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Was weiß der Papst?

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Samstag, 13.03.2010

Bild von Susanne Wieseler, Rechte: WDR

Was weiß der Papst?

Natürlich wüsste man gerne, ob Benedikt XVI. - als er noch Joseph Ratzinger war - Bescheid wusste. Ob ihm klar war, dass ein Priester aus Essen, der hier Jugendliche missbraucht hatte, in München gleich wieder in einer Gemeinde eingesetzt wurde. Mit der Folge, dass er sich in Bayern wieder an Jugendlichen vergangen hat - und auch verurteilt wurde.

Was Ratzinger wusste, was Benedikt weiß, dass wird wohl nicht zu klären sein. Womöglich war das damals auch einfach keine große Sache und er erinnert sich noch nicht mal - wenn es überhaupt etwas zu erinnern gibt, wohlgemerkt.

Was ich aber - grob gesagt - skandalös finde, ist die Tatsache, dass dieser Priester offenbar immer noch in einer Gemeinde arbeitet - ein Wiederholungstäter! Und da geht es nicht um Kleinigkeiten, sondern um erzwungenen Oralverkehr.

Und was ich genauso wenig verstehe ist, warum Papst Benedikt XVI. sich nicht endlich entschuldigt. Da ist so vielen Menschen so viel Leid angetan worden. Und die Täter waren eben katholische Priester.

Meine Tochter geht in diesem Frühjahr zur Erstkommunion. Wir freuen uns darauf - das wäre aber noch etwas ungetrübter, wenn der Papst jetzt mal deutliche Worte fände.

Weitere Verweise zu Was weiß der Papst?

Kommentare zum Eintrag Was weiß der Papst?

Picard42 am 15.03.10 22:05...Hallo Picard42, Evetuell ist Fanatismus auch etwas zu hoch gegriffen. Auf jeden Fall wird von den Gläubigen wie auch von der Kirche alles was negativ ist, einfach als "Na so schlimm ist das nicht, und außerdem würden wir so etwas nicht tun, den wir sind unfehlbar"...Zudem wird der Papst auf ein Podest erhoben, das ihm niemals zusteht. Wer ist er denn ? Ein Mensch wie du und ich, der von Menschen wie du und ich gewählt wurde. Wie er aber von vielen Katholiken "Vergöttert" wird, ist doch nicht normal. Wenn da nicht ein klein wenig Fanatismus bei ist, dann weiss ich nicht. Wie soll man das sonst bezeichnen. Ich denke da mal nur an die Sache mit seinem PKW.

Nobby am 16.03.10 15:20

"Heute habe ich gehört, dass der Hl. Vater zum obigen Thema, Kindesmissbrauch, einen Hirtenbrief verfassen wird."

In dem er hoffentlich den beteiligten Mitarbeitern aus dem eigenen Hause befiehlt, sich den Behörden zwecks Selbstanzeige zu stellen!

Übrigens:
"Von Gruppen kritischer Katholiken eines Bistums werden gelegentlich „Herdenbriefe“ als Antwort auf umstrittene Entscheidungen und Verlautbarungen ihres Diözesanbischofs verfasst, ihm übersandt und veröffentlicht." (Wikipedia)

Mal sehen, ob von dort was kommt...

Hannes am 16.03.10 14:43

Josef verteidigt seinen den Papst.Das hat mit Glaube nichts zu tun sondern mit Liebe.Einige hier sind vor Liebe allerdings blind.Die Opa's im Vatikan sehen doch das eigentliche Leid der Menschheit gar nicht.Die verkriechen sich hinter ihrem Weihrauch und Bibeln und ihre stündlichen Gebeten.Das sein Hirtenbrief allerdings auf sich warten lässt, kann ich verstehen.Es dauert eine Weile, wenn man Wörter wie 'sexualität' erst einmal ergoogeln muss.

Fritz am 16.03.10 14:04

Henriette,

aus meiner Sicht verteidigt Josef in seinem Beitrag seinen Glauben. Das ist sein gutes Recht und hat nichts (und nur darum ging es in meiner Anmerkung) mit "Fanatismus" zu tun, wie es Nobby erwähnt hat.

Wir sollten nicht den Fehler machen, jeden, der die Kirche derzeit nicht vollständig verdammt und abschaffen will, als Mittäter zu brandmarken.

Eine Fortsetzung gerne im aktuellen Blog - das Thema ist ja nahezu identisch.

Gruß,
Picard

Picard42 am 16.03.10 12:12

Picard
Wo ist denn im Kommentar von Herrn Joseph etwas von Mitmenschlichkeit spürbar oder von Werten in früheren Zeiten???

Er verteidigt lediglich das Ansehen der kath.Kirche und des Papstes. Die Werte und die Mitmenschlichkeit mit den Opfern dieser Kirche vermisse ich dabei!!!
Er hat nur Angst das das Amt des Pontifex Schaden nimmt. So was nenne ich mit Scheuklappen rumlaufen.

Henriette am 16.03.10 9:44

Hallo Nobby,

aus meiner Sicht beschreibt Josef eher eine Zeit, in der es in dieser Gesellschaft noch Werte gab. Vollkommen gleich, ob wir das teilen, total egal, ob das rückblickend sinnvoll war. In keinster Weise ist das "Fanatismus" - lassen wir doch bitte diejenigen unter uns, für die Mitmenschlichkeit kein Fremdwort ist, ihren Weg gehen.

Gruß,
Picard

Picard42 am 15.03.10 22:05

Heute habe ich gehört, dass der Hl. Vater zum obigen Thema, Kindesmissbrauch, einen Hirtenbrief verfassen wird. Ein solches Schreiben ist nicht in paar Minuten geschrieben.
Warten wir diesen Hirtenbrief ab- und sprechen danach wieder darüber.
Aus Düsseldorf grüßt Sie,
Ihr Josef Schmelter

Josef am 15.03.10 19:50...Aber erst nach drängen aus verschiedenen Ecken. Von alleine wäre wohl nichts gekommen. Ihr Kommentar (ohne ihnen zu nahe treten zu wollen) geht schon in die Richtung Religiöser Fanatismus.

Nobby am 15.03.10 20:25

Herr Josef
Was ist unsachlich am Kindesmißbrauch von Priestern? "Gerade wir Deutschen sollten froh sein, dass wir einen Papst haben, der im Ausland großes Ansehen genießt" Ja warum er HIER keinerlei Ansehen hat, liegt ja auf der Hand. Seit Jahrhunderten schweigt die katholische Kirche, ob es um Hexenverfolgung ging oder um die Judenverfolgung, jetzt sind unsere Kinder dran. Na und? Den Hirtenbrief abwarten??? Was machen die Kinder, die in dieser Zeit mißhandelt und mißbraucht werden? Worum geht es hier eigentlich? Ach ja....um das Ansehen der Kirche. Die Kinderseelen sind der Kirche doch egal. Die Täter arbeiten für die Kirche und werden von den Gläubigen bezahlt. Jeder einzelne ist ein Mittäter, der das unterstützt und die Sache verharmlost.

sabine am 15.03.10 20:09

Liebe Susanne,
sehr viele Sendungen über das Thema, sexueller Missbrauch an Minderjährigen in der Kirche- und auch Zeitungsberichte habe ich gelesen.
In der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln stehen auch viele Artikel.
Ich habe immer den Eindruck, dass sehr häufig unsachlich darüber geschrieben wird. Warum? Leute die mit dem Papst "nichts am Hut haben" kritisieren
ihn in beschämender Weise.
Gerade wir Deutschen sollten froh sein, dass wir einen Papst haben, der im Ausland großes Ansehen genießt und ihm im Gebet den Rücken stärken.
Alle deutschen Bischöfe und ebenso der Hl. Vater,
Papst Benedikt XVI, sprechen mit ihren eigenen Worten über das abscheuliche Verbrechen, das den
Kindern zugefügt wurde.
Es steht uns aber nicht zu, über den Hl. Vater zu bestimmen (Zeitpunkt) wann er sich öffentlich zum obigen Thema äußern soll (oder muß).
Wenn Sie, liebe Susanne, ehrlich mit sich selbst sind,
kennen Sie die Meinung des Papstes zum obigen Thema ganz bestimmt.
Ich nehme doch an, dass Sie einige Predigten des Papstes im Fernsehen gehört haben- und sich auch auf Informationen, die Ihnen als Journalistin zur Verfügung stehen ein Bild vom jetzigen Papst Benedikt XVI machen können und auch gemacht haben, hoffentlich fällt es positiv aus.
Heute habe ich gehört, dass der Hl. Vater zum obigen Thema, Kindesmissbrauch, einen Hirtenbrief verfassen wird. Ein solches Schreiben ist nicht in paar Minuten geschrieben.
Warten wir diesen Hirtenbrief ab- und sprechen danach wieder darüber.
Aus Düsseldorf grüßt Sie,
Ihr Josef Schmelter

Josef am 15.03.10 19:50

Die Abschaffung des Zöllibats wäre ein Anfang. Damit werden aber die Pädophilen in der Kirche nicht abgeschafft. zur zeit des Mittelalters war es für die Kirchenleute normal alles zu vergewaligten was ihnen über die Füße lief.
Heute bitte nicht mehr !!!!!!!!!!!!!!!
Speert Sie weg damit sie niemehr Schaden anrichten können!!!!!!!!!!!!
Den denen den es passiert ist werden doch niemals wieder glücklich.

Petra Schmitz am 15.03.10 19:19

@Ellen Metzner 12: 34 h

Ihnen ebenfalls einen schönen Tag!

Sie zitieren aus 1 Kor 9,4 f "eine christliche Ehefrau", wahrscheinlich aus einer neueren (kath. ?) Bibelausgabe. In der wissenschaftlich anerkannten "Einheits-Übersetzung (EÜ)" heißt es noch schlicht "eine gläubige Frau", also nichts mit "christlich" oder "Ehefrau".

Das ändert natürlich nichts an Ihrer berechtigten Zölibatskritik, die ich uneingeschränkt teile.

Es zeigt nur exemplarisch, daß die Kirche selbst vor einer Verfälschung altehrwürdiger Texte nicht zurückschreckt, wenn es denn ihren Zecken dienlich ist.

Herzlichst

Kritikus am 15.03.10 16:27

Einen schönen Tag Ihnen allen!

