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Loriot ante portas!

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Dienstag, 23.08.2011

Bild von Thomas Heyer, Rechte: WDR

Loriot ante portas!

Der größte, deutsche Humorist steht vor der Himmelstür – er würde sagen ante portas. Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow, genannt Vicco von Bülow, bekannt und beliebt als Loriot ist tot. Der Großmeister des Humors starb gestern Abend in Ammerland am Starnberger See. Die Nachricht erreichte uns heute Mittag in der Themenkonferenz der Aktuellen Stunde. Traurig, schade, war die Reaktion, denn Loriot war nicht nur beliebt, er wurde geradezu geliebt, verehrt für seine legendären Sketche und kultigen Texte. Und sofort ging es los, das Best of Loriot. Wir erinnerten uns an die grandiosen Loriot Figuren – Herr Müller-Lüdenscheidt, Dr. Klöbner, Opa Hoppenstedt, Lothar Frohwein, Herrn Lohse, die Knollennasenfilchem „Das Frühstücksei“ und „Herren im Bad“. Und dann Loriot’s Weisheiten: „ Ein leben ohne Mops ist möglich , aber sinnlos!“ Oder: „Eine Torte im menschlichen Antlitz ist einer der bedeutendsten Einfälle des internationalen Humors.“ Sprüche wie - "Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur saugen kann!" – sind lange schon deutsches Humorgut. Und wer schmeißt sich nicht auch heute noch weg in der Erinnerung an das Finale von Herrn Lindemann: "Ich heiße Erwin Lindemann, ich bin 500.000 Jahre alt...In 66 Jahren fahre ich nach Island...und im Herbst eröffnet dann der Papst mit meiner Tochter eine Herren-Boutique in Wuppertal." Als er selbst schon über 80 war und immer noch produktiv, hat er einmal gewitzelt: „Mit 70 muss man damit rechnen, aus biologischen Gründen vertragsbrüchig zu werden.“ Dieser freundliche schwarze Humor war ein typischer Loriot. Von ihm wissen wir, dass Lachen ohne Anlass pure Dämlichkeit ist. Zum Trauern haben wir jetzt allen Anlass – und das ist nichts anderes als pure Verehrung!

Weitere Verweise zu Loriot ante portas!

Kommentare zum Eintrag Loriot ante portas!

@ heikos am 24.08.11 20:27

Danke für die Empfehlung, aber WDR 2 geht gar nicht. Mein Radio ist feste eingestellt auf einen Sender, der überwiegend schöne anspruchsvolle deutsche Musik bringt und wenn ich den verstelle, finde ich den nie wieder.

Emma am 25.08.11 8:16

Ein großer Künstler! Ich bin seit langem ein Fan und bewundere seinen Humor mit den detailreichen, nicht so platten Charakterstudien und der Situationskomik.
Andererseits haben mir drei Freunde erzählt, dass sie sich nie freiwillig einen Sketch von ihm ansehen könnten, weil er im zweiten Weltkrieg ihren Großvater auf ein sinnloses Himmelfahrskommando schicken wollte und damit fast umgebracht hätte. Ob das stimmt kann ich nicht beurteilen.
Das eine hat jedoch mit dem anderen wenig zu tun und die Cartoons und Sketche sind einfach gut. Ich hoffe, dass sie noch lange erhalten bleiben.

Meckerpott am 25.08.11 5:40

Ist hier ein Chatroom? Bloß nix zum Thema, nur immer schön plappern, das war es?

Aktienshredderchen am 24.08.11 22:50

Emma am 24.08.11 17:18

Als "Schnupperkurse" für Pispers, Schmickler und Nuhr kann ich Ihnen jeden Morgen, werktäglich, ca 10.50 Uhr WDR2 empfehlen.
Vielleicht kommen Sie noch auf den Geschmack!?

heikos am 24.08.11 20:27

Anke am 24.08.11 16:45

Das stimmt so.

HB

HB am 24.08.11 19:18

@Emma am 24.08.11 17:39

Das ist bei mir auch nicht anders. Aber "Mitternachtsspitzen", Jürgen Becker, Prix Pantheon und z.B. "Otti's Schlachthof" auf bayern 3 sind eigentlich Pflichtprogramm. Dazu kommt noch (bis jetzt) "Neues aus der Anstalt" (lässt aber nach) und ab und zu 3 sat.

anita 67 am 24.08.11 17:50

@ anita 67 am 24.08.11 17:26

Ich werde mal auf die Mitternachtsspitzen achten, hab ich mal was von gehört/gelesen, aber das wars auch schon. Aber ich bin eh ein Fernsehmuffel und meine Fernsehaktivitäten gehen mehr in Richtung Dokumentarfilme.

