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10.03.10
Seit Wochen diskutieren wir über Erwachsene, die Kindern Gewalt antun. Heute schockt uns eine Nachricht, in der genau das Gegenteil passiert: Zwei Kinder quälen eine alte Frau.
So schildert es die Polizei: Zwei 13jährige Jungs dringen in die Wohnung einer 83jährigen demenzkranken Dame ein. Sie schlagen sie zu Boden, treten auf sie ein, flößen ihr eine halbe Flasche Schnaps ein, spritzen ihr Maggi-Würze in die Augen, urinieren auf die Wehrlose und lassen sie schließlich mit ihren Schmerzen allein. Mehrere Stunden dauert das Martyrium der alten Dame, bis die Polizei sie findet und in ein Krankenhaus bringt.
Beide Jungs bestreiten (noch) jede Tatbeteiligung. Nun ja.
So oder so müssen sich die beiden mutmaßlichen Täter auch nicht allzuviel Sorgen machen: Sie sind 13, also nicht strafmündig, also: Keine strafrechtlichen Konsequenzen. Ein Experte für Kinder-Kriminalität lässt sich heute dazu im Internet so zitieren: "Dass solche Fälle geschehen ... ist sehr bedauerlich...".
Wie bitte? Bedauerlich? Eine ekelhafte Sauerei ist das. Und bedauern reicht hier nicht. Wer alt genug ist fürs Menschen-Quälen sollte alt genug sein, für seine Taten zu büßen. Man darf sicher keine Kinder in den Knast stecken, aber: wir sollten dafür sorgen, dass Kinder-Verbrecher die Konsequenzen ihrer Taten spüren und dass sie ohne wenn und aber wiedergutmachen, was sie angerichtet haben. Eine freundliche Unterredung mit dem örtlichen Sozialarbeiter ist mir da eindeutig zu wenig.
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