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Im Würgegriff der Kassen- und Pharmalobby
Ist es eigentlich ein Naturgesetz, dass die Kosten für Gesundheit steigen und steigen? Es scheint so. Jetzt erheben viele Kassen Zusatzbeiträge von 8,- Euro und mehr. Das müsste nicht sein, behauptete heute der Deutsche Apothekerverband. Bitte? Bei der Nachricht haben wir heute natürlich genau hingehört.
Die Apotheker meinen, dass die Kassen ihre Sparmöglichkeiten verschleiern. Sie bekommen satte Rabatte von der Pharmaindustrie, geben die aber nicht weiter an uns, die Versicherten. Die Höhe der Rabatte überhaupt sei ein gut gehütetetes Geheimnis. Wenn das stimmt, was die Apotheker da sagen, dann sind die Kassen wirklich unverschämt. Angeblich sparen sie über Rabatteverträge pro Jahr mehr als 1 Milliarde Euro!
Eins wird immer deutlicher: Wir Patienten befinden uns im Würgegriff der Pharma- und Kassenlobby! Von den rund 2000 beim Deutschen Bundestag registrierten Lobby-verbänden sind mehr als 400 in der Gesundheitspolitik engagiert, bearbeiten das Gesundheitsministerium.
Der Pharmamarkt ist ein Milliardengeschäft bei dem viele Interessengruppen mitmischen. Wir Versicherten - wir, die Patienten werden durchgemischt!
Das Entbindungskrankenhaus hat in der Rechnung Dinge aufgelistet, die meine Tochter sehr erstaunt haben, demnach hat sie die schwerste Geburt aller Zeiten gehabt. Meine Tochter ist Kassenpatientin und hatte ein sogenanntes Familienzimmer gewünscht, aus diesem Grund bekam sie eine detaillierte Rechnung.
Ich war schon immer der Meinung, dass Ärzte, Krankenäuser u.ä. ihre Abrechnungen von den Patienten absegnen lassen müssen.
MadameS am 11.02.10 10:42
Besorgt Euch die Arzneien im Internet aus dem Ausland.
Neue Zähne gibt es im östlichen Ausland auch für ein paar hundert Euro.
Und vor allem denkt immer daran, dieses Kartell ist nicht zu zerschlagen.
Alle Beteiligten sitzen in einem Boot:
Politiker, Pharmabosse, Apotheker, Ärzte und Krankenkassen, sie alle wollen Euer Geld.
Mehr nicht.
Eine Schweinebande, die sich nur scheinbar die Augen aushackt.
Letztendlich sitzen sie bei Champus und Lachs in netten Stunden harmonisch zusammen.
Ihr wisst es nur nicht. Das ist alles.
Gruß
Medienverächter am 8.02.10 15:17
brandrubh,
da haben Sie allerdings Recht.
Gertrud am 8.02.10 8:14
Klar Ruhrpottschnauze, ne Menge Geld, allerdings wohl doch nicht so viel angesichts dr Tatsache, dass es in den Siebziger Jahren 10 mal so viele Kassen gab wie heute.
Die Kassen verantwortlich zu machen, ist natürlich naheliegend, aber eben falsch. Das sage ich nicht, weil ich in einer solchen arbeite, sondern weil ich ein logisch denkender Mensch bin.
Krankenkassen sind keine Unternehmen, die freie HAnd bei Ihrer Preisgestaltung machen können wie sie wollen und die sich ihre Kundschaft auswählen können.
Diesen Aspekt vergessen die meisten.
Was die Krankenkassen angeht, so können die durch Personaleinsparung und andere Kostensenkungen den Ausgabenblock nur um einige Promille einsparen, denn die Krankenkassen sparen bereits heute wo sie nur können.
Und nmochmals: hinter Krankenkassen stehen keine geldgierigen Aktionäre sondern hier überwachen die Bundesregierung und das Bundesversicherungsamt die Krankenkassen.
Wenn die Löhne sinken (und das tun sie in Deutschland) dann kann man schlechterdings nicht davon ausgehen, dass die Krankenkasssenbeiträge sinken, denn die Basis der Einnahmen sinkt ja auch.
MAn kann aber ebensowenig die Krankenkassen dafür verantwortlich machen, dass die Löhne sinken.
Man kann die Krankenkassen auch nicht verantwortlich machen für die Kurzarbeit oder die Arbeitslosigkeit.
Vielleicht denken Sie mal über Logik nach.
brandubh am 7.02.10 23:43
Vielen lieben Dank liebe Ruhrpottschnauze,
Ihnen auch und Ihrer Frau noch einen schönen Abend.
Ich werde darüber nachdenken, ob ich wieder unter meinem Namen schreibe.
Lieben Gruß
Gertrud am 7.02.10 20:53
@anonym am 7.02.10 18:44
"Eines steht klar, jeder möchte im System verdienen, alleine darum ist alles so teuer, weil die einen mehr verdienen möchten als sie verdient haben.
Man könnte derzeit Romane schreiben."
So ist es. Ist denen "da oben" der gesunde Menschenverstand und jegliche Moral verloren gegangen? Eigentlich ist das alles nur noch traurig...
Übrigens: Könnten Sie sich vielleicht einen Nicknamen einfallen lassen, damit Verwechselungen ausbleiben? ;-)
Einen schönen, geruhsamen Sonntagabend wünsche ich. :-)
Ruhrpottschnauze am 7.02.10 19:03
brandrubh,
in der Tat, alle Noten die es gab. Kennen Sie den Spruch Religion und Musik sehr gut, Rechnen sechs.
Meine Stärken lagen auf anderem, aber solange ich mein Haushaltsgeld gut verwalte und das kann ich ist mir das das wichtigste neben anderem. Denn das gibt es auch, Menschen die zwar gut rechnen aber dennoch nicht gut mit Geld umgehen können.
Und eine weitere Stärke lag und liegt vor allem gesunden Menschenverstand, man kann sich Dinge auch schönrechnen. Und zurechtdrehen, bis es paßt.
Der Anonymus ist im übrigen der gleiche.
Ruhrpottschnauze,
was könnte man hier sparen, wenn die Dinge wieder richtig angegangen würden.
Ich habe mich gefragt, was Unternehmen von der Gründung einer BKK haben, sind die günstiger oder haben die nur mehr Kontrolle.
Die kosten aber wahrscheinlch gar nichts weil sie angestellt im eigenen Unternehmen sind, wer weiß das schon.
Eines steht klar, jeder möchte im System verdienen, alleine darum ist alles so teuer, weil die einen mehr verdienen möchten als sie verdient haben.
Man könnte derzeit Romane schreiben.
anonym am 7.02.10 18:44
@brandubh am 7.02.10 16:23
"Nehmen Sie doch einfach nur zur Kenntnis, dass. wenn wir nur eine Krankenkasse hätten, man sagen wirr mehr oder weniger 0,02%, also 2 Euro pro Versicherten sparen könnten aufgrund der Tatsache, dass wir 159 Kassenvorstände einsparen."
Die Krankenkassen bestehen nicht nur aus Kassenvorständen!
Da sind noch tausende von Mitarbeitern, Mieten für Gebäude, Kosten für Werbung, und, und, und.
Weniger Kassen würde zweifelsohne 'ne Menge Geld einsparen.
Ruhrpottschnauze am 7.02.10 18:02
Offensichtlich scheint der zweite Anonymus ziemlich schwer von Begriff.
Lassen Sie mich raten: im Rechnen hatten sie eine vier oder etwa eine fünf?
Nehmen Sie doch einfach nur zur Kenntnis, dass. wenn wir nur eine Krankenkasse hätten, man sagen wirr mehr oder weniger 0,02%, also 2 Euro pro Versicherten sparen könnten aufgrund der Tatsache, dass wir 159 Kassenvorstände einsparen.
Nehmen Sie das einfach als Tatsache hin, so wie das Jahr 365 Tage hat und 1 Tag der 365ste Teil davon ist.
Und versuchen in solchen ganz normalen logischen Dingen irgend etwas hineinzuinterpretieren.
Nehmen Sie zur Kenntnis, dass 0,02% verschwindend gering sind und dass für jeden Kaufmann diese 0,02% vernachlässigbar sind.
Und wenn Sie es immer noch nicht kapiert haben:
0,02% sind, wenn sie zwanzig Teile Essig mit 1000000 Teile Wasser mischen.
brandubh am 7.02.10 16:23
brandrubh, brandrubh,
es scheint Ihnen Spaß zu machen.
Wenn der Inhaber eines Ladens sich aus dem Laden besser bedient als er an Einnahmen einnimmt, kann man sich ausrechnen wo er früher oder später landet.
Da bleibt dann nicht mehr viel, auch nicht für Mitarbeiter und anderes.
Es sind im Leben nicht nur Prozentzahlen und Summen wichtig, auch nicht beim Rechnen alleine und dennoch machen Prozentzahlen viel aus. Je nach dem wo verwandt und wie angewandt.
Ein Apfel bleibt ein Apfel auch wenn man vier zwei oder acht Hälften daraus macht. Rührt mans hat man Mus und kanns besser verteilen.
Viel Freude beim weiteren Klamüsern.
Mit den Argumenten stopfen uns Politiker und Wirtschaft zu, deswegen funktionierts nicht und besser wird es auch nicht. Vielleicht weil viele, das kleine einmal eins und prozentrechnen nicht mehr können.
Es ist nicht unerheblich ob einer 10.000,-- Euro erhält oder zehn - je tausend.
Es wird gern der Spruch verwandt die Masse machts, drumm nimmt man lieber viele kleine Summen anstatt von anderen eine große, da kommt zwar am Ende die gleiche Summe heraus, dennoch ist der Unterschied gewaltig in der Wirkung.
Ich war einmal auf einer SPD-Sitzung, da ging es um so etwas, und die Frage ob die Großen mehr oder die kleinen weniger zahlen sollten. Wobei damals ein sehr bekannter Politiker sagte, die Großen nein - die kleinen, die Masse machts.
Und nun noch einen schönen Sonntag.
anonym am 7.02.10 14:46
brandrubh,
das stimmt allerdings. Daß die meisten von sich ausgehen, sich um andere keine Gedanken machen.
Aber zu den Menschen gehöre ich nicht. Ich bin nicht einseitig orientiert. Ich beschäftige mich mit vielem.
Und mir ist bewußt, was wie wo läuft.
Robertos Texte kenne ich, ich finde sie schön.
Ich schrieb ja im letzten Beitrag jährlich,
wobei ich allerdings nicht glaube, daß derjenige der 4000 E erhält sich dieses auf ein jährliches Einkommen bezieht, der müßte ja dann eine Aufstockung beim Staat beantragen.
anonym am 7.02.10 14:37
Wenn die Kassenvorstandsgehälter nur etwa 0,02% der Einnahmen betragen, ist die Frage, ob dies durch Einnahmen gedeckt ist, eine unerhebliche Frage.
Die Kosten sind also durch einen mikroskopisch kleinen Preisaufschlag von 0,02% gedeckt.
Würden die Krankenkassen Butter verkaufen, dann kann man durch Erhöhung des Butterpreises von 1,20 auf 1,21 Euro 500 zusätzliche Vorstände einstellen.
brandubh am 7.02.10 14:29
Man sollte nochmals betonen: bis zu 300.000 Euro jährlich, also nicht monatlich 300.000 Euro.
Aus eigener Erfahung weiß ich, dass viele Menschen sich in keinster Weise bewusst sind über die Dimensionen von Gehältern und Bezügen.
Sowohl Menschen auf den unteren Stufen der Lohnskala als auch die Besserverdienenden sind in dieser Hinsicht ziemlich unbeleckt.
Man frage einmal einen Gutverdienenden, was der Kellner verdient, der ihn immer so gut bedient und den er immer mit einigen wenigen Cent Trinkgeld bedenkt.
Wenn man ihm erzählt, dass der Kellner knapp 1000 Euro verdient, dann will er das erst einmal gar nicht glauben.
Ich kenne Menschen, die bekommen soviel wie ein Assistenzarzt, nur weil sie eine kleine Büroniederlassung mit vier Leuten "leiten".
Wir sind auch nicht erst seit der Krise in der Krise.
Wir haben eigentlich schon mindestens 20, 30 Jahre lang eine Krise.
Hervorgebracht durch genau jene Konzepte, mit denen uns ihre Verfechter aus der Krise herausholen wollten. Sie sind von ihren Konzepten derart überzeugt, dass sie mit Blindheit geschlagen sind und immer sagen, man müsse die Dosis ihrer Konzepte erhöhen, damit sie wirken.
Und um nochmal zu zitieren:
R. J. de Lapuente:
"ruck! Das ist der gesamte Inhalt der modernen Alltagsanthropologie - treffender: die vollumfängliche Inhaltsleere. Der Mensch als Bündel aus dargebotenen Zwängen, aufgenötigten Impulsen und zu vermittelnden Anreizen. Ein Menschenbild, in dem kein Platz ist für freien Willen, in dem der Determinismus in abscheulichstem Materialismus verendet, in dem nur getan und gearbeitet wird, wenn Nötigungen, Drohungen und Einengungen aufgetischt werden. In so einem plumpen Ideal wird der Mensch zum Sanktionsobjekt, zu einer Sache des gezielten Antriebs, zur Maschine, die nur arbeitet, wenn die Schmiernippel regelmäßig mit Gleitmittel wie Drohung und Druck versorgt werden.!"
Sein Blog "Ad sinistram" ist einfach Klasse. Dürfte aber vielen nicht gefallen.
brandubh am 7.02.10 14:22
brandrubh,
es sind Jahresgehälter, das ist richtig. Aber Grundgehälter wo noch Zuschläge draufkommen.
nachzulesen: bei www.krankenkassen.de
Um solch Grundgehalt zahlen zu können, müssen natürlich entsprechende Einnahmen stattfinden. Logischerweise.
Eine andere Frage ist, ob solche Gehälter angesichts der Arbeitsmarktsituation und des Umgangs mit den Mitarbeitern noch angebracht sind und sein können, wie anderes.
Ich gönne jedem ein gutes Gehalt, aber keinem Menschen H IV und solchen Umgang.
anonym am 7.02.10 14:10
brandrub,
danke für den Hinweis, werde ich gerne machen das nachlesen.
Das ist eine klare Aussage, denn ich konnte es aus Ihren Beiträgen nicht so genau erlesen.
Schröders Agenda hat hier viel Unrecht angerichtet wie anderes seit der Kohl-Ära auch, und leider.
Ich hörte heute morgen Helga Schuchardt auf NDR dazu. Zum Wechsel SPD-FDP-CDU. Es war sehr interessant.
Die Einnahmen der Kassenvorstände kann man übrigens prima googeln. Es gibt da schon gewaltige Unterschiede.
Der eine erhält 4.000,- E ca. insoweit war ihre Aussage da richtig, daß nicht alle hohe Einnahmen haben aber, aber die meisten erhalten wirklich zwischen 100.000 und 300.000 E.
Ich bin nicht für eine Einheitskasse, auch nicht für Gleichmacherei, aber für etwas mehr Gerechtigkeit, denn das Menschen hier gut leben können, war früher absolut kein Problem.
Es ist eines seit die Arbeitslosigkeit so hoch ist und so getan wird, als liefe alles weiter.
Ich fände es nur fair, wenn alle ihren Beitrag leisteten aus der Krise herauszugehen wieder aufzubauen und dann zu schauen. Würden manche nun angesichts dessen auf Boni verzichten und hohe Einkommen und Politiker auf ihre Diätenerhöhungen und Appanagen und nicht so tun, als gäbe es die Krise nicht wäre sicher manches anders verständlich.
Mein Motto - gemeinsam aus der Krise wieder in bessere Zeiten, damit wäre uns glaube ich allen mehr gedient. Verzicht von den oberen zur Zeit nicht nur von unten. Und wenn es besser geht wieder mehr.
WEnn das schon in Ansätzen stattfände, wäre vielleicht die Stimmung eine andere und Menschen könnten wieder an etwas wie Gerechtigkeit glauben.
anonym am 7.02.10 14:03
Sie (anonym) sollten auch beser lesen, was da steht.
Oder sich einmal die Mühe machen, nach Dr. Butterwegge, den ich zitiert habe, zu googlen.
Butterwegge ist ein Gegner der Schröederschen Agenda. Steht also auf Ihrer Seite.
Ich übrigens auch, auch wenn Sie das noch nicht gemerkt haben sollten.
brandubh am 7.02.10 13:27
Wie Sie selbst schreiben (anonym):
"Die Kassenvorstände erhalten teilweise Einkommen in Höhe von "
Das sind Jahresseinkommen, die zum Teil weit unter den Bezügen von Vorständen der privaten Krankenversicherer liegen.
Es sind normale übliche Geschäftführergehälter.
Und nun zur Logik:
soweit ich weiß, gibt es so etwa noch 160 Krankenkassen.
Im stillen Kämmerlein können Sie sich ja ausrechnen, wie hoch dann die Gehälter aller Krankenkassenvorstände sind.
Selbst wenn jede Krankenkasse die Maximalanzahl von 2 Vorständen hätte und wenn jeder 300.000 Euro im Jahr bekäme, wären das jährlich
etwa 96 Millionen Euro. In Wirklichkeit sind es ja weniger, denn Sie sagen ja selbst: "120.000 bis 300.000 Euro"
Jährlich nehmen die Krankenkassen etwa 160 Mrd. ein und das geben Sie auch aus. MAn könnte die Kosten also von 160 Mrd. Euro auf 159,9 Mrd. senken.
Pro Versicherten macht das im Jahr eine Kostenersparnis von etwas weniger als 2 Euro aus.
Dei Beitragsbessungsgrenze in der KV beträgt im Jahre 2010 45000 Euro. Das heißt der Höchstsatz, den man in der KV zahlt beträgt 3555 Euro.
Da wird sich der Krankenversicherte aber freuen, wenn er nur noch 3553 Euro jährlich zahlen darf, weil die Krankenkassenvorstände jetzt umsonst arbeiten.
Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann.
brandubh am 7.02.10 13:23
Wie Sie selbst schreiben (anonym):
"Die Kassenvorstände erhalten teilweise Einkommen in Höhe von "
Das sind Jahresseinkommen, die zum Teil weit unter den Bezügen von Vorständen der privaten Krankenversicherer liegen.
Es sind normale übliche Geschäftführergehälter.
Und nun zur Logik:
soweit ich weiß, gibt es so etwa noch 160 Krankenkassen.