Emma am 24.08.11 17:39

@Emma am 24.08.11 17:18

Die Herren, deren Namen Ihnen nicht sagen, sind die, die den Finger in die Wunde legen.
Ich will ja nicht in Ihre Feierabendgestaltung eingreifen, aber vielleicht sollten Sie doch ab und zu mal die Mitternachtsspitzen bis zum Schluss ansehen (alles darin gefällt mir auch nicht unbedingt), aber im allgemeinen ist es keine verlorene Zeit.

Pispers hab ich schwer erkältet selbst erlebt, er hat nicht aufgegeben, nur die Zugaben an dem Abend hat er sich gespart. Und manche Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen, kann auch nur lehrreich sein.

Trotzdem, ich bin mir sicher, keiner von denen würde sich mit Loriot vergleichen und umgekehrt auch nicht. Es waren zwei völlig verschiedene Metiers.

Mir ist übrigens noch etwas eingefallen: Die Zeit als Loriot mit "Cartoon" bekannt wurde, war doch auch die Zeit, in der Monty Python die beste Zeit hatte. War sicher keine Zufall. Die Zeit war reif dafür.

Gruß

anita 67 am 24.08.11 17:26

Ich steh eigentlich grundsätzlich nicht auf Bespaßung durch irgendwelche Kabarettisten und Comedians und Namen wie Pispers, Schmickler, Priol v& Co sagen mir deshalb so gut wie gar nichts.

Loriot war die Ausnahme, vielleicht durch seine besondere Art, andere nicht vorzuführen und lächerlich zu machen. Man schmunzelte ja quasi oft genug über sich selber.

Dazu kam dann sein eher harmloses Aussehen, hinter dem man eher einen Postbeamten vermutete und der es dann knüppeldicke hinter den Ohren hatte. Er war schon einmalig und an ihn wird niemand mehr heran kommen.

Emma am 24.08.11 17:18

Kritikus am 24.08.11 16:20,

wie wahr. Wenn im Bekannten- und Kollegenkreis sogenannte Comedians besprochen werden und alles schwärmt, verdrehe ich die Augen. Über die meisten kann ich bestenfalls den Kopf schütteln. Das, was uns heute als "Comedy" verkauft wird, ist doch nur ein Wettstreit für Grobmotoriker.
Ich vermisse Loriot jetzt schon.

MeineEine am 24.08.11 17:17

anita 67 am 24.08.11 16:36

Sie und Kritikus sind ganz bestimmt nicht alleine mit Ihrer Meinung über Loriot, die "echten" Kabarettisten und die "Comedians".

Anke am 24.08.11 16:45

Kritikus am 24.08.11 16:20

Bei den von Ihnen genannten Humoristen/Kabarettisten mit Niveau werden Sie auch kaum diese unerträgliche, bezahlte und geforderte Gröl- und Klatschaffenorgien erleben.

heikos am 24.08.11 16:43

@Kritikus am 24.08.11 16:20

Schön, dass noch jemand meiner Meinung ist.
Ich werde Loriot vermissen.

Aber jetzt freu ich mich erst mal auf Malmsheimer Anfang Oktober. Ein paar Gute gibt es ja zum Glück noch.
Gruß

anita 67 am 24.08.11 16:36

>>So, und nun schaue ich mir "Herrn Müller-Lüdenscheid" in der Badewanne nochmal an...>>

Roadtrunner am 23.08.11 23:26

Hi, Roadtrunner,

sicher hattest Du dann auch ganz schrumpelige Finger.:-))
Da kann ich nur "Advent" empfehlen, das schwärzeste überhaupt(von Loriot).

Gruß

heikos am 24.08.11 16:32

Kritikus, 16.20 Uhr,
Genauso ist es, und für so Hirnis geben die Leute noch Geld aus. Werde ich niemals verstehen.
An die von Ihnen genannten kommt eh keiner vorbei.
Und diesen feinsinnigen Humor von Loriot werde ich vermissen.
Der Film Papa ante Portas war spitze.

Doris64 am 24.08.11 16:32

"Der Humor der heutigen Comedians ist einfach platt und oft zotig".

anita 67 am 24.08.11 13:34

"Platt und zotig" ist die richtige Beschreibung dessen, was diese sog." Comedians" absondern.

Aber so muß es wahrscheinlich auch sein, um noch den letzten nur notdürftig alphabetisierten Bildungs-Banausen in der letzten Reihe zu erreichen.

Folgerichtig werden dann auch noch die dürftigsten "Witzchen" ("Pointen" wäre zuviel der Ehre für diese Jahrmarkts-Spektakel) begrölt und bekreischt.

