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Wie sag ich es meinem Kind

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Montag, 25.07.2011

Bild von Susanne Wieseler, Rechte: WDR

Wie sag ich es meinem Kind

Ich sag es Ihnen gleich: Ich weiß es nicht. Wie kann man mit seinem Kind über das sprechen, was in Norwegen passiert ist. Erst recht mit einem Kind, wie unserer 10-jährigen Tochter, die heute zu einer Ferienfreizeit aufgebrochen ist. Ich konnte es nicht. Mein Mann und ich haben beschlossen, das fernzuhalten von den Kindern - erst recht von unserem 7-jährigen Sohn. Auch wenn wir sonst regelmäßig Kindernachrichten im Fernsehen gucken - zusammen, versteht sich. An diesem Wochenende haben wir allenfalls DVD geguckt.

Das ist so böse, so erschreckend, so unaussprechlich. Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass andere Kinder in der Freizeit etwas wissen und darüber reden. Aber immerhin gibt es da keine Fernseher, keine Handys, keine Computer. Und Bilder sind für Kinder eben noch viel eindrucksvoller. Und wenn ich mein Kind beiseite nehme, nach dem Motto: "Ich muss dir etwas sagen ..." macht man es dann nicht noch größer? Noch wichtiger? Zumal es ja gar keine Handlungsmöglichkeit gibt, keine Warnung, keinen Schutz. Ich fürchte einfach, solche Nachrichten machen Kindern einfach nur Angst. Aber, wie gesagt, ich weiß es auch nicht.

Weitere Verweise zu Wie sag ich es meinem Kind

Kommentare zum Eintrag Wie sag ich es meinem Kind

Noch kurz zu dem Thema, bevor der Weblog schließt.

Soviel ich von jungen Eltern gehört habe, gibt es doch im KIKA-Programm kindgerechte Nachrichten.

GitteH am 27.07.11 13:03

Liebe Frau Wieseler,

ich glaube nicht, daß Sie so reagiert haben, wie Sie es in Ihrem Blog vermitteln wollen.
Sie sind doch eine "Vollblutmutter", und dies ist nicht negativ gemeint.
Bei Themen, die sich auch im weiteren Sinne mit Kindern befassen, sind Sie doch immer sehr engagiert.
Und da wollen Sie uns weismachen, Sie hätten nicht gewußt, wie Sie diese Greueltat Ihren Kindern vermitteln können?
Sie und Ihr Mann hätten z.B. Ihre beiden Kinder ganz fest in den Arm nehmen können, ihnen das Gefühl des Geborgensein geben können, und dann in kindgerechten Worten die Situation erklären.
Besser von Ihnen als von anderen mit vielleicht verzerrter Sichtweise.
Aber ich bin sicher, Sie haben die richtigen Worte für Ihre Kinder gefunden und Ihre beiden Kinder haben weiterhin ein unerschütterliches Vertrauen in Sie und Ihren Mann.

mynona am 27.07.11 0:08

Frau Wieseler, ich finde Ihre Handlungsweise durchaus nachvollziehbar, aber gefährlich und verantwortungslos.

Weil Sie nicht wissen, wie Sie selbst gefühlsmäßig mit der schrecklichen Tat umgehen sollen, lassen Sie Ihre Kinder damit allein.

Es ist besser, Kinder erfahren auch schlimme und schlimmste Nachrichten von ihren Eltern, mit der Möglichkeit nachzufragen und in den Armen der Eltern zu weinen und getröstet zu werden.

Nun wird Ihre Tochter das wahrscheinlich von anderen Kindern im Ferienlager erfahren, vielleicht noch "schön" blutig ausgeschmückt und mit Gruseleffekt ("Oh, ich glaub ich hör da draußen was, vielleicht schleicht da auch einer rum so wie in Norwegen ...").
Und ohne die Möglichkeit, bei Mama und Papa nachzufragen, ob das so stimmt und sich in Ihren Armen beruhigen zu lassen.

Eltern sind auch dazu aufgerufen, Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen - aber in diesem sehr speziellen und wichtigen Fall haben Sie die einfach von sich geschoben.


Meine Kinder mussten einige schlimme Nachrichten erfahren, auch über den Tod von geliebten Menschen - und ich habe es ihnen jedes Mal selbst mit viel Zeit und eigener Trauer erzählt.
Und glauben Sie mir, bei allem Schmerz und Entsetzen waren sie jedes Mal froh, dass Mama und Papa es erzählt haben und wir zusammen trauern konnten.

PR am 26.07.11 20:37

+ t
+ r

- frei einsetzbar.

;-)

Emma am 26.07.11 20:25

@ Karina am 26.07.11 19:12

Noch etwas... Sie schreiben 'als Ihre Kinder klein waren'... demnach sind Sie schon älter.

Als meine Tochter klein war, gab es in unserem Haushalt ein Telefon, ein Fernseher, eine Tageszeitung... Da hätte man auch leichter schlechte Nachrichten unter den Tisch fallen lassen können, wenn man denn wollte.

Heute gibt es in den meisten Haushalten mehrere Telefone incl Handys, mehrere Fernseher, mehrere Tageszeitungen und mehrere PC's/Notebooks etc, weil letzteres einfach gebraucht wird für die Schule heute... Und nu? Wie wollen Sie da schlechte Nachrichen vor Kindern verstecken? Da bin ich mehr für den ehrlichen Weg, wie schon geschieben, bevor es ein anderer tut. Wir leben nicht mehr im Jahre 1911 sondern im Jahre 2011.

Emma am 26.07.11 20:20

@ Karina am 26.07.11 19:12

Wie gehen denn hier manche mit Kinderseelen um? Normale Eltern versuchen, Kindern auf dem Weg zum Erwachsen werden zu helfen und sehen in Kindern nicht das ewige Baby, was betüttelt werden muss an Mutters Brust.

Wie gehen Sie denn damit um, wenn Ihre Kinder am Zeitungskiosk die grausamen Bilder sehen oder am Fernseher bei Freunden? Lügen Sie sie an und erzählen Sie Ihnen, dass ist nicht echt? Da spielen nur welche Indianer?

Manchen Eltern sollte man verbieten, Eltern zu werden. Die sehen ihre Kinder als Eigentum an, was ihnen gehört.

Emma am 26.07.11 19:32

Hallo, diese " Abzocke ist mir an einer Startanke in Gelsenkirchen schon vor einem halben Jahr aufgefallen. Dort werde ich nicht mehr Tanken auch wens billiger ist. Wenn ich bedenke, das ich ca. 10-15 mal im Jahr den Luftdruck prüfe und ich für 15 Euronen einen 12 Volt Luftdruckkompressor bekomme steht das wohl in keinem Verhältnis. Selbst wenn ich dafür eine Hand oder Fußluftpumpe nehmen müsste, würde ich diese Tanken meiden. Absolute Frechheit. will diese Gesellschaft dieser Luftprüfer ein Monopol aufbauen. Da muss der Staat schnell den Riegel vorlegen. Ansonsten gibt es ja noch den europäischen Gerichtshof, der sich ja sonst auch in alles einmischt.

T.Weber am 26.07.11 19:21

Ich bin erschreckt, wie sorglos manche hier mit Kinderseelen umgehen.
Wo ist da die Fürsorge?

Karina am 26.07.11 19:12

Anonym am 26.07.11 16:29

und dann muss mandy noch was loswerden.

mama, schantale hat mir gesagt, daß ihr papa der raumpflegerin immer nen 10er zusteckt, daß die ihm etwas luft reinbläst.

und wie sollen die eltern da reagieren, bei so aufgeweckten kindern?

werner am 26.07.11 16:46

Emma am 26.07.11 16:08

Und ob Frau Wieseler das kann.

Wenn solche bösen Sachen passieren, dann schickt sie ihre Kinderchen zum spielen in einer heilen Welt auf die berühmte Wiese in K begleitet von einem ordentlichen "Rumranzen" ob dieser bösen Sachen.

Und schon meint sie die heile Welt ihrer Kinderchen gerettet zu haben.

Aber nicht so ganz, denn dann kommt das nächste Problem:

"Mama, die Mandy hat mir erzählt, dass ihr Papa für das Reifenaufpumpen an der Tanke bezahlen musste"

Und schon wieder gehts los mit den bösen Nachrichten.