Im stillen Kämmerlein können Sie sich ja ausrechnen, wie hoch dann die Gehälter aller Krankenkassenvorstände sind.
Selbst wenn jede Krankenkasse die Maximalanzahl von 2 Vorständen hätte und wenn jeder 300.000 Euro im Jahr bekäme, wären das jährlich
etwa 96 Millionen Euro. In Wirklichkeit sind es ja weniger, denn Sie sagen ja selbst: "120.000 bis 300.000 Euro"
Jährlich nehmen die Krankenkassen etwa 160 Mrd. ein und das geben Sie auch aus. MAn könnte die Kosten also von 160 Mrd. Euro auf 159,9 Mrd. senken.
Pro Versicherten macht das im Jahr eine Kostenersparnis von etwas weniger als 2 Euro aus.
Dei Beitragsbessungsgrenze in der KV beträgt im Jahre 2010 45000 Euro. Das heißt der Höchstsatz, den man in der KV zahlt beträgt 3555 Euro.
Da wird sich der Krankenversicherte aber freuen, wenn er nur noch 3553 Euro jährlich zahlen darf.
Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann.
brandubh am 7.02.10 13:22
Im übrigen, was kann schlimmer sein als in H IV zu sein und einen Euro-Job zu haben.
Und wo bleibt die Würde des Menschen unantastbar,
bei hohen Einkommen, oder bei allen, grundsätzlich.
anonym am 7.02.10 13:06
brandrubh,
Unverschämt ist nichts dagegen in dem was Sie
schreiben.
In dem man zitiert was andere benutzen wird es nicht besser. Sicher macht eine Kostensenkung an entsprechenden Stellen sehr sehr viel aus, denn die Erhöhung derselben hat ja auch einiges bewirkt. Nur die Begründungen fallen dafür unterschiedlich aus, je nach Sicht der Dinge.
Durch die Erhöhung der Managergehalter erhalten z.B. die Mitarbeiter weniger, wobei man sich den Luxus des Leistens in der Richtung schon gut überlegen sollte. Wer erbringt die Arbeit, wer ist hier mehr wert, der Mitarbeiter, oder der der durch die Mitarbeiter dieser bezahlt werden kann und letztlich doch nichts richtig tut. Die Ackermänner dieser Welt sind in meinen Augen dumme Jungs nicht mehr. Keine großen Männer. Große Männer würden Arbeitsplätze schaffen, sich nicht in die eigene Tasche wirtschaften und sorgen, daß es ihren Mitarbeitern und ihnen gut geht. Kleine sorgen nur für sich?
Das Leben ist nicht immer nur Logik sondern viel mehr, aber mann kann sich ja ganz gut seine Logik zurechtbasteln, wenn man nicht mehr weiter weiß nicht wahr.
Der Verstand scheint manchmal schlicht ausgeschaltet zu sein oder zu werden. Wenn es darum geht Pfründe zu verteidigen und Ungerechtigkeit zu begründen, anstatt anders zu sehen. Ist es gerecht, Menschen so zu behandeln wie es heute hier geschieht. Sollten wir nicht aus der Geschichte gelernt haben und sollten wir uns nicht den Luxus dessen leisten, unsere Mitmenschen gut zu behandeln und andere auch, aus dieser Geschichte heraus. Wer mit seinen Mitmenschen im eigenen Land so umgeht, wie wird er gesehen werden, beim näheren Betrachten? Man könnte den Gedanken weiter entwickeln.
Der Satz was Du nicht willst daß man dir tu füg auch keinem anderen zu erhält dann gewisse Bedeutung.
Die Kassenvorstände erhalten teilweise Einkommen in Höhe von 120.000 bis 300.000 Euro man kann es nachlesen.
Und Kombilöhne mit dem BGA zu vergleichen, ist auch schon was.
Mit was vergleichen Sie dann erst Schröders Agenda, für die der Mensch sich schämen sollte und andere gleich mit.
Nein brandrubh, das sehen viele Menschen mit mir Gott sei Dank noch anders, denen außer ihrem eigenen Wohlergehen noch das Wohlergehen anderer am Herzen liegt. Und die nicht gutheißen was geschieht. Und diese Menschen entscheiden nicht nur mit dem Verstand sondern auch mit dem Herzen was vielen hier inzwischen abgeht, was sie aber gerne haben, wenn es um die eigene Person geht.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.
Menschen wie Sie machen die Welt zu dem was sie derzeit ist, leider.
anonym am 7.02.10 13:03
Das BGE würde eigentlich letzten Endes als Kombilohn für alle wirken.
Weil das Existenzminimum gesichert wäre, könnten seine Bezierher/-innen noch schlechter entlohnte Jobs annehmen, wodurch den Unternehmen mehr preiswerte Arbeitskräfte zur Verfügung stünden und die Gewinne noch stärker steigen würden.
"Das über eine drastisch erhöhte Mehrwertsteuer finanzierte Grundeinkommen dient als Hebel, um die Lohn- und Einkommen- wie auch die Unternehmensteuern schrittweise abzuschaffen. Götz W. Werner, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der dm-Drogeriemarktkette, rückt die Finanzierung des bedingungslosen Grundeinkommens so stark in den Mittelpunkt, dass es fast scheint, als bezwecke er weniger die Befreiung der Menschen vom Arbeitszwang als die steuerliche Entlastung der Unternehmer."
schreibt der Sozialforscher Butterwegge.
Das nicht auf Erwerbsarbeit gegründete und „leistungslose“ Einkommen bleibt deshalb wohl eine Utopie, die nur von wirtschafts- und sozialpolitischen Nahzielen wie einem gesetzlichen Mindestlohn, Arbeitszeitverkürzungen und einer Grundsicherung ablenkt, die ihren Namen verdient.
brandubh am 7.02.10 12:48
Müssen Vorstände mehre hundertausend erhalten im Monat wofür?
Nein!
Aber erstens verdienen Sie nicht mehrere Hundertausend und
zweitens gäbe es selbst dann keine fühlbare Kostensenkung, wenn die Vorstände
umsonst arbeiten würden. Das gesamte Kostenentlastungspotential
läge bei 0,02%. Das ist so als würde man, sein Ausgabenbudget von
1000 Euro monatlich um 0,20 Euro entlasten.
Trotzdem ist dieser Vorschlag einfach nicht aus der Welt zu schaffen.
Menschen sind eben größtenteils unlogisch.
Unser Gesundheitssystem ist ein Mischsystem: auf der einen Seite profitorientiert
(Pharmaindustrie, private Krankenhäuser, Apotheker, Ärzte etc.) und gleichzeitig
solidarisch und kapitalorientiert (private Krankenkassen)
Das geht eigentlich gar nicht. Solch ein System kann man nämlich gar nicht unter Kontrolle
halten.
Das System würde nur funktionieren, wenn man die „Kunden“, also die Versicherten
aus dem System rausschmeißen könnte. Wenn man also beispielsweise Arbeitnehermn
mit geringen Einkünften oder Arbeitslose einfach nicht mehr behandeln bräuchte.
Dann funktioniert es.
Aber wollen wir das??????????????????????????????
brandubh am 7.02.10 12:43
Die Frage ist doch nicht ob es ausreicht, sondern wodurch die Kosten verursacht werden um zu bedienen was vielleicht nicht sein sollte, weil nicht unbedingt die Gesundheit der Menschen mehr im Vordergrund steht. Beim Gesundheitssystem z.B.
Müssen Vorstände mehre hundertausend erhalten im Monat wofür? Müssen Rechnungen für Behandlungen die nicht helfen bezahlt werden, wogegen die die helfen nicht mehr bezahlt werden. Da steht doch einiges auf dem Prüfstand.
Die teure Apparatemedizin der mehr Vorrang vor anderem eingeräumt wird verschlingt Unsummen und die Pflege auch seit dem seit der Pflegereform die Dienste wie Pilze aus dem Boden schossen, um Menschen wirklich zu pflegen oder zu verdienen?
Wo ein Gespräch manchmal mehr wirkt werden Tabletten verordnet, ungeachtet dessen welche Nebenwirkungen sie haben. Wir setzen vielleicht auf die falschen Mittel. Denn diese kosten. Was hilft befreit.
Die jahrelange Pflege der Familienangehörigen wird durch diese entwertet, weil man den Diensten mehr Wert gibt, obwohl diese nicht besser unbedingt sind.
Zum BGE:
Götz Werner ging davon aus, Menschen durch das BGE anstatt ihre Würde zu erhalten anstatt sie ihnen durch H IV zu nehmen. Und sie ohne Druck sich den Begabungen zuwenden könnten die sie haben und so sinnvoller zur Gemeinschaft mit beizutragen als es derzeit geschieht.
Einen demoralisierten Ingenieur zum Beispiel irgendwo einzusetzen wo er nichts kann und nichts bringt um ihn zu beschäftigen als Beispiel. Kostet und bringt nicht viel.
Götz Werner ging nicht davon aus, daß alle plötzlich aufhören zu arbeiten und nur noch Grundeinkommen beziehen. Es ging um die Menschen die heute ausgegrenzt werden und sind. Wie man diesen ihr Leben lebenswert erhalten und machen kann, anstatt ihnen ihr Lebenswerk zu nehmen und sie zu entwürdigen.
Gearbeitet werden wir immer, weil schon eine Notwendigkeit hierzu besteht, die Frage wie es gestaltet werden soll. Das wir heute auf dem falschen Weg sind muß eigentlich jeder sehen.
Das alles was man an Grundsätzen mal gelernt nicht mehr beachtet wird, deren Folgen spüren wir.
Jeder der den Wirtschaftskreislauf einigermaßen kennt, weiß, daß es so nicht funktionieren kann.
Es ist eigentlich ganz einfach.
Bis darauf, daß es Strategen gibt, die Freude daran haben, daß Leben anderer kaputt zu machen, während sie selbst im Zynismus baden und meinen sie haben das nun-plus-ultra. Diese merken garnicht wie arm sie im Grunde trotz ihres vermeintlichen REichtums sind. Und wir sollten nicht auf die mit Geld schauen, sondern auf die mit Charakter und uns nicht blenden lassen.
anonym am 7.02.10 11:44
Ihre Aussage ist in der Tat an Trivialität nicht zu übertreffen.
Die scheinen Sie allerdings wie eine Monstranz vor sich her zu
tragen.
Es mag ja Spaß machen, seine Mitbürger auf den gängigen
Irrtum aufmerksam zu machen, wonach das Bruttoeinkommen auf
dem Lohnzettel nur einen Teil der Lohnkosten ausmachen.
Allerdings sollte man auch eingebildete „Personalverantworter“
darauf aufmerksam machen, dass Lohnkostenvergleiche, seien es
nun nationale oder internationale, immer die tatsächlichen Lohnkosten
vergleichen.
Die Lohnnebenkostenideologie degradiert Lohnkostenbestandteile
zu einer Petitesse. So als ob Vorsorgeaufwendungen der Arbeitnehmer
vernachlässigbar seien.
Ohne „Lohnnebenkosten“ gäbe es keine Krankenversicherung, keine Rente etc. und
die Binnennachfrage wäre wahrscheinlich um einiges geringer.
Wie ich schon sagte, hier ginge es zu wie in einem Entwicklungsland.
Aber auf dem Weg dahin sind wir ja.
brandubh am 7.02.10 11:22
brandubh am 7.02.10 10:06
Ich dachte wir waren beim Thema GKV. Wieso vermischen Sie wieder die Steuergeschichte damit ?
Um bei den Fakten zu bleiben : Hier will niemand irgendwelche Patienten aus Geldmangel sterben lassen.
Es geht lediglich um die Finanzierung der einzelnen Systeme und das diese Quersubventioniererei aufhört und das die Kosten auf den Prüfstand gehören.
Es ist auch von Herrn Rösler und allen anderen der falsche Ansatz , Änderungen an der Einnahmequelle vornehmen zu wollen.
Cerberus (44) am 7.02.10 11:07
@brandubh am 7.02.10 9:53
Vorab als Frage: haben Sie jemals in einem Job mit Personalverantwortung gearbeitet?
Falls ja, sollte Ihnen meine Aussage, die sich im Übrigen auf die Problematik der paritätischen Finanzierung bezieht, eigentlich klar sein.
Falls nein, tut es mir leid. Dann kann ich Ihnen wohl nicht klarmachen, was eigentlich hinter dieser Aussage steht. Dann dürfen Sie sie auch trivial nennen, habe ich dann kein Problem mit...
Gruß,
Picard
Picard42 am 7.02.10 10:23
Genau das ist die Denke der meisten:
"Ich kann nur soviel Geld ausgeben, wie ich im Gegenzug einnehme"
Für unsere Gemeinwesen kann man das auch so ausdrücken: die Menschen sind nicht bereit soviel abzudrücken, dass es reicht.
Lieber das Geld in die Schweiz verschieben, sich aus der Solidarkasse verabschieden, immer und immer wieder behaupten, die Steuern seien viel zu hoch.
Beim Gesundheitssystem heißt es offenbar, übertrieben ausgedrückt: wenn nicht genug Geld da ist, dann muss einige eben sterben lassen.
Dann können wir unser solidarisches Gesundheitssystem aber auch sein lassen und uns ein Beispiel an den Entwicklungsländern dieser Erde nehmen.
brandubh am 7.02.10 10:06
@Picard
Ihre Aussgae;
""Weil ich in meinem Job damit nahezu tagtäglich zu tun habe. Ein AG rechnet auf den Bruttolohn noch einmal die SV-Ausgaben drauf und hat damit die Gesamtkosten dieses MA: und das muss dann zum Erlös (oder nennen wir's mal Deckungsbeitrag) passen."
ist also sinnlos??????????
Sinnlos nicht, aber vollkommen überflüssig. Würde mal sagen, Ihre Feststellung ist selbstverständich
und hat den Neuigkeitswert wie der Witz mit dem Bart.
brandubh am 7.02.10 9:53
Es ist schon interessant, wie in diesem Blog auch normale Bürger (davon gehe ich jetzt mal aus) mit der Zeit zu den gleichen abstrakten und manchmal abstrusen Gedanken kommen wie die realitätsfremden Politiker.
Es gibt doch ganz simple kaufmännische Grundregeln, die sogar Kleinkinder im Sandkasten beherrschen :
Man kann nur soviel aus einem Eimer herausholen, wie man vorher hereingetan hat. Heißt übersetzt :
Ich kann nur soviel Geld ausgeben, wie ich im Gegenzug einnehme .
Dieser Grundsatz gilt nahezu überall im Leben, egal ob bei Privatpersonen, bei Unternehmen, bei Versicherungen usw.
Warum sollten gewisse Grundsätze nicht bei der Steuerpolitik, Rentenpolitik, Gesundheitspolitik, etc. gelten ?
Wenn also die jetzt schon hohen Beiträge zur GKV (angeblich) nicht ausreichen, dann müssen ohne wenn und aber die Kosten gesenkt werden. Und hierbei ist es wichtig, dass nicht die Leistungen für die Beitragszahler zusammengestrichen werden, sondern alle die Kosten, die nicht direkt mit der Gesundheitsversorgung der Beitragszahler zusammenhängen.
Die GKV erhalten einen Freibrief (juristische Immunität) für ihr jeweiliges Mißmanagement von den Politikern und Regierenden aller Parteien.
Cerberus (44) am 7.02.10 9:51
Es ist leider so dass sich viele von den vordergründigen moralisch-ethischen Aspekten eines Konzepts beeinflussen lassen, so dass sie erstens die Machbarkeit aus dem Auge verlieren und zweitens gar nicht realisiseren, dass da velleicht Leute Interessen haben, denen Moral und Ethik am Allerwertesten vorbeigehen, und dass sie hintges Licht geführt werden.
Bedingungsloses Grundeinkommen heißt vor allem: Wegfall aller bisherigen sozialen Leistungen: dann gibt es beispeilsweise auch keine Rente mehr.
1000 Euro für jeden bedeutet jedes Jahr bis zu
1 Billionen Euro (1000 Millarden Euro). Ich habe mal einen BGE Verfechter gefragt, ob er denn wüsste, was jedes Jahr in Deutschland so "erwirtschaftet" wird. Aber Fehlanzeige. Der guckte wie ein Auto.
Wie kann jemand für das BGE sein, ohne zu wissen, wie hoch das Bruttonationaleinkommen ist?
Heute wird bei einem Budget von nicht einmal 50 Milliarden Euro auf Hartz IV Empfänger
Hetze gemacht....
brandubh am 7.02.10 9:49
Guten Morgen Picard,
mal sehen ob es gelingt, ich kann so was nicht ab.
Auch Ihnen beiden noch ein schönes Restwochenende.
Lb. Gruß
anonym am 7.02.10 9:42
Guten Morgen anonym und Ruhrpottschnauze!
Ich denke, wir machen mal einen Deckel auf diesen Blog - es ist alles gesagt, oder?
Ihnen beiden ein schönes Rest-Wochenende!
Gruß,
Picard
Picard42 am 7.02.10 9:39
brandrubh,
es tut mir leid. Mit ein bisschen Gegentrommeln hier das finde ich billig.
Unser System unser Land hat mal sehr gut funktioniert und wurde systematisch gemacht zu dem
was es ist.
Die Kosten derzeit im Sozialbereich sind höher als sie jemals waren, was den steigenden Zahlen geschuldet sein kann, aber auch der Zusammenlegung von Arbeitslosen und ehemaligen. Sozialhilfeempfängern geschuldet ist, plus der die die Wirtschaft noch dazu schafft, s. Quelle, Karstadt und andere. Die Vorgänge sind bekannt, die Gründe Gewinnoptimierung und Sparen Fusionen und anderes. Man könnte Romane dazu schreiben. Gier frist Hirn kurz gesagt.
Wer sich auf Statistiken hier verläßt ist verlassen, spätestens seit den falschen Angaben zum Arbeitsmarkt. Man kann sie frisieren und benutzen zu vielem. Verbindlich sich darauf verlassen ist inzwischen schlicht dumm, wie auf Studien, weil der Umgang mit der Ehrlichkeit ein Problem geworden ist.
Der normale Menschenverstand den zu Rate zu ziehen wäre da weit aus vernünftiger und besser.
Das Geld wovon Sie schreiben ist durchaus vorhanden die Verantwortung dafür, die wird leider nicht so wahrgenommen wie es sein sollte.