Derartige Veranstaltungen/Sendungen bieten anspruchsvollen Humoristen/Kabarettisten kein Podium - oder können Sie sich einen Vollblut-Kabarettisten wie z. B. V. Pispers (Sie können die Namensliste gerne erweitern um Rogler, Schmickler, Priol, Schramm etc.) vor einer derartigen Zuschauer- (Hörer sind das eh nicht)Kulisse vorstellen?

Die würden nicht einmal verstanden werden, dafür braucht's dann schon Holzhammer-Clowns wie M. Barth & Co..

Je mehr diese niveaulose "Massenbespaßung" um sich greift, umso schmerzlicher ist der Verlust eines so hintergründigen und tiefsinnigen "Unterhalters" (in des Wortes bestem Sinne) wie Loriot.

Herzlichst

Kritikus am 24.08.11 16:20

ein unvergeßlicher mann

Anonym am 24.08.11 15:37

@daywalker am 24.08.11 13:20

Loriots Humor war leicht hintergründig.

Der Humor der heutigen Comedians ist einfach platt und oft zotig.Von der Sortze tummeln sich viel zu viele in der Gegend rum.

Wirklich gute Humoristen und Kabarettisten gibt es leider viel zu wenige, bzw. sie bekommen keine Plattform bei den TV-Sendern.

anita 67 am 24.08.11 13:34

Aber wie sich der Humor im laufe der Jahre geändert hat.Heute belustigen Mario Barth und Co die Menscheit und über die können doch tatsächlich viele lachen.

daywalker am 24.08.11 13:20

Die große Schwäche an Loriot war, dass er sich in seinem Humor nie verloren hat. Viele Dinge waren auf den Punkt inszeniert. Und das war manchen Sketchen auch anzumerken.

Gleichwohl hat er eine ganz eigene Art von Humor etabliert. Und um den Preis bildungsbürgerlicher Etikette schien Loriot sein Publikum lieber zum Lächeln denn zum Lachen zu bringen.

Seine Aussage, dass "Lachen ohne Anlass pure Dämlichkeit" sei, ist Ausdruck eines sehr feinen Verständnisses von Humor. Der Kalauer war seine Sache nicht.

Loriot hat einige Klassiker geschaffen und das ist eine große Leistung. Er gehörte zu den glücklichen Menschen, die ihr Geld damit verdienten, andere Menschen zum Lachen zu bringen.

A. Schulze am 24.08.11 12:41

Ich glaub Vicco von Bülow hat es als einziger geschaft,das fast eine ganze Nation trauert.

Selbst hier im Blog sind alle einer Meinung,sogar frauhatsevorn :)

daywalker am 24.08.11 11:10

Emma am 24.08.11 24.08.11 8:50

Ich kenne das mit der Filmerei auch noch von früher. Und am Ende war richtig Stress in der Bude und die Urlaubsstimmung im Eimer.

So manche Sprüche wie "Das sieht aber sehr übersichtlich aus." oder "Halt, halt, halt, halt, halt!!" sind in meiner Familie in den Alltag übergegangen.

Anke am 24.08.11 9:05

@ Anke am 24.08.11 8:23

Man hat sich auch in vielen Sketchen wieder erkannt. Ob es um das Frühstücksei ging oder (was auch gestern lief) das Klavier. Genauso war es früher, als man noch Schmalspurfilme dreht.
Die Familie bekam Anweisung, wann sie woher gehen musste. Ich kann mich noch an solche persönlichen Albernheiten beim Bayernurlaub zur Schmalspurfilmzeit erinnern. Vatter drehte und Muttern musste seinen Anweisungen folgen und auf Zuruf irgendwo lang gehen.

Emma am 24.08.11 8:50

Moin zusammen,

Emma am 24.08.11 8:04

Gestern waren ja noch so viele Sendungen. Die Interviews über die Kriegserlebnisse habe ich auch gesehen. Ein sehr ernsthafter Mensch hinter der Figur Loriot.

Was ich am meisten an Lorits Humor mag, ist, dass er sich zwar lustig machte, sich aber nie auf Kosten Anderer in den Vordergrund gespielt hat. Das ist heute nicht mehr immer so.

Ich werde noch lange lachen, auch über die nicht ganz so bekanten Sachen (z. B. "coughsymphony" auf youtube). Hab ich gestern noch gefunden.

Anke am 24.08.11 8:23

Loriot, einer der ganz großen Humoristen! Er hat uns oftmals den Spiegel vorgehalten und in vielem hat man sich wiedererkannt.

Seine Sprüche sind inzwischen geflügelte Worte: So wie beim Jodeldiplom: Da hat man wenigstens was Eigenes!!!
Danke Loriot für viele fröhliche Stunden!

