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Beraten und verkauft! Die Blamage der Banker

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Dienstag, 20.07.2010

Bild von Thomas Heyer, Rechte: WDR

Beraten und verkauft! Die Blamage der Banker

Beraten und verkauft! Bei der Anlageberatung deutscher Banken stimmt einiges nicht - nach wie vor. Sagt die Stiftung Warentest. Ich glaub es sofort! Die Tester haben 21 Banken gecheckt. Großbanken, Sparkassen und Raiffeisenbanken. Keine - in Worten KEINE - bekam die Note gut. Das sollte uns Bankkunden schwer zu denken geben. Sechsmal wurde die Note mangelhaft vergeben. Immer noch werden uns risikoreiche Anlagen empfohlen und Protokolle - die sind mittlerweile Pflicht - werden selten geschrieben. Kunden bekommen offenbar wieder alles angedreht.

Hauptsache, die Provisionen der Banker stimmen!

Was für eine Blamage! Die Bankberatung hierzulande ist weiterhin jämmerlich und wir dürfen uns beraten-und-verkauft fühlen. Kein schönes Gefühl! Ich bin jedenfalls empört - vor allem, wenn ich höre, was die Citibank treibt. Sie hat sich einen neuen Namen gegeben, heißt jetzt Targobank. Hier ist der Service nach wie vor mies und den arglosen Bankkunden wird offensichtlich alter Wein in neuen Schläuchen verkauft. Wir erinnern und: Aus Raider wird Twix und es ändert sich nix!
Auch Verbraucherschutzministerin Aigner ist über die Qualität der Bankberatung schwer enttäuscht. Sie sagt: "Ohne gesetzliche Regelungen und ohne stärkere Kontrollen geht es nicht." Richtig! Nur: Die Gesetze gibt es schon. Sie müssen nur eingehalten werden - und wenn nicht, dann gibt es statt der Provision eben einen Prozess!


Weitere Verweise zu Beraten und verkauft! Die Blamage der Banker

Kommentare zum Eintrag Beraten und verkauft! Die Blamage der Banker

@ mieberg am 21.07.10 22:25

Autofahrer leben riskant,
Treppenbenutzer ebenso,
fettes Essen-Esser gleichsfalls,
mehr als 1-Glas-Rotwein-Trinker auch,
PC-Nutzer setzen sich Strahlen aus...
ganz zu Schweigen von den Erdstrahlen!


Emma am 22.07.10 8:43

Auf jedem Anlagevertrag steht jetzt:

Geldanlagen können ihr Kapital vernichten...

genau so
wie auf jeder zigarettenschachtel...

Raucher sterben früher

mieberg am 21.07.10 22:25

Für viele ältere Menschen ist die Sprache der Bänker bömische Dörfer!

Und wie ich schon schrieb, deren Vermögen kommt oft aus ausgezahlten Lebensversicherungen.

Emma am 21.07.10 16:27

Hatte der WDR nicht irgendwann einmal berichtet, daß eine Sparkasse ein bestimmtes Produkt einer sehr betagten Frau verkauft bzw. angedreht hatte.

Jeder der Menschen in gewissem Alter versucht so ein Produkt anzudrehen sollte im Grunde bestraft werden.

Für solch Verhalten sollten auch keine Ausreden mehr zulässig sein. Irgendwo muß eine Grenze gezogen werden, die einzuhalten ist.

Vor allem wenn man solches bewußt in schlechter Absicht tut, wobei man in solchem Fall dann leider auch reden bzw. schreiben kann.

anonym am 21.07.10 15:44

Ich lese immer 'ältere Menschen'. Die haben aber ihre 'Vermögen', oder das was sie dafür halten, schon in jungen oder jüngeren Jahren angelegt, um für das Alter vorzusorgen.

Nun sind sie alt und sollten eigentlich das angelegte Geld nutzen. Dann ist oft der Schrecken groß nicht das zu bekommen was erwartet wurde.

Also: in jungen Jahren Häuschen bauen, abbezahlen und 'im Alter' mietfrei wohnen und nur Nebenkosten zahlen. Und wenn was übrig ist vielleicht auch mal die Reisen unternehmen, die man schon lange machen wollte. Ansonsten auf der Terrasse sitzen, mit dem LAPTOP Crysis spielen und sich freuen, dass man sich um das Wachstum des Geldes keine Sorgen mehr machen muss. Wenn die Pflege dann ansteht, wird das Haus sowieso einkassiert.

Anonym am 21.07.10 15:09

Jetzt kommt das wieder mit den älteren Menschen!

Auf der einen Seite heißt es immer: Die armen Rentner haben kaum genug zum leben. Die haben dann auch kaum Geld, dass sie bei der Bank anlegen können.

Die anderen Rentner, die Geld haben, wissen damit in aller Regel auch ganz gut umzugehen. Denn sie sind nicht von 'Anno dunnemals', sondern stehen heutzutage meist mitten im Leben. Wenn die sich trotzdem solche Produkte verkaufen lassen, dann ist das oftmals die Gier nach mehr.

Oder ab wann ist man 'der ältere Mensch'? Ab 90?

anonym60 am 21.07.10 14:57

Und leider sind gerade ältere Menschen häufig beratungsresistent oder leiden unter Altersstarrsinn, wollen auch keine Familienangehörigen zu dem Beratungstermin mitnehmen, weil sie meinen, alles noch alleine zu können. Da wird dann leider auch keine Verbraucherberatung genutzt. Wenn die dann von Banken übern Tisch gezogen werden, finde ich das eine bodenlose Schweinerei. Mir tun die Opfer leid.

MarieB am 21.07.10 14:29

@Emma - Sie schreiben:
"Hm, was tut der internetlose Mensch? Und derjenige, für den das alles sowieso bömische Dörfer ist?"