Ja der Papst sollte sich äußern und auch endlich das Zöllibat abschaffen. Nichts spricht gegen die Ehe für Priester. Auch die Apostel waren nicht Ehelos wie die kathlische Kirche immer behauptet.
Siehe hierzu 1.Korinther-Brief 9 verse 4 - 5
"Hätte ich nicht auch darauf Anspruch, für meinen Dienst Essen und Trinken zu bekommen? Hätte ich nicht das Recht , eine christliche Ehefrau auf meine Reisen mitzunehmen, wie es die anderen Apostel tun und die Brüder des Herrn und auch Petrus?"

Liebe Grüße aus Düsseldorf

Ellen Metzner am 15.03.10 12:34

Hallo, ich denke, dass Cerberus den 'Nagel auf den Kopf getroffen' hat. Seit 2000 Jahren ist die (spätere kath.) Kirche durch eigenes Handeln und durch die Protektion weltlicher Machthaber mit einer Machtfülle ohnegleichen ausgestattet worden. Und dass Macht verführt, lernen und sehen wir jeden Tag an macht-besessenen und oftmals verführten Politikern und anderen 'Machthabern'.
Nach ihren unglaublichen Greueltaten im Mittelalter an unschuldigen z.B. 'heidnischen Schäfchen' oder durch die unsägliche Inquisition -zumeist an bedauernswerten Frauen- hat die kath. Kirche bis heute keine Demut gelernt, die sie uns doch dauernd abverlangt. Sie glaubt, mit ihrer sturen und unbelehrbaren Haltung (Unfehlbarkeit?) ihre Machtposition verteidigen zu können und merkt scheinbar nicht, dass ihr die Mitglieder in Scharen davonlaufen, weil sie endlich aufwachen, mündig werden und ihren eigenen Weg zu Gott suchen - und hoffentlich auch finden. Die Angstmacherei früherer Jahrhunderte zieht nicht mehr.
Nach meiner festen Überzeugung müsste sich Jesus 'im Grabe umdrehen' wenn er Tag für Tag mitansehen muss, was aus seiner einzigartigen Heilslehre von seinen sog. und selbst ernannten Nachfolgern gemacht worden ist. Meine Schlüsse habe ich durch meinen bereits vor Jahren erfolgten Kirchenaustritt bereits gezogen.

der linke am 15.03.10 12:15

@ alfred, sie haben mir aus der seele gesprochen. durch eine große verwandtschaft, überwiegend katholisch, bin ich immer wieder mit kath gottesdiensten incl der zeremonien konfrontriert worden und es war mir alles von anfang bis ende misteriös, teils sogar beängstigend.

wenn man die beiden großen kirchen miteinander vergleicht, wie offener, freier und moderner ist dagegen die evangelische kirche. wobei es sicherlich auch unter den evangelischen pfarrern nicht nur engel geben wird, aber man sollte sich doch fragen, warum gerade die katholiken momentan so ins gerede gekommen sind. warum gerade in heimen, die katholisch geführt wurden, die meisten misshandlungen gab.

emma am 15.03.10 11:26

In was für einer Zeit ist meine (geb. 1958) und die folgende Generation bloß aufgewachsen ...
Kein Wunder, daß es so viele ge- und verstörte Menschen gibt, die mit ihrem Leben nicht mehr zurechtkommen ... Bin selbst katholisch erzogen worden und verstehe erst heute, warum mir die Kirche mit ihrem Pomp, ihren geheimnisvollen Zeremonien und ihren ihren unnahbaren Priestern schon als Kind irgendwie unheimlich war ... Und, liebe Frau Wieseler, auch ein Papst kann sich nicht selbst "entschuldigen"; die Zeiten des Ablaßhandels sind doch hoffentlich vorbei. Er kann nur die Betroffenen um Verzeihung bitten. Dies wird jedoch niemals geschehen; wenn ich sehe, wie dieser völlig weltfremde Mensch teilnamslos die von seinen Untergebenen für ihn vorbereiteten italienischen Texte abliest, weiß ich, was ich von der katholischen Kirche zu halten habe. Und die vielen lieben Menschen, die versuchen, vor Ort ihren Glauben an Gott zu leben und weiterzugeben, sollten geschlossen zu einer anderen Religionsgemeinschaft wechseln und dort unbelastet ihre wertvolle Arbeit fortsetzen; schließlich ist Gott selbst immer derselbe.
Freundliche Grüße aus dem Rheinland...

Alfred am 15.03.10 10:23

Hallo Emma,

danke für die Erläuterung, ich finde das klingt schon etwas anders. Und ich kann es nachvollziehen. Denn einer Einsicht Ihrer Mutter folgte konsequentes Handeln, was ich gut finde.

Ich sehe auch das andere, so ist es nicht.

Ich versuche nur auf das positive was es gibt auch hinzuweisen, weil wir im Grunde doch nur kritisieren was uns nicht gefällt. Und unsere negativen Erfahrungen in anderes mit hineinnehmen, ohne Veränderungen oder Verbesserungen die es auch gibt wahrnehmen zu wollen. Mit meiner rosaroten Brille haben so manche ihre Probleme, vielleicht weil es leichter ist negativ zu sehen, als andersherum.
Die meinen alles sei so schlimm und so schlecht. Und dann auf positive Erfahrungen warten, die wohl so kaum kommen können bei solcher Einstellung.

Haben wir lobende Worte für positive Veränderungen, die es auch noch gibt?

Ist Kirche grundsätzlich schlecht, weil dies dort so geschehen ist und konnte. Und wo passiert ähnliches in vielen anderen Bereichen, wo wir es nicht so sehen möchten. Ist das auch alles so schlecht? Wir meinen Menschen und schimpfen auf Institutionen u.a.

Es hat alles zwei Seiten im Leben, ist jedoch auch eine Frage aus der wir die Dinge betrachten, finde ich und wie man mit gemachten Erfahrungen zum Beispiel umgeht.

Und mit welcher Einstellung man an etwas herangeht.
Wir beschreiben unsere Erfahrungen vor vielen vielen Jahren und was mir daran auffällt, sie haben prägende Spuren irgendwo hinterlassen, die unsere Meinung und Einstellung noch heute beeinflussen.

Wenn wir nicht lernen da heraus zu gehen und auch etwas anders zu sehen und anzunehmen.

Die Welt und die Menschen sind nicht nur negativ, und alle die kirchlichen Mitarbeiter die heute dort arbeiten, werden sicher nicht erfreut sein, über das was dort geschieht, und gleichzeitig bezieht man alles mit ein.
Man trifft somit auch dort die Menschen, die dort aus Überzeugung arbeiten. Mein Schwager ist Richter und Pfarrerssohn. Er sagt die Kirche leistet auch sehr sehr viel gutes. Und er hat Recht. Er sieht es aus einer anderen Warte, weil er andere positive Erfahrungen damit gemacht hat.

Wenn wir ganz ehrlich sind mit uns selbst müßten wir alle konsequent sein in unserem Handeln, sind es jedoch weil wir vieles bedenken nicht. Da wo es um die eigenen Vorteile geht.

Viele Menschen schimpfen auf vieles, sind dennoch bereit, wenn es um sie selbst geht die Dinge anders zu sehen und für sich das beste dort herauszuziehen, egal was sonst geschieht.

Ich möchte es mit den Worten von Anne B. beschreiben die Sie an Cerberus richtete die Gutmenschen betreffend.

Gutmenschen hat eine negative Besetzung, wenn man das Wort ableitet versteht man es anders.
Und so war Ihre Frage an Cerberus treffend.

Ich finde man sollte nicht nur das negative was dort geschehen ist sehen und schimpfen, sondern auch das Positive ins Verhältnis stellen nicht nur beim Thema Kirche sondern auch bei anderem.

Was Sie zum Thema Realität verändern schreiben freut mich. Denn negatives zum Positiven zu wenden, sollte eigentlich wichtiger sein, als sich auf Vorurteilen und vielem anderen auszuruhen und zu sagen es ist so. Es war so und man kann es ändern.

Wenn Menschen schlimmes tun, so ist dies einzelnen Menschen zuzuschreiben und nicht unbedingt nur einer Institution.

Oder sollen jetzt alle Mitarbeiter dort kündigen, weil es ja so schlecht ist, wie sieht es dann aus. Oder in anderen Unternehmen, wo es ähnlich läuft leider.

Es wäre im Grundsatz die Konsequenz daraus und dann würden andere wieder fragen wie kann man nur.

Das ist das eine.

Wenn ich nach meiner Erfahrung aus meiner ersten Ehe ginge und dabei geblieben wäre, wären alle Männer schlecht und Säufer und Schläger.

Sind sie aber nicht, ich würden vielen Menschen damit sehr viel Unrecht tun und das gute nicht mehr sehen wollen. Vielleicht verstehen Sie was ich sagen möchte.

Dennoch einen lb. Gruß


Gertrud am 15.03.10 10:04

@ gertrud, sie schreiben:

,++++
Meine ist und bleibt eine andere. Etwas realistisch zu sehen, bedeutet aus meiner Sicht Dinge anzunehmen und der Auffassung zu sein sie nicht ändern zu können.

Wenn Sie dies alles nicht negativ sehen, warum schreiben Sie es denn so?

,++++


ich schreibe es nicht negativ, sie fassen es so auf. weil sie nur das positive sehen wollen, aber nicht das negative. jemand anderes schrieb das hier auch, sie wollen die welt durch eine rosarote brille sehen, aber leider ist nicht alles rosarot.

auch die realität kann man ändern; etwas realistisch sehen bedeutet nicht, sich damit abzufinden.

meine mutter hat seinerzeit die katholische kriche mehr als realistisch gesehen. aufgewachsen in einem streng katholischen elternhaus hat sie als mutter sehr schnell erkannt, das die macht, die die kath kirche versucht auf seine schäfchen auszuüben, nicht dem entsprach, wie sie ihr kind aufwachsen sehen wollte. wir haben damals unseren glauben gewechselt und sie der ev kirche beigetreten.

alleine schon diese erniedrigung, wenn ein kath ehepaar sich scheiden lassen will - was nimmt sich die kirche da heraus, über andere menschen zu bestimmen, sie zu demütigen?!

emma am 15.03.10 9:37

Hannes: Auch mein Sohn durfte keinen kath. Kindergarten besuchen, weil mein Ehemann evangelisch war.
Und im evangelischen nicht, weil er kath.getauft war
Total verrückte Welt

Henriette am 15.03.10 5:55

Über die Praxis der Kath.Kirche was Taufen anbelangt kann ich auch einen Beitrag liefern: Als in den 60er Jahren mein Sohn geboren wurde lief uns schon vor der Geburt der Kath.Pfarrer die Bude ein. Weil mein Mann evangelisch und ich katholisch war sollten wir noch vor der Geburt des Kindes die Ehe "legalisieren" im Sinne der kath.Kirche.
Das hieß im Klartext: ein 2. Mal kirchlich heiraten, nur eben dieses Mal in der kath. Kirche anstatt in der evangelischen.
Die Entbindung war in einem kath.Krankenhaus und dort war es zu jener Zeit noch möglich sofort nach der Geburt ein Kind in der Kapelle taufen zu lassen.

