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Unterirdisch
Ich lebe gerne in Köln. Ich mag diese Stadt. Und ich brülle Karneval auch die einschlägigen Bekenner-Lieder mit. Aber langsam wird es peinlich. Köln steht ja schon lange bundesweit in dem Ruf, unter Wert regiert zu werden, der Kölner Klüngel ist Legende, Palermo liegt am Rhein. Aber jetzt kann man das langsam wirklich keinem mehr erklären.
Wir haben einfach nicht alle Bügel im Beton. Das an sich ist schon nicht zu verstehen. Das sollen wirklich "nur" ein paar Bauarbeiter gewesen sein, die das Zeug zum Materialpreis an einen Schrotthändler verhökert haben, 80 Prozent aller Eisenbügel? Schwer zu glauben. Aber so richtig unangenehm finde ich das Krisen-Management. Man erfährt offiziell nichts Genaues, aber alle Nase lang kommt irgendein neues, peinliches Detail ans Licht. Unterm Strich weiß ein Jahr nach dem Stadtarchiv-Einsturz immer noch keiner, warum das passiert ist.
Und jetzt Mal wieder so ein Highlight: Gestern Nachmittag blinkt uns in der Redaktion die Eilmeldung an: Die U-Bahn-Baustelle Heumarkt wird heute Mittag um 12 geflutet. Und eine halbe Stunde bevor es so weit sein soll, dann das Kommando zurück. Wie stark der Grundwasserpegel steigt, das muss doch für ein paar Stunden im Voraus absehbar sein? Und warum ist vorher Niemand auf die Idee gekommen, noch schnell eine Zwischendecke einzuziehen, wenn das jetzt plötzlich die Lösung ist.
Das alles verstehe wer will. Aber dass sich das ganze Land über uns lustig macht, ist kein Wunder. Ist ja auch wirklich unterirdisch.
Guten Abend,
wo ist der Oberbürgermeister?
Schramma hat nichts gekonnt,hat sich aber gestellt.
Roters taucht unter.
Wilfried K.
Kohlhaas Wilfried am 28.02.10 18:37
Hallo Susanne
Meine Frau und ich finden es eine ganz grosse Schweinerei, was da abläuft. Nimmt will da verantwortlich sein. Die KVB, Stadt Köln und Bilfinger und Berger feíern das ganze Jahr vielleicht Karneval.
Wir als Aussenstehende sind zwar keine Kölner, aber wir haben uns in Köln kennengelernt.
Sie hätten nach der schiefen Kirche in Köln mit den Ubahnarbeiten aufhören müssen. Am besten alles zu betonieren.
Noch etwas, es waren nicht zwei sondern drei Tote. Vergessen Sie die alte Frau im Hotel nicht, die mit ihrem Schicksal nicht fertig wurde.
Kurt und Helga Rama am 28.02.10 16:01
Tach auch, wie heisst es so schön:die Hoffnung stirbt zuletzt.Und Hoffnung hat man, irgendwie. Trotzdem ich Kölner bin. (kann nix dafür, ehrlich) Hat man es noch für möglich gehalten das mit neuem OB der widerwärtige Scheiss wenigstens gebremst wird, muss man nun sagen: nix da, alles wie immer. Überall die gleichen Säcke in den Gremien. Und niemand von denen ist schuld. Klar doch. Es ist nur noch widerlich. PS: Hatte irgendwer gehört das die einheimische Spasskapellengemeinde (Fööss, Höhner ect. ein sogenanntes Benefizkonzert zugunsten der Opfer gegeben hat? Ich nicht.)
Bätes am 28.02.10 15:12
Muss die U-Bahn bei jedem Hochwasser geflutet werden???
Kapesbuur am 28.02.10 14:31
Warum fluten? Alles mit Flüssigbeton zulaufen lassen und Koeln wird standsicher.
peter am 28.02.10 14:20
@Balthasar:
Es herrscht Verwirrung über das Ausmaß der fehlenden Schlitzwand-Armierung – und dazu tragen leider auch die Medien bei.