Zu 1. sich Zugang zum Inernet verschaffen. (Internetcafe, Senioreninternetclub, Verwandte, Bekannte usw)

Wie kommuniziert denn jemand, der kein Telefon hat?
Wie beleuchtet denn jemand die Hütte, der keinen Strom hat?
Wie informiert man sich denn, wenn man keine Zeitung, kein Fernsehen und kein Radio hat?

zu 2. Man sollte niemals ein Finanzprodukt kaufen, das man nicht versteht. Da bleibt dann eben oft nur das Sparbuch......
Oder die Matratze.

Aber dann darf man auch nicht meckern, wenn das Geld jedes Jahr weniger (wert) wird.

beste Grüße an alle Internetlosen

Gernfried2000 am 21.07.10 14:23

@Emma 14:03

Leider sind gerade ältere Menschen das ausgesuchte und auch bevorzugte Opfer solcher Machenschaften. Aber auch hier kann man vorbeugen: immer einen Menschen des Vertrauens (Familie, Freunde) zu Rate ziehen. Oft sind ältere Menschen allerdings alleine und auf sich gestellt. Aber hier kann man sich an die Verbraucherzentralen wenden. Für kleines Geld gibt es hier wirklich gute Hilfe - in fast allen Lebenslagen.

Kritiker am 21.07.10 14:13

@ Gernfried2000 am 21.07.10 10:58


>>>Übrigens - was spricht eigentlich dagegen sich selber über Finanzprodukte schlau zu machen und sich dann selber im eigenen Interesse zu beraten? Gerade wo jedes Finanzprodukt im Internet bis ins Kleinste beschrieben wird.>>>

Hm, was tut der internetlose Mensch? Und derjenige, für den das alles sowieso bömische Dörfer ist? Denn ein Großteil der Anleger sind Ältere, deren Lebensvesicherung abgelaufen ist.

Emma am 21.07.10 14:03

@Anonym am 21.07.10 12:15

Zwangsenteignungen werden entschädigt - richtig !

Aber was nützt die beste Entschädigung, wenn diese nur einen Bruchteil des Verkehrswerts oder gar der Anschaffungssumme entspricht ?


Aber gut erkannt haben Sie die Tatsache, dass Vermögen in Deutschland am niedrigsten besteuert wird und Einkommen am höchsten ;-)

Cerberus am 21.07.10 13:05

@ Hannes am 21.07.10 12:18

>> Also am Besten "aufn Kopp hauen". ;-) >>


Sie nehmen mir das Wort aus dem Mund!
Was ich ausgegeben hab, kann mir auch keiner mehr wegnehmen! ;-))

Anonym am 21.07.10 12:36

Bei uns wurde die Grundsteuer gerade erhöht - mitten im Jahr, weil der Kommune reichlich Knete fehlt.

Schwimmbadschließungen, Kinderspielplätze werden abgeschafft, damit sie nicht mehr in Stand gehalten werden, öffentl. Einrichtungen, wie Bücherei werden teurer - reicht aber alles nicht, also werden die kommunalen Steuern erhöht. Keine Zukunftsmusik, Realität.

MarieB am 21.07.10 12:34

Cerberus am 21.07.10 12:04
"Geld zu Hause lassen ? Ok - dann aber Bitte nicht wundern, wenn es nach einigen Jährchen dank Inflation nix mehr Wert ist bzw. die Kaufkraft deutlich nachgelassen hat."

Also am Besten "aufn Kopp hauen". ;-)

Hannes am 21.07.10 12:18

Zwangsenteignungen? Enteignung heißt ja nicht, dass man kein Geld bekommt.
Die Zwangsenteignungen werden ja auch entschädigt.

Wer viel Geld übrig hat, sollte auch bedenken: nichts wird in Deutschland stärker besteuert als Einkommen während Vermögen (auch Geldvermögen) in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern unterdurchschnittlich besteuert wird.

Deutschland ist in dieser Hinsicht ein volkswirtschaftlicher Dummkopf.
Das Ergebnis sehen wir seit Jahrzehnten:
niedrige Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts.

Anonym am 21.07.10 12:15

@Hannes am 21.07.10 11:07

Geld zu Hause lassen ? Ok - dann aber Bitte nicht wundern, wenn es nach einigen Jährchen dank Inflation nix mehr Wert ist bzw. die Kaufkraft deutlich nachgelassen hat.

Normalerweise sollte man meinen, dass man mit dem Investieren in Immobilien- und Grundstücksbesitz nichts falsch machen kann. Aber Bitte bedenken, dass auch die "geklaut" werden können : Zwar nicht im herkömlichen Sinne , sondern vielmehr von staatlicher Seite - Zwangsenteignungen, vielleicht in Zukunft mal eine wesentlich höhere Grundsteuer oder Immobilienbesitzsteuer, etc. (Finanz-)Politiker sind da sehr findig, wenn es um neue Steuerquellen geht ;-)

Cerberus am 21.07.10 12:04

Und ich traue keinem Versteck! Wenn es tatsächlich wieder mal so weit kommen sollte, dass die Leute Schlange vor den Banken stehen, um an ihre Knete zu kommen, wird auch die Einbruchsquote rasant ansteigen. Da hilft dann nur noch, vorher in Immobilien zu investieren, die kann man sehr schlecht klauen ;-)

Können zwar auch sehr an Wert verlieren, aber man hat wenigstens en Dach überm Kopp.

MarieB am 21.07.10 11:45

@MarieB am 21.07.10 11:16
Das mit dem Kopfkissen darf man natürlich nicht wörtlich nehmen.
Wenn man es gut versteckt, wird es auch nicht geklaut!
Und wenn die K...e mal richtig am Dampfen ist, möchte ich mal sehen, wie die Leute in die Banken stürmen, um ihre Knete zu bekommen.
Da traue ich auch keinem Tageskonto. Die machen die Tore einfach zu und dann kann man sehen, wie man an sein Geld kommt. Nöö, ich traue keiner Bank.

