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Lieber Rudi Assauer,
als ich heute von Ihrer Erkrankung gelesen habe, hat mich das tief berührt. Auch in meiner Familie haben wir uns um einen dementen Menschen gekümmert. Ich weiß, was das für die Angehörigen bedeutet. Aber ich weiß vor allem, was das für die Patienten heißt. Ein Kampf gegen das Vergessen. Es tut mir leid, dass Sie mit dieser Diagnose leben müssen.
Dass Sie den Schritt an die Öffentlichkeit gewagt haben, dafür haben Sie meinen vollen Respekt. Ich glaube, Sie helfen damit ein Stückchen, die Krankheit aus der Tabuzone zu holen. Denn das ist wichtig. Damit immer weniger Menschen blöde Alzheimer-Witze machen und sich viel mehr Menschen für die Diagnose interessieren. Denn das Wissen um den Verlauf und die Bedeutung der Krankheit ist immens wichtig.
Ich wünsche Ihnen Kraft.
Herzlich
Thomas Bug
Hallo Blog-Gemeinde,
ich habe mir gerade die Erlaubnis vom Bug geholt und will nur ganz kurz auf ein paar Hinweise reagieren, die mir dann doch keine Ruhe gelassen haben.
Zuerst zu "Der 2,435,911,060. Mensch auf der Erde am 1.02.12 14:11". Der "Tonfall" Ihres Eintrages mag eigen sein, aber den Hinweis auf einen Fehler nehmen wir doch sehr ernst! Die Redaktion hatte das übrigens gestern bereits bemerkt...So wie ich das vorhin verstanden habe, soll es sich bei der höheren Zahl um Demenz-Erkrankungen handeln, und bei der niedrigen nur um die Alzheimer-Fälle.
Zu den Kommentaren, dass wir nur berichten würden, weil es mit Rudi Assauer einen "Promi" getroffen habe, gäbe es sehr viel zu sagen... Ich belasse es mal mit dem Verweis auf unzählige Beiträge in der Aktuellen Stunde, in denen wir immer wieder von, mit und über Menschen berichten, die überhaupt nicht prominent sind, von denen man aber einiges lernen kann: Von ihrer Stärke, ihrem Mut, ihrem Umgang mit schweren Krankheiten oder Schicksalschlägen. Die blinde Ärztin, die auch hier im Blog genannt wurde, ist nur ein Beispiel aus der eben vergangenen Woche. Gerade beim Thema Alzheimer aber ist mir heute noch ein unglaublich ergreifendes Beispiel eingefallen, dass man übrigens auch noch im Netz sehen kann. Im vergangenen Sommer haben wir über einen Mann berichtet, dessen Ehefrau in recht jungen Jahren an Alzheimer erkrankt ist - und der sich absolut wundervoll um sie kümmert. Er schreibt sogar einen Blog im Netz, um anderen Mut zu machen. Hier der Link:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/06/10/aktuelle-stunde-alzheimer.xml
Wer immer noch meint, wir würden nur berichten, weil Assauer prominent ist, dem ist nicht mehr zu helfen.
Allen anderen DANKE für bemerkenswerte Einträge:-)
Sehr Geheerte KL.
Nein nicht alle aber immer die Erste, alle andere werden von eine Blogger Gemeindefreundschaft, die das zeit nehmen nach ihre Meinung über Verschiedene Themen zu Ausser, und es Klappt.
Manche haben Mehr Zeit als Andere, aber es ist immer Interresant die beiträge zu Lessen. Wei alles was Menschen Machen wirt es Manchmal etwas Blöd-aber das Legt sich- Manchmal Fresch, aber das Legt sich. Manchmal Döf da kann mann nicht machen wenn Menschen dabei sind..
Wenn ihr frage Sarkastisch war. Vergesse es Sarcasm is the lowest form of wit.
Noch eine Fräge
Mit Freundlichen Grüßen
JIG
John in Germany am 3.02.12 16:37
Macht eigentlich der Moderator/in die Beiträge in der AKS?
Klaus Lage am 3.02.12 8:40
@Emma
Hier haben einige geschrieben, dass sie selber oder Verwandte/Bekannte .
Wie jeder Beruf auch Promi hat vorteile und nachteile-Jeder Promi Weißt was das Bedeutet.
Ich halte auch nicht von papperazzi, nun wenn die Presse Bereit ist Unsumme für solche Bilder zu Betzahlen ist. Den ist es klar!!!.
Es Herscht eine Geer Für solche Sachen, Von wem Weiß ich nicht, es ist nur so. Es Gehört Zu Berufs Bild Promi.
Ich denke an Deutschland Sucht ein Woice------was eine Palaver un Nichts.
Zuruck zu theme in unser unfeld ist eine fall, sodas wir voll im Bilde Sind.
John in Germany am 2.02.12 15:12
Werte Frau Asli,
ich begrüße ihren Beitrag zu diesem Thema und ich finde es auch richtig, dass sie mehrere Schicksale von Menschen in Ihren Sendungen zeigen. Nur finde ich, dass eine ständige Beweihräucherung dieser schrecklichen Krankheit uns nicht weiterbring.
So zeigen doch immer wieder ihre Berichte, wie Menschen in Ihrem Elend allein gelassen werden und wie schwer sie für ein bisschen Unterstützung kämpfen müssen.
Ich finde, sie sollten den Fokus ihrer Berichterstattung in Zukunft mehr auf die Geschehnisse richten, die im Umfeld dieses Krankheitsbildes passieren. Siehe Forschung, Finanzierung, zwei Klassen Gesellschaft und was in der Zukunft uns noch mit dieser Krankheit alles blüht. Vielleicht wird dadurch das Bewusstsein einiger Verantwortlichen geweckt, sich mehr für ein gerechteres Gesundheitswesen einzusetzen.
Gruß
OTTI
OTTI am 2.02.12 12:49
@ John in Germany am 2.02.12 9:25
>>>Wenn meiner Beiträg die Meinung gibt das ich Der Herr Assauer nicht respektiere, dan müß ich mich Entschuldigen. ...>>>
Hier haben einige geschrieben, dass sie selber oder Verwandte/Bekannte (angeblich) irgendwelche Krankeiten haben und darüber würde nicht berichtet. Das ist aber falsch; es wurde schon über andere Nicht-Promis und ihr Schicksal in der AKS berichtet. Und darauf bezog sich der Text von Frau Sevindim.
Ich sehe es einfach so, dass Herr Assauer lieber von sich offen über seine Krankheit geschrieben hat, bevor Gerüchte verbreitet werden z.B. durch Boulevardblätter. Es muss schlimm sein, wenn man in der Öffentlichkeit steht und liest dann Lügen in der Zeitung über sich. Nicht jeder hat ein dickes Fell, um das locker wegzustecken.
Ich denke da auch an Harald Juhnke, einer der letzten noch richtig großen Entertainer für mich. Damals tauchten auch im Internet Fotos von ihm auf, aufgenommen von irgendwelchen Paparazzi hinter irgendwelchen Büschen. Ich finde solche Bilder abscheulich. Nicht weil ich keinen kranken Harald Juhnke sehen wollte, sondern weil ich es widerlich finde, die Privatsphäre von Menschen zu missachten. Niemand möchte in irgendwelchen unschönen Situationen sein Bild auf der Titelseite eines Boulevardblättchens sehen.
Und Herr Assauer ist wohl eine Persönlichkeit für das Ruhrgebiet. Einerseits wird hier oft genug kritisiert, dass zu wenig aus NRW berichtet wird. Jetzt wird berichtet und das ist auch falsch.
Emma am 2.02.12 10:35
Wenn meiner Beiträg die Meinung gibt das ich Der Herr Assauer nicht respektiere, dan müß ich mich Entschuldigen. Das wollte ich Wahrhäftig nicht. Nur ein paar Promis sind eine Tropfen in der Ozean.
Die berichte Bewegen Menschen, aber nicht Politiker.
Das was Geandert hat in System kommt nicht von Profis, sondern von Vereine-Verbände das Die Ganze seit für Gerechtigkeit Kampfen. Von Beschäftigte die das Ruckengrat Bezitzen sich zu Ausern.
John in Germany am 2.02.12 9:25
Als Tipp für die Redaktion: "Rosen im Winter" von Dana Savic, Erstausstrahlung 2005 bei 3sat, 2008 im WDR. Schonungslose Selbstdoku über die letzten Erfahrungen einer Schwiegertochter (Dana Savic) mit ihrer an Alzheimer erkrankten Schwiegermutter Mia.
Für mich als Jemand, der selbst seine demente Großmutter über viele Jahre gepflegt hatte und die Ängste meiner Mutter vor dem gleichen Schicksal erleben musste, ist dieser Film eine der bewegendsten Dokus, die ich jemals sehen konnte. Ohne Kommentar wird offengelegt, wie *sehr* sich Alzheimer von anderen Krankheiten vor allem für die Angehörigen unterscheidet und welch unmenschliche, psychische Belastungen man aushalten muss.