Auf der „Informationsveranstaltung“ der Stadt Köln, der KVB und der ARGE Los-Süd am letzten Mittwoch im Gürzenich stellte Dr.Jochen Keysberg (Geschäftsführer ARGE) den Sachverhalt so dar:
Es sind sogenannte „Schubbügel“ (im Bereich des Stoßes der beiden Hälften der Bewehrung) nur zum geringen Teil eingehängt worden; etwa 80% fehlen. Insgesamt machen diese Teile 1% der gesamten Stahlmenge aus. Das heißt (wenn man die stichprobenartige Kontrolle zum Maßstab nimmt): Es fehlen 0.8% der gesamten Stahlbewehrung – massemäßig.
Damit ist natürlich nichts über die Bedeutung der fehlenden Bügel für die Stabilität gesagt. Dazu wurden keine Angaben gemacht.
Und daß diese Aussagen den betroffenen Anwohnern wenig vertauenerweckend erschienen, steht auf einem ganz anderen Blatt…
Aber vielleicht könnte der WDR diese Faktenlage mal genau recherchieren???
Thomas Kahlix am 28.02.10 12:36
Warum soviel Worte? Man kann sich aufregen, man kann schimpfen wie mann will , die Oberen haben immer recht.
Wenn aber dann etwas passiert wird der einfache Arbeiter rausgeschmissen. (Siehe Stadtarchiv.)
Die Gewählten, Aufgeblähten nur nach ihrer Versorgung achtenden, sehen doch über ihren Stadtrand nicht hinaus.
Wenn bei einem Hausbau nur 20% der Stahlmatten in die Decke eingezogen würden, würde die Decke schwingen wie eine Matratze und einstürzen. Aber 20% in der U-Bahn halten den Druck von außen auf. Welch ein Wunder.
Wenn das tatsächlich ausreichen würde, könnte man die 80% doch ins gesamt sparen und die U-Bahn würde bedeutet billiger
Balthasar am 28.02.10 12:14
Geflutet werden sollte die Baustelle wenn der Pegelstand und der Grundwasserstand eine bestimmt Höhe erreicht hat. Dies war am Samstag eben noch nicht der Fall. Warum dann dieses Geschrei in der AKS?. Mir kommt es langsam so vor, als gäbe es bei Euch kein anderes Thema mehr als der U Bahn Bau oder Rüttgers. Mich kotzt langsam diese Berichterstattung an. Wie oft kommt es bei Euch vor, dass etwas nicht klappt. Falsche Namen unter den Personen oder falsche Einspielungen von Filmen. Das sollt doch bei Made in Germany dann auch nicht passieren. Aber es ist einfacher über andere zu meckern. Ebenfalls finde ich die Ausdrucksweise mancher Blog-Teilnehmer schon beleidigend.
ireka am 28.02.10 10:44
@ Torsten
Egal wie hoch die Wahlbeteilung auch war - weder der Vorststand von Bilfinger Berger, noch die Leitung der KVB oder die Bauaufsicht werden im Mai demokratisch gewählt. Richtige Ganoven stellen sich nicht zur Wahl. Sie haben Festverträge, die man nur durch Zahlung von Abfindungen vorzeitig kündigen kann. Und nur ein paar Tote und ein eingestürztes Stadtarchiv sind dafür ja noch lange kein Grund...........
Und Gernfried ist frei erfunden. Inspiriert dazu haben mich die Friedhelms, Erfrieds, Friedrichs und Helmfrieds dieser Welt. Wieso nicht mal einer der gern fried hat?
beste Grüße nach Bochum. Ich selbst komme, Gott sei Dank, auch nicht aus Köln.
Gernfried2000 am 28.02.10 10:36
Also ich als Bochumer finds lustig was in Köln abgeht.
Vor allem wenn den Kölnern dann erklärt wird wo überall gespart werden muss durch die höheren Kosten. Wer weiss was sich da alles als "Nicht-Systemrelevant" herausstellt.
@Gernfried (hör ich zum ersten mal den Namen...)
Wie hoch war denn das letzte mal die Wahlbeteiligung bei ihnen?
Irgendeiner muss das Pack doch wählen. Das Problem gibt es in anderen Städten übrigens auch, aber Köln scheint sich da durch besondere Leistungen hervor zu tun ;)
Wenn man erstmal die Tatsache erkannt hat das die meisten Wähler traditionsgesteuerte Hirntote sind kann man darüber wieder lachen :)
Torsten
Torsten am 28.02.10 0:41
Bei dem ganzen Hin und Her um den Kölner U-Bahn-Bau wäre es wahrscheinlich das Sinnvollste, die Baustelle am Heumarkt würde jetzt durch das Hochwasser trotz der prognostizierten Pegelstände und der daraus resultierenden Nichtflutung einstürzen ... natürlich ohne daß Menschenleben in irgendeiner Art und Weise zu Schaden kommen!