Schwupps saß wieder der "Schwarzkittel" an meinem Bett und sagte das man das ablehnen müsse, da ich im Sinne des Katholizismus nicht legal, nein ich sei überhaupt nicht verheiratet........
Im Übrigen seien wir nicht in der Lage dann das Kind im kath. Glauben zu erziehen.
Meine Bemerkung das ich ein Kind vor allen Dingen christlich erziehen würde, also glaubensunabhängig, überging er.
Aber da hatte er nicht mit meinem Mann gerechnet. Der sagte im klipp und klar: "Ich dachte immer die kath Kirche sei bemüht "neuen Schäfchen" zu rekrutieren...Sie wollen nicht?? Na gut, dann werde ich meinen Sohn protestantisch, buddhistisch oder muslimisch taufen lassen, wir brauchen Sie dazu nicht!"
Sie glauben garnicht wie schnell die Einwilligung zur Taufe in der Krankenhauskapelle kam. Man muss sich nur mal richtig zur Wehr setzen und zeigen: Mit mir nicht!!!

Henriette am 15.03.10 5:47

Es ist wirklich ein erbärmliches Schauspiel, daß die obersten Vertreter der Kirche uns da bieten. Vor allem weil die Herren sonst äußerst meinungsfreudig sind, wenn es darum geht, mit dem Finger auf Verfehlungen anderer zu zeigen.

Ich bin selbst zeitweilig zu einer privaten katholischen Schule gegangen und muß sagen, daß ich weder vorher noch nachher jemals wieder so engagierte und motivierte Lehrer hatte (das waren allerdings keine Nonnen und Patres).
Und interessant ist, daß auch die engagiertesten entlassen wurden, wenn sie den Frevel begingen - sich scheiden zu lassen! Da war man ganz konsequent!
Das ist schon ein sehr eigenartiger Kontrast...

Puck am 14.03.10 21:49

Mir tun die Opfer leid, die Kinder, denen eine Entschuldigung auch nicht hilft.

Dagmar am 14.03.10 20:19

Wem hilft eine Entschuldigung des Papstes?
Die Kirchenoberhäupter müssten die Täter aus dem Verkehr ziehen, was aber wegen des Priestermangels nicht geschieht. Traurig!

Anonym am 14.03.10 20:14

Doris,

ich drücke Ihnen alle Daumen.
Ich glaube Sie wissen wofür und bleiben Sie wie Sie sind.

Ganz lieben Gruß

Gertrud am 14.03.10 19:22

Nur mal angenommen, irgend ein Papst hätte früher an seinen Schutzbefohlenen selbst "Hand angelegt". Die Kirche würde dem geschändeten jeden Betrag sammt lebenslanger Absolution hinterher werfen, nur damit dieser ein "Schweigegelübte" ablegt, wetten?

Thomas Wohlzufrieden am 14.03.10 19:06

Danke Gertrud und Hannes, anonym 17.33 das war ich, die Doris63 mal wieder.

doris63 am 14.03.10 19:00

Hannes,

und bei mir war es umgekehrt.
Meine Mutter evangelisch, mein Vater katholisch.
Da sie katholisch heirateten mußte mein Vater sich verpflichten seine Kinder katholisch erziehen zu lassen, was dann wohl auch nicht so richtig ist so gesehen.

Aber ich habe einen katholischen Kindergarten besucht und ebenso eine Konfessionsschule. Es gab nur die katholische und die evangelische. Da ist man heute weiter, auch dieses System steht dennoch in der Kritik - das dreigliedrige Schulsystem. Kann man nur noch meckern.

Bei uns ging es damals evangelische gegen katholische Christen, in den Ende der 60ern Anfang der 70er. Warum weiß wohl kein Mensch. Heute lobe ich mir die Ökumene.

Mein Mann war evangelisch ich katholisch.
Wir konnten uns nicht über die Paten einigen, darüber wurden wir geschieden und meine Tochter ließ ich taufen wie ich schrieb.

Heute hat sie die eigene Entscheidung wie sie ihres gestalten möchte.

Toleranz und Menschlichkeit bilden eine wichtige Grundlage für uns und Verständnis und Verstehen.


anonym,

Ihr Handeln finde ich bemerkenswert und richtig und nebenbei irgendwo eigentlich selbstverständlich, auch wenn andere das nicht so sehen mögen und nebenbei toll.

Einen guten Menschen zeichnet nicht nur sein Glaube aus aus meiner Sicht nicht Bildung und Wissen alleine, sondern der Charakter.

Gertrud am 14.03.10 18:06

@Anonym am 14.03.10 17:33
War schon richtig der 1. Adressat. Ich hatte Cerberus nur zitiert. Bei mir war es wohl der familiäre Druck der katholischen Eltern meines Vaters. Von daher wurden wir katholisch getauft.
Aber dadurch, dass meine Mutter evangelisch war, durften wir Kinder den Kindergarten nicht besuchen.
Sicherlich, heutzutage würde man gegen so eine Benachteiligung angehen, aber in den 50er Jahren wohl eher selten. Von daher Respekt von meiner Serite, dass Sie es in diesen Jahren gewagt haben der kirchlichen Obrigkeit die Meinung zu geigen. ;-)

Hannes am 14.03.10 17:49

Cerberus: Wenn Sie überzeugter Atheist sind, dann ist das Ihre alleinige Sache, und dazu kann ich nichts sagen.
Mich stört vieles in der Kirche, das habe ich schon gesagt, aber ich sehe auch das Positive.
In Ihrem Beitrag stört mich das Wort "Gutmenschen".
Dieses Wort ist negativ besetzt, ich vermisse Ihre Objektivität
in Bezug auf Menschen in der Kirche, die gute Arbeit machen. - Gut arbeitende Leute in einem Unternehmen bezeichnen Sie sicherlich nicht als "Gutmenschen", sondern achten deren Leistung. --
Wieweit man sich von der Institution Kirche den eigenen Weg vorschreiben lässt, bleibt jedem selbst überlassen.
Zur Kirche zu gehören heißt nicht gleich kirchenhörig!

Anne B. am 14.03.10 17:40

@Hannes am 14.03.10 17:15

Antwort : Nein - auch ich durfte keinen katholischen Kindergarten besuchen, da mein Vater evangelisch war. Und obwohl meine Mutter katholisch gab es von der Kirche ein No-Go .

Das alleine ist schon eine Aussage für sich ;-)

Cerberus (44) am 14.03.10 17:39

Entschudigung Cerberus , ich meine natürlch Hannes.

Anonym am 14.03.10 17:36

Entschudigung Cerberus , ich meine natürlch Hannes.

Anonym am 14.03.10 17:35

Cerberus, das verstehe ich jetzt nicht. Wieso waren ihre Eltern gezwungen sie ev. oder kath. taufen zu lassen. Meine Kinder habe ich bewußt nicht taufen lassen. Sie sollten es später selbst entscheiden.
Ich selbst bin vor 40 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Damals musste man noch zum Pastor.
War eine heiße Diskussion. Meine Kinder durften dann den Kindergarten nicht mehr besuchen, ich habe mich erfolgreich dagegen gewehrt. Es darf niemand wegen seiner Religion bevorzugt oder benachteiligt werden. Also gingen sie weiter in den Kindergarten.
Für meine Kinder bin ich auf die Barrikaden gegangen.
Biestigkeiten gegenüber meinen Kindern hat sich da keiner erlaubt. Das Gegenteil war der Fall.
Das ich den Glauben abgelegt habe heißt ja nun nicht, das ich ein schlechter Mensch bin. Bei uns im Haus wohnt meine 86jährige Nachbarin. Ich helfe ihr wo ich kann damit es ihr gut geht. Und wenn sie mal traurig ist nehme ich sie in den Arm. Auch die anderen Mitbewohner kümmern sich. Sie wird niemals alleine sterben, wir sind dann da und das weiß sie auch.

Anonym am 14.03.10 17:33

@Cerberus (44) am 14.03.10 17:03
"Ich selbst bin überzeugter Atheist und bereits vor 28 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Und ich war nur aus einem Grund da drin : Weil meine Eltern damals gezwungen waren mich entweder evangelisch oder katholisch taufen zu lassen - auch so ein Unding der Kirche!"

Das war bei mir genau so.
Ich bin allerdings schon vor 33 Jahren ausgetreten.
Was mich interessiert:
Durften Sie einen katholischen Kindergarten besuchen?
Ih nämlich nicht, da meine Mutter evangelisch war.

Hannes am 14.03.10 17:15

@Anne B. am 14.03.10 11:25

Ihr Idealismus in allen Ehren und ja, es gibt diese "Gutmenschen" auch in der katholischen Kirche.

Anscheinend haben Sie aber meinen Kommentar inhaltlich nicht ganz richtig verstanden. Hier geht es nicht darum, alles und jeden zu verdammen.

Ist Ihnen aber nicht auch eine Institution suspekt, die Ihren "kleinen Basismitgliedern" Demut und Bescheidenheit verordnet und predigt, selbst aber immer noch das reichste (vermögendste) Unternehmen / Weltkonzern ist ?

Jeder Mensch kann und soll seinen Glauben ausüben - dafür braucht er aber niemanden der ihm vorschreibt, wie er den Weg zu Gott findet !

Ich selbst bin überzeugter Atheist und bereits vor 28 Jahren aus der katholischen Kirche ausgetreten. Und ich war nur aus einem Grund da drin : Weil meine Eltern damals gezwungen waren mich entweder evangelisch oder katholisch taufen zu lassen - auch so ein Unding der Kirche !

Cerberus (44) am 14.03.10 17:03

@Kritikus am 14.03.10 14:31
Ja, da haben Sie recht.
Mit Kritikern ist die r.k. Kirche nie zimperlich umgegangen.
Dabei waren (sind) gerade DIE die waren Christen.
Das dolle ist ja, dass stichhaltige Argumente gar nicht greifen, da diese Kirchenfürsten dermaßen Scheuklappen auf haben und arrogant ihre Meinung als richtig voraussetzen in einer Basta-Haltung.
In dem Film "Luther" ist das prima herausgekommen bei seiner Anhörung vor den "Wächtern der Wahrheit".