Wenn es nach mir gingen kämen inzwischen Deutschlands Arbeitgeber für die Kosten der Arbeitslosigkeit auf, damit die wieder zu verstand kämen. Denn sie haben Anteil an der geschaffenen Realität. Es ginge auch anders. Oder sie zahlten eine Abgabe für den techn. Fortschritt, denn sie ersetzen Menschen durch Technik, durch Maschinen. Diese Situation haben sie verursacht durch ihr Vorgehen. Man sieht es zuhauf. Durch Betrug und Steuerhinterziehung wird geschmiert und anderes. Ein weiterer Wesenszug heute, den es früher so nicht gab.
Es läßt tief blicken. Es gibt vielleicht noch wenige Ausnahmen, aber die kann man suchen.
Mit ein bisschen Polemik ohne besseres im Angebot zu haben finde ich Ihre beiden Beiträge auch nicht besser.
Das Grundeinkommen ist ein guter Gedanke von Götz Werner der es trefflich verstand seinen Mitarbeitern ein guter Chef zu sein, ein Vorbild für sein Unternehmen und einer der sich Gedanken macht um die Menschen die arbeitslos werden, während der Rest der Republik auf diese schimpft Angst hat für diese zahlen zu müssen und anderes.
Man wird sich Gedanken machen müssen wie man das finanziert und ausgleich. Man müßte diese Technik nicht in den Vordergrund stellen und anderes auch nicht.
Vielleicht denken Sie auch mal nach bevor sie hier obiges vom Stapel lassen.
Was ist Geld, wenn es so weitergeht, wird unsere Gilde feststellen, daß sie Geld nicht essen kann es bedrucktes Papiert ist und daß man von der Schöpfung der Wertschöpfung durch Menschen in form deren Arbeit letztlich viel mehr hat in seinem Leben als ein paar duselige Aktien und Millionen auf dem Konto mit denen man sich zwar besser fühlt, aber von denen man nicht leben kann, wenn der Bäcker kein Brot mehr backt, der Bauer kein Obst und GEmüse mehr produziert und keiner mehr da ist, der einem den Hintern so schön abschmiert, daß man auf andere gut herabblicken kann, sondern diesen selbst bewegen sollte, damit man sieht, was etwas wirklich wert ist.
anonym am 7.02.10 9:31
@brandubh am 7.02.10 4:05
Wenn Du Deinem Beitrag schon den Eindruck verleihst, mich zu zitieren, dann tu das bitte auch. Ich kann es nicht leiden, wenn mir irgendwelche sinnlosen Formulierungen untergeschoben werden.
Vielleicht beim nächsten Mal einfach ins Bett gehen und am nächsten Morgen noch einmal nachdenken, ob man noch was Sinnvolles beitragen kann. Das hätte uns vermutlich Deine letzten beiden "Beiträge" erspart.
Picard
Picard42 am 7.02.10 9:30
@brandubh am 7.02.10 4:01
Vielleicht macht brandubh sich erst mal schlau, bevor er sich zu einem Thema äußert.
Ich habe doch extra zwei Links gepostet, wo das bGE erklärt wird. Das Geld dafür ist jedenfalls da, es muß nur anders verteilt werden.
Ruhrpottschnauze am 7.02.10 9:25
Picard macht auf ganz großes Kino: "da müssen auch die SV-Beiträge gedeckt sein"
Ach nee?
ÜBerhaupt Picard, alle Vorsorgeaufwendungen, ob Rente, Krankenversicherung etc. müssen immer von irgend jemandem bezahlt werden.
Wenn dieser beschissene Kapitalismus dies nicht schafft, dann ist daran etwas faul.
Dann können wir Deutschland gelich zum Entwicklungsland erklären.
brandubh am 7.02.10 4:05
Das Grundeinkommen zahlt wohl der liebe Gott.
Ruhrpottschnauze mahjct sich überhaupt gar nicht die Gedanken, wo denn überhaupt das Geld fürs Grundeinkommen herkommen soll.
Davon ab, weiß Ruhrpottschnauze eigentlich was "Geld" ist?
Wieder einmal auch die üblichen Klischees: eines davon ist die Mär von den angeblich zu hohen Löhnen in Deutschland.
Aber warum sollten Leute wie Ruhrpottschnauze auch Statistiken ernst nehmen, wo ihnen doch auch sonst die Grundsätze der Wirtschaft nicht präsent sind?
brandubh am 7.02.10 4:01
Ruhrpottschnauze,
das weiß ich, ich habe nur den Absatz dazwischen vergessen, nicht gemacht.
Mich dauern die Zustände nicht minder als Sie und alle anderen.
Ihnen und Ihrer Frau auch noch einen schönen Abend.
Lb. Gruß
anonym am 6.02.10 20:39
@anonym am 6.02.10 20:19
"Da bin ich ganz bei Picard. Für ein Grundeinkommen kann ich mich stark machen, damit die Menschen nicht noch mehr leiden."
Hihi, der Einwand mit dem bGE ist von mir und nicht von Picard. Macht aber nix.
Einfach mal das Video ansehen, das ich als Link angegegben habe (kann man auch herunterladen, auf DVD brennen und dann am TV angucken.
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 20:33
Ruhrpottschnauze,
wenn der AG die Kosten nur sieht und nicht den Nutzen ist es so.
Aber wie stehen die Gewinne und anderes dagegen.
Die These wird doch vertreten die Arbeitnehmer kosten zuviel und genau deshalb geschieht doch was geschieht.
Der Staat zahlt die Arbeitslosigkeit weil Firmen nicht mehr hü nach hott denken und die Dollar- Eurozeichen in den Augen haben.
Die Unternehmen haben sehr vergessen, wer ihnen hier ihren Wohlstand beschert hat und ein sorgenfreies gutes Leben ermöglicht.
Da bin ich ganz bei Picard. Für ein Grundeinkommen kann ich mich stark machen, damit die Menschen nicht noch mehr leiden.
Das ganze zurückzufahren auch zu müssen, wäre Aufgabe der Regierung. Die hat da einiges verpaßt, vielleicht weil die Verflechtungen zwischen Parteien und Gewerkschaften und Unternehmen viel zu groß geworden sind und nicht im Interesse des Volkes wahrgenommen werden.
Ähnlich verhält es sich bei der Gesundheitsreform.
anonym am 6.02.10 20:19
@Ruhrpottschnauze am 6.02.10 19:16
Bin ich inhaltlich nicht bei Dir.
Aber da das hier nichts mehr mit dem Blog-Thema zu tun haben würde: warten wir's ab, das wird uns hier auch noch begegnen.
Ich wünsche ebenfalls einen schönen Abend!
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 19:29
@Picard42 am 6.02.10 19:02
"Weil ich in meinem Job damit nahezu tagtäglich zu tun habe. Ein AG rechnet auf den Bruttolohn noch einmal die SV-Ausgaben drauf und hat damit die Gesamtkosten dieses MA: und das muss dann zum Erlös (oder nennen wir's mal Deckungsbeitrag) passen."
Korrekt. Deshalb muß Arbeit anders besteuert werden. Das System ist einfach Müll. Zur Zeit kostet ein AN einem AG einfach zuviel.
Mein Weg wäre ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle. Dann könnte der AG auch geringere Löhne zahlen, da ja jeder schon eine Basis zum Überleben hat. Das ganze ist auch finanzierbar, wenn hier nur die Weichen in die richtige Richtung gestellt würden. Eine Umverteilung von oben nach unten und eine höhere Besteuerung von Luxusgütern, Urlaube, Autos, usw. Aber dieses Thema kann man auf die Schnelle nicht diskutieren.
Hier mal ein wenig stöbern:
http://www.archiv-grundeinkommen.de/
Als ich mir mit meiner Frau diesen Film (zweier Schweizer, hihi) angesehen habe, hat es bei mir geklingelt:
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
Schönen Abend noch
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 19:16
@Ruhrpottschnauze am 6.02.10 18:32
Entschuldigung, mit "Ihr" hatte ich auch diejenigen Mitblogger adressieren wollen, die Sie argumentativ unterstützen. Beim nächsten Mal bleibt es beim "Sie" oder "Du" - versprochen.
"Wo steht denn das???
Interpretieren Sie doch bitte nicht Ihre politisch Linke Abneigung in irgendwelche Beiträge!"
Ich interpretiere hier keine politische Abneigung (nebenbei habe ich die auch nicht), ich rede über Fakten. Weil ich in meinem Job damit nahezu tagtäglich zu tun habe. Ein AG rechnet auf den Bruttolohn noch einmal die SV-Ausgaben drauf und hat damit die Gesamtkosten dieses MA: und das muss dann zum Erlös (oder nennen wir's mal Deckungsbeitrag) passen. So einfach ist die Welt da draussen....
Ich verschliesse die Augen auch gar nicht vor den Problemen in dieser Gesellschaft - und die werden, da bin ich doch bei Ihnen, immer größer. Wir nähern uns einer möglichen Lösung nur von unterschiedlichen Seiten.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 19:02
Und die vielen Betriebskrankenkassen werden sicher auch Abstand von einem Wechsel ihrer Mitglieder in den Betrieben nehmen, ich wußte gar nicht, daß sehr viele Unternehmen inzwischen Betriebskrankenkassen haben, damit ist natürlich klar, daß auch die bedient sein wollen.
Die alte Kassenstruktur hätte bedingt da durchaus ausgereicht irgendwo. Oder braucht Siemens eine Betriebskasse oder Kaufhof. Ein Schlingel der sich was dabei denkt.
anonym am 6.02.10 18:53
Was die KVn betrifft, zum Thema zurück.
Ein Wechsel lohnt aus meiner Sicht nicht und Beiträge sind nicht das alleinseligmachende, denn die Konditionen sind entscheidend.
Abgesehen davon, daß die Kassen auch nicht jeden nehmen, chronisch kranke zum Beispiel schon mal gar nicht. Insoweit verstehe ich nicht, daß P. Roesler zum Wechseln aufruft, denn er müßte oder könnte dies wissen.
Ich halte viel von Kundentreue und Service, auch auf dem Gebiet, nicht von kurz schlecht billig.
Durch dieses ständige Wechselspiel geht nämlich auch viel kaputt. Und der freie Markt und Wettbewerb ist letztlich nicht alles.
anonym am 6.02.10 18:50
Ruhrpottschnauze,
das Verhalten der Arbeitgeber ist derzeit nicht mit Ruhm bekleckert, wir profitieren leider alle irgendwie davon ironisch gemeint.
Denn es wird in dem Bereich viel belogen und betrogen, wenn man so manchen Mitarbeiter hört der sich ausklinkt.
Daß wir alle einer Meinung sind, daß es nicht richtig läuft, geht aus den Beiträgen eindeutig hervor.
Daß die Parteien, die politiker nicht auf dem richtigen Dampfer sind und hier Lobbypolitik gemacht wird, ist wohl auch ziemlich klar. Was eigentlich nicht so sein sollte.
Es ist nicht leicht weil dort wo was geschehen könnte nichts geschieht. Und wenn nicht das richtige, was die Bürger sich wünschen.
Dennoch halte auch ich leider die Linke nicht für der Weisheit letzter Schluß. Da kräuselts mir im Magen.
Den Versuch würde ich noch nicht mal wagen, ehrlich gestanden, weil ich Bedenken hätte es ging nach hinten los.
Wissen Sie warum, weil die nicht anders leben als die anderen auch, nur anders reden, und dann haben wir auch nicths von denen wenn sie an die Regierung kommen.
Als beten wir für Weisheit und Klugheit und gute Entsscheidungen und daß uns Retter in der Not erspart bleiben, die zuhauf bewiesen haben, was ihnen ihr Volk im eigenen Land seinerzeit bedeutet hat.
Meine Meinung, ein anständiger SPD-ler hat bei den Linken nicht verloren und nichts zu suchen.
Links reden und Denken und rechts leben mit den Diäten und Pöstchen ist ebenso verdammt einfach wie manches anderes. Und das ist was die Sache so sehr schwierig macht.
anonym am 6.02.10 18:46
@Picard42 am 6.02.10 18:15
Erstens: wen meinen Sie mit WIR???
Ich bin immer noch eine Einzelperson.
Zweitens: "Wenn eine paritätische Finanzierung nur noch dadurch zu finanzieren ist, dass die AG 10% der Leute rausschmeissen müssen(!), um überleben zu können und die AN in Abgabenbereiche kommen, die ihnen vom netto aber auch gar nichts mehr übrig lässt"
Wo steht denn das???
Interpretieren Sie doch bitte nicht Ihre politisch Linke Abneigung in irgendwelche Beiträge!
Wohin uns die sogenannte politische "Mitte" geführt hat ist Ihnen doch auch bekannt.
Was heute politisch abgeht, ist doch schon seit der Zeit des "Dicken" vor 20 Jahren abzusehen.
Eine wirkliche Wende hat doch noch gar nicht stattgefunden. Die Richtung der Politik der letzten 20 Jahre ist doch immer gleich geblieben: abwärts für den "kleinen Mann".
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 18:32
@Ruhrpottschnauze am 6.02.10 17:47
Wie unten erwähnt: ich habe kein Problem damit, wenn Ihr hier parteipolitisch Werbung treibt. Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn es wirklich nur noch Blödsinn ist!
Wenn eine paritätische Finanzierung nur noch dadurch zu finanzieren ist, dass die AG 10% der Leute rausschmeissen müssen(!), um überleben zu können und die AN in Abgabenbereiche kommen, die ihnen vom netto aber auch gar nichts mehr übrig lässt: ist das Euer Modell?
Na, super....
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 18:15
Picard42 am 6.02.10 18:07..."Du" ist für mich kein Problem.
Nobby am 6.02.10 18:09
@Nobby am 6.02.10 17:28
Kann ich Sie nur voll unterstützen: jeder Wechsel jetzt mag ein Warnschuss an die jeweilige KV sein - kostet uns im Endeffekt aber noch mehr Geld für den ganzen Verwaltungskrempel. Ich würde vorerst die Füsse stillhalten - und tue das auch selber.
Wenn streiken gehen, dann aber bitte nur warnstreiken! Dann können wir im Blog von vorgestern weitermachen...
Was halten Sie denn eigentlich mal vom "Du"?
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 18:07
@d am 6.02.10 17:40
Gerne, kein Problem!
Zu berücksichtigen wäre ggf. auch noch, dass im Falle einer Besteuerung des (Renten-)Einkommens eine Anrechenbarkeit der Pauschale - und damit ein Ausgleich - möglich ist : jedes der Modelle sieht sowas grundsätzlich vor.
Wie gesagt: hätte, wäre, könnte.... alles bislang nur Planungen.
Daher: lasst uns die Konzepte auf den Tisch legen und lösen wir uns von billiger Polemik.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 18:02
Jens Berger hat in seinem Blog schon letztes Jahr einen prima Artikel über das Ende der paritätischen Finanzierung des Gesundheitssystems geschrieben:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1164/spitze-ellenbogen-statt-starker-schultern
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 17:47
Danke picard, so ähnlich hatte ich es mir gedacht.
d am 6.02.10 17:40
Picard42 am 6.02.10 17:05...Ohne ihnen zu nahe treten zu wollen, aber wo bin ich überrascht ? Mich kann schon lange nichts mehr überraschen. Warum sollte ich wechseln ? Sind nähmlich erst mal alle Wechsel vollzogen, ziehen die anderen nach. Also bleibe ich da wo ich immer war. Irgendwie bezahl ich das auch noch. Wenn irgendwann meine Einnahmen und meine Ausgaben am Monatende plus/minus null ergeben, werde ich wieder für mehr Geld streiken gehen.
Nobby am 6.02.10 17:28
@Nobby und Simon,
tut doch nicht so überrascht, die Zusatzbeiträge kamen doch mit Ansage. Das war doch schon seit Anfang 2009 so eingetütet und vorbereitet.
Mit Einführung des einheitlichen Satzes haben sich die GKVs ins Fäustchen gelacht, die vorher drunter lagen (und richtig Geld zurückgelegt) und diejenigen, die drüber lagen, lauerten auf 2010.
Jeder ist in seiner Entscheidung frei, nun zu wechseln oder eben nicht. Oder mit seiner KV zu reden und vielleicht einen Deal zu machen. Eines hat es jedenfalls gebracht: Wettbewerb.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 17:05
denn besser weniger Geld, als gar keines! Simon Templar am 6.02.10 16:45...Und daran, das die Herren da oben auch so denken, habe ich manchmal meine Zweifel.
Nobby am 6.02.10 16:53
@d am 6.02.10 15:58
Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass Sie die Kopfpauschale meinen:
dann gibt es ein Gesamteinkommen und darauf / davon wird die Pauschale bezahlt.
Wie bereits unten erwähnt wäre ich mit Zahlen vorsichtig: das ist nur ein Modell in der Mache, da ist bislang nichts fixiert. Noch nicht einmal, ob es überhaupt kommt.
Picard
Picard42 am 6.02.10 16:47
Ich habe meiner Krankenkasse (DAK) klipp und klar erklärt, das ich die 8 Euro nicht bezahlen werde! Und wenn das alle machen b.z.w. mit Kündigung drohen, dann werden diese Halsabschneider ihre erpresserische Forderung wieder zurücknehmen müssen, denn besser weniger Geld, als gar keines! Hier kommt es aber einzig und alleine auf die Solidarität in unserer Gesellschaft an.
Simon Templar am 6.02.10 16:45
petersilie am 6.02.10 16:24...Och, da kommt mit Sicherheit noch einiges. Die Regierungszeit hat doch gerade erst begonnen.
Nobby am 6.02.10 16:30
Ich finde es hat System, was hier mit den Zusatzbeiträgen der Krankenkassen passiert. Zum einen wird dem gesetzlich Versicherten ohne Prüfmöglichkeiten in die Tasche gegriffen und zum anderen wird das Duale System weiter aufgebrochen. Im Endeffekt will man doch darauf hinaus, dass die Arbeitgeber weiter entlastet werden und die Arbeitnehmer alleine die Lasten tragen sollen. Ich bin gespannt, was sich die Politiker noch so alles einfallen lassen!
petersilie am 6.02.10 16:24
@d am 6.02.10 15:58
Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen und auf welches Modell Sie sich jetzt beziehen. Meinen Sie die aktuellen Zusatzbeiträge?
Picard
Picard42 am 6.02.10 16:09
Wie würde es bei einem Rentner aussehen, zahlt der 1 mal die Pauschale, oder nochmal von der Zusatzrente. Also 150 Euro von der Altersrente, 150 von der Direktversicherung etc.
d am 6.02.10 15:58
Cerberus,
vorab: ich denke, wir sind inhaltlich gar nicht so weit auseinander. Da schätze ich Sie - hoffentlich - richtig ein und muss deshalb auch nicht beruhigt werden.