Anonym am 26.07.11 16:29

>>Nachher haben wir in aller Ruhe mit ihnen gesprochen. Sie haben es gut verarbeitet.>>

Karina am 26.07.11 15:44

Gut, dass Sie mit Ihren Kindern doch noch geredet haben.
Ansonsten haben Sie sich selbst widersprochen, da Sie ja die Nichtinformation der Frau Wieseler gutheißen.

heikos am 26.07.11 16:28

@ Karina am 26.07.11 15:44

>>>Ich finde Frau Wieseler hat richtig gehandelt. Sie liebt ihre Kinder und will sie schützen. Was ist daran falsch?>>>

Daran ist viel falsch. Man kann Kinder auch überbehüten und damit richtet man unter Umständen mehr Schaden an als das es Nutzen bringt.

Frau Wieseler wird ihre Kinder vor solchen Schlagzeilen gar nicht schützen können, es sei denn, sie sperrt sie zuhause ein und kappt Fernsehen und Internetanschluss.

Man kann Kindern nicht alles abnehmen und vor allem behüten. Von Geburt an gehen sie von einem weg, jeden Tag einen Schritt mehr und man muss sie gehen lassen. Man kann irgendwann nur noch das Netz sein, was sie auffängt, wenn sie mal fallen. Gehen müssen sie alleine (lernen).

Emma am 26.07.11 16:08

Ich finde Frau Wieseler hat richtig gehandelt. Sie liebt ihre Kinder und will sie schützen. Was ist daran falsch?
Als meine Kinder klein waren, hat es im Haus gegenüber gebrannt und ich informierte die Feuerwehr, als die Flammen aus dem Dach schlugen. Die wußten vorher nichts und ich wußte, das da oben Kinder drin waren. Das sagte ich auch der Feuerwehr.
Die Löschtrupps waren schnell da, da die Feuerwehr nicht weit entfernt stationiert war.
Die Kinder haben bis auf eins nicht überlebt.
Ich habe meine Kinder ganz bewußt abgelenkt, damit sie die ganze Situation nicht mitbekommen. Wir haben, damals, Videos geguckt. Die Beiden waren begeistert, das sie so lange gucken durften und mein Mann und ich haben die Situation im Haus gegenüber immer heimlich beobachtet, bis alles Geschehen vorbei war.
Wir wollten nicht, das die Bilder im Herzen und Gedächtnis der Kinder bleiben.
Nachher haben wir in aller Ruhe mit ihnen gesprochen. Sie haben es gut verarbeitet.

Karina am 26.07.11 15:44

Finde ich Ok Susanne.

Kinder haben eine sehr Fine Gefühl für was Gut oder Böse ist. Jede Elternpaar kennt Ihre Kinder, so das Ihre Umgang mit ihre Kinder dieses Wissen Bestimmt.

Beschamend ist es das Manche Eltern ihre Kinder Recht Extremisten Gedankengut Vermitteln.

Grüße
Take it easy.

John in Germany am 26.07.11 15:03

@Ichfassesnicht am 26.07.11 6:07

im Vorblog:

Treffender hätte ich das nicht formulieren können!

heikos am 26.07.11 14:52

@ Sarah am 26.07.11 13:05

Ihre Einstellung finde ich gut. Die Frage nach dem 'Warum' hätte ich auch nicht beantworten können. Und das habe ich auch immer problemlos zugegeben, wenn ich was nicht wusste. Ich mag es nicht, wenn man Kindern etwas vormacht, nur weil man meint, Eltern müssen alles wissen. Manchmal sind Kinder auch mal schlauer als die Erwachsenen und das macht sie stolz.

Emma am 26.07.11 13:28

Emma am 26.07.11 13:19

100% zustimm!

Souly am 26.07.11 13:23

@ Hans am 26.07.11 13:05

Altersgerechte Aufklärung - damit ist gemeint, dass jeder sein Kind kennt bzw kennen sollte und weiß, wieweit man es aufklären kann. Ein Kind kann mit 10 Jahren die geistige Reife eines 14jährigen haben oder aber auch eines 6jährigen. Das hängt auch mit dem jeweiligen persönlichen Erfahrungen zusammen. Das zu beurteilen ist Sache der Eltern.

Ich bin davon überzeugt, schon im Bus/Zug auf der Fahrt zu der Freizeit von Frau Wieselers Tochter ist dieses Thema angesprochen worden. Weil mit Sicherheit einige Kinder danach fragen werden, die das mitbekommen haben. Manche Kinder sind ihrem Alter weit voraus und wissen, wie sie andere einschüchtern können. Da fallen dann so Sprüche wie 'hoffentlich werden wir nicht auch alle erschossen'.

Deshalb sind für mich die Eltern in der Pflicht, der Reife ihres Kindes entsprechend aufzuklären und das nicht anderen zu überlassen, in diesem Falle dem Begleitpersonal. Ein Abwälzen auf andere löst keine Probleme sondern macht nur neue, es kratzt am Vertrauen der Kinder zu den Eltern. Weil sie sich fragen werden, warum ihre Eltern nicht mit ihnen darüber gesprochen haben, sondern sie das hintenrum von anderen hören mussten.

Vermutlich auch noch in einer nicht gerade von den Eltern erwünschten diskreten Art und Weise sondern unter Umständen sehr hart und brutal, was für die Kinder dann mehr als beängstigend sein kann.

Emma am 26.07.11 13:19

@Emma am 26.07.11 12:40

"Da ist altersgerechte Aufklärung - in jeder Hinsicht - angebracht, bevor sie die falschen fragen."

Das war und ist Frau Wieselers Frage, die durch solche Allgemeinplätze wie dem von der altersgerechten Aufklärung nicht beantwortet werden. Schon allein deshalb nicht, weil man zunächst klären müsste, was den altersgerecht ist, was nicht geschieht. Die Ausführungen, dass Kinder mehr mitbekommen als einem lieb sei und dass sie mit 7-10 keine kleinen Kinder mehr sind, ist nicht nur nicht keine Erklärung, sondern ein krasser Widerspruch zu der Ausführung, dass man es den Kindern altersgerecht erklären müsse. Kurz, man dreht sich im Kreis.

Hans am 26.07.11 13:05

Ich habe mit meinen zwei älteren Kinder gesprochen.
Mein ältester Sohn ist 12 Jahre alt und nein - ich kann ihn nicht von allem fern halten. Er schaut Nachrichten mit uns, hört Radio(auch wenn ich nicht daneben sitze) und ich kann ja schlecht die Zeitung wegschliessen. Also habe ich beschlossen, dass er es besser von uns hört als ungefiltert irgendwelche Informationen und Bilder in sich aufzunehmen.
Gleichzeitig haben wir auch mit unserer fast 9-jährigen Tochter darüber gesprochen. Denn für sie gilt das gleiche: Radio, Zeitung, Freunde... sie hat Zugang zu Nachrichten und diesen Zugang können und wollen wir auch nicht blockieren.
Bilder haben wir ihnen allerdings nicht gezeigt. Ich als Erwachsene muss schon imemr schwer schlucken, wenn ich die Bilder sehe. Das muss ich meinen Kindern nicht antun. Wissen ist das eine - Bilder das andere.
Sie haben viel gefragt und wir haben versucht die Fragen zu beantworten. Die schwerste Frage war für mich(und einige andere bestimmt auch) Die Frage nach dem "Warum". Die konnten wir nicht beantworten. Nicht vollständig zumindest.
Ich weiß von eingen Bekannten, dass sie ihren Kindern erzählen, dass dieser Mann psychisch krank ist. Doch das will ich nicht. Krank klingt nach unzurechnugnsfähig. Meine Tochter weiß: Mit Kranken muss man rücksichtsvoll umgehen. Sich um sie kümmern und es geht ihnen schlecht und können nichts dafür, dass sie jetzt eben krank sind.
Aber rechtes Gedankengut ist für mich keine Krankheit. Genauso wenig wie Rassismus oder ähnliches.
Also haben wir ganz klar gesagt, dass wir auch nicht verstehen, warum dieser Mann 76 Menschen getötet hat.

Mit unseren beiden jüngeren Kindern im Kindergartenalter haben wir nicht gesprochen. 1. glaube ich nicht, das sie bereits in der Lage sind solche Nachrichten zu verarbeiten und 2. besteht auch kaum Gefahr, dass sie es von außerhalb erfahren.

Mein Sohn fährt nächsten Samstag auf eine Freizeit. Ob Norwegen dann noch Thema ist weiß ich nicht, wenn ja weiß ich aber wenigstens, dass er es von uns erfahren hat und nicht irgendwo Halbwahrheiten aufschnappt und so verunsichert wird.