Bin mal gespannt, ob der Papst, falls man ihm tatsächlich eine Mitwisserschaft nachweisen kann, soviel Charakter zeigt wie das Oberhaupt der ev. Kirche und zurück tritt.

Hannes am 14.03.10 16:58

Wer weiß was oder wenn er alles schon auf dem Gewissen hat, weil er Schweigt!!! Wenn ich nichts zu verbergen habe rede ich doch darüber, oder?

Ich finde das alles SKANDALÖS!

*Traurig* am 14.03.10 16:30

Rom (dpa) - Papst Benedikt XVI. schweigt weiter zum sexuellen Missbrauch an katholischen Einrichtungen in Deutschland. Beim Angelus-Gebet am Sonntag in Rom ging der deutsche Pontifex mit keinem Wort auf den Skandal ein.

Quelle: http://portal.gmx.net/de/themen/nachrichten/panorama/10041082-Papst-huellt-sich-in-Schweigen.html#.00000002

*Traurig* am 14.03.10 16:27

Henriette,

es ist doch ok so. Ich sehe die Welt auch nicht durch eine rosarote Brille. Auch wenn es den Eindruck machen sollte. Ich suche mir auch nicht nur das schöne raus, sondern das was ich verkraften kann angesichts dessen was alle beklagen. Aber nicht sehen wozu sie selbst mit beitragen.
Und ich ertrage keine Gewalt. Da bin ich ehrlich.

Ich weigere mich dennoch alles und alle in einen Topf zu werfen, weil es eben auch Unterschiede gibt.

Dennoch es gibt auch solche Menschen.
Henriette ich habe Sie nicht persönlich gemeint. Sollten Sie sich so angesprochen gefühlt haben täte es mir leid.

Es ist schön, daß Sie eine rheinische heitere Frohnatur sind, ich nämlich im Grunde auch nur manchmal eine auch sehr nachdenkliche.


Emma,

ich habe 1969 nicht kirchliche geheiratet sah aber auch keinen Zwang dahinter.
Wie ich grundsätzlich keinen sehe wenn andere tun es ihnen gleich tun zu müssen. Bei meinem Kind habe ich anders entschieden, aus der Situation heraus der damaligen, das 1973 nicht 1972. Denn das Kind hätte das ausbaden müssen und dürfen, wie heute Kinder dies ebenfalls tun dürfen.

Es ist Ihre Einstellung und es ist auch ok so.

Meine ist und bleibt eine andere. Etwas realistisch zu sehen, bedeutet aus meiner Sicht Dinge anzunehmen und der Auffassung zu sein sie nicht ändern zu können.

Wenn Sie dies alles nicht negativ sehen, warum schreiben Sie es denn so?

Glauben Sie Kinder denke ich sehen viel mehr als wir meinen. Und wenn sie nicht glauben können, dann weil wir Erwachsene es ihnen so vermitteln.

Und wenn wir irgendwelche Erfahrungen machen oder sich unsere Träume nicht umsetzen sollten wir uns hüten unseren Kindern unseres überzustülpen.

Sie haben das Recht positive Erfahrungen machen zu müssen und zu dürfen. Und viele stülpen leider ihren Kindern die eigenen auf und wundern sich über deren Entwicklung.

Gertrud am 14.03.10 16:27

Die zunehmende Heuchelei der "Kirchenfürsten" bis hinauf zum Papst wird langsam unerträglich.Auch der damals Verantwortliche Bischof Ratzinger hält es nicht für nötig sich der Öffentlichkeit zu stellen.
Warum machen die Kath. Basisgruppen nicht mehr Reform-Druck auf "Kirchenbürokraten".?
Ich meine hier hilft nur eins:"Wir sind das Kirchenvolk".
Leute tretet aus der katholischen Kirche aus und gebt das Geld lieber denen die es brauchen und damit sinnvoll umgehen.Vielleicht kommen dann die "Kirchenbürokraten"von ihren mittelalterlichen Denkweisen ab (lernen durch Schmerzen) und machen das was die Neuzeitliche Christen-Mehrheit möchte.

Mir tun die vielen an der Basis der Kirche Tätigen leid, da sie den Kopf für ihre unbelehrbaren ,starrköpfigen"Chefs"? hinhalten müssen.

Werner am 14.03.10 15:51

hallo gudrun, ich sehe es nicht negativ sondern realistisch bzw aus der sicht der kinder/jugendlichen.

natürlich haben die kinder das gerne gemacht, das ist ja auch sehr feierlich gerade bei den katholiken. das ist wie geburtstag feiern im kindergarten oder laternenumzug für sie. feierlich eben.

und schließlich lockten ja auch jede menge geschenke. damit wird sich hinterher gegenseitig übertrumpft bei den vergleichen mit klassenkameraden.

nur den eigentlichen sinn dieser prozedur verstehen die wenigsten und das ist den kindern auch egal.

und - wollen wir doch mal ehrlich sein - glaubt denn irgendeines der kinder an gott? die überwiegende zahl der kinder sehen die geschenke, die dahinter stecken. dafür lernt man auch mal ein paar gebote auswendig. und kaum ist die kommunion bzw konfirmation vorbei, ist's vorbei mit den kirchenbesuchen, außer die eltern nerven und nehmen sie mit. und weihnachten natürlich ist "kirchengehtag".

man kann kindern/jugendlichen nichts vormachen. die kinder heute sehen täglich in den medien das schlechte auf dieser welt. da wirken sätze wie 'gott liebt die menschen' schlichtweg lächerlich.

ich selber habe auch kirchlich geheiratet, letztendlich eigentlich nur wegen dem firlefanz. eine kirchliche trauung ist einfach feierlicher als eine rein standesamtliche. und es gehörte vor 30 jahren dazu, "man heiratete eben kirchlich".
mit meinem langen, weißen hochzeitskleid kam ich mir dann allerdings lächerlich vor, reinstes kasperltheater.

die kirche hat in meinen augen ausgedient. mittlerweile gibt es realistische erklärungen für die angeblichen wundertaten von jesus. was vor 2000 jahren einmal passiert sein soll, interessiert heute immer weniger menschen.


emma am 14.03.10 14:47

Hallo Gertrud. Ich habe nichts gegen eine heile Welt, doch die Umstände sind nicht so und ich bin ein Realist. Ich setze eben keine rosarote Brille auf oder rede mir was schön was nicht da ist.
Ich trage meine Wut auch nicht ein halbes Leben mit mir herum und mache dadurch mich und andere Mitmenschen fertig. Aber wenn etwas geschieht was absolut gegen mein Gerechtigkeitsgefühl geht oder anderen Menschen Schaden zufügt, gehen schon mal die Pferde mit mir durch.

Und ich denke das ist völlig in Ordnung und legitim. Denn selbst Jesus hat die Händler aus dem Tempel geworfen und ich denke das ihn dort richtig der Zorn gepackt hat und er das keinesfalls friedlich gemacht hat.
Ich muss auch diese Dinge der Bibel entnehmen und mich nicht nur auf die erbaulichen Teile zurückziehen.......

Ich bin also mitunter voller Zorn, aber ich lasse davon nicht mein gesamtes Leben beeinflussen.
Gott sei Dank bin ich meistens ein durchaus positiver Mensch und....eine rheinische Frohnatur!

Henriette am 14.03.10 14:44

@Hannes 12:16 h

Es hat mich sehr gefreut, daß Sie im Kontext zu dem hiesigen Thema die Namen Ranke-Heinemann und Drewermann ins Gespräch bringen. Hierher gehören m. E. auch H. Küng und I. v. Döllinger. Sie alle haben vieles gemeinsam: Sie waren (Döllinger) bzw. sind hochqualifizierte und hochmotivierte Hochschullehrer für Theologie. Und sie verfügen über einen kritischen Verstand, von dem sie sehr zum Leidwesen der Kirche auch Gebrauch gemacht haben.

Und demzufolge haben sie noch ein Weiteres gemeinsam: Sie alle hat ihre kritische Einstellung zur Kirche ihren "Job" (Professur) gekostet.

Das ist das schon historisch übliche Procedere der Kirche mit Kritik und Kritikern umzugehen.

Herzlichst

Kritikus am 14.03.10 14:31

Emma,

dazu möchte ich Ihnen eine Geschichte schreiben.
Ich war ganz aufgeregt, bei meiner eigenen Kommunion und habe morgends als Kind am zweiten Tag eine halbe Torte vor der Messe verdrückt, mich heimlich ins Zimmer geschlichen. Ich fand es als Kind einfach schön, meine Kommunion, auch wenn ich nicht verstand damals. Es war etwas besonderes. Ich werde nicht allein damit gewesen sein. Viele Kinder freuen sich daran, oder meinen sie alle sind mit Zwang Meßdiener und anderes. Meine Eltern waren evangelisch und katholisch auch für die Zeit damals eher progressiv.

Als meine Tochter zur Erstkommunion ging, hatte sie eine Freundin die weder getauft war noch einer Kirche angehörte. Die Eltern hatten dies bewußt nicht gemacht. Die Freundin die wir eingeladen hatten hatte soviel Freude daran, daß es mich beeindruckte. Ich denke heute noch manchmal daran.
Ich habe meine Tochter mit vier Jahren taufen lassen, weil ich der Auffasung war sie hatte das Recht getauft zu werden. Ich hatte nicht das Recht ihr meine Meinung Überzeugung aufzudrücken, wenn ich anderer Meinung war. Ich hatte überlegt es ihr freizustellen, sie selbst entscheiden zu lassen. Ich war geschieden zum dem Zeitpunkt, alles was nicht in die Kirche paßt, aus der Sicht damals. Es war das Jahr 1972. Für die damalige Zeit hätten die meisten kath. Priester so etwas verweigert, der Pfarrer den ich hatte nicht. Er war ein gütiger Mensch und ich denke nicht daß er nur dabei an seine Pfarre dachte. Er hätte es verweigern können.
Sie war dabei und sagte Herr Pastor nicht naß machen. Sie hat immer eine Erinnerung irgendwo daran.
Ich habe überlegt, lasse ich Sie taufen oder nicht, aber geschieden mit einem nichtgetauften Kind, welche Schwierigkeiten hätte das Kind gehabt ob meiner eigenen Einstellung. Es stimmt in Teilen was Sie schreiben, für den der es so sehen mag.