Henriette am 24.08.11 8:04

@ Roadtrunner am 23.08.11 23:26

>>>So, und nun schaue ich mir "Herrn Müller-Lüdenscheid" in der Badewanne nochmal an...>>>


Die schau ich mir jeden Tag an, die hab ich als Bücherstütze. Muss frau nur aufpassen, dass sie sie nicht kastriert beim Staubwischen ;-)

Ich hab gestern Abend auch diverse Loriotsendungen gesehen. Irgendwo liefen auch gar nicht so lustige Interviews und zeigten einen normalen Loriot, der Kriegserlebnisse zu verarbeiten hatte. Irgendwie meint man trotzdem, in seinem Gesicht müsste eine Nudel sein trotz der Ernsthaftigkeit der Unterhaltung.

Mich macht sein Tod nicht traurig, dazu hätte ich ihn persönlich kennen müssen, sondern eher betroffen. Er führt einem wieder die Endlichkeit des Lebens vor Augen und das auch die 'Guten' irgendwann gehen. Wenn man dann etwas Positives hinterlässt, was andere auch noch in 50 Jahren zum Lachen bringen wird, hat sich so ein Leben mehr als gelohnt.

Emma am 24.08.11 8:04

Loriot!!!

Einer der ganz großen Humoristen. Er hat uns immer wieder den Spiegel vorgehalten und man hat sich in vielem wiedererkannt.

Ich bin mit ihm aufgewachsen und seine Sprüche sind in den normalen Sprachschatz integriert.
So wie das Jodeldiplom:"Da hat man wenigstens was Eigenes!"
Loriot, ich danke Dir für viele vergnügliche Stunden!

Henriette am 24.08.11 8:00

Ja, es stimmt. Loriot wird von allen geliebt. Von Alt und Jung, von Konservativen und Liberalen, von Klein- und Großbürgern und Sponties.
Das ist schon ziemlich einmalig.

Ich stimme Ihnen also in allen Punken zu.
Außer in einem: Der Papst eröffnet nicht in Wuppertal eine Boutique mit der Tochter von Herrn Lindemann - sondern eine Butike!

Puck am 23.08.11 23:41

N'Abend Heikos,

haben wir doch leider schon.
Da hat der WDR die gute Idee mit den 'Hitlisten des Westens' (moderiert vom Bug), und dann quasseln unbekannte Nichts', die niemand kennt oder kennen will und wird, ständig dazwischen.
Schade, macht die gesamten Sendungen kaputt.

So, und nun schaue ich mir "Herrn Müller-Lüdenscheid" in der Badewanne nochmal an, außerdem "der kaputte Fernseher", "ja wo laufen sie denn" und die "Eheberatung".
Loriot ist einfach klasse !
der

Roadtrunner am 23.08.11 23:26

Gute Reise, Loriot....................

Ich hoffe für dich, dass der Rasen schön grün ist ......

Monika am 23.08.11 23:11

Mutter:Guck mal wer da ist. Kind:Opa.Der Opa reist sich die Sachen herunter und fragt beleidigt"wo ist mein Geschenk".Wenich später bekommt das Kind sein Geschenk"Wir bauen uns ein Atomkraftwerk".Wen man einen fehler macht macht es auch puff alle Häuser fallen um und alle Kühe fallen um und ein Loch ist in der Decke wo der Opa hinterher hereintrit. Gute Nacht

Ruhrpottler am 23.08.11 22:53

Guten Abend Blogger!

Immerhin hat Loriot es geschafft, dass hier im Blog mal alle einer Meinung sind.
Unbestätigten Meldungen zufolge hält er sich jetzt im Himmel auf.
Der Himmel lohnt also wieder eine Reise. Denn jetzt gibt es da wohl Humor.
Allerdings muss ich dafür noch etwas an mir arbeiten.

HB

HB am 23.08.11 22:00

>>Aber dann hoffentlich auf die altmodische Art. Diese neue Art, dauernd irgendwelchen Möchtegernprominenten die Möglichkeit zum Dazwischenreden zu geben, ist einfach unerträglich. Solche Sendungen gucke ich schon lange nicht mehr.
Hätte Loriot auch nicht verdient.>>

anita 67 am 23.08.11 16:47

Dieses alberne Format wurde von den Privaten abgekupfert und geht mir unheimlich auf den Wecker.Wenn das hier auch so läuft, bin ich diiirekt weg.
Zum Glück gibt´s ja You-Tube.

Gruß

heikos am 23.08.11 21:29

Guten Abend ,
auch ich bin traurig , das Lorio nicht mehr ist . Er wird mir sehr fehlen .
Für mich war die Bescherung am Heiligen Abend , mit der Inbetriebnahme des A- Kraftwerk , der Marschmusik und seiner Gestik ,einschließlich die Entsorgung der Verpackung das größte .
Das Bild hängt schief , auch unvergessen und vieles mehr .