Das nur als Add-On für Diejenigen, die sich abseits der Betroffenheits-Lawine vielleicht auch dafür interessieren, was nun auf die Tochter von Rudi Assauer zukommt.
Klaus Lohmann am 2.02.12 8:53
Liebe Frau Sevindim,
auch von mir herzlichen Dank für Ihren Kommentar und auch für den Link. In den wenigen Minuten wird ein eindrucksvolles und differenziertes Bild gezeigt, sowohl einer Partnerschaft als auch, wie Demenz verlaufen kann. Schön auch, dass hier "ins Heim..." nicht wie selbstverständlich weitergeht mit "...abgeschoben", denn das ist längst nicht mehr immer so.
PS: Es ist immer wieder schön zu merken, dass wir tatsächlich gelesen werden. :-))
Anke am 1.02.12 18:53
Liebe Asli,
auch ich möchte Danke sagen für Ihren Beitrag.
Ich habe dennoch erst mal geschluckt und mich gefragt. Und bemerkt wie schnell man manchmal mit dem Schreiben ist und wie unbemerkt man sich manchmal anpaßt.
Sie haben recht mit dem was Sie schreiben.
Und ich denke, daß Rudi Assauer mit seinem
Öffentlichmachen seiner Krankheit einen mutigen Schritt gegangen ist. Und daß die vielen Berichte, über Menschen, die ihre Lebenssituation zu bewältigen versuchen, wie Sie es beschreiben, anderen einfach Mut machen und zeigen, daß man auch anders mit etwas umgehen kann als man es, manchmal auch ich, tut.
Danke Ihnen.
Gertrud am 1.02.12 18:01
John in Germany am 1.02.12 14:26*
Die Kranken oder Altenpflege wird ja nicht mehr alla
Florence Nightingale durchgeführt,
sondern ist ein knallhartes Geschäft geworden.
Wer finanzielle Möglichkeiten hat, kann sich zusätzlich
Hilfe holen.
Andere sind auf die Gelder der Pflegestufen angewiesen
und müssen damit auskommen.
Froh bin ich darüber, dass bei der Begutachtung durch den MDK bei Demenz Erkrankten das Pea-Assessment
angewendet wird.
Bis vor nicht allzulanger Zeit bekamen Demenz Erkrankte im fortgeschrittenen Stadium eventuell Pflegestufe I oder II wenn überhaupt.
Durch den Mut des Herrn Assauer an die Öffentlichkeit zu gehen wird hoffentlich noch mehr für Menschen mit
Demenzen getan werden.
petrosilia zwackelfrau am 1.02.12 17:29
auch ich dachte zuerst: wieso wird über die Krankheit des Herrn Assauer berichtet, die Tausende anderer Menschen auch haben. Aber ich weiss, wie schwer es ist, für Menschen mit dieser Erkrankung rund um die Uhr dazusein. Meine Mutter litt auch unter Alzheimer, sie ist mittlerweile verstorben, und es war traurig mit anzusehen, wie sie nur noch in der Vergangenheit lebte und mich, als Tochter, nicht mehr erkannte.Wer immer in Zukunft Herrn Assauer betreuen wird aus der Familie, dem wünsche ich sehr viel Kraft.
Alesig am 1.02.12 17:09
Hallo Frau Sevindim,
herzlichen Dank für Ihren Kommentar!
Gruß,
Picard
Picard42 am 1.02.12 16:37
Hallo Frau Sevindim, Sie schreiben:
"... Ich belasse es mal mit dem Verweis auf unzählige Beiträge in der Aktuellen Stunde, in denen wir immer wieder von, mit und über Menschen berichten, die überhaupt nicht prominent sind, von denen man aber einiges lernen kann: Von ihrer Stärke, ihrem Mut, ihrem Umgang mit schweren Krankheiten oder Schicksalschlägen. ..."
Was wir noch daraus lernen können ist, dass wir eine solidarische Gesellschaft brauchen, zu der alle gehören und niemand ausgegrenzt wird. Dann sind schwere Krankheit und Schicksalsschläge leichter zu tragen. So eine Gesellschaft hat man vor 30ig Jahren begonnen zu zerstören. Das mag es sein, was dem einen oder anderen einfällt, wen mal ein etwas prominenterer Zeitgenosse von Krankheit getroffen wird. Denn mit der Entsolidarisierung schwand und schwindet auch das Mitgefühl.
Nicolas Bourbaki am 1.02.12 16:16
Danke, Frau Sevindim, ich erinnere mich auch noch an den Beitrag.
Gruß
anita 68 am 1.02.12 16:16
Danke für den Link Frau Sevindim. Der Beitrag berührt sehr.
Emma am 1.02.12 16:12
Hi Asli.
Gelesen und Verstanden.
Das ist Richtig AKS berichtet über alle ob reich oder Arm.
ich glaube die Problem ist eine Promi Interessiert Viele, und eine normale interessiert wenig.
Klar ist Programme ohne Promis werden nicht lang dran sein, die Quoten werden zu niedrig. Mach weiter so.
Zu Denken!!!!!. eine Promi Unverheiratet Frau das Eine Kind Bekommt Wir Propagiert-Noch Heute wenn eine Unverheiratete H4 Mädchen eine Kind Bekommt ist die eine Last Für die Allgemeinheit......Promi Bonus Oder was.
Danke Für die Schone Abend Anfang.
John in Germany am 1.02.12 16:09
Der 2,435,911,060. Mensch auf der Erde am 1.02.12 14:11
Stimmt man könnte besser recherchieren,
aber wen das Thema insgesamt auch ohne betroffen zu sein interessiert, kann sich bei der Alzheimer-Gesellschaft und bei einzelnen Stiftungen s. Hamburger Alzheimer Stiftung außerhalb informieren.
Daß die Medienwelt nicht mehr das ist was sie mal war, wissen wir ja nicht erst seit der Affärre um unseren Bundespräsidenten.
Schlimm genug, daß es überhaupt Krankheiten gibt, die man sicher im Griff haben könnte,
wenn der Rahmen der Gesundheit, Gesundheit ist ein ursprüngliches Gut und Krankheit das Gegenteil dessen, wieder in Ordnung wäre oder man diesen zumindest wieder in Ordnung brächte.
In eine Ordnung die Krankheit unmöglich macht und dezimiert.
Aber da hier alles zum Geschäft, zu einer Wirtschaft degradiert ist, die Gewinnen unterworfen ist, nicht dem Menschen, ich schreibe dies bewußt,
bleibt die Frage was können wir erwarten?
Verantwortliches Leben, ein verantwortungsbewußtes und gesundes Leben führen zu können, bedeutet für mich auch, den Rahmen dafür zu haben. Und den haben viele inzwischen hier nicht mehr.
Gertrud am 1.02.12 15:18
Hi Petrossila.
Sie haben die Fakten im Griff, das finde ich gut.
15 Minuten ist ungefähr die zeit das eine Pflegekraft hat eine Mensch das Frühstück zu reichen, Meines Erachtens hat keine die Die zeit angeben Bestimmen, eine mensch das essen Löffel für löffel Gereicht. Allein zu Beobachten das eine genucht trinkt braucht mehr zeit Jeder Mensch Geniest es in eine Schone Bad sich die Seele Bammeln Lassen, das ist nicht für eine im pflege Möglich, rein im Wasser-Wäschen-raus-Trocknen, ab zum Frühstucken. Akkord ist Mord. Und es ist Akkord.
Natürlich in Die Privaten Residenzen ist es Anders.
Die Pflegekraft Schwester Pfleger Krankheit raten im Krankenhäuser und Senioren Hauser ist Stärk Gestiegen. Wenn Gespart wirt gehen erst Dieser Fachkraft bis zum Toleranz Grenze.
Natürlich in Die Privaten Residenzen ist das Anders.
Und die Private Patienten in Krankenhauses sind die letzten die das Spüren......ODER?????:
Die Lezte Stadium von Parkinson und Demenz sind Wahrhaftig keine Schone Zeiten Für Familie und Pflege Kraft. Es muss eine eins zu eins ratio sein oder Das Mensch wirt für seine Eigene Sicherheit Befestigt.
Ich habe nur Bewunderung für die das Ihr Arbeit Leben für Dieser Tätigkeit Geben-inclusive Herz und Seele. Aber ich verachte die das von die Misstande Wissen, die Möglichkeit haben dies zu Andern und Nichts Tuen.
John in Germany am 1.02.12 14:26
Ich weiß nicht mehr, was ich von der AKS halten soll.
Zitat von der Facebook-Seite der AKS:
Schockierende Meldung: Rudi Assauer hat Alzheimer! Mehr als 1,3 Mio Menschen leiden in Deutschland unter der Krankheit. Wir informieren darüber, wie man erste Anzeichen erkennt und was Betroffene und Angehörig tun können
Zitat von der Homepage der AKS:
Rudi Assauer ist einer von rund 800.000 Alzheimer-Kranken in Deutschland. (Bildunterschrift zu einem Assauer-Bild)
500 000 Betroffene Unterschied ist schon gewaltig und das von einer Redaktion recherchiert, da kann man nur sagen, Ihr von der AKS arbeitet wirklich ganz toll.