Ob das wirklich zu Wünschen wäre? Ich weiß es nicht, aber in Anbetracht der Tatsache, daß das ja noch nicht das Ende der Fahnenstange, sondern allenfalls die Fortsetzung einer "Neverending Story" ist (man erinnere sich an den schiefen Kirchturm und den Einsturz des Stadtarchivs!), wäre es wohl besser, die Natur zeigt diesen unfähigen Witzbolden von Bauherren und "Bauaufsicht" die Grenzen auf und man beendet das "hirnverbrannte Prestigeobjekt profilierungssüchtiger Kommunalpolitiker"!
WaidMann am 27.02.10 23:48
Eigentlich ist es eine Frage als städtischer Bedientester an Jürgen Becker als einen quasi Kabarettisten-Kollgen: Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man täglich die tollsten Ideen entwickelt und trotzdem von der Realität überholt wird?
xml-nn am 27.02.10 23:21
Hallo, Susanne Wieseler!
Da stellen Sie aber viele Fragen. Die stellen sich auch viel Kölner. Auch in Köln-Rodenkirchen…
„Warum ist der Anstieg des Grundwasserpegels nicht vorhersehbar“? – Man sieht ja, daß nicht einmal die Entwicklung der Hochwasserwelle des Rheins auf den Zentimeter und die Stunde genau prognostizierbar ist. Das gilt erst recht für das Grundwasser am Heumarkt, das verzögert durch einen nicht näher bekannten Untergrund (Sand, Kies, Schluff oder auch Braunkohleschichten) zur Baustelle drängt. Bisher hat sich niemand dafür interessiert. Warum auch. Weiß der WDR (oder sonst irgend jemand) momentan exakt, wie hoch das Grundwasser unter dem Studio an der Stromstraße steht?
Wer wird es der Kölner Hochwasserschutzzentrale vorwerfen, wenn sie lieber etwas zugibt (zur Sicherheit) als zu riskieren, daß der Rhein dann doch schneller ansteigt?
Ihr Reporter Jochen Hilgers hat doch anschaulich dargestellt, welche Grabenkämpfe zwischen Stadt Köln, KVB und Arge (Bilfinger-Berger) wahrscheinlich geführt werden. Keiner will schuld sein. Wie praktisch, wenn jetzt der Hochwasserschutz den Schwarzen Peter zugeschoben bekäme…
„Warum auf einmal die Idee mit der Zwischendecke…?“ – Wahrscheinlich ein Nebenschauplatz. Sie war sowieso in Konstruktion. Würde sie fertig, bevor der Grundwasserpegel eine (welche?) kritische Höhe übersteigt, wäre Berger-Bilfinger der Held.
Die spannendste Frage wäre doch zu klären:
„MUSS überhaupt geflutet werden? – Und was sind die Kriterien? Steht das ohnehin in den Plänen? Wer hat hier wovor Angst und wer tritt wen gegen das Schienbein – unter dem Tisch.
Und was ist mit den Statisten in dem Theater – den Anwohnern? Zwei sind schon tot!“
Fragen Sie doch mal die Verantwortlichen!
Schönen Gruß
www.hochwasser.de
Thomas Kahlix am 27.02.10 21:59
Ich frage mich überhaupt, warum die beiden Toten nur einige Tage in der Presse kursierten, das Staatsarchiv aber Hauptthema war.
Nichts habe ich über die Strafanzeigen gehört, die der Staatsabwaltschaft vorliegen.
Warum haben die beiden Toten eigentlich nur zwei Tage in der Presse großartig eine Rolle gespielt?? Wenn ein Raser sich um den Baum wickelt, ist die Presse vor Ort. Bei den Toten in Köln war Presseruhe angesagt. Woher kommt das Schweigen der Schweine???
Das Staatsarchiv war wertvoller.
Dreckspresse auch gekauft, wie es in Köln üblich ist??
Die Schweine landen vor Gericht. Noch in diesem Jahr.