Es gibt auch Paare die ganz überzeugt sind denen es nicht um den Firlefanz geht.
Und wenn man von etwas nicht überzeugt ist, denke ich sollte man nicht alles schlecht reden oder schlecht machen wollen nur weil man es anders sieht.

Wenn wir auf unserer Erfahrung beharren geben wir sie so weiter. Wenn wir uns daraus entwickeln, sehen wir manches anders.

Für mich das im Augenblick nicht schön was läuft weder bei der Kirche noch sonst wo.

Ich gehe nur nicht davon aus, daß alle so sind und das alles schlecht ist und ich möchte es so auch nicht weitergeben, weil es nicht meiner Einstellung entspricht.

Würde ich auf meiner negativen beharren, würde ich es natürlich so sehen wie viele andere. Und dabei bleiben. Es wäre mir persönlich zu einfach.

Gertrud am 14.03.10 14:12

Das Wort “Selbst”-Bestimmung sagt es auf verräterische Weise. Es hat das “Selbst” aus fast allen Zwängen und Normen befreit. Vorfahrt für das Individuum, das ist ein Triumph unserer Zeit. Wenn aber ein jeder sich selbst der Nächste ist, ist am Ende keiner mehr für den anderen da.

“Selbst”-Verwirklichung wird dann für jene “anderen”, die sich selbst zu verwirklichen nicht die Kraft oder die Möglichkeiten haben und auf Hilfe angewiesen sind, zum Unwort unserer Zeit. Denn es steht für Egoismus und entpflichtet von Nächstenliebe und Solidarität.

(geschr. von Günther von Lojewski)

*Traurig* am 14.03.10 13:45

die kirche ist für mich eh hoffnungslos überaltert/altmodisch.
die kinder gehen doch in den seltesten fällen freiwillig bzw auf ihren eigenen wunsch hin zur kommunion/konfirmation. das macht man, weil es so üblich ist und mama und papa es so wollen. und weil man zb nicht kirchlich getraut werden kann, ist man nicht konfirmiert. und natürlich weil es geschenke gibt!

kirchlich getraut werden wollen die wenigsten wegen ihres glaubens sondern wegen des firlefanzes - weil es eben feierlicher ist.

emma am 14.03.10 12:38

Henriette,

mein Mann und ich waren damals so entsetzt über den Vorfall in der Schule, daß wir sie aus dem Religionsunterricht herausholten. Das möchte ich in dem Zusammenhang nicht unerwähnt lassen.

Anonym am 14.03.10 12:35

Henriette,

es muß Sie auch nicht überzeugen. Ich weiß nicht ob ich ihm gleiches geschrieben hätte wie er mir. Ich liebe in der Bibel sofern ich sie lese, Psalme und einiges. Ich orientiere mich an dem positiven in ihr, wie an dem sonstigen positiven auch was es so gesehen Gott sei Dank noch gibt. Die Welt und die Menschen sind nicht nur negativ. Es ist nicht alles nur negativ. Aber unsere Erfahrung bestimmt oft wie wir sie sehen, bis wir vielleicht wieder andere machen.

Vieles ist mir zu brutal in der Bibel z.B. und Auge um Auge Zahn um Zahn gibt es für mich nicht. Ich denke wenn man liebt oder geliebt hat gehört auch anderes dazu verzeihen und verstehen. Das man das einringt, was man für sich selbst möchte.
Das können viele nicht und tragen jahrelangen Zorn mit sich herum, den sie oft an anderen ab- und auslassen, Menschen die nichts dafür können. Wem dient dies? Ihnen selbst nicht und anderen auch nicht.

Alle Leute haben etwas gegen eine heile Weilt, Friede Freude Eierkuchen, gleichzeitig wundert man sich über alles das was geschieht und erträgt es kaum noch, weil es geschieht. Vielleicht weil man es sich anders nicht vorstellen kann. Die Realitität ist eine von Menschen geschaffene und gestaltete Realität vielfach. Wenn man das versteht ist es erstmal sehr hart. Die Frage innerhalb dessen wie wir uns bewegen und was wir tun und dazu mit beitragen oder auch nicht. Das Leben an sich ist aus meiner Sicht dennoch sehr viel mehr.

Ich habe Verständnis wenn jemand wütend ist, mag jetzt ein Widerspruch sein zu dem was ich schrieb, wenn man es so sehen möchte. Aber ich habe dann kein Verständnis mehr für solches, wenn man Wut ein halbes Leben mit sich rumträgt und dies an anderen ausläßt und weitergibt. Und sie bei anderen ins Leben bringt. Irgendwann hat man Verantwortung für sich und sein Leben und sollte es anders gestalten wenn man erkennt.

Ich schrieb ich unterscheide in meinem Glauben zwischen Religion und Kirche. Ich war außerhalb der Kirche gläubiger als innerhalb. Ich respektiere dennoch Menschen die gläubig sind und ihre Heimat dort haben, genauso wie diejenigen die sie dort nicht finden. Atheisten und Nichtgläubige sowie Moslems sind für in erster Linie Menschen, nicht besser und nicht schlechter als andere. Meine Tochter kam einmal aus der Schule, ihre Lehrerin hatte ihr erzählt, alle die keine Christen sind seien keine Menschen. Ich hatte ihr mit meinem Mann beigebracht, daß alle Menschen gleich sind und das Recht haben geliebt und geachtet zu werden. Ich habe es so gelernt, daß man Menschen gibt die nicht haben und anderes, was ich hier nicht mehr vertiefen möchte. Und das es Gründe, gibt immer, wenn Menschen sich wie verhalten, daß man nicht grundsätzlich verurteilen soll, weil man nie weiß wie man selbst mit etwas umgeht, wenn es einen betrifft. Es ist ein Teil meines Wesen.
Und das letztlich manchmal und meisten wenn man zu Menschen liebevoll und freundlich ist besser fährt und dies aus Überzeugung, nicht um persönliche Ziele zu erreichen oder andere dazu zu bringen das zu tun was man selbst möchte.

Berta,

nein ich kann mich den Zeugen Jehoves auch nicht anschließen. Ich bin auch kein Wanderprediger.

Aber man sollte nicht ständig klagen, ohne zu sehen wo man seinen Anteil am Geschehen hat. Und darüber klagen, wenn man es nicht ändern will, weil es ja bequemer ist.

Berta, ich sage mal so, wo Liebe mißbraucht wird ist es aus meiner Sicht keine Liebe. Und wo man nur sein eigenes, sein Ego bedient und Abhängigkeiten schafft, auch nicht.

Anonym am 14.03.10 12:30

Eine Entschuldigung finde ich regelrecht zynisch.
"Sorry, liebe geqälte Schutzbefohlende, dass wir Euch psychisch zum Wrack gemacht haben und ihr nun keinen Spaß am Sex mehr habt".
Aber ist es nicht genau DAS, was die kath. Kirche seit Jahrhunderten lehrt: "Sex ist Sünde und wir raten zur Enthaltsamkeit." Da nehmen die eher tausende von Aids Toten in Kauf, als von ihrer (m.M. nach kranken) Einstellung auch nur ein Jota abzuweichen.

Da kommen nun immer mehr Greueltaten ans Licht und was bekommt man von diesen Leuten zu höten: "Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."
Na damit kann man ja jede Schweinerei entschuldigen. Wenn ich mal vor Gericht stehen sollte, dann werde ich diesen Satz auch dem Staatsanwalt entgegen schleudern. Unglaublich was diese Mischpoke sich herausnimmt.

Luther hat ja vor einigen hundert Jahren nicht umsonst seine Thesen an die Tür genagelt. Damals war es ja so, dass die r/k Kirche ihre Macht voll ausspielte und das Volk schön dumm hielt. Heute in unserer Informationsgesellschaft ist das (zum Glück) nicht mehr so einfach.

Eine finanzielle Entschädigung - die man ja z.B. auch bezahlt, wenn jemand ein unflätiges Wort an jemanden richtet - ist das Mindeste, was diese Institution tun kann.
Die Staatsanwaltschaft darf in keinster Weise von der Kirche behindert werden, um die Verantwortlichen zur Rede zu stellen und ggf. anzuklagen.
Und wenn Ratzinger auch "Dreck am Stecken" hat, dann muß die Staatsanwaltschaft auch in seinem Büro nach dem Rechten sehen.
Sollten er und seine hohen "Beamten" sich dagegen sträuben, so hat man sie wegen "Behinderung zur Aufklärung einer Straftat" anzuklagen, so wie es auch mit jedem "normalen" Bürger geschehen würde.

Bzgl. des Zölibates kann man sich ja mal die Äußerungen von Uta Ranke-Heinemann durchlesen.
Die beschäftigt sich schon seit Jahrzehnten mit dem Thema und ist für mich eine kompetente Gesprächspartnerin.
Auch Eugen Drewermann kann bestimmt einiges Erhellendes dazu beitragen.

Ich persönlich halte das Zölibat im Prinzip für okay, wenn es FREIWILLIG ist. Es ist m.M. nach nichts dagegen einzuwenden, wenn sich jemand entschließt, sein Leben dem Glauben zu opfern und auf weltliche Genüsse zu verzichten. Aber dann sollte dieser auch so konsequent sein und sich einer Operation unterziehen, die die sexuelle Begierde ausschaltet.
Zumindest, wenn er nicht in einem Kloster oder Eremitage lebt.

Die Kirche als Institution muß m.M. nach (wieder mal) reformiert werden. Der ganze Pomp drumherum gehört abgeschafft und die Kirche sollte nicht weiter die Briefe und Berichte eines Paulus lehren.
Wie schon Kritikus am 13.03.10 21:00 treffsicher bemerkt hat.

Lesenswert auch einige der Artikel hier:
http://ungenannter.wordpress.com/

Wenn ich mir so in der Weltgeschichte ansehe, wieviel Kriege und Leid aus religiösen Gründen geführt wurde und wird, so stelle ich mir die Frage, ob wir nicht alle einer Art Gehirnwäsche unterzogen wurden - seit Jahrhunderten.
Da wird mit dem Kreuz in der einen Hand und mit der anderen, schwertschwingenden anderen Hand auf "Ungläubige" eingedroschen. "Im Namen des Herrn".
Würde Jesus nochmal hier auftauchen, würde er diese scheinheiligen Moralisten mit dem Knüppel von diesem Planeten jagen.
Ich kann dieses bigotte Pack nicht ertragen.
Dass es auch Parteien gibt, die sich ein "C" im Parteinamen gönnen, ist für mich die größte Sauerei.
Sieht man sich die Politik dieser Leute an, so erkennt man schnell, dass diese mit dem "C" in ihrem Namen recht wenig zu tun haben.
Christliche Politik geht anders.
Es ist eine verlogene Welt, in der wir leben.
Schönen Sonntag

Hannes am 14.03.10 12:16

Sie kommen mir manchmal vor wie ein Wanderprediger Gertrud. Sie sind nicht zufällig bei den Zeugen Jehova's?