Hannes am 21.07.10 11:34

"Die Höhe der Renditen ist doch völlig nebensächlich.
Warum legen die Leute, die Geld über haben, es nicht unter ihr Kopfkissen? "
Hannes am 21.07.10 11:07

Weil es dort zu leicht geklaut werden kann, natürlich! Auf einem Tagesgeldkonto einer seriösen Bank ist es sicher und bringt, wenn auch wenig, aber dafür sichere Zinsen und ist jederzeit verfügbar. Bieten alle Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken an.

MarieB am 21.07.10 11:16

@Cerberus am 21.07.10 10:20
Die Höhe der Renditen ist doch völlig nebensächlich.
Warum legen die Leute, die Geld über haben, es nicht unter ihr Kopfkissen? Wer, wenn nicht die Gier nach mehr Knete, zwingt denn die Leute, zu einer Bank zu gehen und dort einem "Fachmann/frau" die sauer verdiente Kohle anzubieten?
Ich brauche keine Beratung, sondern nur meinen gesunden Menschenverstand. Anlageberater sind für mich so überflüssig wie ein Kropf.

Hannes am 21.07.10 11:07

@Leo am 21.07.10 10:42

"Deutsche Vermögensberatung" wäre eine Alternative ?????

Also wenn Sie die DVAG Deutsche Vermögensberatung AG danit meinen, dann ist DAS mit Sicherheit KEINE sinnvolle Alternative !

Das ist nur ein Strukturvertrieb der allerübelsten Sorte, der sinnigerweise auch noch die Deutsche Bank im Rücken als Partner hat - Hallo geht´s noch !

Wie gesagt : Am besten selber informieren und notfalls einen freien und unabhängigen Honorarberater aufsuchen. Die Beratung kostet dann zwar Geld, aber man kann sich sicher sein, dass einem nichts aufgeschwatzt wird, da ein Honorarberater ausschließlich Beratung durchführt und keine Produkte vermittelt.

Cerberus am 21.07.10 11:06

@Leo - Sie schreiben:
"Vielleicht sollte man um die Berichterstattung zu vervollständigen auch die unabhängigen Institute erwähnen."

Prinzipiell richtig. Aaaaaaber - hier kostet die Beratung Geld. Sogar wenn man keinen Vorschlag des Beraters annimmt. Und das will der deutsche Anleger nicht. Lieber geht er zur Bank und lässt sich "kostenlos" über den Tisch ziehen.

Übrigens - was spricht eigentlich dagegen sich selber über Finanzprodukte schlau zu machen und sich dann selber im eigenen Interesse zu beraten? Gerade wo jedes Finanzprodukt im Internet bis ins Kleinste beschrieben wird.

Und wenn man dann weiss, was man als Geldanlage haben will, geht man zur Bank und verlangt genau dieses Produkt. Dann ist Beratung unnötig und man muss nur immun gegen "Beschwatzung" seitens des Bank- oder Versicherungsverkäufers sein.

Noch besser ist natürlich ein kostenloses Direktdepot, mit dem man seine Finanzprodukte online kaufen kann. Ohne Provision an Dritte.

Aber sich von jemandem, der nur an mein Geld will, "beraten" zu lassen halte ich für den Gipfel der Naivität.

beste Grüße

Gernfried2000 am 21.07.10 10:58

Das die Bankenberatungen definitiv schwach sind, ist ja nun schon lange bekannt. Vielleicht sollte man um die Berichterstattung zu vervollständigen auch die unabhängigen Institute erwähnen.

Deutsche Vermögensberatung

wäre eine alternative.

Leo am 21.07.10 10:42

Hannes, Kritiker und Anonym60,

was heißt hier "Gier nach Profit" ?

Die bekannten und großen Geschäftsbanken locken mit nicht gerade tollen Renditeversprechen ! Die versprochenen Gewinnmargen sind vergleichsweise sehr moderat und deswegen fallen ja soviele Leute darauf herein, weil sie denken, dass die Banken da seriöser arbeiten und ihr Geld vor allem sicherer ist als bei den "windigen" kleinen Anlagefirmen.

Üblicherweise sollten Renditen zwischen min. 4 - max. 12 % p.a. relativ sicher sein. Natürlich ist auch das Risiko mit jedem Prozentpunkt höher - aber niemals ein Totalverlust.

Nebenerläuterung : Wieso sind 4 - 12 % relativ sicher ? Weil sich die Banken ihr Geld bei den europäischen Zentralbanken - unter anderem auch der Bundesbank - zu "vom Steuerzahler subventionierten" - niedrigen Zinssätzen (derzeit 1 %) leihen und dieses Geld dann für bis zu 18 % weiterverleihen.

Anders sieht es bei den reinen Investmentanlagen aus, die mit Renditen ab 30% aufwärts locken. Sowas ist natürlich äußerst unseriös oder mit sehr hohem Risiko behaftet - halt ein Glücksspiel.

Und deswegen ist es umso beschämender, dass die großen Banken ihren Vertrauensvorschuss beim Kunden derart schamlos ausnutzen.

Unterm Strich stimme ich aber zu einem Punkt vollkommen zu : Selber informieren und auch unabhängige Dritte befragen, bevor man etwas unterschreibt.

Cerberus am 21.07.10 10:20

@Picard42 am 21.07.10 9:12

Hallo Picard,

die "andere" Seite hatte ich nicht vernachlässigt - siehe Cerberus am 20.07.10 19:38

Ich verwehre mich aber dagegen, dass nun die Bankangestellten in Schutz genommen werden nach dem Motto "sie können ja nichts dafür".

