06.12 21:28

@Siggi am 6.06.12 20:49

Da kommt im Beitrag noch immer der dummdreiste Satz: ein Arbeitnehmer muss immer mehr Rentner bezahlen. Das war immerschon so, dass ein Arbeitnehmer immer mehr Rentner finanzieren musste und das konnte er auch.

Genau so ist es! Einfach darum, weil es in den letzten 50ig Jahren einen riesigen Produktivitätsfortschritt durch Mechanisierung, Maschinisierung und Automatisierung gab, neben verbesserten und ganz neuen Produktionsprozessen. Das könnte man auch wissen, würde man im WDR mal ein paar Ingenieure und den diplomierten Physiker Ranga Yogeshwar fragen. Tut man aber nicht und anstelle dessen trötet man die Parolen der Rentenkürzer und Sozialsystemzerstörer raus.

Ano-Nym1984 am 6.06.12 21:15

Ja so sind sie unsere Politiker.Siehe fdp schiebt mal
ein Geschenk an die Versicherungsbrange rüber,
und im Gegenzug kann die csu ihre Herdprämie
durchsetzen.Kommt alles bei der Bewölkerung nicht so
richtig an.
Das diese angesprochenen gesetztesvorlagen auch
mal durch den Bundesrat müssen scheint diesen
clown nicht die bohne zu interessieren.
Und wieder mal wird angedacht, das alles durch den
BGH auf Recht und Vervassungskonform überprüft
werden muss.Wir habens ja NICHT!!

ossi schwester am 6.06.12 21:10

Um Griechenland, Italien und andere arme Länder in der EU zu retten, gehe ich doch gerne bis 70 arbeiten oder "bis das der Tod eintritt".
Da kann man mir doch gleich nach Feierabend auch noch die Organe entnehmen.

EU-Retter am 6.06.12 21:00

Also als Erstes müssen wir erkennen, dass die Deutschen erst mit 67 in Rente gehen können und die Franzosen mit 62. Das sind schon mal auch bisher fünf Jahre Unterschied. Jedes Land hat seine Methoden die Rentenkassen zu sichern. Nach 41 Jahren Arbeit in Rente gehen das wird für einige schwer bis 67 zu schaffen

Manfred am 6.06.12 20:58

Ich denke abschließend, wir werden alle älter, aber dennoch:

Es kann nicht sein, daß jemand mit im Schnitt 65 Jahren in Rente geht und danach ggf. 30 Jahre Kohle kassiert. Wobei viele von denen nicht mal 30 Jahre eingezahlt haben, wie wir alle wissen. Auch keine 40 oder 45 Jahre.

Studiert, mit 28 Jahren angefangen zu arbeiten, mit 60 raus und Rente?

Eine Frau, Lehre Einzelhandel mit 16 Jahren, 45 Jahre gearbeitet.

Wer hat eigentlich von den Beiden mehr geleistet?
Der Studi mit seinem Top-Job oder diese Frau?

Der Studi, dem die Frau das Studium mit ihrem Steuergeld finanziert hat, aber zwanzig Jahre länger arbeiten darf, oder der Studi, der irgendwann nach 30 Jahren auf einen Insel abdampft, weil er genug kassiert hat als Jurist, Arzt, Bänker oder Arschloch?

Irgendwann muß man mal den Rechner aus der Hose ziehen! Rechnet mal, wer wertvoll ist, wer gezahlt hat, wer Leistungsträger ist in Deutschland.

Wienhold am 6.06.12 20:36

man müsste eigentlich, bevor man den Knüppel schwingt, wissen was verdient denn so ein Franzos, wie hoch ist der Rentenbeitrag und wie hoch ist denn diese Rente und was kostet denn das Leben in F.

Da Vergleichszahlen zu holen dürfte dank EU ja kein Problem sein.

Die Rente 67 ist Quatsch, wer wird denn in der Lage sein bis 67 zu arbeiten, wer beschäftigt denn Leute bis 67 und zu welchen Bedingungen. Die Rente 67 ist nur eine Rentenkürzung.

Und der doofe Deutsche merkt das nicht und hält unsere Führung für überaus fähig.
Nun gut, sollnsedoch

mt am 6.06.12 20:25

Was soll das Geschrei, Rente nach 41 Berufsjahren. Das ist doch eine gute Reglung. Unsere Politiker verkneifen sich doch die Festlegung, dass jeder Berufstätige nach 45 Berufsjahren in Rente gehen kann.
Auch bei einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren ist es uns möglich vorher in Rente zu gehen. Leider nur mit entsprechenden Abzügen, dabei spielt es keine Rolle ob man nun 45 Jahre auf den Buckel hat.

