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Ganz Deutschland regt sich auf über die beiden 13jährigen, die eine 83jährige furchtbar gequält haben sollen. Und hier im AKS Blog wird seit gestern heftig diskutiert. Vielen Dank an alle, die mitdiskutieren. Auf einige Argumente, die ich gelesen habe, will ich gerne antworten:
ich wundere mich, wie schnell einige die simple Gleichung aufmachen: "Mutter geht arbeiten = Selbstverwirklichungstripp = verwahrloste Kinder". Ich finde das unfair und falsch. Wir müssen doch im Ernst nicht wieder die Diskussion anfangen, daß Frauen auch ein Recht haben, mehr als nur Hausfrau und Mutter zu sein. Wenn Kinder verwahrlosen, müssen sich beide Eltern an die eigene Nase fassen - Väter und Mütter gleichermaßen. In Millionen Familien arbeiten beide Elternteile und die Kinder wachsen mit Liebe, wohlbehütet, wohlerzogen auf - geht doch.
Genauso finde ich es falsch, bei der Gelegenheit mit dem Finger auf Alleinerziehende zu zeigen. Die haben es im Land der miesen Ganztags-Betreuung sowieso schon schwer genug. Wenn da mal ein Kind aus dem Ruder läuft: Hilfe statt Häme!
@Hannes: Sie meinen, mit so einem dicken WDR-Moderatorengehalt, da lässt sich alles leicht bewältigen, während andere gezwungen sind, wegen Arbeit ihre Kinder zu vernachlässigen... Lieber Mann: Ich liefere die Hälfte meines Gehalts beim Staat ab, damit all die vielen Sozialleistungen für andere gezahlt werden können. Mit der anderen Hälfte ernähre ich meine Familie. Wenn mal was übrig bleibt, spare ich - falls mein 12 Jahre alter Gebrauchtwagen mal wieder kaputt geht. - Das dolce-vita der WDR Mitarbeiter - können Sie sich den Pfeil mal aus dem Kopf ziehen??
@Dr Christoph Alexander: Altersgrenze für Jugendstrafrecht runtersetzen? Guter Gedanke. Alles machen die Kinder heute früher. Psychologen sagen, die sind in der Entwicklung durchgängig zwei Jahre weiter als noch zu der Zeit, als diese Grenzen festgelegt wurden.
@alt68er: "Wir sind von einem Extrem (prügel) ins andere (Kuschelpädagogik) gefallen" - stimmt auffallend, finde ich. Aber als alt 68er wissen Sie ja sicher noch: These-Antithese-Synthese, so geht Entwicklung. Hoffen wir mal, das wir das auch bei der Erziehung hinkriegen.
Soweit erstmal.
Nee, einen "Liebling" hab ich noch vergessen:
@Rita Müller: Sie finden, daß Moderatoren nicht hier schreiben sollten. Sie finden das "geschwafel". Sie finden, daß ich auf einem Ponyhof lebe. - Mein Vorschlag: Wenn Sie das hier so gar nicht leiden können, clicken Sie einfach weiter. Auch für Sie wirds im Internet irgendwo das richtige Angebot geben. Schönen Gruß vom Ponyhof:
Martin von Mauschwitz
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Seit Wochen diskutieren wir über Erwachsene, die Kindern Gewalt antun. Heute schockt uns eine Nachricht, in der genau das Gegenteil passiert: Zwei Kinder quälen eine alte Frau.
So schildert es die Polizei: Zwei 13jährige Jungs dringen in die Wohnung einer 83jährigen demenzkranken Dame ein. Sie schlagen sie zu Boden, treten auf sie ein, flößen ihr eine halbe Flasche Schnaps ein, spritzen ihr Maggi-Würze in die Augen, urinieren auf die Wehrlose und lassen sie schließlich mit ihren Schmerzen allein. Mehrere Stunden dauert das Martyrium der alten Dame, bis die Polizei sie findet und in ein Krankenhaus bringt.
Beide Jungs bestreiten (noch) jede Tatbeteiligung. Nun ja.
So oder so müssen sich die beiden mutmaßlichen Täter auch nicht allzuviel Sorgen machen: Sie sind 13, also nicht strafmündig, also: Keine strafrechtlichen Konsequenzen. Ein Experte für Kinder-Kriminalität lässt sich heute dazu im Internet so zitieren: "Dass solche Fälle geschehen ... ist sehr bedauerlich...".