Prinzipiell egal was wir hier diskutieren - ändern wird sich bekanntlich nichts ;-)

Nur mal zur Erinnerung : In einem Turnus von 5 - 7 Jahren passieren immer und immer wieder die gleichen Geschichten. Jeder weiß es und trotzdem passiert es immer wieder. Ich meine beispielsweise die ganzen Finanz- und Anlageskandale angefangen in den 70er Jahren mit MLP und danach immer wieder größere und kleinere Betrugsgeschichten.

Cerberus am 21.07.10 10:04

@Anonym60 am 21.07.10 9:27
"Es wird schließlich niemand bei seiner Bank mit vorgehaltener Pistole gezwungen, irgendwelche Verträge zu unterschreiben. Würde niemand mehr solche dubiosen Produkte kaufen, würden die Banken darauf sitzen bleiben."

Mein Reden. Nur die Gier nach Geldvermehrung treibt Leute dazu, ihre Knete diesen "Leistungsträgern" in die Hand zu geben. Von mit gibt es kein Mitleid für die, die auf solche "Fachleute" hereingefallen sind.

Hannes am 21.07.10 10:02

@Anonym60 21.07.10 9:27
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu: erst denken, dann nachdenken und zuletzt handeln - und vor allem: sich nichts aufschwatzen lassen!

Kritiker am 21.07.10 9:48

@ Cerberus am 21.07.10 8:59

>> Nur durch eine Änderung des Systems könnten Mißstände behoben werden - und da wäre die Politik bzw. der Gesetzgeber gefragt. >>


Stimmt! Nur sehe ich da in absehbarer Zeit wenig Chance.

Aber andersherum würde auch ein Schuh draus: Zu solchen Machenschaften gehören immer zwei: Einer, der macht, und einer, der es sich gefallen läßt. Es wird schließlich niemand bei seiner Bank mit vorgehaltener Pistole gezwungen, irgendwelche Verträge zu unterschreiben.

Würde niemand mehr solche dubiosen Produkte kaufen, würden die Banken darauf sitzen bleiben.

Jeder, dem so etwas angeboten wird, sollte sich nicht unter Druck setzen lassen, sondern die Papiere mit nach Hause nehmen, ggf. von jemand anderen prüfen lassen. Dies betrifft gerade ältere Leute.

Wer aber so gierig ist und ein riskantes Geschäft eingeht, um reichlich Profit zu machen, den müssen wir auch nicht bedauern.

Anonym60 am 21.07.10 9:27

@Cerberus am 21.07.10 8:15

Hallo Cerberus,

Ihre Abneigung gegen Banken und deren Bodenpersonal ist hinreichend bekannt - ich verwehre mich allerdings gegen den Begriff "Mitleidstränendrüse", wenn ich darauf hinweise, auch mal die andere Seite zu betrachten (oder besser: mal zu Wort kommen zu lassen).

"wertneutral" ist dieser Begriff auch nur bedingt... ;-)

Gruß,

Picard

Picard42 am 21.07.10 9:12

@Anonym60 am 21.07.10 8:23

Selbstverantwortung des Kunden = siehe Cerberus am 20.07.10 19:38

Und nein - ich bin nicht der Meinung, dass der Bankangestellte seinen Job aufgrund Verweigerung riskieren soll !!!

Ich habe lediglich das System und den Zustand beschrieben - wertneutral !

Weil - wie geschrieben - am Ende ist sich Jeder selbst am nächsten - egal ob Bankangestellter oder 100 Stunden Jobber.

Nur durch eine Änderung des Systems könnten Mißstände behoben werden - und da wäre die Politik bzw. der Gesetzgeber gefragt.

Cerberus am 21.07.10 8:59

In Absurdistan gibt es ein Gesetz, wonach ein Hersteller defekte Geräte verkaufen darf, bei deren Gebrauch man einen Stromschlag bekommt, vorausgesetzt man informiert die Kunden zuvor über die Gefahren.
Die Hersteller können gut davon leben, da sich
viele Kunden solche Geräte kaufen, nachdem sie über die Gefahren informiert wurden.

Noch sind wir nicht in Absurdistan, aber in usnerer neoliberalen Welt glaubt man bereits, dass sich Kunden auf riskante Bankgeschäfte einlassen, wenn sie nur vorher über die Gefahren informiert werden.

Überhaupt: in unserer neoliberalen Welt mit ihrem pervertierten Freiheitsgedanken ist es übllich, Verbrechern ihre Klientel über den Tisch ziehen zu lassen, vorausgesetzt sie informieren ihre Klientel vorher im Kleinstgedruckten darüber, dass man sie über den Tisch zieht.

thiesbuerger am 21.07.10 8:39

In Absurdistan gibt es ein Gesetz, wonach ein Hersteller defekte Geräte verkaufen darf, bei deren Gebrauch man einen Stromschlag bekommt, vorausgesetzt man informiert die Kunden zuvor über die Gefahren.
Die Hersteller können gut davon leben, da sich
viele Kunden solche Geräte kaufen, nachdem sie über die Gefahren informiert wurden.

Noch sind wir nicht in Absurdistan, aber in usnerer neoliberalen Welt glaubt man bereits, dass sich Kunden auf riskante Bankgeschäfte einlassen, wenn sie nur vorher über die Gefahren informiert werden.