Selbstredend ist die BRD kein Sandkasten für Politiktrampel, die ihre neuen Förmchen ausprobieren wollen. Wie ich im Beitrag um 14:59 schrieb: Konzepte auf den Tisch und dann: durchrechnen, prüfen, abwägen, Ausnahmen betrachten, Härtefälle abstellen. Nur so kann's klappen...
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 15:49
Cerberus (44) am 6.02.10 14:55...1. Nein es gibt keine Alternative, da es die anderen einfach nicht schaffen genug Stimmen zu bekommen. Keine Stimmen= Kein Regieren 2. Vermutungen darüber für was sich eine Partei entscheidet bringen einen nicht weiter. 3.Sind Leute doch wohl aus der SPD ausgetreten weil sie die Politik nicht mehr mittragen wollten. Die haben meine Hochachtung, weil sie nicht nur geradeaus sondern auch mal nach links und rechts schauen. Allerdings müssen sie es dann besser machen. 4. Wenn sie mich meinen, ich habe weder runtergeredet noch schlecht gemacht.
Nobby am 6.02.10 15:45
Hallo lieber Picard,
ich wollte, nein ich bin im Wochenende.
Es ist spannend hier zu lesen und manchmal klinkt man sich noch mal ein.
Die Beträge las ich einem Artikel den ich auf Google gefunden habe. Von daher schrieb ich sie.
Sie haben Recht mir ihrem Beitrag aber bis jetzt ist noch ein jedes was vorgeschlagen wurde, von den Lobyisten auseinandergenommen worden. Leider.
Ein Politiker sagte einmal, Politik ist nicht so einfach. Machen wir dies schreien die einen, machen wir das die anderen.
Außerdem stehen da wohl die Parteiprogramme im Weg.
Ich denke, daß Pfründe bewahrt werden die einzelne sich nicht nehmen lassen möchten.
Ich selbst sehe viel Spielraum, den man nicht nutzt.
Insoweit Zustimmung man müßte erstmal alles auf den Prüfstand und ganz neu aufstellen.
Denn so kann es nicht weiter gehen.
Sollte es auch nicht. Bei Ulla Schmidt habe ich mich immer gefragt was meint sie mit guter Grundversorgung. Dies fand ich nicht richtig, weil sie niemals so behandelt wird wie ein normaler Patient.
Das Problem liegt nicht alleine in den Kosten sondern auch noch im Mehrwert-sehen bei den sogenannten Bessergestellten Menschen. Da lobe ich mir Menschen wie Jenny de la torre in Berlin die Obdachlose umsonst behandelt und einen Arzt der dies ebenso tut, oder wie eine neue Ärztegemeinschaft die sich in einer Ostdeutschen Stadt zusammenschloß um die Zukunft in der Gesundheitsvorsorge der MEnschen zu sichern. Es ist ein Pilotprojekt aber ein gutes von Ärzten die im Grunde schon in Rente sind. Es gibt viele Möglichkeiten wenn man will. Aber wenn nicht, dann leider keine einzige.
anonym am 6.02.10 15:35
@Cerberus (44) am 6.02.10 14:55
Zu Ihrem letzten Absatz meine vollste Zustimmung! Es ist genau dieses Verhalten etlicher "Politiker", was mich bereits in unserer Bezirksvertretung oder dem Stadtrat anwidert. Mir fehlt nur der Glaube, dass man sich diesem "System" (bei allem Idealismus) langfristig entziehen kann.
Zu den "Piraten": hier gab es ein klares Programm mit einem klaren Thema: keine Zensur im Internet. Das hat eine durchaus große Gruppe angesprochen. Wie man damit aber z.B. Gesundheitspolitik machen möchte, ist mir schleierhaft? DocMorrison und Google können da ja nicht die Antwort sein...
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 15:18
Picard,
"Es muss doch endlich mal ein Konzept her, statt immer weiter Geld in diesen Moloch zu werfen! Jetzt ist der Rösler dran und dann soll er das doch bitteschön auch mal angehen dürfen.
"Wird ja eh nix" gefällt mir als Einstellung ebensowenig."
Schöne Worte , nur vergessen Sie anscheinend, dass es hier nicht um ein Privatspiel eines Herrn Rösler geht sondern um die Gesundheit von 83 Mio. Bundesbürgern und deren Gelder.
Einfach mal "rumprobieren" ist einfach zu teuer und bei den Dimensionen (finanziell und gesellschaftspolitisch) nicht angebracht.
"Was ist denn in diesem Land los? Ich bin nicht naiv, aber vielleicht stellen Sie das nicht nur in den Raum, sondern auch mal dar."
Ich hatte gehofft, dieses zumindest ansatzweise in den Kommentaren dargestellt zu haben. Aber zu Ihrer Beruhigung : Ich verstehe mich NICHT als der Allwissende mit den Allheilenden Gesamtkonzepten, aber es gibt für jeden offensichtliche Mißstände die anscheinend verschwiegen werden wollen oder die mit lockeren Sprüchen abgetan werden....
Cerberus (44) am 6.02.10 15:06
Liebe anonym,
das jetzige System ist so nicht zu halten - das bekommt auch P. Rösler nicht hin. Deshalb versucht er es wohl auch gar nicht mehr.
Man müsste mal ein Konzept fixieren und es dann durchrechnen. Und zwar nicht nur in den Extremen, sondern für die breite Bevölkerung. Nur dann kann man es ernsthaft beurteilen. Bis dahin sollte man mit der Nennung irgendwelcher Beträge sehr vorsichtig sein.
Wollten Sie nicht ins Wochenende? =8)
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 14:59
@nobby
"Und erst wenn die LInke vol ins Geschehen eingreifen kann, werden wir sehen was passiert. Für mich im Moment die einzige Alternative, da alle anderen Aussenseiter Parteien ja gar nicht erst zum Zuge kommen."
Sehe ich nicht so. Die Linke sind nicht die einzige Alternative. Und wenn die Linke vor der Wahl steht : fauler Koalitionskompromiss und Selbstverleugnung um der Macht Willen oder Festhalten an der eigenen Linie
..na für was werden die sich wohl entscheiden ?
Und da sind wir schon wieder beim Problem der etablierten Parteien. Und auch die Linke gehört dazu, weil sie aus einer Hälfte aus der alten SED und zur anderen Hälfte aus frustrierten SPD´lern besteht - also auch aus alten Berufspolitikern.
Gerade die "Außenseiter-Parteien" haben eine echte Chance verdient. Nur wenn man sie derart runterredet und schlechtmacht dann werden die natürlich keine Wahlerfolge verbuchen.
Obwohl, wenn man sich mal die Piratenpartei anschaut : aus dem Stand über 2 % und dann noch mit so einem Namen....
Es sollte doch darum gehen, diesen etablierten Parteiensumpf trockenzulegen . Wer kommt denn in die hohen Ämter : Doch nur wer sich als strammer Parteisoldat über die Jahre hochgedient hat und mit Intrigenspielchen und einer schützenden Hand eines alteingesessenen am tiefsten in die verschiedensten Hinterteile gekrochen ist.
Das hat aber nix mit Qualifikation und Sachverstand zu tun. Das ist lediglich Postengeschacher.
Cerberus (44) am 6.02.10 14:55
Cerberus,
der brave Bürger wird eh schön weiterzahlen - ob das ein Rösler, eine Frau Schmidt, ein werweissich vergurkt!
Es muss doch endlich mal ein Konzept her, statt immer weiter Geld in diesen Moloch zu werfen! Jetzt ist der Rösler dran und dann soll er das doch bitteschön auch mal angehen dürfen.
"Wird ja eh nix" gefällt mir als Einstellung ebensowenig.
Was ist denn in diesem Land los? Ich bin nicht naiv, aber vielleicht stellen Sie das nicht nur in den Raum, sondern auch mal dar.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 14:44
Cerberus,
wenn wir das nicht merken würden, würden wir wohl kaum hier schreiben.
Oder?
anonym am 6.02.10 14:44
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 14:22...So sieht es aus. Besonders was den Einfluss im Parlament betrifft.
Wenn ich nicht genug Stimmen aufbringen kann, dann kann ich nichts machen. Das sollte eigentlich jeder begriffen haben. Und erst wenn die LInke vol ins Geschehen eingreifen kann, werden wir sehen was passiert. Für mich im Moment die einzige Alternative, da alle anderen Aussenseiter Parteien ja gar nicht erst zum Zuge kommen.
Nobby am 6.02.10 14:40
Ruhrpottschnauze,
ich bin da kritisch und vorsichtig, weil ich denke es ist noch zu kurz und zu früh und die alten Kader können ihre Erziehung teilweise nicht verleugnen wie manche hier auch nicht.
Es sind zwar viele ehemalige Gewerkschafter und SPDler bei den Linken inzwischen. Aber ich als ehemalige Sozialdemokratin könnte dort nicht sein, beim besten Willen nicht.
Ich muß dennoch immer daran denken, was in der DDR war seinerzeit. Wenn sie auch ihr gutes hatte, denn nicht alles war schlecht dort.
Was ich jedoch kritisiere ist, der Umzugsbeschluß wäre ohne die damalige PDS für Berlin nicht zustandegekommen.
Sie hätten nein sagen sollen, damals.
Ich finde es eigentlich schlimm auf Menschen zurückzugreifen wenn man sie braucht und links liegenzulassen, wenn man sie nicht braucht und zu verachten. An dem Linke ja nein, reiben sich viele. Ich denke nicht zu unrecht.
Was Ihre Einschätzung von den Grünen betrifft, da bin ich bei Ihnen. Wie war der Spruch mit dem Etablishment. Sie hätten die Möglichkeit gehabt, aber die Regierungsbeteiligung war wichtiger.
Die Grünen wollten übrigens die Bürgerversicherung insoweit, daß alle Einnahmen selbst Mieteinnahmen mit zugrundegelegt werden. Was bedeutet das, im einzelnen, man muß alles offenlegen egal wie. Schily als ehemaliger Grüner sah das natürlich für sich selbst anders. Zu den Grünen es ist schön Fahrrad zu fahren und anderes. Aber bei Regen lieben sie wohl mehr inzwischen den Benz anstatt das Rad mit Regencape.
Ich hoffe Roesler kriegt es hin und die Kopfpauschale bleibt erspart. 260 Höchstbeitrag für Besserverdienende ist mir zu wenig, denn die Summe zwischen 170 und 260 wurde genannt. Und selbst wenn das käme wer weiß wo es endet. Bürgerversicherung halte ich nicht für gut.
Da halte ich eine Überprüfung des jetzigen System für wesentlich besser zu benennen und zu ändern. In dem Tenor wie ich es vorher schrieb.
anonym am 6.02.10 14:40
Hallo anonym,
danke für die Blumen, die ich gerne zurückgebe! Ich wünsche ebenfalls ein schönes Wochenende!
@Ruhrpottschnauze
Ich gestehe der Linken durchaus zu, dass sich die Partei und die Programme weiterentwickeln. Ich finde auch die Aussagen und teilweise die Leute, die dort mitwirken, interessant: Wagenknecht, Kipping, teilweise den Ernst und insbesondere natürlich Gysi. Deren Meinung teile ich nicht immer, aber das muss ich in einer Demokratie ja auch nicht.
Solange aber "Verstaatlichung" und "Enteignung" immer noch in der Wortwahl auftauchen, werdet Ihr auf meine Stimme verzichten müssen.
Zu den Grünen: für mich sind die Tabu, solange dort Gespenster wie der Ströbele rumschleichen, die z.B. die Krawalle in Berlin am 1. Mai als Volksfest mit anschliessender Polizeiprovokation bezeichnen. Das ist genauso weltfremd...
Wir werden's sehen: im Mai ist Wahl!
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 14:37
Ja ja, gebt dem Rösler mal eine Chance und mal sehen was dabei herauskommt und wenn es schief läuft dann zahlt der brave Bürger eben schön weiter und mehr. In spätestens 5 Jahren sehe ich uns sowieso schon bei Beitragssätzen von 16 - 18 % für die GKV bei gleichzeitiger Halbierung der Leistungen und Verdopplung der Zuzahlungen.
Was für eine prächtige Einstellung !
Und die GKV-Diskussion ist nächste Woche sowieso schon wieder ein alter Hut, weil wir uns dann Gedanken um das Rentenloch und Altersarmut machen.....
Merkt eigentlich keiner mehr was in diesem Land los ist ??
Cerberus (44) am 6.02.10 14:34
Ruhrpottschnauze schreibt: "Glauben Sie nicht auch, dass sich das Weltbild der heutigen Linken geändert hat?"
Nein - und es wird sich prinzipbedingt auch nicht ändern.
Aber Picard hat schon recht. Das ist nicht das Thema dieses Blogs.
beste Grüße von
Gernfried2000 am 6.02.10 14:32
Ebenfalls als Nachtrag:
wem es nicht gelingt, ein vernünftiges Konzept zu schaffen, den will ich in der Tat nicht mehr in einem verantwortungsvollen Amt. Vollkommen gleich ob in der Politik oder in der Wirtschaft....
Ich hoffe nur, dass es ein Konzept dann auch mal bis zur Umsetzung schafft - ohne vorher von den Lobbyisten bis zur Unkenntlichkeit seziert worden zu sein.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 14:22
@Gernfried2000 am 6.02.10 13:29
Wer will denn die DDR 2.0? Doch wohl nur ganz wenige Argument resistente Spinner. Wir reden hier nicht von den Marxisten!
Glauben Sie nicht auch, dass sich das Weltbild der heutigen Linken geändert hat?
@Picard42 am 6.02.10 13:46
"Mir reicht es vollkommen, in die Länder zu schauen, in denen die "Die Linke" bereits seit Jahren in den Parlamenten sitzt (oder sass): ist es dort sozialer?"
Mit den paar Sitzen können duie doch gar nichts bewirken. Es wird abgestimmt und sie stimmen bei ungerechten Vorhaben dagegen. Ohne Mehrheit haben die Abgeordneten doch Null Einfluß.
Das war bei den Grünen doch auch so. Als Koalitionspartner hätten diese aber die Möglichkeit gehabt, der Schröder Agenda 2010 NICHT zu zustimmen. Aber da sind sie eingeknickt und haben deshalb meine Stimme für immer verloren.
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 14:22
Hallo Picard,
Danke Ihnen. Es macht Freude mit Ihnen zu schreiben.
Gruß und nochmals schönes Wochenende.
Was ich natürlich allen wünsche.
anonym am 6.02.10 14:21
Hallo anonym,
der "Philipp Rösler" hat es auch bis nach Wikipedia geschafft.
Das soll jetzt aber auch reichen, bevor mich noch jemand verdächtigt, der Adlatus unseres BfG zu sein. Ich sage ja nur: gebt dem eine Chance - mehr verbiegen kann er eigentlich nicht mehr...
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 14:14
So noch einmal zu P. Roesler, was ich schrieb war die Überschrift und auch eine Aussage.
Er hat die Einführung der Kopfpauschale mit seiner politischen Zukunft verknüpft insoweit, er äußerte wenn es ihm nicht gelänge ein vernünfigtes konzept zu schaffen würde ihn niemand mehr wollen.
Die Kopfpauschale hält er für alternativlos beruft sich auf den Koalitionsvertrag und hält ein prämiengestütztes System für gerechter. Wen mehr interessiert. bitte googeln. Sonst wirds zu lang.
anonym am 6.02.10 14:09
Hallo lieber Picard,
habe es gerade bei Wikipedia nachgelesen.
Vielen Dank für den Hinweis. Ich werde mich was P. Roesler betrifft noch mal versuchen schlau zu machen bevor, ich hier was in den Raum stelle, was dem nicht entspricht. Ich bitte um Nachsicht. So wie ich schrieb hatte ich es verstanden.
Ihre Antwort freut mich und die andere an Gernfried, teile ich.
Weil so sehr ich Oskar Lafontaine einmal schätzte, er erinnert mich an einen Herrscherfürsten und Napoleon und so was möchte ich nicht mehr ehrlich gestanden.
Seine Frau eine einstmals eine sehr selbständige Frau hat sich innerhalb der Linken sehr verändert, was ich sehr bedaure. Ihre Offenheit und ihr Kampfgeist mal so beschrieben haben sich dort schon verändert.
Auch wenn beide gute Theorien vertreten, in der Linken stehen noch andere an, die beide überlaufen könnten, wobei O. L. ja schon aus gesundheitlichen Gründen kürzer tritt, was ich vernünftig finde.
Meine sehr persönliche Meinung.
anonym am 6.02.10 13:57
@Gernfried2000 am 6.02.10 13:29
Machen wir doch endlich mal einen Deckel auf die SBZ / DDR / wie auch immer...
Mir reicht es vollkommen, in die Länder zu schauen, in denen die "Die Linke" bereits seit Jahren in den Parlamenten sitzt (oder sass): ist es dort sozialer? Habe ich irgendwie den solidarischen Wirtschaftsboom in Brandenburg verpasst?
Ich verstehe die West-Linken, die bislang noch nicht zeigen konnten, dass sie in den alten Ländern mehr bewegen könnten. Lass sie deshalb ruhig für sich werben, vielleicht kommt ja wirklich mal was brauchbares raus. Aber nur den Genossen Gysi voranzuschicken, wird dazu nicht ausreichen.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 13:46
Nobby schreibt:
" Und um die Politik der Linken richtig einzuordnen muss man ihnen wohl erst einmal Zeit geben, den so lange gibt es sie ja nun noch nicht ".
Im Dezember 1947 entsteht in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) die "Volkskongressbewegung für Einheit und gerechten Frieden" unter Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).
Ich frage: " Sind 63 Jahre nicht doch schon relativ lang?"
nachdenkliche Grüße von
Gernfried2000 am 6.02.10 13:29
Liebe anonym,
für einen kurzen Einblick in die unterschiedlichen Modelle kann ich wikipedia.de empfehlen. Unter den Stichworten "Gesundheitsprämie" wird das Modell von CDU/CSU/FDP dargstellt, unter "Bürgerversicherung" findet sich ein Vergleich zum Modell der SPD/Grünen/Linken. Auch der "Gesundheitsfond" wird hier beleuchet.
Das ist alles nur ein kurzer Einblick, schafft aber m.E. zumindest eine grobe Übersicht, was hier eigentlich diskutiert wird.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 13:27
Lieber Picard,
danke, ich werde mich da noch mal genauer informieren.