Wie bitte? Bedauerlich? Eine ekelhafte Sauerei ist das. Und bedauern reicht hier nicht. Wer alt genug ist fürs Menschen-Quälen sollte alt genug sein, für seine Taten zu büßen. Man darf sicher keine Kinder in den Knast stecken, aber: wir sollten dafür sorgen, dass Kinder-Verbrecher die Konsequenzen ihrer Taten spüren und dass sie ohne wenn und aber wiedergutmachen, was sie angerichtet haben. Eine freundliche Unterredung mit dem örtlichen Sozialarbeiter ist mir da eindeutig zu wenig.
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17 Mitarbeiter einer diakonischen Einrichtung sollen behinderte Kinder misshandelt haben. Jetzt, hier, bei uns. Ich kann das nicht fassen. Kinder, die autistisch oder verhaltensauffälig sind, die Hilfe brauchen und besonderes Zuwendung und die deshalb in einer diakonischen Einrichtung leben - diese Kinder werden ausgerechnet von denen, die ihnen helfen sollen: Pädagogen und Psychologen, schändlich misshandelt - jedenfalls ist das der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Aber weil die mutmaßlichen Täter von allem auch noch Hunderte Videos gedreht haben, ist es wohl eher ein starker Verdacht.
Dass es Verbrecher gibt, kranke Seelen, Sadisten, das weiß ich natürlich. Aber wie kann es passieren, dass 17 Fachkräfte die Kinder einer ganzen Einrichtung misshandeln - sie fesseln, über Tage einsperren, ihnen als Strafe nichts zu Essen geben. Kinder, die ohnehin so schwere Probleme haben, dass sie nicht bei ihren Familien leben. Und die Misshandlungen hatten offenbar Methode, wurden als "Therapiemaßnahmen" ausgegeben, sogar ín Hunderten Videos gefilmt.
Warum gibt es da keinen, der sagt: Moment mal! Was macht ihr da? Warum hatte nicht einer von den 17 Mitleid? Haben die alle keine Gefühle, kein Gewissen - und keine Freunde oder Ehefrauen, die irgendwas mitbekommen? Wie gesagt, dass es Verbrecher gibt und kranke Seelen, das ist mir schon klar. Aber wie sowas im großen Stil in einer öffentlichen Einrichtung mit Fachpersonal und derart wehrlosen Opfern passieren kann, das verstehe ich nicht. 17 Beschuldigte - da kann man den Glauben an die Menschheit verlieren.
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"Warum organisieren wir Hartz IV nicht so, dass die Empfänger (die gesund sind und nicht mit Kindererziehung beschäftigt) auch Arbeit leisten: Was ist so schlecht daran, dass jemand, der auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance hat, im Altenheim den Rasen mäht, das Laub wegharkt, neue Glühbirnen einschraubt? ...Arbeit für Hartz IV Empfänger. Nicht als Strafe, sondern als Chance." Das habe ich hier im AKS-Blog am 10. Februar geschrieben.
Hartz IV Empfänger sollten sich in Altenheimen oder Sportvereinen nützlich machen ... vorlesen, fegen. Wir brauchen einen gemeinnützigen Arbeitsmarkt für die, die auf dem regulären Arbeitsmarkt keine Chance mehr haben. - Das habe ich heute von der SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft in der Zeitung gelesen.
Ehrlich gesagt: Die Idee ist nicht neu, sie stammt auch weder von mir noch von Frau Kraft. Fachleute denken schon lange so. Voraussetzung dafür ist: Wir gestehen uns ein, daß ein großer Teil unserer Langzeitarbeitslosen in diesem Leben keine reguläre Beschäftigung mehr finden wird. Das geben Arbeitsvermittler hinter vorgehaltener Hand unumwunden zu. Politikern fehlt dazuin der Regel der Mut.
Jetzt war mal ein(e) Politiker(in) ehrlich, schon fallen die Sozial-Lobbyisten über sie her: Man dürfe doch die Langzeitarbeitslosen nicht auf einen öffentlich organsiserten Arbeitsmarkt abschieben. Wo haben diese Kritiker eigentlich in den vergangenen 20 Jahren gelebt? Unsere Wirtschaft folgt den knallharten Gesetzen der Globalisierung. Gefällt mir auch nicht, ist aber so. Hunderttausende Arbeitsplätze, ganze Branchen sind in Billiglohnländer abgewandert und kommen auch nicht wieder. Den Betroffenen hier was von Vollbeschäftigung vorzulügen ist zynisch, hilft niemandem.