Überhaupt: in unserer neoliberalen Welt mit ihrem pervertierten Freiheitsgedanken ist es übllich, Verbrechern ihre Klientel über den Tisch ziehen zu lassen, vorausgesetzt sie informieren ihre Klientel vorher im Kleinstgedruckten darüber, dass man sie über den Tisch zieht.

thiesbuerger am 21.07.10 8:38

Bei Bankgeschäften immer den Verstand einschalten - je höher die voraussichtliche Rendite umso mehr sollte man die Alarmglocken hören. Also: nicht ganz so gierig sein, dann ist man auch auf der sicheren Seite. Mit dieser Einstellung bin ich bisher immer gut gefahren.
Und zum Thema Targo-Bank (ehemals Citibank): Ich bin seit vielen Jahre Kunde bei eben dieser Bank. Selbst beim Crash nach dem Anschlag in NY habe ich KEIN Geld verloren, da mein Wunsch nach einer sicheren Anlage voll und ganz erfüllt wurde. Durch diese sichere Anlage habe ich auch nur Aktien bekommen, die keine 10 und mehr Prozent an Rendite abwarfen - aber mal ehrlich: mit den 4 % war ich mehr als zufrieden und eben auch auf der sicheren Seite.

Kritiker am 21.07.10 8:31

Cerberus am 21.07.10 8:15

Sie sind also der Meinung, dass der normale Bankangestellte den Druck von oben verweigern und seinen Job riskieren sollte?

Dieses Thema hatten wir vor ein paar Tagen noch:

Der Angestellte im mittleren/höheren Dienst mit einer 100-Std-Woche, sollte dies auch verweigern. Ebenso der Arbeiter/Angestellte, der zu einem 'Hungerlohn' arbeitet, sollte dies verweigern.

Klar, wenn man das nur vom Verstand her beurteilt, dann sollten wirklich sehr viele Leute die Arbeit verweigern und damit ihren Job riskieren. Denn dann würde in den oberen Etagen vielleicht ein Umdenken in Gang gesetzt.

ABER: Es müßten ALLE mitmachen. Das wird aber leider nie der Fall sein. Und solange nur einer sich weigert, wird derjenige auf der Straße stehen, und seinen Job macht ein anderer.

Um aber zum Thema zurückzukommen: Wie sieht es denn mit der Selbstverantwortung der Bankkunden aus? Warum werden diejenigen bemitleidet, die ein vermeintlich gutes Geschäft gewittert haben, obwohl sie eigentlich wissen müßten, dass bei hoher Rendite auch das Risiko hoch ist?

Anonym60 am 21.07.10 8:23

Upps, ich sehe gerade, dass ich meinen Beitrag 'Anonym am 21.07.10 7:26' ganz anonym geschrieben habe. Das wollte ich nicht. ;-)

Anonym60 am 21.07.10 8:16

Herr Heyer,

Sie sehen anhand der letzten Beiträge selbst, dass Sie mit Ihrem Kommentar einige Blogger veranlasst haben, mal wieder auf die "Mitleidstränendrüse" für die "armen" Bankangestellten zu drücken.

Das System funktioniert immer : Wo kein Widerstand, da auch keine Veränderung. Und Jeder der mitmacht, macht sich genauso schuldig.

Am Ende ist sich nahezu jeder Anlageberater - mit vielleicht wenigen Ausnahmen - selbst am nächsten und pfeift auf Moral und Anstand, wenn es um seine eigene Haut (eigenes Einkommen, Arbeitsplatz) geht.

Wann begreifen die Menschen endlich, dass das gesamte Banken- und Finanzsystem grundlegend und radikal verändert werden muß - nicht nur die Anlageberatung ?

Cerberus am 21.07.10 8:15

@ Anonym am 21.07.10 7:01

Den Job deshalb riskieren wäre dumm. Und es ist doch verständlich, dass die Banken etwas verkaufen wollen.

Nehmen Sie mal die Mitarbeiter in den allseites beliebten Callcentern, die Ihnen xyz-Lose verkaufen wollen. Wenn die ihr Soll nicht erfüllen, fliegen sie! Wenn die nur labern und nichts verkaufen, ist ganz schnell Schluss mit lustig. Dagegen wehrt sich auch niemand, die Mitarbeiter brauchen ihren Lohn.

Emma am 21.07.10 7:52

Dem, was Picard42 schreibt, kann ich mich nur anschließen.

Vor kurzem noch hatte ich ein Gespräch mit der für mich zuständigen Sachbearbeiterin bei meiner Bank zu diesem Thema. Auch sie bestätigte mir, dass von oben Druck gemacht würde, sie sich aber weigere, Produkte zu verkaufen, die sie selbst auch nicht kaufen würde. Von ihren Chefs würde das - wenn vielleicht auch zähneknirschend - toleriert.

Sie berichtete mir, dass in mancher Großbank jedoch mit weitaus härteren Bandagen gekämpft würde, so dass ein älterer Kollege das Handtuch geworfen habe. Er verzichtete auf allerlei Vergünstigungen, weil ihm Gesundheit und Nervenkostüm wichtiger waren, und ging zu einer kleineren Bank, wo er seinen Job mit guten Gewissen und ohne Druck ausüben könne.

Allerdings berichtete sie mir auch von Kunden, die oft - entgegen jeder Warnung! - Produkte gekauft hätten, weil irgendwer gesagt habe, dass man damit dicke Gewinne machen könne. Auch dies sollte erwähnt werden. Es sind nicht immer nur die 'Banker' Schuld, oft auch der gierige Kunde!

Anonym am 21.07.10 7:26

Guten Morgen,

Während ich Picards Beitrag lese, womit er in der Aussage durchaus nachdenkenswertes schreibt, frage ich mich, wieviele Menschen sich zwar beklagen,
aber selten den Mut aufbringen, einem Arbeitgeber zu sagen, das geht mir gegen die Moral und da mache ich nicht mit. Ich gehe. Destoweniger hätte dann solches Umgehen miteinander eine Chance.

Mitleid bzw. Mitgefühl mit Mitarbeitern kann man durchaus haben, weil sie sich aus Angst zu vielem bringen lassen, was sie unter normalen Bedingungen weder täten noch zuließen. So werden sie zu Tätern und Opfern gemacht bzw. lassen sich machen.