Mit gefällt weder der Gesundheitsfonds, der ja wohl so da ist, ab Januar d.J. , noch Kopfpauschale noch Bürgerversicherung, weil da alle die gleiche Summe entrichten sollen, ärmere Zuschüsse erhalten sollen.
Da sind die 14,9 % vom Einkommen schon gerechter. Und in der GKV gäbe es bei mir für Familien einen geringen Beitrag für die Kinder, oder diese grundsätzlich steuerfinanziert und Ehepartner, aber nicht ganz umsonst.
Bei der Kopfpauschale wie Sie es schreiben handelt sich um ein Modell der CDU, bei der Bürgerversicherung um das der SPD.
Da ich habe dann etwas verwechselt.
Ich wünschte P. Roesler hätte die Kraft und den Mut zu wenden im Interesse von uns allen.
Wenn ich nachgelesen habe werde ich wenn etwas finde, mich dazu vielleicht noch mal melden.
Ich finde P. Roesler nicht unsympathisch ehrlich gestanden und er hat eine schöne Geschichte, die er nicht vergessen wird, er wird sich schon Mühe geben, aber wir wissen wie weit man kommen oder auch nicht kann.
Er hat die Thematik aus ärztlicher Sicht, das stimmt.
Aber ich kenne nur Ärzte die klagen, oder einige, nicht alle.
Hier schrieb zum letzten Thema jemand boshaft er sollte nach Vietnam zurück, was ich nicht teile.
Ich freue mich, daß er hier Menschen fand, die sich seiner annahmen und etwas gescheites daraus wurde. Denke ich mal so.
Aber wir wissen die Politik schluckt. Ich kann auch mal jemand der hatte sehr viele Ideale und gute Vorsätze ist an den Hierarchien gescheitert. Das ist wohl das eigentliche Problem.
Was Wilhelm schreibt die KV abschaffen da wäre ich für, denn die Kassen überweisen leider fast blind was auf den Rechnungen steht. Diese sind eine Art Sparkasse für die Ärzte die KV. Die man wirklich ausnahmsweise abschaffen könnte, wo ich sonst nicht für bin wegen der ARbeitsplätze. Dann finde die Vorstandseinkommen überzogen.
Ich wäre für Transparenz in der GKV und mehr Glaubwürdigkeit der Ärzte das Igel-System nicht auszunutzen. Ich würde gerne meine Behandlung beim Arzt gegenzeichnen.
Man hat den Eindruck daran ist jedoch nicht viel gelegen, was ich bedauere.
Wir werden sehen was kommt. Es liegt viel Sparpotential im System aus meiner Sicht was dennoch eine angemessene und gute Behandlung vieler Patienten auch ohne Zuzahlung zuliesse, wenn es nicht so sture Regeln und Verordnungen gäbe an die man sicht strikt hält.
Und nicht zuviele am Kuchen teilhaben wollten.
anonym am 6.02.10 13:19
von wilhelm
unsere Regierung ist von lobbyisten übersäht und die politiker können ihre guten vorsätze garnicht umsetzen.
wenn herr ackermann mit den fingern schnippt, kuschen alle sog. politiker.diese haben kein rückgrat.
wenn die gesamten kassenärztlichen vereinigungen
aufgelöst würden, wäre genügend geld für ärzte und krankenkassen da.
Wilhelm Lehnen am 6.02.10 12:53
Liebe anonym,
vorab danke, dass Sie das eigentliche Thema dieses Blogs nicht aus den Augen verlieren!
Rösler hat weder den (derzeitigen) Gesundheitsfond unterstützt noch will er die Bürgerversicherung. Er will eine Gesundheitsprämie (auch Kopfpauschale) - wenn ich da jetzt nicht vollkommen falsch liege. Die Begriffe gehen doch sehr durcheinander...
Es ist nicht meine Aufgabe, das Modell jetzt hier darzustellen: das würde auch viel zu lange dauern und etliches ist noch gar nicht final geklärt. In Kurzform allerdings: es enthält auch Solidarität, es gibt eine prozentuale Beteiligung aller. Auch die Arbeitgeber sind nicht vollkommen aus dem Schneider, das wird oft falsch dargestellt.
Man sollte alle möglichen Modelle mal gegeneinanderstellen und ohne die parteipolitische oder gar polemische Brille betrachten - irgendeins davon oder ein schlauer Mix wird die Lösung sein (müssen). Ein "weiter so wie bisher" geht nicht gut.
Unbeachtet davon müssen Verbesserungen ins System, müssen Kassen, Pharmaindustrie usw. weiter auf Einsparpotenzial abgeklopft werden.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 12:51
Eigentlich verstehe ich nicht, warum Parteien durch ein Parteienfinanzierungsgesetz gestützt werden, für das der Steuerzahler zahlt.
Hier sollte geändert werden, finde ich.
Die Parteien und ihre Klientel müßten doch aufgrund der Spenden in der Lage sein sich selbst zu tragen. Oder?
anonym am 6.02.10 12:21
Lieber Picard,
Philipp Roesler macht sich für den Fonds und somit die Bürgerversicherung stark, wenn ich das richtig mitbekommen habe, und das finde ich nicht in Ordnung.
Das heißt die Absichten der Regierung trotz anderer Erkenntnis umzusetzen.
Damit wird das Solidarprinzip noch weiter umgangen.
Der Satz die Schwachen sollen die starken tragen, der natürlich umgekehrt lautet, erhält somit eine andere Bedeutung.
Jeder sollte hier eigentlich prozentual seinen Anteil tragen und die hohen Einkommen nicht fürchterlich entlastet werden wie bisher geschehen, insoweit ist es kein Wunder das vieles schief läuft.
Cerberus,
nur wenn man eine andere Meinung vertritt, muß sie nicht schlechter sein.
Warum gründen sich Parteien und welche Ziele haben sie wie sind sie aufgestellt und wo sind sie.
Wir haben hier in Bonn bzw. sollten die Möglichkeit erhalten mitzubestimmen, es wird wieder zunichte gemacht werden.
Eigentlich finde ich in dieser Situation die Parteienpolitik nicht angebracht, sondern es sollten sich alle an einen Tisch setzen und das tun was dem Land und den Menschen dient.
Wenn das wieder besser wäre, könnten sie sich vielleicht ihrem Gezänk wieder zuwenden.
Die forderste Aufgabe ist doch wohl dem Land und Menschen zu dienen und nicht ihrer eigenen coleur und Klientel.
Gysi und Lafontaine haben viel wahres gesprochen, das stimmt, dennoch stehe ich der Linken kritisch gegenüber, weil es mich an etwas erinnert was ich nicht mehr haben möchte.
Und ich finde eigentlich sollte man endlich aus der Geschichte gelernt haben und es besser machen.
Das erwarte ich zumindest.
anonym am 6.02.10 12:19
@Picard42 am 6.02.10 11:53
Hi Picard,
"wollen wir den WDR nicht mal bitten, das Video irgendwo fest zu verlinken? Dann musst Du das nicht immer wieder posten.... links ist doch noch Platz...."
Gar keine schlechte Idee. ;-)
"Politik wird von Menschen gemacht: und wie bei einem gesunden Menschen ist bei gesunder Politik nur wichtig, was hinten und nicht vorne rauskommt.
Und da haben mich die Linken bislang nicht überzeugt."
Aber bisher haben sie doch noch gar nix "hinten rauskommen" lassen können. Da fehlen noch ein paar Prozentchen, dass ihre Meiningen auch Gewicht haben.
@Nobby am 6.02.10 11:58
"Und um die Politik der Linken richtig einzuordnen muss man ihnen wohl erst einmal Zeit geben, den so lange gibt es sie ja nun noch nicht."
Mein Reden. Laßt sie doch erst mal beweisen, dass sie das, was sie versprechen auch einhalten.
Meckern kann man ja hinterher immer noch. Aber schon vorher den Sack zu machen, kann es doch wohl nicht sein.
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 12:11
@ Cerberus
Sie werden mir mit Blick auf die "Wahlprogramme" einiger Mini-Parteien doch mit Sicherheit zustimmen, dass das mit ernsthafter politischer Arbeit nichts zu tun hat. Auf diese bezog sich mein Kommentar - pauschal ist das natürlich so nicht korrekt, da bin ich bei Ihnen.
Picard
Picard42 am 6.02.10 12:08
@ Picard
"Zweitens möchte ich nicht jedesmal Steuergelder im Rahmen der Wahlkostenerstattung für diese Parteien durch den Kamin gehen sehen, nur weil hier aus Protest Kreuzchen gemacht werden. Das meine ich nicht undemokratisch, ich bin nur Realist."
Also Ihrer Meinung nach mit Realismus fröhlich in den Untergang ? Und die Wahlkostenerstattung also nur für die etablierten Parteien, damit die noch mehr ihre Macht festigen können ?
Sorry, aber Sie werden wohl selbst einsehen, dass dieser eine Kommentar von Ihnen nicht gerade geistreich war.
Cerberus (44) am 6.02.10 11:59
Zu den Linken: Warum hat den Oskar die SPD verlassen ? Weil er die Art der Politik nicht mehr mittragen wollte. Und der Mann hat meiner Meinung recht gehabt, wie sich gezeigt hat. Und um die Politik der Linken richtig einzuordnen muss man ihnen wohl erst einmal Zeit geben, den so lange gibt es sie ja nun noch nicht.
Nobby am 6.02.10 11:58
Hallo Ruhrpottschnauze,
wollen wir den WDR nicht mal bitten, das Video irgendwo fest zu verlinken? Dann musst Du das nicht immer wieder posten.... links ist doch noch Platz....
Zu den "Alternativen" stimme ich Dir vollkommen zu, ich habe Cerberus um 10:32 ähnlich geantwortet.
Dass Koll. Gysi natürlich vieles anspricht, dem jeder mit gesundem Menschenverstand zustimmen wird, liegt doch auf der Hand: der Mann ist Politiker und dazu noch ein sehr guter.
Politik wird von Menschen gemacht: und wie bei einem gesunden Menschen ist bei gesunder Politik nur wichtig, was hinten und nicht vorne rauskommt.
Und da haben mich die Linken bislang nicht überzeugt.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 11:53
@Cerberus (44) am 6.02.10 9:19
"ALLE etablierten Parteien - CDU/CSU, FDP, SPD, GRÜNE und LINKE - sind durch die jahrelange Beteiligung durch und durch korrupt und volksfremd geworden."
Könnten Sie das anhand der Partei "Die Linke" einmal belegen?
"Landtagswahl NRW im Mai : Leute, geht unbedingt wählen. Gebt Eure Stimme ab und wählt keine der etablierten Parteien !"
Welche der "Alternativen" würden Sie denn wählen?
- Rentnerinnen- und Rentner-Partei
- Partei Bibeltreuer Christen
- Familienpartei
- Die Violetten
- Nationalistische Bündnis Ab jetzt
- Trotzkistische Partei für Soziale Gleichheit
- Zentrumspartei
- Piratenpartei
- Volksabstimmung – Ab jetzt
- Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland
Die rechten Parteien habe ich mal ausgelassen, dass man sowas nicht wählen darf, versteht sich ja wohl von selbst.
Sehen Sie sich mal die Parteiprogramme der einzelnen Parteien an. Und dann sagen Sie uns, wen Sie vorschlagen würden.
Bzgl. der LINKEN:
bitte sich mal 22 Minuten Zeit nehmen und genau zuhören.
http://www.youtube.com/watch?v=yrpfOh4Os6s
Danach hier wieder melden und mal anmerken, was dieser Mann Falsches sagt.
Ruhrpottschnauze am 6.02.10 11:22
Hallo anonym,
Ihren Anmerkungen zur Politik(er)verdrossenheit, zum Thema Nichtwählen statt Mist wählen kann ich nur zustimmen! Und wer's mag und sich da wiederfindet, darf gerne auch aus Protest wählen.
Ich habe die Aussage von Rösler bei Beckmann nicht gesehen und kenne daher den Zusammenhang und den Ablauf der dortigen Diskussion nicht. Da ich aber wie erwähnt Realist bin: er ist derjenige, der derzeit am Ruder sitzt. Wenn er seine Laufbahn mit Änderungen im Gesundheitssystem verbindet, bitteschön! Das heisst im Klartext doch, dass er was bewegen möchte - einen Politiker mit dieser Motivation finde ich grundsätzlich gut! Auch wenn man über sein Modell mit Sicherheit trefflich streiten kann.
Stärken wir (und vielleicht auch die Medien) ihm also den Rücken - eine Alternative haben wir derzeit sowieso nicht.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 11:09
Guten Morgen noch einmal und Entschuldigung, daß ich es vergaß. Ich freue mich sehr über die Begrüßung
Lieber Cerberus,
Ich bin Idealistin von Grund auf. Was sollte schlecht dran sein. Und faule Kompromisse mag ich nicht, wenn die Einsicht fehlt, daß es auch anders gehen kann.
Mir ist der Gedanke fremd, lieber etwas zu wählen nur um zu wählen, ich finde es ehrlicher dazu zu stehen, wenn ich nicht überzeugt bin. Demokratischer finde ich zu sich selbst zu stehen als sich zu verbiegen.
Ich rufe nicht zur Nichtwahl auf, sondern appeliere an Ehrlichkeit.
Nicht wählen bedeutet nicht zugleich resignieren. Es ist wohl zugleich eine Frage wie man es interpretiert, wenn man die Nichtwähler nicht wahrnehmen möchte, als das was sie sind, Menschen die nicht wählen gehen, weil man sie nicht überzeugt hat nicht überzeugen kann. Die Parteien sollte sich nicht aus dem wählenden klientel die Schmankerl raussuchen, sondern bewußt damit umgehen. Denn es hat ihnen was zu sagen.
Schlimm genug, wenn Parteien für ungültige Stimmen kein Geld erhalten, aber für Nichtwähler vielleicht dennoch, ich kenne da im Augenblick die Modalitäten nicht so genau.
Wenn der Rentner soviele sind, ist es traurig genug dieses Klientel zum Beispiel zugunsten einer reicheren Minderheit zu ignorieren. Es ist wohl eine Frage des Anstandes wie man mit was umgeht.
Lieber Picard,
Philipp Roesler, ich habe den Verdacht er hat eine Alibi-Funktion. Als Mediziner denke ich ist er gut.
Als Minister wird man ihn als kleinen jungen ansehen, den man drehen kann.
Ich war entsetzt, als er am Montag bei Beckmann sich dahingehend äußerte, er verbinde seine politische Laufbahn mit dem Bürgergeld. Er sollte seine Laufahn damit verbinden Ordnung in den Laden zu bringen.
Doch dazu sind andere zu mächtig die nutzen, auch wenn sie wissen das sie schief liegen.
Die Gesundheitpolitik ist ein Moloch geworden, der im Grunde nicht zu verantworten ist, weil viele auch hier wie in anderem das Land als Selbstbedienungsladen betrachten der ihnen bietet was sie möchten, ungesehen des Schadens den man anrichtet.
Der enorme Vertrauensverlust ist wohl mit das schlimmste, nur nur auf dieser Ebene.
anonym am 6.02.10 10:43
@Cerberus
Den Einsatz politisch motivierter Menschen auch in kleinen, alternativen Parteien in allen Ehren, aber: erstens glaube ich nicht daran, dass hier ernsthafte Alternativen liegen. Zweitens möchte ich nicht jedesmal Steuergelder im Rahmen der Wahlkostenerstattung für diese Parteien durch den Kamin gehen sehen, nur weil hier aus Protest Kreuzchen gemacht werden. Das meine ich nicht undemokratisch, ich bin nur Realist.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 10:32
Guten Morgen anonym,
zu Recht beklagen Sie den Werteverlust in dieser Gesellschaft: Globalisierung (auch in der Pharmaindustrie!) wird leider zu oft damit übersetzt, die Verhältnisse in Deutschland an die der restlichen Welt anzugleichen - leider nicht umgekehrt.
Die von Ihnen angedeutete Politikverdrossenheit teile ich inzwischen (leider). Wenn man die Wahl hat zwischen Pest und Cholera, wird's schwer....
Bzgl. der Politiker stimmen Sie mir aber zu, dass mit Rösler jemand im Amt ist, der a) alt genug ist und b) eigentlich Ahnung haben sollte, was er da tut. Er kennt ja zumindest eine Seite: den Dr. med.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 10:23
@ anonym :
Ihr idealistischer Gedankenansatz in allen Ehren, nur wird der zu keiner Veränderung führen.
Es ist falsch, wenn Sie eher zur Resignation ( nicht wählen ) aufrufen . Dies widerspricht jeglichem Grundgedanken einer Demokratie.
Man sollte sehr wohl die "kleinen" Parteien wählen und je nach Interessenlage könnten diese Parteien sehr schnell Einfluss bekommen.
Beispiel : Stellen Sie sich mal vor, die 23 Millionen Rentner und Pensionäre in D würden die Rentnerpartei oder die andere Rentnerpartei wählen .
Und es gibt echte Alternativen für alle anderen Wählerschichten ( Steuerpartei, Piratenpartei, usw.)
Wichtig ist doch nur, dass die etablierten nicht gewählt werden, dann nützt denen auch ein Listenplatz nichts, wenn am Ende die Prozente fehlen. Und so kann man sehr wohl Politiker abwählen.
Ihren Einwand gegen meine Darstellung der menschlichen Natur haben Sie bereits selbst widerlegt :
Beispiel Grüne : Die haben mal klein und unkonventionell angefangen und sind mit jedem Jahr und jedem Ausblick auf Machtgewinn genauso korrupt und machtbesessen geworden wie die Alt-Parteien. Das System hat sie über Jahre zu dem werden lassen, was sie einst selbst verachtet haben ( Vom Turnschuh-Jeans-Joschka zum Armani-Minister-Fischer ) und warum : Weil auch hier immer die selben Hauptpersonen zu lange im Amt waren.
Cerberus (44) am 6.02.10 10:16
Guten Morgen,
ich bin eigentlich nicht bereit, eine weitere Wahl abzuwarten in der Hoffnung, dass es dann besser wird.
Wir haben doch einen Gesundheitsminister: warum geben wir dem "Bübchen" nicht einfach mal die Zeit, Änderungen vorzubereiten und anzuschieben? Er hat weder den Gesundheitsfond eingeführt noch ist er für die Zusatzbeiträge verantwortlich.