Nur zur Erinnerung, jeder Monat der vorzeitigen Inanspruchnahme hat 0,3% an Rentenabzüge zur Folge, insgesamt also 18%.

Ach so! Bei unseren Staatsbediensteten sind die Gesamtabzüge nicht höher als 10,8%.

Also! Gönnt den Franzosen dieses Glück.


Klaus L. am 6.06.12 20:22

" Das sieht einfach nicht gut aus. "

Nabend in die Runde.

So,so der Hollande. Wahlversprechen werden eingelöst.
Mir schwant böses, die Franzosen machen es jetzt den Griechen nach. Und dann werden sie später wie die Griechen um Almosen betteln müssen.

Aber ich glaube es werden die Franzosen es nur schneller merken.

Wir hatten doch auch mal vor 14 Jahren so einen Sonnenkönig, erst am Gitter gerüttelt um hereinzukommen und anschliessend wie alles an die Wand gefahren war, wurde basta gerufen und alles in die andere Richtung gestemmt.

Die Folgen werden von dem einem oder anderen heute noch beklagt.
Deshalb hält sich mein Beifall für diese französiche Entscheidung auch in Grenzen.

Sennekind am 6.06.12 20:12

Ich finde man muß auch gönnen können.

Und nicht neidvoll auf dieses Land blicken.

Ich finde den Ansatz von Hollande richtig und man wird ihn nicht umsonst gewählt, und Sarkozy abgewählt, haben.

Und man sagt wohl auch nicht umsonst, "Die Franzosen arbeiten um zu leben und die Deutschen leben um zu arbeiten."

Ist es nicht gerade die französische Lebensart die wir mögen.

Die Lebensqualität hier bei uns läßt schon seit vielen Jahren mehr als zu wünschen übrig.

Auch ich denke es ginge anders.

Gertrud am 6.06.12 19:59

Die Idee - Rente mit 67 - ist der größte politische und volkswirtschaftliche Schwachsinn der Nachkriegszeit in D. Namhafte Ökonomen haben bereits mit Zahlen und Untersuchungen belegt, dass es auch anders gehen kann. Wenn F. klüger ist, dann sollte D. ohne Neid eigene Fehlenscheidung zurücknehmen und die Menschen leben lassen.

Frank am 6.06.12 19:53

Wenn es hier um ca. 100.000 Personen geht, die nach 41 Beitragsjahren mit 60 in Rente gehen können sollen, warum der empörte Aufschrei der AKS?

Wir hauen mal gerade eben 2 Milliarden für ein Betreuungsgeld raus, das höchst umstritten ist (um es mal vorsichtig zu sagen). Also, warum die Aufregung, liebe Frau Wieseler?

Anke am 6.06.12 19:51

glennmiller52 am 6.06.12 19:32

der franz. Sozi hat nur seine billigste wahlparole erfüllt. welcher frazmann/frau hat schon über 41 jahre gearbeitet.

unsere deutschen Sozen sind aber aus anderem holz geschnitzt. sie wollen die reichenschultern mehr stemmen lassen.

aber dann im beiboot mit angie haben sie gegen ihren wahlkampfgetöse der Mwst-erhöhung um 3% begeistert zugestimmt.

werner am 6.06.12 19:43

Anonym am 6.06.12 19:07
Ganze 1 Prozent aller Transferleistungsbezieher führt so ein "freudiges" Leben mit BIER UND GESANG ......

1 Prozent sagt die offizielle Statistik aus, ich bin mir auch sicher das es mehr sind.

Zurück zum Thema: Die Franzosen werden nach Spanien und Portugal die nächsten sein, die finanzielle Probleme bekommen werden. So schön und toll Wahlversprechungen sind, da ist mir eine einigermaßen solide Finanzpolitik lieber, so wie Merkel es für Europa vorgeschlagen hat. Die nachfolgenden Generationen sollen auch noch Leben können. Was hollande in Frankreich im Bezug auf das Renteneintrittalter macht ist unverantwortlich und setzt falsche zeichen für Europa. Natürlich findet es niemand hier in Deutschland witzig, bis 67 zu arbeiten, aber die meisten starten doch heute nicht mehr mit 16 Jahren ins Berufsleben, sondern meistens 2 oder 3 Jahre später, ich habe mit 16 Jahren meine Lehre im Bergbau angefangen und müsste eigentlich mit 67 Jahren in Rente gehen, wenn ich keine 45 Berufsjahre zusammen kriege, im Augenblick stehe ich bei 29 Berufsjahren und hoffe das ich nicht so schnell arbeitslos werde.
Gruß HPS 64.