Der 2,435,911,060. Mensch auf der Erde am 1.02.12 14:11
**Neben den Leistungen im Rahmen einer Pflegestufe können seit dem 1.7.2008 außerdem ein "zusätzlicher Betreuungsbetrag" beantragt werden. Dazu wurde das bisherige Assessment weiter entwickelt.
Schon seit 2006 wird eine Beurteilung zur "eingeschränkten Alltagskompetenz" durch den MDK auf der Grundlage von 13 Punkten durchgeführt. (Das Verfahren dazu wird PEA-Assessment genannt.)
Seit dem 1.7.2008 wird bei der Begutachtung auch der Anspruch auf den zusätzlichen Betreuungsbetrag beurteilt.
In vollstationären Einrichtungen, auch für die Kurzzeitpflege, kann zusätzliches sozialversicherungspflichtig beschäftigtes Betreuungspersonal für Heimbewohner mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf eingesetzt werden. Es soll möglich sein für 25 demenziell erkrankte Heimbewohner eine zusätzliche Betreuungskraft zu re-finanzieren (§ 87 b SGB XI).**
Es hat sich seit 2008 etwas geändert bei Begutachtungen durch den MDK
petrosilia zwackelfrau am 1.02.12 13:02
John in Germany am 1.02.12 12:15
"Das Profit von Lotto Konnte mann Für solche Zwecke Benutzen-Es wirt nicht weniger Lotto Gemacht Deswegen. Weniger Für Kulture und Sport-
Mehr Für Kranken, und Medizinische Forschung, das Das Das Volk Gehört."
Ja, damit haben Sie Recht. Wenigstens zu einem großen Teil könnte dieser Profit hier eingesetzt werden.
Vielleicht wird etwas bewegt in den Köpfen der Verantwortlichen? - Vielleicht wurde bisher einfach nur
in "eine Richtung" gedacht.
Verantwortliche Menschen hoher Positionen sind ja "gesunde" Menschen, ansonsten könnten sie ihre Aufgabe nicht erfüllen.
Vielleicht bringt die Krankheit des Herrn Assauer
ein Umdenken?
Anne B. am 1.02.12 12:49
MeineEine am 1.02.12 12:26
Volle Zustimmung! Es gibt gute Konzepte für Demenzbetroffene, aber wer finanziert die für Otto und Ottilie Durchschnittsmensch?
Anke am 1.02.12 12:32
Herr Assauer ist nicht der erste Prominente, der an Alzheimer erkrankt ist und wird auch nicht der letzte sein. Wie üblich wird kurz öffentlich Betroffenheit bekundet, eine kurze Diskussion über die Krankheit und ihre Folgen findet statt und dann wird wieder dazu geschwiegen und die Menschen mit dieser Diagnose allein gelassen. So Leid es mir für Herrn Asauer tut aber wenigstens muss er keine Pflegemängel befürchten, da seine Pflege finanziert werden kann. Sieht man allerdings in Privathaushalte, wird es einem anders: Pflegende Angehörige, die sich selbst bis zum körperlichen und psychischen Zusammenbruch um ihre Erkrankten kümmern. Misshandlung alter, pflegebedürftiger Menschen kömmt häufiger vor als Kindesmisshandlung und doch wird dieses Thema totgeschwiegen. Die Gründe sind immer wieder seelische und finanzielle Überforderung der pflegenden Angehörigen. Dass in absehbarer Zeit ein günstiges Medikament gegen diese Krankheit gefunden wird, ist nicht zu hoffen. Alzheimer birgt einen großen Markt, also wird man an Medikamenten werkeln, die extrem teuer sind. Und wir sollten doch bitte nicht vergessen, dass Alzheimer nicht die einzige Demenzerkrankung ist, doch sowohl die Forschung als auch die Öffentlichkeit die anderen Formen der Demenz vernachlässigen.
MeineEine am 1.02.12 12:26
Der Herr Assauer macht das richtig er ist leider eine von Die Promis- Die es etwas leichter haben weil die das notwendige Geld haben-so das es nicht fehlt an Bezahlbare Hilfe.
Es ist Geld da für Neue Schule Systemen, für Kitten, usw.
Trotz Pflegeversicherung, ja das bezahlen wir,werden immer Stolpersteine Gezezte Für Otto Normalverbraucher wenn er oder die was haben müß. Eine Vertrag haben wir nicht-Einklagen ist die Devise, was ist wenn eine das geld für eine Rechtsanwalt hatt????.
Bei Profis Nennt man das Outing-Für alle andere Heist das Leiden-Besonderes wenn Mann Ländlich Lebt. Ist mann in Reichweite von eine Größe Klinik hat mann Bessere Chancen.
Für Jede ist Krankheit eine Last-last sich aber besser Verträgen wenn mann Vermögend ist-Sollte aber nicht sein, ich dachte Das Medizinische System Ware eine Solidarität Sache. Eine Für alle alle für eine, Nein, ich dachte Ja?.
Senioren Hause sind voll mit Demenz, und Parkinson Kranke Menschen. Die Beschäftigte Tun was Die Konen, Haben aber oft die Richte Ausbildung nicht, und auch die Zeit nicht.
Das Profit von Lotto Konnte mann Für solche Zwecke Benutzen-Es wirt nicht weniger Lotto Gemacht Deswegen. Weniger Für Kulture und Sport-
Mehr Für Kranken, und Medizinische Forschung, das Das Das Volk Gehört.
Weniger I'm alright Jack, mehr Für einander.
John in Germany am 1.02.12 12:15
Alzheimer Demenz ist eine Krankheit wo die Betroffenen und die angehörigen alleingelassen werden. Unser Kindergartengesundheitsminister nimmt diese Krankheit in den Mund und weiß garnicht wovon er redet, er will den Familien Hilfen zukommen lassen in einem Maße das es ein reiner Hohn ist oder kann jemand von den lesern
mit 290 € einen Erkrankten pflegen???? Die Mecklenburgische Gesundheitsministerin Manuela Schwesig ist eine der wenigen die dieses Thema anpackt und den betroffenen ihres Landes so weit als möglich hilft. Es ist sehr traurig das die Menschen so abgestempelt werden vielleicht ist der Weg von Rudi Assauer der richtige alles an die öffentlichkeit aber wär interessiert sich schon für Maria Schulz die an Demenz erkrankt ist.
hier sollte sich eine Initiative gründen die gegen die ungerechtigkeit vorgeht.
Wolfgang Nieswandt am 1.02.12 11:42
Assauer
Einige fanden ihn ein wenig zu prollig, ein Liebling der Medien war er auf jeden Fall.
Nun steht er auch auf der Liste.
In wie weit das veröffentlichen seiner Krankheit Mut macht wage ich nicht zu beurteilen. Im krassen Gegensatz zu Assauer steht die fatale und radikale Lösung des Sonnyboy Gunther Sachs der sich umbrachte, aus Angst vor dieser Krankheit.
Mut machen,
können uns nur die Vorschritte in der Medizin, die das Leiden verhältnismäßig ertragbar machen. In der Richtung scheiden sich mal wieder die Geister über die Kosten und Kompetenzen, die so wie es scheint, eine zielbringende Forschung schon im Keim erstickt.
OTTI
OTTI am 1.02.12 11:40
**Über meine Krankheit hat auch noch keiner was gesagt.**
Manu am 1.02.12 7:22*
Wenn über unbekannte Kranke mit einer schlimmen Erkrankung berichtet würde,
dass würde nur kurz zur Kenntnis genommen.
Herr Assauer steht ja nur vertretend für alle anderen im Mittelpunkt.
Bei bekannten Kranken rüttelt es die Menschen mehr auf, es wird auch mehr über die Krankheit und deren Folgen nachgedacht.
Ich finde gut, dass Herr Assauer so für sich entschieden hat an die Öffentlichkeit zu gehen solange er es noch kann. Weil eine Demenz wird dem Menschen alles nehmen, was ihn ausmacht.
Er kann mit seinem traurigen Schicksal noch etwas tun für andere Erkrankte und diese schreckliche Erkrankung Alzheimer mal in den Focus zu setzen. Da hilft der Promi-Status.
petrosilia zwackelfrau am 1.02.12 11:22
Es schadet nicht gesünder und bewusster zu leben, im Gegenteil. Aber es schützt nicht, oder nicht immer davor zu erkranken.
Suse am 1.02.12 11:02
Das ist richtig, mehr wollte ich damit auch nicht sagen. Ich wohne in der Nähe eines Krankenhauses, wenn ich da sehe, wie die Leute im Rollstuhl sitzen, Raucherbein amputiert worden ist und dann vor dem Eingangsbereich rauchen, obwohl dort Rauchverbot besteht. Da setzt es bei mir aus, für diese Idioten muss die Allgemeinheit mit bezahlen.