Ansonsten kann ich vielen der gemäßigten Beiträge in diesem Blog nur zustimmen. Man kann die Preise für Medikamente monieren (allerdings sollte man sich vorab fairerweise anschauen, wie sich die Preise zusammensetzen!), man kann "Glaspaläste der GKVs" beklagen (steht da inzwischen nicht ein großer Teil leer?) und selbstverständlich auch die Vorstandsgehälter kritisieren (wenn die KV-Beträge einer Kleinstadt so eben ausreichen, zwei Geschäftsführer zu bezahlen, ist was schief).
Es wird Zeit, dass alle Beteiligten endlich mal die tatsächlichen Kosten auf den Tisch legen - dann kann man anfangen zu rechnen und umzulegen. Das ist doch bislang überhaupt nicht passiert.
Gruß,
Picard
Picard42 am 6.02.10 10:13
Noch eine Frage, warum soll man überhaupt eine Partei, auch eine kleinere wählen, wenn man von denen genauso wenig überzeugt ist wie von den großen. Dann ist es doch vielleicht besser von seinem Wahlrecht keinen Gebauch zu machen und ehrlicher.
Oder?
anonym am 6.02.10 9:45
Cerberus,
Sie schreiben einen interssanten Beitrag.
Sicher ist Politik hierfür verantwortlich, weil sie den Rahmen setzt inzwischen zugunsten der Wirtschaft aus Angst vielleicht teilweise, weil sie es nicht weiß wie sie es händeln soll. Das Risiko scheint zu hoch zu sagen bis hierhin und nicht weiter, unabhängig von der Verflechtung der Ämter.
Eigentlich sollten beide klüger beraten sein, Politik und Wirtschaft, denn beide leben letztlich vom Volk, dem sie sich wohl schwerlich zurechnen, denn sie reden ja immer vom Bürger, was den Schluß nahe läßt, sie seien keine wobei sie sich nicht gewiß sein können, wer sie ins Amt bringt und sie bezahlt.
Im Gegensatz zu ihnen sehe ich wenig Alternativen, ich denke da an die Grünen und deren Entwicklung.
Man hat Mühe eine Partei zu wählen, weil selbst wenn man sie wählt am Ende was rauskommt was nicht gewünscht ist. Erst keine Koalitionsaussage, dann Koalition und anderes. Nur diesmal war es anderes. Klare Aussage der Wiederholung der Kohlschen und Genscherchen Politik mit anderen Akteuren nicht im Sinne der Alten, würde ich mal sagen.
Mit den kleinen Parteien ist es auch so eine Sache.
Man hofft auf Besserung und Einsicht der vorhandenen Strukturen in den Parteien und darum werden sie wohl noch gewählt.
Politiker die man nicht mehr möchte, kommen leider über die Landeslisten wieder rein. Abwählen geht da schwer oder kaum.
Aber warum soll man auch eine kleine Partei wählen, die man nicht mag, wo man nicht hinter der Wahl steht.
Insoweit erklären sich wohl viele Nichtwähler.
Den Berufspolitiker sollte es nicht geben. Sie sollten ab bestimmten Alter gewählt werden können und ohne Lebenserfahrung und Berufserfahrung kein Mandat mehr erhalten und ebenso ein Amt entsprechend ihrer Berufswahl, denke ich mal inzwischen, da nicht alle mit Sinn und Verstand ihre Aufgabe wahrnehmen, wohl die es auch noch gibt.
Ich sehe es nicht in der Natur der Menschen korrupt zu sein und so zu werden, aber die Möglichkeit Menschen sich zu verändern wenn bestimmte Dinge winken, die hier im Ansatz schon nicht in Ordnung sind.
Manche versuchen innerhalb der Ämter schon zu ändern, gelingt nicht immer.
Nein es müßte hier nicht zusammenklappen, wenn volljährige Menschen ihren Verstand nutzen würden und den Menschen im Vordergrund sähen nicht Macht und Geld sondern ihre Verantortung für diese wahrnähmen, für die sie das Mandat haben, und sich von Grundprinzipien nicht verabschiedeten.
Das gilt übrigens gleichermaßen für Politiker für die Wirtschaft und auch für den Bürger.
Menschen wählen leider immer das vermeintlich kleinere Übel in der Hoffnung. Das diese enttäuscht wird liegt im Handeln derer sie ihr Amt und Mandat nicht etsprechend ausführen und mißbrauchen.
Aber das tun Bürger leider auch. Vielleicht sagt man deshalb sie haben die Regierung die sie haben verdient, weil sie es teilweise nicht anders machen.
Diese Gesellschaft leidet unter einem enormen Werteverlust, den sie von anderen fordert aber selbst kaum erbringen möchte, weil es ja sonst vielen vieles abgeht.
anonym am 6.02.10 9:43
Am Ende des Tages lässt sich bei den jüngsten Themen-Blogs interessanterweise feststellen, welche gemeinsame Quintessenz die Beiträge haben :
Die Menschen sind unzufrieden mit der Politik und den Regierungen. Diese werden als die Schuldigen identifiziert.
Nur : WARUM ZUM TEUFEL WERDEN ALLE 4 BIS 5 JAHRE - EGAL OB BUNDESTAG, LANDTAG ODER KOMMUNALWAHL IMMER WIEDER DIE GLEICHEN PARTEIEN UND PERSONEN GEWÄHLT ?
ALLE etablierten Parteien - CDU/CSU, FDP, SPD, GRÜNE und LINKE - sind durch die jahrelange Beteiligung durch und durch korrupt und volksfremd geworden.
Das ist nicht weiter verwunderlich, da es in der Natur des Menschen liegt und nur eine ganz normale menschliche Verhaltensweise ist.
Allein die Bezeichnung "Berufspolitiker" ist schon ein Faustschlag ins Gesicht der Demokratie. Da brüsten sich Politiker damit, schon 20, 30 oder mehr Jahre in den verschiedensten Ämtern tätig gewesen zu sein. Eine wirkliche bürgernahe Demokratie verträgt maximal Amtszeiten von Personen von 4 Jahren, und dann sollten neue Gesichter ran.
Ich kann das Gerede der unzufriedenen Leute nicht mehr hören, die vor jeder Wahl jammern " ach, was und wen soll ich denn wählen" oder " ich kann doch eh nix ändern also gehe ich nicht wählen".
Das ist ein vollkommen falscher Ansatz !
Landtagswahl NRW im Mai : Leute, geht unbedingt wählen. Gebt Eure Stimme ab und wählt keine der etablierten Parteien !
NICHT CDU, NICHT SPD, NICHT FDP, NICHT GRÜNE und NICHT LINKE wählen !
Schaut Euch die Wahlzettel an ! Es gibt noch sehr viele Alternativen. Da ist für jeden eine Alternative dabei.
Aber ich befürchte schon wieder das Schlimmste ....
... und das Schlimmste ist im deutschen Wesen begründet : Es muß erst immer alles komplett zu Bruch gehen, bevor die Deutschen dann überzogen radikal Veränderungen herbeiführen - leider meistens auch gewaltsam....
Cerberus (44) am 6.02.10 9:19
Die Apotheken sollten sich meiner Ansicht nach nicht so sehr "aufs hohe Ross" setzen! Haben Sie schon mal recherchiert, wie hoch der Anteil der Apotheken und des Apotheken-Großhandels an den Arzneimittelpreisen ist? Er ist enorm!! Dies ist der Hauptgrund, warum Arzneimittel in Deutschland gegenüber dem Ausland so teuer sind! Leider wird darüber so gut wie gar nicht berichtet.
Anonym am 6.02.10 7:28
Wir sind nicht naiv Herr Brandup, wir wissen schon genau wie der Hase läuft.Die Mehrheit weiss genau wie die Politiker agieren. Die der 4 Parteien.
Lassen Sie uns doch einfach mal Dampf ablassen. Wahltag ist Zahltag, ein bißchen müssen Sie noch warten.
d am 6.02.10 1:18
Ach Herr Heyer, Krankenkassen sind keine Privatunternehmen, die ihre Gelder am Ende des Jahres an ihre Aktionäre ausschütten.
Der Versuch der Apothekerlobby ist ja ganz schön und er funktioniert ja auch, weil der Großteil der Bürger und leider auch der Journalisten auf solche Meldungen mangels Kenntnis der Sachlage hereinfallen.
Die Schieflage der Finanzen bei den Krankenkassen war soweiso voraussehbar.
Oder denken Sie, so wie der Großteil der unkritischen Menschen in diesem Land, dass sich die Wirtschaftskrise mit Kurzarbeit und Erhöhung der (tatsächlichen) Arbeitslosigkeit nicht auf die Einnahmen der Krankenkassen auswirlen würden?
Haben Sie gedacht, die zusätzlichen Gelder, die die Budnesregierung für die Ärzte beschlossen hat, würden ohne Folgen für die Krankenkassen sein.
Wie naiv sind und die mehrheitlich dummen Zuschauer Ihrer Sendung eigentlich?
brandubh am 6.02.10 0:18
Zu Michael aus Wuppertal:
Da gebe ich Dir/Ihnen zu 100% recht. Aber warum sollte sich in den Augen der Politik etwas ändern? So lange sich der Bürger, der in diesem Zusammenhang gewählte Begriff “Stimmvieh“ könnte nicht treffender sein, alles gefallen lässt und die “Leitbullen“ alle Jahre wieder wählt, wird sich so lange nichts ändern bis der “Karren“ vollends in den Dreck gefahren ist. Dieses wird m.E. ohnehin nicht mehr lange dauern. Politisch gesehen sind wir Deutschen in meinen Augen die so ziemlich die dümmste “Herde“ in Europa. Dem einen stecken sie Milliarden an Steuergeldern zu mit der Begründung, dass andernfalls ein System zusammenbrechen würde welches ohnehin schon am Boden liegt. Für andere Systeme, wie etwa dem Bildungs- oder Gesundheitssystem, welche am ehesten dem Allgemeinwohl dienen und dem gemeinem Bürger höchstes wohl sein sollten, ist angeblich kein Geld vorhanden und sie werden sich selbst überlassen. Geschickt spielt unsere sogenannte “Elite“ mit der ureigenen Eigenschaft der Deutschen sich für das Holzbein des anderen nicht zu interessieren solange er selber laufen kann. Einen Rentner interessiert unser Bildungssystem nicht, Hauptsache seine Rente ist pünktlich auf dem Konto. Der junge Gesunde sieht nicht ein so hohe Krankenkassenbeiträge zu zahlen, da er ja nie zum Arzt geht. Ein Arbeiter/Angestellter beschwert sich über die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung da davon eh nur die “Sozialschmarotzer“ durchgezogen werden. Und so weiter und so fort. Politiker im Zusammenhang mit den Medien werden nicht müde sämtliche Klientel gegeneinander auszuspielen und Vorurteile zu bekräftigen. Mal wird der Missbrauch im Sozialwesen angeprangert und zur Untermahlung ein “Sozialschmarotzer“ vorgeführt welcher gar nicht weiß was da mit ihm gespielt wird. Ein anderes mal wird ein Jugendlicher “Haderlump“ präsentiert bei dem angeblich Hopfen und Malz verloren ist. Noch ein anderes mal wird ein Rentner vor die Kamera getrieben dem es dann auf Kosten der jungen Generation zu Gut geht. Denn so lange die “Herde“ die Schuld an der Misere bei sich selber sucht hat der “Leitbulle“ seine Ruhe und nichts zu befürchten. Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Presse sehen m.E. die Bürger als Lemminge, welche man nach und nach über die Klippe springen lassen kann. So lange genug da sind und einer dem anderen folgt ist alles in Ordnung. Dreht sich mal einer um oder weigert sich zu springen wird er von den genannten vieren als Weltfremd und Querulant hingestellt. Das schlimme daran ist, dass die anderen Lemminge auch noch in das selbe Horn pusten und weiter unbeirrt ihren Weg über die Klippe nehmen. Von daher braucht man sich nicht zu wundern das den Lobbyisten Tür und Tor geöffnet sind. Wer sollte diese auch zu machen? So lange die Lemminge in Richtung Klippe laufen bestimmt niemand!
Easy am 6.02.10 0:06
Meine Freundin kauft ihre Malariamedikamente in Vaals. 29,95 Euro. In Deutschland kostet das gleiche Medikament 59,95 Euro. Noch Fragen.
Die größte Sauerei ist doch das auf Medikamente 19 % Mehrwertsteuer kommen. Das ist unglaublich. In unseren Nachbarstaaten 2 %,7 % oder sogar ohne Steuer. Seehofer hat zugegeben das er gegen die Pharmaindustrie nicht angekommen ist. Na bitte. In den 60 Jahren wurde mit der Türkei und noch einem Staat ein Sozialabkommen vereinbart. z.Bsp. in der Türkeit lebende Angehörige von hier in der GKV versicherten ARbeitnehmern sind mitversichert. Was soll das. Über die Summen bekommt man keine Antwort. vermutlich Peanuts. Ich würde meine Mutter auch gerne mitversichern.
Das ganze System Deutschland ist fertig.In absehbarer Zeit klatschen wir voll an die Wand. Egal ob Rente, Sozialsysteme, Wirtschaft. Und dieser verdammte Euro, der hat vielen geschadet.
Beispiel. Mein Joughurt, 500 ml. DM 1.09/1.19. nach der Euroumstellung. 98 cent = DM 1,92.Damenhose bei Karstadt DM 49,95, nach der Umstellung Euro 39,95 = 78,13 DM, ein Unterschied von 28,18 DM .
Meine Nachbarin hat dort gearbeitet, sie hat mir bestätigt das überall so umgerechnet wurde.
Ich habe am Anfang mit einem Euroumrechner die Preise kontrolliert, zum Ausspucken.
Ich habe das Buch von Wieczorek gelesen und lese jetzt von Max Otte. Und bei Günter Schramm in Neues aus der Anstalt bleibt mir das Lachen im Hals stecken. Leider ist in Deutschland ein Generalstreik verboten. Ja, ist so. Wir sollten das Recht haben Berlin handlungsunfähig zu machen, wobei ich denke, handlungsunfähig sind sie ja eigentlich schon dank der Lobbyisten. Schöner Mist.
doris63 am 5.02.10 23:32
Zwischenzeitlich sind wir schon bei der Kopfgeld- pauschale dank der Regierung CDU/SPD angekom- men, versteckt als Gesundheitfond verwaltet durch die Regierung.Bis vor 23 Jahren habe ich sehr lange bei einer Krankenkasse gearbeitet, da war noch vieles anders. In der Geschäftsstelle arbei- teten damals 10 Angestellte, heute nur noch 4.
Brillen, Zahnersatz, Sterbegeld wurden von den Kassen gezahlt. Die Festsetzung der Beitragshöhe und welche Leistungen gestrichen werden, obliegt
nur zum Teil der Krankenkasse da die Regierung deren Gesetze festlegt. Alle Medikamente die als Kassenleistung gestrichen wurden weil angeblich
kein Kosten u. Nutzeneffekt also möglicherweise unwirksam, werden aber weiterhin von den Phar- mazien weiter verkauft. Da gibt es z.B. Pharmain-
dustrien die verkaufen Hautsalben die Krebs er-
zeugen können für teures Geld, haben dann gleich
das noch 100x teurere passende Krebsmedi-kament parat weil da das richtige Geschäft blüht.
Der gleiche Pharmakonzern vertreibt ein Augen-
medikament das 30x teurer ist wie von der Konkurenz, also darf das billigere nicht gezahlt
werden weil sie ihr Monopol darauf haben usw.usw.
Pharmalobbyisten sagen den Politikern welche
Medikamente von den Kassen gezahlt werden sollen und welche nicht weil sie ihre Monopol- stellung für bestimmte Medikamente haben. Die
=Generika= also nachgemachte Präparate dürfen
dann nicht von der Kasse gezahlt werden, weil sie
von der Konkurenz billiger sind. Diese Monopol- stellung auf ein Medikament dauert 5 Jahre indem die Pharmaindustrie absahnt. Den Pharmaindu- strien geht es nicht darum Patienten zu heilen sondern nur um ihren Provit. Man könnte auch
sagen Pharmamanager/Lobbyisten und Politiker/
Aufsichträte betreiben Vetternwirtschaft zu Lasten
der Versicherten. Das Gleiche gilt auch mit z.B.OPEL
usw. 20 Stck. ACC 600 Braustabl. Ratiopharm gegen Husten kosten in Spanien € 3,99 in BRD
€ 8,99= € 5.-- teurer. Letztlich verdient die Regie- rung also unsere netten Politiker an dem teureren Medikament auch durch Steuern besser, also warum den Steuersatz auf 7 % senken, dann würden deren Brieftaschen ja schrumpfen. Politiker schreien ja auch gegen Zigaretten und Alkohol
ändern aber nichts weil sie gut an den Steuern ver-
dienen. Im übrigen (heute) heißt es die Kassen
haben Milliarden verluste, paar Tage später plötzlich haben sie Gewinne na was denn nun???
Im übrigen ist jede Regierung egal in welchem Land auf der Welt für jeden Armen der abkratzt
froh, dann hat der Reiche wieder etwas mehr.
S. Spendengelder für Zsunamiopfer, jetzt Haitiopfer
die nie bei den Armen ankommen sondern in dunkelen Regierungskanälen verschwinden.
Im übrigen bin ich schwerbehindert, habe bis vor
2004 viel mehr Medikamente geschluckt wie heute,
jetzt nur noch das Nötigste Cortison, Antibiotika,
Asthamspray und mir geht es nicht besser oder
schlechter auch ohne Medikamente.
Der Vetternwirtschaft müsste das Handwerk gelegt
werden, die alle von Oben in Hartz IV dann ginge
es dem von den Politikern für Dumm verkauften Fussvolk besser, nicht nur bzgl. Krankenkasse
sondern auch Arbeitsplatzmäßig. Die sogenannte
Wirtschaftskrise war nur gedacht um Entlassungen
vorzunehmen und somit mehr Minijober, Zeitar- beiter, Billiglohnarbeiter ohne Kündungsschutz und
Rechte zu schaffen, damit die Oben für sich besseren Provit machen.
N.Li-Li
Natalie Liepe-Linde am 5.02.10 23:07
Das s.g. "Gesundheitssystem" in Deutschland hat sich doch zu einem für uns Beitragszahler nicht mehr zu kontrollierenden, mit der Politik völlig verfilzten Bestandteil unserer Gesellschaft entwickelt.