Man kann nicht alles hinter dem Deckmantel 'Liebe' verstecken; Liebe wird auch ausgenutzt und missbraucht.

Sollten Priester nicht auch all ihre Schäfchen lieben?

Aus der Kirche austreten heißt, gewaltig Steuern sparen. Beten kann ich auch ohne irgendeinem scheinheiligen Verein anzugehören.

Berta am 14.03.10 11:48

Gertrud
Was Sie dem Kritikus antworten kann mich jetzt aber nicht überzeugen.

Es ist mir immer sehr suspekt wenn jemand nur von "Friede, Freude, Eierkuchen" spricht. Wir leben nicht im Vorhof des Paradieses. Es muss mit Verlaub auch Platz da sein für Wut und Zorn, (die Gewalt sollte man da wirklich weglassen)
Ich habe großes Verständnis für Menschen die auch mal von negativen Gefühlen erfüllt sind.
Weil das zeigt, das sie in ihrer Ohnmacht von Wut erfüllt sind weil sie die Dinge nicht zu Positiven ändern können.
Ich bin vor über 30 Jahren aus der Kirche ausgetreten, ganz bewusst weil ich diese Institution nicht brauche, Ich bin trotzdem gläubiger Christ frei nach dem Motto:"Wo sich 2 oder 3 in meinem Namen zusammenfinden bin ich mitten unter Euch!" Dazu brauche ich die Kirche nicht.

Henriette am 14.03.10 11:40

Cerberus: Dieses Thema ist nicht so einfach diskutierbar.
Das, was Sie unter "rummeckern" verstehen, bedeutet für mich, sich Gedanken zu machen um die Dinge, die in der Kirche nicht stimmen. - Und aus diesem "Verein" auszutreten, wäre wohl der einfachste Schritt, ich weiß.
Wenn man sich jedoch zugehörig fühlt, wendet man sich nicht einfach ab (wie bei allem im Leben). - Natürlich fühle ich mich getäuscht von der Kirche, weil sie sicherlich teilweise diese Vergehen ihrer Priester gedeckt und vertuscht hat. - Doch es gibt auch die positiven Menschen der Kirche, die in dieser Zeit wohl gar nicht mehr gesehen werden. - Es gibt genügend Priester, die eine gute Jugendarbeit machen, es gibt - auch heute noch - Ordensschwestern, die sich liebevoll und aufopfernd um Kranke und alte Menschen kümmern,
nicht zuletzt auch die Priester, die mit ihrem Wort noch Menschen erreichen können, Hilfe geben können, weil sie nicht nur Theorie dreschen. - Auch das ist Kirche.

Anne B. am 14.03.10 11:25

Kritikus,

glauben Sie mir ich gehe oder versuche zumindest damit sehr sehr achtsam umzugehen. Weil mir zuvieles bewußt geworden ist, anderer Art als vielleicht ihnen. Unter anderem wie verletzbar Menschen sind und wie schnell man sie verletzen kann, sofern sie noch Gefühle haben. Die meisten machen sich imun um nicht verletzt zu werden, leider und tun sich auch nichts gutes damit.

Sie werden negativ daran erinnert, schreiben Sie.

Für mich ist Liebe, Freude, Glück ein tieferes inneres Gefühl, nicht das was viele meinen darunter zu verstehen oder sich nur auf äußerliches beschränkt.

Und wo diese Gefühle sind ist kein Platz, für Wut, Zorn, Gewalt und anderes. Ich gehe jetzt nicht davon aus, daß Sie mich verstehen werden oder möchten.

Es hat auch etws mit Freiheit zu tun, anderen Freiheit zu lassen, aber sie nicht ausufern zu lassen.
Mit Respekt vor anderen, den ich allerdings nicht so sehe sie ungeachtet ihres Tun laufen zu lassen.

Wenn man andere klein macht, so hat dies gewiß nicht viel mit Liebe, Respekt und Achtung zu tun.


Gertrud am 14.03.10 11:07

Die letzte Freiheit der Bürgerinnen und Bürger :
Treten Sie doch einfach aus diesem "Verein" aus !
Jeder kann das problemlos machen. Anstatt rumzumeckern einfach mal die Konsequenzen ziehen.
Was meint Ihr wohl was passiert, wenn die christlichen Kirchen nur noch ein paar lächerliche Tausend Mitglieder haben ?

Die christliche Kirche ist genauso wie der Islam eine aggressive Religion : Bedingungslose Bekehrung von Menschen - möglichst Allen - zum jeweiligen Glauben.

Ist auch kein Wunder, haben beide doch einen gemeinsamen Ursprung. Bis zum erscheinen des Propheten Mohammed (ca. 600 n.C.) basierten beide quasi auf der gleichen Grundlage . Bei den Christen heisst das Heute "Das Alte Testament".

Beide reklamieren jeweils für sich die einzig wahre Religion zu sein. Aus dem Grund bekämpften und bekämpfen sie sich.

Auch die jeweils innerreligiösen Konflikte tragen erstaunliche Parallelen : siehe Protestanten gegen Katholiken und siehe Sunniiten gegen Schiiten.

Mal darüber nachdenken ....

Cerberus (44) am 14.03.10 9:28

Der Papst, Die christliche Kirche, Die gesamte Institution :

Von mir aus können die machen wie sie es wollen und was sie wollen - nur eines muß endlich beendigt werden : Das der Staat sich zum Handlanger dieser Sekte macht und weiterhin Steuern eintreibt und diese Institution auch mit Steuergeldern massiv unterstützt.

Im Grundgesetz - also unserer Verfassung - ist ein Grundsatz klipp und klar festgelegt :
Die absolute Trennung von Staat und Kirche /Religion. Leider ist das seit 1945 nicht der Fall .

Cerberus (44) am 14.03.10 9:17

Eine Entschuldigung ist nur ein Lippenbekenntnis und mir somit viel zu wenig. Da sehe ich weder Reue noch den Willen etwas rigiros zu verändern. Man ist jetzt endlich "erwischt" worden,in großem Stil und von der gesamten Öffentlichkeit wahrgenommen (so ein Pech aber auch, wo man doch immer alles so schön vertuscht und unter den Teppich gekehrt hatte!)
Nein, da müssen schon gravierendere Dinge in der Kirche geschehen........... Und was ist mit den Nonnen die ihre ihnen anbefohlenen Schützlinge gequält und misshandelt haben??? Von denen spricht noch kaum einer.
Wartet mal ab, wenn genügend Gras über die Sache gewachsen ist geht's weiter wie gehabt.

Henriette am 14.03.10 7:54

Die Kirche ist seit je her eine nicht nur in dieser Hinsicht eine aus meiner Sicht eine verbrecherische Gesellschaft siehe z.B. die Kreuzzüge, die Hexenverbrennungen, die Ermordung im Namen des Glaubens in Südamerika und und und.
Und jetzt wird in den katholishcen Ländern gepredigt Sex ohne jegliche Verhütung etc. und in unserem Land wird dank unserem verknöchertem denkenden Pabst der Zölibat aufrecht ehalten und der Trieb der geistlichen findet bei den Schutz suchenden seine Opfer durch die "Schutzbefohlenen".
Pfui, die katholishce Kirche strotzt vor Reichtum und predigt in den ärmsten Ländern bloß nicht zu verhüten, das gehört alles dazu, sie lebt und handelt immer noch wie in den letzten Jahrhunderten.

Wolf am 14.03.10 2:50

Meiner Meinung nach hilft eine Entschuldigung, von wem auch immer, einem Betroffenen überhaupt nicht. Wenn ihm als Kind seine Seele zertreten wurde, soll eine Entschuldigung dies jetzt reparieren können? Ist dann diese Welt plötzlich für ihn in Ordnung, für ihn, der vielleicht ein halbes Leben ob dieser Verbrechen, die ihm angetan wurden, gelitten hat? - Es gibt keine Lösung, solche Wunden heilen nicht, weder durch Entschuldigung noch durch Entschädigung. - Wenn die Kirche einen klaren Schritt tun will, soll sie endlich den Zölibat abschaffen. Mit dem Zölibat ist nicht alles erklärbar, aber vieles doch. - Jetzt, wo Rom sich wirklich mit diesem Thema auseinandersetzen muss, könnte es ja möglich sein, dass man dort endlich etwas begreift.

Anne B. am 13.03.10 23:02

Katholische Prister, "Würdenträger" dürfen "ungestraft" Kinder misshandel???

Was ist bloß los in der heutigen Zeit?

*Traurig* am 13.03.10 20:18...Na wir wollen doch erst einmal abwarten was demnächst passiert. Bevor nicht alle Fälle genau untersucht sind, sollten wir keine voreiligen Schlüsse ziehen. Allerdings bin ich gespannt wie lange das ganze dauert. Und die Fälle die Verjährt sind können nicht mehr als Beweis heran gezogen werden. Das Manko der Verjährung sollte endlich beseitigt werden, damit solche Fälle in Zukunft nicht mehr vorkommen. Ich bin schon seit über 25 Jahren aus der Kirche raus, weil sie mir nichts gegeben hat, und ich ein Problem damit habe an einen Gott zu glauben. Sollte es ihn aber trotzdem geben, dann hoffe ich, das er mir vergibt. Allerdings hätte er dann alle Kirchendiener schon bestrafen sollen, die unter seinem Namen Verbrechen begehen.

Nobby am 13.03.10 22:00

@Hannes am 13.03.10 21:33

Es ist Ihnen unbenommen, Sachlichkeit im Umgang mit einem komplexen Thema als Arroganz abzutun. An welcher Stelle ich wie (und insbesondere wofür) voreingenommen bin erschliesst sich mir leider nicht.

Ebenfalls ein schönes Wochenende!

Picard

Picard42 am 13.03.10 21:48

@Picard42 am 13.03.10 21:12

"Ich fasse mich kurz, weil es mich langsam ärgerlich macht:"

Ja, das glaube ich gern. Wenn es mal darum geht Tacheles zureden, dann kneifen Sie.