Wenn alle sich gegen solche Methoden verweigerten, hätten diese auch keine Chance.

Wenn alle diese Menschen Mitarbeiter nein sagten sähe unsere Arbeitswelt und vieles anders sehr viel anders aus.
Wenn die Kunden dieses weder hin- noch annähmen,
und auch nein danke sagten, ebenso.

Anonym am 21.07.10 7:01

Guten Abend,

ich möchte, auch nach Sichtung der Beiträge meiner Mitblogger, nur einen Punkt feststellen: Ihr Titel ist falsch, Herr Heyer. Es gibt keine Blamage der "Banker", es ist eine Blamage der Banken. Der einzelne Mitarbeiter an der Front kann und sollte nicht Ihr Feindbild sein.

Es ist sehr schade, dass sich hier kein Banker gefunden hat, um die Situation mal wirklich, deutlich und ehrlich darzustellen. Dann würde an vielen Stellen nämlich der Zorn dem Mitleid weichen....

Gruß,

Picard

Picard42 am 20.07.10 23:20

@Anonym am 20.07.10 19:18
Mensch genau daran erinnere ich mich auch noch, die Frau oder Herr Bundeskanzlerin Merkel das Kartoffelsgesicht, hatte doch tatsächlich uns fleissigen Steuerzahlern vorgeworfen wir hätten in den letzten Jahren über unsere Verhältnisse gelebt.
FRECHHEIT; kann ich dazu nur sagen, die Plumse und ihre Konsorten haben soviele Milliarden Steuergelder in den Sand gesetzt allein die fehlgeschlagenen Rüstungsprojekte etc. und nicht zu vergessen die sogennaten Abgeordenenten "Diäten" da kriege ich DAS KOTZEN!!!

LAWOLF am 20.07.10 22:10

Hallo Herr Heyer,
ich kann nur hoffen, dass es gelingen wird, ältere Menschen vor Bankberatern zu schützen. Meiner Tante wurden im Dezember 2007, einem Monat vor ihrem 90. Geburtstag , bei der Sparkasse KölnBonn Zertifikate zum Emissionspreis von 101,50€ verkauft, obwohl der Kurswert zum Zeitpunkt des Kaufs weit unter 80€ lag. Man gaukelte ihr vor, dass sie mit dem Kauf der Zertifikate zu einem auserwählten Kreis gehöre und nicht jeder an solche Papiere käme. Meine Tante ist inzwischen verstorben und hat zum Glück nicht mehr erfahren, dass ihr Vertrauen missbraucht worden ist - ich finde, dass man auch von Betrug sprechen kann-.

Anonym am 20.07.10 22:09

Bankangestellte sind Verkäufer und der Kunde leider kein König.

Gudula am 20.07.10 19:52

Herr Heyer,

wundert Sie das neue Ergebnis des Bankentests wirklich ?

Die gesamte deutsche Finanzwelt hat doch einen Freibrief ohnegleichen von der Bundesregierung erhalten und kann ALLES MACHEN was sie will - OHNE JEGLICHE NEGATIVE FOLGEN !

Wenn etwas schiefgeht, dann zahlt bekanntlich der Steuerzahler den Schaden. Gute Gewinne dagegen werden steuerfrei gehortet und an wenige Finanzmanager ausgezahlt. Tolles System ;-)

So zieht sich das von oben nach unten - von der Investment-Abteilung bis runter zum kleinen Schalterberater in der Filiale.

Mittlerweile stehen die meissten Anlageberater in den Filialen der Banken und Sparkassen mit Privatkundengeschäft doch auf einer "Höhe" mit Strukturvertrieblern der übelsten Sorte. Nur mit dem Unterschied, dass der Strukki (branchenübliches Kürzel für einen Strukturvertriebler) finanziell noch wesentlich besser dasteht. Der Festangestellte Bankmitarbeiter wird mit einem niedrigen Festgehalt und sehr geringen Provisionen abgespeist und erhält im Gegenzug sehr viel Druck aus den Chefetagen.

Aus der Finanzkrise wurden wirklich nicht die geringsten Lehren gezogen, nichts verändert und alles läuft weiter wie bisher - denn die Politik hat es ja abgesegnet.

Der Blogger Oliver Britten hat zumindest eine sinnvolle Alternative aufgezeigt : Wenn Anlageberatung, dann am besten selbst informieren oder einen Honorarberater aufsuchen.

Cerberus am 20.07.10 19:38

Hallo Herr Heyer!
Mich wundert dieses Ergebnis nicht,die Politik hat doch auch nicht dafür getan,das sich was ändert,da wundert mich eher das Frau Aigner sich darüber aufregt,ist doch nur das Ergebnis unserer Bundesregierung,die nichts gebacken kriegen,ausser ständig in unsere Geldbörsen zu greifen.Über eine Bank die zum drittenmal ihren Namen ändert braucht man sich auch nicht zu wundern,einmal schlechte Bank immer eine schlechte Bank,daran ändert auch ein anderer Name nichts.Man sollte niemals einem Fremden vertrauen und vorallem nicht nach dem großen Geld streben,wenn man es sich nicht leisten kann.Es ist doch normal das man auch mit Verluste rechnen muss und wenn man sich das nicht erlauben kann,sollte man lieber sein Geld aufs Sparbuch packen,das gibt zwar nicht viel Zinsen,ist aber wenigstens sicher.

Thomas am 20.07.10 19:27

Warum sollte eine Bank statt im eigenen Interesse im Interesse des Kleinkunden handeln? Selbst gesetzliche Vorgaben ignorieren sie. Da ist der vielleicht zu zahlende Schadensersatz oder eine eventuelle Strafe doch billiger. Und einzelne, klagende Kunden sind längst einkalkuliert. Die Rechtsabteilung muss doch auch beschäftigt werden......