Anonym am 1.02.12 11:13
Man kann heute in der Tat viel tun um die Wahrscheinlichkeit zu erkranken zu verringern. Meine Oma ist allerdings ein Beispiel dafür, dass das nicht immer funktioniert. Sie hat in ihrem Leben nie geraucht und so gut wie keinen Alkohol getrunken. Da sie kein Auto zur Verfügung hatte ist sie immer viel gelaufen und hatte zusätzlich durch ihren Schrebergarten viel Bewegung an der frischen Luft. Einzig die Ernährung war früher nicht optimal. Ein Stich Butter hier dran, etwas Schmalz da dran....wie das bei Ommas eben gemacht wurde. Die letzten 10 Jahre vor ihrer Erkrankung hat sie allerdings sehr darauf achten müssen. Aufgrund von Problemen mit der Galle und Herzproblemen hat sie auf fettarme Ernährung umstellen müssen.
Es schadet nicht gesünder und bewusster zu leben, im Gegenteil. Aber es schützt nicht, oder nicht immer davor zu erkranken.
Suse am 1.02.12 11:02
Sport macht auch krank, angefangen von Knochenbrüchen, Sehnenzerrungen, Hitzschlag, Genickbruch (beim Reiten), volles Risiko bei Autorennen, Motoradrennen, Hockey (viele ohne Zähne), Bergsteigen, Wassersport u.s.w..
Anonym am 1.02.12 10:55
Ob Promi oder Ottonormalmensch, niemand hat die Krankheit verdient (wie eigentlich keine). Man kann nur hoffen, dass die Forschun in vielen Gebiten rasch fortschreitet.
Suse am 1.02.12 8:53
Viele Krankheiten sind hausgemacht und jeder ist selbst dafür verantwortlich. Rauchen, saufen, tierische Fette, keine Bewegung, in Raucherkneipen ohne Sauerstoff verweilen, mit dem Auto rasen, bei rot über die Ampel gehen, sich im Milieu rum treiben, hat man schnell einen Gruß aus Solingen im Rücken, ist alles gefährlich. Ich behaupte mal 50% sind selber schuld wenn sie krank werden.
Anonym am 1.02.12 10:44
Trollalarm!
Anonym am 1.02.12 10:31
Anonym am 1.02.12 10:35
Gegen Alzheimer kann man allerdings wenig vorsorgen.
Emma am 31.01.12 22:43
Ein gesunder Lebensstil macht schon sehr viel aus. Nicht rauchen, saufen, wenig Fleisch essen und viel an der frischen Luft bewegen, dass sind schon mal gute Voraussetztungen um nicht an Altersheimer zu erkranken.
Anonym am 1.02.12 10:35
Da hat der Herr Assauer gute Berater!
Sie nutzen seine Krankheit aus, um das Buch in die Bestseller-Liste zu katapultieren!
Es ist aber sehr traurig, dass Herr Assauer daran erkrankt ist!
Man kann nur hoffen, dass diejenigen, die ihn damals einen Arschtritt verpasst haben, sich besinnen und ihm Hilfe zukommen lassen!
Er ist Schalke!
Schalke hat mit ihm ein Gesicht gehabt!
Heute ist es nur noch ein kapitalorientiertes Unternehmen!!!
EX-Eetriebsrat am 1.02.12 10:34
Suse am 1.02.12 9:48
Wenn Angst, Unsicherheit und Unwissenheit sich zusammentun, benehmen sich manche Menschen derartig kränkend wie das von Ihnen beschriebene Paar.
In unserer Gegend würden das junge Leute vielleicht nicht so laut rausposaunen. Immerhin bewegen sich hier Menschen mit Behinderung häufiger in der Stadt. Verunsicherte und schräge Blicke, tuscheln, wegrücken etc. kommen aber auch vor. Es gibt noch viel zu tun.
Anke am 1.02.12 10:31
Trollalarm!
Anonym am 1.02.12 10:31
ansonsten, solltest du das lesen, halt die ohren steif.
gruss vom BVB und mir
Werner
werner am 31.01.12 19:07
Steife Ohren nützen dem auch nichts mehr;-)
Anonym am 1.02.12 10:28
Meckerpott am 1.02.12 6:32
Vielleicht geben Sie dies als Anregung an die AKS weiter? - Die AKS wird sich sicherlich mit dem Thema Alzheimer weiter beschäftigen und damit auch Informationen über gute Pflegemöglichkeiten bringen.
Da Sie als ein Angehöriger selbst betroffen sind, mögen Sie die Berichterstattung mit Ihren Augen sehen.
Ich dagegen habe mir gerade den Bericht nochmal angesehen:
Er sagt meiner Meinung nach nichts in Richtung:
"Ach, der Arme!", sondern er dokumentiert dieses Schicksal und auch einen Teil der Verzweiflung des Herrn Assauer. Doch bitte nicht übersehen:
Dies ist von Herrn Assauer wohl so gewollt, damit die Menschen ihn mit dieser Krankheit WAHRNEHMEN.
Es gibt ja auch nun sein Buch dazu: SEINE Worte aus diesem Buch wurden zitiert, keine Moderatoren-Worte.
Ich denke, uns allen möchte er die Augen öffnen,
damit wir diese ganze Tragik begreifen lernen, damit wir vor allem auch geduldiger im Umgang mit Menschen werden, die unter einer Demenz leiden.
Wir sind schnell bereit, abzuwinken, "denn er begreift das ja nicht mehr".
Hier muss ein jeder für sich etwas ändern.
Anne B. am 1.02.12 10:26
@ Suse am 1.02.12 9:48
Das, was Sie das beschreiben, ist das traurige Ergebnis dessen, was ich mit Tabu bezeichne.
Ich habe schon vor 1994 von den komplexen Krankheitsbild gewußt. ( Berufsbedingt. )
Von vielen großen Leuten der Weltgeschichte erfuhr man erst nach dem späteren Ableben, warum lange
nichts neues von ihnen sah oder hörte dann die Diagnose, so man vieles dann verstand und alles nachzuvollziehen war.
Ich wünschen Ihnen bei der Begleitung Ihrer Oma in dieser schweren Zeit, viel Kraft und noch mehr Wirbelsäule, wenn Sie verstehen, was ich damit sagen will. Es können Zeiten kommen wo sie sich wünschen in diesem Augenblick an einen anderen Ort zu sein.
Aber es gibt ja im Leben nur zwei Omas und die hatten man meistens lieber wie die Eltern. Jetzt kann man die Liebe doppelt zurückgeben.
Sennekind am 1.02.12 10:15
Sennekind,
leider ist diese Krankheit wohl noch nicht bekannt genug.
Als meine Oma vor einiger Zeit zum Augenarzt musste saßen wir eine Weile im Wartezimmer. Mit uns saß da u.A. eine juge Frau mit ihrem Freund. Beide waren so ca. 25-27 Jahre alt. Meine Oma verhielt sich nun aufgrund der Krankheit etwas auffällig. Sie war desorientiert und sprach durcheinander. Kommentar der beiden jungen Herrschaften war dann: die Olle hat se nich mehr alle, die tickt nicht ganz sauber. Die muss man einsperren. Ausgelacht haben sie meine Oma.
Da Oma nicht taub ist hat sie das natütlich mitbekommen. Verstehen konnte sie das natürlich nicht, aber aufgewühlt hat es sie.
Das war nicht die einzige Erfahrung in dieser Richtung. Offensichtlich gehen noch zu wenig Menschen offen mit der Krankheit um, vielleicht weil sich der Betroffene oder die Angehörigen schämen.
Dazu besteht kein Grund.
Es ist wichtig, dass man offen damit umgeht. Es kann jeden treffen, schneller als man gucken kann!Keiner ist gefeit, ob Manager, Politiker oder Lieschen Müller von nebenan. Im Heim ist neulich ein Prof.Dr. gestorben. Er litt ebenfalls an Alzheimer und starb an Lungenaentzündung.Dieser Mann hatte mal ein so breites Wissen. Am Schluss war er wie ein Baby....Traurig aber wahr.
Suse am 1.02.12 9:48
Suse,
Danke für den Beitrag.
Gertrud am 1.02.12 9:47
+ Jahren
anita 68 am 1.02.12 9:42
@Stoer-de-Baecker am 1.02.12 6:41
Tut mir leid, beide, Schwager und Schwägerin sind seit mehr als 20 tot.
Gruß
anita 68 am 1.02.12 9:30
Guten Morgen in Runde.
Die Alzheimer Krankheit ist schon lange bekannt, wurde aber immer wieder mit Tabus belegt. Man konnte sich ja mit so einer Krankheit nicht solidarisieren. Die Angehörigen sprachen früher nicht über die nichtaussprechbare Krankheit.
Für mich hat den grössten Schub, weltweit die Krankheit zu akzeptieren, Ronald Reagan im Jahre 1994 ausgelöst.
Ein weltweit anerkannter Mensch schreibt an seine Nation und bekennt sich zu seinem Leiden.
Er geht jetzt den Weg in die Dunkelheit.
Ich habe, weiss leider nicht mehr wo damals einen Film über Reagan gesehen wo dieser Leidensbeginn von seiem ehemaligen Leibwächter beschrieben wird.