HPS 64 am 6.06.12 19:43

Bravo Präsident Hollande!
Was ist daran zu kritisieren, wenn endlich mal ein europäischer Politiker nicht nur dem Kapital dient, sondern auch die Interessen des kleinen Mannes berücksichtigt.
Dem deutschen Michel empfehle ich mal darüber nachzudenken, wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen!

glennmiller52 am 6.06.12 19:32

fragen sie doch mal bei der deutschen rentenversicherung berlin nach wieviel geld für unnötig lange fortbildungen verbrand wird.
lohnt sich wirklich!

fort-gebildet am 6.06.12 19:29

Ich wünsche hier nicht mit Hartzlern zu diskutieren, sondern zum Thema. Die Unterschichten scheinen allerdings aufgrund ihrer Tagesfreizeit gehäuft aufzutreten und fühlen sich sogleich angegriffen.

Gerechtigkeit also erstmal im eigenen Land?
Dann bitte eine neue Überschrift.

Wienhold am 6.06.12 19:19

Irgenwann werden wir mit 70 in Rente gehen und unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hartz IV oder Arbeitslosengeld kassieren. Aber wir holen lieber ausländische Fachkräfte in unser Land, anstatt auszubilden und anschließend auch dementsprechend zu bezahlen. Bei 40.000 Euro Mindestlohn würde ein deutscher Arzt ja wohl kaum in Deutschland bleiben. Der möchte ja gerne BMW fahren und nicht Dacia. Also lasst die Franzosen doch mit 60 in Rente gehen. Vielleicht hat die Jugend etwas davon?

Altkölsch am 6.06.12 19:16

AKS/WDR=NRW
So brauchen wir uns nicht über die Franzosen ärgern.
Es reicht, in NRW zu bleiben.
Ich stelle nur mal eines in den Raum: Warum muß unsereins bis 67 arbeiten, ein Landtagsabgeordneter aber hat schon mit 60 Rentenanspruch?
Mir würd schon reichen, wenn jeder hier gleich lang abeiten müsste.
Und ich bin mir sicher, 47 Beitragsjahre müssten auch hier locker reichen.

Gruß

Rot ist die Farbe der Hoffnung am 6.06.12 19:13

Die Griechen haben ausgedient, nun muß sich die Presse an Italien und Franzis halten.

Von der Cosa Nostra aus Italien höre ich gerade, daß diese 230 Milliarden Umsatz im Jahr 2011 hatten. Wie kommt das bloß??

Daran darf man sich ein Beispiel nehmen. Irgendwas machen die richtig. Mal Merkel fragen.

Wienhold am 6.06.12 19:11

Rote Karte für Merkel & Co aus Paris

Was sagte man zum EU-Wachstumspakt in der Regierung noch gestern!
An erster Stelle die Anhebung des Rentenalters in der Eurozone.
Was bedeutet diese Entscheidung in Frankreich für den Fiskalpakt?
Dieser sollte doch ein gemeinsames Vorgehen in der EU festschreiben.
Ich gebe den Franzosen recht, denn sie entscheiden schließlich für ihr Land und lassen sich von außen nichts vorschreiben. Schon gar nicht lassen sie sich ihre Souveränität von außen nehmen.
Auch nicht zum Wohle der anderen Mitgliedsstaaten in Europa.
Bin gespannt was den Franzosen noch so Gutes für ihre Bevölkerung einfällt!

Bitte weiter so! Endlich mal gute Nachrichten aus einem Mitgliedsland der Eurozone.

JAN am 6.06.12 19:10

Hallo Frau Wieseler, was spricht dagegen, Rente zu beziehen, wenn man ein langes Arbeitsleben hinter sich hat? Ich selbst habe meine Ausbildung im Alter von 14 Jahren begonnen und hätte mit 60 bereits 46 Arbeitsjahre hinter mir.
Wird wohl nix. Ich werde wohl auf 51 Arbeitsjahre kommen. Halten Sie das für gerecht?
Herzliche Grüße aus Köln
H.-Peter Küppers

Peter Küppers am 6.06.12 19:09

"Es soll in Deutschland Menschen geben, die noch nie gearbeitet haben, sich mittags die erste Flasche Bier aufmachen und lustige Lieder singen."

Und SIE spielen mal wieder auf Hartz 4er oder andere Randgruppen an , so schnell mal nebenbei....