Die Bank will Profit machen. Wenn aber der Kunde nun auch noch einen Gewinn machen will, bekommt die Bank doch weniger.

Und der Berater der deutschen Bank wird nie und nimmer ein Produkt der Commerzbank oder eine Lebensversicherung bei einem anderen Konzern anbieten, und wenn es zehnmal besser zum Anlageziel des Kunden passt. Und wenn man die gesetzlichen Vorschriften zu ungünstig für die Banken gestaltet, beraten die einfach gar nicht mehr .......

Zitat von Andre' Kostolany
"Die Bank ist nicht Dein Freund"

allerbesteste Grüße

Gernfried2000 am 20.07.10 19:27

Der Fisch fängt immer am Kopf zu stinken an. Erinnern wir uns, Frau Bundeskanzlerin braucht Hilfe und macht den Bock zum Gärtner in ihrem damaligen Expertenteam. Die Ministerien und Behörden werden angewiesen Bankexperten die Amtsstuben und Dokumentationen zu öffnen. Die von ihnen geschriebenen Gesetzestexte werden 1 zu 1 übernommen und ohne parlamentarische Beratung durchs Parlament geprügelt und die Schatzkassen zur Selbstbedienung geöffnet. Kontrollmechanismen werden von oben abgeschaltet und der Wahnsinn beginnt von neuem. Nun wird die Öffentlichkeit medial darauf eingestellt 'ZU SPAREN' den der Bürger hat die Schuld.

Anonym am 20.07.10 19:18

In der Finanzwelt-/Beratung geht es nur um Provisionen! Es wird aber auch Zeit, dass Verbraucher sich für Finanzprodukte interessieren und aktiv Finanzbildung betreiben. Banker und Strukturvertriebe sind das Gros an Provisionsgier - der kleine faire Makler von nebenan kommt erst weiter hinten. Es wird Zeit, dass die Regierung die Honorarberatung mit Druck fordert - so lange Politiker zeitgleich aber als Lobby funktionieren und die Branche an sich ohnehin durchtrieben ist, wird sich nichts ändern!
Ich suche seit einem knappen halben Jahr einen Investor zur Gründung einer Firma, bei der man alle Finanzprodukte provisionsneutral bekommt - um angemessen am Markt zu agieren - die Suche ist bisher ohne Erfolg, ist doch klar, die Branche lebt von Provisionen.....

Oliver Britten am 20.07.10 19:10

da ich selber in der Bankbranche tätig war, kann ich die Aussagen nur bestätigen. Es wurde den Mitarbeitern auferlegt, Produkte zu verkaufen die in der Regel kein Mensch brauchte. Ich weiß noch sehr gut, dass wir Gelder für Kunden nach Luxemburg empfehlen mussten, teils legal aber auch in der Form, dass die Geldanleger mit Bargeld dorthin geschickt wurden.
Die Protokolle zur Geldanlage wurde meist unrichtig dargestellt. Es war schon immer ein unehrliches Geschäftsgebahren.

Therese am 20.07.10 19:04

Wen wundert dieses Ergebnis ? Mögen Verbraucherschützer sagen was sie wollen: Ein Großteil der Kunden ist nich in der Position, dass die Banken sie um jeden Preis haben will. Kleine Kreditnehmer und Klein- bis Mittelverdiener werden in Banken als Bittsteller angesehen und genauso behandelt.
Wer soll es auch verhindern ?

Chris am 20.07.10 19:00

@Hannes
Ja, genau was meinen Sie wie die sich anstrengen würden wieder auf A wie ausgezeichnet zu kommen!!!

LAWOLF am 20.07.10 18:43

Als sicheres Geldanlagekonto gibt es auch noch das Tagesgeldkonto mit garantiertem Mindestzins. Ohne Risiko, aber etwas mehr als Sparbuch. Und es gibt auch noch die Bundesschätzchen, aber dann kommt man nicht sofort an sein Geld, wenn man es mal braucht.

Das ist auch noch ein Vorteil gegenüber dem Sparbuch, das gesamte Guthaben wird ohne Zinsverlust sofort ausgezahlt.

Wie toll die Targo-Bank ist, sieht man schon an den zahlreichen Spam-Mails, die sie verschicken (lassen).

MarieB am 20.07.10 18:29

@LAWOLF am 20.07.10 17:58
Nicht nur bei Banken, auch bei Ärzten, Krankenhäusern, Restaurants u.v.a.m. könnte ich mir das vorstellen. ;-)

Hannes am 20.07.10 18:02

In den USA werden Restaurants (vom Gesundheitsamt) mit A=sehr gut B=OK und C=da muss was passieren sonst bald dicht bewertet und diese Schilder hängen aussen am Restaurant bzw.Hotel für jeden deutlich sichtbar angebracht.
Wäre das nicht toll, wenn die Banken ebenso solche Schilder am Eingang hätten!

LAWOLF am 20.07.10 17:58

Zur Targo Bank kann ich auch etwas sagen,wir hatte noch ein altes Sparbuch von der KKB Bank(Vorgängerin der City Bank ).Es waren allerdings nur etwa 10 DM auf dem Buch.Die lakonische Antwort in der Targo Bank lautete,das Sparbuch gibt es nicht mehr und es ist gelöscht.Auf ein Email an die Centrale wurde nicht geantwortet.
Everhard Decker

Everhard Decker am 20.07.10 17:55

Aus Raider wird twix ... der Satz ist gut.

Die Gesetze sind vorhanden, stimmt, wenn sie nicht angewendet und eingehalten werden, nutzen sie leider nicht viel.

Und solange man die Verantwortlichen für die Krisen nicht in Haftung und Regreß nimmt, braucht sich auch eine Frau Aigner nicht zu beschweren.
So lange da nichts geschieht, gravierendes, wird man weitermachen wie bisher, leider.