Das sind auf der einen Seite die seit Jahrzehnte prächtig absahnenden Gewinner: Ärzteschaft, Pharmaindustrie, Apotheken,Krankenhäuser, geschickt und effizient durch ihre jeweiligen Interessenverbände- erst in Bonn und dann später in Berlin - vertreten. Dann die seit Anfang der 1970er Jahre ständig mit den Aufgaben überforderten s.g. Gesundheitsminister, einer unfähiger als der andere, dieses System zu sprengen und endlich wirksam zu kontrollieren und Druck in Sachen Kostensenkung zu machen.Auf der anderen Seite - wir kleinen Beitragszahler, die durch Niemanden, noch nicht einmal ansatzweise, wirksam vertreten sind. Und Beiträge rauf - geht immer und nach 14 Tagen mault vom einfachen Volk sprich Stimmvieh ja eh keiner mehr.
Man braucht sich doch nur einmal allabendlich die Megawerbung der Apotheken, Hustensafthersteller und Pillendreher anzusehen.Da weis selbst der Dümmste ganz schnell, wofür die unsere Kohle auf den Kopf hauen: Werbung für Hustensaft, Lutschpastillen und für die "staatstragenden" und auf dem Medienmarkt unverzichtbare "Apothekenrundschau".
Da reden die von Systemkrise - runter mit den Medikamentenpreise, um 30-40 % - geht nicht ? Wieso, im europäischen Ausland - selbst in der teuren Schweiz - sind die Medikamente doch genau um diese Summen preiswerter, weil man da kein Beitragssystem ausplündern kann bzw. die dortigen Politiker ihre Hausaufgaben machen und ihre Kontrollaufgaben ernst nehmen.
Michael aus Wuppertal am 5.02.10 22:04
Ich frage mich sowieso weshalb ich vom sauer verdientem Geld noch KV Beiträge bezahle, wenn ich eh zuzahlen muss aus eigener Tasche.... Ich bin diese grenzenlose Sinnfreiheit im Gesundheitssektor bald leid.
Es tut sich seit Jahren nichts mehr. Gesetzlich Versicherte haben keine Lobby....
Andre am 5.02.10 21:37
Warum sind hier in Deutschland die Preise für Medikamente so hoch? Ich könnte auf Anhieb mehrere Medikamente nennen die hier 50 %-70% teurer sind als zum Beispiel in den Niederlanden. Schmerzmittel, Erkältungsmittel, Pille, usw. und es handelt hierbei um die Gleichen Pharmakonzerne, da sollte man den Hebel ansetzten.
05.02.10
c.Hallwas
Hallwas am 5.02.10 21:08
@ Thomas Heyer
"Der Pharmamarkt ist ein Milliardengeschäft"
Und genau das ist vermutlich das Problem. In einem Topf ist sehr viel Geld, und das weckt Begehrlichkeiten und teilweise auch kriminelle Energie.
Aber Gesundheit ist ein Grundbedürfnis ( wie einiges andere auch ), welches für jeden erschwinglich sein muß. Das System muß den Versicherten dienen und alle Beteiligten des Gesundheitssystems vernünftig ernähren. Aber eben "nur" vernünftig. Miliardengewinne sind da doch irgendwo pervers!
Ob verstaatlichung oder eine staatliche Aufsicht da helfen weis ich nicht.
Der Bäcker nimmt für das neuste Super Vollkorn Fittnesbrot ja auch keine 30€. Es ist im grunde für jeden erschwinglich, und wenn genug verkauft sind
hat der bäcker einen " vernünftgen " Gewinn gemacht.
Er wird sich sicherlich keine goldenen Türklinken leisten können, aber das muß er ja auch nicht.
APo am 5.02.10 20:26
@Medienverächter
Krasse Worte, aber im Kern gebe ich Ihnen recht.
Wir haben alle 4 Jahre die Möglichkeit, die Weichen hier im Ländle zu stellen.
Aber irgendwie bekommen die asozialen Parteien immer die meisten Stimmen. Wer wählt die denn eigentlich? Wenn ich im Bekanntenkreis nachfrage, ist nie einer dabei, komisch.
Jedes Land bekommt DIE Regierung, die es verdient.
Ruhrpottschnauze am 5.02.10 20:14
Ja, wer wählt denn immer die CDU mit ihren Schwarzgeldkonten?
Jetzt wieder kriminell geworden.
Merkel, Schäuble (schon immer ein Verfassungsfeind gewesen) und dergleichen!
Hört doch endlich auf, die CDU zu wählen!!!
Die haben Geld für Auslandseinsätze ohne Ende!!
Und Kohl, der Oberkriminelle.
Er hat sein Ehrenwort gegeben, nichts zu verraten und kam in dem CDU-Land damit auch noch durch! Das solltet Ihr Euch vor Gericht mal erlauben!!!!! Ehrenwort und fertig ist der Lack!
Zum Kotzen, diese Schweinebande!
Hört auf, die CDU zu wählen. Die Kriminellenpartei!
Medienverächter am 5.02.10 20:07
Blog gelesen, TV-Sendung gesehen, habe aber nichts kapiert! -
Wieso bekommen die Krankenkassen von der
Pharmaindustrie Rabatte und wofür????
Da Sie diese Frage nicht beantwortet haben konnte ich mit Ihren weiteren Ausführungen überhaupt nichts anfangen. Ich las und hörte nur bla bla bla.
Winfried1937
Winfried Beckel am 5.02.10 20:06
Blog gelesen, TV-Sendung gesehen, habe aber nichts kapiert! -
Wieso bekommen die Krankenkassen von der
Pharmaindustrie Rabatte und wofür????
Da Sie diese Frage nicht beantwortet haben konnte ich mit Ihren weiteren Ausführungen überhaupt nichts anfangen. Ich las und hörte nur bla bla bla.
Winfried1937
Winfried Beckel am 5.02.10 20:04
Die Krankenkassen sind Versorgerkassen: Das heisst, Sie versuchen mit den Einnahmen ihre Ausgaben zu decken. Sie sind NICHT auf GEWINN aus - wie die Apotheker oder Pharmaindustrie. Der Gesundheitsfond, den die POLITIKER letztes Jahr installiert haben, fährt jetzt vor die Wand. Und jeder wusste das bereits von vornherein. Und jetzt wollen die noch die Kopfpauschale einführen? Hallo.. Brauchen wir 5 Apotheken in einer Straße? Brauchen wir über 100 Medikamente für ein und dieselbe Erkrankung? Die Anzahl der Krankenkassen geht auch immer mehr zurück: 1996= knapp 1000 - jetzt sind es nur noch 170 und es werden durch die Fusionswellen immer weniger. Beim Verwaltungsaufwand einer Krankenkasse, der nur 5% der Gesamtausgaben beinhaltet, sehe ich nur geringe Geldeinsparungen! Ich habe lieber eine Krankenkasse vor Ort, die mir, wenn ich sie brauche, auch sofort hilft. Dann zahle ich auch die 8€ gerne. Und im Laufe des Jahres werden sowieso alle Krankenkassen den Zusatzbeitrag fordern. Die Politik ist jetzt wirklich mal gefordert. Senkt z.B. einfach die MEHRWERTSTEUER auf Medikamente und schon sind fast 3 Milliarden wieder im Topf.
Ralph Burghaus am 5.02.10 19:59
Warren,
fragen Sie doch mal bei Bayer nach die Aspirin produzieren und im Ausland preiswert verkaufen.
Angeblich spielt die hohe Steuer eine Rolle.
Bayer macht es inzwischen nicht anders als viele andere auch, mit Unter-Unternehmen und Leiharbeitern.
Der Staat hätte hier gewiß seine Aufgabe besser wahrzunehmen. Dennoch eine Handvoll Krankenkassen reicht, eine Einheitskasse und DDR-light, auch wenn dort nicht alles schlecht war, möchte ich hier bitte nicht.
anonym am 5.02.10 19:54
Wie wäre es, wenn wir 200 Krankenkassen abschaffen. 1 bis 2 Kassen pro Bundesland würden vollkommen ausreichen. Wir haben außerdem bei uns an einer Straße auf 3km 5 Apotheken, 2 würden auch genügen.
Die Kassen, Ärzte und Apothekerverbände könnten eingespart werden.
Schon hätten wir Milliarden über.
Heinz Blu.. am 5.02.10 19:54
Wir regen uns immer wieder über die Lobbiisten auf, es würde unserem Land besser ergehen , wenn der Staat die Lobbiisten bezahlt in dem die Medikamente und Arztbesuche von den Steuern bezahlt werden, genau so wie Zb. in Dänemark. Da geht es schon Jahre gut, die Ärzte dort haben deswegen nicht weniger zu arbeiten. Hier in Deutschland eine risige Diskusion los getreten über Nichtidkeiten(wie im Kindergarten), fragen Sie mal ein Kleinkind ob das Ei zum Huhn,oder umgekehrt stattfindet.
Sieghard Kupfer am 5.02.10 19:53
Wir regen uns immer wieder über die Lobbiisten auf, es würde unserem Land besser ergehen , wenn der Staat die Lobbiisten bezahlt in dem die Medikamente und Arztbesuche von den Steuern bezahlt werden, genau so wie Zb. in Dänemark. Da geht es schon Jahre gut, die Ärzte dort haben deswegen nicht weniger zu arbeiten. Hier in Deutschland eine risige Diskusion los getreten über Nichtidkeiten(wie im Kindergarten), fragen Sie mal ein Kleinkind ob das Ei zum Huhn,oder umgekehrt stattfindet.
Sieghard Kupfer am 5.02.10 19:52
Kurt Schober,
aber nicht dann wenn es nur noch auf bestimmte Produkte hinausläuft andere die vielleicht besser sind gar nicht mehr in Frage kommen.
Ähnlich mit den Generika.
Vergleiche dies mit dem Essen, gleiche Zutaten andere Qualität andere Wirkung.
Wir Patienten sind keine Versuchskaninchen auch wenn die medizin unendlichen Fortschritt erreicht hat.
anonym am 5.02.10 19:51
Die Rüstungsausgaben, nur so nebenbei, nehmen den drittgrößten Posten des Bundeshaushaltes ein.
Von Auslandseinsätzen ganz zu schweigen.
Noch Fragen?
Medienverächter am 5.02.10 19:49
Zitat: "Wie kommt es das Medikamente die in Deutschland hergestellt werden,im Ausland für nur den halben zbw. eindrittel des Preises wie in Deutschland zu haben sind (Original Medikamente)."
warren am 5.02.10 19:45
Eine gute Frage.
Antwort: Weil Ihr immer die falschen Parteien wählt.
Gruß
Medienverächter am 5.02.10 19:47
@Johannes am 5.02.10 19:35
"Liebe Ruhrpottschnauze: was sollen alte Leute machen oder Behinderte ? Die brauchen Apotheken."
Nein, sie brauchen Medikamente. Und die könnte eine staatliche KV den Menschen auch bringen (bringt auch wieder Arbeitsplätze).
"Die Arzneimittelindustrie der ehemaligen DDR war in staatlicher Hand - da bekamen die Bonzen die guten Pillen aus dem Westen und das Volk die volkseigenen Erzeugnisse."
Wer sagt denn, dass wir die DDR kopieren sollen? Fällt Ihnen da nichts Neues ein? Wir brauchen NEUE Wege, um ein gerechtes Leben zu ermöglichen.
"Vergleichen Sie mal die VErwaltungskosten der Rentenversicherung und der Arbeitsagentur mit denen der Krankenkassen - da werden Sie aber über die heilsamen Funktionene des Wettbewerbs unter den Kassen staunen."
Das gleiche Argument von mir:
Warum denn die Sache nicht BESSER machen? Werfen wir doch die jetzigen Macher alle hinaus und stellen Leute ein, die eine entsprechende grundeinstellung haben. Da muß man eben kräftig sieben. Sind doch nicht alles Idioten unter den 80 Millionen Bundesbürgern.
Ruhrpottschnauze am 5.02.10 19:46
Also mal halblang bitte,
es ist gewiß nicht alles richtig was läuft.
Meine Kasse hat keinen Palast sondern die Büros im Mietobjekt.
Und was die Impfung zur Schweinegrippe betrifft, da haben sie klug gehandelt, denn die Kosten für diese zahlt der Staat nicht die Kassen der GKV.
Deshalb sitzen jetzt die Länder da und versuchen händeringend eine Regelung mit den Pharmafirmen zu treffen, daß es nicht zu teuer wird.
anonym am 5.02.10 19:45
Wie kommt es das Medikamente die in Deutschland hergestellt werden,im Ausland für nur den halben zbw. eindrittel des Preises wie in Deutschland zu haben sind (Original Medikamente).
warren am 5.02.10 19:45
Finde auch die Abgaben Erhöhung der Kassen für unverschämt, zumal als Rentner. Habe deshalb angefragt, ob der Betrag nicht einmalig direkt über die Rentenabgaben eingezogen werden kann. Falls
diese einfache Variante des leichteren Einzuges nicht gehen
sollte,habe ich um Stundung gebeten, bis das neue Gesetz nach Regierungswechsel in Kraft tritt.
Mit freundlichen Grüssen
Paul Sahmel, Im Neuen garten 14, 53639 Königswinter am 5.02.10 19:43
Patienten soll es nicht mehr gestattet sein, Kassenrezepte in Internetapotheken und in Apotheken in anderen EU-Ländern einzulösen. Damit wird ein großes Einsparpotenzial sogar gesetzlich verboten. Ich halte das für eine unerträgliche Bevormundung von Patienten
Ute S. am 5.02.10 19:43
...es wird verschleiert, mit Halbwahrheiten getrickst und untereinander gemauschelt, dass sich die Balken biegen:
Die Erschaffer des Gesundheitsfonds sind nun unter denen, die sich über die Zusatzbeiträge der KK öffentlich aufregen. Wer die Berichterstattung der Medien in den vergangenen Monaten nur halbwegs verfolgte, dem kann nur klar sein, dass hier zum xten mal auf dem Rücken der Steuerzähler Politik gemacht- nein!- gemurkst wird. Besonders frei denkende Zeitgenossen könnten zudem den Eindruck gekommen, Politik, Krankenkassen und Pharmaindustrie unterhalten eine unheilige und geheime Allianz zum Zwecke der gemeinsamen "Gewinn-Optimierung". Ein interessanter Ansatz.
Gleichzeitig ist es ein wahres Trauerspiel zu sehen, wie sich die Akteure den "schwarzen Peter" vor den Augen des Publikums der Steuerzahler wechselseitig zuschanzen und von sich schieben.
Das Ende dieses Trauerspieles wird wie immer schon in unserem Ländle sein:
Der Steuerzahler zahlt die Zeche, die staatlichen Leistungen gehen weiter unaufhaltsam zurück in Richtung USA-Niveau und die Politik-Verdrossenheit der Bürger wird als einzige Größe astronomische Höhen erklimmen....armes Deutschland!!!
...wer.schreibt.der.bleibt... am 5.02.10 19:40
Es ist doch immer lustig:
Unendliche Aufregung über Steuergeldverschwendung, Atomkraft und Gesundheitspolitik.
Seit Jahrzehnten.
Merkt Ihr was?
Genau, es tut sich nichts.
Der gesamte Staat ist verdorben wie ein fauler Apfel.
Und aus faulen Äpfeln pickt sich nur noch eine Amsel den letzten Rest raus.
Deutschland ist am Ende.
:-)
Medienverächter am 5.02.10 19:40
Der Kauf von Medikamenten mit Kassenrezepten in Internetapotheken und in Apotheken im EU-Ausland soll Patienten nicht mehr gestattet sein. Somit wird ein großes Einsparpotenzial sogar gesetzlich verboten. Das halte ich für eine unerträgliche Bevormundung der Patienten.
Ute S. am 5.02.10 19:39
Dieses ist, so erscheint es mir, doch politisch gewollt. Der ehemalige Risikostrukturausgleich, ohnehin schon eine fragwürdige Konstruktion, ist doch bewußt durch den Gesundheitsfonds abgelöst worden, was bei den ehemals effizient arbeitenden Kassen zum Teil einen Beitragsanstieg von mehr als drei Prozentpunkten, also tendentiell um 25 % bedeutet hat
Die GKVen sind nicht privatwirtschaftlich organisiert, Unternehmen versenden Rechnungen die auf geleistete Tätigkeiten referenzieren, GKVen versenden "Bescheide".
Wozu bedarf es in dieser Bundesrepublik dieser immensen Anzahl an Krankenkassen, wenn doch der Staat alle gleich macht?
Klaus am 5.02.10 19:36
Vorsicht was die Apotheker sagen. Ich habe den Eindruck das Sie nur von sich ablenken wollen.
Bei den Apothekern könnten ca. 1 - 1.5 Milliarden eingespart werden.
In den Koalitionsvertrag CDU/CSU und FDP sind die Apotheker ausdrücklich von einer Konkurenz ausgeschlossen.
Deutschland ist das einzige Land, wo soviel Herzkateteruntersuchungen gemacht werden wie sonst niergents. Deutschland ist das Land, wo Chemotherapie, ca 24 000Euro auch bezahlt werden muss, wenn auch der Patient nach oder 10 Behantlungen stirbt! In Deutschland gibt es soviel Krankenhausbetten wie es nirgends gibt. Jeder 3 Euro aus dem Krankenkassenhaushalt geht in die Krankenhäuser und Kliniken.
Heinrich15 am 5.02.10 19:35
Ich bin erschrocken über die Stammtischsprüche hier!
Liebe Ruhrpottschnauze: was sollen alte Leute machen oder Behinderte ? Die brauchen Apotheken. Die Arzneimittelindustrie der ehemaligen DDR war in staatlicher Hand - da bekamen die Bonzen die guten Pillen aus dem Westen und das Volk die volkseigenen Erzeugnisse. Vergleichen Sie mal die VErwaltungskosten der Rentenversicherung und der Arbeitsagentur mit denen der Krankenkassen - da wreden Sie aber über die heilsamen Funktionene des WEttbewerbs unter den Kassen staunen.
Johannes am 5.02.10 19:35
Die Pharmakonzerne diktieren in Deutschland die Preise und die Politiker lassen dieses zu.
So könnten zum Beispiel die Kosten bei der Anwendung von Chemotherapie um zwei Drittel gesenkt werden, denn Studien in anderen europäischen Ländern haben ergeben, dass die Anwendungsdauer bei gleicher Wirkung um zwei Drittel gekürzt werden könnte,also statt 45000 Euro nur 15000 Euro kosten.