Ein schlimme Krankheit, die einen selbst körperlich nicht schmerzt, gleichzeitig aber nicht nur die Angehörigen leiden lässt, sondern auch wo die Umgebung grossen Anteil nimmt.
Sennekind am 1.02.12 9:30
Ich schick noch ein paar Buchstaben nach.... bin wohl noch nicht richtig wach ;-)
Das Herr Assauer an die Öffentlichkeit geht finde ich gut. Irgendwann wäre es wohl doch heraus gekommen und dann wird es für ihn als betroffenen schwerer. Jetzt ist er noch in der Verfassung selber Stellung zu nehmen.
Je mehr Menschen offen über ihre Krankheit reden desto besser. Ausserdem muss sich niemand verstecken.
Herr Bug,
manchmal haben Sie ja wie man hier im Pott so sagt eine kollerige Brotluke. Ich muss aber sagen, das gefällt mir....meistens. Dieses Mal haben Sie allerdings den richtigen Ton getroffen. Als Angehörige einer Demenzerkrankten bedanke ich mich, dass auch für solche Themen hier Platz ist. Auch wenn einige das nicht für ein geeignetes Blogthema halten. Bisher geht es hier ja Gott sei Dank ruhig und ohne Trollerei zu. Ich hoffe das bleibt auch so.
Grüße aus Bochum
Suse am 1.02.12 9:07
Guten Morgen!
@ Stoer-de-Baecker
Alzheimer ist NICHT vererbbar!
Jedenfalls gibt es dafür bis heute keine Anhaltspunkte.
Ich bin da m Thema. Meine Großmutter ist erkrankt. Meine Mutter und ich haben uns nach bekannt werden der Krankheit beim Neurologen beraten lassen.
Zum Thema:
Meinene Großmutter- mittlerweile fast 91 Jahre alt- ist seit ca. 7 Jahren an Demenz erkrankt. Alzheimer ist eine Form von Demenz. Man nimmt an dass meine Oma diese Krankheit hat. Genauere Untersuchungen haben wir ihr erspart, da sie zu dieser Zeit auch noche mehrere kleine Schlaganfälle erlitt. Sie ist medikamentös behandelt worden. So konnte das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden. Ein gutes halbes Jahr haben wir sie noch zuhause gepflegt. Dann musste sie in ein Heim. Nicht nur die körperliche Einschränkung durch die Schlaganfälle waren ein Grund. Sie war recht schnell so durcheinander, dass sie Herdplatten aufgedreht hat und ausserdem dauernd hinfiel weil sie ja vergessen hat, dass sie sitzen bleiben soll. Auch eine Funkklingel um uns zu rufen hat sie nicht genutzt. Wir haben das damals weder körperlich noch psychisch weiter durchgehalten. Sie kam dann nachdem die erst abgelehnte Pflegestufe im Krankenhaus durchgedrückt wurde in ein Heim bei uns in der Nähe. Das Haus ist spezialisiert auf Pflege Demenzkranker. Sie ist dort wirklich super betreut. Nach einiger Zeit lief sie sogar wieder einige Schritte am Rollator. Inzwischen vergisst Oma alles ziemlich schnell und selbst die Vergangenheit ist nicht wirklich ein Thema. Sie freut sich uns zu sehen und erkennt uns auch, meistens zumindest. Wir fahren sie im Rollstuhl spazieren und trinken Kaffee. Am Anfang hat sie mit sich und der Krankheit gehadert. Inzwischen weiss sie wohl nicht mehr was sie hat. Wenn man fragt sagt sie es ginge ihr gut. Sie hat keine Schmerzen, schläft gut und bekommt sehr leckeres Essen. Zusätzlich gibts hochkalorische Getränke, weil sie nicht mehr soviel isst.Sie ist super gepflegt, sauber und ordentlich.
Derzeit hat sie wohl Magen-Darm. Auch da geht das Personal klasse mit um. Sie wird liebevoll versorgt und das Bettt wenn nötig dreimal oder mehr frisch gemacht.
Wir hoffen inständig dass die Krankheit langsam voran schreitet. Organisch ist sie gesund und an Azheimer selber stirbt man nicht, sondern irgendwann an einer Infektion oder Lungenentzündung. Sollte die Krankheit schnell fortschreiten droht ihr, wie einer ehemaligen Nachbarin eine lange Zeit bettlägerig und ohne Orientierug und jegliche Reaktion.
Als Angehörige braucht man viel Kraft. Jeder Besuch ist eine Überraschung, weil man nie weiss wie es ihr geht oder ob es vielleicht einen neuen Schub gab. Für mich war es schlimm zu sehen, dass ein Mensch der immer agil und stark war immer mehr verfällt. Das Bild,dass ich immer hatte hat nun nicht mehr viel damit gemein. Aber sie ist und bleibt meine Oma und ich werde sie begleiten so gut ich kann.
Seit dem ich selber mit der Krankheit in Kontakt bin, kann ich dumme Sprüche oder Witze darüber nicht ertragen. Jeder der darüber Witze macht sollte mal in ein Heim gehen und schauen was es für ein Kreuz ist damit zu leben.
Ob Promi oder Ottonormalmensch, niemand hat die Krankheit verdient (wie eigentlich keine). Man kann nur hoffen, dass die Forschun in vielen Gebiten rasch fortschreitet.
Suse am 1.02.12 8:53
Herr Assauer ist nun einmal eine bekannte Persönlichkeit
So ist das nun einmal, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Und bevor getuschelt wird, ist es angebrachter, sich zu outen - wie es Herr Assauer gemacht hat.
Emma am 1.02.12 7:40
Das Outen des Herrn Assauer ist nicht nur mutig, aber eine Privatsache von ihm;
aber der Blog von Herrn Bug ist nicht unbedingt nötig. Wir kennen doch den Blog der aks und wissen, das sich hier immer welche am Thema vorbei unterhalten. Es ist halt "Geschmacksache".
oldiegerd am 1.02.12 8:39
Über meine Krankheit hat auch noch keiner was gesagt.
Manu am 1.02.12 7:22
Es scheint manchen Menschen schlichtweg unmöglich
einmal den Blick von der eigenen Person auf Mitmenschen zu richten.
Henriette am 1.02.12 8:30
Ich frage mich, ob die Themen für die Blogs im Team besprochen werden ...
Schadefreude ist mit gänzlich fremd.
Nicht richtig finde ich, dass trotzdem bekannt ist, dass einige Familienmitglieder in direkter Linie vor ihm auch daran erkrankt sind, weiterhin direkt Nachkommen gezeugt werden. Hätten die armen reichen Nassauers nicht auch einmal adoptieren können?
Herr Bug, das kleine + von gestern ist wieder weg.
Stoer-de-Baecker am 1.02.12 8:11
@ Manu am 1.02.12 7:22
>>>Über meine Krankheit hat auch noch keiner was gesagt.>>>
Dann teilen Sie das dem WDR mit, vielleicht kommen Sie dann auch ins Fernsehen. Oder teilen Sie es uns mit und wir bedauern Sie. RTL hat aber auch evtl Interesse an Ihnen. Das Gleiche gilt für die anderen Miesepeters bzw Miesegerds.
Der WDR berichtet auch über 'Normalis'; kürzlich sollte der Bericht einer Frau kommen, die durch eine Krankheit erblindet ist. Da ich die AKS unregelmäßig gucke kann ich nicht beurteilen, ob er letztendlich gesendet wurde. Zumindest einmal wurde er verschoben.
Herr Assauer ist nun einmal eine bekannte Persönlichkeit (auch wenn ich mit Schalke nichts am Hut hab, die Bierreklame hat mir gefallen weilwegen typisch Mann ;-) ). Und genug interessieren sich für ihn. Sie haben ja vermutlich auch jemanden, den Sie gerne sehen oder hören im Fernsehen.
So ist das nun einmal, wenn man in der Öffentlichkeit steht. Und bevor getuschelt wird, ist es angebrachter, sich zu outen - wie es Herr Assauer gemacht hat.
Emma am 1.02.12 7:40
Guten Morgen,
auch mir tut es leid, daß dieser Mann, dieser Mensch von dieser Erkrankung betroffen ist.
Ein Bild von einem Mann. Es macht betroffen zu lesen, daß er krank ist wie es ihm geht, und über das persönliche Schicksal, zu lesen. Wie es leider viele Menschen trifft, wenn sie solches ereilt.
Thomas Bug, es ist schön Sie auch einmal anders zu lesen.
Auch die Worte hier im Blog zu lesen tut einmal gut, wenn auch nur angesichts dieses Themas.
Man kann den Menschen nur das Beste wünschen und für sie hoffen. Für alle, daß etwas gegen die Krankheit des Vergessens gefunden und getan wird.
Innehalten sollten wir ab und an, nicht nur in solchen Momenten, und dann wenn uns jemand besonders berührt und das Schicksal eines einzelnen Menschen mehr betroffen macht als das anderer.
Ich hoffe die Witze über diese Erkrankung finden ein Ende, denn sie sind unangemessen und unangebracht. Und fehl am Platz.
Eines möchte ich noch anmerken, Rudi Assauer,
sagte, er habe Angst vor der Erkrankung gehabt.