ThReservist am 23.08.11 21:24

"Hildegard, sagen Sie jetzt nichts"
Vicco von Bülow hat uns verlassen, aber Loriot bleibt. Daran erinnern auch die Beiträge hier - und das ist gut so.
Picard42 am 23.08.11 19:58

Jau so isett.

Pelle am 23.08.11 21:19

Guten Abend,

einfach unerreicht, wie Loriot den menschlichen Alltag beobachten konnte; einfachste Schwierigkeiten wurden penibelst aufgearbeitet, jede Geste passte zu jedem Wort, jede Pointe saß.
Prima fand ich, dass er bei keinem seiner Sketche gelacht hat - das sollten wir als Zuschauer schließlich tun.
Auch Evelyn Hamann hat (zurecht) eine großen Anteil an seinem Erfolg.
Nun gesellt er sich zu Legenden wie Frankenfeld oder Erhardt - mann, die werden einen Spaß haben !
In diesem Sinne:
"Mit Ihnen teilt meine Ente das Wasser nicht !!!"
der

Roadrunner am 23.08.11 20:12

"Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow" kennt doch kein Mensch (ich natürlich leider auch nicht persönlich) - "Loriot" aber doch wohl jeder!

Und mit ihm ist nicht EINER der größten Komiker, sondern DER größte deutsche Komiker von uns gegangen. Von Heinz Erhardt über Hape Kerkeling und zahllose andere - Witze können/konnten sie alle präsentieren, aber den Situationen des Lebens den Spiegel auf den Punkt genau vorhalten und dadurch die Absurditäten des Alltäglichen aufzeigen konnte wohl keiner so punktgenau wie "Loriot".

Er wird mir ewig in bester Erinnerung bleiben!

rko am 23.08.11 20:04

Ein großartiger, wunderbarer Künstler. Er hat mich so oft zum Lachen gebracht und wird es auch noch ganz oft tun.

Für mich war (und ist!) er der Beste.

Danke, Loriot!

M.Z. am 23.08.11 20:01

Ich hoffe Loriot wird im Himmel weiter seine Späße treiben. Zudem muss ich mich bei ihm für diesen Satz der unsere Berufsgruppe ehrt bedanken " Oh, ist der Rasen schööön Grün". Ein grösseres Lob kann man in meinem Beruf gar nicht bekommen.
Danke Loriot.

HPS 64 am 23.08.11 19:58

Guten Abend,

Vicco von Bülow hat uns verlassen, aber Loriot bleibt. Daran erinnern auch die Beiträge hier - und das ist gut so.

Da ich allerdings kein Freund der Online-Kondolenz bin, wünsche ich allseits eine ruhige Nacht.

Gruß,
Picard

Picard42 am 23.08.11 19:58

Er wusste sicherlich immer, dass an seinem Todestag mehr gelacht als getrauert wird. Ich denke er wollte es so und es würde ihn glücklich machen das es so ist.

claudia66 am 23.08.11 19:39

MeineEine am 23.08.11 17:10

Die Steinlaus im Pschyrembel hab ich tatsächlich mal zufällig gelesen. Das war ein herrlicher Moment!!

Anke am 23.08.11 19:33

"Mein Name ist Lohse! Ich kaufe hier ein!"

SteffMic am 23.08.11 19:27

....Ich gehe nach den Spätnachrichten ins Bett. Aber der Fernseher ist doch kaputt. Ich lasse mir von einem kaputten Fernseher doch nicht vorschreiben, wann ich ins Bett zu gehen habe!....
Er hat uns mit einem Augenzwinkern den Spiegel vorgehalten. Danke Loriot, dass wir mit dir lachen durften. Du wirst unvergessen bleiben.

Mo Rice am 23.08.11 19:25

Kann irgendjemand noch unvoreingenommen und ohne Lachanfälle Betten kaufen?
Nicht nur das wird bleiben - schön für die im Himmel!

Anonym am 23.08.11 19:22

Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow ist tot.
Loriot lebt weiter und wird noch so manchen zum schmunzeln bringen

Werner Günther am 23.08.11 19:18

darf man sich heute denn über den französischen lustmolch äussern, oder wird der zensor wie gestern eine lobhudelei zum 80igsten vom castro rigoroas einschreiten?

warten wir es ab, vielleicht sage ich noch was.

werner am 23.08.11 19:14

Loriot hätte dieser Blog hier sicherlich gefallen;

Vicco von Bülows Werke beschäftigen sich hauptsächlich mit zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen. Loriot: "Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten. Alles, was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinandervorbeireden."