Benson am 27.02.10 21:38
Eigentlich glaube ich weniger, daß die zutage getretenen desaströsen Fehler erst jetzt bei der praktischen Bauausführung begangen wurden. Bereits vorher hätten entsprechende Vorkehrungen bei der Planung, Ausschreibung und Auftragsvergabe (Auswahl des Unternehmers, Vertragsgestaltung bezgl. Haftung und Konventionalstrafen etc.) seitens des Bauherrn getroffen werden müssen. Es wird hier mit Sicherheit keinen Alleinschuldigen geben.
Das Ergebnis werden eine jahrelange Dauerbaustelle, Hin- und Herklagen und Prozesse ohne zufriedenstellende Ergebnisse und eine unendliche weitere Kostenlawine sein.
Herzlichst
Kritikus am 27.02.10 21:37
@ Benson
Und genau das wird nicht passieren.
Keiner der wirklich Verantwortlichen wird sich verantworten müssen. Die haben schon lange die Gelegenheit gehabt, sämtliche Spuren zu verwischen.
Dagegen werden die Kosten für den (Weiter-)Bau, die nötigen Nacharbeiten und die Wartungskosten bald die Milliardengrenze überschreiten.
Wird niemand nie zugeben, klar, doch es ist so.
Roadrunner am 27.02.10 21:24
Man sollte das nicht so locker sehen!
Ich kann nicht fassen, was in diesem Land überhaupt los ist.
Tote, eingestürzte Häuser. Leben wir auf der Insel Halligalli, oder was?????
Die Schweine sind reif, sie werden sich allesamt vor Gericht verantworten müssen.
Die einen nennen es Totschlag, die anderen fahrlässige Tötung, andere Mord.
Benson am 27.02.10 20:42
Hey Kölner
nich ins Boxhorn jagen lassen
New Orleans war schlimmer
:-)
Anonym am 27.02.10 20:24
Völlig zu Recht werden die "kleinen Handwerker" schnellstmöglich für ihre Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen.
Allerdings frage ich mich, warum 1 Jahr nach dem Einsturz des Archivs und all den ja doch eindeutigen Management-Kunst-Fehlern bei KVB, Bauüberwachung und ausführenden Firmen überhaupt keine Maßnahmen erkennbar sind. Alle behalten ihre gut dotierten Jobs und haben Gelegenheit in der Zwischenzeit die Spuren ihres unheilvollen Wirkens zu verwischen.
Es läuft hier wie beim Finanzcrash: alle Verantwortlichen wurschteln fröhlich weiter - bis zur nächsten Katastrohe - und die Bürger dürfen's ausbaden (und können sich noch von den Scharfmachern schlaue Sprüche anhören).
Das beste für Köln wäre es - ohne Zweifel - die Nord-Süd-Bahn zu vergessen, alles wieder zuzuschütten und weiter Bus zu fahren. Kein normaler Mensch vermisst diese U-Bahn.
Christian am 27.02.10 20:22
Guten Abend,
ist der U-Bahn-Bau in Köln ein Nachweis dafür, was "made in Germany" noch bedeutet? Dann können wir ja froh sein, dass hier "nur" eine U-Bahn und nicht ein neuer Dom gebaut wird....
@Anonym am 27.02.10 19:37
Naja, ob das so eine gute Idee ist? Immerhin könnte das Ordnungsamt dabei einen Teil der Kosten für die Feuerwehreinsätze wieder hereinholen. Die Anwohner (und das jetzt wieder mit allem Ernst) tun mir auch so schon genug leid: tauschen möchte ich da mit niemandem.
Gruß,
Picard
Picard42 am 27.02.10 20:00
füllt das loch doch mit 2euromünzen voll bis oben hin .euer bürgermeister hat sicher noch genug geld über , helau,ihr deppen,trinkt mehr kölsch
codo am 27.02.10 19:58
86 Milliarden NEUE Schulden. Egal. Dann eben nochmal ein paar Mille.
Nebenbei:
Ich höre oft in Sendungen über Hartz und dergleichen, daß wir doch das "viertreichtste" Land der Welt sind und daher können wir uns doch dieses und jenes leisten!
Reich???????????
Deutschland ist pleite!!!! Es lebt seit Jahrzehnten auf Pump!!!!