Die Familie sei betroffen. Es ist kein Muß eine solche Krankheit zu bekommen, weil sie in der Familie liegt? Und man sollte sich nicht fürchten, denn Furcht beschleunigt oft das, was man nicht möchte.
Und erfahrungsgemäß kommen bei solcher Öffentlichlichkeit dann Themen um diese Erkrankung.
Ich hoffe, daß rund um dieses Thema eine sachliche Aufklärung erfolgt und erfolgen wird, wenn man nun über dieses Ereignis berichtet.
Es ist eigentlich traurig, daß man immer erst wach- und aufgerüttelt wird, wenn es einen Menschen betrifft, den mag mag oder einen prominenten Menschen.
Den Mut an die Öffentlichkeit zu gehen, den dieser Mann hat, er ist wirklich bewundernswert in vielerlei Richtung. Und vielleicht kann er damit helfen und bewirken, den BLick in eine andere Richtung zu wenden. Mehr Verständnis für die Mitmenschen zu haben, insgesamt, nicht erst dann wenn er erkrankt ist.
Gertrud am 1.02.12 7:31
Promi Werbung?
Nur weils der Herr Rudi Assauer ist wird darüber Berichtet.
Und was ist mit den anderen 1000sende die diese Krankheit haben, über diese Menschen wird nichts gesagt.
Über meine Krankheit hat auch noch keiner was gesagt.
Manu am 1.02.12 7:22
Hallo Herr Bug,
Zitat:
...Alzheimer...
Dank der Werbung diverser bunter Magazine wie Brisant, Hallo Deutschland, Leute Heute, Gala, Bunte, Bild und jetzt endlich auch der AKS für das Buch eines Z-Promis wird sich das Buch dieses an Alzheimer erkrankten ja jetzt hoffentlich sehr gut verkaufen.
Ich werde es trotz dieser massiven Werbung nicht kaufen.
Übrigens in meinem Verwandten- bzw. Bekanntenkreis leiden Lieschen Müller und Fritzchen Meyer auch unter Alzheimer. Das ist für mich wichtig, interessant und berührt mich.
Wenn die Redaktion darüber mal berichten möchte, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen.
Gerd am 1.02.12 7:05
Guten Morgen.
@ anita 68 am 31.01.12 (Mittags)
Das tut mir sehr Leid.
Gibt es eine Möglichkeit, das Aktenzeichen zu erfahren?
Stoer-de-Baecker am 1.02.12 6:41
>>>Die leisen unbekannten Alzheimer Kranken erhalten keine Aufmerksamkeit, dies ist halt nicht so möglich.
Anne B. am 31.01.12 22:46
Doch sicher, es wäre ohne weiteres möglich. Gab es nicht letztens einen langen (und ziemlich nichtssagenden) Beitrag über Vitamintabletten? Statt dessen oder statt eines anderen mäßig interessanten Themas hätte man genausogut einen Beitrag über ein Behandlungszentrum für Alzheimer machen können, wie das wo Herr Assauer offenbar hingeht.
>>>Wenn ein Prominenter hingegen den Mut hat, an die Öffentlichkeit zu gehen mit seiner Krankheit, beginnt man, darüber nachzudenken.
Da haben Sie völlig recht, und ich wollte auch nicht Herrn Assauer kritisieren, sondern die Berichterstattung der AKS, die für mein Empfinden mehr auf "Der arme Herr Assauer, dem geht es nicht gut" abstellte als auf "Die armen Alzheimer-Kranken, sie brauchen unsere Unterstützung".
>>>wenn man bisher familiär damit verschont geblieben ist.
Bin ich übrigens nicht. Da war eine angeheiratete Großtante, die irgendwann meine Cousinen nicht mehr erkannte. Aber bügeln und Gemüse putzen konnte sie noch und schien sich zu freuen, was Gewohntes zu tun wie früher. Ich nehme an, es ist ein Segen, wenn man sich wenigstens nicht voll dessen bewusst ist, dass man abbaut, und hoffe, dass es für sie so war.
Herrn Assauer geht es anscheinend ja nicht so, sondern er bekommt voll mit dass er nicht mehr topfit ist, und das deprimiert ihn besonders. So ist das umso tragischer, und ich bedaure ihn auf jeden Fall.
Das macht aber die Berichterstattung in meinen Augen nicht besser. Andererseits, wer weiß, wenn Herr Assauer jetzt die AKS-Redaktion sanft anstupsen würde, dass sie auch mal Leute interviewen, die Alzheimer-Kranken ihre letzten Jahre erträglich zu machen versuchen, oder Wissenschaftler zu Wort kommen lassen, die über Alzheimer forschen und nach Therapien suchen, das könnte vielleicht etwas in Gang setzen. Gut, vielleicht schafft auch sein Buch das. Ich will es hoffen.
Meckerpott am 1.02.12 6:32
Lieber Rudi.
Es hat mich gestern als ich das mit Deiner Krankheit im Internet las, kalt erwischt. Mir schossen sofort die Tränen in die Augen.
Wie mutig von Dir damit an die Öffentlichkeit zu gehen.
Du bist eins der letzten Originale im Pott und wir
haben Deine Abwesenheit bei Schalke schmerzlich
gespürt.
Nun wünschen wir Dir die Kraft die notwendig ist gegen diese Krankheit zu kämpfen. Auch wenn man weiß das man letztendlich verlieren wird.
Wir sind in Gedanken bei Dir.
Henriette und Familie
Henriette am 1.02.12 6:02
@Anke am 31.01.12 23:51
Ebenfalls Gute Nacht, Anke! Wir setzen das fort - weil das Thema bleibt! Und ich Sand im Schuh habe vom Mahnen in der Wüste..... ;-)
Gruß,
Picard
Picard42 am 31.01.12 23:58
@Anne B. am 31.01.12 23:47
Danke und ebenfalls Gute Nacht! Ich hinterfrage heute abend nicht mehr, ob es nicht ein gewisses Maß von "Sensibilität" benötigt, um unsere Unterhaltung nachvollziehen zu können - und ob diese "der Gesellschaft" nicht in weiten Teilen abgeht.
LG Picard
Picard42 am 31.01.12 23:56
Picard42 am 31.01.12 23:39
Noch mal die Frage, was ist es uns wert, menschenwürdige Bedingungen zu schaffen für Menschen, die vermeintlich keine "Leistung" (mehr) erbringen?
Ein unglücklicher Zeitpunkt, aber leider muss ich mich jetzt aus der Diskussion für heute verabschieden. Der Tag war lang und der morgen wird auch nicht kürzer. Wir setzen das bei Gelegenheit fort. Gute Nacht! :-)
Anke am 31.01.12 23:51
Picard, 23.27 Uhr
Ich denke, etwas ist schon gewonnen.
Tragik in unmittelbarer Nähe rüttelt uns zumindest für eine Weile auf, lässt uns nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Gedanken und Fragen begleiten alles Tun. Man geht wenigstens für eine kurze Zeit mit anderen Augen durch die Welt, empfindet vielleicht sogar ein wenig Dankbarkeit für die stillen Geschenke, die man täglich mit aller Selbstverständlichkeit vom Leben in Empfang nimmt.
Doch, - ein wenig ist gewonnen.
Gute Nacht, lieber Picard.
Anne B. am 31.01.12 23:47
@Anke am 31.01.12 23:31
Alleine zur Ihrem letzten Absatz: ja, so soll das sein! Aber Sie brauchen Kraft (Kräfte), sowas zu unterfüttern. Und Sie brauchen noch mehr Kraft (Kräfte), wenn diese Momente schwinden. Ich weiß, wovon ich rede!
Ich will meine 80/20-Vision nicht Realität werden sehen - aber wir sind auf dem besten Weg dahin.
Picard42 am 31.01.12 23:39
Picard42 am 31.01.12 23:16
Das Wissen um Demenz gehört viel mehr in die Öffentlichkeit, volle Zustimmung!
Natürlich will ich Ihnen und uns allen die Hoffnung auf medizinische Fortschritte nicht nehmen.
Aber wie immer ist die Frage an uns alle, was es uns wert ist, Menschen mit Demenz und deren Familien eine fachlich gute und respektvolle Begleitung zu geben.
Übrigens muss Demenz durchaus nicht bedeutet, vor sich hinzudämmern. Es gibt so viele Verläufe wie es Betroffene gibt. Bei aller Verunsicherung und allem Verlust kann es auch mal schöne Momente geben. Ich habe mal eine alte Dame erlebt, die sich in einem wunderschönen Erlebnis aus ihrer Kindheit wähnte - und so einen richtig
schönen Nachmittag verlebt und uns alle mit ihrer Fröhlichkeit angesteckt hat!
Anke am 31.01.12 23:31
@Anne B. am 31.01.12 23:19
Würde der Gedanke die Leichtfertigkeit, mit dem wir mit allem umgehen - mit sich selbst, aber insbesondere und gerade auch mit dem Menschen gegenüber - etwas relativieren, wäre viel gewonnen. Leider ist es aber wohl so, dass Wissen und Erkenntnis nur aus Schmerz erwächst - dann soll es halt so sein.