Außer es gibt noch weiter anständige Menschen die nicht tun. Es wäre schön, es gäbe mehr davon als weniger.

Gertrud am 20.07.10 17:21

Die City-Bank hatte einen denkbar schlechten Ruf,
jetzt als Targo-Bank ist sie angeblich Spitzenreiter bei den Bank. Da wundert man sich schon sehr darüber.
Wie so etwas möglich ist.

Targo-Bank wer will schon eine Bank mit solchem Namen.

Gertrud am 20.07.10 17:17

Ich finde, die Banken waren einmal kundenfreundlich zu anderen Zeiten, es wäre schön sie wären es wieder. Als man noch nicht auf dem Geld-Gewinn-Trip war, sondern Kundendienst und Service noch selbstverständlich waren.
Alles ist möglich, wenn man nur will.

Ich finde es schon wichtig eine gute Bankverbindung zu haben und gerade heute.

Und Apo hat Recht, so halte ich es auch.

Gertrud am 20.07.10 17:16

Das Problem bei dieser ganzen Angelegenheit ist doch:
der Anleger hat Geld zuviel und will es vermehren.
Je höher die versprochende Rendite ist, desto höher ist auch das Risiko, die Knete zu verlieren.
Gier frist Hirn, wie wir ja alle wissen.
Dass dabei nur die Banken verdienen, versteht sich von selbst.
Ich habe nie einen Anlagenberater gebraucht.
Hatte ich Geld über, habe ich es auf ein normales Sparbuch gebracht. So gut wie Null Zinsen, aber auch Null Risiko.
Ich weiß noch, wie mir ein Bankfritze Telekom Aktien andrehen wollte. Ich habe ihn damals ausgelacht, weil er mir für Geld bedrucktes Papier geben wollte.
Nur 2 Jahre später hatten fast alle ihre Knete verloren und der Banker guckte immer woanders hin, wenn ich mal die Bank betreten mußte. :-)
Von daher hält sich mein Mitleid in Grenzen, wenn Leute ihr gesamtes Vermögen einem "Fachmann" übergeben haben und letztlich alles verloren haben. Hatten die kein Kopfkissen?

Ich brauche keine Berater bei der Bank - ich habe einen gesunden Menschenverstand und bin nicht geldgierig. ;-)

Hannes am 20.07.10 17:05

>>>Immer noch werden uns risikoreiche Anlagen empfohlen>>>

Hö hö hö - untergejubelt, nicht empfohlen! Bei meinem über achtzigjährigen Vater wurde das versucht in Form von Lockangebote durch Infobriefe, die keine Sau versteht! Alte Leute kann man ja leichter über den Tisch ziehen. Erst nach Nachhaken von mir bei der entsprechenden Bank und einem Regelrechten Aus-der-Nase-ziehen der Angaben kam Klarheit in die Angelegenheit.

Der Infobrief beinhaltete einen Vorschlag, wie er sein Geld besser anlegen sollte. Der angeblich bessere war aber unsicherer als die bisherige Anlageform, was er auch nicht wollte.

Dummdreist wurde versucht, einen älteren Hern über den Tisch zu ziehen.

Aber ach ne, um die Provision ging es dabei sicherlich nicht ;-)

Emma am 20.07.10 16:58

Hallo Herr Heyer,
haben Sie ernsthaft erwartet, daß sich die Banken in ihrem Verhalten ändern?
Wenn ja, soviel Blauäugigkeit habe ich Ihnen nicht zugetraut!
Wenn nein, ist Ihre Empörung nicht zu verstehen,da
die Banken nie kundenfreundlich werden, sondern immer profitorientiert bleiben!

Gerd am 20.07.10 16:55

Meine Oma sagte immer, bleibe im Lande und nähre dich redlich.
So halte ich es mit meiner Bank.
Ich arbeite mit einer am Ort ansässigen, stiklangweiligen und normalen Bank.
Nix mit direkt Bank, alles nur online und wahnsinns Zinsen.
Alles nach alter Väter Sitte, richtig spießig.
Schiffbruch habe ich da bei noch nie erlitten !

Auch habe ich mir angewöhnt eine Versicherung oder einen "Sparvertrag " nicht gleich zu unterschreiben. Ich nehme die an sich fertigen Unterlagen mit und sehe sie mir zuhause in aller Ruhe an. Habe ich dann noch Interesse reiche ich die Unterlagen nach einigen Tagen ein.
Dieses Vorgehen passt zwar nicht wirklich in den PC gestützten Arbeitsablauf meiner Bank, aber mir wurde es immer ermöglicht.
Sollte mir mal jemand sagen das muss aber jetzt und hier, wäre es für mich wie ein schriller Warnton.

Ach ja, noch was, ich habe Kopf und den nutze ich auch.

APo am 20.07.10 16:38

Wer ist denn hier überrascht??? Die Bankberater haben kein Interesse an guter und ehrlicher Beratung sondern an den Provisionen...

Es wird auch bestimmt genügend Druck von oben gemacht alles zu verkaufen denn nur an gewissen Papieren kann die Bank einen großen Schnitt machen.
Wir haben Gott sei Dank eine Beraterin die seit 20 Jahren und länger verinnerlicht hat das wir null Risiken eingehen. Besser etwas weniger Geld als später zittern zu müssen.
Diese berät uns ehrlich und wir haben nie Geld verloren.
Nur das die Bank seltsamerweise immer wieder versucht uns an andere Berater zu "überweisen" weil: "Geld doch arbeiten muss!"
Und wir müssen uns jedes Mal zur Wehr setzen und darauf bestehen dass wir unsere Beraterin behalten dürfen.
Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Henriette am 20.07.10 16:31

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