Nennt sich jemand von Euch reich, der Schulden hat??? Überschuldet ist??
Nein! Nur dieser Drecksstaat wagt es.
Benson am 27.02.10 19:56
wir kölner sollten uns zusammentun und für einen Stop des U-Bahn-Baus demonstrieren.
Besser ein ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne
Ende!
Stoppt den U-Bahn-Bau!
karin Schell am 27.02.10 19:53
Alles gar kein Problem mit dem Fluten. Hauptsache die Menschen haben das "Gefühl von Sicherheit". Warten wir einfach bis das Hochwasser oben rein läuft, dann spart das auch die Feuerwehrkosten,... ach ups, die Kosten dürfen wir doch vermutlich als Steuerzahler zahlen oder wer übernimmt die Kosten jetzt dafür?
Stephan am 27.02.10 19:45
Fahrlässige Tötung (und da kommen sie noch gut bei weg), Pfusch am Bau, nicht vorhandene Kontrolle, Steuergelder versenkt.
Niemand in Köln wollte das Projekt. Es war mal wieder GEGEN das Volk entschieden worden.
Jetzt wird sich der Dreck vor Gericht verantworten müssen.
Deutschland zeigt sich, wie so oft in der Gegenwart, als Bananenrepublik.
Der Einsturz der Häuser ist ein Anzeichen für den Niedergang dieses Staates.
Benson am 27.02.10 19:42
Ich schlage vor, alle Kölner Männer kommen zum Heumarkt und pinkeln das Loch zu.
"Fluten op Kölsch"
Anonym am 27.02.10 19:37
Stimmt, inzwischen ist es fast peinlich zu sagen, dass man in Köln wohnt! Fällt es den Herren wirklich so schwer, mal zu sagen "da haben wir Mist gebaut", um dann den Fehler - soweit möglich - zu korrigieren? Was muß denn noch alles geschehen?
Leid tun mir die Menschen, die in der Nähe der Baustelle wohnen. Ich hätte da ständig ein mulmiges Gefühl. Ok, zum Wohnen würde mir die Innenstadt sowieso nicht gefallen, aber inzwischen bin ich heilfroh, ganz weit weg vom U-Bahn-Bau zu wohnen.
Helga am 27.02.10 19:17
Angela Merkel: "Systemrelevante Banken" müssen erhalten bleiben. Was dieser Auspruch mit dem Kölner U-Bahn Murks zu tun hat? Die Baufirma Bilfinger Berger ist eine Aktiengesellschaft. Und die Aktionäre wollen Rendite. Wie bekommt man mehr Rendite? Vielleicht durch Kosteneinsparungen beim Bau einer U-Bahn, sprich Fusch. Wer ist einer von einigen Großaktionären der Bilfinger und Berger AG? Die Deutsche Bank. Ich glaube mehr muß man dazu nicht sagen. Ach doch zwei Sachen fallen mir noch ein.
Angela Merkel: Wir brauchen mehr Wachstum...
Josef Ackermann: Mir macht Banking Spaß...
Schöne neue Welt....
Thom L. am 27.02.10 19:11
Hallo!
Das schon zwei Tote zu beklagen sind, das ist für die Verantwortlichen nicht genug! Warum ist nicht da jemand, der mal richtig aufräumt? Kölsche Klünge hin und her! Irgendwann hört alles auf!! Wir als Düsseldorfer sind gerne in Köln und fahren auch mit der KVB. Aber, was da abläuft, da würden wir auch kein Vertrauen mehr schenken. Wen kann man noch glauben???
Thomas & Lothar, Düsseldorf-Oberbilk
Thomas Wormuth am 27.02.10 19:10
Ich finde es besonders schlimm, für die Anwohner, ich hätte auch große Angst, das noch mehr Häuser einstürzen.
Es ist von vielen beteiligten einfach Skandalös, wie mit der Angst der Kölner umgegangen wird.
Ob man die Baustelle jetzt Fluten muß oder nicht, müssen normalerweise, Bausachverständige wissen.
Ich bin froh das in Aachen keine U Bahn gebaut wird.
Bei uns gibt es auch Klüngel und merkwürdige entscheidungen,aber das was da in Köln passiert ist einfach Unglaublich.