Sie haben nicht zu danken, ich habe zu danken.
LG Picard
Picard42 am 31.01.12 23:27
Picard, 23.00 Uhr
Ja, man wird nachdenklicher.
Ihre Erfahrung wie auch das Schicksal des Herrn Assauer zeigen uns auf,
dass nichts in unserem Tag, nichts in unserem Leben selbstverständlich ist. - Momente wie der heutige Abend sie gibt, sind wohl nochmal notwendig geworden,
notwendig zu einem bewussteren Umgang mit unserer Zeit, mit unserem Leben. - Lieber Picard, danke.
Anne B. am 31.01.12 23:19
@Anke am 31.01.12 23:03
N'Abend Anke,
mir fehlt allerdings die Hoffnung, dass wir dieses Bewusstsein, die Mittel, Plätze und Personal rechtzeitig bereitstellen können (wollen?), um - nun ja, im Grunde uns allen - zu helfen. Sie als Fachfrau beschäftigen sich damit - der "Normalbürger" tut es nicht.... dabei gehört genau da (und in Konsequenz ins System!) dieses Wissen rein!
Trotzdem lasse ich mir meine Hoffnung in die Forschung nicht nehmen, weil: eine Gesellschaft, in der 80% der Leute nur noch vor sich hindämmern, um von den restlichen 20% gepflegt zu werden, ist keine Zukunftsoption. Sagen Sie jetzt bitte nicht, dass das Schwarzmalen wäre!
Gruß,
Picard
Picard42 am 31.01.12 23:16
Picard42 am 31.01.12 22:52
Gerade Demenz erwischt uns ja an der Stelle, von der wir meinen, dass sie uns vor allem ausmacht: unser "Verstand" und unser Gedächtnis. Wer möchte sich schon ohne Not damit auseinander setzen?
Umso wichtiger finde ich, dass Personen des öffentlichen Lebens den Mut haben, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen. Ich wünsche mir, dass es nicht bei einem (bestimmt liebevoll gemeinten) "Ach, der Arme!" und schnellem Abwenden bleibt.
Anke am 31.01.12 23:03
@Anne B. am 31.01.12 22:46
Werte Anne B.
danke für Ihr Wort. Es trifft mich nicht zuvorderst, es ist seine Familie, die es trifft und was mich betroffen macht. Es war Hoffnung da, und 50 ist kein Alter um abzutreten. Man hinterfragt dann vieles, daher hatte ich das überhaupt hier aufs Tapet gebracht.
Ich habe lange nach dem Motto gelebt "wenn Du auf der Liste stehst, dann stehst Du da eben drauf" - man wird doch nachdenklicher.
LG Picard
Picard42 am 31.01.12 23:00
@Emma am 31.01.12 22:43
Nichts hinzuzufügen. Eine Diskussion "der ist ja Promi" ist nun absolut daneben.
Ich hoffe, dass dieser Blog den Respekt bewahrt (auch vor allen Nicht-Prominenten Betroffenen), weil die Hoffnung bekannlich zuletzt stirbt.
Anke hat das richtig erwähnt: sprachlos. Aber "sprachlos" lässt sich nunmal auch schlecht bloggen.
Dann lassen wir es halt....
"Ein Augenblick (c) Blutengel" - fragt die Tube....
Picard
Picard42 am 31.01.12 22:52
Picard 20.57 Uhr
Lieber Picard,
meine stille Anteilnahme in Ihrer Betroffenheit.
Anne B.
Meckerpott 22.12 Uhr
Die leisen unbekannten Alzheimer Kranken erhalten keine Aufmerksamkeit, dies ist halt nicht so möglich.
Wenn ein Prominenter hingegen den Mut hat, an die Öffentlichkeit zu gehen mit seiner Krankheit, beginnt man, darüber nachzudenken. Man kann die Augen nicht mehr verschliessen. Das ist schon sinnvoll, denn normalerweise schiebt man das Thema weit von sich, wenn man bisher familiär damit verschont geblieben ist.
Ich habe vor Herrn Assauer grosse Hochachtung, dass er diesen Schritt wagt. Dies wird ein Schritt der Verzweiflung sein - doch uns zwingt er zum Innehalten,
und das ist wohl richtig so.
Anne B. am 31.01.12 22:46
@ Meckerpott am 31.01.12 22:12
Ich finde es nicht unwichtig, wenn über die Krankheiten von Prominenten berichtet wird. Krankenheiten wie zB Krebs sind noch immer ein Tabuthema. Wenn aber Frauen wie Margot Käßmann, Kylie Minogue oder Heide Simonis in den Medien über ihre Krankheit schreiben, rüttelt das auf und veranlasst evtl die ein oder andere Frau dazu, zur Vorsorge zu gehen.
Gegen Alzheimer kann man allerdings wenig vorsorgen.
Emma am 31.01.12 22:43
Tja, wenn ein Prominenter Alzheimer bekommt, dann ist das tragisch, alle leiden mit ihm, und bewundern wie tapfer der Mann gegen seine Krankheit kämpft.
Wenn Erna Müller, Rentnerin aus Bochum-Wattenscheid, Alzheimer bekommt, wird das nicht verflimt, und die Anteilnahme der Nachbarn äußert sich eher als "Boa ey die Olle, die hat se ja nich mehr alle. Ey Omma, hömma, kennze mich noch? Nee, nich mehr, nech? Hasse schon n Platz im Altersheim? Das is ja wohl bald mal fällich."
Nicht dass ich irgendwem Alzheimer wünschen würde. Ich wünsche auch niemandem einen Verkehrsunfall. Trotzdem hat mich damals Lady Dianas Tod nicht mehr berührt als wenn Frau Meier aus Neustadt am Rübenberg vor einen Alleebaum kachelt. Dass die Medienreaktion so unterschiedlich ausfällt, je nachdem, wer da gerade Pech hat, finde ich erschreckend.
Meckerpott am 31.01.12 22:12
Picard42 am 31.01.12 20:57
Vermutlich müssen wir auf einen Durchbruch in der Medizin noch warten. Daher setze ich meine Hoffnungen erstmal auf flächendeckend fachlich gute Betreuungsangebote, sowohl ambulant als auch stationär und auch auf noch viel mehr Aufklärung über Demenz.
Es gibt übrigens einen Dokumentarfilm, der das Leben mit Demenz aus Sicht einer Betroffenen zeigt. Obwohl er schon ca. 10 Jahre alt ist, ist er immer noch sehenswert: "Der Tag, der in der Handtasche verschwand." Ich glaube, er ist sogar vom WDR.
Anke am 31.01.12 22:04
@ petrosilia zwackelfrau am 31.01.12 21:06
>>>In den Pflegeheimen sind auch viele Menschen, die nicht mehr ins Cafe gehen können oder die keine Angehörigen, Freunde..........mehr haben.>>>
Die Seite kenne ich auch; nur ist es zu einem Besuch eines Angehörigen in solch einem Fall nicht mehr gekommen.
Mir ist eben nur aufgefallen, wieviel Freude auch die Senioren in einer Seniorenheimcafeteria noch haben, trotz Rollstuhl und Rollator - und wieviel Wert sie auf ihr Aussehen gelegt haben. Das finde ich sehr wichtig, dass man sich nicht gehen lässt, sofern man eben nicht ans Bett gefesselt ist.
Emma am 31.01.12 21:41
Dieses Buch und diese Krankheit!
Man müßte beides trennen, auf der einen Seite die Person " Rudi Assauer "und sein hoffentlich noch sehr langes Leben.
Und dann diese Diagnose!
Mir tut es leid, dass so viele Menschen an dieser Krankheit leiden. Und nun hat es auch ihn getroffen.
Schade!
Wir sollten aber nicht vergessen, was dieser Mensch alles für den Ruhrpott geleistet hat.
Was hat Schalke 04 diesem Original alles zu verdanken. Wie wäre es heute um Schalke bestellt,
wenn er die Weichen hierfür nicht gestellt hätte.
Danke "Rudi" für alles was Du bisher geleistet hast!
JAN am 31.01.12 21:10
Emma am 31.01.12 20:46*
In den Pflegeheimen sind auch viele Menschen, die nicht mehr ins Cafe gehen können oder die keine Angehörigen,
Freunde..........mehr haben.
Es gibt immer noch die S.S.S-Pflege - satt, sauber, still!
petrosilia zwackelfrau am 31.01.12 21:06
Doris65 am 31.01.12 20:43***
Ehrenamt ist wichtig, egal was man macht.
petrosilia zwackelfrau am 31.01.12 20:59
Guten Abend!
Ein Text vom Bug, dem wenig hinzuzufügen ist. Der gesamte Pott wünscht Dir Kraft, Rudi!
Ich kann nur hoffen, dass die medizinische Forschung endlich mal einen Schritt weiterkommt, um auch diese (und solche) Krankheiten in den Griff zu bekommen. Man steht sprachlos daneben: als Angehöriger, als Partner, als Freund. Und als Betroffener sowieso....