Sarah am 26.07.11 13:05

@ Souly am 26.07.11 12:28

Genau das war ja auch mein reden; 7-10 Jährige sind keine kleinen Kinder mehr. Auch wenn das mancher gerne hätte und das in ihnen sehen möchte. Sie bekommen heute leider mehr mit, als man möchte. Sie sitzen auch mal alleine vorm Fernseher, dürften sicherlich schon einen PC benutzen... Und Zeitung lesen können sie auch.

Da ist altersgerechte Aufklärung - in jeder Hinsicht - angebracht, bevor sie die falschen fragen.

Emma am 26.07.11 12:40

@Hans am 26.07.11 12:18

Pardon aber Souly hat recht, Sie können Kinder und Jugendliche vor solchen Bildern nicht schützen, höchstens auf einer stromlosen Insel "in the middle of nowhere".

Ichfassesnicht am 26.07.11 12:36

@Souly am 26.07.11 11:36

Kinder und auch Jugendliche leben in einer ganz anderen Welt. Wem Alzheimer und Altersdemenz noch Fremdwörter sind, sollte sich eigentlich daran erinnern.
Kinder leben, wie gesagt, noch in einer statischen Welt. Jugendliche träumen noch von der großen Liebe und DEM Traumjob.
(Ok das mit der großen Liebe ist ein Ball Ast den man nie wirklich los wird).
Klare Trennlinien kann man hier sicher nicht ziehen.
Ebenso wenig kann man bestimmte Themen als, ab dann und dann begreifbar, deklarieren.
Mit 11 habe ich das erste mal die These überprüft, das es zwei Sorten von Menschen geben soll. Als meiner Uroma starb, der Mensch der mir damals mit Abstand am meisten bedeutete, da hat es den 16 Jährigen fast aus den Schuhen gehauen.
Will heißen, nur weil ich das eine "begreife" muß ich nicht zwingend auch mit dem anderen umgehen können.
Die Bilder sind in der Welt, egal ob von Mord und Totschlag oder von Übersexualisierung, die bekommt man nicht mehr weg. Wichtig ist das jemand da ist dem man (Kind/Jugendlicher) vertraut und der sich nicht vor Antworten drückt.
Und sei es nur,"ich weiß/verstehe es auch nicht". Da weiß Kind wenigstens das es nicht der alleinige Blöde unter der Sonne ist.

Ichfassesnicht am 26.07.11 12:28

Hans am 26.07.11 12:18

Ich meine nicht die 14-16 jährigen sondern schon die kleinen 10 bis.......

ich hab früher als 9 jähriger immer in der zeitung von diesen kroll gelesen........der typ hat mehrere kinder gequält zerstückelt und sogar von gegessen.........ich hab keine bleibenen schäden davongetragen,im gegenteil es hat mir gezeigt das es böse menschen gibt und man aufpassen mus.

Souly am 26.07.11 12:28

@Souly am 26.07.11 11:36

Warum so aggressiv?

Frau Wieseler spricht von ihren 7 und 10-jährigen Kindern. Genau das schrieb ich auch.

14-18 jährige sind Jugendliche und keine Kinder im vorgenannten Sinne.

Man muss eben unterscheiden können. Können Sie es?

Auch Erwachsene scheitern mit ihren Erklärungen, was angesichts des intellektuellen und ideologischen Breis in Presse, Rundfunk und Fernsehen nicht wundert.

Wer ein christliches, eine liberales, ein humanistisches Weltbild hat, dürfte zumindest von dem unsäglichen und unaussprechlichen Hass und dem Vernichtungswillen des Herrn Breivik sprechen können, welche aus Intoleranz und rechter Hetze gespeist wurden und daraus hervorgingen.

Der Politologe und Parteienforscher Rudolf Walter schreibt heute:"Das Manifest des Massenmörders Breivik zeugt weniger von geistiger Verwirrung, Wahnsinn oder Irrsinn als von intellektueller Verhetzung und Kenntnis der Geschichte".

So, jetzt erklären Sie das mal einem Kind.

Das Morden auf der Welt geht weiter, auch wenn man seine Kinder solange davor schützt, bis sie mit und durch Hilfe von Erwachsenen soweit gefestigt sind, dass sie von solchen Berichten nicht zutiefst erschüttert, verängstigt und deshalb hilflos werden. Nur darum geht es erstmal.

Hans am 26.07.11 12:18

@Ichfassesnicht am 26.07.11 11:52

Opa Gerd hatte in einer Antwort an Emma und mich geschrieben, ohne das besonders deutlich zu machen.
Emma hatte ihn falsch verstanden, weil sie den ersten an mich gerichteten Teil auf sich bezog. Daraus ergab sich ein Disput, den ich zu beenden versuchte, indem ich an Emma schrieb: "Opa ist nicht mehr der Jüngste..."
Das brachte wohl das Fass zum Überlaufen und Emma und ich bekamen eine etwas seltsame Antwort, die ich mir kopiert habe, um in Ruhe darauf zu antworten, und als ich geantwortet hatte, war der Text von Opa schon gelöscht.
Das war alles.
Gruß

anita 67 am 26.07.11 12:06

- von
+fand

noch schwer unterkoffeiniert.

Ichfassesnicht am 26.07.11 11:54

@anita 67 am 26.07.11 10:18

Ich weiß ja nicht ob da mehrere Beiträge gelöscht wurden, aber so falsch von ich seine Einlassungen nicht.
Aber in einer sachlichen "Diskusion" plötzlich mit irgendwelchen persönlichen Angriffen zu glänzen müßte nicht sein.

Ichfassesnicht am 26.07.11 11:52

Hans am 25.07.11 20:09

Das heißt auf Deutsch dann............sperrt eure Kinder ein bis Sie 18 sind? Kinder erfahren es so oder so,Zeitungen,Fernsehen,I-Netz oder Handyvideos.Man sollte endlich aufhören,Kinder immer so hinzustellen als würden sie es nicht kapieren was passiert ist.Man mus ihnen nicht die blutigen Bilder aus den Fernsehen zeigen,aber erklären sollte man es Ihnen!

Souly am 26.07.11 11:36

Nicht zu unterschätzen finde ich das Agressionspotential das viele in sich tragen.
Aus ganz unterschiedlichen Gründen.

weil sie verletzt wurden, oder Wünsche nicht erfüllt oder Ziele umgesetzt werden konnten.
Auch andere Gründe wie Ablehnung können durchaus da eine Gewichtung haben. Verhöhnung, Mobbing vieles kommt da zusammen.

Dazu das Machtstreben, das ebenfalls viele durch bestimmtes Verhalten erreichen.

Gewalt im Krieg ist das gleiche letztlich nur die Gründe werden auch hier wieder anders gesehen.

Wenn wir Gewalt anfangen unterschiedlich zu bewerten, sind wir bei den Dramen die sich weltweit abspielen, weil wir keine Zusammenhänge mehr sehen wollen die es da leider durchaus gibt.

Denn eines ergibt sich oft aus dem anderen,
was keinen Grund rechtfertigt, Gewalt an anderen Menschen auszulassen, auch die eigenen Agressionen nicht.

Man möge einmal im Alltag beobachten um sich vieles zu vergegenwärtigen. Schön ist vieles da nicht.

Gertrud am 26.07.11 10:55

anita 67 am 26.07.11 10:17

Anita, ich denke Gewalt ist Gewalt und es gibt da keinen Unterschied.

Verständlich ist sie niemals, in dem Sinne, daß man sie verstehen kann oder will. Weder die eine noch die andere. Weder das was jetzt in Oslo geschehen ist, noch sexuelle Gewalt Menschen gegenüber. Oder Schläge oder anderes.

Man kann allenfalls versuchen die Gründe zu verstehen, die dorthin führen, daß ein Mensch so etwas tut. Und versuchen daran etwas zu ändern.
Verstehen wird man das nie.

Sie sollte auch grundsätzlich abgelehnt werden, egal in welcher Form.

Da Gewalt keine Ächtung in dem Sinne findet,
denn sie findet ja nicht nur in der Verletzung körperlicher Art alleine, sondern auch verbal und psychisch so oft statt, in Form von Drohung und Angst erzeugen, wird aber als solche nicht gesehen, wird man sie auch nie abschalten können. Weil auch hier Sicht und Einsicht sowie Erkennen fehlen, solange diese fehlen.

Von daher sollte man sich auch immer des Wortes bewußt sein. Denn auch diese können Schaden anrichten, nicht nur Bilder allein.

Musik und auch anderes können ähnliches bewirken, wenn man alleine an die Untermalung von Filmen und Beiträgen denkt.

Es ist wichtig wie wir etwas ausdrücken und tun
in allem. Mehr als das.