Holger Fleu am 27.02.10 19:09
Wahrscheinlich muss erst der Dom teilweise absacken und vom Ordnungsamt für den Publikumsverkehr wegen Einsturzgefahr gesperrt werden.
Vorher merken die "Fründe, die zesamme stond" nämlich nichts.
Denen hat ja noch nicht mal der Einsturz des Stadtarchiv mit 2 Toten als Warnung gereicht.
Und abwählen kann man die im Mai auch nicht.......Der Klüngel ist nämlich überparteilich. Eine Nichtregierungsorganisation sozusagen.
beste Grüße von
Gernfried2000 am 27.02.10 18:17
Wieso die Aufregung ? Karneval in Kölle et janze Joar!
Deswegen beerdigen wir Düsseldorfer am Aschermittwoch unseren Hoppeditz ! Lev Kölner, bitte die Fastenzeit nicht verwechseln mit Fastelovend .
Also es wäre doch alles eine Frage der Vertragsgestaltung zwischen den KVB und BB (Bilfinger Berger) gewesen ! BB ist der Generalunternehmer und Verantwortlich für den gesamten Bau. Als KVB hätte ich denen klipp und klar einen entsprechenden Vertrag vorgesetzt :
Alle möglichen direkten und indirekten Schäden , sowie alle Folgeschäden derartiger direkter und indirekter Schäden infolge des Bauprojekts hat der GU in voller Höhe zu zahlen. Darüber hinaus hat der GU eine Vertragsstrafe in Höhe der Summe des Bauvolumens zusätzlich zu zahlen.
Und wenn Menschen zu Schaden kommen, sei es Tod oder Verletzungen, so hat der GU lebenslange Hinterbliebenenversorgung für alle Familienangehörigen 1.Grades zu tragen.
Was meint Ihr wohl, wie gewissenhaft und sorgfältig dann gebaut werden würde....
Hier haben die KVB vollkommen gepennt oder sich pennend gestellt - guckt doch mal welche Beziehungen es zwischen KVB un BB gibt - auf personeller Ebene .
Cerberus (44) am 27.02.10 17:53
Was in Köln abgeht ist unfassbar aber vielleicht doch ganz bezeichnend für unser Land . Alle, aber nun auch wirklich alle, die für die Aufsicht und Kontrolle eines solchen Projektes zuständig sind, haben versagt.Und jetzt geht das Spielchen, wie immer, los: nur soviel zugeben, wie einem nachgewiesen werden kann, Verantwortung mit Konsequenzenübernehmen:Fehlanzeige - Schuld waren und sind immer die Anderen. Die Bezirksregierung schieb´s auf die Stadt, die auf die KVB usw. und am Schluss wird dann irgend ein einfach Bauarbeiter oder Polier als Baueropfer der Öffentlichkeit presentiert - und dann war´s das. Ach ja - den entstandenen Schaden, den dürfen wir Steuerzahler dann wieder bezahlen....unglaublich. Diese Story hätte ich bis vor kurzem nur als eine Geschichte aus einen Entwicklungsland geglaubt - nee, daß ist Köln,das ist NRW das ist in Deutschland passiert. Ich habe das Gefühl, dass sich ganz langsam aber sicher jegliche staatliche Ordnung hier bei uns auflöst bzw. verwässert wird. Warum ist bisher eigentlich noch keiner von den Versagern und Tätern eingebuchtet worden?
Michael aus Wuppertal am 27.02.10 17:15
Köln ist überall in Deutschland. Das kommt eben davon, wenn sich der Bauherr selbst kontrollieren darf. Da könnte man genauso einem Häftling seinen Zellenschlüssel zur Aufbewahrung geben, was mich bei Frau Piepenkötter allerdings auch nicht wundern würde. Dieses Land ist zur Bananenrepublik und Operettenstaat verkommen. Es ist nur zur hoffen, das der deutsche Michel erwacht, und endlich bemerkt, das er die Richtung bestimmt, wenn er denn nur im Mai (richtig) wählen geht!
Thomas Wohlzufrieden am 27.02.10 17:03
Könnte es sein das da wieder einige hohe Herren krumme Dinger gedreht haben, und jetzt wo es rauskommt, sollen kleine Arbeiterköpfe rollen ? Wäre ja nicht das erste mal.
Nobby am 27.02.10 16:47
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