Meine Gedanken sind heute allerdings eher bei einem Menschen, den ein ähnlich vernichtendes Urteil (Krebs) erreicht hat - und der es nicht geschafft hat. R.I.P.
Picard
Picard42 am 31.01.12 20:57
Emma 20-46 Uhr.
Das erinnert mich an meinen Schwiegervater.
Er war 2 Jahre alleine und ging für 4 Wochen zur Kurzzeitpflege ins Carpe Diem.
Das hat ihm dort so gut gefallen, das er sagte, er bleibt hier.
Die Damen an seinem Tisch überboten sich jeden Tag im schön und schick machen. Schwiegervater war telefonisch kaum zu erreichen, ständig im Haus unterwegs. Er war aber auch ein alter Charmeur.
Nur schade, das seine Zeit dort so kurz war, ich hätte ihm gerne noch ein paar schöne Jahre dort gewünscht.
Doris65 am 31.01.12 20:57
Sehr geehrter herr Assauer ich bin tief betroffen von den Nachrichten und hoffe das Sie den weg des Prof. Jens walter gehen werden und zu keinem Punkt auf die Idee kommen die "Sachs Methode" bei der Therapie zu wählen.
Andreas am 31.01.12 20:49
@ petrosilia zwackelfrau am 31.01.12 20:26
>>>Jeder der mal ehrenamtlich etwas machen möchte, dem würde ich raten, gehen Sie in eine Institution wo Demenzkranke betreut werden.
Es eröffnet den Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben >>>
Mir reichen eigentlich die Erfahrungen, die ich durch Verwandte im Seniorenheim momentan mache und gemacht habe. Die keineswegs ausschließlich negativ sind. Im Gegenteil; mich erstaunt es, wie schick sich zB die Damen dort machen, wenn sie in der Cafeteria sitzen. Wie im besten Cafèhaus wird bei Kaffee und über Gott und die Welt getratscht. Frauen können wohl nicht anders ;-)
Dise Erfahrungen haben mich aber auch gelehrt, es nie soweit kommen zu lassen, falls möglich, dass meine Angehörigen für mich entscheiden müssen, wenn es zuhause nicht mehr geht, aus welchem Grund auch immer. Nichts ist schlimmer für 'Kinder', wenn sie bestimmen müssen über die Eltern, weil die Eltern sich nicht entscheiden können und auch nicht einsehen wollen, dass es zuhause nicht mehr geht. Da hoffe ich für mich, dass ich selber früh genug den Weg ins Betreute Wohnen finde, sofern das finanzierbar ist und dann von dort aus weiter.
Emma am 31.01.12 20:46
petrosilia zwackelfrau,
sie haben recht mit ihrer Ausage, es müssen aber nicht unbedingt Institutionen sein in denen Demenzkranke betreut werden.
Ich habe meine Freundin bis zu ihrem Sterben begleitet, das macht wirklich demütig und richtet die Sicht auf das Wesentliche im Leben.
Doris65 am 31.01.12 20:43
Der jüngste Patient mit einer Demenz vom Typ
Alzheimer mit dem ich beruflich zu tun hatte war erst
46 Jahre alt.
Das hat mich bis heute am meisten betroffen gemacht.
Rudi Assauer ist auch noch relativ jung für so eine Erkrankung, weil oft nur von hochaltrigen Erkrankten berichtet wird.
Jeder der mal ehrenamtlich etwas machen möchte,
dem würde ich raten, gehen Sie in eine Institution
wo Demenzkranke betreut werden.
Es eröffnet den Blick auf die wesentlichen Dinge im Leben :-)
petrosilia zwackelfrau am 31.01.12 20:26
Das Thema Demenz macht offensichtlich auch hier sprachlos. Ich kenne eine ganze Reihe Menschen, die an Demenz erkrankt sind, hauptsächlich im beruflichen, aber auch im privaten Bereich.
Die Betreuungs- und Unterstützungsangebote für die Betroffenen und ihre Familien sind in Deutschland immer noch skandalös in den Kinderschuhen (z. B. Pflegeversicherung), wenn es auch inzwischen einige gute Betreuungsansätze gibt.
Anke am 31.01.12 20:10
@ ossi schwester am 31.01.12 19:44
>>>Was mich ein bisschen stört ist das immer nur dann von solchen unabwendbaren Krankheiten nur dann darüber berichtet wird wenn es nur annähernd einen Promi betrifft.>>>
Wen würde es interessieren, wenn Familie Meier oder Müller betroffen wäre? Höchstens RTL, wenn sie live dabei sein können bis zum Ende.
@ Herr Bug, Kompliment für Ihren einfühlsamen Beitrag, der so ganz anders ist, als das, was man bisher von Ihnen gewohnt war.
Die Krankheiten anderer machen wach; machen einem bewusst, dass niemand unsterblich ist und das Gesundheit ein sehr wichtiges Gut ist, für das man gar nicht dankbar genug sein kann. Bleibt zu hoffen, dass die Medizin weiterhin Fortschritte macht und auch gegen Krankheiten wie Alzheimer ein Mittel gefunden wird.
Nicht nur Herr Assauer ist an dieser Krankheit erkrankt, genug andere auch und allen Erkrankten und ihren Angehörigen kann man nur viel Kraft wünschen, diese Zeit zu überstehen. Eine Zeit, die viel Kraft kostet und einem doch seinen erkrankten Angehörigen so nah bringt wie nie.
Emma am 31.01.12 20:09
anita 68, 19.53 Uhr,
stimmt, ein toller Beitrag, ich habe ihn vor längerer Zeit gesehen.
Und es ist schön zu sehen, wie liebevoll dort die Menschen miteinander umgehen.
Thailand ist überhaupt ein superschönes Land mit freundlichen Menschen.
Doris65 am 31.01.12 20:04
Gestern abend auf ndr: 45 Minuten - Oma will nach Thailand. Da ging es auch teilweise um Alzheimerkranke. Sollte dieser Bericht in der Mediathek sein, sollten sich alle ihn ansehen. Wirklich beachtlich. Vor allem die Dame aus der Schweiz, die jeden Tag alles vergessen hat, was am Vortag geschehen ist.
anita 68 am 31.01.12 19:53
Was mich ein bisschen stört ist das immer nur dann
von solchen unabwendbaren Krankheiten nur dann
darüber berichtet wird wenn es nur annähernd einen
Promi betrifft.
Sei es drum mir fällt dazu ein Spruch ein,der der Wahr-
heit näher kommt:
"Und die im Dunkeln sieht man NICHT"
Und wieviele es sind kann nur geschätzt werden,
und was ist mit den Anverwandten,Bekannten,
Pfleger,Betreuern.
Wie gesagt auch ich habe Angst davor und hoffe
dieser Kelch geht an mir vorrüber.
Aber das Schicksal würfelt nicht.
Manchmal habe ich den Eindruck das heutzutage
viele Politiker schon im Hier und Jetzt
an dieser Krankheit leiden oder mal zu leiden
hätten.So als kleine Rache für ihr Tun.
ossi schwester am 31.01.12 19:44
Herr Bug ich bin ganz Ihre Meinung, Hut ab vor Rudi Assauer ! Das war ein mutiger Schritt. Ich wünsche Herrn Assauer alles Gute,(wenn man das in diesem Fall sagen darf.)Seiner Familie ,Freunde und allen Personen die Ihm zur Seite stehen,wünsche ich viel Kraft und Geduld. Es tut so mir leid! Lieber Gott laß mich gesund bleiben.
G.Henkel am 31.01.12 19:43
Ich habe nicht gewusst, dass auch seine Mutter und ein Bruder daran gelitten habe. Ich habe allerdings seine Mutter und ihr Handarbeitsgeschäft sehr vermisst. Ich hoffe, dass er geistig noch möglichst lange gesund bleibt. Ich denke, alle seine "ehemaligen Stadtteilbewohner" drücken ihm die Daumen.
anita 68 am 31.01.12 19:27
Mir macht diese Krankheit einfach nur Angst, vielleicht sollte man sein Leben überdenken und bewusster leben. In meinem Bekanntenkreis fallen mir spontan keiner ein, der an Alzheimer erkrankt ist oder war. Das kann man keinem Menschen gönnen, an dieser Krankheit erkrankt zu sein. Auch wenn ich kein Schalke Fan bin, fühle ich mit den Schalkern und bin auch der Meinung das Rudi Assauer eins der letzten Originale aus dem Ruhrgebiet ist. Ich finde es mutig von Rudi Assauer sein Leben mit dieser Krankheit in einem Buch zu veröffentlichen.
Gruß HPS 64.
HPS 64 am 31.01.12 19:22
Rudi,
habe gerade den beitrag gesehen. wenn das dein wunsch ist, musste aber noch lange bei hoffentlich einigermassen annehmbarer gesundheit durchhalten.
vor 2034 wird das wohl nix mit der schale. und wenn, falls überhaupt, zerdepper nich auch die.
ansonsten, solltest du das lesen, halt die ohren steif.
gruss vom BVB und mir
Werner
werner am 31.01.12 19:07
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