"Nein, hier müssen alle endlich mal die Augen aufmachen und entsprechend reagieren."

Ja wie denn nun konkret? Wie sollen wir reagieren, ohne die Kenntnissnahme solcher Straftaten?

"bitte verschonen Sie mich mit irgendwelchen informativ irrelevanten Internetleichen."

Tja, wenn es um Konkretes geht, dann ist das für sie irrelevant. Und wieso Internetleiche? Wie alt sind denn die Mißbrauchsfälle, von denen hier gesprochen wird?

Ach Picard, vergessen Sie es. Ihre Arroganz und Voreingenommenheit sind einfach unsäglich.
Da habe ich Samstagabends besseres zu tun als mir ihre Worthülsen reinzutun.

Schönes Wochenende
Hannes

Hannes am 13.03.10 21:33

@Hannes am 13.03.10 20:56

Ich fasse mich kurz, weil es mich langsam ärgerlich macht:

wenn wir uns nur auf die Anzeigen der Opfer verlassen, machen wir genauso weiter wie bisher. Vollkommen egal, ob in oder ausserhalb der Kirche. Nein, hier müssen alle endlich mal die Augen aufmachen und entsprechend reagieren. Das ist "Kümmern" im Gegensatz zu "Aufklären" (bestrafen).

Mein Hinweis auf den Kinderschutzbund bezog sich auf die heutige Tagesschau (13.03.10 20:00) - bitte verschonen Sie mich mit irgendwelchen informativ irrelevanten Internetleichen.

Picard

Picard42 am 13.03.10 21:12

@Natalie Liepe Linde:

Sie haben da ein paar sehr interessante Gesichtspunkte eingebracht.

Wurzel allen Übels scheint mir tatsächlich der - völlig unbiblische - Zölibat zu sein. Ein sog. "hoher kirchlicher Würdenträger" bezeichnete neulich auf allen Kanälen dieses rein kirchenpolitisch-wirtschaftliche Instrument als ein "Geschenk (!) der Kirche an ihre Priester". Zynischer geht's nimmer. Wie vernagelt und verklemmt muß man eigentlich sein, um solchen (im Wortsinne) himmelschreienden Unfug zu glauben.

Der Papst soll sich entschuldigen, Zollitsch und noch einige andere besagter "Würdenträger" haben sich bereits entschuldigt...

Ja, wo leben wir denn? Eine Entschuldigung (= sich von einer Schuld freistellen) für Hunderte von zerstörten Seelen, Lebensläufen, Persönlichkeiten? Das ist mir zu billig.

@Gertrud 19:28 h:

"Und wo Liebe ist herrschen weder Gewalt, Hass...".
Ich fühle mich damit unangenehm an die Hinterlassenschaften des selbsternannten "Apostels" Paulus erinnert, die zu allem Überfluß von der Kirche auch noch im NT kanonisiert worden sind. Lesen Sie doch einmal bei 1 Kor 13,1 f (EÜ) nach. Dort penetriert er die geneigte Leserschaft dauernd mit seiner "Liebe" (oder was er darunter versteht). Das kontrastiert dann doch sehr arg mit den Erkenntnissen der herrschenden Exegese. Demnach war Paulus der erste "Hassprediger" der Kirchengeschichte. Seine "Lehre" war Hass, Zwietracht, Unterdrückung (vor allem der Frauen), Vernichtung (auch physische!) seiner Gegner...

Vielleicht gehen Sie mit dem Begriff "Liebe" in Zukunft etwas achtsamer um.

Herzlichst

Kritikus am 13.03.10 21:00

"dann kann ich mich um die Fälle kümmern (z.B. im Sportverein, in der Nachbarschaft usw.)"

Wie meinen Sie das "sich um die Fälle kümmern"?
Die Aufklärung von Straftaten unterliegt immer noch der Staatsanwalt und nicht irgendwelchen Bürgern oder Institutionen wie die Kirche.
Die Kirche kann nichts tun, außer die Täter aus der Gemeinschaft ausschließen. Das sollte sie aber dann auch schnell und rigeros tun und nicht die Täter vor dem Staatsapparat schützen.

Von daher ist mir nur Ihre erste Bemerkung klar, nämlich dass sich die Staatsanwaltschaft mit diesen Delikten befassen sollte und zwar schnell, damit nicht noch mehr Fälle verjähren.

Aufgeklärt werden diese Fälle nur durch Anzeige der betroffenen Opfer. In den seltensten Fällen haben die Täter die Bergpredigt (für mich der Kern des Christentums) verinnerlicht und sich selber angezeigt.

Und bzgl. des Kinderschutzbundes:
http://www.n-tv.de/panorama/Ex-Vorsitzender-unter-Verdacht-article247571.html

Hannes am 13.03.10 20:56

@Hannes am 13.03.10 20:19

Gerne, kein Problem. Der einleitende Absatz (Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft) ist unstrittig - denke ich, oder?

Im letzten Teil habe ich auf der einen Seite diejenigen, die sich der Kirche (welcher auch immer) noch zugehörig fühlen und auf der anderen Seite diejenigen, die der Religion, der Kirche usw. abgeschworen haben.

Es liegt doch auf der Hand, dass erstere sich um die Aufklärung der Fälle in "ihren" Einrichtungen kümmern müssen (nicht nur die Priester, sondern eben genau die restlichen Angestellten und insbesondere auch die Menschen, die sich selbst oder ihre Kinder in die Obhut "der Kirche" geben). Genau daher kommen dann doch die Hinweise, denen dann nachgegangen werden kann, wo man als Staat ansetzen kann.

Wenn mich die ganze Kirche nicht mehr interessiert, habe ich da keinen Einblick - dann kann ich mich um die Fälle kümmern (z.B. im Sportverein, in der Nachbarschaft usw.), die nicht weniger schlimm sind.

Das habe ich unterschieden - und sehe mich da nach dem Votum des Deutschen Kinderschutzbundes auch in guter Gesellschaft.

Soweit nun klar?

Picard

Picard42 am 13.03.10 20:34

Picard42 am 13.03.10 20:12
Na dann machen Sie uns doch mal schlau.
Ich kann jedenfalls nichts zwischen diesen beiden Absätzen erkennen, außer dass Sie mal wieder andere Meinungen umdeuten, so dass Ihre Argumente wieder passen.

Aber ich bin sicher, Sie werden uns erklären, wie Sie Ihren Beitrag gemeint haben.

Hannes am 13.03.10 20:19

Die Kirche ist so ein Thema.

Margot Käßmann wurde fast gesteinigt als sie unter Alkoholeinfluss beim Auto fahren erwischt und das Ganze bekannt wurde. Aber das ist ja richtig so, sie ist ja evangelische.

Katholische Prister, "Würdenträger" dürfen "ungestraft" Kinder misshandel???

Was ist bloß los in der heutigen Zeit?

*Traurig* am 13.03.10 20:18

@Hannes am 13.03.10 20:06

Wenn man es oberflächlich liest, ohne zu verstehen was ich gesagt habe, kann man zu diesem Schluss kommen. Dann kann ich aber leider auch nicht mehr helfen... Sorry.

Ich neige nicht dazu, mir binnen zweier Absätzen zu widersprechen.

Picard

Picard42 am 13.03.10 20:12

Natalie,

im anderen Gästebuch sind ebenso heftige Meinungen wie Sie sie vertreten. Der Mißbrauch an Menschen ist viel mehr als das auf auf das er bei diesem Thema beschränkt und begrenzt wird. Er wird es in diesem Bereich nur und so gesehen. Mißbrauch ist vieles. Und er findet nicht nur in der Kirche statt.

Es hat niemand das Recht im Leben einem anderen Menschen Schaden zuzufügen, aus welchem Grunde auch immer.

Was Kirche und Religion betrifft bzw. den Glauben.
Es ist ihre Meinung und ich habe meine. Ich denke sagen zu dürfen, daß es uns beiden zusteht diese Meinung aus unserer gemachten Erfahrung zu haben.


Zur Kirche.

Es gibt viele Menschen die ihre Kinder taufen lassen, die kirchlich heiraten und auch die anderen Sakramente wahrnehmen, selbst den kirchlichen Kindergarten wenn er bereit ist ihr Kind aufzunehmen, was manche tun, nicht alle zugegeben. Da ist es egal ob man glaubt oder nicht. Das ist sie zum Selbstzweck in Ordnung.

Und es gibt viele die sich Christen nennen in der Woche ihre Mitbürgern übel mitspielen und am Wochenende in die Kirche gehe. Sie merken es noch nicht mal.

Ich denke da wäre das Verhalten der Menschen zu sehen und zu überdenken. Wieviele Christen glauben wirklich an Gott sind von Gott überzeugt, das mag sein, eine berechtigte Frage. Und vom Glauben.

Ich glaube das die Menschen vieles anders sehen als Gott, insoweit diese Gott für sie nicht existent oder sie ihn für einen strafenden Gott halten, selten für einen liebenden. Was G.Bush im Namen Gottes tat, fand ich war Unrecht und anderes da ist es ähnlich mit.

Sie schreiben man soll die Religion abschaffen.
Ich finde so wie Sie in Ihrer Meinung meinen man solle Religion abschaffen, bin ich der Meinung man sollte Menschen ihre Religion lassen, ihren Glauben lassen. Aber sie sollten nicht mißbrauchen.
Leider mißbrauchen Menschen ihre Religion ihren Glauben, für ihr Handeln und ich bedaure dies.

Sie schreiben man sollte Religion verbieten. Es gibt wieder die Christenverfolgung. Auch noch heute.

Mein Eindruck oder mein Gefühl, seit dem die Menschen in Scharen aus der Kirche austreten sie verlassen, meinen sie mit ihren Mitmenschen noch extremer umgehen zu können, viele nicht alle, selbst andere in anderen Bereichen die sich christlich nennen verhalten sich nicht christlich.

Ich finde es schlimm, wenn Menschen im Namen der Religion, des Glaubens sich an anderen vergreifen, ebenso wenn andere ihre Macht mißbrauchen, die dem nicht verbunden sind. Aber es sind die Menschen die dies tun.

Und diese sollten lernen zu ihrem Handeln zu stehen und die Verantwortung übernehmen für ihres.
Und nicht Gott verantwortlich machen und wir nicht die Kirche, sondern den einzelnen Menschen.