Weil das was dem einen Menschen nicht viel ausmacht, beim anderen schon eine Krise oder anderes hervorrufen kann.

Man sollte grundsätzlich nie einem anderen Menschen schaden und auch versuchen Schaden abzuwenden und fernzuhalten.

Das Leben in sich birgt schon genug als das es hier eine Verstärkung insbesondere durch die Medien bräuchte, zumindest in diesem Themenbereich.

Gertrud am 26.07.11 10:28

@Ichfassesnicht am 26.07.11 2:21

Der Kommentar hatte was! Der war vom Feinsten!
Hätte aber ruhig stehenbleiben können, der sprach für sich selbst.
Gruß

anita 67 am 26.07.11 10:18

@derschonwieder am 25.07.11 21:17

Das sind zwei Themen, die sich nicht miteinander vereinbaren lassen.
Natürlich habe ich mit meinen Kindern über sexuell motivierte Gewalt gesprochen. Das hat aber nichts mit dem heutigen Blog zu tun, in dem es darum geht, wie man Kindern "unverständliche" Gewalt erklären soll. Natürlich muss man darüber sprechen, wenn die Kinder das wollen. Man muss sie aber nicht mit der Nase auf Details stoßen.
Deshalb habe ich ja immer wieder darauf hingewiesen: Reden ja, Bilder zeigen nein!
Wenn Sie darin einen Widerspruch sehen, kann ich Ihnen auch nicht helfen.

anita 67 am 26.07.11 10:17

Ich weiß nicht warum man sich ständig irgendwie angehen, streiten muß. Sind die Ereignisse nicht heftig genug, als das man sich noch streiten müßte auch hier angehen müßte.

Frau Wieseler

Sie schreiben:

"...Und wenn ich mein Kind beiseite nehme, nach dem Motto: "Ich muss dir etwas sagen ..." macht man es dann nicht noch größer? Noch wichtiger? ..."

Ja das macht man. Dieser Mensch der anrichtete hat schon viel zu viel Aufmerksamkeit.

Alles mit dem man sich im Leben beschäftigt erhält im Leben auch im eigenen ein Gewicht, mehr oder weniger, das welches man ihm gibt.

Und von daher denke ich, ist es wichtig, mit was man sich beschäftigt und auseinandersetzt oder auch nicht. Und welche geistige Nahrung man zu sich nimmt oder erhält.

Die Medien sollten hier ihre Verantwortung entsprechend wahrnehmen mit der gebotenen Rücksichtnahme.

Die Nachrichten an sich reichen schon und bewirken bei den meisten schon zuviel und genug an Angst und Schrecken. Anstatt an Aufklärung oder Information.

Dann kommen zu den eigenen Problemen die man vielleicht hat, solche noch hinzu.

Kein Wunder, daß die Zeit so ist wie sie ist.
Und die Menschen leider ebenso. Zumindest in Teilen. Zum Glück ja nicht alle.

Im übrigen sollte man sich abschminken Kinder wie kleine Erwachsene zu behandeln. Sie sind es nicht und es wird ihnen ohnehin zuviel zugemutet,
und oft genug nicht das richtige.

Da bin ich bei Doris, kindgerecht erklären ist wichtig.

Und ebenso wie man welche Nachrichten aufbereitet.
Bei den meisten bewirken sie letztlich einen Teil der Gleichgültigkeit weil es oft genug "des Guten??? zuviel ist.


Gertrud am 26.07.11 10:14

Nur leider hält sich Emma nicht daran @Anonym am 26.07.11 8:53, sie hat wohl nichts besseres zu tun.

Anonym am 26.07.11 9:44

Trolle soll man nicht füttern @ Emma.

Anonym am 26.07.11 8:53

Emmas Beitrag um 7.40 Uhr

Das sagen gerade SIE, die sich immer in Beitäge einmischt die an andere gerichtet sind.

Gustav Müller-Trojanus am 26.07.11 8:48

@ derschonwieder am 26.07.11 8:26

Warum schreiben Sie plötzlich nicht mehr alles klein? Warum schreiben Sie genauso konfuse Beiträge wie Gerdopa und Gerd Opa? Woher wissen Sie, was Opa Gerd geschrieben hat in seinem gelöschten Beitrag?

Fragen über Fragen...

Vergessen haben Sie allerdings, das der Inhalt des gelöschten Beitrages sehr beleidigend war nöscht wahr.... Und genau darüber habe ich mich gefreut, auch wenn Sie versuchen, mir anderes in den Mund zu legen. Und den Bezug zur Ferienfreizeit habe nicht ich gestellt, sondern Frau Wieseler. Aber sonst ist alles klar *lol*...

Emma am 26.07.11 8:41

Emma 25.07., 20:55 Uhr: Dass Sie sich über die Löschung eines Kommentares von Opa Gerd freuen, in dem er die Wahrnehmung von Kindern in öffentlichen Räumen wie "national befreite Zonen" oder No-Go-Areas als eine andere definiert, als die von reichen Familien in Speckgürtelsiedlungen der Metropolen (Naturglatzen versus Dresscode von Neonazis), könne ein Hinweis auf Weltfremdheit sein.

Hauptsache, Sie haben Ihre Diskurshoheit auf dieser Seite wiedererlangt.

Haben Sie schon mal überlegt, ob der Admin vielleicht ein Sympatisant sein könnte, der Texte gegen Neonazis schnell zu löschen bereit ist?

Und um für Opa Gerd auch mal eine Lanze zu brechen: Den Bezug zu Ferienfreizeit haben SIE doch hergestellt:
".......wie erklärt man das einem Kind, was zB selber auf eine Freizeit in Deutschland fahren soll? "

derschonwieder am 26.07.11 8:26

@ Frau Paulus am 26.07.11 7:43

10jährige bekommen nicht nur durch die AKS genug mit. 10jährige werden heute schon früh mit der Bravo vertraut, da 'liebe' Mitschüler sich damit brüsten müssen, dass sie solche Lektüren schon lesen. Naja lesen und verstehen sind ja zweierlei paar Schuhe. Die Hefte wurden in der Pause in der Grundschulklasse meiner Tochter rumgereicht. Es gibt schlimmeres als die Bravo, nur kamen dann schon Fragen, die beantwortet werden wollen.
Als Eltern kann man dann nicht den Kopf in den Sand stecken, die Kinder - auch schon oder gerade 10jährige - bekommen genug mit durch die Medien.

Ob Frau Wieseler zB immer daneben steht, wenn ihre Kinder am PC sitzen? Auf jeder Internetseite war Norwegen das Thema der letzten Tage.

Emma am 26.07.11 7:59

@ Gerd am 26.07.11 7:40

Warum fühlen Sie sich angesprochen? Mein Beitrag richtet sich an "derschonwieder" am 25.07.11 21:17. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...


Emma am 26.07.11 7:52

@ Ichfassesnicht am 26.07.11 2:01

>>>Warum brechen Kinder zusammen wenn Eltern sich scheiden lassen, weil die Welt plötzlich nicht mehr die Welt ist, weil Unendlichkeit plötzlich und ohne Vorwarnung Endlich wird. Das können Sie keinem Kind erklären.>>>


Wenn Eltern mit ihrer Scheidung altersgerecht wie Erwachsene umgehen, bricht auch für Kinder nicht unbedingt eine Welt zusammen. Wenn Eltern sich aber gegenseitig verbal zerfetzen, die Kinder benutzen, den anderen Elternteil als böse darstellen, bricht für Kinder sicherlich eine Welt zusammen.

Mein 'Kind' war 21, als sich ihre Eltern scheiden ließen. Aber die Scheidung kam sicherlich nicht plötzlich, das war ein schleichender Prozess, den Kinder mitbekommen. Und ich denke, die Zeit 'davor' war für Kinder unverständlicher und schwieriger als der Scheidungsakt an sich.

Und wie Eltern 'danach' miteinander umgehen, kann den Kindern die Scheidung der Eltern ungemein erleichtern. Für meine Tochter sind wir Eltern geblieben und sehen uns regelmäßig z.B. bei Familienfeiern.

>>>Wie will man einem Kind etwas erklären was man selbst nicht begreift? Tot kann ich Ihnen physikalisch erklären, aber den Tod kann Ihnen niemand erklären. Und begreifen tut ihn erst recht niemand.>>>

Begreifen tut ihn niemand, aber leider werden auch schon Kinder damit konfrontriert, ob sie wollen oder nicht. Man kann Kindern aber erklären - oder sie sehen es sogar, dass die Oma oder der Opa sehr krank sind und dass sie dann irgendwann für immer einschlafen. Das sie dann auch keine Schmerzen mehr haben, kann man ihnen vermitteln, was ja durchaus eine positive Seite am Sterben ist.