Übrigens: bevor es wieder heißt, wir wären hier politisch einseitig: Das alles hätte ich genau so geschrieben, wenns nicht Frau Kraft, sondern Herr Rüttgers oder sonstwer gesagt hätte. Man kann sich ja nicht aussuchen, wer auf die gleichen Ideen kommt, wie man selbst.
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...oder, wer schön sein will muss Leiden?
So blöd ist der Spruch gar nicht. Wir machen unseren Körper fit. Alle paar Monate zum Friseur, mehrmals die Woche mit Sport, tagtäglich mit Vitaminpillen und zweimal täglich cremen wir was das Zeug hält.
Cremen gegen Falten und Runzeln.
Klar mit 28 ist da bei mir noch nicht viel. Aber schon mal auf die Werbung geachtet? Ich zähle zu einer besonders bedrohten Spezies. Um die 30 müssen wir nämlich loslegen mit der Creme und Tiegel Vorsorge. Nach dem Motto, wenn Sie jetzt nicht anfangen mit Anti-Age und Co., dann wehe Ihnen, wenn Sie älter sind. Allerdings sind Cremes harmlos. Immer mehr greifen zu einer kleinen Spritze.
Botox! Botulinumtoxin - so die korrekte Bezeichnung für Botox - hat keinen besonders guten Ruf: Es ist als Mittelchen der Reichen und Möchtegern-Schönen verschrien.
Eine Spritze und die Falten sind verschwunden.
Leider aber auch viele Spritzen und die Mimik ist verschwunden.
Ich kann es nachvollziehen, vielleicht eine wirklich fiese Stirnfalte wegzuspritzen. Oder einer sehr negativen Mundmimik mit einer Spritze zu Leibe zu rücken.Aber anscheinend reicht das nicht, man sollte es mit der Spritze nicht auf die Spitze treiben.
Und vor allem gilt in Deutschland auch: Bitte nicht laut darüber reden!....noch.
Also eine Spritze ist ok, aber bitte kein Abo.
Ein bisschen Mimik muss sein, denn wer zuletzt lacht, lacht immer noch am Besten!
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Soviel Uzo kann man garnicht trinken, wie man möchte - bei dem, was da gerade in Griechenland abgeht. Jahrzehntelang wurde missgewirtschaftet, wurden Zahlen geschönt, wurde getrickst, um EU Richtlinien zu erfüllen, näherte sich der Staat immer mehr der Pleite. Und jetzt? Griechenland zieht blank und die Europäische Union soll es richten. Doch was heißt soll? Muss, muss man sagen, denn das ist nun mal so in einer Ehe - auch in der europäischen Währungsunion! In guten wie in schlechten Zeiten... Gebongt! Doch jetzt ist Schluß mit lustig bei dieser Veranstaltung, die den deutschen Steuerzahler wohl einige Milliarden kosten wird. In Griechenland haben jetzt nämlich einige Medien und Politiker die Deutsche-sind-doch-alle-alte-Nazi-Leier rausgeholt. Bitte nicht diese olle Kamelle! Weil Deutschland noch einiges an Reparationen aus dem 2. Weltkrieg zu leisten habe, müsse man in diesem reichen Deutschland ganz still sein - und schön in den großen EU-Topf überweisen. Aua, das tut weh!
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Was gäb' ich drum diesen Satz mal vom Cockpit aus zu sprechen. Ich könnte das nämlich auch. Eine Boeing fliegen.
Männer müssen so was können. Sonst sind sie eine Maus. Und dass es geht, hat gerade ein Schwede bewiesen. Er hat 13 Jahre lang ohne Fluglizenz Passagiere durch die Welt gegondelt. Respekt! Gut, mitfliegen hätte ich nicht unbedingt wollen, aber er hat es geschafft. Wir Männer neigen nun mal zur maßlosen Selbstüberschätzung. Immer noch besser als feminin zu hauchen "ich kann das nicht". Wer am Flugsimulator ein Flugzeug runter kriegt, schafft das auch im echten Leben. Also wenn's mal brenzlig wird da oben am Himmel und einer muss die Maschine sicher landen - ich stehe bereit. So lange ändere ich eben meine Durchsage:
Kapitän Bug und seine Besatzung wünschen Ihnen einen angenehmen Flug durch die AKS.