Das das nicht geschieht hier nicht und nicht anderswo, macht vielen Probleme.

Im Grunde sind viele enttäuscht, daß gerade dort wo man dies nicht erwartet so etwas überhaupt geschehen kann, weil man von diesen Menschen mehr erwartet als von anderen. Entscheidend aus meiner Sicht ist nicht die Erwartung in allem sondern was man selbst einbringt.

Und da sollte man immer selbst mit gutem Beispiel vorangehen.


Gertrud am 13.03.10 20:11

@Picard42 am 13.03.10 19:53
"Es ist genauso richtig, diese Fälle der Staatsanwaltschaft als einziger in diesem Staat dafür zuständigen Institution zu übergeben."

"Die Kirche" kümmert sich um die Aufklärung dieser Fälle in den eigenen Reihen"

Der war gut. Das widerspricht sich zu 100%.

Hannes am 13.03.10 20:06

Guten Abend,

es ist vollkommen richtig und notwendig, endlich aufzudecken, was "hinter den Kulissen" (auch) in der katholischen Kirche veranstaltet worden ist (und teilweise immer noch wird). Es ist genauso richtig, diese Fälle der Staatsanwaltschaft als einziger in diesem Staat dafür zuständigen Institution zu übergeben.

Sich dabei aber nur auf den Papst einzuschiessen, die gesamte Religion zu verdammen und die Menschen, die daran glauben wollen, für mittelmässig bescheuert zu erklären, geht weit über das Ziel hinaus.

Wie wäre es mit einer Aufgabenteilung? "Die Kirche" kümmert sich um die Aufklärung dieser Fälle in den eigenen Reihen und diejenigen, die dieser Kirche abgeschworen haben, kümmern sich um die restlichen Missbrauchsfälle in dieser Gesellschaft...

Gruß,

Picard

Picard42 am 13.03.10 19:53

Nun ich bezweifele das es Gott überhaupt gibt, sonst
würde es diesen Hass, Agressionen, Morde etc. auf
dieser Welt nicht zulassen. Das es Jesus als Wunder- heiler gab mag sein. Ansonsten wird die Bibel von jeder Religion anders ausgelegt. Die Katholiken behaupten die besserern zu sein als die evangl. Kirche. Sehen wir ja wieder. Die Muslime mit ihrem Koran, die einen sagen wir dürfen nicht töten weil wir alle Geschwister sind, die anderen schreien nach dem heiligen Krieg weil alle anders-gläubigen nicht existieren dürfen. Von Sekten ganz
zu schweigen. Religion gehört abgeschafft.

Natalie Liepe-Linde am 13.03.10 19:41

An manchen Beiträgen merkt man wie so richtig Wut und Zorn durchkommt auf alles und fast auf viele und jeden. Da gibt es kein Maß.

Es ist nicht richtig was geschieht und geschehen ist ohne Frage. Aber es sind Menschen, die anderen Schaden zufügen wenn leider auch im Namen der Kirche oder vermeintlich im Namen Gottes. Nicht weniger schlimm. Schlimm ist dies auch wenn es die sind die für andere Regeln für deren Leben aufstellen.

Natalie, Gott würde so etwas nicht wollen, denke ich. Auch kein solches Urteil fällen wie die Menschen es tun. Wie Sie es tun.

Es gibt viele überzeugte Christen die gutes tun. Die meisten haben Zorn auf die Kirche weil sie vermeintlich nicht hilft. Was ich nicht beurteilen kann und möchte.

Ich war über das Thema jetzt erstaunt, heute nach all dem in dieser Woche.

Ich denke der Papst wird sich erklären, er wird es müssen und er wird es tun.

Den Beiträgen von Nobby und Alfred Heske kann und möchte ich mich anschließen.

Und mich darauf beziehen, was ich schon einmal schrieb wenn Menschen Fehler begehen kann man nicht im Kollektiv alle verantwortlich machen.

Und wo Liebe ist herrschen weder Gewalt, Hass, noch Zorn noch Agression noch sonstiges aus meiner Sicht.

Auch wenn man jetzt wieder auf mich losgehen wird vermutlich, ich finde hasserfüllte Beiträge sind niemanden dienlich und hilfreich.

Hannes, in den Schuhen des Fischer ich fand den Film beeindruckend und auch das Karol Woitila später Papst wurde, war das Buch der Geschichte voraus, es hat mich immer beschäftigt. Wie so manches Buch welches später Realität wurde.

Gertrud am 13.03.10 19:28

Das ist doch nichts neues:
Kindesmissbrauch wurde von der kath.Kirche schon
betrieben als sie als Missionare vor hunderten Jahren die sogenannten=Wilden=Afrikaner, Indianer u.a. im Namen Gottes zum Christentum gezwungen haben. Die Kinder wurden weggenommen und in Internate gesteckt durften
ihre Eltern nicht mehr sehen damit die Kirche den
Zugriff und Macht über die Kinder hatten usw.
Diese ganzen pedophilen Kirchenleute müssten zur
Strafe kastriert werden im Namen Gottes. Diese Kirchenleute verbieten Verhütung dies und das,
mischen sich in Dinge ein die sie nichts angeht dabei sind sie die Verbrecher. Klar eine Beichte und alle ihre Sünden sind vergeben.
Ich bin vor 37J. aus der Kirche ausgetreten das Beste was ich machen konnte.

Natalie Liepe-Linde am 13.03.10 19:19

Ich empfinde des Verhalten der katholischen "Würdenträger" als Skandal. Man will doch gar nicht, daß diese Vergehen lückenlos aufgeklärt werden. Mein Empfinden: Es wird versucht zu blocken. Der Papst muß sich äußern. Er ist das Oberhaupt der Katholiken. Aber diese Dinge passen nicht ins Bild. Diese Herren sind verknöchert und scheinheilig. Nur schade für die Priester, die ihr Amt ordentlich und menschlich ausführen. Der Zölibat sollte endlich fallen, was soll das? Ich bin dafür, daß diese Tagen nicht verjähren.

Marlies G. am 13.03.10 19:14

Natürlich betreiben Sie jetzt mit Genuß die Hetze gegen den Pabst. Selbstverständlich ist es verwerflich, was sich katholischer Geistliche und Erzieher geleistet haben. Aber die Häme vieler Journalisten ist nicht zu überhören. Das erinnert mich an die Stasi-Diffamierungsmethoden gegen Lübke etc. Es muß doch herrlich sein, überall im Dreck zu wühlen. Wer ist der nächste? Ich bin nicht katholisch, aber so etwas widert mich an.
A.H.

Alfred Heßke am 13.03.10 19:13

Wann wird dieser Kirche in unserem Lande endlich der halbstaatliche Status entzogen? Undemokratisch, unemanzipiert, verstockt und unbelehrbar! Was wäre eigentlich, wenn diese Dinge in einer Sekte oder bei extrem rechts- oder linksgerichteten Organisationen aufgedeckt würden?Wo sind unsre Politiker, die sich Warstattsonst so lautstark empören?

Warstatt am 13.03.10 19:13

Erst wenn ein Papst wie in dem Film "In den Schuhen des Fischers" den "Laden" übernimmt, wird sich etwas Grundsätzliches ändern.
http://de.wikipedia.org/wiki/In_den_Schuhen_des_Fischers

Über 2000 Jahre maßen sich diese Leute an, der moralische Maßstab für die Menschheit zu sein. Nun stellen die (heutzutage aufgeklärten) Anhänger fest, dass die Prediger nicht besser sind als das gemeine Volk.
So ein plötzliches Aufwachen muß grausam sein...

Hannes am 13.03.10 18:48

Ich überlege schon seit Monaten aus der Kirche auszutreten. Die Nachrichten nehmen mir den Rest meines Weltbildes. "Sich entschuldigen " das ist zu wenig; der gesamte Saustall muss ausgemistet werden !

peter am 13.03.10 18:34

Wenn Religion Opium fürs Volk ist, dann ist die römisch-katholische Kirche aber mit Strychnin gestecktes Billigheroin.

So was verkaufen nur ganz skrupellose Dealer......

In zivilisierten Ländern sollten Religionsgemeinschaften wie die römisch-katholische Kirche wegen Fundamentalismus und Allgemeingefährdung verboten werden. Aber das Gegenteil geschieht - hier treibt der Staat sogar noch die Steuern für das Pack ein.

Ausserdem - mir persönlich würde eine Entschuldigung des Papstes nicht genügen. Ein Rücktritt des Papstes aus Gewissensgründen schon eher.

beste Grüße von

Gernfried2000 am 13.03.10 17:37

wer steigt schon dahinter, was sich hinter den kulissen der katholischen kirche abspielt. das ist doch eine welt für sich, scheinheiliger gehts nimmer mehr. eine welt für sich, die aus einem anderen jahrhundert zu stammen scheint. dass im vatikan nicht noch ritter herum reiten in ritterrüstungen ist alles. die sollen mal erst ihre kirche reformieren; für mich ist das zölibat an dem ganzen nicht unschuldig.
nicht jeder priester hat eine haushälterin, die willig ist.

und würden endlich kondome nicht mehr als sünde dargestellt werden, gäb es weniger leid in der 3. welt.

mit dem entschuldigen hab ich aber so mein problem. der papst kann nichts dafür, was ihre priester gemacht haben. auch wenn er das oberhaupt der katholiken ist. ich entschuldige mich ja auch nicht, wenn meine kinder dummheiten gemacht haben. das dürfen sie selber machen.

Anonym am 13.03.10 17:27

Womit wieder einmal eine Frage mehr denn je an Aktualität gewinnt :

Ist organisierte Religion wirklich noch zeitgemäß ?

Wäre es nicht besser, jeder Mensch geht seinem eigenen Glauben nach und kann sich frei mit Gleichgesinnten ohne Zwänge und Prozeduren zusammenfinden ?

Das Problem ist doch das "Erbe" der ehemals machtvollsten Institution in der Geschichte der Menschheit. Und wer lässt schon gerne Machtverlust über sich ergehen ;-)

Cerberus (44) am 13.03.10 17:21

Der Papst kann sich ja gar nicht falsch verhalten, er ist ja schließlich unfehlbar! Oder etwa doch nicht?

Thomas Wohlzufrieden am 13.03.10 17:15

Über das was der Papst wusste (weis) möchte ich mich nicht äußern, da es nur Spekulation wäre. Aber eine Entschuldigung, und da stimme ich Frau Wieseler zu, wäre das mindeste. Und zwar sofort.

Nobby am 13.03.10 17:08

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