Arno Dübel am 23.08.11 18:39

Wie habe ich die Steinlaus geliebt, das Bild hing immer wieder schief, der Kosakenzipfel war unerreicht und das Jodeldiplom einfach zum Quietschen. Der Konversationskurs hat meine Lachmuskeln an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht und beim kleinen Atomkraftwerk flossen ebenfalls reichlich Lachtränen.
Lieber Loriot, danke für all diese schönen Momente. Ich bin sicher, dass Du mit Evelyn Hamann den Himmel ordentlich aufmischen wirst.

MeineEine am 23.08.11 16:51

Nicht zu vergessen, die Nudel, Der Anzugkauf- sie sollten mal seine Unterwäsche sehen, Matratzenkauf mit Herrn Hallmackenreuter, Im Lokal lassen sie das Kind mal vor, der Herr ist gerade eine Haxe, Weinverkäufer und Staubsaugervertreter Heinzelmann, ein Klavier ein Klavier und viele schöne Sketche und Filme.
Er war einer der Grössten.

frauhatsevorn am 23.08.11 18:36

Loriot war ein ganz Großer in seinem Metier. Sein Humor kam nicht so mit dem Dampfhammer, wie es heute leider viele praktizieren. die sich Commedians nennen. Er hat die Schwächen seiner Mitmenschen ganz liebevoll gezeigt, ohne verletzend zu wirken. In vielem hat man sich selbst erkannt und gerade das war seine Stärke. Außerdem ging er nie unter die Gürtellinie oder wurde ordinär und das hat ihn in meinen Augen besonders ausgezeichet.

Seine augenzwinkernde Art wird mir fehlen, so einen wie ihn gibt es leider nicht mehr.

whisper am 23.08.11 17:34

Die kleine Steinlaus hat es sogar bis in den Pschyrembel geschafft. Ein sonst bierernstes medizinisches Nachschlagewerk bringt mit jeder neuen Auflage auch eine neue Geschichte über die Steinlaus heraus. Hier der Text zur Geschichte der Steinlaus im Pschyrembel:

>>>1982 verzeichnete das renommierte medizinische Wörterbuch Pschyrembel aus dem Berliner Wissenschaftsverlag Walter de Gruyter, ein Standard-Nachschlagewerk in seinem Fachgebiet, erstmals die Steinlaus. Der Nihilartikel scheint Loriots „Erkenntnisse“ zu belegen. Darüber hinaus informiert das Lexikon über fingierte Forschungsarbeiten, die den Wert der Steinlaus bei der Therapie von Gallen-, Blasen- und Nierensteinen erkannt hätten und die Unterarten Gallensteinlaus und Nierensteinlaus werden erwähnt. In der 257. Auflage des Pschyrembel wurde der Eintrag über die Steinlaus getilgt. Wegen unerwartet heftiger Leserproteste wurde die Steinlaus in die folgende Ausgabe von 1997 in erweiterter Form wieder aufgenommen. In dieser revidierten Fassung fanden „neueste Erkenntnisse“ Eingang, die das zeitweilige Verschwinden der Steinlaus mit dem Fall der Berliner Mauer als Nahrungsgrundlage in Verbindung bringen.

In der 260. Auflage des Pschyrembel wurden weitere „neuere Forschungsergebnisse“ zur Steinlaus verzeichnet, beispielsweise deren Anwendung in der Homöopathie. In der am 24. September 2007 erschienenen 261. Auflage wurde der Artikel zur Steinlaus wiederum erweitert.[2] So wird beispielsweise unter „weitere Anw.“ erklärt, dass die Bedingungen für eine Feinstaubplakette durch den Einsatz von spezialisierten Steinläusen in Kombination mit Filtern erfüllt werden könnten.[2]

In der 1. Auflage des „Pschyrembel Psychiatrie, Klinische Psychologie, Psychotherapie“ von 2009 [3] wird eine wissenschaftliche Einordnung und Neubewertung der Steinlausphobie vorgenommen. Diese phobische Störung äußere sich in einer unbegründeten und anhaltenden Angst vor Steinläusen, Steinlaus-Bildern und entsprechenden Texten. In der Regel sei die Steinlausphobie gekoppelt mit einem übermäßigen Wunsch und Drang den Anlass der Angst zu vermeiden.>>>

(Quelle: Wikipedia)

ich finde es einmalig und beeindruckend, wie sehr sich Loriots Humor in das Leben der Menschen eingenistet hat.