Ich habe meiner damals 10jährigen Tochter gesagt, als ihre Oma plötzlich starb, dass sie sehr krank war. Das sie in ein Grab kommt aber die Seele in den Himmel. Wir haben das Grab gepflegt, Blumen und Kerzen hingebracht regelmäßig. Mehr kann man als Eltern auch nicht machen. Wie ein Kind das verarbeitet, ist dann seine Sache. Nur - sagen und erklären muss man das schon - irgendwie. Und Eltern finden in der Regel die richtigen Worte und wenn Kinder dann Fragen haben, um so besser. Die Antworten wird man schon finden.

Emma am 26.07.11 7:47

Liebe Frau Wieseler,
unsere Tochter ist auch 10 Jahre alt. Sie sieht mit uns zusammen aks. Dadurch hat sie genauso wie wir von dem Unglück in Norwegen erfahren. wir haben darüber intensiv gesprochen, betroffen wie wir alle waren. wir sprechen auch mit ihr über sexuellen Mißbrauch, wenn es Thema bei aks war. In der Schule wurde das Thema auch bearbeitet. Viele Mitschüler wussten rein gar nichts darüber. Wir halten es für wichtig, dass unsere Tochter weiß, dass alle Menschen Sünder sind und darum manche sehr böse Taten tun. Sie soll nicht Fremden vertrauen, sondern erstmal misstrauisch sein. Gerade heute, wo die christlichen Grundregeln, Gebote nicht mehr akzeptiert werden, scheint es uns total notwendig zu sein, dass unsere Tochter ein gesundes Misstrauen gegenüber Fremden hat, und wir über alles sprechen, was sie beschäftigt.
Sie soll ja uns am meisten vertrauen, wenn sie dann von anderen Dinge erfährt, die wir ihr vorenthalten, könnte das tatsächlich zu einem Vertrauensbruch führen.

Frau Paulus am 26.07.11 7:43

OT
@Emma am 26.07.11 7:32
Zitat:
...Danach hätten Sie sich auch die Tinte für Ihren Beitrag sparen können...

Tausend Dank für Ihren oben zitierten Beitrag.
Somit weiß jetzt endlich die Bloggergemeinde wie sie hier Tinte sparen kann.
Übrigens mein Geschreibsel benötigt keine Tinte!

Gerd am 26.07.11 7:40

@ derschonwieder am 25.07.11 21:17

Sind Sie des Lesens mächtig? Dann lesen Sie einfach meine Beiträge und schon ist Ihnen geholfen. Danach hätten Sie sich auch die Tinte für Ihren Beitrag sparen können.

Emma am 26.07.11 7:32

Ichfassesnicht,

das meinte ich auch, Kinder bekommen das irgendwie mit, durch Freunde oder schnappen was auf.
Und dann kann man es ihnen erklären.
Kindgerecht und vorsichtig.

Doris64 am 26.07.11 7:19

Hallo Frau Wieseler,
Zitat:
...Mein Mann und ich haben beschlossen, das fernzuhalten von den Kindern...

Nicht mit den Kindern zu reden ist der größte Fehler bei der Kindererziehung, den Eltern machen können.

Gerd am 26.07.11 7:04

@Doris64 am 26.07.11 6:09

Auch Morgen, eigentlich n`Abend,
Antworten geben ja, Ansprechen nein. Kinder haben eine ganz andere Wahrnehmung. Es wurde ja schon angesprochen, da kann mehr angerichtet werden als man glaubt.

Ichfassesnicht am 26.07.11 6:22

Guten Morgen

Meckerpott, auch Atheisten können ihren Kindern sagen das Meenschen gestorben sind und meinetwegen auch, das sie im Himmel sind.
Oder was auch immer.
Wichtig ist doch, das es kindgerecht und ohne Ängste hervorzurufen, gesagt wird.

Doris64 am 26.07.11 6:09

Also man muss Kindern sicher nicht künstlich Angst machen. Wenn sie anders nichts davon erfahren würden, muss man sie nicht gerade gezielt vor den Fernseher setzen.
Wenn sie es denn nun schon gesehen haben weiß ich's auch nicht. In religiös veranlagten Familien kann man sicherlich sagen dass die Toten jetzt bei Gott sind und alles nicht so schlimm.
Atheisten könnten ihren Kindern vielleicht beibringen wie sie sich im Fall eines Gewaltakts verhalten sollen, also je nach Situation schreien, Polizei rufen oder totstellen.

Meckerpott am 26.07.11 5:53

"schwuppdiwupp wech war der Opakommentar...

Emma am 25.07.11 20:55"

Das find ich aber nicht nett, hier Späßken haben, und keiner sacht watt. *schmoll*

Ichfassesnicht am 26.07.11 2:21

@unbekannt 60 am 25.07.11 20:22

Sie können aber auch Sachen verlangen!
Das der dritte Sauflaub auf Malle und der 3to SUV vor der Tür in unmittelbarem Zusammenhang mit dem stehen was in der dritten Welt passiert, DAS will doch nun wirklich keiner wissen!

Ichfassesnicht am 26.07.11 2:17

@MeineEine am 25.07.11 20:01

Wie will man einem Kind etwas erklären was man selbst nicht begreift?
Tot kann ich Ihnen physikalisch erklären, aber den Tod kann Ihnen niemand erklären. Und begreifen tut ihn erst recht niemand.
Gerade Kinder, für die alles irgendwie statisch und ewig ist. Als ich Kind war wurde in unserem Garten ein Baum gefällt, das geht doch nicht, der war doch immer schon da, seit Anfang der Welt, meiner Welt. Warum brechen Kinder zusammen wenn Eltern sich scheiden lassen, weil die Welt plötzlich nicht mehr die Welt ist, weil Unendlichkeit plötzlich und ohne Vorwarnung Endlich wird. Das können Sie keinem Kind erklären.
Fragen beantworten ja, wenn´s geht so einfach wie möglich, aber erklären?
Der Tod war in unserer Familie aus der Historie heraus nie ein Tabuthema, ich war 16 als zwei sehr nahe Angehörige innerhalb eines Monats starben, danach war nur Leere.
Ich habe beruflich sehr viel mit Sterben und Tot zu tun gehabt, trotzdem werde ich es nie in den Kopf bekommen das man mit demjenigen mit dem man vor einer Minute noch gesprochen hat, niemehr sprechen wird.

Ichfassesnicht am 26.07.11 2:01

@heikos am 25.072011 23:17 genau.Die Kinder von unseren Nachbarn sind Ofensichtlich verstört den ich habe sie heute nachdem sie das erfahren haben nicht mehr gesehen,was sehr komisch ist den eigentlich sind sie bei fast jedem Wetter draußen,ich vermute auch vom wem sie diese Nachricht haben wen das stimmt,dann kann man nur sagen die Eltern haben jetzt was zu tun den die haben einen Freund der immer sehr besserwisserischen ist und erzählt deswegen auch oft Mist.Eines muss ich allerdings noch sagen die beiden nachbarskinder leben neben einander nicht zusamen in einen Haus es sind also zwei Familien schreibe das nur damit klar ist das es nicht Brüder oder so sind es sind nur sehr gute Freunde die halt diesen einen Besserwiserichen Jungen als Freund haben.Gute Nacht an alle.

Anonymous am 25.07.11 23:38

@Frau Wieseler.

Sie sind doch Journalistin.
Es gehört doch zu Ihrem Handwerk, Nachrichten zu überbringen.
Diese kann man verharmlosen, dramatisieren und auf andere Arten verzerren.

Es sollte Ihnen doch nicht schwer fallen, solche Ereignisse Ihren Kindern entsprechend zu vermitteln.

Schlimmer ist es doch, wenn die Kinder verstört mit Halb- oder Falschinformationen nach Hause kommen und Ihnen Vorwürfe machen.