Da redet man sich ja den Mund fusselig, bzw. schreibt sich die Finger wund, gegen diese "Weisheiten", Sehr schnell kann JEDER selbst in solche Lage kommen. und ist froh um jede Hilfe.
Ganze 1 Prozent aller Transferleistungsbezieher führt so ein "freudiges" Leben mit BIER UND GESANG ......

Und von diesen sind viele depressiv , krank, haben sich selbst ob all der Fehlschläge aufgegeben....

Und darüber noch den Stab brechen zu wollen, für den Blick nach oben zu den Verantwortlichen reichts nicht.Da kann man doch leichter über arme "Penne" lästern. DAS ist auf jeden Fall gefahrloser....

Anonym am 6.06.12 19:07

Was sollen denn solche völkerverhetzende Beiträge? Früher konnte jedes Land seine eigene Politik machen, heute durch die Zwangwährung in der Zwangsunion werden alle aufeinander gehetzt. Warum sich denn nicht an Frankreich orientieren? Die Schulden sind ohnehin nicht zurück zu zahlen, aber so hätte auch mal der Durchschnittsbürger einen Vorteil, wo ja das Geld in Millardenhöhe an die Banken geht, und kein Hahn kräht danach. Also bitte, hören Sie auf, die Völker gegeneinander auszuspielen. Das ist Ihrem Sender unwürdig!

Anonym am 6.06.12 19:04

Irgendwann wird auch der Dümmste kapiert haben, dass das Geld für soziale Absicherung, Renten und Gesundheitsvorsorge wohl doch nicht erwirtschaftet werden muss, sondern durch demokratische Wahlen sozusagen "herbeigewünscht" werden kann.

Die Regierung, die diese Wohltaten versprochen hat, ist dann natürlich auch verpflichtet zu "liefern". Wenn sie dann gerade das erforderliche Geld nicht hat, leiht sie es sich eben. Kann es sein, dass die europäischen Schulden so entstanden sind?

Die jetztigen Politiker haben keineswegs eingesehen, dass sie sich zuviel geliehen haben. Sie haben lediglich eingesehen, dass ihnen keiner mehr was leihen will.... Das ist der einzige Grund weniger Schulden machen zu wollen.

allerbesteste Grüße

Gernfried2000 am 6.06.12 19:01

Juristischer Rat!

Da hilft nur eines. wie es die Russen schon gemacht haben:

1. Deutsche Kartoffel auf dem Acker gefunden. Sich erinnert, irgendwann war die Uroma mal Deutsche.

2. Nach Deutschland ziehen und Rente kassieren, ohne jemals eingezahlt zu haben.

Ganz einfach.

Also:

1. Ahnentafel nachschauen.

2. Uropa ist Franzose.

3. Nach Frankreich ziehen, Franzose werden.

4. Rentenjahre in Deutschland anrechnen lassen.

5. Mit 60 dort in Rente gehen.

Es gibt allerdings ein paar Haken:

A) Der Euro wird noch in diesem Jahr sein Handtuch werfen

B) Ist dann auch in Frankreich nichts mehr wert

C) Die Franzosen sind auch nicht mehr so humorvoll wie früher.

Schönen Feiertag (den die Franzosen nicht haben) wünsche ich den Jammerdeutschen. Wenigstens etwas!

Ps. In China ist noch alles billig. Am besten umziehen, Rentenansprüche werden später überwiesen. Wenig zwar, aber dort sicher noch irgendwas wert.

Wienhold am 6.06.12 18:53

@usual suspect anita am 6.06.12 18:39

Man kann aber daraus auch die richtigen Schlüsse ziehen, nämlich dass unser Rentensystem genauso wie unser Arbeitsmarkt durch CDU/CSU-FDP-SPD-Grüne vorsätzlich und nachhaltig ruiniert und zerstört wurden und die Menschen deshalb eine lausig niedrige Rente bekommen.

Dazu kommen noch Unterschiede zu Frankreich, über die man hier aus political correctness nicht sprechen will und nicht spricht: Die Belastung unserer Sozialsysteme und des Rentensystem durch falsche Einwanderungspolitik sowie die gezielte millionenfache Einwanderung deutschstämmiger Russen und die Eingemeindung der DDR.

Ano-Nym1984 am 6.06.12 18:52

Liebe Frau Wieseler,

um einen Bogen zu schlagen zum Betreuungsgeld, wenn man ein Betreuungsgeld (oder Anerkennungsgeld für Erziehung) seit den 60ern den Frauen gezahlt hätte, die ja meist zu Hause blieben und ihre Kinder erzogen (das funktionierte damals noch) von 100 oder 150 DM, dann hätten auch diese Frauen die Möglichkeit gehabt, erstens Anerkennung für ihre Arbeit zu finden und
zweitens eigene Rentenanwartschaften aufzubauen.