MeineEine am 23.08.11 17:10

"Wir gelten als das Land, in dem ein Mann seine Frau meuchelt, nur weil sie die Zahnpastatube falsch ausdrückt. ... Wir stehen für D-Mark und Autos. Unser Seelenleben, wie wir stolpern, wie wir scheitern, wie wir irren, zählt nicht", wusste Loriot um das Selbstbild der Deutschen und ihr Ansehen im Ausland. Keiner hat diesen Missstand mit größer Akkuratesse und Pedanterie zu beheben versucht.

Schade das er nie den AKS Blog gelesen hat. ;-)))

Pelle am 23.08.11 17:00

ARD zieht auch nach, da kommt um 22.45 Uhr Pappa ante Portas, aber ich bin nicht die lebende Fernsehzeitung und guck jetzt alle Sender nach ;-)

Emma am 23.08.11 16:56


Der NDR hat aus gegebenem Anlass diverse Programmänderungen vorgenommen, jetzt um 16.50 Uhr 'Deutschland deine Künster - Loriot. Um 20.15 ein Abend für Loriot und um 22.00 Uhr Sketche.

Emma am 23.08.11 16:51

Wie habe ich die Steinlaus geliebt, das Bild hing immer wieder schief, der Kosakenzipfel war unerreicht und das Jodeldiplom einfach zum Quietschen. Der Konversationskurs hat meine Lachmuskeln an den Rand ihrer Belastbarkeit gebracht und beim kleinen Atomkraftwerk flossen ebenfalls reichlich Lachtränen.
Lieber Loriot, danke für all diese schönen Momente. Ich bin sicher, dass Du mit Evelyn Hamann den Himmel ordentlich aufmischen wirst.

MeineEine am 23.08.11 16:51

@Carsten Meyer am 23.08.11 16:45

Aber dann hoffentlich auf die altmodische Art. Diese neue Art, dauernd irgendwelchen Möchtegernprominenten die Möglichkeit zum Dazwischenreden zu geben, ist einfach unerträglich. Solche Sendungen gucke ich schon lange nicht mehr.
Hätte Loriot auch nicht verdient.

anita 67 am 23.08.11 16:47

Ich hoffe der WDR gedenkt diesem Großmeister des Humors mit einem Spezial im Fernsehen,jetzt geselt er sich zu Heinz Erhardt.
Ruhe in Frieden Loriot!

Carsten Meyer am 23.08.11 16:45

>>Ich erinnerte mich an einen Blog bei dem es um Hundehaltung ging. Wenn ich mich nicht täusche betrachteten die beiden das Thema mehr von der kulinarischen Seite. ;-)>>

Ichfassesnicht am 23.08.11 16:30

Vielleicht haben die asiatische Ahnen.:)

heikos am 23.08.11 16:37

@anita 67 am 23.08.11 16:17

Ich erinnerte mich an einen Blog bei dem es um Hundehaltung ging. Wenn ich mich nicht täusche betrachteten die beiden das Thema mehr von der kulinarischen Seite. ;-)

Ichfassesnicht am 23.08.11 16:30

"Ich gehe kaum spazieren, wandere selten und gucke eigentlich nur aus dem Fenster." (auf die Frage, ob er sich noch körperlich betätigt)

"Frauen und Männer passen eigentlich nicht zusammen." (einer seiner Lieblingssprüche)

"Natürlich haben die Deutschen genauso viel Humor wie jedes andere Volk auch. Nur ordnen sie das Komische auf ihrer Werteskala ganz woanders ein. Der Komiker ist ganz weit unten. Der Tragöde ist ganz oben." (über den Rang des Humors in Deutschland)

"Auch muss deutlich gesagt werden, dass ein perfekter Werbeblock im Fernsehen seine Wirkung verfehlt, wenn er alle paar Minuten von einem unverständlichen Spielfilmteil unterbrochen wird." (über die Nachteile des Fernsehens)

"Es wird in keinem meiner Filme irgendwo gelacht, nirgendwo. Lachen sollen die Zuschauer." (über Humor in seinen Filmen)

und nicht zu vergessen:Dr.Grzimek "DIE STEINLAUS"

Traurig Pelle

Pelle am 23.08.11 16:25

Hallo Herr Heyer,
Zitat:
...Zum Trauern haben wir jetzt allen Anlass – und das ist nichts anderes als pure Verehrung...

Tschüss Loriot

Gerd am 23.08.11 16:23

...wir heißen alle Hoppenstedt.:)))))))))))))

heikos H. am 23.08.11 16:21

Wahrscheinlich weniger bekannt ist, dass Loriot auch ein großer Musikliebhaber und -kenner war. Er hat u. a. auch Opern inszeniert und die Berliner Philharmoniker dirigiert.