Da haben Sie aber weit mehr zu erklären.

heikos am 25.07.11 23:17

>>>Also ich würde es den Kindern auch selber sagen den sonst könnte es seien da sie große Angst bekommen wen sie das von jemand erfahren der nicht zur Familie gehört war nämlich so bei unseren Nachbarn so.Die Kinder von denen haben es von Freunden erfahren und haben jetzt große angst das so etwas auch hier Passiert.>>>

Anonymous am 25.07.11 21:53

So sehe ich das auch.
Wenn man die Kinder abschottet, wie Frau Wieseler das für richtig hält, bekommen diese nur Informationshappen, teilweise aus dem Zusammenhang gerissen und sind dann erst recht verunsichert und ängstlich.
Außerdem verlieren die Kinder vielleicht das Vertrauen in die Eltern, wenn sie erst von Nachbarn oder anderen Kindern informiert werden.
Wie Doris64 schon schrieb: Kindgerecht dem Alter entsprechend angepasst.

heikos am 25.07.11 22:55

Die Angst das ein Irrer plötzlich um sich schießt ist
berechtigt, in jeder Stadt oder auch Dorf kann soetwas passieren. Nicht nur bei den Anderen oder weit weg, in jeder Schule, Kaufhaus oder sonstigen öffentl. Einrichtung oder wo sich mehr als 10 Men schen in der Stadt aufhalten muß damit gerechnet werden. Allerdings bleibt uns nichts anderes übrig, da wir trotzdem unseren Alltag unsere Arbeit unser Leben weiterleben müssen. Genauso wie die Auslöschung einer ganzen Familie oder einzelner Angehöriger kann auch in der nächsten Umgebung passieren und es passiert jeden Tag. Leider!!! Wir
hören und sehen es jeden Tag in den Medien.

unbekannt 60 am 25.07.11 22:04

Wie sag ich es meinem Kind.


Kurz und knapp, kindgerecht, ohne aufbauschen und dramatisieren.

Doris64 am 25.07.11 21:59

Also ich würde es den Kindern auch selber sagen den sonst könnte es seien da sie große Angst bekommen wen sie das von jemand erfahren der nicht zur Familie gehört war nämlich so bei unseren Nachbarn so.Die Kinder von denen haben es von Freunden erfahren und haben jetzt große angst das so etwas auch hier Passiert.

Anonymous am 25.07.11 21:53

anita und emma: sprechen sie mit ihren kindern auch nicht über sexuell motivierte gewalt an kindern oder lassen sie sie im dunkeln übe diese reale gefahr. sind sie gegen entsprechende kampagnen in grundschulen damit alles pöhse von den puben fernbleibt.

etwa stolz darauf mit diesem widerspruch zu leben.

derschonwieder am 25.07.11 21:17

Meinungsfreiheit wird hier groß geschrieben. Insbesondere, wenn Falschmeinungen korrigiert werden. Danke an den Admin. So kenne ich den WDR.

Ich wurde gewarnt: Lass Dich nicht auf einer spießbürgerlichen Plattform nieder.

Gerdopa am 25.07.11 21:06

@ anita 67 am 25.07.11 20:53

Der Admin schläft nicht ;-) Ich aber fast. Gute Nacht und nicht provozieren lassen.

Emma am 25.07.11 20:57

Emma am 25.07.11 20:55
"schwuppdiwupp wech war der Opakommentar..."

Von mir aus hätte er stehen bleiben können.
Jetzt aber endgültig
Gute Nacht!!!

anita 67 am 25.07.11 20:57

schwuppdiwupp wech war der Opakommentar...

Emma am 25.07.11 20:55

@Gerdopa am 25.07.11 20:48

Warum so aggressiv. Als ich 10 Jahre alt war, schrieben wir das Jahr 1954 und sie hätten mit der Lupe keinen gefunden, der sich derart aufgeführt hätte. Mehr habe ich nicht gesagt.

Zu der Zeit tauchte auch der Begriff so gut wie gar nicht auf, nicht in der Familie, nicht in der Schule usw.
Nichts für ungut, aber beim nächsten Mal vielleicht in einem anderen Ton. Danke.

anita 67 am 25.07.11 20:53

Off Topic:
Emma 20:22: Meine 41-jährigen Sohn erkläre ich Folgendes:
Mich hat seinerzeit schockiert, welche rassistischen Gästebucheinträge der Grimmepreisträger und “Inlandskorrespondent” Frank Plasberg vor seiner Sendung am 01.09.2010 veröffentlichte. Die Sendung hatte das Thema “Rechthaber oder Rechtsausleger -
Deutschland streitet über Sarrazin” und als Gäste unter anderem Thila Sarrazin und Arnulf Baring. Beim Lesen der Kommentare kam mir die Kotze hoch. Aus der Journalistenausbildung in den 90er Jahren, der Zeit, die von den Anschlägen in Mölln, Solingen, Rostock-Lichtenhagen usw. geprägt war, ist mir noch in Erinnerung, dass sämtliche Leserbriefe mit rassistischen Inhalt direkt im Papierkorb landeten. Heute werden sie unter dem Deckmäntelchen der Meinungsfreiheit als rassistische Hetze online gestellt. Hauptsache die Quote stimmt.
Die Krönung leistete sich Plasberg danach mit der Veröffentlichung seiner Ted-Abfrage: Stimmen Sie den Thesen von Sarrazin zu? 84 % JA, 16 % NEIN. Plasberg nennt das Demokatie, in seinem Sinne wohl: Wenn 9 Wölfe und 1 Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendbrot gibt.

Dann diskutiere ich mit ihm über das islamophobe gesellschaftliche Klima in Europa, das eine derartige Tat geistig positiv begleitet.

Gerdopa am 25.07.11 20:41

@Emma am 25.07.11 20:33

Opa ist nicht mehr der Jüngste. Schauen Sie sich noch mal seine Nachricht von 20.13 an, da sind wir beide angesprochen, nur bei mir hat er die Uhrzeit vergessen!

OT
Trotzdem wünsche ich allen Bloggern eine gute Nacht!

anita 67 am 25.07.11 20:37

@ anita 67 am 25.07.11 20:28

Mit Anita war die Enkelin von Opa Gerd gemeint und Männer mit Glatze in Autos seh ich täglich, ohne das es sich (offensichtlich) um Nazis handelt. Da muss der Opa seiner Enkel schon ein paar Worte in den Mund gelegt haben, sonst kommt da ein 10jähriges Kind nicht drauf, einen Mann mit Glatze in einem Auto gleich als Nazi anzusehen.

Aber das ist ja nicht... ;-)

Emma am 25.07.11 20:33

@Emma am 25.07.11 20:22

Anita hatte sich erlaubt zu fragen, wie alt die Enkel sind. Macht aber nichts. Die Frage hätte ich mit 10 Jahren nicht gestellt, allerdings gehörten die Herrschaften damals auch nicht zum Straßenbild.
Nix für ungut.
Gruß

anita 67 am 25.07.11 20:28

@ unbekannt 60 am 25.07.11 20:22

>>>Davon redet niemand mehr weil diese Sensation schon vorbei ist...>>>


Falsch. Davon redet HIER niemand weil das HIER nicht das Thema ist. Siehe Beitrag oben von Frau Wieseler.

Emma am 25.07.11 20:28

Das mit dem "im Himmel" finde ich nicht gut. Meine Mutter starb als ich vier Jahre alt war. Ich habe ständig in den Himmel geschaut und mich gewundert, dass meine Mutter sich nicht blicken ließ.

Gudula am 25.07.11 20:24

@ Gerdopa am 25.07.11 20:13

Hä? Ich kläre auf und benutze niemanden. Man kann Kinder nicht vor allem behüten. Auch Kinder benutzen Medien und stellen Fragen. Auch habe ich keine Ferienfreizeit zu einem Risiko erklärt. Sie sollten Märchenonkel werden.

Was ich mich allerdings frage, wie kommt Anita 10 Jahre von Glatzen auf Nazis? Hat ihr der Opa da wieder Märchen aufgetischt? Wenn jeder Mann mit Glatze ein Nazi wäre würde es davon nur so wimmeln.

Mein Kind ist im übrigen fast 30; sie wurde von mir immer als vollwertiger Mensch angesehen, mit dem ich über alles geredet habe, weil ich Aufklärung in allen Lebensbereichen für wichtig halte und nichts unter den Tisch gekehrt habe, weil Tatsachen Tatsachen sind. Und ich nicht möchte, dass sie solche Ereignisse hinten herum von anderen erfahren würde.