In Deutschland werden externe Studien nicht zugelassen, da alles von den Pharmakonzernen bestimmt wird, denn die Pharmakonzerne unterliegen ja der freiwilligen Selbstkontrolle .
Es ist so, wie der Herr Lauterbach von der SPD sagte:die Phamakonzerne sind an der Kostenkontrolle so interessiert, wie ein Frosch an das Trocklegen des Sumpfes, in dem er sich aufhält.
Franz C. am 5.02.10 19:33
@Patient am 5.02.10 19:20
100% meine Meinung.
Ich bin immer froh, wenn ich Leute höre (lese), die genau meine Meinung vertreten. Da fühl' ich mich nicht so allein....
Ruhrpottschnauze am 5.02.10 19:29
Haben die Krankenkassen nicht auch bei der Schweinegrippeimpfung Millionen gespart, weil wir alle so impfflaul waren?
Wo sind diese Millionen, ehemals für die Schweinegrippeimpfung vorgesehen???????????????
Richard van Hazebrouck am 5.02.10 19:27
Warum kann mich diese Gesundheitspolitik nicht überraschen!
Hier arbeiten doch Politik, Arzneimittel Industrie und Krankenkassen zusammen!
Wie die Patienten, die Versicherten sind doch nur zum Zahlen da!
Im Gesundheitswesen wird sich doch seit Jahrzehnten bedient!
Warum sollte sich das ändern?
Wir die Versicherten, wir sind zwar empört, aber das war es dann auch schon!
Und jetzt soll noch die Kopfpauschale kommen!
Wer was ändern will, der muss auf die Straße gehen und nicht nur Meckern!
Mit Meckern alleine werden wir nichts ändern!
Meby am 5.02.10 19:27
Ich bin Jahrgang 1938,und habe so auch noch die Nachkriegszeit sehr gut in Erinnerung. Wenn ich als kleiner Bub ,von meinem Opa zum Handwerker geschickt wurde, um etwas,was im Haus,oder am Haus kaputt war,reparieren zu lassen, höre ich heute noch den Handwerksmeister sagen," Mal sehn wie BILLIG ich es machen kann"!.Muss ich noch mehr schreiben? Nein!
steffann am 05.02.2010
alfred mahlberg am 5.02.10 19:24
Vorsicht bei dem Kommentar der Apotheker.
Laut letztem "Reportmainz." Sind die Apotheker auch in dem neuen Koalitionsvertrag CDU/CSU und FDP vor Konkurenz geschützt. In der Sendung war ein Beispiel. In einer Strasse, in Darstadt waren 15 Apotheken und können wunderbar leben.
Ich wohne in einer kleinen Stadt mit 15 000 Einwohner da waren bis vor kurzem 4 Apotheker in einem Umkreis von ca. 3 Km.
Bei den Apothekern könnten bei einer Konkurenz; jetzt schon mindestens 1 - 1,5 Milliarden Euro gespart werden.
Deutschland ist das einzigste Land auf der Welt wo soviel Herzkateteruntersuchungen gemacht werden, wie nirgenswo auf der Welt.
Deutschland ist das einzige Land wo die Chemoterapie ca. 24.000 Euro, auch bezahlt werden muss, auch wenn der Patient nach 5 oder Bahandlungen stirbt. In Holland müssen nur die bazahlt werden die auch gebraucht wurden.
Heinrich15 am 5.02.10 19:23
mir schwillt der Hals! Die Krankenkassen stellen weder ein Produkt her noch vertreiben sie eines. Die üppigen Gehälter der Vorstände (bis zu Euro 245 Tds./Jahr), ihre protzigen Dienstwagen, ihre Prachtbauten mit Mamorböden -all das bezahlen wir mit unseren Beiträgen. Was soll davon denn übrig bleiben? Hier könnten Jahr für Jahr viele Millionen eigespart werden und unsere Beiträge könnten endlich dafür verwendet werden, wofür sie da sind: für uns.
Erika Günther am 5.02.10 19:22
Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung verfolgen die gesetzliche Krankenkassen keine Gewinnerzielungsabsicht. D. h., was eingezahlt wird, wird auch wieder ausgezahlt. Keine Dividenden o. ä., alles für Leistungen, wie auch Arzneimittel.
Guido Mengelberg am 5.02.10 19:21
mir schwillt der Hals! Die Krankenkassen stellen weder ein Produkt her noch vertreiben sie eines. Die üppigen Gehälter der Vorstände (bis zu Euro 245 Tds./Jahr), ihre protzigen Dienstwagen, ihre Prachtbauten mit Mamorböden -all das bezahlen wir mit unseren Beiträgen. Was soll davon denn übrig bleiben? Hier könnten Jahr für Jahr viele Millionen eigespart werden und unsere Beiträge könnten endlich dafür verwendet werden, wofür sie da sind: für uns.
Erika Günther am 5.02.10 19:21
Die Vorwürde der Apotheker sind absurd! Hier hat die Pharmaindustrie offensichtlich anständig geschmiert, damit die Apotheker einen solchen Schwachsinn verbreiten. Damit wird von der nimmersatten Pharmaindustrie abgelenkt! Natürlich sparen die Kassen durch Rabattverträge, aber die Abrechnungen mit den Apotheken können durch die Kassen wohl kaum manipuliert werden. Letztendlich kommen die Einsparungen durch Rabattverträge allen Versicherten zugute.
Kurt Schober am 5.02.10 19:20
Die Kassen brauchen das GELD um sich neue PALÄSTE bauen zu können.
Gruß Klaus L.
Klaus am 5.02.10 19:20
Alle Krankenkassen abschaffen. Jede Kasse hat einen Wasserkopf. Die Gesundheit sollte der Bund in die Hand nehmen. Also reicht eine Krankenkasse. Die Kosten ließen sich so minimieren.
Und den Patienten ginge es mit Sicherheit besser.
Patient am 5.02.10 19:20
Ich halte es für verfehlt, nur die Kosten für Medikamente in den Blick zu nehmen. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz und dient wohl eher der Verschleierung der wahren Probleme.
Interessant wäre es insbesondere zu wissen, wie die Personalkosten aussehen, also die Gehälter und die Alterversorgung der Bediensteten. Ich hörte von sehr hohen Gehältern und 90 % des Bruttogehalts als Versorgung im Vorruhestand. Auch die Steigerungen der Gehälter in den letzten Jahren/Jahrzehnten wären von Interesse. Die waren meiner Erinnerung nach sehr hoch. Hier sollte man näher hinsehen!
Petra Kramer am 5.02.10 19:20
Cerberus (44) am 5.02.10 19:10...Ich habe die nicht gewählt, bin aber betroffener. Was soll ich machen. Habe versucht durch mein Kreuz so etwas zu verhindern. Hat nicht funktioniert. Werde ich jetzt zum Nichtwähler ? Man wird sehen.
Nobby am 5.02.10 19:17
...Wäre es dann nicht an der Zeit, wenn sich der Bürger gewaltig zu Wort meldet.
Dazu nur ein Kommentar : Jedes Volk hat die Regierung verdient, die es selbst zulässt und wählt.
Wenn ein Volk eine Regierung nicht will, dann wird diese Regierung vom Volk abgesetzt . Beispiele gefällig : Französische Revolution 1789, Amerikanische Unabhängigkeit, Volksaufstand Deutschland 1989, usw.
Cerberus (44) am 5.02.10 19:10
Leute, es geht doch nicht nur um die Pharma-Industrie und Apotheker. Bedenkt mal wie viele Arbeitsplätze da dran hängen. Aber auch hier muß natürlich stärker kontrolliert werden.
Das eigentliche Problem ist doch ein ganz anderes :
Auch die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Versicherung. Und was sind die Charakteristika einer Versicherung ? Na ganz einfach : Mitglieder zahlen Beiträge ein und erhalten für die Dauer der Mitgliedschaft entsprechend bei Mitgliedschaftsbeginn festgelegte Leistungen.
Soweit so gut . Nur leider ist in den letzten Jahrzehnten sehr viel schief gelaufen :
1. Es haben zu viele Mitglieder zu teuere Leistungen erhalten, obwohl sie kaum Beiträge eingezahlt haben. Beispiel die "goldenen 70er und 80er Jahre" sowie die Wiedervereinigung. Da wurde das Geld nur so rausgehauen anstatt Rücklagen zu bilden. Da haben u.a. auch Hunderttausende Gastarbeiter ihre Familienangehörigen in doppelter Fußballmannschaftsstärke nach Deutschland geholt und obwohl diese Familienangehörigen nie in die Kassen eingezahlt hatten, haben diese vollste Leistungen erhalten. Achtung : Bitte nicht als Ausländerfeindlichkeit mißverstehen !
Der Grundsatz gilt doch : Man kann aus einem Eimer nur soviel herausholen, wie man vorher hereingibt.
2. Mit welcher Berechtigung stopfen sich die Herren Geschäftsführer, Vorstände und Management-Ebenen der gesetzlichen Krankenkassen die Taschen mit vollkommen überzogenen Gehältern voll ? Hallo, das sind Zwangsbeiträge der Versicherten und keine privatwirtschaftlich erarbeiteten Gelder, die dieser Klüngel verjubelt. Hier ist die Politik gefragt und muß per Gesetz eine Gehaltsdeckelung von 80.000 € pro Jahr als Einkommensgrenze für alle Beschäftigten der gesetzlichen Krankenkassen erlassen. Wem das nicht passt, der kann sich ja einen Job bei einer privaten Krankenversicherung suchen.
3. Ein Großteil der Gelder fließt in den Unterhalt und Betrieb von viel zu vielen maroden und abbruchreifen Krankenhäusern - vor allem die 70er Jahre Betonbauten zeigen jetzt ihre teure Seite.
Oftmals wäre es billiger, die alten Häuser abzureissen und Neubauten hinzustellen - aber nein, da werden lieber weiter Unsummen in die notdürftige Instandhaltung verschleudert.
Und das größte Problem kriegen wir noch mit dem Fachkräfte- und Ärztemangel, weil die alle wegen unzumutbaren Arbeitsbedingungen und vergleichsweise Hungerlöhnen in D lieber ab in die Schweiz, nach Norwegen, Irland, Schweden, usw abhauen.
Ich ärgere mich nur, dass ich schön brav seit 23 Jahren Höchstbeiträge gezahlt habe und nun immer weniger Leistung erhalte und immer mehr zuzahlen soll. Ich gehöre wohl zur verarschten Generation : So gut wie nie krank gewesen, nie Leistungen gefordert und immer nur bezahlt und jetzt, wo man in ein Alter kommt, in dem man zwangsweise Alterskrankheiten bekommt, da gibt es keine Leistungen mehr weil die Kassen pleite sind.
Cerberus (44) am 5.02.10 19:03
Hatte noch was vergessen:
Wir haben (2009) 184 Krankenkassen.
Was die an Kosten für ihren Verwaltungsaufwand ergeben wird auch in die Milliarden gehen. Reicht eine handvoll nicht aus?
Ruhrpottschnauze am 5.02.10 18:57
Medienverächter am 5.02.10 18:42...Der Bund der Steuerzahler meldet sich einmal im Jahr zu Wort, teilt wie immer mit, daß 30 Milliarden Steuergelder verschwendet wurden, und das war es dann. Super Einrichtung. Nichts passiert. Steuergeldverschwendung ist kein Straftatbestand.
...Wäre es dann nicht an der Zeit, wenn sich der Bürger gewaltig zu Wort meldet. ... Ach ich immer mit meinem Wunschdenken.
Nobby am 5.02.10 18:52
Zitat: "Eins wird immer deutlicher: Wir Patienten befinden uns im Würgegriff der Pharma- und Kassenlobby! Von den rund 2000 beim Deutschen Bundestag registrierten Lobby-verbänden sind mehr als 400 in der Gesundheitspolitik engagiert, bearbeiten das Gesundheitsministerium."
Richtig!
Und nun?
Gar nichts wird passieren.
Der Bund der Steuerzahler meldet sich einmal im Jahr zu Wort, teilt wie immer mit, daß 30 Milliarden Steuergelder verschwendet wurden, und das war es dann. Super Einrichtung. Nichts passiert. Steuergeldverschwendung ist kein Straftatbestand.
Und in der Gesundheitspolitik ist es ebenfalls so, daß man aufzeigen kann, wie man will, es ändert sich nichts. In diesem Lobbyscheißland sowieso nicht. Hier muß mal richtig aufgeräumt werden. Leider mangelt es an einem klugen Volk und vor allem an einem Fehlen einer Aufräumerpartei, die den Dreckstall vollständig ausmistet.
Mit dem deutschen Volk können sie alles machen.
Das zeigen die Erfahrungswerte der letzten hundert Jahre.
Glückwunsch!
Gruß
Medienverächter am 5.02.10 18:42
Die aktuellen Ankündigungen der Beitragserhöhungen durch die GKV-Gesellschaften waren doch abzusehen. Der Grund hierfür war die Einführung des schwarz-roten "Gesundheitsfonds" - der Mutter aller Übel . Jetzt geht es darum, dieses Bürokratie-Monster wieder ganz schnell zu beseitigen - so wie es die Gelben vor der BuTaWahl versprochen hatten. Und nun ? Da beissen sich die Gelben die Zähne am geliebten "Wunsch-Koalitionspartner" aus und gehen lieber faule Kompromisse ein, nur um den Koalitionsfrieden zu bewahren und selbst an der Macht zu bleiben.
Und die Schwarzen werden wohl kaum zugeben, dass der selbst von ihnen und den Roten eingeführte Gesundheitsfonds der größte und teuerste Bockmist in der Gesundheitspolitik der letzten Jahrzehnte war.
Schöne Heile "Demokratie-Welt" in der Bananen-Republik Deutschland....
Cerberus (44) am 5.02.10 18:32
Erst die Praxisgebühr, jetzt noch mal 'ne Schüppe drauf. Ist es Gier oder sind die einfach nur bekloppt ?
Wer ist in der Lage eine Protestaktion im Netz zu starten ? Ich bin sofort dabei.
Nobby am 5.02.10 18:31
Für mich sind Apotheker so überflüssig wie ein Kropf.
Wenn der Arzt mir ein Medikament verschreibt, dann sagt er mir, wie ich es zu nehmen habe. Da brauche ich nicht noch einen Zwischenhändler.
Desweiteren bin ich der meinung, dass die Pharmazeutische Industrie in staatliche Hände gehört.
Es ist einfach widerlich, dass mit Krankheiten Milliardengewinne erzielt werden. Wirksame Medikamente werden nicht verkauft, weil sie nicht genug Knete einbringen. Dagegen werden überteuerte Medikamente angeboten, die aber entweder nicht helfen, oder Nebenwirkungen haben, die einen noch kranker machen als man war.
Wenn dieser junge Schnösel Rösler seine Kopfauschale durchdrückt, na denn "Gut nacht Johanna". Wieder ein Grund mehr, dafür zu sorgen, dass Schwarz/Gelb im Mai hier in NRW was auf die Schnute bekommt.
Ruhrpottschnauze am 5.02.10 18:06
Wir bringen uns Medikamente aus anderen Eu Ländern mit zB. aus den Nederlanden oder Griechenland, meistens 50% günstiger.Tut mir leid für deutsche Apotheker, aber die nagen ja auch nicht am Hungertuch.
Bea am 5.02.10 17:49
Welcher Politiker traut sich endlich mal, das Heft in die Hand zu nehmen, und dieser Abzocke radikal einhalt zu gebieten ? Mal sehen wer der nächste ist, der am Hungertuch nagt, und seine Leistung verteuert. Als argument kommt dann bestimmt, das der ÖD mehr Geld will. Verdammt ! Hoffentlich habe ich jetzt nicht jemand auf dumme Gedanken gebracht.
Nobby am 5.02.10 17:45
Ja, das Lachen habe ich noch vergessen, was sehr gesunderhaltend ist, wenn es von Herzen kommt.
Wäre es nicht so traurig teilweise und zum Weinen, müßteman eigentlich schallend lachen, bei dem was hier so abgeht.
anonym am 5.02.10 17:38
Nein es ist kein Naturgesetz, weiß Gott nicht.
Der Passus Zusatzbeitrag hätte nie aufgebracht werden dürfen und sollen. Unser Gesundheitsminister verbindet seinen Posten mit der Bürgerversicherung auch prickelnd. Er sollte seinen Posten mit etwas anderem verbinden, aber da wäre er bei Schröder. Die AL-Zahlen waren bei dessen Amtseinführung genauso hoch wie vorher.
Daß die Apotheken anpranern, gut so. Schön, daß sie es tun. Die Rabatte ein Ding für sich, die Vereinbarungen zwischen Kassen Pharmafirmen und Apotheken. Der Patient ein Versuchskaninchen vielleicht für Tests? Man weiß ja nicht was manche sich so in ihrem Wirtschaftswahn oder anderem ausdenken.
Wer heute nicht in diesen Kreislauf - bzw. das Geschäft mit der Gesundheit geraten möchte kann viel selbst tun, sollte fröhlich sein, sich wenig Sorgen machen, gesund ernähren und Sport treiben und anderes und seine Gedanken hüten.
Wer einmal in dem System drin ist, hat es nicht leicht.
Denn unser Gesundheitssystem macht krank ist ein krankes. Wie will man da Patienten gesund erhalten und machen. Die Werbung auch an ARD und ZDF gerichtet, der Pharmlobby wie Pralinen, sollte überdacht sein, läßt man sich doch seine Kosten von dieser finanzieren. Was ich nicht gut heiße.
Die Kassen könnten viel Geld sparen, aber gesetzlich verordnet bleibt nicht viel Spielraum und leider.
Die Patienten die Mitglieder. Mit gesunden Menschen ist kein Geschäft zu machen. An unserer Gesundheit verdient kein Unternehmen, kein Arzt, kein Apotheker an unserer Krankheit sehr sehr viele, zuviele.
Den Rest trägt die Lebensmittelindustrie mit bei, wo auch einiges überdacht werden sollte.
Ware Mensch im Spielball der Unternehmen.
Wie heißt es bei der Apothekenumschau und woanders. Bitte bleiben Sie gesund.
Würden wir gerne und werden wir auch tun, aber wie stehen diese Firmen da, wenn wir nicht mehr mitspielen?
anonym am 5.02.10 17:36
Liebe Heidi und Peter,
Ihr Beitrag ist bei anderem Thema eingestellt, er gehört sicher hierhin.
anonym am 5.02.10 17:29
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