Aus seinem kleinen Opernführer zu "Figaros Hochzeit":

"In dem dreistündigen Eifersuchtsdrama wird zwar mehr gesungen, als es bei eheliche Auseinandersetzungen sonst üblich ist, aber im Grunde hat sich in diesem Punkt bis heute kaum was geändert. Nur macht man eben nicht jedesmal eine Oper draus."

Anke am 23.08.11 16:21

@Ichfassesnicht am 23.08.11 16:14

Da gibt es auch noch "Jäger im Reisrand" oder "Walfisch, Tiroler Art" u.a. Einfach mal googeln.

anita 67 am 23.08.11 16:17

@anita 67 am 23.08.11 16:00

Über dieses Rezept wird Picard sich sicher sehr freuen. Auch Emma ist ja für Anregungen der gehobenen Küche immer aufgeschlossen. ;-)

Ichfassesnicht am 23.08.11 16:14

Dackel im Schlafrock
Beschreibung Rezept:
Wir bereiten aus
450g Kokosfett,
575g Zucker,
8 Eiern,
200g Kakao
und 250g geriebenen Mandeln
einen herkömmlichen Nougat-Teig
und geben den Hund hinein.
5-6 Minuten kühl und ruhig stehen lassen.
Dann mit Mandeln,
Rosinen und
Tannengrün festlich dekorieren.
Auch das Tier soll wissen, dass Weihnachten ist.
Merke: Statt des Dackels kann man auch Neufundländer oder Meerschweinchen nehmen.
*Quelle: Loriot

anita 67 am 23.08.11 16:00

Er ist von uns gegangen schade.Kante vieles vom ihm.

Ruhrpottler am 23.08.11 15:58

"Ohhh, ist dieser Rasen schön grün"...um nur einen zu nennen.
Er war wahrscheinlich der BESTE ......!!!

trauernder am 23.08.11 15:52

Melosine!
Krawehl, Krawehl!
Taubtrüber Ginst am Musenhein!
Trübtauber Hein am Musenginst!
Krawehl, Krawehl!

Hannes am 23.08.11 15:42

Loriot hinterläßt wegen seiner Unvergleichlichkeit eine große Lücke, aber durch sein Andenken auch einen riesigen Schatz in den Herzen seiner Verehrer.

Ich bin traurig und still.

Kritikus am 23.08.11 15:17

Kritikus am 23.08.11 15:39

Ein Beitrag, bei den man oft mit dem Kopf nicken muss Herr Heyer. Das sind schöne Erinnerungen, die bleiben und für die wir, die ihn mochten, dankbar sein sollten. Jeder geht irgendwann und er hat einen langen Weg zurückgelegt, was nicht jedem gegeben ist.

Ein Loriot möchte keine Trauergemeinde hinterlassen, davon bin ich überzeugt. Er, der uns durch seine unvergessliche Art zum Lachen gebracht hat, möchte sicherlich Menschen zurücklassen, die von seinen Werken zehren und mit einem lachenden und einem weinenden Auge an ihn zurückdenken.

Ich bin dankbar für das Positive, was er in mein Leben gebracht hat; für die vielen Stunden, in denen man abgelenkt war von seinen Problemen.

Niemals geht man so ganz...

Emma am 23.08.11 15:32

Loriot ist tot?
"Ach was!"

Lieber Loriot,
ich bin mit Deinem Humor aufgewachsen.
Ich habe Deine Sketche, Filme, Catoons immer und immer wieder gesehen. Viele der Dialoge kenne ich auswendig, einige haben sich in meinem Sprachgebrauch eingenistet und ich lasse sie mehrmals die Woche raus.
Dein Humor ist einzigartig, Dein Wortwitz genial, Deine Beobachtungsgabe des menschlichen Verhaltens deklariert Dich zum Meister.
Du wirst niemals wirklich weg sein - Dein Humor ist allgegenwärtig und unsterblich.
Mögest Du mit Evelyn den Himmel zum Prusten bringen.
Hoffentlich findest Du den "Scherbolzen für den Trulleberg", und "Schwanzhund" gilt dort oben sicher auch. :-)

Ich werde bis zu meinem eigenen Abgang Deinen Humor genießen und noch oft Tränen lachen.
Ich verneige mich vor Dir.
Danke Loriot

Hannes am 23.08.11 15:32

Stimmt, auch mir fallen zu Loriot jede Menge Sketche und Filme ein - ganz besonders auch die mit Evelyn Hamman.

Ok, es ist traurig, dass er tot ist. Aber er hat - offenbar bei guter Gesundheit ein hohes Alter erreicht. Und irgendwann muß halt jeder geh'n ...

Aber ich denke, er wird allen Menschen unvergeßlich bleiben!

Anonym60 am 23.08.11 15:17

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