Da sollten alle vielleicht auch einmal drüber nachdenken.

Ich lass mich gern korrigieren, aber ich glaube, in den 80ern, als viele Frauen ihre seinerzeit bei Heirat ausgezahlten Renten nachzahlen konnten, lagen die Beträge irgendwo um ca. 50 DM/Monat. Ich lass mich da gerne korrigieren.

Gruß

usual suspect anita am 6.06.12 18:48

soweit ich gerhört habe, bezieht sich diese Regelung auf Menschen, die dann 41 Jahre gearbeitet haben. Deutschland sollte auch dahin kommen, dass die Lebensarbeitszeit maßgeblich dafür ist, wann jemand aus dem Berufsleben ausscheiden kann.
Wer erst mit 30 anfängt zu arbeiten, sollte später Rentenanspruch haben als Menschen, die mit 16 schon arbeiten und Beiträge zahlen.

Agrar Ingenieurin am 6.06.12 18:42

@Ano-Nym1984 am 6.06.12 18:19

"Die neue sozialistische Regierung in Frankreich hat am Mittwoch für Teile der Bevölkerung eine frühere Rente mit 60 Jahren beschlossen. Profitieren sollen etwa 110.000 Personen, die mindestens 41 Jahre lang eingezahlt haben. Laut Sozialministerin Marisol Touraine sollen dabei auch Auszeiten für eine Mutterschaft oder Arbeitslosigkeit angerechnet werden.

Das frühere Rentenalter gehörte zu den wichtigsten Wahlversprechen von Frankreichs sozialistischem Staatspräsidenten François Hollande. Es soll per Dekret erlassen werden und im November in Kraft treten. Hollandes Vorgänger, der Konservative Nicolas Sarkozy, hatte das generelle Renteneintrittsalter erst auf 62 Jahre erhöht.

Künftig soll nun schon ein versteuertes Jahresgehalt von insgesamt etwa 7.000 Euro ausreichen, um als volles Beitragsjahr angerechnet zu werden. Die Reform soll rund 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2013 kosten, bis 2017 jährlich ansteigen und dann drei Milliarden Euro kosten. Für die Finanzierung soll der steuerliche Rentenbeitrag um 0,2 Prozent ansteigen. Auch die privaten Verbände, die die Rente für leitende Angestellte mittragen, werden ihre Beiträge voraussichtlich erhöhen.

Frankreich ist damit das derzeit einzige Land in Europa, in dem das Renteneintrittsalter verringert wird. Dabei haben die Franzosen sogar eine deutlich höhere Rente als die Deutschen: Sie liegt bei durchschnittlich 1.400 Euro im Monat. In Deutschland beziehen gesetzlich Versicherte je nach Berechnung durchschnittlich nur etwa 1.000 Euro."
Quelle: Frankfurter Rundschau

Soviel zu den Fakten. So falsch liegt Frau Wieseler mit ihrer Kritik also nicht. Wie die Anrechnungszeiten in Frankreich für Ausfallzeiten aussehen, weiß ich allerdings nicht.

Gruß

usual suspect anita am 6.06.12 18:39

Also wieder EU, Ungerechtigkeit, Schrecklichkeit. Sieht man in andere Länder, wo es gar keine Rente gibt? Wo die Leute die Körner aus dem Sand graben? Lieber nicht.

Es soll in Deutschland Menschen geben, die noch nie gearbeitet haben, sich mittags die erste Flasche Bier aufmachen und lustige Lieder singen.

Es wird nie gerecht sein auf der Welt. Man kann sich damit abfinden oder einen Infarkt bekommen.

Was soll diese unnötige Debatte? Sie führt nicht zur Änderung der Faktenlage. Und was nicht zur Änderung der Faktenlage führt, ist zu unterlassen.

Wienhold am 6.06.12 18:38

Sehr geehrte Frau Wieseler,

Wir braven Deutschen arbeiten bis der Buckel krumm ist und der fröhliche Franzose macht schon mit 60 einen auf savoir vivre. Ja, die Franzosen sind nicht die Griechen oder Spanier, da steht der Rettungsschirm (noch) nicht parat. Trotzdem kann man sich schon darüber ärgern.

So einen Beitrag kann man auch getrost in die Tonne kloppen!!!

Hier wird nicht, wie es die Statuten des WDR und des öffentlichen Rundfunks vorschreiben, sachlich, ausgewogen und unabhängig informiert, sondern Stimmungsmache à la BILD betrieben.

Ano-Nym1984 am 6.06.12 18:19

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