Emma am 25.07.11 20:22

Opa Gerd hat aber recht in Norwegen wurden die Jugendlichen vorsätzlich von einem Irren getötet,
das ist sehr schlimm und läst uns alle vor Schreck er-
starren. In Afrika und nicht nur da auch Südamerika,
Haiti nach Erdbeben, Thailand, Japan, China u. andere Pazifikländer nach Erdbeben, Überschwämmu gen, Erdrutschen an Hunger, Durst, Cholera etc.
sterben immer noch viele Menschen an den Folgen.
Davon redet niemand mehr weil diese Sensation
schon vorbei ist und wir alle unser Gewissen mit
möglichen Spenden beruhigt haben. Nur leider kommen
diese Spenden nie dort an sondern verschwinden in
dunkelen Kanälen bei den Reichen. Das ist Mord
durch die "Weißen an den Schwarzen auf Raten".
Denn zum größten Teil sind unsere weißen Vorfahren
daran schuld das es diesen Völkern heute schlecht geht und auch heute versuchen wir ihnen unseren
Willen aufzuzwingen.
Einem Kind würde ich altersgerecht nur auf gestellte
Fragen antworten weil sie diese Geschehnisse teils
noc gar nicht verstehen.

unbekannt 60 am 25.07.11 20:22

Wie schön, daß das Fernsehen dann aber doch fremde Kinder fragt, was Sie von den Ereignissen in Norwegen halten. Und den Zusammenhang herzustellen zu allen anderen Ferienfreizeiten ist nun wirklich billig und wirkt dann doch mehr sensationsheischend als betroffen. Viel Spaß beim weiteren Abdriften Richtung Sensationsjournalismus statt seriöser Berichterstattung!

Andrea am 25.07.11 20:21

@ Hans am 25.07.11 20:09

>>>Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sie müssen nicht Berichten von solchen Geschehnissen ausgesetzt werden, nur weil andere ihre Kinder diesen Berichten solcher Geschehnisse aussetzen.>>>

Sie kennen Kinder aber schlecht.

Kinder teilen sich untereinander aus, Kinder können Zeitungen lesen, gehen in die Schule, kommen an Zeitungskiosken vorbei, gucken Fernsehen, manchmal unbeabsichtigt das Programm der Eltern mit...

Das muss man ihnen gar nicht erzählen, da Kinder nicht dumm sind. Und dann?

Emma am 25.07.11 20:13

Anita: 10 Jahre alt und sie sieht gelegentlich die Nachrichten im TV, fragte mich neulich erst, was Nazis sind, weil in der Nähe ihrer Wohnung in Dortmund Glatzen im Auto saßen.

Emma 19:56: Erklären Sie Kindern wohl lieber die individuelle Form von Gewalt, blenden die strukturelle dagegen aus, weil Sie davon profitieren? Sie benutzen diese schrecklichen Ereignisse, um die Ferienfreizeit generell zu eines Risiko zu erklären. Das Risiko einer Wiederholungstat dürfte aber geringer sein, als das eines Massenunfalls auf der Autobahn. Entsprechenden Gruss an Ihre Kinder.

Gerdopa am 25.07.11 20:13

@Hans am 25.07.11 20:09
"Besser wäre auch gewesen, wenn Presse, Rundfunk und Fernsehen sofort von sich aus nur knapp und bildlos berichtet hätten."

Die Zeiten sind wohl vorbei, aber es liegt an den Eltern, ob sie ihren Kindern diese Bilder zugänglich machen.

anita 67 am 25.07.11 20:12

"Das ist so böse, so erschreckend, so unaussprechlich.

Mein Mann und ich haben beschlossen, das fernzuhalten von den Kindern..."

Und das war und ist vollkommen richtig. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und sie müssen nicht Berichten von solchen Geschehnissen ausgesetzt werden, nur weil andere ihre Kinder diesen Berichten solcher Geschehnisse aussetzen.

Besser wäre auch gewesen, wenn Presse, Rundfunk und Fernsehen sofort von sich aus nur knapp und bildlos berichtet hätten. Auch um dem Täter jegliche Öffentlichkeit zu nehmen, so wie es jetzt der Untersuchungsrichter mit der angeordneten Isolationshaft gemacht hat.

Hans am 25.07.11 20:09

Unsere Tochter ist 11 Jahre alt und am Samstag mit dem Ferienlger nach Ameland gefahren. Wir hatten keine Gelegenheit darüber zu reden. Ich denke darüber nach ob sie Angst hat wenn sie davon hört. Ich hoffe die Betreuer sprechen altersentsprechend mit den Kindern dárüber.Es ist schlimm was passiert ist, aber das in Somalia , die hungernden Menschen sollte man jetzt nicht vergessen. Schade das es soetwas unter uns Menschen gibt. Das macht traurig. Ich bin als Tochter eines Bestatters aufgewachsen. Ich habe gelernt das der Tod zum Leben gehört.Man darf soetwas nicht vor Kindern verstecken.Aber bitte immer altersentsprechend aufklären und besprechen.

Anonym am 25.07.11 20:04

@Opa Gerd am 25.07.11 19:26

Darf ich fragen, wie alt Ihre Enkel sind?
Gruß

anita 67 am 25.07.11 20:01

OT

@ anita 67 am 25.07.11 19:44

"Was ich nicht verstehen kann, ist die Art des Umgangs in ihrer Familie."

ich vermute, dass es eine Mischung aus Überforderung, Unwissenheit, Angst und Zeitgeist handelte.
Überforderung, weil auf einemal eine schwerstkranke Frau und vier Kinder zu betreuen waren. Unwissenheit deshalb, weil niemals der kompetente Umgang mit Kindern gelernt wurde.
Angst, weil durch die Erklärung für die Kinder auch die eigene Erkenntnis des nahenden Todes eines geliebten Menschen nicht mehr verdrängt werden konnte und Zeitgeist, weil man Anfang der 70er Jahre noch nicht auf dem Stand war, Kindern alles zu erklären.
Nun, es ist eben so, wie es ist aber mich hat diese Situation gelehrt, Kindern nichts zu verschweigen oder Themen gar konsequent zu ignorieren.
Auch wenn ich selbst keine Kinder habe, bemühe ich mich bei Kinderfragen doch um eine einfache aber gut verständliche Erklärung und mache auch deutlich, dass selbst "große" Leute nicht alles wissen.

MeineEine am 25.07.11 20:01

@ Opa Gerd am 25.07.11 19:26

Fühlen Sie sich dazu berufen, Ihren Enkeln alle Toten dieser Welt aufzuzählen? Da gibt es täglich noch mehr als die von Ihnen genannten.

Aber das Thema ist hier Norwegen... Gerade weil es hierbei auch um Kinder/Jugendliche geht, muss man sich dan schon fragen, wie erklärt man das einem Kind, was zB selber auf eine Freizeit in Deutschland fahren soll? In NRW haben schließlich die Schulferien angefangen.

Emma am 25.07.11 19:56

@MeineEine
"Auch mit einem "Ich weiß es leider nicht" ist einem Kind mehr geholfen als mit Schweigen."

Das unterschreibe ich sofort. Man wird auch mit Nichtwissen durchaus glaubwürdig bei Kindern.
Trotzdem sollte man den Kindern die Bilder ersparen.

Was ich nicht verstehen kann, ist die Art des Umgangs in ihrer Familie. Gerade einem 5-jährigen Kind kann man doch was erzählen über einen Weg in den Himmel, wo es der Mama dann besser geht. Vor allem, wenn ein Kind über zwei Jahre den Verfall miterlebt hat.
Das macht den Tod dann nicht leichter, weiß ich aus Erfahrung, aber verständlicher.
Gruß

anita 67 am 25.07.11 19:44

Als Journalistin halten Sie also Ihre Kinder von Nachrichten fern, über die Sie selbst (natürlich möglichst emotional, wg. der Quote) berichten. Da kann sich Ihre Tochter ja die nächste Zeit die tollsten Horrorgeschichten anhören, ohne zu wissen, um was es eigentlich geht.
Da wäre es wohl wäre besser gewesen, Ihre Tochter hätte vor dieser Ferienzeit mit Vertrauenspersonen wie Ihnen über dieses Horrorgeschehen gesprochen.

Franz am 25.07.11 19:44

MeineEine am 25.07.11 19:35

Gern geschehen.

Auch diesen Ihren Worten ist nichts hinzuzufügen.
Das sehe ich auch so.

Ich bin nun für heute weg und wünsche einen schönen Abend. LG.

Gertrud am 25.07.11 19:39

@ Gertrud am 25.07.11 19:23

Danke für Ihre lieben Zeilen. Ich bin mit diesem Ereignis im Reinen sonst hätte ich es hier nicht erwähnt. Ich bin lediglich der Meinung, dass wir Kinder nicht schützen indem wir die Wahrheit vor ihnen verbergen. Im Gegenteil: Wir fördern Ängste. Natürlich kann man 10- und 7jährigen nichts von einem Soziopathen erzählen, wohl aber von einem bösen Mann, der ganz Vielen so weh getan hat, dass sie jetzt im Himmel sind. Außerdem kann man noch erwähnen, dass man diesen Mann aber gefunden und eingesperrt hat und er niemandem mehr wehtun kann. Einfache, klare Erklärungen sind hilfreich. Wenn die Frage nach dem Warum kommt, können Eltern ruhig wahrheitsgemäß antworten, dass sie das auch nicht verstehen. Auch mit einem "Ich weiß es leider nicht" ist einem Kind mehr geholfen als mit Schweigen.