PS - Danke Picard. Und Gruß vom Kapitän...
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Ein Wort mit vielen Buchstaben: Vorratsdatenspeicherung. Ehrliche Meinung? Mir ist die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vollkommen wurscht.
Es hat entschieden, dass die Speicherung von Telefon- oder Internetnutzungsdaten das Telekommunikationsgeheimnis verletzt. Na und? Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass meine Daten irgendwie sicher sind. Außerdem bin ich kein Krimineller und die Angaben werden ja wohl erst dann geprüft, wenn es einen dringenden Verdacht gibt. Zur Straftatbekämpfung und Gefahrenabwehr.
Meine Daten sind bestimmt schon mehrfach um die Welt gereist. Einkaufen bei Amazon, Onlinebanking, Musik laden bei iTunes. Und ich möchte nicht wissen, was Google alles über mich weiß.
Na und?
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Das war mal ein Super-Sturm: Orkan-artige Böen bis zu 140 kmh. Als Xynthia gestern durch Nordrhein-Westfalen peitschte war nichts vor ihr sicher: Keine Bäume, Gerüst-Teile oder Dachziegel - das Sturmtief hat das Land richtig durchgeschüttelt.
Es heisst schon: Xynthia sei nur wenig schlimmer gewesen als Kyrill.
Nach dem Unwetter folgte heute das Schadens-Protokoll: Mehr als 15tausend Einsätze für Feuerwehr und Polizei - Wie hoch der Sachschaden ist, kann noch nicht genau gesagt werden. Der Hinweis lautet: Schäden in Millionenhöhe.
Traurige Gewissheit: Zwei Menschen verloren bei dem Sturm ihr Leben.
Heute morgen war Xynthia DER Gesprächsstoff: Bei meinen Nachbarn, an der Tankstelle, am Telefon…
Die einen waren völlig überrascht von der Heftigkeit des Sturms: Sie waren z.B. nass geworden beim Waldspaziergang. Andere konnten nicht fassen, wie leichtsinnig manche sind und trotz Unwetterwarnung noch unter Bäumen spazieren gingen.
Die ganz schlauen hatten gestern keinen Schritt vor die Tür getan:
Ab in die Jogginghose, rauf auf die Couch und lecker einen Tee trinken, während draussen die Welt untergeht!
Da muss man sich auch nicht mehr groß über so einen Sturm aufregen fanden sie.
Und was meinen Sie? Was haben Sie gestern getan, als draußen der Wind mit 140 Sachen an Ihrem Fenster vorbei gepeitscht ist?
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Ich lebe gerne in Köln. Ich mag diese Stadt. Und ich brülle Karneval auch die einschlägigen Bekenner-Lieder mit. Aber langsam wird es peinlich. Köln steht ja schon lange bundesweit in dem Ruf, unter Wert regiert zu werden, der Kölner Klüngel ist Legende, Palermo liegt am Rhein. Aber jetzt kann man das langsam wirklich keinem mehr erklären.
Wir haben einfach nicht alle Bügel im Beton. Das an sich ist schon nicht zu verstehen. Das sollen wirklich "nur" ein paar Bauarbeiter gewesen sein, die das Zeug zum Materialpreis an einen Schrotthändler verhökert haben, 80 Prozent aller Eisenbügel? Schwer zu glauben. Aber so richtig unangenehm finde ich das Krisen-Management. Man erfährt offiziell nichts Genaues, aber alle Nase lang kommt irgendein neues, peinliches Detail ans Licht. Unterm Strich weiß ein Jahr nach dem Stadtarchiv-Einsturz immer noch keiner, warum das passiert ist.
Und jetzt Mal wieder so ein Highlight: Gestern Nachmittag blinkt uns in der Redaktion die Eilmeldung an: Die U-Bahn-Baustelle Heumarkt wird heute Mittag um 12 geflutet. Und eine halbe Stunde bevor es so weit sein soll, dann das Kommando zurück. Wie stark der Grundwasserpegel steigt, das muss doch für ein paar Stunden im Voraus absehbar sein? Und warum ist vorher Niemand auf die Idee gekommen, noch schnell eine Zwischendecke einzuziehen, wenn das jetzt plötzlich die Lösung ist.
Das alles verstehe wer will. Aber dass sich das ganze Land über uns lustig macht, ist kein Wunder. Ist ja auch wirklich unterirdisch.
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