MeineEine am 25.07.11 19:35

Größere Probleme habe ich, meinen Enkelkindern zu erklären, warum die Kinder in Somalia zu tausenden täglich sterben, während hier bei uns die Lebvensmittel tonnenweise weggeschmissen werden. Ganz zu schweigen von den tausenden von Toten, die durch Frontex im Mittelmeer im Auftrag der EU zu verantworten sind.

Das alles geschieht/geschah gleichzeitig mit dem Massaker in Oslo.

Opa Gerd am 25.07.11 19:26

MeineEine am 25.07.11 19:03

Liebe Meine Eine,
ich kann Ihren Beitrag nicht einfach so stehen lassen, er hat mich sehr berührt.
Es wird gewiß nicht einfach für Sie gewesen sein,
mit all dem fertig zu werden.
Ich möchte Ihnen meine Achtung und meinen Respekt aussprechen und noch mal Danke für Ihre Beiträge von gestern sagen.
Lieben Gruß

Gertrud am 25.07.11 19:23

Das ist das erst mal ,aber da kann ich wirklich nicht mitreden.Ich habe zwar drei Kinder groß bekommen,trotzdem glaube ich das man das was in Norwegen geschehen ist nicht erklären kann
Einzig die Tatsache das dieses Ungeheuer gefasst wurde macht es vielleicht leicher für die Eltern.
Warnen kann man vor so ein Unglück doch garnicht !

Werner Günther am 25.07.11 19:12

Guten Abend,
die Beiträge hier kann man nur unterstreichen.

Ich hatte das Thema heute morgen mit einer Bekannten die auch Kinder in dem Alter hat.

Es ist schwierig, aber fernhalten kann man sie leider nicht von Nachrichten, auch nicht von diesen.

Spätenstens wenn Kinder lesen können, wird es schwierig. Und fernhalten hilft auch nicht.

Ein Gespräch finde auch ich da wichtig.

Frau Wieseler, ich finde es gut, daß Sie sich Gedanken darum machen. Ich wünschte viele in der Branche würden das tun.

Ich habe schon früher die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen über die Schlagzeilen, die vor den Zeitungsläden aushängen, an denen
Kinder und Jugendliche vorbeigehen und gedacht, wie kann man nur?

Welche Wirkung hat dies auf die jungen Menschen
und welche Wirkungen haben diese auf uns.

Ständige Wiedrholung, ständige Berieselung mit den schlechten Dingen dieser Welt.
Was bleibt da haften.

Es wird Zeit für Ihre Branche über Ihre Verantwortung in der Richtung mehr als nachzudenken.

Aber mehr als mehr.

Ich hoffe Ihr Kind wird wenn diese Frage anstehen sollte in der Ferienzeit einen guten Ansprechpartner haben.

Denn Kinder bekommen wie Emma schrieb mehr mit, als wir denken.

Gertrud am 25.07.11 19:04

Frau Wieseler,

als ich fünf Jahre alt war, erkrankte meine Mutter an Krebs. Zwei Jahre besuchte ich sie wöchentlich im Krankenhaus und bekam ihren langsamen und qualvollen Verfall mit, obwohl sie sich in Gegenwart ihrer Kinder immer zusammenriss. Als ich sieben Jahre alt war, starb sie. Niemand hatte mich darauf vorbereitet, niemand hatte mir gesagt, dass sie sterben würde. Trotzdem habe ich in den zwei Jahren der Besuche eine Heidenangst gehabt die sich durch das Schweigen in der Familie zum Thema nur vergrößerte.
Ich versichere Ihnen, dass Kinder viel mehr mitbekommen als Eltern wahrhaben wollen. Totschweigen schürt lediglich Ängste,
Man kann es kindgerecht erklären, man sollte es sogar.

MeineEine am 25.07.11 19:03

Die Bilder im Fernsehen würde ich die Kinder nicht sehen lassen. Wobei ich mich frage, warum die Bilder überhaupt ständig und immer wieder in "epischer" Breite gezeigt werden müssen? Wollen die Zuschauer das wirklich???

Gesprochen hätte ich mit einer 10jährigen aber auf jeden Fall darüber. Ich denke, das hat nichts mit Angst schüren zu tun. Im Gegenteil. Im Gespräch kann man zumindest versuchen, Angst zu nehmen.

Ich erinnere mich, dass ich als Kind irgendwann im Herbst 1958 am Kiosk eine Schlagzeile gelesen habe "1959 droht Krieg, Seuche und Not" (werde ich nie vergessen!).

Da ich aus Gesprächen meiner Eltern und Großeltern (nicht MIT mir wurde darüber gesprochen, Fragen wurden abgewimmelt!) ahnte, dass Krieg etwas ganz Schlimmes sein mußte, hatte ich vor dem Beginn des Jahres 1959 eine wahnsinnige Angst!

Hätten meine Eltern meine Fragen zur Kriegszeit nicht immer abgewimmelt, hätte ich sie sicherlich bezüglich dieser Schlagzeile (die wahrscheinlich irgendein Kriegsgeschehen auf der Welt meinte) gefragt und man hätte mir meine Angst nehmen können.

Ihre Tochter, liebe Frau Wieseler, wird vermutlich von den Ereignissen in Norwegen hören (läßt sich kaum verhindern) und sie wird sich fragen, warum ihre Mutter nicht mit ihr darüber gesprochen hat. Da geht vielleicht ein Stück Vertrauen verloren ...

Auch mit dem 7jährigen würde ich darüber sprechen.

Anonym60 am 25.07.11 18:29

Der Tod ist ja sowieso gerne ein Tabuthema, wovor sich Eltern drücken. Aber mit drücken ist das nicht getan. Irgendwann werden Kinder damit konfrontriert und sie stellen Fragen. In Norwegen ist das eine andere Größenordnung, aber dafür trifft es die Kinder nicht persönlich. Und Kinder fragen gerne, aber sie vergessen auch schnell wieder, was sie eigentlich nicht interessiert.

Emma am 25.07.11 18:24

Hallo Frau Wieseler, das Thema unter den Tisch fallen lassen, das hätte ich nicht gemacht. 10 bzw 7jährige bekommen genug mit, spätestens am Zeitungskiosk oder bei Freunden. Und bevor sie von anderen etwas hören, was diese vielleicht aufbauschen, würde ich ihnen das lieber selber sagen. Verheimlichen finde ich, ist der falsche Weg. Das könnte auch das Vertrauen in die Eltern ankratzen. Kinder plappern drauf los und wenn andere sagen, 'hast du das nicht gehört oder haben deine Eltern dir das nicht gesagt' stehen sie recht dumm da. Die richtige Worte findet man, wenn man will. Kurz und knapp. Und wenn dan Fragen kommen, umso besser. Miteinander reden hat noch nie geschadet.

Machen solche Nachrichten Kindern in dem Alter Angst? Ich glaube, die ganze Tragweite begreifen sie in dem Alter noch nicht und Norwegen ist - für sie - weit weg.

Nein, ich war eigentlich grundsätzlich immer für Ehrlichkeit meiner Tochter gegenüber, Kinder bekommen mehr mit, als man denkt und bevor sie es von anderen hören, dann lieber von den Eltern.

Emma am 25.07.11 17:53

Grundsätzlich haben wir unsere Kinder zähneknirschend von Fernsehnachrichten ferngehalten. Es ist ja nicht neu, dass in den Nachrichtensendungen möglichst das Blut vom Bildschirm tropfen muss.
Bei uns war um 20.00 Uhr Schluss mit Fernsehen für die Kinder. Dann wurde umgeschaltet auf Radio. Eine Nachricht hören, ist etwas anderes, als Bilder zu sehen. Das ist der einzige Weg, den ich sehe.
Das Fernseher nicht ins Kinderzimmer gehören, muss ich ja nicht extra erwähnen.
Ich fürchte, auch ihre Tochter wird die Nachricht erhalten, vermutlich schon auf dem Weg ins Feriencamp, denn nicht alle Eltern machen sich darüber Gedanken.
Gruß

anita 67 am 25.07.11 17:50

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